Sonntag, 22. Februar 2026

Cold Storage (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt8879928/

Teacake (Joe Keery) und Naomi (Georgina Campbell), zwei junge Angestellte eines Selfstorage-Unternehmens auf dem Gelände eines ehemaligen US-Militärstützpunkts, erleben ihre turbulenteste Nachtschicht, als ein parasitärer Pilz aus der versiegelten untersten Ebene ausbricht, wo er vor Jahrzehnten von der Regierung eingeschlossen wurde. Mit steigender Temperatur im Untergrund vermehrt sich der hoch ansteckende, schnell mutierende Mikroorganismus und entfesselt seinen gehirnkontrollierenden, körperzerstörenden Schrecken auf Menschen und andere Lebewesen. Gemeinsam mit einem ergrauten, pensionierten Bioterror-Agenten versuchen Teacake und Naomi, die Bedrohung einzudämmen und das drohende Aussterben der Menschheit zu verhindern.

"Cold Storage" ist ein Film, der genau weiß, was für ein Publikum er bedienen möchte, sodass er sich gar nicht erst mit Zwischentönen aufhält: Er ist Horror-Komödie, Seuchenthriller und Buddy-Movie in einem - und meistens funktioniert dieser Eigenbau besser, als man erwarten dürfte. Die Ausgangslage könnte direkt aus einem vergessenen 90er-Videothekenregal stammen: In den 1980ern wird in einem australischen Nest ein parasitärer Pilz entdeckt, der ganze Körper übernimmt, aufbläht und platzen lässt - ein winziger, schleimiger Weltuntergang, den ein Bioterror-Spezialist der Regierung in einem unterirdischen Bunker einfriert. Jahrzehnte später ist dieser Bunker längst zur Basis eines Self‑Storage-Unternehmens umfunktioniert worden, der militärische Vorbau zur banalsten Form der Spätkapitalismus-Architektur: Abstellräume für das, was keiner mehr sehen will. Hier arbeiten Teacake (Joe Keery) und Naomi (Georgina Campbell), zwei Nachtkräfte, die eher mit Kleinkram und Kundenproblemen rechnen als mit der Apokalypse; doch als steigende Temperaturen das Tiefkühlgefängnis des Pilzes destabilisieren, bahnt sich das Organismus seinen Weg nach oben. In dem Moment, in dem die ersten Infektionen auftreten, betritt auch der gealterte Spezialist aus der Vergangenheit die Bühne - ein wettergegerbter Bioterror-Operative, der ganz genau weiß, was hier auf dem Spiel steht.

Regisseur Jonny Campbell findet rasch einen Ton, der an "Tremors" erinnert: ein Horror-Szenario, das nur knapp neben der Farce vorbeischrammt, sich aber nie ganz der Parodie hingibt. Das Prolog-Kapitel im australischen Outback setzt diesen Akzent: groteske Tode, ein Hauch Science-Fiction der alten Schule, dazu eine leicht überdrehte Ernsthaftigkeit, die das Publikum einlädt, zu lachen und zusammenzuzucken - oft innerhalb derselben Einstellung. Diese Doppelspur - Schauer und Schmunzeln - trägt sich in die Haupthandlung hinüber, wenn die Lagerhalle zum Labyrinth wird: "Cold Storage" ist nicht subtil, er ist kinetisch, fast trotzig frontale Genreunterhaltung. Campbell inszeniert die Gänge, Fahrstühle und Metalltüren als klaustrophobische Spielwiese, in der der Film von Jumpscare zu Körperschock zu Slapstick schaltet, manchmal innerhalb einer Szene. Joe Keery und Georgina Campbell spielen Teacake und Naomi als zwei Menschen, die man eher in einer Indie-Komödie über prekäre Jobs erwarten würde als im Kampf gegen einen Pilz mit Weltherrschaftsambitionen. Ihre Dynamik lebt von Sticheleien, gegenseitigem Überbieten und einem unterschwelligen Verbündetsein; sie sind nicht die Ursache der Katastrophe, sondern jene, die am schnellsten begreifen, dass man sich der Realität stellen muss, wenn sie schon einen Spind weiter lauert. Liam Neeson tritt als abgekämpfter Bioterror-Profi auf, dessen Präsenz fast schon ein eigenes Subgenre evoziert: der Mann, den man anruft, wenn alle anderen längst weggelaufen sind. Er bringt eine Schwere in den Film, die nicht ironisch gebrochen wird, sondern wie ein Anker wirkt - jede seiner Szenen erinnert daran, dass hinter der Komik eine echte, wenn auch pulpige, Bedrohung steht. Die Nebenrollen - darunter Sosie Bacon, Vanessa Redgrave und Lesley Manville - verleihen der Pilz-Pandemie jene Gesichter und Stimmen, die aus einer abstrakten Gefahr eine Reihe sehr konkreter menschlicher Einsätze machen. 

"Cold Storage" lebt von der Lust am Übertreiben: Körper schwellen an, platzen, werden zu unförmigen Wirtshüllen eines Bewusstseins, das nur einen Instinkt kennt - Ausbreitung. Der Film genießt diese Exzesse, aber er versucht zugleich, sein Publikum nicht mit Zynismus zu bestrafen; er zeigt, was passiert, wenn ein Mikroorganismus ganze Lebensläufe verschlingt, und findet dennoch immer wieder Momente echter Sympathie für seine Figuren. Dabei ist er, und das darf man ihm ankreiden, manchmal allzu sehr ein Kind des digitalen Zeitalters: Wo schleimige Practical Effects das Potenzial zum Kultfilm hätten, vertraut "Cold Storage" etwas zu häufig auf CGI, das eher funktional als denkwürdig wirkt. Die digitale Überformung nimmt einigen Bildern das Gewicht, das ein Film mit dieser Körperfixierung eigentlich haben könnte, und doch bleibt der Gesamteindruck: ein zombie-naher, ausgelassener Filmspaß, der versteht, dass die eigentliche Energie aus der Interaktion seiner Figuren kommt, nicht aus jedem einzelnen Effektshot.

David Koepp, der nicht nur die Romanvorlage schrieb, sondern auch das Drehbuch, kennt das Terrain der Genre-Großformate; seine Arbeit an "Jurassic Park" und "Mission: Impossible" zeigt sich hier in der Fähigkeit, komplexe Bedrohungen in klar strukturierten, publikumsfreundlichen Setpieces zu organisieren. "Cold Storage" erreicht nie die Klasse der großen Horror-Komödien, die er zitiert - die Balance aus Schrecken und Witz ist nicht immer makellos, manches Setpiece wirkt nach Formel mehr als nach Inspiration. Aber wie bei vielen Filmen, die sich unerschrocken in die zweite Reihe des Genres stellen, liegt sein Reiz in der Art, wie er mit seinem Publikum kommuniziert: Er will, dass wir lachen, wenn es knallt, uns ekeln, wenn es schwappt, und doch genug mit diesen Menschen fühlen, um den Ausgang nicht gleichgültig hinzunehmen. "Cold Storage" ist vielleicht kein Klassiker, aber ein guter Abend im Kino - ein Film, der das Rad nicht neu erfindet, sondern es verflüssigt, mutiert und uns ins Gesicht schleudert, und der damit ziemlich genau das hält, was sein Versprechen vermuten lässt. 

7/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Studiocanal/Ciné+OCS/Bibi Film tv

Samstag, 21. Februar 2026

Bugonia (2025)


Michelle Fuller (Emma Stone) steht an der Spitze eines riesigen Biomedizinkonzerns. Also Privatperson wie als Chefin führt sie ein strenges Regiment: Ihr Wecker klingelt um 4.30 Uhr, also fast noch mitten in der Nacht. Bevor es für sie ins Büro geht, wird für die körperliche Fitness gesorgt. Disziplin erwartet sie auch von ihren Mitarbeitern. Vor 17.30 Uhr darf niemand an Feierabend denken. Ihre Firma hat sich der Herstellung von Medikamenten für den Opioidentzug gewidmet. Doch bei Erprobung und Einsatz genau dieser Medikamente kamen auch Menschen zu Schaden - so etwa Teddys (Jesse Plemons) Mutter Sandy (Alicia Silverstone). Teddy ist jedoch haufenweise Verschwörungserzählungen verfallen und glaubt deshalb, einem noch viel größeren Problem gegenüberzustehen: Aliens. Und Michelle soll insgeheim eines davon sein. Also beschließt Teddy zusammen mit seinem Cousin Don (Aidan Delbis), Michelle zu entführen, in seinem Keller einzuschließen und sie dann irgendwie dazu zu bringen, zusammen mit den anderen auf der Erde geglaubten Aliens zu verschwinden.

Yorgos Lanthimos' Remake der südkoreanischen schwarzen Science-Fiction-Komödie "Save The Green Planet!" aus dem Jahr 2003 "Bugonia" ist eine schräge Mischung aus Verschwörungswahn und schwarzer Komödie, die er mit seiner typischen Groteske aufpeppt: Damit stößt Lanthimos schnell an die Grenzen des Glaubwürdigen - und entfaltet genau dort die volle Stärke des Films. Was als absurd-komische Entführung beginnt, mündet in ein Psycho-Duell über Paranoia, Macht und Realität. Sobald Teddy (Jesse Plemons) und Don (Aidan Delbis) Michelle (Emma Stone) in ihren Keller gesperrt haben, quälen sie mit Verhören und versuchen, ihre "Alienhaut" aufzuschneiden - doch Michelle kontert mit kalter Logik und Manipulation. Lanthimos karikiert hier Verschwörungstheoretiker als gutmütige Spinner und Konzernbosse als emotionslose Aliens; es geht um Bienensterben, Unternehmensgier und die Dystopie unserer Zeit, die "nicht fiktional" sei, wie der Regisseur selbst sagt.

Emma Stone glänzt als Michelle: von eisiger Dominanz zu verletzlicher Verunsicherung - ihr viertes Lanthimos-Projekt nach "The Favorite", "Poor Things" und "Kinds Of Kindness". Jesse Plemons stiehlt die Show als reflektiert-höflicher Teddy, der im Anzug verhört und paradox Sympathie weckt; seine Oscar-Nominierung 2026 als bester Darsteller ist verdient. Aidan Delbis als naiver Don rundet das Trio ab, unterstützt von Alicia Silverstone in Rückblenden.  Alle drei tragen die 120 Minuten, trotz mancher knapper Längen. Lanthimos' Stil ist in jeder Szene unverkennbar: verzerrte Karikaturen, zynischer Humor und psychologische Spannung machen "Bugonia" zu einer Groteske über die Gegenwart. "Bugonia" zwingt den Zuschauer, zwischen Wahrheit und Wahn zu unterscheiden - und der Film tut dies auch mit eine gewissen Biss, auch wenn die Pointe Superheldenmäßig wirkt. Doch während die Darsteller und Satire mühelos als grandios zu bezeichnen sind, mildern komplexe Plots, lahmes Pacing und kontroverse Enden des Gefühl - deutlich, aber teils prätentiös. Für Fans von "The Lobster" oder "Poor Things" ist "Bugonia" ein definitives Muss; andere könnten den Wahnsinn scheuen.

8,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork:  Element Pictures/Square Peg/CJ ENM

Freitag, 20. Februar 2026

Invincible, Season 03 (2025)

https://www.imdb.com/title/tt6741278/

Adaption des gleichnamigen Comics um einen 17 Jahre alten Teenager namens Mark, dessen Vater von einem anderen Planeten stammt und über Superkräfte wie Superman verfügt. Mark soll die Erde beschützen, doch muss dazu erst einmal seine Kräfte richtig kennenlernen und sich mit deutlich erfahrenen, ziemlich brutal vorgehenden Gegnern messen. 

https://www.imdb.com/title/tt14556090/
3.1 Jetzt lachst du nicht mehr! (You’re Not Laughing Now)
Drei Monate nach seinem Kampf gegen Angstrom trainiert Mark unter Cecils Aufsicht weiter, um genug Kraft zu erlangen, um es mit den Viltrumiten aufzunehmen und gleichzeitig Eve aus dem Weg zu gehen. Mark und Rex versuchen, die beiden Diebe Dropkick und Fightmaster daran zu hindern, die Unabhängigkeitserklärung zu stehlen, werden aber von Kates Bruder Multi-Paul angegriffen, der den Tod seiner Schwester rächen will. Kate und der Unsterbliche kehren aus dem Ruhestand zurück, während Rae zu den Wächtern zurückkehrt. William und Rick ermutigen Mark, Eve seine Gefühle zu gestehen und sie um ein Date zu bitten, warnen ihn aber davor, ihr von ihrem zukünftigen Ich zu erzählen. Mark verrät es jedoch versehentlich, woraufhin Eve ihn abweist. Doc Seismic bricht aus seiner Gefangenschaft aus und entführt mithilfe riesiger unterirdischer Kreaturen die Superhelden der Erde. Als Mark und Eve die Helden nicht retten können, schickt Cecil Darkwing II und Reanimen zur Hilfe. Darkwing II gelingt es, Doc Seismic wieder einzufangen. Mark konfrontiert Cecil mit dessen Lügen und der Zusammenarbeit mit Darkwing II und Sinclair. Daraufhin sperrt Cecil ihn in den Weißen Raum, der eigens zu seinem Schutz vor Mark errichtet wurde. Allen und Nolan freunden sich im Gefängnis an, während die Viltrumiten Allen untersuchen, um die Quelle seiner neu gewonnenen Stärke zu ergründen. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt31322395/
3.2 Ein Pakt mit dem Teufel (A Deal With The Devil)
In einer Rückblende kritisiert Cecil die Resozialisierung von Kriminellen durch seinen Vorgänger. In der Gegenwart zerstört Mark die Reanimen, die ihn aufhalten sollen. Cecil aktiviert ein in Marks Kopf implantiertes Gerät, das die Schreie der atlantischen Kaiju imitiert und ihm so starke Schmerzen zufügt und ihn am Fliegen hindert. Mark flieht zu den Guardians, um Hilfe zu suchen, doch Cecil taucht auf und greift Mark mit weiteren Reanimen an, woraufhin die Guardians ihm zu Hilfe eilen. Rudy stört das Signal, das Mark schadet, während Cecil, der seinen Fehler erkennt, die Reanimen deaktiviert. Ein wütender Mark droht Cecil, ihn oder seine Familie zu töten, sollte er sich ihnen nähern, was ihre Zusammenarbeit beendet. Die Guardians trennen sich. Monster Girl, Rex, Rae, Bulletproof und Rudy verlieren das Vertrauen in Cecil, während der Unsterbliche, Kate, Samson und Shapesmith bleiben und von Darkwing II verstärkt werden. Später denkt Cecil über seine erste Begegnung mit Nolan und die Entwicklung seines persönlichen Kodex nach, alles zu tun, um die Erde zu beschützen, während Mark und Eve sich versöhnen und eine Beziehung beginnen. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt33254998/
3.3 Du willst ein richtiges Kostüm, stimmt's? (You Want A Real Costume, Right?)
Mark erhält von Art Rosenbaum einen neuen Anzug. Nachdem Oliver seinen eigenen Anzug bekommen hat, nennt er sich "Kid Omni-Man", doch Mark rät ihm davon ab und erklärt ihm die Zerstörung, die Nolan angerichtet hat. Anschließend verbünden sie sich, um Titan daran zu hindern, Multi-Paul zu befreien. Eve zieht wieder bei ihren Eltern ein und verspricht ihnen, ihre Kräfte zu Hause nicht einzusetzen, wenn sie ihre Pflichten als Heldin besser akzeptieren. Debbie beginnt eine Beziehung mit ihrem Kollegen Paul und enthüllt ihm die geheimen Identitäten von Nolan, Mark und Oliver, was Mark wütend macht. Die Maulers brechen in ein Raketensilo ein und planen, einen EMP-Angriff zu starten, um die weltweiten Kommunikationssysteme zu zerstören und die angreifenden Guardians kampfunfähig zu machen. Mark zerstört die Rakete, während Oliver – gegen Marks und Debbies Willen – die Maulers tötet. Er offenbart Mark seine Gleichgültigkeit gegenüber dem Töten und glaubt, dass Nolan Recht haben könnte, was Mark beunruhigt. Während eines Gesprächs mit Oliver bemerkt Mark eine schwebende, kugelförmige Drohne, die das Haus der Graysons ausspioniert. Als er sie auffängt, explodiert sie in seiner Hand. Was er nicht ahnt: Die Drohne gehört Angstrom, der seine vorherige Begegnung mit Mark überlebt hat. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt33397685/
3.4 Du warst mein Held (You Were My Hero)
Mark bittet Rudy, die Drohne zu analysieren. Er stellt fest, dass sie von der Erde stammt und von jemandem mit enormen Ressourcen erschaffen wurde. Mark konfrontiert Cecil, da er ihn für den Bau verantwortlich macht, doch Cecil bestreitet dies. Später, während eines Dates mit Eve, rekrutieren Fightmaster und Dropkick Mark gewaltsam und bringen ihn in ihre Zukunft. Sie glauben, er könne ihre Erde vor ihrem tyrannischen König, dem Unsterblichen, retten. Von seiner immensen Macht und Unsterblichkeit in den Wahnsinn getrieben, gibt dieser Mark die Schuld an seinem späteren Verlassen der Erde und fordert ihn zu einem Kampf auf Leben und Tod auf, um ihm Frieden zu bringen. Widerwillig kämpft Mark und ist schließlich gezwungen, den Unsterblichen zu töten. Zurück in der Gegenwart findet der erschütterte Mark Trost bei Eve. Unterdessen droht Nolan die Hinrichtung, bis Allen ausbricht, die Mitgefangenen befreit, Battle Beasts Hilfe im Kampf gegen die Viltrumiten gewinnt und eine Niederlage vortäuscht, um Nolan zum Handeln zu bewegen. Nach dem Ausbruch schlägt Allen vor, zu fliehen, bevor Verstärkung eintrifft, doch Nolan enthüllt, dass das Viltrum-Imperium jetzt aus weniger als fünfzig reinblütigen Mitgliedern besteht. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt33397688/
3.5 Das sollte einfach sein (This Was Supposed To Be Easy)
Nachdem Mark Eve vorschlägt, sich eine eigene Wohnung zu nehmen, bietet sie Invincibles Dienste einem Gefängnis für Superschurken an. Debbie schickt das Paar später auf die Suche nach Oliver, der sich mit zwei Kindern angefreundet hat, als er sie vor Schlägern beschützte. Unterdessen wird Titan von Mr. Liu, einem anderen Verbrecherboss und Anführer der kriminellen Organisation "Der Orden", unter Druck gesetzt: Er soll Multi-Paul befreien, sonst werde Liu seine Familie töten. Titan versucht, Mark zu manipulieren, damit dieser ihm hilft, bevor Liu das Gefängnis angreift, in dem Multi-Paul gefangen gehalten wird. Während des Kampfes zwischen Mark und Eve gelingt Multi-Paul die Flucht, und Titans Handlanger Isotope befreit Machine Head, der Liu erschießt. Anschließend beschließen Mark und Eve, ihre Beziehung langsam anzugehen. Machine Head übernimmt die Kontrolle über den Orden und gewährt Titan seine Autonomie, ohne zu wissen, dass Liu überlebt hat. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt33458097/
3.6 Ich kann nur sagen, dass es mir Leid tut (All I Can Say Is I'm Sorry)
Nachdem er den Tod seiner Schwester und Nichte während Marks und Nolans Kampf in Chicago miterlebt hat, stiehlt der GDA-Wissenschaftler Scott Duvall hochentwickelte Biokondensatoren, um seine Fähigkeit, kinetische Energie in elektrische Energie umzuwandeln, zu verbessern, und fordert Mark öffentlich heraus. Mark, der sich den Abend freinehmen und Williams Geburtstag feiern möchte, ignoriert Scott, während Shapesmith seine Herausforderung annimmt. Scott besiegt Shapesmith und flieht zu seiner Frau Becky und seinem Sohn Jack, da er Vergeltungsmaßnahmen der GDA befürchtet. Während Rudy mit Monster Girl daran arbeitet, zu verhindern, dass ihre Kräfte ihren Körper verjüngen, gesteht Rae Rex, dass sie plant, sich vom Superheldendasein zurückzuziehen, was er akzeptiert, bevor sie sich küssen. Inmitten einer Gedenkveranstaltung für das Massaker von Chicago nimmt Scott den Namen "Powerplex" an und versucht erneut, Mark herauszulocken, wird aber von Eve besiegt und gefangen genommen. Dennoch kann Scott entkommen und kehrt zu Becky zurück, die ihm vorschlägt, ihre und Jacks Entführung vorzutäuschen und sie als Köder zu benutzen. Mark versucht, Scott zu beruhigen, doch Scott tötet im Kampf versehentlich seine Familie. Nachdem er von der GDA festgenommen wurde, schwört Scott Rache an Mark. Anderswo versammelt Angstrom mehrere von Marks Multiversumsvarianten. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt34952920/
3.7 Was habe ich nur getan? (What Have I Done?)
Angstrom entsendet seine Invincible-Varianten, um die Erde zu zerstören und Marks Ruf zu schädigen. Die GDA, die Wächter und die Helden der Erde werden überwältigt und erleiden schwere Verluste. Scott kann kurzzeitig entkommen; Eve wird kampfunfähig gemacht; Rex opfert sich, um Rudy, Monster Girl und Bulletproof zu retten; Darkwing II wird für tot gehalten; und der Unsterbliche, Kate, Samson und Shapesmith werden verwundet. Als sich die überlebenden Invincibles gegen Angstrom wenden, sperrt er sie auf der verlassenen Erde ein, bevor er gegen Mark kämpft. Mark überwältigt Angstrom und tötet ihn beinahe, doch dieser flieht zu den Technikern, hochentwickelten kybernetischen Chirurgen, die ihn zuvor geheilt haben. Angstrom befiehlt ihnen, seine Wunden zu versorgen, doch sie weigern sich und fordern eine Gegenleistung für all ihre Hilfe. Nach Angstroms Angriff trifft ein gealterter Viltrumitischer Gesandter namens Conquest ein, um Marks Unterwerfung der Erde für das Viltrum-Imperium zu begutachten, und ist enttäuscht von dessen mangelndem Fortschritt. Zutiefst erschüttert von der Zerstörung und dem Tod, die ihm widerfahren, greift Mark Conquest an, um seiner Wut freien Lauf zu lassen. - 9,5/10

