https://letterboxd.com/film/sniper-3/
Der Scharfschütze Thomas Beckett (Tom Berenger) wird von den NSA-Beamten William Avery (Denis Arndt) und Richard Addis (William Duffy) beauftragt, eine verdeckte Operation durchzuführen, um einen mutmaßlichen Terroristen zu eliminieren. Der Terrorist entpuppt sich als Freund von Beckett, und der eigentliche Zweck der Mission ist etwas anderes als das, was Beckett gesagt wurde.
Nach dem eher mittelmäßigen zweiten Teil gelingt "Sniper 3" eine kleine Kurskorrektur. Regisseur P.J. Pesce setzt wieder stärker auf die Stärken der Reihe: präzise Scharfschützen-Einsätze, eine persönliche Mission und den erfahrenen Thomas Beckett, der von Tom Berenger erneut souverän verkörpert wird. Zwar bleibt der Film eine klassische Direct-to-Video-Produktion mit überschaubarem Budget, insgesamt wirkt er aber fokussierter und spannender als sein unmittelbarer Vorgänger. Tom Berenger spielt solide mit seiner gewohnt ruhigen Präsenz und verleiht Beckett mehr Tiefe, indem dessen Vergangenheit stärker in den Mittelpunkt rückt. Auch Byron Mann sorgt als Partner für eine angenehme Dynamik, und einige der Scharfschützen-Sequenzen wissen durchaus zu überzeugen. Das Vietnam-Setting verleiht der Handlung zudem eine stimmige Atmosphäre und hebt den Film optisch etwas von anderen B-Actionfilmen seiner Zeit ab. Dennoch folgt das Drehbuch bekannten Mustern, viele Nebenfiguren bleiben blass und manche Wendungen sind früh vorhersehbar. Die Action fällt solide aus, erreicht aber weder die Spannung noch die Präzision des ersten "Sniper". Auch die Produktionswerte machen den Direct-to-Video-Ursprung jederzeit deutlich. Es ist ein solides Sequel, das mit Tom Berenger, einer persönlicheren Geschichte und einigen gelungenen Scharfschützen-Momenten punktet. Wirklich neue Akzente setzt der Film zwar nicht, als kurzweiliger Militär-Actioner funktioniert er jedoch besser als sein Ruf vermuten lässt.
Poster/Artwork: Sandstorm Films/Destination Films

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen