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Eine Gruppe Online-Influencer und Social-Media-Stars (Molly Nutley, Vincent Grahl, Sofia Kappel, Joel Lützow, Emelina Rosenstielke und Amanda Lindh) wird von einem Familienunternehmen angeheuert. Der schon etwas ältere Ulf (Michael Odhag) ist Besitzer eines glamourösen Camping-Ressorts, das dringend neue Kundschaft braucht, um den drohenden Bankrott abzuwenden. Ein paar peppige Posts und viral gehende Videos von der kleinen Insel in einem großen See sollen den Aufschwung bringen. Die Gruppe ist begeistert von den Luxusunterkünften in freier Natur, betrauert aber fehlendes WLAN. Filmen können sie zwar, aber eben nicht live streamen. Der Ärger weicht schnell Neugierde, als Ulf den jungen Leuten von der Legende einer Hexe erzählt, die im 17. Jahrhundert auf das Eiland verbannt worden sei. Angeblich musste sie eine eiserne Maske mit einer Glocke daran tragen und beging Selbstmord, indem sie sich im See ertränkte. Dann setzt er sich in sein Boot und lässt die Twens für das Wochenende allein. Allerdings rät er ihnen noch, sich dringend vom Wasser fernzuhalten. Zunächst verläuft alles „instaperfect“. Aber natürlich ignoriert die Gruppe Ulfs Warnung und geht baden – was mit schweren Verstümmelungen endet. Denn ganz offenbar sind sie auf der Insel nicht allein.
Eine abgelegene Hütte, eine Gruppe junger Menschen und ein düsteres Geheimnis in den Wäldern - das sind Zutaten, aus denen schon zahlreiche gelungene Genrebeiträge entstanden sind. "Weekend Trip: Schrei der Verdammten" versucht, genau diese klassischen Elemente mit Folk-Horror und Slasher-Motiven zu verbinden. Leider bleibt am Ende jedoch ein Film zurück, der zwar einige interessante Ansätze besitzt, daraus aber nur selten echte Spannung entwickelt. Das eigentliche Problem liegt im Drehbuch. Die Figuren bleiben über weite Strecken blass und entsprechen weitgehend bekannten Horror-Klischees. Dadurch fällt es schwer, eine echte emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen. Wenn die Bedrohung schließlich konkreter wird, fehlt es den Ereignissen an Gewicht, weil die Charaktere kaum über ihre grundlegenden Eigenschaften hinauswachsen. Hinzu kommt, dass der Film nur selten die Spannung erreicht. Viele Szenen ziehen sich unnötig in die Länge, während die eigentliche Handlung nur langsam voranschreitet.
Auch der Horror selbst bleibt eher zahm. Zwar gibt es einzelne gelungene Momente und einige ordentliche Schockeffekte, insgesamt fehlt dem Film jedoch die Konsequenz. Weder als kompromissloser Slasher noch als psychologischer Folk-Horror kann sich "Weekend Trip" vollständig durchsetzen. Dadurch wirkt der Film oft so, als könne er sich nicht entscheiden, welche Art von Horror er eigentlich erzählen möchte. Besonders im letzten Drittel verliert die Geschichte zusätzlich an Schwung. Die Auflösung des zentralen Geheimnisses fällt deutlich weniger interessant aus, als der Aufbau zunächst vermuten lässt, und das Finale hinterlässt eher ein Gefühl verpasster Möglichkeiten. Viele Ideen werden angerissen, aber nicht konsequent zu Ende gedacht. Schade.

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