https://www.imdb.com/title/tt34952922/
3.8 Ich dachte schon, Du würdest nie die Klappe halten! (I Thought You'd Never Shut Up)
Conquest und Mark kämpfen, zerstören Städte und verstümmeln sich gegenseitig. Oliver und Eve versuchen einzugreifen, werden aber verletzt. Eve überwindet jedoch vorübergehend ihre mentalen Blockaden, kann ihren Körper wiederherstellen und Conquests Haut verbrennen, bevor Mark ihn scheinbar tötet. Mark erwacht im Krankenhaus, wo sich Debbie dafür entschuldigt, ihn in diese Welt gebracht zu haben. Mark erwidert, er mache ihr keine Vorwürfe. Bei Rex' Beerdigung ändert Rudy seinen Namen zu dessen Ehren in Rex. Während sich die Welt wieder aufbaut, stellt Rus eine Armee von Sequid-besessenen Menschen auf, eine Gruppe Aliens findet Battle Beast, und die Techniker heilen Angstrom vollständig, bevor sie eine Partnerschaft eingehen, um eine neue Welt zu erobern. Cecil enthüllt Donald, dass er den im Koma liegenden Conquest gefangen genommen und in ein unterirdisches Gefängnis gesperrt hat, um ihn über das Viltrum-Imperium zu verhören. Mark sagt Oliver, er habe Recht gehabt, Menschen zu töten, und verspricht, dies mit jedem zu tun, der ihre Familie bedroht. Unterdessen trifft sich Darkblood mit einem Dämonenherrscher, um sich von einem mächtigen Wesen auf Erden helfen zu lassen, ihn wieder als Herrscher der Hölle einzusetzen. - 9,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: amazon Video
Poster/Artworkamazon Video

Freitag, 13. Februar 2026

지구를 지켜라! - Save The Green Planet! (2003)


Byeong-Gu (Shin Ha-Kyun) ist der festen Überzeugung, dass die Aliens schon längst die Erde erobert haben und unter uns leben. Kurzerhand kidnappt er einen der nichtsahnenden südkoreanischen Industriellen, die wegen ihrer Menschenmisshandlungen einfach Aliens sein müssen und planen, die Erde zu vernichten. Byeong-Gus Freundin hilft ihm, zweifelt aber langsam an seinen Geschichten, als er anfängt, einen isolierten Kellerposten zu errichten, um von dort aus die "Wahrheit" ans Licht zu bringen. Kann es sein, dass seine schreckliche Kindheit ihn traumatisiert hat? 

"Save The Green Planet!" ist einer jener wilden, genreübergreifenden Filme, die aus dem Nichts kommen und einen mit ihrer absurden Energie in den Bann schlagen - ein südkoreanisches Debüt, das 2003 mit Sci-Fi, Horror, Komödie und Thriller jongliert, als gäbe es kein Morgen. Lee Byeong-gu (Shin Ha-Kyun), ein paranoider Verschwörungstheoretiker mit traumatischer Kindheit, entführt Kang Man-shik (Baek Yoon-sik), einen Pharma-Manager, den er für den Kommandanten der Andromedaner hält, die die Erde zerstören wollen. Im Keller seines Verstecks foltert er Kang mit skurrilen Methoden - von Kopf rasieren gegen Telepathie bis zu Abschrubben mit einem Peeling-Handschuh -, während seine kindliche Zirkusliebste Su-ni (Hwang Jeong-min) hilft und die Polizei nachforscht. Die Story enthüllt schrittweise Byeong-gus Hintergrund: ein misshandeltes Kind, gewalttätige Schule, die Vergiftung seiner Mutter durch Kangs Firma - was Paranoia und Rache zu einer einzigen, verzerrten Wahrheit verschmilzt. Der Höhepunkt spielt sich in Kangs Fabrik ab, wo Rollen kippen und die Frage nach Realität und Wahn eskaliert, bis zu einem nihilistischen Twist, der den Zuschauer mit offenen Fragen zurücklässt. Es ist kein linearer Plot, sondern ein chaotisches Mosaik, das wie ein Bong Joon-ho-Vorläufer wirkt - voll mit Schocks, Slapstick und sozialer Satire.

2003, im Jahr von "Oldboy" und "Memories Of Murder", markierte Jang Joon-hwans Debüt den Aufstieg der Koreanischen New Wave: ein Low-Budget-Werk, das Hollywood-Klischees mit koreanischer Gesellschaftskritik vermengt - Korruption, Umweltzerstörung, mentale Gesundheit. Der Film floppte an den Kassen, wurde aber bald zum Kult durch seine innovative Hybridform mit seinem hypnotischen Blaustich, der kühnen Montage und wie er Unterhaltung mit Tiefe verbindet, ohne je prätentiös zu werden. Shin Ha-kyun als Byeong-gu ist ein Tornado aus Manie und Verletzlichkeit - ein Mann, der lacht, während er foltert, und weint, wenn seine Wahnvorstellungen bröckeln. Baek Yun-shik als Kang balanciert Arroganz und Mitgefühl; er ist nicht das Monster, das man erwarten würde, sondern ein Spiegel für Byeong-gus Abgründe. Su-ni (Hwang Jung-min) bringt kindliche Unschuld in den Wahnsinn, was den Film irgendwie emotional erdet. Jang dreht mit visueller Erfindungskraft - blaue Töne für Paranoia, cartoonhafte Gore für Komik -, die den Film zu einer einzigartigen Seherfahrung macht, denn unter der Absurdität pulsiert ein menschliches Herz, das über Fanatismus und Realität nachdenken lässt. Man lacht, ekelt sich, staunt - und geht aus dem Film mit dem Gefühl, dass manchmal die Spinner die Einzigen sind, die die Welt wirklich sehen. "Save The Green Planet!" ist definitiv kein Film für Jedermann, sondern für jene, die das Chaotische lieben - ein früher Beweis, dass koreanisches Kino irgendwann die Welt erobern würde. 

7,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Sidus Pictures

Donnerstag, 12. Februar 2026

The Life Of Chuck (2024)

https://www.imdb.com/de/title/tt12908150/

In einer amerikanischen Kleinstadt lebt Charles "Chuck" Krantz (Tom Hiddleston), ein gewöhnlicher Buchhalter, dessen Gesicht aus Werbung und Fernsehen bekannt ist. Während die Welt außerhalb von Naturkatastrophen und technologischen Zusammenbrüchen erschüttert wird, bleibt in der Stadt vor allem eines bestehen: eine tiefe Dankbarkeit gegenüber Chuck. Doch wer ist dieser Mann, den niemand wirklich zu kennen scheint? Die Spur führt in seine Kindheit, zu seiner Großmutter (Mia Sara), die ihm ihre Leidenschaft für das Tanzen vermittelte, und zu seinem Großvater (Mark Hamill), der ihm nicht nur das Handwerk der Buchhaltung beibrachte, sondern auch ein Geheimnis rund um eine verschlossene Dachkammer hütete. Die Geschichte wirft eine zentrale Frage auf: Kann das Leben eines Einzelnen den Verlauf der ganzen Welt beeinflussen?

"The Life Of Chuck" ist einer dieser seltenen Stephen‑King‑Filme, die nicht in den Abgrund, sondern ins Licht blicken - und Regisseur Mike Flanagan, der ein angeborenes Talent für King-Verfilmungen zu haben scheint, inszeniert ihn mit einer Zärtlichkeit, die anmutet, als hätte ein Horrorregisseur beschlossen, seinen eigenen Abschiedsbrief an das Leben zu drehen. Flanagan erzählt Chucks Leben rückwärts: von einem sterbenden Mann im Krankenhaus zurück zu einem Jungen, der in einem alten Haus aufwächst und im Dachboden buchstäblich seine eigene Sterblichkeit erblickt. Die erste Episode - eine Welt, die sich merklich auflöst, während überall rätselhafte "Danke, Chuck!"-Botschaften auftauchen - beginnt wie eine leise Apokalypse und endet als Offenbarung, dass das Ende des Universums nichts anderes ist als das Erlöschen eines individuellen Bewusstseins. Der Mittelteil, "Lang lebe die Straßenmusik", ist ein Stück reines Lebensglück: ein Banker, der auf offener Straße zu den Beats einer Straßenmusikerin zu tanzen beginnt, als hätte er plötzlich verstanden, dass jeder Tag eine letzte Chance sein könnte. Und im letzten Akt, "Ich enthalte Vielheiten", verdichtet sich alles: das Kind, das seine Eltern verliert, der Großvater, der trinkt, die Großmutter, die ihm das Tanzen und die Vorstellung vermittelt, dass ein Mensch viele Widersprüche in sich tragen darf. Und am Ende, dem eigentlich Beginn der Geschichte, begreifen wir, was Flanagan in Interviews über King sagt: Horror ist bei King nur die Verpackung - im Kern schreibt er über Liebe und Menschlichkeit, und genau das destilliert dieser Film in seine reinste Form.

Tom Hiddleston spielt Chuck als gewöhnlichen Mann, der sich anfühlt wie jemand, den man kennt, vielleicht wie der stille Kollege im Großraumbüro, dem man nie eine ganze Filmhandlung zugetraut hätte. Er verzichtet auf große Gesten, seine Präsenz besteht aus Blicken, kleinen Zögern, einem Lächeln, das immer ein bisschen so aussieht, als würde er sich gerade von etwas verabschieden. In den jüngeren Versionen von Chuck - verkörpert von Jacob Tremblay und Benjamin Pajak - erkennt man dieselbe Mischung aus Schüchternheit und innerer Glut; es ist, als würden drei Schauspieler gemeinsam eine einzige, brüchige Seele spielen. Chiwetel Ejiofor als Marty, der Lehrer im kollabierenden Universum, trägt den Eröffnungsteil mit einer ruhigen Verzweiflung, die nie in Hysterie kippt; er ist unsere Identifikationsfigur, die sich fragt, wer dieser Chuck eigentlich ist, während überall sein Gesicht auftaucht. Mark Hamill als Großvater Albie ist ein kleines Wunder: ein Mann, der seinen Schmerz in Zynismus und Alkohol ertränkt, und doch in jeder Szene verrät, dass er seinen Enkel mehr liebt, als er sich selbst erlaubt. Die Nebenfiguren - von Karen Gillan bis zu den wiederkehrenden Flanagan‑Stammschauspielern - haben oft nur wenige Szenen, aber genau jene Schärfe, die King‑Figuren auszeichnet: mit wenigen Strichen so lebendig, dass man das Gefühl hat, sie schon lange zu kennen. 

"The Life Of Chuck" ist strukturell wagemutig: Drei Akte, rückwärts montiert, die vom kosmischen Maßstab der Vernichtung zum intimen Blick auf ein Kinderzimmer schrumpfen. Was auf dem Papier nach intellektueller Spielerei klingt, erweist sich filmisch als emotionaler Sog - der Film beginnt als Endzeitdrama und verwandelt sich langsam in etwas, das beschwingt und oft wunderbar wirkt, sowie lebensbejahend; ein Werk, das sich seinen Pessimismus erlaubt, ohne seine letztendliche Zuversicht zu verraten. Flanagan arbeitet hier mit derselben Sorgfalt wie in seinen Horrorgeschichten, nur verschiebt er das Gewicht: Statt Schreckmomenten gibt es eine fast Spielberg'sche Verwunderung über das Alltägliche - eine Mall‑Tanzszene, ein stilles Familiengespräch, ein Blick in den Sternenhimmel. Der deutsche Synchronsprecher Tom Vogt (im Original Nick Offerman) legt seine Stimme so einnehmend und warm wie eine Decke über den Film und erinnert an die lyrische Prosa der Vorlage, ohne je sentimental zu werden. Wenn am Ende klar wird, dass all diese Episoden nur Funken in einem einzigen Menschenleben sind, trifft der Film weniger wie ein Schlag, sondern wie ein stilles Begreifen: Es reicht, wenn wir unsere 39 Jahre gut nutzen. 

Auf dem Papier wirkt "The Life Of Chuck" wie ein Ausreißer in Kings Bibliographie, doch Flanagan betont, dass der Autor schon immer über Mitgefühl geschrieben habe - der Horror sei nur der Rahmen. Der Film bleibt der Struktur der Novelle treu, indem er diese drei Stationen eines Lebens nicht als klassische Biografie erzählt, sondern als Mosaik, das sich erst aus der Distanz erschließt. Die Nostalgie, die amerikanischen Alltagsdetails, der leise Absurditäts‑Faktor - all das markiert den Stoff unübersehbar als King, nur eben ohne Clown, Dämon oder Overlook‑Hotel. Es ist, als hätten King und Flanagan gemeinsam beschlossen, einmal ganz ohne Schrecken zu zeigen, was ihre Geschichten im Innersten immer verhandeln: wie zerbrechlich der Mensch ist  sind - und wie wunderbar. "The Life Of Chuck" ist kein Film, der laut um Aufmerksamkeit schreit; er ist einer, der bleibt. Man schließt den Film nicht mit dem Drang, sich umzusehen, ob etwas im Schatten lauert, sondern mit dem Wunsch, jemanden anzurufen, mit dem man lange nicht mehr gesprochen hat. In der Karriere von Mike Flanagan wirkt dieser Film wie ein Wendepunkt: weniger als Horrorregisseur, mehr als Chronist der menschlichen Fähigkeit, Sinn zu finden - selbst im Angesicht des Nichts. Es gibt ja auch viele Filme, die den Zuschauer berühren und "The Life Of Chuck" ist genau das: eine zweistündige Erinnerung daran, dass jedes Leben - auch ein unscheinbares - ein eigenes Universum ist, dessen Ende ein kleines Big Bang in umgekehrter Richtung bedeutet.

8,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Intrepid Pictures/Red Room Pictures

Cobra Kai, Season 06 (2025)


Die Handlung von Cobra Kai setzt 34 Jahren nach den Geschehnissen des ersten Karate Kid-Films ein. Daniel LaRusso (Ralph Maccio) hat eine steile Karriere hingelegt und schwimmt gerade auf einer Welle des Erfolgs. Für seinen einstigen Rivalen Johnny Lawrence (William Zabka) sieht die Welt dafür ganz anders aus. Geplagt von Schuldgefühlen eröffnet er das Cobra Kai wieder. Früher oder später treffen die alten Kontrahenten erneut aufeinander. Dieses Mal soll sich in ihrer Beziehung jedoch alles verändern. Beide Männer müssen lernen, die Dämonen vergangener Tage zu adressieren, um aus ihren Fehlern zu lernen. Nur so können sie in Zukunft miteinander auskommen und ihre gemeinsame Leidenschaft, Karate, ausführen... 

6.1 Friedliche Zeiten im Tal (Peacetime In The Valley)
Nach dem Untergang von Cobra Kai bereiten sich die Schüler von Miyagi-Do und Eagle Fang auf das Sekai Taikai vor. Nach Meinungsverschiedenheiten über ihre Trainingsstile fordern Johnny und Chozen sich gegenseitig zum Kampf heraus. Daniel erfährt, dass Chozens Stolz verletzt wurde, als Terry Silver ihn hinterrücks erstach und Kumiko nicht auf seine Sprachnachrichten reagierte. Miguel versucht, die Spannungen zwischen Tory und Sam zu lösen, während Robby sich mit Kenny versöhnen will. Dabei trifft er auf Shawn, der ihm rät, Kenny in Ruhe zu lassen. Robby und Miguel stellen sich Shawn entgegen, während Tory und Sam vergeblich versuchen, Kenny zum Beitritt in ihr Dojo zu bewegen. Nachdem Johnny eine SMS erhalten hat, begibt er sich zum Coyote Creek, wo Stingray ihm rät, die Marke Cobra Kai zurückzuerobern, da Kreese und Silver tot sind. Am nächsten Morgen gibt Johnny nach und erklärt Daniel, dass Miyagi-Do das Recht hat, die Schüler im Sekai Taikai zu vertreten, er und Chozen aber trotzdem noch gegeneinander kämpfen werden. Nach einem Gespräch mit Shawn darüber, wie Silvers Lehren ihn verderben, tritt Kenny dem Miyagi-Do bei. Unterdessen betritt Kreese Kim Da-Euns Dojo und verkündet den Schülern die Rückkehr von Cobra Kai. - 7,5/10

6.2 Der Preis (The Prize)
Kreese schlägt Meister Kim Sun-Yung vor, sein Dojo als Vertreter von Cobra Kai im Sekai Taikai zu positionieren. Sun-Yung lehnt jedoch ab, nachdem Da-Euns vorherige Partnerschaft mit Silver gescheitert ist. Daraufhin willigt Sun-Yung ein, wenn Kreese zu einer abgelegenen Insel reist und dort in einer Höhle das alte Familienmesser Eunjangdo birgt. Kreese findet das Eunjangdo, wird aber von einer Albino-Kobra gebissen und hat daraufhin Halluzinationen von Silver und Johnny. Unterdessen entdeckt Miguel, dass Kyler von einer Studentenverbindung, die ihn nicht aufnehmen will, schikaniert wird. Mit der Hilfe von Miguel, Hawk, Demetri und Brucks gelingt es Kyler, die Verbindung auf ihrer Party zu besiegen und in eine andere aufgenommen zu werden. Nachdem die Wohnung der Diaz-Familie aufgrund verstopfter Abwasserrohre ein undichtes Dach hat, nimmt Johnny einen Verkäuferjob bei der LaRusso Auto Group an, um für ein neues Haus zu sparen. Nachdem Kreese seine inneren Dämonen besiegt und seine einzige Schwäche vernichtet hat, enthauptet er die Kobra und kehrt mit dem Eunjangdo und dem Kopf der toten Kobra zu Sun-Yung zurück, fest entschlossen, sich von niemandem von seinem Ziel abbringen zu lassen – nicht einmal von Johnny. - 8/10

6.3 Pyjamaparty (Sleeper)
Kreese übernimmt das Training im Kim-Dojo und konzentriert sich auf den Problemfall Kwon Jae-Sung, den er formt. In der Nacht, nachdem Kreese ihn dazu angehalten hat, seine Wut sinnvoll einzusetzen, besiegt Kwon Yoon Do-Jin, den besten Schüler des Dojos, im Kampf und reißt sich das Königskobra-Abzeichen als persönliches Souvenir ab, um seine Rolle als Anführer zu bekräftigen. Zurück in Amerika erfahren Johnny und Carmen, dass Carmen ein Mädchen erwartet, nachdem die Geschlechtsenthüllung Daniel mit rosa Farbe bespritzt hat. Im Haus der Miyagis entdecken Daniel, Amanda und Chozen eine unter dem Fußboden versteckte Truhe. Als sie diese öffnen, finden sie heraus, dass Mr. Miyagi Mitbesitzer eines Boxstudios war und angeblich 1947 nach China geflohen ist, nachdem er wegen Körperverletzung und Raub gesucht wurde. Nachdem Johnny bemerkt hat, dass die Freundschaft zwischen Sam und Tory sie im Training schwächt, lädt er sie zu einer Pyjamaparty zu Devon ein. Obwohl Johnnys Plan scheitert, geraten Sam und Tory plötzlich in einen Streit, bevor sie sich gegenseitig für ihr Fehlverhalten entschuldigen. Am nächsten Tag erfährt das Miyagi-Do-Dojo, dass das Sekai Taikai in Barcelona stattfinden wird und dass nur sechs Kämpfer jedes Dojo vertreten dürfen. - 8/10

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6.4 Underdogs (Underdogs)
Um die sechs Kämpfer zu bestimmen, die Miyagi-Do im Sekai Taikai vertreten sollen, holen Daniel und Johnny Mike Barnes ins Boot, um für faire Bedingungen zu sorgen. Barnes wählt Hawk, Robby, Miguel, Sam, Tory, Mitch, Kenny, Nate, Chris, Demetri, Devon und Anthony für die zweite Ausscheidungsrunde aus. Am nächsten Tag treten die besten Zwölf in einem Battle Royale gegeneinander an, bei dem jeder Schüler einem anderen die Flagge abnehmen muss. Tory, Robby, Sam und Miguel kommen sofort weiter. Anthony zweifelt an sich, nachdem er im Battle Royale von Kenny eine blutige Nase abbekommen hat und ausgeschieden ist. Johnny konfrontiert Barnes, als er erfährt, dass Devon es nicht geschafft hat. Am nächsten Morgen lässt Barnes Hawk, Demetri, Kenny und Devon durch den Wald laufen und zwei Flaggen erobern, um die endgültige Aufstellung zu bestimmen. Devon erobert die erste Flagge, nachdem Kenny plötzlich Durchfall bekommt, während Demetri Hawk besiegt und sich so einen Platz im Team sichert. Kenny beschuldigt Anthony, sein Wasser mit Mitchs Abführmittel versetzt zu haben, obwohl es in Wirklichkeit Devon war, während Daniel vermutet, dass Johnny daran beteiligt war, Devon in die Mannschaft zu bringen. - 8/10

6.5 Die Besten der Besten (Best Of The Best)
Auf dem Rückweg vom Medical Center trifft Tory auf Kreese, die sie davor warnt, Miyagi-Do zu vertrauen. Daniel und Johnny beschließen, Sam, Tory, Miguel und Robby gegeneinander antreten zu lassen, um die Plätze als Teamkapitäne zu sichern. Tory kehrt nach Hause zurück und erfährt, dass ihre Mutter an einer unentdeckten Lungenembolie gestorben ist. Am Wettkampftag besiegt Robby Miguel und wird Kapitän der Männer. Torys Anwesenheit hilft ihm, sich besser zu konzentrieren und den Rückstand, den Miguel mit zwei Punkten aufgeholt hat, aufzuholen. Während des Kampfes der Mädchen zeigt Tory Aggressivität und ist kurz davor, gegen Sam zum 2:2 auszugleichen, als Daniel eingreift. Bevor sie jedoch allen vom Tod ihrer Mutter erzählt, verlässt sie das Team und verliert den Platz als Kapitänin an Sam. Dieser Vorfall führt zu einem Streit zwischen Johnny und Daniel darüber, wie sie die Situation hätten handhaben sollen. Nach dem Turnier brechen sie im Streit zusammen und sprechen nie wieder miteinander, nachdem Daniel Johnny schlägt, weil dieser Mr. Miyagi wegen der Truhe der Geheimnisse beleidigt hat. Hawk wird ausgewählt, Torys Platz im Team einzunehmen, was Demetri etwas missfällt. Als Robby und Sam ihre Kapitänsstirnbänder erhalten, erkennt Daniel plötzlich ein ähnliches Stirnband von Mr. Miyagis Brust wieder und realisiert, dass sein Sensei ebenfalls als Teamkapitän im Sekai Taikai gekämpft hat und dass dessen Stirnband an den Enden blutbefleckt war. Dies lässt Daniel seine Überzeugungen hinterfragen. Das Miyagi-Do-Team reist zum Turnier nach Barcelona, ​​wo es – sehr zu Robbys Entsetzen – auf Kreese und Da-Euns neues Cobra Kai trifft, das Südkorea unter der Führung von Kwon und Tory vertritt. - 8,5/10

