Mittwoch, 15. April 2026

Gen V - Generation V, Season 02 (2025)

https://www.imdb.com/title/tt13159924/

Als wäre der Alltag eines Teenagers nicht schon stressig genug, sorgen ungebändigte Superkräfte für eine extra Prise Chaos. Marie Moreau (Jaz Sinclair) verfügt über die Fähigkeit, ihr eigenes Blut als gefährliche Waffe einzusetzen. Doch an ihrer Universität ist sie mit derartigen Kräften bei weitem nicht allein. An der Godolkin University, Amerikas einzigem College für Nachwuchs-Superheld:innen, ist niemand gewöhnlich. Wenn dutzende Pubertierende mit tödlichen Kräften aufeinandertreffen, lässt Ärger jedoch nicht lange auf sich warten. Marie und ihre Mitstreiter:innen müssen in knallharten Wettkämpfen gegeneinander antreten, denn nur die Besten unter ihnen haben nach dem Abschluss eine Chance auf begehrte Jobs im Superhelden-Business. Auch abseits des Unterrichts lassen blutige Machtkämpfe nicht lange auf sich warten...

https://www.imdb.com/title/tt29550655/
2.1 Projekt Odessa (New Year, New U)
Nach ihrer Gefangenschaft im Elmira Center und Andre Andersons Tod dürfen Emma Meyer und Jordan Li sich dank Cate Dunlap als "Wächter" wieder an der Godolkin University einschreiben. Sie sind jedoch gezwungen, Voughts Version des Vorfalls im Wald zu unterstützen, indem sie Homelanders Aussage bestätigen. Der neue Dekan Cipher setzt Cate unter Druck, Marie Moreau zu finden, die aus Elmira geflohen ist. Emma verdächtigt Cipher, da sie ihn als ehemaligen Mitarbeiter von Elmira wiedererkennt, findet aber keine Beweise. Marie flieht auf der Suche nach ihrer Schwester Annabeth, stellt sich den Patriots entgegen und wird dabei gefilmt. Später kämpft sie gegen Dogknott und wird von Annie January gerettet, die sie um Hilfe bei der Aufdeckung des von Thomas Godolkin begonnenen Odessa-Projekts bittet, jedoch ohne Erfolg. Nachdem Emma das Video entdeckt hat, bittet sie Jordan, Marie zu finden. Schließlich finden sie sie, was zu einer angespannten Begegnung führt. Cate folgt ihnen, erfährt, dass Marie mit Annie gesprochen hat, und versucht, ihre Kräfte gegen Marie einzusetzen. Jordan verletzt Cate jedoch schwer, und die drei lassen sie zurück. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt29571844/
2.2 Die Gerechtigkeit vergisst nie (Justice Never Forgets)
Marie kehrt zur Godolkin-Universität zurück und muss sich gemeinsam mit Emma und Jordan mit den Folgen von Cates Zustand auseinandersetzen, da diese im Koma liegt. Emma schlägt sogar vor, sie zu töten. Sam Riordan besucht Cate, die über eine Krankenschwester kommuniziert und Emma erwähnt, bevor ihre instabilen Kräfte die Krankenschwester in den Wahnsinn treiben. Polarity kehrt als Professor an die Universität zurück, um herauszufinden, was mit Andre geschehen ist, und arbeitet mit Emma zusammen, um den Fall zu untersuchen. Cipher erzählt Marie später, dass Andre, obwohl er wusste, dass seine Kräfte eine tödliche Krankheit verursacht hatten, beschloss, sie weiterhin einzusetzen und starb. Jordan und Marie besuchen Ciphers Kurs zur Verbesserung von Superkräften, wo Jordan Marie wegen Andre zur Rede stellt. Später versöhnen sie sich und kommen sich näher. Emma und Polarity decken Details des Odessa-Projekts auf und entdecken einen versteckten Raum mit Nazi-Artefakten und Aufzeichnungen, die belegen, dass Odessa eine Gruppe von Säuglingen war, von denen alle bis auf einen tot sind. Emma enthüllt Marie und Jordan, dass Marie Odessa ist. Cate erwacht aus ihrem Koma in einem Raum voller toter Mitarbeiter, als Cipher den Raum betritt. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt37138961/
2.3 Widersetz dich! (H Is For Human)
Marie kontaktiert Pam, eine Freundin ihrer Eltern, um mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren. Sie entdeckt, dass sie in einem Vought-Labor gezeugt und von Cipher unter dem Alias ​​"Dr. Gold" erschaffen wurde. Marie erfährt außerdem, dass Pam ihre Schwester Annabeth aufgezogen hat und aus Sicherheitsgründen daran gehindert wird, Kontakt zu ihr aufzunehmen. An der Godolkin-Universität kehrt Cate zurück, ist aber weitgehend machtlos. Sie möchte die Wahrheit über den Übergriff, dem sie ausgesetzt war, Vought melden, doch Cipher weigert sich, um ihren Ruf zu schützen. Sam, traumatisiert von seinen Taten in der Vergangenheit, bittet Cate, ihn wieder apathisch zu machen. Doch sie kann es nicht, und er verliert die Kontrolle und verwüstet sein Wohnheim, bis Jordan eingreift und ihn beruhigt. Dabei entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden. Jordan wird daraufhin zum Jahrgangsbesten der Universität gekürt, wodurch sie ins Rampenlicht der Öffentlichkeit rücken. Emma schließt sich mit Harper und Ally dem Widerstand gegen Homelanders Regime an. Vor einer öffentlichen Rede gesteht Jordan Marie ihre Liebe. Während der Rede enthüllt er Andres Tod und verteidigt die Starlighters, indem er zugibt, Cate angegriffen zu haben, was Buhrufe der Studenten auslöst. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt37156934/
2.4 Gender Bender vs. Blood Bender (Bags)
Nachdem Jordan von den Medien verunglimpft wurde, arrangiert Cipher einen öffentlichen Kampf zwischen ihm und Marie und droht, Jordan und Emma zurück nach Elmira zu schicken, sollten sie sich weigern. Jordan und Cate brechen in Ciphers Haus ein und finden einen verbrannten Mann in einer Druckkammer. Marie verbessert ihre Kontrolle über ihre Kräfte mithilfe von Ciphers Unterricht. Er erklärt ihr, dass Odessa ein Projekt zur Verbesserung der Superman-Persönlichkeiten war und dass sie Homelander übertreffen könnte. Außerdem entdeckt sie, dass Cipher ein Mensch ist. Harper hilft Emma, ​​ihre Kräfte sicher zu beherrschen. Als Cipher von dem Einbruch erfährt, ruft er Cate zum Kampf. Marie und die Gruppe planen, mit Cates und Emmas Hilfe ein Geständnis zu erzwingen. Emma schleicht sich durch die Rohre und gibt Cate eine Kamera. Cate versucht, Cipher zu erpressen, indem sie enthüllt, dass er ein Mensch ist. Cipher, der behauptet, der verbrannte Mann sei sein Vater, bleibt unbeeindruckt und nutzt zu ihrer Überraschung seine Kräfte, um Jordans Körper zu steuern und Marie anzugreifen. Marie gewinnt schließlich, indem sie Jordans Blut kontrolliert. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt37156972/
2.5 Befreiungsmission (The Kids Are Not All Right)
Einen Monat zuvor[c] kümmerte sich Cipher um den Mann in einer Überdruckkammer, als Schwester Sage auftauchte und sie vor seinen Augen Sex hatten. Nach dem Kampf zwingt Cipher Marie zum Weitertraining, indem er droht, sie und ihre Freunde mit der gefangenen Cate zurück nach Elmira zu schicken. Marie überzeugt Jordan und Emma, ​​Cate zu befreien. Emma bittet Sam, sich ihnen anzuschließen, doch er lehnt ab, da er seine Eltern besucht. Als er erfährt, dass sie ihn an Vought übergeben haben, weil sie ihn nicht kontrollieren konnten, verletzt er versehentlich seinen Vater. Marie, Jordan und Emma infiltrieren Elmira, werden aber gefangen genommen. Später versöhnt sich Sam mit seiner Mutter, nachdem er akzeptiert hat, dass seine Instabilität angeboren war und nicht durch Compound V verursacht wurde. Polarity konfrontiert Cipher wegen Andre und erfährt, dass dieser starb, als Cipher versuchte, seine Kräfte zu verstärken. Später erleidet er einen Anfall. Cipher enthüllt, dass er Maries Schwester Annabeth gefangen hält. Die Gruppe entkommt mit Cates Hilfe ihren Zellen, findet Annabeth aber tot vor. In ihrer Trauer entwickeln sich Maries Kräfte weiter, sodass sie Annabeths Zellen manipulieren und sie erfolgreich wiederbeleben kann. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt37157011/
2.6 Kochunterricht (Cooking Lessons)
Marie und die Gruppe fliehen mit Hilfe von Annabeth, die über hellseherische Fähigkeiten verfügt, und Sam aus Elmira und suchen Zuflucht in einer Bibliothek. Emma kontaktiert Harper um Hilfe, die Polarity erreicht, die derzeit von Cipher kontrolliert wird. Cipher schickt Vikor hinter Marie her, doch dieser wird von Zoe Neuman getötet, die zusammen mit Stan Edgar nach Marie sucht. Die Gruppe beschließt, sie zu ihrem Bunker zu begleiten. Dort erklärt Stan, dass Marie und Homelander Odessas einzige Erfolge sind – ein Projekt, das er eingestellt hatte, da er Marie für gescheitert hielt. Sam versucht, wieder Kontakt zu Emma aufzunehmen, doch sie zieht sich zurück. Stan vergleicht Thomas' Arbeit mit der von Cipher, und Jordan und Cate schließen daraus, dass der verbrannte Mann Thomas ist, den Cipher benutzt hat, um sein Ziel der Superhelden-Vorherrschaft zu erreichen. Stan überlegt, Thomas einzusetzen, um Homelander zu besiegen und Vought zurückzuerobern. Cipher teilt Polarity mit, dass er plant, schwache Superhelden zu eliminieren, beginnend mit Godolkin; Polarity überwältigt ihn und wirft ihn aus dem Fenster. Cate bittet Marie, sie zu heilen, aber Marie lehnt ab, während sie sich auf die Konfrontation mit Cipher vorbereiten. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt37157061/
2.7 Ferngesteuert (Hell Week)
Annabeth erwacht besorgt nach einer beunruhigenden Vorahnung bezüglich Marie. Die Gruppe stellt fest, dass sie und Cate verschwunden sind. Cate bittet Marie, ihre Kräfte zu heilen, doch Marie weigert sich aus Misstrauen. Jordan und Annabeth sprechen über die Entdeckung ihrer Kräfte, und Jordan beginnt, an ihrer Beziehung zu Marie zu zweifeln. Marie und Cate gehen zu Ciphers Haus, um Thomas zu finden, doch Polarity enthüllt, dass er Thomas in seiner Gewalt hat und teilt seinen Plan mit. Nachdem Polarity einen Anfall erleidet, heilt Marie ihn vollständig. Sam und Emma treffen an der Universität ein und suchen nach Marie. Cipher bietet Marie die Sicherheit ihrer Freunde an, wenn sie zum Training zurückkehrt, doch die Gruppe warnt sie vor Annabeths Vision vom Massensterben; Marie schwächt sie mit ihren Kräften. Polarity und ein Teil der Gruppe halten Cipher in einem Kampf auf, während Marie Thomas findet und heilt. Sie entdecken dann, dass "Cipher" in Wirklichkeit ein Nicht-Superheld ist, Doug Brightbill, der von Thomas kontrolliert wird. Cate, Emma und Annabeth helfen Marie bei der Flucht, während Thomas seinen Plan zur Eliminierung aller schwachen Superhelden in Gang setzt. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt37157097/
2.8 Das Keulen der Herde (Trojan)
1967 injiziert sich Thomas kurz vor einem Laborbrand "V-1", das gleiche Mittel, das Soldier Boy und Stormfront hatten. In der Gegenwart kümmert sich die Gruppe um den verletzten Doug, doch Marie ist zu schwach, um ihn zu heilen. Polarity fährt Doug ins Krankenhaus und spricht dabei über Andres Tapferkeit, als Black Noir II angreift, Doug tötet und Polarity gefangen nimmt. Marie versöhnt sich mit Cate und heilt sie. Thomas bereitet Seminare mit Schülern vor, um die Schwachen zu eliminieren und seine Kräfte zu stärken. Sein Ziel ist es, Marie und schließlich Homelander zu kontrollieren, den er für den Niedergang der Superhelden verantwortlich macht. Als Sage dies missbilligt, befreit sie Polarity heimlich. Marie trifft beim Seminar ein, während die anderen Black Hole infiltrieren. Nachdem Harper Thomas kontrolliert, überwältigen sie ihn und evakuieren die Schüler. Thomas übernimmt kurzzeitig die Kontrolle über Marie, um sie anzugreifen, doch Polarity entzieht ihm die Kontrolle, sodass Marie ihn töten kann. Anschließend befiehlt Polarity der Gruppe zu fliehen, während er selbst als Sündenbock zurückbleibt. Als Flüchtlinge werden sie von Annie für ihren Widerstand gegen Homelander und Vought rekrutiert, zu dem auch A-Train gehört. - 7,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe
: amazon Video
Poster/Artworkamazon Video 

Dienstag, 14. April 2026

Karate Kid: Legends (2025)

https://www.imdb.com/de/title/tt1674782/

Nach einer traumatischen Familientragödie muss das überaus talentierte Kung-Fu-Wunderkind Li Fong (Ben Wang) sein Zuhause in der chinesischen Hauptstadt Beijing verlassen und mit seiner Mutter nach New York City ziehen. Dort fällt es ihm schwer, sich in die neue, ungewohnte Umgebung einzufügen und Anschluss an seine Mitschüler zu finden. Obwohl Li Konflikte meiden möchte, scheint er immer wieder in schwierige Situationen zu geraten. Als ein Freund seine Unterstützung benötigt, entscheidet er sich, an einem Karatewettbewerb teilzunehmen. Doch schnell wird klar, dass seine Fähigkeiten allein nicht ausreichen. Lis Kung-Fu-Lehrer Mr. Han (Jackie Chan) bittet deshalb Karate-Legende Daniel LaRusso (Ralph Macchio) um Unterstützung. Gemeinsam zeigen sie Li, wie er die unterschiedlichen Kampfstile der beiden Meister vereinen kann, um sich auf einen entscheidenden Martial-Arts-Showdown vorzubereiten.

"Karate Kid: Legends" ist ein Film, der mit einer klaren, fast zu vertrauten Geste beginnt: Ein junger Kämpfer, Li Fong, gespielt von Ben Wang, zieht mit seiner Mutter nach New York, gerät dort in Konflikt mit lokalen Gegnern und wird schließlich von zwei alten Größen des Franchise in Form gebracht. Jackie Chan kehrt als Mr. Han zurück, Ralph Macchio als Daniel LaRusso, und der Film baut seine Geschichte darauf auf, dass Li die Kung-Fu-geprägte Schule seines Lehrers mit dem Karate-Mindset von LaRusso verbinden soll. Das Problem mit einem solchen Film ist nicht, dass er das Rad neu erfinden müsste. Das Problem ist, dass er oft so tut, als reiche schon die Wiederbegegnung mit vertrauten Gesichtern, um Wärme, Bedeutung und dramatische Spannung zu erzeugen. Die Grundidee ist einfach und sauber: Li versucht in einer neuen Stadt Fuß zu fassen, findet Anschluss an Mia Lipani, gerät in den Schatten ihres Ex-Freundes und lokalen Champions Conor Day und wird in eine Trainings- und Wettkampfgeschichte gezogen, die ihn dazu bringen soll, seine Angst und seine Trauer zu überwinden. Das klingt nach einem klassischen "Karate Kid"-Gerüst, und auf dem Papier ist es das auch.

Was den Film weniger überzeugend macht, ist die Art, wie es seine Nostalgie verwaltet. Der Film sammelt wiedererkennbare Elemente wie historische Artefakte ein: Mr. Han, Daniel LaRusso, Trainingsmontagen, Turnierlogik, die alte Idee von Balance, Disziplin und innerer Ruhe. Doch genau dort, wo der Film eigentlich neue Energie bräuchte, wirkt er häufig wie ein sorgfältig zusammengestelltes Album aus Franchise-Erinnerungen, das die Gegenwart der Figuren nicht immer ernst genug nimmt. Der stärkste Vorwurf ist aber trotzdem nicht die Wiederholung an sich, sondern der Mangel an organischem Wachstum: Alles fühlt sich bekannt an, aber nicht immer verdient.
 

Ben Wang ist dabei der entscheidende Faktor, der dem Film überhaupt Richtung gibt. Als Li Fong bringt er genug Verletzlichkeit und Beweglichkeit mit, um die Rolle über reine Franchise-Funktion hinaus zu heben. Seine Figur trägt die Last einer familiären Tragödie, und der Film versucht, daraus ein emotionales Zentrum zu formen, das mit neuer Stadt, neuer Schule und neuem Kampffeld zusammenhängt. Wenn der Film funktioniert, dann oft deshalb, weil Wang die innere Unruhe seines Charakters glaubhaft macht und nicht bloß die Choreografie zwischen den Kämpfen abspult. Doch um Li wirklich wachsen zu lassen, müsste der Film mehr Vertrauen in seine eigene Gegenwart haben. Stattdessen wirkt die Welt von "Karate Kid: Legends" erstaunlich klein für einen Film, der zwei Mythologien zusammenführen will. New York ist Kulisse, nicht wirklich sozialer Organismus; die Rivalitäten sind funktional, nicht erschütternd; die Nebenfiguren um Mia, Victor und Conor füllen die Struktur, aber erweitern sie selten spürbar. Dadurch bleibt die Welt seltsam flach, obwohl sie technisch größer geworden ist. 

Auch die Zusammenführung von Mr. Han und Daniel LaRusso ist mehr Versprechen als Erfüllung. Dass Jackie Chan und Ralph Macchio gemeinsam auftreten, besitzt unbestreitbar nostalgische Anziehungskraft, und in einzelnen Momenten ist es reizvoll zu sehen, wie zwei sehr unterschiedliche Franchise-Identitäten nebeneinander existieren. Aber der Film verlässt sich dabei zu sehr auf das bloße Nebeneinander der Ikonen, statt aus dieser Begegnung wirklich eine neue erzählerische Spannung zu ziehen. Man spürt die Geschäftsidee, die Generationen verbinden will; man spürt weniger die dramatische Notwendigkeit, die das rechtfertigt. Die Kampfszenen selbst sind solide, gelegentlich ordentlich aufgeladen, aber auch sie tragen denselben Nachgeschmack des Zusammensetzens statt Verdichtens. Tempo und Schnitt lassen zu wünschen übrig und überhaupt fehlt eine gewisse mechanische Struktur, die den Film schneller wirken lässt, als er innerlich ist. Das ist bedauerlich, weil das "Karate Kid"-Franchise in seinen besten Momenten nie nur auf Schläge und Turniere setzte, sondern auf das langsame Vertrauen, das aus Training und Beobachtung wächst. Genau diese Geduld fehlt dem Film oft, wenn es lieber zur nächsten Referenz, zur nächsten Rückversicherung oder zum nächsten nostalgischen Signal springt.

Vergleicht man den Film mit dem Original von 1984, wird der Unterschied besonders deutlich. Damals gab es eine gelungene Mischung aus Wärme, Freundschaft und emotionaler Klarheit in einem Film, der seine einfache Geschichte mit echter menschlicher Bewegung füllte. "Karate Kid: Legends" besitzt diese Klarheit nicht immer; es ist eher ein Film über die Erinnerung an das "Karate Kid"-Gefühl als über dessen erneute Entdeckung. Das macht ihn nicht wertlos, aber es macht ihn weniger lebendig, als seine Besetzung und sein Vermächtnis es eigentlich erlauben würden. Am Ende ist "Karate Kid: Legends" ein gut gemeinter, gelegentlich charmanter, aber zu oft aus vorbereiteten Teilen zusammengesetzter Franchise-Film. Er hat den richtigen Instinkt für die Rückkehr der Figuren, die richtige Sympathie für seinen jungen Hauptdarsteller und die richtige historische Aura, um alte Fans anzulocken. Aber er wächst zu selten über das hinaus, was man schon von Anfang an erwarten konnte. Und gerade in einer Reihe, die immer von Ausdauer, Fokus und innerer Entwicklung handelte, ist das ein schwerer Makel.

5,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Columbia Pictures/Sunswept Entertainment/Georgia Department of Economic Development

The Super Mario Galaxy Movie - Der Super Mario Galaxy Film (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt28650488/

Mario (Stimme im Original: Chris Pratt / deutsche Stimme: Leonhard Mahlich) und Luigi (Charlie Day/Gerrit Schmidt-Foß) bekommen es dieses Mal mit Bowser Jr. (Benny Safdie/Patrick Roche) zu tun, der seinen Vater (Jack Black/Tobias Meister) befreien und zu alter Macht führen will. Um das zu verhindern, muss das Klempner-Duo eine intergalaktische Reise antreten, bei der ihnen auch die Prinzessinnen Peach (Anya Taylor-Joy/Dalia Schmidt-Foss) und Rosalina (Brie Larson/Yvonne Greitzke) zur Seite stehen.

"The Super Mario Galaxy Movie" nimmt den Zuschauer mit auf eine kosmische Sprungtour durch Nintendos bunte Universen, wo Planeten quietschbunt wie Bonbons aussehen und Sternenstaub wie Konfetti regnet. Doch hinter dem visuellen Feuerwerk aus schwebenden Galaxien und hyperkinetischen Actionsequenzen verbirgt sich eine Geschichte, die sich wie ein Deja-vu aus dem ersten Film anfühlt - ein kommerzieller Koloss, der Kinder in Ekstase versetzt, Erwachsene aber mit einem Hauch von Enttäuschung zurücklässt. Die Handlung beginnt mit einer mythischen Präambel: Die junge Rosalina und ihre Schwester Peach weben Leben in den Sternen, bis ein Angriff sie trennt und Peach ins Pilzkönigreich schleudert. Im Heute feiern Mario und Luigi als Helden Peaches Geburtstag, als Bowser Jr. Rosalina entführt, um ihre kosmische Macht für eine Galaxie-vernichtende Kanone zu missbrauchen und seinen gefangenen Vater Bowser zu befreien. Mario (Chris Pratt), Luigi (Charlie Day) und ein Team aus Yoshi (Donald Glover) und Toad stürmen ins All: Sie hüpfen über Honigwabenwelten, rasen mit Fox McCloud (Glen Powell) durch Asteroidenfelder, mutieren zu Babys und ringen mit prähistorischen Dinos. Im Finale kulminiert alles in einem Familien-Drama der Bowsers, einem Drachenkampf und Rosalinas Rettung durch Brie Larson - eine epische Space-Quest, die Spiele-Levels wie Honeyhive Galaxy und Battlerock homagiert, aber plottechnisch wenig Neues bietet. 

Chris Pratt und Charlie Day sind als Mario und Luigi die vertrauten Sympathieträger, doch Pratts monotoner Mix aus Italienisch und Brooklyn-Dialekt bleibt ein Reizpunkt, der schon im Vorgänger für Kopfschütteln sorgte. Anya Taylor-Joy verleiht Peach eine dynamische Frische, während Brie Larson Rosalina mit mystischer, beinahe enthusiastischer  Wärme belebt. Jack Black brüllt als Bowser mit Growls und Herz, Benny Safdie nervt als Jr. auf köstlich-böse Weise. Die Neuzugänge Donald Glover als Yoshi und Glen Powell als Fox erweitern das Nintendo-Crossover zu einem Star-Event, doch die Figuren bleiben eindimensional, wie cartoonhafte Silhouetten. Es wirkt, als wären die Talente in einem Skript gefangen, das sie nicht atmen lässt. Und warum hat Mario im Vergleich zu Peach so wenig zu tun?

Doch Illumination entfaltet hier ein visuelles Spektakel, das an die Schwerelosigkeit des Original-"Super Mario Galaxy"-Spiels erinnert: gravitationslose Planeten drehen sich wie Karussells, Sternenströme weben psychedelische Pfade, Honigtröpfchen kleben in Zeitlupe. Die Action ist ein Adrenalinrausch - UFO-Jagden, Dino-Schlachten, Baby-Transformationen -, untermalt von einem Score, der ikonische Melodien aus den Spielen recycelt, statt auf Pop-Songs zu setzen. Diese Hommage an die Serien-Geschichte ist mehr als lobenswert und zaubert dem Fanboy-Zuschauer das ein ums andere Mal ein Lächeln ins Gesicht, und tatsächlich fühlt sich die Animation wie ein lebendiges Spiel-Trailer an. Doch das Tempo rast zu frenetisch; es gibt keine Pausen zum Luftholen - atemberaubend, aber seelenlos. Thematisch dreht sich alles um Familie und Heldentum: Marios schüchterne Peach-Liebe ist süß, der Bowser-Clan ringt mit Vater-Sohn-Konflikten, die in Reha und Erlösung münden. Der Humor lebt von Slapstick, bleibt aber flach und repetitiv, ohne die Parodie-Tiefe des Originals. Für Kinder ist das pure Wonne, ein Fest der Farben und Sprünge und sie feiern Animation und Action; Erwachsene sehnen sich nach mehr Substanz - ein klassischer Kid-Pleaser. Keine Frage, "The Super Mario Galaxy Movie" ist ein visuelles Fest, familienfreundlich und kommerziell unschlagbar - Illumination erweitert Welten mit Galaxy-Magie. Doch narrativ ist es träge, uninspiriert, ein Game Over für Ambitionen jenseits des Cash-Ins. Für Kids: Wahoo! Für den Rest: It's-a-meh. 

5,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/ArtworkUniversal Pictures/Illumination/Nintendo

Montag, 13. April 2026

Hollow Man II - Hollow Man 2 (2006)

https://www.imdb.com/de/title/tt0469916/

Nach einem verheerenden Militär‑Experiment leidet der Ex‑Elitesoldat Michael Griffin (Christian Slater) unter einem Prozess, der seinen Körper langsam zerstört - und stellt damit eine tödliche Gefahr dar, die niemand sehen kann. Auf der verzweifelten Suche nach einem Gegenmittel gerät er auf die Spur der Wissenschaftlerin Dr. Maggie Dalton (Laura Regan), deren Forschung eng mit dem geheimen Projekt verknüpft ist. Um sie zu schützen und Griffin zu stoppen, treten die beiden Detectives Frank Turner (Peter Facinelli) und Lisa Martinez (Sarah Deakins) in den Vordergrund, die sich immer tiefer in ein Netz aus Verschwörungen, Experimenten und tödlicher Jagd verstricken. Inmitten dieser Spannung zwischen unsichtbarer Bedrohung und enger Verfolgung entwickelt sich ein düsterer, stetig eskalierender Thriller, der weniger auf große Schlachten, als auf die Nähe zur Gefahr setzt.

"Hollow Man II" aus dem Jahr 2006 ist ein direkter, aber nicht wirklich inspirierter Nachfolger zu Paul Verhoevens "Hollow Man" und erzählt die Geschichte eines anderen unsichtbaren Kriegers, der sich an derselben Linie fortbewegt wie sein Vorgänger - nur mit weniger Schärfe, weniger Überraschung und weniger Risiko. Während der erste Film mit Kevin Bacon als selbstverliebtem Wissenschaftler eine bizarre, teils erschreckende, teils lächerliche Kombination aus Grenzexperiment, Slasher‑Element und visueller Spektakel lieferte, schickt der zweite Teil Christian Slater als Soldatenmörder in ein ähnliches Szenario, ohne wirklich neue Fragen zu stellen. Die Handlung setzt auf eine relativ enge Spielzone: Gefängnis, Labore, verlassene Gebäude, in denen die Unsichtbarkeit ständig in der Nähe der Figuren präsent bleibt, ohne dass der Film sich allzu viele neue Gedanken darüber macht, was diese Prämisse über Macht, Kontrolle und Schuld erzählen könnte.

Im Vergleich zum ersten Teil wirkt die Direct-2-Video-Produktion "Hollow Man II" deutlich kleiner, weniger aufwendig und weniger willens, sich selbst zu blamieren. Verhoevens Film mit Kevin Bacon und Elisabeth Shue war ein großes, teils provokante, teils plumpes Kino‑Schauspiel, das sich gleichzeitig als technisches Feuerwerk und als moralische Parabel über die Korruption des egozentrierten Wissenschaftlers verstand. Mit seinen teils aufdringlichen, teils brillanten Visual Effects und einer gewissen Größenwahn‑Komponente zog er viele Kritiker in die Pflicht, die ihn teils scharf angingen, teils aber als eine Art guilty‑pleasure‑Kultstück akzeptierten. Der zweite Teil dagegen ist ein Sequel, das auf ähnlichem Gelände spielt, aber nicht denselben Anspruch erhebt. Die Effekte sind teils gelungen, teils kläglich; man spürt, dass der Film mit einem deutlich schmaleren Budget arbeitet und sich auf einige wiederkehrende, bekannte Motive beschränkt, etwa den unsichtbaren Angriff, die schlangenartige, halb sichtbare Kontur des Körpers oder die Top‑Down‑Darstellung von Augen, die sich aus dem Nichts nähern. Der Film klebt diesbezüglich zu sehr an seinem Vorgänger, zitiert sogar Szenen offen oder wiederholt sie, ohne neu zu formulieren, was das Thema der Unsichtbarkeit überhaupt bedeutet.

Trotzdem ist "Hollow Man II" für ein Direct‑2‑Video‑Produkt nicht völlig grottig. Die Besetzung ist handwerklich solide: Slater gibt einem übermächtigen, aber auch ein wenig verhärmten Bösewicht eine gewisse Bissigkeit, Facinelli und Deakins ziehen ihre Polizistenrollen glaubwürdig durch, und Regan als Wissenschaftlerin sorgt für die emotionale Verbindung zwischen Forschung, Verantwortung und Folgen. Die Spannung entsteht weniger aus tiefen moralischen Einsichten als aus der einfachen, aber effektiven Angst vor dem Unsichtbaren, vor dem, was man nicht sehen, aber spüren kann. Und auch der Blutlevel ist etwas höher. "Hollow Man II" ist damit ein Film, der weiß, dass er in Verhoevens Schatten steht, und sich damit abfindet, eine kleinere, weniger aufwendige, aber ähnlich konstruierte Story zu erzählen. Er ist kein großer Fortschritt im Genre, kein innovativer Schritt nach vorn, aber auch kein reines, verschwendetes Projekt. Wer sich an die Absurdität, Energie und Zynik der ersten Runde mit Bacon und Shue erinnert, wird hier eine gedämpfte, weniger überraschende Version der gleichen Idee vorfinden - genug für gelegentlichen Horror‑Genuss, aber zu wenig, um das Gedächtnis längerfristig zu besetzen.

4,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Sony Pictures/Red Wagon Entertainment

Sonntag, 12. April 2026

DellaMorte DellAmore - Cemetery Man - Zombie Graveyard (1994)

https://www.imdb.com/title/tt0109592/

Francesco Dellamorte (Rupert Everett) verdient seine Brötchen als Totengräber in der kleinen italienische Stadt Buffalora. Allerdings hat die Sache einen Haken: Alle auf dem Friedhof begrabenen Toten steigen nach sieben Tagen wieder aus ihren Gräbern und müssen dann mit einem gezielten Kopfschuss endgültig ins Jenseits befördert werden. Dabei unterstützt ihn der geistig zurückgebliebene Gnaghi (François Hadji-Lazaro), mit dem sich Francesco auch seine schäbige Behausung teilt. Zusammen haben sie bereits Routine entwickelt: Um die verwesenden Zombies zurück ins Reich der Toten zu befördern, müssen sie sich nicht mal aus dem Fernsehsessel erheben. Doch als sich Francesco eines Tages bei einer Beerdigung in eine junge Witwe (Anna Falchi) verliebt, sind die Tage der grusligen Gemütlichkeit gezählt...

Es gibt Filme, die man nach der Handlung beurteilt, und es gibt Filme wie "DellaMorte DellAmore", die man eher als Geisteszustand erfährt. Regisseur Michele Soavi hat hier keinen gewöhnlichen Horrorfilm gedreht, sondern eine seltsam elegante Totenmesse für das Begehren, die Wiederholung und die Unmöglichkeit, dem eigenen Leben zu entkommen. Wer eine geradlinige Zombiestory erwartet, bekommt etwas viel Unheimlicheres: einen Film, der so tut, als ginge es um die Toten, während er in Wahrheit die Lebenden seziert - ihre Libido, ihre Langeweile, ihre Todessehnsucht und ihre lächerliche, rührende Weigerung, vernünftig zu werden. Das Ergebnis ist ein Werk, das zwischen schwarzer Komödie, Gothic-Romanze und existentialistischem Fiebertraum pendelt und gerade deshalb so lange im Gedächtnis bleibt. Francesco Dellamorte, gespielt von Rupert Everett mit jener trockenen, leicht gelangweilten Eleganz, die seine Figur erst wirklich unwirklich macht, ist Friedhofswärter in einer Stadt, die ebenso gut am Rand der Realität liegen könnte wie am Rand Europas. Seine Arbeit besteht darin, die Toten zu erledigen, die nicht tot bleiben wollen. Das klingt zunächst nach einem makabren Routinejob, und Soavi spielt diese Grundidee zunächst fast wie eine groteske Büropflicht: Francesco schießt, sägt, begräbt und vergräbt erneut, während sein einfältiger, aber herzensguter Gehilfe Gnaghi (François Hadji-Lazaro) die Welt mit der Ruhe eines Mannes hinnimmt, der nie gelernt hat, dass es ungewöhnlich ist, von einem Kopf zu schwärmen. Doch der Film ist von Anfang an weniger an Handlung interessiert als an Wiederholung. Die Zombies sind nicht die Pointe; sie sind das System. 

Diese Wiederholung wird zum eigentlichen Thema des Films. Francesco liebt Frauen, oder genauer: Er liebt die Idee, dass er Frauen lieben könnte. Sobald eine von ihnen auftaucht, verwandelt sich der Film in eine Bewegung der Projektion. Die schöne Witwe, die bei einem Begräbnis auftaucht, wird zu "Ihr", zu einer idealisierten Erscheinung, die Francesco sofort in ein romantisches und sexuelles Begehren hineinliest. Dass diese Beziehung nicht lange überleben kann, ahnt man früh; dass sie ausgerechnet an der Kreuzung von Eros und Verwesung endet, ist ganz im Sinn des Films. Soavi und seine Autoren behandeln die Liebe hier nicht als Erlösung, sondern als einen Zustand permanenter Verwechslung. Francesco begehrt nicht die Frau, sondern die Möglichkeit, in ihr etwas Endgültiges zu finden. Und gerade deshalb muss er immer wieder scheitern. Der Film wird dabei immer freier, immer fiebriger. Was als makabre Zombie-Groteske beginnt, kippt nach und nach in einen psychischen Ausnahmezustand. Francesco trifft auf Frauen, die "Ihr" gleichen, als hätte das Universum beschlossen, ihm dieselbe Täuschung in immer neuen Varianten vorzusetzen. Zugleich beginnt er mit einer Figur zu sprechen, die sich als der Tod selbst ausgibt. Diese Gespräche sind vielleicht der Schlüssel zum ganzen Film: Der Tod ist hier kein Ende, sondern eine Verwaltungsinstanz. Er beklagt sich darüber, dass Francesco ihm die Arbeit wegnimmt, indem er die Toten zu früh vernichtet. In dieser Idee steckt mehr als nur schwarzer Humor. Sie macht deutlich, dass Soavi nicht einfach mit Horror spielt, sondern mit der Vorstellung, dass selbst der Tod eine Ordnung besitzt, die der Mensch nicht ungestraft stört. 

Visuell ist "DellaMorte DellAmore" von einer düsteren Opulenz, die weit über das hinausgeht, was man von einem bloßen Genrebeitrag erwarten würde. Die Friedhofslandschaften sind nicht einfach Kulisse, sondern seelischer Raum: neblig, einsam, etwas zu schön, um harmlos zu sein, und immer mit jener leicht surreale Note versehen, die italienische Genrefilme der besten Sorte so unverwechselbar macht. Soavi, der aus der italienischen Horrortradition kommt, aber nie bloß deren Diener ist, inszeniert mit großer Lust an der Form. Die Kamera bewegt sich nicht nur durch Räume, sie tastet eine metaphysische Stimmung ab. Ein Schädel, ein Grabstein, eine verwitterte Wand, ein Blick in die Ferne - all das wirkt hier nie beiläufig. Es sind Bausteine einer Welt, in der das Normale schon längst aufgehört hat, gültig zu sein. Besonders bemerkenswert ist, wie der Film zwischen Ekel und Zärtlichkeit balanciert. Er ist blutig, ja, und manchmal absichtlich geschmacklos. Aber er hat auch etwas Merkwürdig-Melancholisches, das ihn von vielen splatterlastigen Zeitgenossen unterscheidet. Die Gewalt ist nie nur Effekt. Sie ist Ausdruck einer Verzweiflung, die keine andere Sprache mehr findet. Wenn Figuren zu Zombies werden, wenn Körper aufbrechen oder wieder aufstehen, dann geschieht das nicht nur, um zu schockieren. Es ist, als wolle der Film sagen, dass Liebe, Sex, Begehren und Tod im Grunde untrennbar ineinander verkeilt sind. Wer das Anstößige daran sieht, hat nicht unrecht; wer die Schönheit darin erkennt, ebenso wenig.

Das ist auch der Grund, warum der Film sich jeder sauberen Einordnung entzieht. Er ist weder einfach eine Horrorparodie noch ein ernstes Drama mit Zombies. Er ist eher ein Stück grotesker Philosophie, das seine Ideen mit den Mitteln des Exploitation-Kinos ausdrückt. Manche Filme erklären uns, was sie bedeuten wollen. "DellaMorte DellAmore" dagegen zwingt einen, sein Unbehagen auszuhalten. Das kann verwirrend sein, sogar frustrierend. Aber es ist die Art von Verwirrung, die aus echter Eigenständigkeit kommt. Der Film glaubt nicht an klare Trennlinien zwischen Leben und Tod, zwischen Lust und Angst, zwischen Lachen und Entsetzen. Gerade darum wirkt er so geschlossen in seiner Unruhe. Rupert Everett trägt diese Unruhe mit erstaunlicher Genauigkeit. Seine Darstellung ist nie überhitzte Groteske, sondern meist eine Mischung aus Distanz und innerem Verschleiß. Man glaubt ihm sofort, dass dieser Mann schon zu lange auf dem Friedhof lebt, um noch in die Welt der Lebenden zurückzufinden. Everett spielt Francesco nicht als Helden, sondern als jemanden, dessen Selbstbild längst von der Wirklichkeit untergraben wurde. Gerade dadurch wird er zu einer tragischen Figur inmitten des Grotesken. Auch Anna Falchi als "Sie" verleiht dem Film jene sinnliche Schwermut, die nötig ist, damit die Liebesgeschichte nicht bloß als makabrer Gag endet. Und Anna, die im Film immer wieder zur Wiederkehr verurteilt wird, wird zur Verkörperung eines Verlangens, das seine eigene Unmöglichkeit nicht überleben kann. 

Wenn "DellaMorte DellAmore" heute so unvergesslich wirkt, dann auch deshalb, weil er sich seiner eigenen Exzentrik nie schämt. Viele Filme möchten originell sein; dieser Film ist es einfach. Er ist seltsam, aber nicht exzentrisch um der Seltsamkeit willen. Er folgt einer sehr klaren inneren Logik, die nur eben nicht der Logik des Alltags entspricht. Seine Welt ist ein Ort, an dem Liebe buchstäblich aus dem Grab aufsteht, an dem ein Mann mit einem Gewehr versucht, Ordnung ins Jenseits zu bringen, und an dem die Sehnsucht nach Nähe unweigerlich mit Verfall verbunden ist. Das ist kein hübscher Gedanke, aber ein kraftvoller. Und Soavi hat die seltene Gabe, ihn nicht zu glätten, sondern in Bilder zu verwandeln. Am Ende bleibt "DellaMorte DellAmore" ein Film über das Scheitern an der Wiederholung. Francesco versucht immer wieder, derselbe Mann zu sein, derselbe Liebhaber, derselbe Wächter, derselbe Mensch. Doch alles kehrt zurück, nur nie in derselben Form. Das macht den Film so traurig, aber auch so komisch. Denn was ist das Leben anderes als ein Friedhof aus wiederholten Fehlern, an dessen Tor jemand steht und so tut, als könne er die Angelegenheit verwalten? Soavi beantwortet diese Frage nicht mit moralischer Klarheit, sondern mit Stil, Schwermut und einem sehr dunklen Lächeln. Genau deshalb ist sein Film nicht nur ein Kultobjekt, sondern ein echtes Unikat.

7/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Audifilm/Urania Film/K.G. Productions/Canal+

Samstag, 11. April 2026

One Piece, Season 02 (2026)

https://www.imdb.com/title/tt11737520/

Vor vielen Jahren wurde der damalige Piratenkönig Gol D. Roger öffentlich hingerichtet, doch nicht, bevor er der Welt von seinem Vermächtnis erzählte, dem "One Piece". Ein sagenumwobener Schatz, für den sich über die Jahre zahlreiche angehende Piraten auf die Suche begeben würden. Unter ihnen befindet sich Monkey D. Ruffy (Iñaki Godoy). Ausgestattet mit den Kräften der Teufelsfrucht will er sich eine eigene Crew zusammensuchen, um das "One Piece" zu finden und selbst den Titel des Piratenkönigs zu übernehmen. Auf seiner Reise schließen sich ihm die junge Navigatorin Nami (Emily Rudd), der Schwertkünstler Zorro (Mackenyu), der Schütze Lysop (Jacob Gibson) und der Koch Sanji (Taz Skylar) an. Gemeinsam bilden sie die Strohhut-Piratenbande...

https://www.imdb.com/de/title/tt29137511/
2.1 Der Anfang und das Ende (The Beginning And The End)
In einer Rückblende teilt Gold Rogers, kurz vor seiner  Hinrichtung in seinem Geburtsort Loguetown, Garp mit, dass er einen Sohn hat und bittet ihn, diesen aufzuziehen. In der Gegenwart stürmen die Agenten von Baroque Works, Miss All Sunday, Miss Valentine und Mr. 5 die Marinebasis von Shellstown, wo ihr Kollege Mr. 7 von Zoro getötet war, und finden heraus, dass dieser nun zu Ruffys Crew gehört. Die Strohhutpiraten treffen unterdessen in Loguetown, wo die Hinrichtung Rogers stattgefunden hat, ein, um ihre Vorräte an Proviant und Ausrüstung aufzustocken. Zoro begegnet Tashigi, die ihm hilft, zwei neue Schwerter zu erhalten, nachdem er sein Glück mit einem der neuen, angeblich verfluchten Schwerter versucht hat. Ruffy besucht mit der Hilfe von Dieb Bartolomeo voller Vorfreude Rogers Hinrichtungsplattform, wird aber von Buggy und Alvida, die durch eine Teufelsfrucht ihren Körper glitschig gemacht hat, gefangen genommen. Der Marinekapitän Smoker beobachtet, wie Buggy versucht, Ruffy zu töten, der sein mögliches Ende mit einem Lachen akzeptiert, bevor ein Blitz Buggy trifft, die Plattform zerstört und Ruffy rettet. Tashigi, die sich als Marinesoldatin entpuppt, erkennt, dass sie einem Piraten bei der Auswahl von Waffen geholfen hat. In der Überzeugung, dass Ruffy der neue Roger werden wird, versucht Smoker, der sich in Rauch verwandeln kann, ihn gefangen zu nehmen, wird aber von dem mysteriösen Dragon, dem Anführer der Revolutionsarmee, daran gehindert. Die Strohhutbande erreicht den Reverse Mountain, einen bergauf führenden Fluss, der den einzigen Zugang zur Grand Line darstellt. - 8,5/10

https://www.imdb.com/de/title/tt38079830/
2.2 Good Whale Hunting (Good Whale Hunting)
Die Strohhutbande steuert die Going Merry vorsichtig den Reverse Mountain hinauf. Laboon, ein riesiger Wal, der mit dem Kopf gegen den Berg prallt, verschluckt die Going Merry und alle Strohhüte bis auf Ruffy. Auf einer Klippe trifft Ruffy den Leuchtturmwärter Krokus, der sich um Laboon kümmert. Vor 50 Jahren hatten die musikbegeisterten Rumbar-Piraten aus dem West Blue Laboon zu Krokus' Schutz zurückgelassen. Seitdem stößt er immer wieder seinen Kopf gegen den Berg. In Loguetown schickt Garp Smoker auf die Grand Line, um die Identität des Baroque-Anführers Mr. 0, aufzudecken. Statt zurückzubleiben, geht Tashigi mit ihm, um ihrem Traum, Meisterschwerter zu sammeln, nachzugehen und nachdem Koby sie überzeugt hat, ihrem Ehrenkodex zu folgen. Im Innern des Wals stoßen die Strohhutpiraten auf die Baroque-Agenten Mr. 9 und Miss Wednesday und nehmen sie gefangen. Die Strohhutbande flieht, nachdem Ruffy Laboon ein Lied der Rumbar-Piraten vorsingt. Krokus schenkt Nami einen Logueport, einen besonderen Kompass, der sich immer neu nach der nächsten Insel ausrichtett und das einzige Gerät ist, mit dem man die Grand Line befahren kann. Ruffy malt Laboon seine Piratenflagge auf den Kopf. Krokus bemerkt zu seinem Foto von Roger, dass Ruffy vielleicht derjenige ist, der Laugh Tale, den Ort des One Piece, erreichen kann. - 8,5/10

https://www.imdb.com/de/title/tt38079831/
2.3 Whiskey Business (Whiskey Business)
Die Strohhutbande erreicht Cactus Island, wo der Bürgermeister von Whiskey Peak, Igaram, die Piraten willkommen heißt. Die Bewohner veranstalten ein Gelage für die Strohhutbande, doch Nami und Zorro entdecken bald, dass es sich um einen Ort für Baroque-Agenten handelt, die dort Piraten betrunken machen, um sie zu töten. Nachdem Ruffy sie von ihren Fesseln befreit, flüchten Miss Wednesday und Mr. 9 von der Merry; Mr. 9 führt 100 Agenten von Baroque Works gegen Zoro an, der alle Attentäter bis auf Mr. 9 tötet. Miss Wednesday trifft sich wieder mit Igaram (Mr. 8), und die beiden betäuben Ruffy, um die Going Merry zu stehlen, bevor sie von Mr. 5, dessen Popel explodieren, und Miss Valentine, die ihr Gewicht verändern kann, entdeckt werden und Ruffy und Nami ihre Identitäten als Spione enthüllen: Miss Wednesday ist Prinzessin Nefertari Vivi von Alabasta, während Igaram der Chef der königlichen Garde ist. Beide ermitteln undercover bei Baroque Works, um die Verbindung zwischen der Organisation und einem drohenden Bürgerkrieg in Alabasta aufzudecken. Der verwundete Igaram opfert sich, damit Vivi mit den Strohhüten fliehen kann, wird aber schließlich von Mr. 5s Bomb-Bomb-Frucht-Kräften getötet. Miss Valentine nutzt ihre Kilo-Kilo-Frucht-Kräfte, um Mr. 9 zu töten, weil er sich weigert, ihnen bei der Jagd nach Vivi zu helfen. Miss All Sunday versteckt sich daraufhin auf der Going Merry. - 9/10

https://www.imdb.com/de/title/tt38079833/
2.4 Riesenärger auf Little Garden (Big Trouble In Little Garden)
Auf der Going Merry wird die Strohhutbande von Miss All Sunday überrascht. Sie warnt sie, dass ihr nächstes Ziel, Little Garden, ein gefährlicher prähistorischer Dschungel ist. Sie bietet ihnen einen Loguepost an, der dauerhaft auf eine Insel ausgerichtet ist, auf der sie Mr. 0 aus dem Weg gehen könnten, was Ruffy aber ablehnt. In Little Garden angekommen, wetteifern Zorro und Sanji um die Jagd nach einem Dinosaurier. Nami und Usopp begegnen Boogey, einem Riesen von der Insel Elbaph, der Lysop dazu inspiriert, eines Tages dorthin zu reisen; Ruffy und Vivi treffenm auf Woogey, einen weiteren Riesen von Elbaph, der sich seit 100 Jahren mit Boogey duelliert. Die beiden führen jeden Tag ein Duell, die jedes Mal im Unentschieden enden. Mr. 5 und Miss Valentine folgen den Strohhüten nach Little Garden und treffen dort auf Mr. 3, einen Attentäter von Baroque Works, der die Wachs-Wachs-Frucht gegessen hat. Während des Duells zwischen Boogey und Woogey vergiftet Mr. 5 mit einer Popelbombe Boogeys Bier, woraufhin Woogey ihn verletzt. Mr. 3s Partnerin Miss Goldenweek hypnotisiert Zoro, Nami und Ruffy, während Vivi von Mr. 5 gefangen genommen wird. Alle außer Ruffy sind in Mr. 3s Haus gefangen. Woogey, der um Boogeys scheinbaren Tod trauert, wird von Mr. 3 in Wachs eingeschlossen. - 8,5/10

https://www.imdb.com/de/title/tt38079834/
2.5 Wax On, Wax Off (Wax On, Wax Off)
Vivi, Nami und Zoro werden von Mr. 3 in seiner Wachsfigur gefangen gehalten und sollen langsam ersticken, während Ruffy von Miss Goldenweek, die mit Malfarben die Stimmung anderer beeinflussen kann, als Spielzeug gefangen gehalten wird. Sanji, der sich als Mr. Prince ausgibt und nach den anderen Strohhüten sucht, findet Mr. 3s Haus und fängt einen Anruf von Mr. 0 ab. Mr. 0 schickt die Unluckies, einen Otter und einen Geier, um seine Behauptungen zu überprüfen. Sanji tötet die Unluckies und erhält einen Logueport, der auf Alabasta zeigt. Lysop entdeckt, dass Boogey noch lebt, und erhält Ratschläge, wie man ein tapferer Krieger wird. Lysop befreit Ruffy aus den Fängen von Miss Goldenweek und überlistet Miss Valentine, Vivi, Zoro und Nami freizulassen. Ruffy spürt Mr. 3 inmitten eines Waldes aus Wachsfiguren auf und besiegt ihn in der Nähe des eingesperrten Dorry. Zoro tötet Mr. 5, während Nami und Vivi Miss Valentine kampfunfähig machen. Woogey und Boogey verabschieden sich von den Strohhüten und versprechen, Lysop in Elbaph wiederzusehen, bevor sie ihren Kampf fortsetzen. Mr. 3 tötet Miss Valentine, um sie daran zu hindern, ihre Misserfolge zu melden. Während die Going Merry nach Alabasta segelt, kippt Nami plötzlich bewusstlos um. - 8,5/10

https://www.imdb.com/de/title/tt38079837/
2.6 Geweihte Nami (Nami Deerest)
Nachdem Nami vier Tage später erwacht, beschließt die Crew, mit Vivis Einverständnis anstelle von Alabasta zur nächstgelegenen Insel, dem Drumm-Königreich zu segeln, um medizinische Hilfe für Nami zu suchen. Zwischen Alabasta und Drumm herrschen politische Spannungen, da Vivis Vater Cobra und König Wapol von Drumm bei einer Reverie, einem Treffen der Könige der Welt, in Streit gerieten. Auf Drumm werden sie von Dalton, Hauptmann der Wache, empfangen, der erzählt, dass Wapol mit den meisten Ärzten der Insel vor dem Piraten Blackbeard geflohen ist und erhält von Miss All Sunday die Munch-Munch-Frucht als Dank für seine finanzielle Unterstützung von Baroque Works. Die letzte Ärztin lebt im Palast auf einem Berg. Ruffy und Sanji erklimmen mit Nami im Schlepptau die senkrechte Bergwand zu Dr. Kureha, Drums einziger verbliebener Ärztin, die in Wapols Schloss lebt. Die beiden erleiden beim Aufstieg Erfrierungen und Prellungen, brechen oben angekommen zusammen und werden von Kurehas Assistenten Tony Tony Chopper gerettet, einem Rentier, das die Menschen-Mensch-Frucht gegessen hat. Chopper und Kureha behandeln Namis Krankheit sowie Ruffys und Sanjis Verletzungen. Smoker und Tashigi kommen zu einer von den Baroque Works-Attentätern Miss Thursday und Mr. 11 massakrierten Marinestützpunkt. Smoker tötet Miss Thursday und Tashigi verhaftet Mr. 11 und sie hören eine Aufzeichnung des Anrufs zwischen Mr. 0 und Mr. Prince. - 8,5/10

https://www.imdb.com/de/title/tt38079840/
2.7 Reindeer Shames (Reindeer Shames)
Als Ruffy nach Choppers Piratenflagge fragt, erzählt Kureha seiner Gruppe von Choppers Vergangenheit. Chopper wurde von Dr. Hiriluk adoptiert und benannt, dem einzigen Arzt neben Kureha, den Wapol nicht für sich behalten hat. Hiriluk zeichnete eine Piratenflagge mit Kirschblüten, um seinen Traum zu symbolisieren, alle Krankheiten zu heilen, nachdem er angeblich durch den Anblick von Kirschblüten von einer unheilbaren Krankheit geheilt worden war. Als Chopper erfährt, dass Hiriluk immer noch krank ist, findet er in dessen Tagebuch einen mit einem Totenkopf beschrifteten Pilz und gibt ihn ihm in dem Glauben, es sei Medizin. Kureha klärt Chopper jedoch auf, dass der Pilz giftig ist. Hiriluk hört zufällig, dass Wapols Ärzte krank sind, und reist daraufhin zum Schloss, nur um festzustellen, dass es sich um eine Falle handelt, die ihn hinrichten soll. Krank, vergiftet und mit vorgehaltener Waffe hält Hiriluk eine Rede darüber, dass ein Mensch nicht mit dem Tod seines Körpers stirbt, sondern mit dem Verschwinden seines Traums, der von Chopper weitergetragen wird. Anschließend sprengt er sich in die Luft. Dalton wird von Wapol gefeuert, weil er Chopper verschont hat. In der Gegenwart kehren Wapol und seine Leutnants nach Drumm zurück, um das Königreich zurückzuerobern. - 9,5/10

https://www.imdb.com/de/title/tt38752902/
2.8 Ren und Schrecken im Königreich Drumm (Deer And Loathing In Drum Kingdom)
Wapol entfesselt seine Soldaten auf Drumm, die er mithilfe seiner Teufelsfrucht mit ihren Waffen verschmolzen hat. Dalton, Zoro und Lysop führen die Bürger an, um die Soldaten aufzuhalten. Vivi begibt sich zur Burg, um Ruffys Gruppe vor Wapols Rückkehr zu warnen. Wapol und seine Leutnants folgen ihr. Sanji und Chopper besiegen die Leutnants, während Ruffy und Vivi gegen Wapol kämpfen. Wapol schießt auf Hiriluks Piratenflagge, doch Ruffy blockt den Schuss und wirft Wapol aus dem Fenster, wodurch die Soldaten von ihren Waffen getrennt werden. Nach dem Kampf schließt sich Chopper den Strohhüten als ihr Arzt an. Kureha und Dalton verabschieden sich von Chopper, indem sie künstliche Kirschblüten freilassen. Kureha bemerkt, dass Ruffy Ähnlichkeiten mit Gold Roger hat, da beide den „Willen des D.“ teilen. Die Strohhutbande teilt Vivi mit, dass sie ihr helfen werden, Alabasta zu retten. Mr. O ist der Samurai der Meere, Sir Crocodile, der den Bürgerkrieg in Alabasta anzettelt, während Miss All Sunday Nico Robin ist, die ein eigenes Ziel verfolgt, das sich derzeit mit Crocodiles Zielen deckt und die ihr aktuelles Kopfgeld bereits als Kind erhalten hat. - 9,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Netflix
Poster/Artwork: Netflix

Thrash (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt32362890/

Viele Bewohner einer australischen Küstenstadt glauben, es werde mal wieder übertrieben, als sie im Radio hören, dass sich über dem Meer ein Hurrikan der Stufe 5 zusammenbraut. Der Marinewissenschaftler Dale Edwards (Djimon Hounsou) nimmt die Sache ernster und warnt seine Nichte Dakota (Whitney Peak) vor dem drohenden Jahrhundertsturm. Doch die misstraut ihm und auch die meisten anderen Menschen bereiten sich nicht wirklich auf einen Ernstfall vor. Ein tödlicher Fehler, denn die Wassermassen, die sie schließlich erreichen, sind nicht nur für sich genommen eine lebensbedrohliche Gefahr – sie spülen auch noch hungrige Haie in die überfluteten Straßen, die sich auf alles stürzen, was ihnen in ihrem unerwarteten neuen Jagdrevier vor die messerscharfen Zähne kommt. Werden auch die in ihrem Auto eingeklemmte hochschwangere Lisa (Phoebe Dynevor) und die drei zu Hause auf Hilfe hoffenden Olsen-Geschwister Dee, Ron und Will (Alyla Browne, Stacy Clausen, Dante Ubaldi) zu Opfern der Raubfische?

Tommy Wirkolas "Thrash" ist ein Film, der mit der Wucht eines Sturmhochs ansetzt und dabei doch nie ganz entscheidet, ob er Katastrophenfilm, Hai-Horror oder ironische B-Movie-Parodie sein will. Die Ausgangslage ist simpel und effektiv: Ein Kategorie‑5‑Hurrikan verwüstet eine Küstenstadt, die Flut setzt alles unter Wasser, und in diesem Chaos treiben plötzlich hungrige Haie durch Straßen, Häuser und das, was von der Zivilisation noch übrig ist. Wirkola, der den Film auch geschrieben hat, besetzt die Geschichte mit Phoebe Dynevor, Whitney Peak und Djimon Hounsou und verlegt die Bedrohung in eine begrenzte, fast klaustrophobische Überlebenssituation. Der interessanteste Aspekt von "Thrash" ist nicht sein Plot, sondern die Art, wie er seine Figuren gegeneinander ausspielt. Dazu sind da die vertrauten Zutaten des Katastrophenkinos, das ökologische Unwetter, die Haibedrohung, die engen Innenräume, die improvisierte Flucht; dazu kommt eine leicht schalkhafte, teils schwarze Komik, die den Film immer wieder in Richtung B-Movie schiebt. Das kann reizvoll sein, doch es erzeugt auch Reibung: Nicht jede Idee trägt, und nicht jeder tonale Sprung fühlt sich verdient an.

Wirkola ist, wie man weiß, kein Regisseur der großen psychologischen Feinzeichnung, sondern einer des kinetischen Überdrucks. In "Thrash" nutzt er diesen Instinkt zunächst gut: Die filmische Energie kommt aus Bewegung, aus dem Zusammenstoß von Wasser, Wind, Trümmern und Raubtieren, und aus dem Einfall, vertraute Orte in provisorische Überlebensmaschinen zu verwandeln. Gerade die Soundebene rockt: das Splittern der Zähne, das Prasseln des Regens, das Schlagen des Wassers gegen Wände und Fenster. Solche Momente geben dem Film eine unmittelbare Körperlichkeit, die stärker wirkt als seine allzu bekannten dramaturgischen Muster. Doch wo der Film im unmittelbaren Schrecken punktet, bleibt er in der Figurenzeichnung oft erstaunlich dünn. Die Charaktere wirken häufig eher wie Funktionen des Genres als wie Menschen mit einer Geschichte, die über das Überleben hinausreicht. Das ist im B‑Movie nicht automatisch ein Makel, solange die Selbstironie, die Fantasie und die Schärfe stimmen; genau daran scheiden sich hier aber die Geister. Denn "Thrash" will zwar Spaß machen, doch er schwankt zu sehr zwischen ernsthaftem Alarm und augenzwinkerndem Schlock, ohne einen echten Ton zu finden.

Besonders auffällig ist, wie sehr der Film auf kurze Laufzeit und schnelle Eskalation setzt. Das macht ihn zügig und leicht konsumierbar, aber auch gelegentlich hastig; man spürt die Absicht, sofort zum nächsten Schock, zum nächsten Einfall, zum nächsten Angriff zu kommen. Dadurch bleibt wenig Raum für die Art von Spannungsaufbau, der aus einer gefährlichen Lage mehr macht als bloße Reizfolge. Der Film arbeitet mit der Erwartung, dass das Publikum schon weiß, was ein Hai-Hurrikan-Film leisten soll, und verlässt sich darauf, dass die Grundidee allein genug sei. Gerade im Vergleich zu besseren Genrevertretern zeigt sich die Schwäche von "Thrash": Er hat ausreichend Einfälle, aber nicht immer die Disziplin, sie zu ordnen. Wenn der Film am besten ist, verbindet er Überlebenshorror mit grotesker Energie und nutzt seine begrenzten Schauplätze erfinderisch. Wenn er schwächer ist, wirkt er wie eine Reihe guter Momente, die sich gegenseitig die Luft nehmen, statt sich zu einem großen, durchgehenden Druck aufzubauen. So bleibt am Ende der Eindruck eines Films, der sich ständig in Bewegung hält, aber nicht immer vorankommt. "Thrash" ist deshalb weniger ein sauber gebauter Katastrophenfilm als ein ruppiger, manchmal unterhaltsamer, manchmal frustrierender Genre-Mix. Wer Wirkola für seine Vorliebe für überdrehte, dunkle Genrespielereien schätzt, wird hier genug Material für anderthalb Stunden Adrenalin, Chaos und Zähne finden. Wer eine präzise erzählte Überlebensgeschichte mit glaubwürdigen Figuren sucht, wird die leeren Stellen deutlicher sehen als die Zähne der Haie. 

5,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Netflix