Dienstag, 28. Juli 2026

Battle For The Planet Of The Apes - Die Schlacht um den Planet der Affen (1973)

https://www.imdb.com/title/tt0069768/
https://letterboxd.com/film/battle-for-the-planet-of-the-apes/

Nachdem ein Atomkrieg im vorangegangenen Teil der „Planet der Affen“-Reihe die Erde verwüstet hat, führen die überlebenden Affen und Menschen unter der Führung des Schimpansen Caesar (Roddy McDowall) ein ruhiges Leben in einem kleinen Dorf. Caesar, der Sohn der beiden menschenfreundlichen Schimpansen Zira und Cornelius (Bobby Porter) aus den vorangegangenen Teilen, möchte aber mehr über seine Identität und Herkunft wissen. Deswegen macht er sich zusammen mit dem Menschen MacDonald (Austin Stoker) und dem Orang-Utan Virgil (Paul H. Williams) auf den Weg in die „tote Stadt“, einem Relikt der vorangegangenen menschlichen Zivilisation. Dort befinden sich möglicherweise noch Aufzeichnungen über die Vergangenheit, die Caesars Fragen beantworten können. Aber kaum haben sie die "tote Stadt" erreicht, werden sie von mutierten Menschen angegriffen, die dort ein freies Leben jenseits der Affen führen wollen. Das führt dazu, dass auch in Caesars Siedlung die alten Gräben zwischen Affen und Menschen neu aufreißen...

Mit "Die Schlacht um den Planet der Affen" fand die ursprüngliche "Planet der Affen"-Reihe 1973 ihren Abschluss. Nach den überraschend ambitionierten Vorgängern, die immer wieder gesellschaftliche Themen wie Rassismus, Machtmissbrauch und den Kalten Krieg aufgriffen, wirkt das Finale jedoch deutlich kleiner. Zwar greift der Film weiterhin interessante Ideen über Versöhnung, Gewalt und das Zusammenleben verschiedener Gesellschaften auf, doch die begrenzten Produktionsmittel und ein schwächeres Drehbuch verhindern, dass daraus ein wirklich würdiger Abschluss der Reihe wird. Die Handlung setzt einige Jahre nach "Eroberung vom Planet der Affen" ein. Caesar (Roddy McDowall) versucht, eine friedliche Gemeinschaft aus Affen und Menschen aufzubauen, während sowohl radikale Gorillas als auch mutierte Überlebende eines Atomkriegs diese fragile Ordnung bedrohen. Inhaltlich knüpft der Film damit konsequent an die moralischen Fragestellungen seiner Vorgänger an. Besonders die Frage, ob Frieden dauerhaft möglich ist oder Gewalt zwangsläufig neue Gewalt hervorbringt, verleiht der Geschichte eine nachdenkliche Note. Die zentralen Themen besitzen also durchaus Potenzial, ihre Umsetzung bleibt jedoch meilenweit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Roddy McDowall trägt den Film erneut mit großer Souveränität. Als Caesar verleiht er der Figur eine glaubwürdige Mischung aus Autorität, Mitgefühl und innerem Konflikt. Auch Claude Akins als General Aldo sorgt für einen funktionierenden Gegenpol, wenngleich seine Figur eher eindimensional angelegt ist. Die Maskenarbeit bleibt - wie in der gesamten Reihe - bemerkenswert gelungen und gehört weiterhin zu den größten Stärken der Produktion. Gerade im Vergleich zu den ersten vier Filmen werden die Schwächen allerdings deutlich sichtbar. Wo "Planet der Affen" und "Flucht vom Planet der Affen" mit überraschenden Ideen und bissiger Gesellschaftskritik überzeugten und "Eroberung vom Planet der Affen" eine ungewöhnlich düstere Revolutionsgeschichte erzählte, wirkt "Die Schlacht um den Planet der Affen" wesentlich zahmer. Die Handlung entwickelt sich geradlinig, viele Dialoge sind eher funktional, und die große Titelschlacht bleibt aufgrund des offensichtlich reduzierten Budgets erstaunlich klein. Kulissen, Ausstattung und Action erreichen nicht annähernd die Qualität der früheren Filme. Damit bekommt man das Gefühl, dass die Reihe ihren Zenit des kreativen Höhepunkts bereits längst überschritten hat. Einzig die Grundidee um Caesars pazifistische Vision wirft durchaus interessante Fragen auf - Fragen, die der Film jedoch nur oberflächlich beantwortet.

Dennoch besitzt "Die Schlacht um den Planet der Affen" einen gewissen Reiz. Das melancholische Ende verleiht der ursprünglichen Filmreihe einen versöhnlichen Abschluss und rundet Caesars Entwicklung stimmig ab. Gerade rückblickend lässt sich erkennen, wie viele Ideen später von den modernen "Planet der Affen"-Filmen aufgegriffen und deutlich ausgearbeitet wurden. "Die Schlacht um den Planet der Affen" ist damit kein großes Finale, sondern ein kleiner, nachdenklicher Abschluss einer außergewöhnlichen Science-Fiction-Reihe. Trotz interessanter Themen, eines überzeugenden Roddy McDowall und einiger gelungener Momente verhindern das geringe Budget, die schwache Dramaturgie und die unspektakuläre Inszenierung einen wirklich würdigen Schlusspunkt. Für Fans der Reihe bleibt der Film dennoch sehenswert, weil er Caesars Geschichte zu einem emotional stimmigen Ende führt – auch wenn er qualitativ nicht an die besten Teile des Franchise heranreicht.

5/10

Als "Limited Edition" in der "40 Jahre Evolution"-Blu-ray-Box als DigiPak erschienen, die alle 5 Klassiker um den "Planet der Affen" enthält, inkl. eines 200-seitigem Buch mit allen Infos zu den Filmen:


Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork:
APJAC Productions/20th Century Fox

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