6.6 Benvinguts a Barcelona (Benvinguts A Barcelona)
Die Teams werden in Barcelona herzlich empfangen und haben am ersten Tag Zeit, die Stadt zu erkunden, bevor am nächsten Tag der Wettkampf beginnt. Robby versucht vergeblich, mit Tory über ihre Entscheidung, wieder Cobra Kai beizutreten, zu sprechen. Robby und Demetri verlieren ihre Hotelzimmer an Kwon, nachdem sie eine Wette verloren haben, und müssen sich ein Zimmer mit Miguel und Hawk teilen. Die Miyagi-Dos sind verärgert, als sie erfahren, dass Robby wusste, dass Kreese vor dem Tod ihrer Mutter mit Tory gesprochen hatte, und es ihnen verschwiegen hat. Tory bittet Robby um eine Auszeit; sie findet, es sei das Beste, da sie sich beide auf den Wettkampf konzentrieren müssen. Daniel und Johnny versuchen, sich mit den anderen Senseis und Sponsoren zu verstehen, doch die Situation spitzt sich zu, als Johnny beinahe mit einem anderen Gast, Wolf, aneinandergerät, der sich als Sensei des Hong Kong Dojos Iron Dragons entpuppt. Chozen kommt betrunken und enttäuscht an, nachdem er in Japan nach Kumiko gesucht hat, da er glaubt, sie sei mit einem anderen Mann liiert; sein Verhalten führt dazu, dass die drei hinausgeworfen werden. Am ersten Turniertag nehmen alle Teams am „Kapitänskrieg“ teil. Dabei treten jeweils vier Teams gleichzeitig auf der Matte an und müssen ihre Kapitäne beschützen, während sie versuchen, die Kapitäne der gegnerischen Teams auszuschalten. Miyagi-Do trifft auf Cobra Kai, die Iron Dragons und Falchi Della Notte. Robby lässt sich während des Wettkampfs ablenken und verliert gegen Kwon, wodurch Miyagi-Do die Runde verliert. Nachdem Falchi Della Notte ausgeschaltet ist, treten Tory, Kwon und Yoon gegen das letzte verbliebene Team an: die Iron Dragons, die noch alle sechs Mitglieder im Kampf haben. Die Kapitäne der Iron Dragons, Zara Malik und Axel Kovačević, treten allein gegen das Trio von Cobra Kai an und besiegen sie mühelos. - 7,5/10

6.7 Auf den Hund gekommen (Dog In The Fight)
Johnny und Daniel haben Schwierigkeiten, das Team zu motivieren, da Miyagi-Do beim zweiten Turnierwettbewerb schlecht abschneidet und dringend Punkte braucht, um nicht auszuscheiden. Daniel erhält eine Nachricht von Serrano, einem ehemaligen Teilnehmer des Sekai Taikai, der behauptet, Miyagi gekannt zu haben. Er beschließt, ihn an der angegebenen Adresse aufzusuchen, um Antworten zu erhalten. Dort wird er jedoch von Schlägern entführt, von denen einer ein Cobra-Kai-Tattoo auf dem Arm trägt. Dadurch verpasst er den nächsten Turnierwettbewerb, und Johnny muss das Team alleine trainieren. Die Spannungen zwischen Miguel und Robby verschärfen sich, als Miguel ihm vorwirft, seine Chance auf die Kapitänsrolle zu verspielen, da seine Probleme mit Tory seine Kämpfe deutlich beeinträchtigt haben. Er fordert Robby auf, entweder Verantwortung zu übernehmen oder die Kapitänsrolle abzugeben. Nach einem Streit im Umkleideraum wegen ihrer schlechten Leistung gesteht die reumütige Devon Johnny, dass sie beim Team-Ausscheidungskampf geschummelt und Kenny sabotiert hat. Er ermutigt sie jedoch, trotzdem ihr Bestes zu geben und verspricht, nichts zu verraten. Dank Miguels Sieg gegen zwei Kämpfer des Dublin Thunder Dojos kommt Miyagi-Do in die nächste Runde. Doch dann erhalten er und Johnny einen Anruf von Rosa, die ihnen mitteilt, dass Carmen Komplikationen in ihrer Schwangerschaft hat und im Krankenhaus ist. Daraufhin kehren sie kurzerhand nach Hause zurück. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt31076432/
6.8 Ein Flug mit Hindernissen (Snakes On A Plane)
Nach Miguels Abreise bittet Johnny Amanda, Kenny zu kontaktieren und ihn zu überzeugen, Miguel zu ersetzen. Kenny erklärt Amanda jedoch, dass er kein Interesse daran hat, Teil des Teams zu sein, da er immer noch glaubt, dass Anthony ihm die Abführmittel verabreicht hat. Miguel und Johnny streiten sich im Flugzeug, da Miguel Johnny vorwirft, ihn im Turnier nicht unterstützt zu haben. Zara wird eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit, die Tory von den anderen Teilnehmern erhält, und schläft mit Robby, nachdem dieser in einer Bar betrunken war. Tory beobachtet am nächsten Morgen einen Kuss zwischen den beiden. Amanda lässt Anthony versuchen, sich bei Kenny zu entschuldigen, doch stattdessen geraten sie in Streit. Johnny entschuldigt sich bei Miguel, und sie versöhnen sich, nachdem Miguel einen nervigen Passagier geschlagen hat. Sam und Axel treffen sich am Strand, und er versucht, sie nach einem Streit mit Kwon und Yoon zu küssen, geht aber enttäuscht weg, als er erfährt, dass sie einen Freund hat. Yasmine trennt sich von Demetri, nachdem Hawk Moon angerufen und versehentlich Demetri beim Tanzen mit einem spanischen Mädchen in der Bar gezeigt hat. Um ihre Schuldgefühle zu lindern, nachdem Hawk frustriert darüber ist, dass Demetri sich weigert, die Verantwortung für sein Verhalten gegenüber Yasmine zu übernehmen, ruft Devon Kenny an und gesteht, dass sie ihm während des Team-Probetrainings Abführmittel in sein Getränk gemischt hat. Kenny versöhnt sich mit Anthony und nimmt die Reise nach Barcelona an. Johnny und Miguel erfahren, dass Carmens Probleme gelöst wurden, und sie fordert sie auf, nach Barcelona zurückzukehren und zu gewinnen. Chozen und Da-Eun haben eine sexuelle Begegnung und finden zusammen mit Daniel und Kreese heraus, dass Sensei Wolf und der Schläger, der Daniel entführt hat, beide für Terry Silver arbeiten. - 8/10

6.9 Bis aufs Blut (Blood In Blood Out)
Drei Monate vor dem Sekai Taikai taucht Silver in Bangkok unter, um einer Verhaftung zu entgehen. Nachdem sein Anwalt die Anklage fallen lassen konnte, heuert Silver Sensei Wolf an, indem er ihm verspricht, seine Schulden zu begleichen, wenn dieser ihm im Gegenzug das Dojo der Iron Dragons kauft und Miyagi-Do während des Sekai Taikai demütigt. In der Gegenwart stellt sich heraus, dass der Schläger, der Daniel entführt hat, Dennis De Guzmán ist, ein ehemaliger Handlanger von Mike Barnes. Johnny kehrt mit Miguel und Kenny, der Devon ersetzt, nach Barcelona zurück. Sie entschuldigt sich bei Kenny, und die beiden versöhnen sich. Hawk und Demetri misstrauen Kenny, da sie vermuten, dass er heimlich mit Silver zusammenarbeitet. Deshalb weigern sie sich, ihn beim nächsten Wettkampf einzusetzen, was zu ihrer Niederlage führt. Silver bietet Kenny einen Platz in seinem Dojo an, doch dieser lehnt ab und zeigt ihm den Mittelfinger, nachdem er Miyagi-Do zum Sieg beim nächsten Wettkampf verholfen hat, nachdem Robby ihn eingewechselt hat. Das Team feiert. Um Silver zu ärgern, beschließen Johnny und Chozen, Kreese zu provozieren, indem sie ihm sein Eunjangdo aus dem Spind stehlen und es durch einen Spa-Gutschein ersetzen, um Silver die Schuld in die Schuhe zu schieben. Daraufhin schlägt Kreese wütend auf Silver ein. Da-Eun beschuldigt Chozen des Diebstahls und warnt ihn, das Eunjangdo zurückzugeben, um Kreese vor noch größerem Wahnsinn zu bewahren. Miyagi-Do trifft in der zweiten Ausscheidungsrunde auf Cobra Kai, und Tory konfrontiert Robby wegen dessen Affäre mit Zara. Er erfährt, dass Kwon ihn manipuliert und ihn glauben lassen hat, Tory habe Robby für Kwon verlassen. Im entscheidenden Punkt besiegt Robby Kwon, wodurch Miyagi-Do ins Turnier der Champions einzieht und Cobra Kai ausscheidet. Silver übergibt Daniel einen Umschlag mit Aufzeichnungen über Mr. Miyagis Teilnahme am Sekai Taikai, die belegen, dass er seinen Gegner während eines Kampfes getötet hat. Nachdem der rachsüchtige Kreese sein Eunjangdo wieder im Spind findet, erklärt er, dass die Sache erst vorbei ist, wenn er es sagt. - 8/10

