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Stella (Paula Taylor) ist Wissenschaftlerin und alleinerziehende Mutter. Nach vielen Jahren kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück – und wird dort plötzlich von ihrem lange vermissten Vater kontaktiert. Über ein altes Radio sendet er ihr eine Botschaft: Er sei in einer alternativen Zeitkonfiguration gefangen. Um ihn zu retten, begibt sich Stella auf die Suche nach der geheimen Genesis-Maschine, einem von der CIA entwickelten Gerät, das einst in Thailand zurückgelassen wurde. Mit der Apparatur wagt sie eine riskante Reise durch Raum und Zeit, fest entschlossen, ihren Vater zurückzuholen.
Dieser thailändische Science-Fiction-Abenteuerfilm von Regisseur Chookiat Sakveerakul wirft gleich gefühlte tausend Genres in einen Topf: Zeitreisen, Parallelwelten, Monster, Dinosaurier, uralte Legenden und futuristische Technologien. Das Ergebnis ist ein Film, der zwar nie ganz die Kontrolle über seine zahlreichen Einfälle behält, aber allein durch seinen ungebremsten Ideenreichtum erstaunlich viel Charme entwickelt. Der Film besitzt eine fast schon ansteckende Begeisterung für sämtliche Genres und erinnert in seinen besten Momenten an jene wilden Abenteuerfilme der Achtziger und Neunziger, die lieber eine Idee zu viel als eine zu wenig hatten. Ob prähistorische Kreaturen, fremde Dimensionen oder postapokalyptische Szenarien - ständig gibt es etwas Neues zu entdecken.
Gerade diese kreative Rastlosigkeit macht einen großen Teil des Reizes aus. Man spürt in jeder Szene die Ambition, etwas Größeres zu erschaffen, als es die vorhandenen Mittel eigentlich erlauben. Wenn man klassische B-Movies oder ungewöhnlicher Genrekost mag, hat der Film dadurch einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungswert. Durch die vielen Ideen hat der Streifen aber auch ein Problem: mit zunehmender Laufzeit wird die Handlung immer komplexer und verliert dabei zunehmend an Fokus. Die vielen Ideen stehen sich stellenweise gegenseitig im Weg, sodass einzelne Figuren und Handlungsstränge kaum genügend Raum erhalten, um sich wirklich zu entfalten. Nicht jede Wendung ergibt dann Sinn, und manche Regeln der Zeitreise-Logik scheinen eher spontan als konsequent entwickelt worden zu sein.Auch technisch erreicht der Film nicht immer das Niveau seiner großen Ambitionen. Die visuellen Effekte schwanken deutlich in ihrer Qualität und verraten immer wieder die begrenzten Produktionsmittel. Einige CGI-Sequenzen wirken unfertig oder erinnern an ältere Fernsehproduktionen. Das ist zwar nicht zwingend störend, nimmt manchen Szenen aber etwas von ihrer Wirkung. Auch die schauspielerischen Leistungen bewegen sich auf solidem, jedoch selten herausragendem Niveau. Dennoch besitzt der Film eine sympathische Energie, die ihn davor bewahrt, in Beliebigkeit zu versinken. Gerade weil "Project Genesis" so offensichtlich mit Leidenschaft entstanden ist, verzeiht man ihm manche Ungereimtheit eher als einer glattpolierten Hollywood-Produktion. Er möchte unterhalten, staunen lassen und sein Publikum auf eine wilde Reise mitnehmen - und genau das gelingt ihm über weite Strecken. Damit ist er letztlich ein Film voller Gegensätze. Er ist gleichzeitig überladen und faszinierend, chaotisch und kreativ, manchmal unfreiwillig komisch und dann wieder überraschend emotional. Nicht jede Idee funktioniert, und die Geschichte hätte von etwas mehr Konzentration profitiert. Doch in einer Zeit, in der viele Genreproduktionen nach Schema F ablaufen, wirkt dieser thailändische Sci-Fi-Trip angenehm unberechenbar.



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