6.10 Eunjangdo (Eunjangdo)
Daniel hat einen Albtraum, in dem er im Finale eines vergangenen Sekai Taikai gegen einen jüngeren Mr. Miyagi kämpft. Dieser behauptet, er habe Daniel nie alles über seine Vergangenheit erzählt, da er nie stark genug gewesen sei, die Wahrheit zu akzeptieren. Turnierdirektor Gunther Braun bestätigt Daniel, dass Silvers Informationen über Mr. Miyagi stimmen. Die Spannungen sind zum Greifen nah, als Cobra Kai nach ihrem Ausscheiden die Heimreise antreten will. Doch dann erhält das russische Dojo Tiger Strike, das sich für das Turnier der Champions qualifiziert hatte, eine zweite Chance, da vier seiner Schüler positiv auf Steroide getestet wurden. Das Turnier der Champions, in dem nur die Kapitäne der vier besten Teams – Miyagi-Do, Cobra Kai, Iron Dragons und Furia de Pantera – gegeneinander antreten, beginnt mit den Duellen Kwon gegen den männlichen Kapitän von Furia de Pantera, Zara gegen die weibliche Kapitänin, Robby gegen Axel und Tory und Sam gegeneinander. Kwon und Zara gewinnen ihre jeweiligen Kämpfe mühelos, wobei Kwons entscheidender K.o. Cobra Kai zusätzliche Punkte einbringt. Im Kampf zwischen Robby und Axel wird Robby jedoch von Axel in die Gruppe der Cobra-Kai-Schüler gestoßen, woraufhin Kwon ihm mit einem hinterhältigen Ellbogenstoß in die Rippen rammt. Als Miguel ihm zu Hilfe eilen will, wird er von Axel niedergeschlagen, der ihn beneidet, weil er Sams Freund ist. Gunther warnt alle Wettkämpfer, die Matten zu verlassen, wird aber selbst von Sensei Ivanov von Tiger Strike bewusstlos geschlagen. Dies entfacht eine Schlägerei zwischen allen Wettkämpfern und Senseis, in der Johnny und Daniel gegen Wolf antreten. Robby kämpft gegen fast alle Mitglieder von Cobra Kai, mit Ausnahme von Tory, der gegen Zara antritt. Miguel und Axel duellieren sich, und Sam, nachdem sie Dublin Thunder-Kapitän Cara besiegt hat, hilft Robby und Tory, mehrere Iron-Dragons-Schüler auszuschalten, die Zara unterstützen. Kreese greift Silver mit seinem Eunjangdo an, doch im Getümmel rutscht es ihm unter dem Gürtel hervor. Als er dies bemerkt, kämpft Kreese im Nahkampf gegen Silver. Der Kampf verläuft ausgeglichen, bis Silver sich versteckt und Kreese mit einem Überraschungsschlag niederstreckt. Silver übernimmt daraufhin die Oberhand und hat Kreese in Bedrängnis, bis Johnny eingreift und seinen ehemaligen Sensei rettet. Als Kwon Sam angreift, unterbricht Axel seinen Kampf mit Miguel und attackiert Kwon, indem er ihn gegen eine Kamera schleudert. Kwon bemerkt daraufhin das Eunjangdo, schnappt es sich und geht auf Axel los. Doch Axel wehrt seine Angriffe ab und tritt ihn in der Luft, wodurch Kwon auf das Messer stürzt und sich tödlich in die Brust sticht. Während alle schockiert und entsetzt zusehen, befiehlt Gunther, die Fernsehübertragung abzuschalten. - 8/10

6.11 Feuerprobe (Into The Fire)
Nach dem Vorfall beim Sekai Taikai findet in Südkorea eine Beerdigung für Kwon statt. Als sie das Training wieder aufnehmen, zwingt Sun-Yung Yoon, seine Teamkameraden brutal zu verprügeln. Zurück in der Heimat hat Robby Schwierigkeiten, einen Studienplatz zu bekommen, und Daniel ist von den Ereignissen in Barcelona verstört. Silver versucht, Gunther zur Wiederaufnahme des Sekai Taikai zu bewegen; Gunther willigt ein, sofern alle Senseis zustimmen. Johnny willigt ebenfalls ein, zum Sekai Taikai zurückzukehren, Daniel jedoch nicht. Kreese teilt Sun-Yung mit, dass Cobra Kai nicht zum Sekai Taikai zurückkehren wird. Silver spricht mit Johnny, um Daniel zur Rückkehr ins Turnier zu bewegen. Johnny beruft ein Treffen mit Daniel und Silver ein; Silver offenbart, dass er vor seinem Tod an seiner unheilbaren Krankheit noch einen Sieg erringen möchte, und Daniel willigt schließlich ein, erneut teilzunehmen. Da-Eun, die unbedingt Meisterin des Dojos werden will, tötet ihren Großvater und schwört, künftig friedlicher zu lehren. Kreese beschließt, ins Tal zurückzukehren, um noch offene Rechnungen zu begleichen. - 8/10

6.12 Verunsichert (Rattled)
Die Sekai Taikai hat zugestimmt, den Rest des Turniers im Tal auszutragen, wodurch Miyagi-Do einen Heimvorteil erhält. Hawk und Demetri entwickeln eine KI-Trainingssimulation, um Robby auf seinen Kampf gegen Axel vorzubereiten. Robby ist jedoch nach seiner Erfahrung gegen Axel in Barcelona noch immer verunsichert, bis Miguel ihm Mut zuspricht. Sam bietet Tory ihre Hilfe beim Training an und versucht gleichzeitig, sie zur Rückkehr ins Turnier zu bewegen. Sam gibt zu, dass sie UCLA ablehnen und stattdessen ein Jahr in Okinawa verbringen möchte. Als Chozen endlich eine Antwort von Kumiko erhält und diese ihm gesteht, dass sie ihn nur freundschaftlich liebt, nehmen Daniel und Amanda ihn mit auf einen Ausflug nach Ojai, um ihn mit Moons Mutter Winnie zu verkuppeln – was jedoch katastrophal endet. Johnny plant unterdessen einen Heiratsantrag für Carmen, wird aber von den einsetzenden Wehen unterbrochen. Schließlich heiraten sie spontan im Krankenhaus, die Trauung wird von Johnnys altem Freund Bobby vollzogen, bevor Carmen ihre Tochter Laura zur Welt bringt, die nach Johnnys Mutter benannt ist. - 8/10

6.13 Die Leichen im Keller (Skeletons)
Alle Dojos bereiten sich auf die Wiederaufnahme des Sekai Taikai vor, wobei Zweifel bestehen, ob alle Mitglieder von Cobra Kai anwesend sein werden. Kreese trifft sich mit Tory und erklärt ihr, dass er das Dojo nur neu registriert hat, damit sie gewinnen kann. Er entschuldigt sich für alles, was er ihr und Kwon angetan hat. Am Tag des Halbfinales der Männer versucht Kreese auch, sich bei Johnny zu entschuldigen, doch Johnny weist ihn zurück. Der Kampf zwischen Robby und Axel wird mit einer ausgeglichenen ersten Runde fortgesetzt. In der zweiten Runde findet Axel seinen Rhythmus und besiegt Robby mühelos. Daniel ermutigt Robby zum Sieg, doch Axel bricht Robbys Knie und zieht ins Finale ein. Sam zögert, gegen Tory anzutreten, und entscheidet sich schließlich dagegen. Daniel unterstützt diese Entscheidung. Er hatte einen Traum, in dem Mr. Miyagi ihn vor Skelett-Schlägern (ähnlich wie Johnny und seine Freunde von Cobra Kai) rettete und Daniel daran erinnerte, dass er ihm das Kämpfen beigebracht hatte, damit er nicht kämpfen muss. Nach Sams Rückzug zieht sich Miyagi-Do aus dem Turnier zurück, und Axel soll nach Kwons Ausscheiden zum Herrenmeister gekürt werden. Johnny und Kreese treffen nach ihrer turbulenten Vergangenheit wieder aufeinander und umarmen sich. Schließlich übernimmt Johnny die Führung von Cobra Kai zurück, mit Tory und Miguel (der Kwon ersetzt) ​​als Kapitäne, nachdem Kreese seinen Posten an Johnny abgibt – sehr zum Schock und Zorn von Wolf und Silver. - 8/10

6.14 Als Letzter angreifen (Strike Last)
Daniel kauft Johnny das alte Cobra Kai Dojo, damit dieser Miguel und Tory vor dem Sekai Taikai-Finale trainieren kann. Johnny rät Miguel, nach allem, was er durchgemacht hat, in erster Linie für sich selbst zu kämpfen. Im Finale will Cobra Kai den Punkterückstand zu den Iron Dragons verringern. Im ersten Finale, dem Frauenfinale, gewinnt Zara die erste Runde mühelos, nachdem sie Tory provoziert hat. Robby spricht mit Tory, und die beiden küssen sich. Dadurch konzentriert sich Tory und besiegt Zara mühelos durch K.o. Im Männerfinale gewinnt Miguel überraschend die erste Runde gegen Axel. Nach einem Gespräch mit Wolf besiegt er Miguel jedoch in der zweiten Runde und vergrößert so den Punkterückstand. Wolf fordert Axel auf, Miguel das Rückgrat zu brechen. Axel weigert sich, und Miguel gewinnt den Kampf. Angewidert von Wolfs Taktik tritt Axel aus den Iron Dragons aus. Nach dem Finale stehen Cobra Kai und die Iron Dragons gleichauf, und das Sieger-Dojo wird in einem Duell zwischen ihren Senseis ermittelt. Silver plant auf seiner Yacht und befiehlt Dennis, Carmen und ihre Tochter zu entführen. Dennis wird von Kreese getötet, und es kommt zum Kampf zwischen ihm und Silver, wobei ein Treibstoffbehälter umkippt. Silver überwältigt Kreese und beginnt, ihn zu würgen. Kreese kann jedoch die brennende Zigarre, die er fallen gelassen hat, aufgreifen und in den Treibstoff werfen. Die Yacht explodiert, und beide sterben. - 8/10

6.15 Verwahrlost war einmal (Ex Degenerate)
Johnny bereitet sich mit Daniel und Chozen auf seinen Kampf gegen Sensei Wolf vor. Daniel erklärt ihm, dass er, egal ob er gewinnt oder verliert, bereits eine Familie hat und im Leben schon gewonnen hat. Sie beginnen zu trainieren. Am Kampftag beschimpft Wolf Johnny in der Umkleidekabine. Johnny versucht, ihn zu schlagen, doch Wolf überwältigt ihn mühelos und lenkt ihn ab, indem er davon spricht, ihn und seine Familie zu besiegen. Vor dem Kampf versöhnen sich Demetri und Yasmine und kommen wieder zusammen. Im Kampf der Senseis dominiert Wolf Johnny zunächst und erzielt zwei Punkte, obwohl er illegale Techniken anwendet, die Johnny schwächen. Daniel hält Johnny eine Rede im Cobra-Kai-Stil, die ihm Selbstvertrauen gibt und ihn dazu bringt, sich Wolf zu stellen. Johnny und Wolf liefern sich einen Schlagabtausch, in dem Johnny den Siegpunkt erzielt und Cobra Kai zum Champion-Dojo des Sekai Taikai erklärt. Einige Zeit später zieht Johnny mit Carmen und Laura in ein neues Haus, während Miguel, Sam, Robby, Tory, Hawk und Demetri ihre jeweiligen Wege weitergehen. Chozen reist nach Korea, um Da-Eun wiederzusehen. Johnny und Daniel arbeiten als Senseis mit ihren Schülern zusammen, um sie gleichzeitig in Cobra Kai und Miyagi-Do zu trainieren. - 8/10

Quellen
Inhaltsangabe: Netflix
Poster/Artwork: Netflix

Dienstag, 10. Februar 2026

Speak No Evil (2024)


Natürlich kann die amerikanische Familie bei diesem Angebot einfach nicht widerstehen: Eine Familie aus Großbritannien, die sie erst kurz vorher im Urlaub kennengelernt und sich ziemlich gut mit ihnen angefreundet haben, lädt sie ein, gemeinsam übers Wochenende im Haus auf dem malerischen britischen Land zu entspannen. Doch von Entspannung kann schnell keine Rede mehr sein, als die Stimmung nach einem Vorfall kippt, sich menschliche Abgründe auftun und aus dem ländlichen Paradies ein albtraumhafter Ort wird…

Das Remake "Speak No Evil" zum gleichnamigen dänischen Film von 2022 ist ein hochprofessionell inszenierter, aber deutlich domestizierter Albtraum: ein Studio-Remake, das das Gift des dänischen Originals verdünnt, ohne seinen Nachgeschmack ganz zu verlieren. Diese Version folgt der amerikanischen Familie Dalton - Ben (Scoot McNairy), Louise (Mackenzie Davis) und Tochter Agnes -, die im Toskana-Urlaub ein scheinbar sympathisches britisches Paar kennenlernt: Paddy (James McAvoy) und Ciara (Aisling Franciosi) mit ihrem stummen Sohn Ant. Aus der Urlaubsbekanntschaft wird eine Einladung auf den abgelegenen Landsitz; dort beginnt eine langsame Verschiebung von kleinen Unhöflichkeiten zu offener Bedrohung, bis sich der Film im letzten Akt in einen klassischen Home-Invasion-Thriller verwandelt. Das Drehbuch fügt dem Gerüst des Originals ein paar Motive hinzu: Paddy und Ciara bekommen eine klar formulierte finanzielle Motivation, wodurch sie weniger wie abstrakte Inkarnationen des Bösen und mehr wie reale Täter mit greifbaren Zielen erscheinen. Zugleich rahmt der Film die Reise der Daltons stärker ein - etwa durch Bens berufliche Krise und die angespannte Ehe -, sodass ihre Entscheidung, die Einladung anzunehmen und zu bleiben, psychologisch plausibler wirkt.

Das Herzstück des Remakes ist James McAvoy als Paddy, ein Chamäleon aus jovialer Gastfreundschaft und latentem Sadismus, dessen Charme wie eine Hand wirkt, die sich langsam um den Hals des Gastes schließt. McAvoy spielt keinen Comic-Psychopathen, sondern einen Mann, der seine Gewalt in herablassender Männlichkeit badet; gerade die Szenen, in denen er Bens Unsicherheit ausnutzt, haben etwas unerbittlich Peinliches. Mackenzie Davis zeichnet Louise als moralischen Seismographen des Films: Sie spürt früh, dass etwas nicht stimmt, und verkörpert eine Mischung aus Fürsorge, Wut und Selbstanklage, wenn ihre Warnungen ignoriert werden. Scoot McNairy gibt Ben als passiven Mitläufer, der sich von Paddys Freiheit angezogen fühlt und dessen Unentschlossenheit zur stärksten Anklage des Films wird - weniger gegen das Böse, mehr gegen den Wunsch, Konflikte um jeden Preis zu vermeiden. Die Kinder, Agnes (Alix West Lefler) und der stumme Ant (Dan Hough), bekommen deutlich mehr Raum; ihr Misstrauen und ihre stille Allianz verleihen der Geschichte eine zusätzliche, melancholische Spannung.

Der dänische Film von Christian Tafdrup ist dennoch der bessere Film. Er ist ein wesentlich kälteres, grausameres Werk über Höflichkeit als Todesurteil: Das Paar Bjørn und Louise folgt einer niederländischen Familie in deren Landhaus, wo passive Aggression und entgrenzte Gastfreundschaft in eine der unerbittlichsten Schlusssequenzen des modernen Horrorkinos münden. Die Täter im Original - Patrick und Karin - bleiben fast metaphysische Figuren, eher Verkörperungen einer enthemmten, nihilistischen Bosheit als psychologisch erklärbare Menschen; ihr berüchtigter Satz "Weil du es zugelassen hast." schließt den Film wie ein eisiges moralisches Statement. Das Remake macht aus dieser fatalistischen Thesis eine eher konventionelle Genre-Argumentation: Die Bösewichte haben Motive, die Kinder werden zu aktiven Akteuren der Handlung, und das Ende schlägt einen deutlich weniger nihilistischen, beinahe optimistischen Ton an. Wo das Original seine Zuschauer mit der Frage entlässt, wie weit Höflichkeit und Konfliktvermeidung wirklich gehen würden, bietet die US-Version einen kathartischeren, actionbetonten Showdown, in dem das Böse nicht unantastbar bleibt.

Visuell wirkt das Remake glatter: größeres Budget, klarere Ausleuchtung, sorgfältig komponierte Bilder, in denen das Landhaus eher wie eine trügerische Idylle denn wie ein moralischer Abgrund erscheint. Der dänische Film hingegen benutzt seine eher nüchterne, manchmal unangenehm dunkle Bildgestaltung wie einen Schlag in den Magen - nichts wirkt stilisiert, alles fühlt sich wie eine feuchte, zu enge Ferienwohnung an, aus der es keinen höflichen Ausweg gibt. In diesem Sinne ist das Remake die deutlich Zuschauerfreundlicher Version der Geschichte. Sie erklärt ihre Figuren, sie erlaubt Wut und Widerstand, und sie schenkt dem Publikum ein Gefühl von Handlungsspielraum, das das Original bewusst verweigert. Dafür verliert sie etwas von jener gnadenlosen moralischen Klarheit, die Tafdrups Film so schwer verdaulich macht; der finale Satz ist dort ein Urteil über eine ganze Kultur, im Remake eher eine Genre-Zutat in einem ansonsten routiniert aufgebauten Finale. Als eigenständiger Film ist "Speak No Evil" ein stark gespielter, angespannt erzählter Thriller, getragen von McAvoys unheimlicher Präsenz und den stillen Verzweiflungstönen von Davis und McNairy. Im direkten Vergleich bleibt das dänische Original jedoch das unbequemerere, mutigere Werk - weniger unterhaltsam, viel unangenehmer, aber näher an jener Art von Kino, das nicht loslässt, weil es den Zuschauer nicht nur erschreckt, sondern auch anklagt.

6,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork