Donnerstag, 7. Mai 2026

Lovely, Dark, And Deep (2023)

https://www.imdb.com/de/title/tt15560132/

Seit einem schrecklichen Vorfall in ihrer Vergangenheit träumt Lennon (Georgina Campbell) davon, ganz allein in der Natur leben zu können. Mit der Anstellung als Rangerin an einem abgelegenen Außenposten im Hinterland eines großen Nationalparks glaubt die junge Frau nun den für sie perfekten Job gefunden zu haben. Kaum hat sie ihre als Unterkunft und Büro dienende Waldhütte bezogen, kommt prompt ein Funkspruch rein, in dem es um eine in ihrem Einsatzgebiet vermisste Person geht. Lennon alarmiert ein Rettungsteam, das ihr seltsamerweise befiehlt, sich in ihrer Station zu verbarrikadieren und diese auf keinen Fall zu verlassen. Allerdings beschließt sie, die Anweisungen zu ignorieren, und macht sich auf den Weg ins Unterholz, um bei der Suche hilfreich zu sein. Tatsächlich kann sie die Frau (Maria de Sá) aufspüren. Die so Gerettete ist allerdings stark verängstigt und verwirrt. Fragt sie doch immer wieder, ob Lennon wirklich real sei. Anstatt sich über ihre erfolgreiche Initiative zu freuen, teilt Lennons Vorgesetzte (Wai Ching Ho) ihr kurz und bündig mit, dass sie entlassen sei …

Teresa Sutherlands Debüt erzählt die Geschichte einer neuen Rangerin, die allein in einer abgelegenen Nationalparkregion arbeitet, während sie gleichzeitig eine alte, unbeholfene Frage aus ihrer Kindheit weiterverfolgt: Was ist mit ihrer verschwundenen Schwester damals dort geschehen? Georgina Campbell spielt diese Rangerin, Lennon, mit der gleichen Mischung aus Stärke, Verletzlichkeit und ständiger Unsicherheit, für die sie in Filmen wie "Barbarian" und anderen Horrorprojekten bereits bekannt ist. Der Film baut auch weniger auf klassische Jumpscares als auf die Idee einer sich langsam auseinanderziehenden Wirklichkeit. Lennon gerät zunehmend in einen Zustand, in dem sich die Grenzen zwischen Trauer, Erinnerung, Wunschbild und möglicher Bedrohung verlieren. Die Natur selbst, die von Rui Poças in raumgreifenden, oft stillen Bildern festgehalten wird, wirkt zugleich beruhigend und gegnerisch: schöner, stiller Himmel, weitläufige Wege, das sanfte Rascheln von Blättern - und dann, plötzlich, ein Blick, der nicht mehr stimmt, eine Bewegung, die niemand hätte machen dürfen. Gerade dieses Spannungsfeld macht den Film so eindrücklich: Er spielt mit der Hoffnung, dass man in der Natur Schutz finden könnte, und dann mit der Einsicht, dass genau dort, wo man allein ist, die Angst am lautesten spricht. 

Campbell spielt keine überdrehte, hysterische Figur, sondern eine Frau, die gewohnt ist, Verantwortung zu übernehmen, und nun plötzlich mit der eigenen Geschichte konfrontiert wird, die sie nie richtig zu Ende denken konnte. Wai Ching Ho als ihre Vorgesetzte und Nick Blood als anderer Ranger erweitern diesen dünnen Beziehungsraum, ohne ihn zu überschwemmen; sie bleiben eher Randgestalten, die Lennon zugleich Halt geben und die Einsamkeit betonen. Formal ist "Lovely, Dark And Deep" auch ein klassischer Slow‑Burn-Horrorfilm, der sich mehr Zeit nimmt, als manche Zuschauer bereit sind zu geben. Die Stimmung ist toll, genau wie die Bilder und die Klanglandschaft,  leider löst das letzte Drittel nicht jede aufgebaute Spannung zufriedenstellend  auf. Der Film wirkt emotional präzise, aber auch gelegentlich verschlossen; er lässt Mysterien bestehen, ohne zu erklären, was wirklich wirklich ist. Er ist ein melancholischer, oft sehr schöner Film, der sich in sein Thema, die Verflechtung von Trauer, Vermisstsein und Illusion, wie in ein warmes Bett hineinlegt. Aber nur wenn man bereit ist, mit ihm zu wandern und die Stille zu ertragen, bekommt einen Horrorfilm, der langsam an einem nagt - und der die dunkle, zauberhafte Wahrheit des Waldes langsam, aber unerbittlich offenlegt. Aber etwas zu langsam für die Idee.

5,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork:  House of Quest Films/QWGmire/Woodhead Creative

Dienstag, 5. Mai 2026

Star Wars: Maul - Shadow Lord (2026)

https://www.imdb.com/title/tt36594331/

Nach dem Ende der Klonkriege verfolgt Maul (Stimme im Original: Sam Witwer) das Ziel, sein kriminelles Syndikat auf einem vom Imperium unberührten Planeten wieder aufzubauen. Auf der Suche nach Verstärkung trifft er auf einen desillusionierten jungen Jedi-Padawan, der möglicherweise sein ersehnter Lehrling ist. Gemeinsam könnten sie Mauls unerbittliches Streben nach Rache vorantreiben.

https://www.imdb.com/title/tt36594354/
1. Kapitel 1: Die dunkle Rache (Rache aus der Dunkelheit) (Chapter 1: The Dark Revenge)
Ein Jahr nach dem Ende der Klonkriege und dem Aufstieg des Galaktischen Imperiums hat sich der ehemalige Sith-Lord Maul mit einer kleinen Gruppierung auf die urbane Welt Janix zurückgezogen und agiert dort aus dem Verborgenen. Das Schattenkollektiv, eine kriminelle Bande aus Mandalorianern, Zabraks und einem Spionagedroiden unter der Führung Mauls, greift einen Geldtransport an und erbeutet Credits sowie einen Protokolldroiden. Zeitgleich wird Devon Izara, die Padawan des untergetauchten Jedi-Meisters Eeko-Dio-Daki, wegen Diebstahls verhaftet. Maul nutzt den Überfall, um die konkurrierenden Gangster Vario und Deemis gegeneinander auszuspielen. Deemis wird im Streit von Vario getötet, der daraufhin von Mauls Bande verfolgt wird. Die Polizei unter Führung von Captain Brander Lawson greift ein, zwingt die Zabraks zur Flucht und verhaftet Vario. Lawson erfährt durch Scans von Maul, die offiziellen Akten zu ihm sind allerdings auf Anweisung der Imperialen Sicherheitsbehörde (ISB) verschlossen. Zudem weigert sich Lawson das Imperium zu alarmieren, da er eine Abriegelung des Planeten befürchtet und keine Komplikationen verursachen will. Mauls Kollektiv überfällt daraufhin die Polizeistation, um Vario auszuschalten. Im letzten Moment entscheidet sich Maul allerdings dagegen. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt39389414/
2. Kapitel 2: Finstere Pläne (Finstere Machenschaften) (Chapter 2: Sinister Schemes)
Maul verschont Vario und nimmt ihn selbst gefangen, weil Maul von Vario wichtige Informationen über konkurrierende Syndikate erhofft. Außerdem befreit er die inhaftierte Devon, weil er merkt, dass sie eine Jedi ist und zuvor Visionen von ihr hatte. Beide werden zur Basis des Schattenkollektivs verschleppt, was Jedi-Meister Eeko-Dio-Daki erfolglos versucht zu verhindern. Maul teilt Rook Kast, der Kommandeurin der Mandalorianer seines Kollektivs, mit, dass er Devon zu einer Waffe machen will, die er gegen seine Feinde einsetzen wolle, darunter seinen ehemaligen Meister Darth Sidious. Lawson erhält später von Rheena Sul Informationen über das Schattenkollektiv, einst geführt von Maul, inzwischen jedoch zerbrochen; sowohl die Pykes als auch Crimson Dawn wandten sich von ihm ab. Maul überfällt dank Hinweisen von Vario einen Transporter des Pyke Syndikats. Mithilfe der Macht kann sich Devon später aus der Gefangenschaft Mauls befreien. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt39389418/
3. Kapitel 3: Flüstern der Stille (Flüstern aus der Stille) (Chapter 3: Whispers In The Unknown)
Mauls Anhänger stellen die geflohene Devon und führen sie zu Maul, der ihr Tee anbietet. Devon ergreift die Hälfte von Mauls Doppellichtschwert und versucht, ihn anzugreifen. Maul versteckt sich im Dunkeln und verspottet die verängstigte Devon, indem er ihren Weg infrage stellt, nachdem ihr Leben beim Jedi-Orden vorbei ist. Lawson berichtet Two-Boots, was er über Maul erfahren hat, und beauftragt ihn, Varios Geschäfte mit den Pykes zu untersuchen. Während er sich Rylees Sportwettkampf ansieht, wird Lawson von Daki angesprochen, der sich als Devons Onkel ausgibt und behauptet, Devon sei einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Two-Boots und TDF-Offizier Reb beobachten eine Auseinandersetzung zwischen den Pykes und Varios Männern wegen einer Lieferung, werden jedoch von Mauls Anhängern überfallen, die die Lieferung zerstören und fliehen. Lawson verlässt Rylees Wettkampf vorzeitig, nachdem Two-Boots ihn über den Angriff informiert hat. Dieser drängt ihn weiterhin, das Imperium zu verständigen. Als Lawson sich erneut weigert, wendet sich Two-Boots direkt an Klyce, was die Beziehung der beiden belastet. Während Devon zu fliehen versucht, taucht Maul auf und es kommt zum Kampf. Er nimmt sein Lichtschwert wieder an sich, bevor er sie gehen lässt. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt39389420/
4. Kapitel 4: Stolz und Vergeltung (Chapter 4: Pride And Vengeance)
Vario besucht Krims Festung auf Oba Diah und bringt heimlich Maul mit, der Krim tötet. Pyke-Captain Kalt wird zum neuen Anführer des Pyke-Syndikats ernannt und schwört Maul Treue. Auf Janix trifft Devon wieder auf Daki und überzeugt ihn, Lawson im Kampf gegen Maul zu helfen. Daki übermittelt Lawson den Standort von Mauls Versteck, und Klyce genehmigt einen Einsatz. Two-Boots beharrt darauf, dass sie dafür nicht ausgerüstet sind und will das Imperium alarmieren, woraufhin Lawson ihn deaktiviert. Maul und seine Anhänger erwarten Lawson und seine Truppe. Maul bietet an, Janix vor dem Imperium zu beschützen, wenn Lawson sie in Ruhe lässt. Lawson lehnt ab, und es kommt zu einem Feuergefecht. Daki und Devon treffen ein und kämpfen gegen Maul, doch dieser ist ihnen beiden überlegen, obwohl Daki eines seiner kybernetischen Beine beschädigt. Maul und seine Anhänger ziehen sich zurück, als Klyce mit Verstärkung eintrifft. Lawson findet Daki und Devon und erkennt, dass sie Jedi sind. Er rät ihnen zu fliehen, bevor die Verstärkung sie entdeckt. Lawson trifft bald wieder auf Two-Boots, der nach seiner Reaktivierung das Imperium kontaktiert hat; ein imperialer Sternenzerstörer trifft über Janix ein. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt39389425/
5. Kapitel 5: Inquisition (Chapter 5: Inquisition)
Truppen des Galaktischen Imperiums unter der Führung von Lieutenant Blake übernehmen die Leitung der Suche nach Maul. Janix wird vom Imperium abgeriegelt und die Bewohner nach Mauls Verbleib befragt. Nachdem Chief Klyce nach einem Verhör versetzt wurde, wird auch Lawson von Inquisitor Marrok verhört, der auf Maul angesetzt. Daki und Devon beschließen derweil, unterzutauchen, können einer Kontrolle durch Sturmtruppen jedoch nur knapp entkommen. Lawsons Sohn Rylee sorgt sich unterdessen um seinen Vater und nimmt Kontakt zu seiner Mutter Drea auf, die ihn jedoch zur Kooperation mit dem Imperium anhält. Maul ist weiterhin auf der Suche nach Devon, während es zu Spannungen zwischen den Mandalorianern kommt. Schließlich wird Lawson nach dem Verhör freigelassen und trifft in seiner Wohnung auf Rylee und die beiden untergetauchten Jedi. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt39389436/
6. Kapitel 6: Nacht der Gejagten (Chapter 6: Night Of The Hunted)
Auch in der Wohnung sind die beiden Jedi, Lawson und Rylee nicht sicher, als Marrok kurze Zeit später auftaucht und die beiden Jedi in einen kurzen Kampf verwickelt. Nachdem die Gruppe aufs Dach flüchtet, entkommen die Vier mit einem imperialen Kanonenboot und können kurz darauf auch ihre Verfolger abschütteln. Maul weist derweil seine Untergebenen weiterhin an, sich an seinen Plan zu halten und keinen Rückzieher zu machen. Marrok nimmt unterdessen die Spur von Maul auf, wird aber nicht fündig. Lawson, Rylee und die beiden Jedi versuchen wiederum von Janix zu fliehen, indem sie den Nachtclub seiner Informantin Sul aufsuchen und diese um Hilfe bitten. Als die Sturmtruppen allerdings auftauchen und den Club durchsuchen, bleiben Lawson und Daki zurück, um so Rylee und Devon die Flucht zu ermöglichen. Kurz danach erreichen die beiden einen Zug, wo sie erneut von Marrok angegriffen werden. Dieser verlangt nach dem Aufenthaltsort von Maul und droht sie zu überwältigen, im letzten Moment eilt ihr jedoch Maul zur Hilfe. Nachdem Devon die Kupplung eines Waggons durchtrennt, entkommen sie, Rylee und Maul knapp. Marrok berichtet wenig später seinem Meister Darth Vader von Maul, dessen gewachsener Stärke und Bündnis mit den Jedi. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt39389465/
7. Kapitel 7: Zur Vergessenheit bestimmt (Chapter 7: Call To Oblivion)
Auf Janix verhängt das Imperium eine Ausgangssperre, während Maul, Devon und Rylee durch den Untergrund fliehen und einige Zeit später zu Mauls Gefolgschaft stoßen. Lawson und Daki befinden sich ebenfalls auf der Flucht. Derweil trifft der Elfte Bruder, ein weiterer Inquisitor, auf Janix ein und setzt gemeinsam mit Marrok die Suche nach Maul fort. Als das Imperium schließlich fündig wird, kommt es auf einer Brücke im Untergrund zu einem erbitterten Feuergefecht zwischen Mauls Verbündeten und den Sturmtruppen, wobei erste zahlenmäßig unterlegen sind. Mehrere mandalorianische Söldner sagen sich dabei von Maul los und versuchen in dessen Schiff zu fliehen, werden allerdings von einem Kanonenboot abgeschossen. Im entstandenen Chaos wird Rylee von Sturmtruppen verschleppt und trotz Bemühen von Devon es zu verhindern, fortgebracht. Maul setzt sich währenddessen gegen die beiden Inquisitoren zur Wehr, wird jedoch kurz danach in einer Höhle in die Enge getrieben und bietet seine Kapitulation an. Als die Inquisitoren erwidern, dass Palpatine seinen Tod will, lässt Maul einen Teil der Höhle einstürzen. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt39389472/
8. Kapitel 8: Die erstickende Furcht (Die schleichende Angst) (Chapter 8: The Creeping Fear)
Knapp den beiden Inquisitoren entwischt flüchtet Maul mit einem Sprung in die Tiefe, wo er sich mit einer Reihe von Visionen und Alpträumen konfrontiert sieht. Darth Sidious entriss ihn einst seiner Familie, setzte ihn einem erbarmungslosen Training aus und ermordete ebenfalls seinen Bruder Savage Opress. Durch seinen Hass auf Sidious findet Maul schließlich zu neuer Stärke und zu seinen Verbündeten zurück. Derweil wird Rylee durch den Elften Bruder verhört, kann jedoch keinerlei Informationen preisgeben. Als Two-Boots von der Ermordung von Chief Klyce erfährt, beschließt er Rylee zu retten und eskortiert ihn nach draußen, wo Lawson bereits wartet. Nachdem Devon ein Transportmittel stiehlt, gelingt der Gruppe nach einer kurzen Verfolgungsjagd die Flucht. Sul arrangiert parallel die Flucht vom Planeten, jedoch erkennt Lawson auf dem Weg zum Schiff, dass sie vom Imperium geschnappt wurde. Kurz bevor die beiden Inquisitoren den Aufzug inspizieren, entkommt die Gruppe, während Sul die anwesenden Sturmtruppen überwältigt. Maul und seine dezimierte Gefolgschaft suchen derweil Unterschlupf in den Räumlichkeiten des getöteten Nico Deemis. Vario eröffnet Maul dabei, dass Dryden Vos von Crimson Dawn um eine Audienz bei ihm bittet. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt39389479
9. Kapitel 9: Ungewöhnliche Allianz (Chapter 9: Strange Allies)
Der per Holo-Übertragung zugeschaltete Dryden Vos bietet Maul an, persönlich seine Flucht zu sichern, im Gegenzug müsse er jedoch den derzeitigen Anführer von Crimson Dawn töten und Vos an die Spitze setzen. Nachdem Maul zustimmt und Vos Koordinaten für den Treffpunkt sendet, schlägt erster die Flucht aus der Stadt vor. Lawson äußert allerdings Skepsis und schlägt stattdessen eine Alternativroute vor. Bei einem See von giftigen Abfällen angekommen, beginnt Mauls Gefolgschaft die schrittweise Überfahrt der Flüchtlinge. Kurz darauf treffen jedoch Marrok und der Elfte Bruder ein und verwickeln Maul sowie Devon und Daki in Kämpfe, während die Sturmtruppen die Gefolgschaft unter Beschuss nehmen. Mauls Droide Spybot, Icarus und alle verbliebenen Mandalorianer bis auf einen sowie Rook lassen dabei ihr Leben. Nachdem die Flüchtlinge den Transporter zerstören und somit das Übersetzen der beiden Inquisitoren verhindern können, fliehen die Überlebenden in den Dschungel, wobei Maul zuvor vom Elften Bruder erneut am Bein verletzt wird. Rook und ihr Begleiter suchen daraufhin die Umgebung nach Gefahren ab, werden allerdings nach kurzer Zeit getötet. Als Daki eine dunkle Präsenz verspürt, tritt Darth Vader den verbliebenen Überlebenden gegenüber. - 9,5/10

https://www.imdb.com/title/tt39389486/
10. Kapitel 10: Der Dunkle Lord (Chapter 10: The Dark Lord)
Im Dschungel leisten Maul, Devon und Daki erbitterten Widerstand gegen Darth Vader und bekämpfen ihn gemeinsam, scheinen ihm aber deutlich unterlegen zu sein. Lawson, Rylee, Two-Boots und Vario versuchen derweil die imperialen Truppen, die sich an ihre Fersen geheftet haben, zu überwältigen. Die drei Machtnutzer fliehen unterdessen in einen nahegelegene Tempelruine, werden jedoch schon nach kurzer Zeit von Darth Vader sowie den beiden Inquisitoren eingeholt. Im Verlauf des Kampfes kann Daki Marrok über eine Klippe stoßen, sieht sich allerdings unmittelbar danach mit Darth Vader konfrontiert. Als Devon in Bedrängnis gerät, entscheidet sich Maul ihr zu helfen, wodurch Daki den unerbittlichen Hieben Vaders allein ausgesetzt ist und schließlich überwältigt wird. Kurz darauf muss Devon den Tod ihres Meisters durch Vaders Hand hilflos mit ansehen, woraufhin sie endgültig Gefühle der Dunklen Seite der Macht zulässt und mit Maul gegen den Elften Bruder zurückdrängt. Im Inneren der Tempelruinen wird Devon von Vader überrascht, entkommt ihm aber knapp gemeinsam mit Maul. Dryden trifft schließlich ein und rettet die Überlebenden, wobei Lawson Two-Boots aufträgt Rylee zu seiner Mutter zu bringen, während er selbst sein Leben opfert. Maul versichert Dryden nach ihrer Flucht seinen Teil der Abmachung ebenfalls zu halten. Devon erklärt Maul gegenüber schließlich, bereit zu sein. - 9,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Disney+

Sonntag, 3. Mai 2026

Star Trek: Strange New Worlds, Season 03 (2025)

https://www.imdb.com/title/tt12327578/

"Star Trek: Strange New Worlds" spielt zu der Zeit, in der Captain Christopher Pike das Ruder der U.S.S. Enterprise führte. Die Serie zeigt Fan-Lieblinge aus der zweiten Staffel von "Star Trek: Discovery": wie zum Beispiel Anson Mount als Captain Christopher Pike, Rebecca Romijn als Nummer Eins und Ethan Peck als Wissenschafts-Offizier Spock. Die Serie folgt Captain Pike und der Besatzung auf ihrem Weg durch unerforschte Welten in der Galaxie. 

https://www.imdb.com/title/tt27335023/
3.1 Hegemonie, Teil II (Hegemony, Part II)
Diese Folge ist die Fortsetzung der Folge 10 aus der 2. Staffel: Captain Christopher Pike und die Besatzung der USS Enterprise platzieren einen Peilsender auf dem Gorn-Schiff, das die Sicherheitschefin La'An Noonien-Singh, Dr. Joseph M'Benga, die Pilotin Erica Ortegas, den Xenoanthropologen Sam Kirk und viele menschliche Kolonisten gefangen genommen hat. Trotz des Befehls der Sternenflotte, im Raum der Föderation zu bleiben, erlaubt Admiral Robert April der Enterprise, dem Peilsender zu folgen. Mit Hilfe des Gorn-Transponders von Ingenieur Montgomery Scott finden sie ein unbekanntes Doppelsternsystem, in dem sich die Heimatwelt der Gorn und eine große Invasionsstreitmacht verbergen. Da die Gorn empfindlich auf stellare Aktivitäten reagieren, lösen sie einen langen Winterschlaf aus, indem sie einen künstlichen koronalen Massenauswurf erzeugen. La'An, M'Benga, Ortegas und Sam entkommen mit Transportercodes für die Kolonisten, so dass die Enterprise sie retten kann. Ortegas wird bei der Flucht schwer verwundet, und die Enterprise erleidet schwere Schäden. In der Zwischenzeit neutralisieren der vulkanische Wissenschaftsoffizier Spock und die Krankenschwester Christine Chapel die Gorn-Eier in Pikes Freundin, Captain Marie Batel, mit Hilfe des Ersten Offiziers Una Chin-Riley / Number One's augmentiertem illyrischem Blut. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt27335038/
3.2 Hochzeitsglocken-Blues (Wedding Bell Blues)
Drei Monate nach dem Gorn-Konflikt ist die Enterprise auf Sternenbasis Eins repariert worden und die Besatzung bereitet sich auf die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Föderation vor. Nach ihrem Forschungsstipendium mit dem Archäologen Dr. Roger Korby kehrt Chapel zur Enterprise zurück und bringt Korby als ihren neuen Liebespartner mit. Spock ist davon enttäuscht, da er gehofft hatte, seine Beziehung zu ihr wieder aufleben zu lassen. Spock erhält von einem unbekannten vulkanischen Barkeeper einen Drink, und am nächsten Tag wacht er in einer anderen Realität auf, in der die Besatzung seine und Chapels Hochzeit feiern wollen. Das gleiche unbekannte Wesen erscheint nun als andorianischer Hochzeitsplaner. Korby ist sich der Veränderung bewusst und konfrontiert Spock, der seine Erinnerungen zurückerlangt, nachdem er Korby geschlagen hat. Bei der Hochzeitszeremonie erlangt Chapel ihre Erinnerungen zurück, nachdem Spock ein Gedicht rezitiert hat, das Korby ihr einst vorgelesen hat. Sie konfrontieren den Hochzeitsplaner, der sich als kindliches außerdimensionales Wesen entpuppt und von seinem Vater zurechtgewiesen wird. Die Wesen verschwinden und die Realität kehrt zur Normalität zurück. Die Besatzung feiert, bis auf Ortegas, die durch ihre Erfahrung mit den Gorn emotional gezeichnet ist. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt27335045/
3.3 Shuttle nach Kenfori (Shuttle To Kenfori)
Die Gorn-DNA in Batels Körper wird reaktiviert und ihre einzige Überlebenschance ist eine seltene Chimera-Blüte auf dem Planeten Kenfori, der eine Sperrzone an der Grenze zwischen der Föderation und dem Klingonischen Reich ist. Pike und M'Benga fliegen mit einem Shuttle zu dem Planeten, während die Enterprise in der Nähe wartet. Sie finden die Blüte, die eine Gruppe von Wissenschaftlern und Klingonen in Zombies verwandelt hat. Pike ist entsetzt, als er erfährt, dass Batel, Spock und M'Benga planen, Batel mit Hilfe des Wirkstoffes der Blüte in einen Mensch-Gorn-Hybriden zu verwandeln, was er am Ende widerwillig als ihre Entscheidung akzeptiert. Als ein klingonischer Schlachtkreuzer eintrifft, beschließt Nummer Eins, sich dem Planeten langsam zu nähern, um nicht entdeckt zu werden. Ortegas missachtet den Befehl, wodurch die Klingonen auf ihre Anwesenheit aufmerksam werden und eine riskantere Annäherung erzwingen. Pike und M'Benga werden von Bytha, der Tochter des klingonischen Botschafters Dak'Rah, verfolgt, die M'Benga töten will, um die Ehre ihrer Familie wiederherzustellen. M'Benga gesteht den Mord an Dak'Rah und besiegt Bytha in einem Duell, verschont aber ihr Leben. Sie opfert sich, um M'Benga und Pike die Flucht vor den Zombies zu ermöglichen. Später rügt Nummer Eins Ortegas für ihre Ungehorsamkeit und entlässt sie für zwei Wochen aus dem Dienst. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt27335085/
3.4 Weltraumabenteuerstunde (A Space Adventure Hour)
La'An soll das „Holodeck“ (einen neuen holografischen Simulator) testen und bittet den Computer, einen Mordfall nach dem Vorbild der Kriminalgeschichten von Emelia Moon für sie zu generieren, während die Enterprise einen Neutronenstern untersucht. Der Computer erstellt ein Szenario mit der Besetzung und der Besatzung einer Science-Fiction-Serie aus den 1960er Jahren mit dem Titel "The Last Frontier" ("Die letzte Grenze"), wobei er die Abbilder von Crewmitgliedern verwendet. Als die Geschichte immer komplizierter wird, bittet La'An Spock um Hilfe. Scotty versucht im Alleingang, die große Menge an Energie, die für den Betrieb des Holodecks benötigt wird, mit den anderen Bedürfnissen des Schiffes in Einklang zu bringen, und die Enterprise entgeht so nur knapp der Beschädigung durch den kollabierenden Neutronenstern. Als La'An im Holodeck gefangen ist und die Sicherheitsprotokolle versagen, schickt Scotty eine Nachricht, in der er ihr erklärt, dass sie den Fall lösen muss, um die Simulation zu beenden. La'An, die sich in den letzten Monaten während des Tanzunterrichts mit Spock angefreundet hat, erkennt, dass der Spock, mit dem sie im Holodeck gefangen ist, selbst ein Hologramm und der Mörder ist. Die Simulation endet, und La'An empfiehlt Holodecks vorläufig nicht für den allgemeinen Gebrauch auf aktiven Schiffen zuzulassen, bis die Technologie verbessert wurde. Nummer Eins ermutigt Scotty, in Zukunft um Hilfe zu bitten. Während einer weiteren Tanzstunde küssen sich La'An und der echte Spock. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt27335167/
3.5 Durch die Linse der Zeit (Through The Lens Of Time)
Der junge medizinische Junioroffizier Dana Gamble und Ortegas' Dokumentarfilmbruder Beto schließen sich einer archäologischen Expedition auf Vadia IX (kontrolliert von den M'Kroon) an, die von Chapel und Korby geleitet wird, um ein altes Gebäude zu erforschen, von dem Korby glaubt, dass es das Geheimnis der Unsterblichkeit birgt. Als Gamble eine leuchtende Kugel aufhebt, explodiert sie und zerstört seine Augen. Er wird zurück auf die Enterprise transportiert, während der Rest des Außenteams mit Spock und La'An in dem Gebäude gefangen wurden. M'Benga gelingt es nicht Gambles Augen wiederherzustellen und Scans zeigen, dass Gamble hirntot ist, obwohl er bei Bewusstsein zu sein scheint. Das Außenteam findet heraus, dass es sich bei dem Gebäude um ein Gefängnis für extradimensionale parasitäre Wesen namens Vezda handelt. Das Team macht sich die ungewöhnlichen metaphysischen Eigenschaften des multidimensionalen Gebäudes zunutze, um zu entkommen. Batel erkennt durch ihre Gorn-DNA, dass Gamble von einem Vezda besessen ist und greift ihn an. Gamble wird vom Sicherheitspersonal festgenommen und in die Arrestzelle gebracht. Er tötet seine Wache, entkommt und nimmt Scotty, Sam Kirk und Chefingenieur Pelia als Geiseln, um zu versuchen die Kontrolle über das Schiff zu übernehmen und die anderen Vezda zu befreien. Pelia schießt mit einem Phaser auf Gamble, tötet ihn dabei und zwingt die Vezda aus ihm heraus. Scotty fängt die Vezda-Entität und sperrt sie im Transporterpuffer ein. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt27335229/
3.6 Der Sehlat, der sich in den Schwanz biss (The Sehlat Who Ate Its Tail)
Die USS Farragut wird von einer Planetenexplosion, die von einem riesigen hochentwickelten Plündererschiff ausgelöst wird, in Mitleidenschaft gezogen und ein Großteil der Besatzung wird verletzt, darunter auch Captain V'Rel. Die Enterprise trifft ein, um zu helfen. Spock, Chapel, Scotty und Uhura schließen sich dem amtierenden Captain James T. Kirk als seine vorläufige Kommandocrew an. Die Enterprise wird von dem Plündererschiff gekapert und die Farragut verfolgt dieses bis der Antrieb ausfällt, kommt dabei aber vor deren Flugbahn. Das Plündererschiff beginnt, der Enterprise Energie zu entziehen und unterbricht die Kommunikation; die Besatzung benutzt drahtgebundene Telefone aus dem 20. Jahrhundert und manuelle Kontrollen, um dies zu umgehen, während Pike und La'An die Verbindung zum Plündererschiff unterbrechen und zwei der Plünderer töten. Kirk kämpft mit dem Druck des Kommandos, aber mit Unterstützung der anderen entwickelt er einen Plan, um die Plünderer auszutricksen und deren Schiff vorübergehend außer Gefecht zu setzen. Während die Enterprise flieht, feuert die Farragut auf das Schiff der Plünderer und zerstört es und tötet dabei deren Besatzung aus ca. 7000 Individuen. Beide Crews sind schockiert, als sie entdecken, dass die Plünderer Menschen sind, Nachkommen von Wissenschaftlern aus der Mitte des 21. Jahrhunderts, die die Erde nach dem Dritten Weltkrieg mit einem Raumschiff (Registrierungsnummer XCV-100) verlassen hatten. Kirk wird von seinen Kommandoentscheidungen heimgesucht und erhält den Rat von Pike, dass man oft gar nicht so anders ist als sein Feind. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt27335310/
3.7 Was ist die Sternenflotte? (What Is Starfleet?)
Beto dreht einen Dokumentarfilm über die Sternenflotte, während die Enterprise den Nicht-Föderationsplaneten Lutani VII in seinem Krieg mit dem Nachbarplaneten Kasar unterstützt. Die Enterprise erhält den Auftrag, einen Jikaru, ein von den Lutani zu einer Waffe umgebautes Wesen, in das Kriegsgebiet zu transportieren. Beto befragt die Besatzung aggressiv und versucht, die Sternenflotte in ein negatives Licht zu stellen. Die Mission wird erschwert, als ein Schiff der Lutani-Wissenschaftler, die die Veränderungen an der Kreatur bedauern, die Jikaru angreift und ihr die Flucht von der Enterprise ermöglicht. Spock liegt im Koma, nachdem er versucht hat, mit dem Jikaru telepathisch zu kommunizieren. Uhura nimmt Kontakt mit der Kreatur auf und erfährt, dass sie leidet und seine Existenz beenden möchte. Die Enterprise kommt dem Wunsch der Jikaru nach und bringt sie zu einem Stern. Die Föderation bietet an, die Heimatwelt der Jikaru zu schützen, damit ihre Kinder nicht in ähnlicher Weise von den Lutani verändert werden. Uhura hält Beto vor Augen, dass er die Sternenflotte für seine entfremdete Beziehung zu Ortegas und die Verletzungen, die sie im Kampf gegen die Gorn erlitten hat, verantwortlich macht. Mit einer neuen Perspektive lobt Beto in seinem Dokumentarfilm schließlich die Sternenflotte und ihr Personal. - 6/10

https://www.imdb.com/title/tt27335395/
3.8 Vier und ein halber Vulkanier (Four-And-A-Half Vulcans)
Pike, Chapel, Uhura und La'An werden für eine spezielle Mission in Vulkanier verwandelt und beschließen danach, Vulkanier zu bleiben. Pike wird besessen von Effizienz und Sauberkeit; Uhura manipuliert Beto, damit er einer Gedankenverschmelzung zustimmt, um ihre Kompatibilität für eine mögliche Beziehung zu verbessern; Chapel beendet alle ihre Freundschaften und ihre Beziehung zu Korby, um sich auf die Arbeit zu konzentrieren; und La'An entwickelt romulanische Tendenzen und wird zu einem finsteren Kriegstreiber. Bei einer Besprechung, in der es um Batels Antrag geht, aus dem Krankenurlaub an ihren Arbeitsplatz in der Justizabteilung der Sternenflotte zurückzukehren, erklärt Pike Vizeadmiral Pasalk, dass ihre Rückkehr unlogisch wäre, woraufhin Batel gegenüber beiden die Beherrschung verliert. Scotty und James Kirk, der von der Farragut beurlaubt ist, freunden sich an, während sie zusammenarbeiten, um La'An aufzuhalten. Mit der Hilfe von Nummer Eins' vulkanischem Ex-Freund Doug verbindet sich Spock mit den Katras (spirituelle Essenz) der vier Besatzungsmitglieder und überredet sie, sich zurückzuverwandeln. Sie leisten Wiedergutmachung für ihre Taten. Zu Batels Überraschung bietet Pasalk ihr nach seiner bevorstehenden Pensionierung eine Beförderung zum Leiter der Justizabteilung an, da er von ihrer unverblümten Ehrlichkeit beeindruckt war. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt27335500/
3.9 Terrarium (Terrarium)
Während Ortegas ein Shuttle für eine Forschungsmission fliegt, wird sie durch ein Wurmloch gezogen und stürzt auf einem kargen Mond ab, der einen Gasriesen umkreist. Sie wird von einer gestrandeten Gorn-Pilotin vor den Gefahren des Mondes beschützt. Trotz Ortegas' anfänglichem Misstrauen freunden sich die beiden an, da sie Gemeinsamkeiten finden und zusammen überleben. Die Enterprise hat den dringenden Auftrag, Impfstoffe an eine Kolonie zu liefern, was die Zeit für die Suche nach Ortegas einschränkt. Uhura schlägt vor, mit der Enterprise in die Mitte der Wurmlochöffnung zu fliegen, um sie zu finden, und übertreibt die Erfolgsaussichten der Mission, um Pike zu überzeugen. Ortegas und die Gorn entzünden die Atmosphäre des Mondes, um der Enterprise ein Signal zu senden. Als sie herunterbeamen, um Ortegas zu retten, verwechselt La'An die Gorn mit einem Feind und tötet sie. Ein Metron (rätselhaftes gottähnliches Wesen) erscheint Ortegas und erklärt, dass sie beide zusammengebracht haben, um zu sehen, ob Frieden zwischen Menschen und Gorn möglich ist. Aufgrund von La'An's heftiger Reaktion glauben sie, dass weitere Untersuchungen notwendig sind. Der Metron löscht Ortegas' Erinnerungen an ihr Gespräch, sie erinnert sich an alles andere und trauert um die Gorn. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt27335626/
3.10 Neues Leben und neue Zivilisationen (New Life And New Civilizations)
Als Batel sich darauf vorbereitet, die Enterprise zu verlassen, um ihre neue Aufgabe anzutreten, entdeckt die Crew, dass die Vezda aus dem Transporter-Musterpuffer entkommen ist und Gambles Körper rekonstruiert hat. Korby findet Gamble an einer Tür zum Gefängnis der Vezda, und die Enterprise macht sich auf, um ihn zu retten. Dies ist jedoch eine Falle, um M'Benga herauszulocken, da er und Gamble zusammen sein müssen, um die Tür zu öffnen. Die Crew erfährt, dass die einzigartige Kombination der DNA in Batel mit der Biologie der Beholder-Statue übereinstimmt, die das Gefängnis bewacht. Um die Tür ohne M'Benga und Gamble zu öffnen, entwickelt die Crew einen Plan, gleichzeitig von der Enterprise und der Farragut aus darauf zu feuern; Spock führt eine Gedankenverschmelzung mit Kirk durch, damit die beiden ihre Aktionen perfekt synchronisieren können. Pike und Batel betreten das Gefängnis und konfrontieren Gamble, der den Beholder zerstört und die anderen Vezda befreit. Mit ihrer neu entdeckten Kraft erschafft Batel eine Illusion, in der sie und Pike ein erfülltes und glückliches Leben zusammen führen. Dann sperrt sie alle Vezda im Gefängnis ein und wird selbst zum Beholder. Pike fällt es schwer, ohne Batel weiterzumachen, als die Enterprise zu einer neuen fünfjährigen Mission aufbricht, um unbekannte Planeten zu erforschen. Als die Enterprise abfliegt, sieht Pike eine Sternschnuppe, von der Batel ihm in der Illusion gesagt hatte, dass sie ein Zeichen dafür sei, dass sie über ihn wacht. - 8/10

Quellen
Inhaltsangabe: Paramount Pictures
Poster/ArtworkParamount Pictures

Samstag, 2. Mai 2026

Books Of Blood (2020)

https://www.imdb.com/de/title/tt11242218/

"Books Of Blood" erzählt drei miteinander lose verbundene Geschichten, die sich um Tod, Trauer, Betrug und das Übernatürliche drehen. In der ersten Handlung sucht der Auftragskiller Bennett (Yul Vazquez) gemeinsam mit seinem Partner Steve (Andy McQueen) nach einem sagenumwobenen Buch, dem "Book Of Blood", und gerät dabei in eine abgelegene, unheimliche Gegend, in der übernatürliche Ereignisse die Suche immer gefährlicher machen. Die zweite Geschichte folgt Jenna (Britt Robertson), die nach einem belastenden Vorfall und einer längeren Zeit der Instabilität bei Ellie (Freda Foh Shen) und Sam (Nicholas Campbell) unterkommt. Dort entwickelt sich zunächst eine rätselhafte, fast freundliche Beziehung, bis Jenna merkt, dass im Haus etwas zutiefst Unheimliches vor sich geht. Im dritten Handlungsstrang steht die trauernde Mutter Mary (Anna Friel) im Mittelpunkt, die von dem Medium Simon (Rafi Gavron) behauptet bekommt, mit ihrem verstorbenen Sohn Miles (Etienne Kellici) Kontakt aufnehmen zu können. Was als Hoffnung beginnt, führt bald zu neuen Täuschungen, zerstörerischen Enthüllungen und einer noch tieferen Verstrickung in die Welt der Toten.

"Books Of Blood" ist ein ungleichmäßiger, aber eigentlich nie uninteressanter Horrorfilm, der drei lose verbundene Geschichten aus Clive Barkers literarischem Kosmos zu einem einzigen Film zusammensetzt. Regisseur Brannon Braga erzählt hier von Menschen, die mit Trauer, Täuschung, Schuld und übernatürlicher Gewalt in Berührung kommen, und er tut das in einer Form, die sich oft mehr wie der Beginn einer Serie als wie ein vollständig geschlossener Spielfilm anfühlt. Gerade dieser Eindruck des Unfertigen prägt den Film stark: Man spürt jederzeit die literarische Herkunft und die Ambition, Barkers dunkle Welt einzufangen, aber ebenso häufig auch die Grenzen einer Adaption, die nicht genug Raum bekommt, um ihre Ideen voll zu entfalten. 

Die erste Geschichte folgt Bennett, einem skrupellosen Auftragskiller, gespielt von Yul Vazquez, und seinem Partner Steve, dargestellt von Andy McQueen, die auf der Suche nach einem mysteriösen Buch in eine abgelegene und unheimliche Gegend geraten. Diese Episode besitzt eine starke Atmosphäre, weil sie Gewalt nicht nur als äußere Bedrohung, sondern als moralische Verirrung zeigt. Der Film schafft hier Bilder von Verfall und Anspannung, die Barkers Ruf als Autor des Grotesken und Körperlichen gerecht werden, doch zugleich bleibt der emotionale Unterbau etwas dünn, weil die Figuren mehr Funktionen als Menschen sind. Die zweite Geschichte ist dennoch die überzeugendste des gesamten Films. Britt Robertson spielt Jenna mit einer Mischung aus Verletzlichkeit und gereizter Wachsamkeit, die dem Film jene unsichere, fragile Qualität gibt, die ein guter Barker-Stoff braucht. Jenna kommt bei Ellie, gespielt von Freda Foh Shen, und Sam, dargestellt von Nicholas Campbell, unter und findet sich in einem Haus wieder, das zunehmend seine eigenen Geheimnisse offenbart. Hier trifft der Film den richtigen Ton aus psychologischer Unsicherheit und körperlichem Unbehagen; das Unheimliche sitzt nicht nur in den Wänden, sondern auch in den Beziehungen der Figuren. Er verbindet Grusel mit einer sichtbaren Idee von verdrängter Schuld und verborgener Hässlichkeit. Die dritte Geschichte mit Anna Friel als Mary und Rafi Gavron als Simon beginnt als Trauerdrama und entwickelt sich zu einer bitteren Studie über Hoffnung, Manipulation und die Lust daran, mit dem Jenseits Geschäfte zu machen. Marys Wunsch, mit ihrem verstorbenen Sohn Miles, gespielt von Etienne Kellici, in Kontakt zu treten, ist emotional nachvollziehbar, und genau deshalb trägt diese Episode zunächst mehr Gewicht als die erste. Doch je näher der Film seinem Ende kommt, desto deutlicher wird, dass er nicht ganz weiß, wie er seine Struktur schließen soll. Ebert beschrieb diesen Teil als solid, aber auch als eine Art Vorspiel für etwas Größeres - und dieses Größere bleibt der Film letztlich schuldig. 

Das zentrale Problem von "Books Of Blood" liegt nicht im Mangel an Ideen, sondern in ihrer Verteilung. Braga hat genügend Stoff für mindestens eine Serie, vielleicht sogar für eine ganze Staffel, aber als Spielfilm wirkt alles zusammengedrängt und zugleich seltsam unfertig. Die Übergänge zwischen den Geschichten besitzen zwar eine gewisse Symmetrie, doch sie erzeugen eher Struktur als echtes Echo. Man sieht, was der Film sein möchte: eine Sammlung von Körperhorror, Geisterangst und seelischer Verwundung. Was man häufiger sieht, ist ein Film, der diese Elemente nebeneinanderstellt, statt sie organisch ineinander übergehen zu lassen. Trotzdem sollte man "Books Of Blood" nicht als gescheitertes Projekt abtun. Die Besetzung ist stark, die Effekte sind handwerklich solide, und einige Bilder bleiben im Kopf haften, weil sie genau jene Mischung aus Ekel und Melancholie treffen, die Clive Barkers Werk seit jeher auszeichnet. Der Film besitzt Momente, in denen man glaubt, dass aus ihm mehr hätte werden können, wenn er weniger wie ein Probestück und mehr wie ein abgeschlossenes Werk hätte wirken dürfen. Letztlich ist "Books Of Blood" ein Film, der immer wieder gute Ansätze zeigt und gerade deshalb frustriert. Er hat die richtige literarische Herkunft, eine passende Stimmung und mehrere überzeugende Darsteller, aber er erreicht selten die Dichte, die Barkers beste Verfilmungen auszeichnet. Am Ende bleibt ein Horrorfilm, der nicht uninteressant ist, aber auch nicht vollständig befriedigt; ein Film, dessen Blut wirklich aus den Büchern kommt, dessen Herz aber nie ganz den Takt findet.

5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Hulu/Disney+

The Devil Wears Prada - Der Teufel trägt Prada (2006)

https://www.imdb.com/title/tt0458352/

Andrea Barnes (Anne Hathaway) ist das, was man ein Mädchen vom Lande nennen könnte – wohlbehütet aufgewachsen und sehr bodenständig. Um ihrem Traumjob Journalistin näher zu kommen, entschließt sie sich zu einem Umzug in die Glitzer-Metropole New York City. Andrea wird Assistentin von Miranda Priestly (Meryl Streep), der Herausgeberin des Mode-Magazins Runway. Denn die junge Frau weiß: Wer es ein Jahr bei Miranda aushält, soll sich seine zukünftige Anstellung in der Welt des Journalismus quasi selbst aussuchen können. Entsprechend engagiert geht sie ihren ersten Arbeitstag an. Doch die Bruchlandung auf dem Boden der Realität erfolgt gleichermaßen schnell wie hart. Ihre tyrannische Neu-Chefin jagt sie von einer Schikane in die nächste und ihre herrische Arbeitskollegin Emily (Emily Blunt) ist ihr auch nicht gerade eine große Hilfe. So etwas wie einen Freund findet sie allenfalls in Mirandas rechter Hand Nigel (Stanley Tucci). Doch der hat wahrscheinlich einfach nur Mitleid mit dem naiven Mädchen, das einfach nicht so recht ins Mode-Geschäft passen möchte. Am Tiefpunkt angelangt kommt Andy zu einer Erkenntnis: Da sie die Mode-Welt nicht ändern kann, muss sie sich ihr anpassen…

"Der Teufel trägt Prada" ist einer jener seltenen Filme, die wie leichte Unterhaltung wirken und dabei sehr genau wissen, wie Macht funktioniert. David Frankels Film nimmt sich die Welt der Hochglanzmagazine nicht nur als dekorative Kulisse vor, sondern als streng organisiertes Revier, in dem jede Geste, jedes Kleidungsstück und jede Verzögerung eine soziale Bedeutung hat. Was wie eine Komödie über Mode beginnt, entwickelt sich zu einer präzisen Studie über Anpassung, Ehrgeiz und den Preis, den man zahlt, wenn man lernen will, in einer Welt zu bestehen, die auf dem ersten Blick albern, auf den zweiten aber brutal ist. Anne Hathaway spielt Andy (Andrea) als eine Frau, die anfangs sichtbar außerhalb dieser Welt steht. Ihre Kleidung ist "von der Stange", ihr Auftreten defensiv, ihr Verhältnis zu Mode beinahe demonstrativ distanziert. Gerade deshalb funktioniert ihre Entwicklung so gut: Der Film erzählt nicht nur, wie Andy sich äußerlich verändert, sondern wie sie allmählich lernt, ein System zu verstehen, das sie zuerst verachtet hat. Das ist keine platte Verwandlung in eine bessere, schickere Version ihrer selbst, sondern ein moralisch ambivalenter Prozess, in dem Erfolg und Selbstverlust immer enger nebeneinanderliegen. 

Meryl Streep hingegen ist der Film. Ihre Miranda Priestly lebt nicht von Lautstärke, sondern von Präzision. Sie hebt selten die Stimme, weil sie es nicht nötig hat; ihre Macht liegt darin, dass andere schon vor ihrem Zorn erschrecken. Die ist eine herrliche Mischung aus Anna Wintour, Graydon Carter und einer Domina, und das trifft auch den Ton des Films ziemlich gut: Miranda ist eine Figur, die aus absoluter stilistischer Kontrolle und emotionaler Unnahbarkeit besteht. Streep spielt sie mit einer eisigen Eleganz, die nie leer wirkt. Hinter jeder harschen Anweisung steht eine Ordnungsvorstellung, hinter jedem Blick eine Hierarchie. Was den Film so bemerkenswert macht, ist sein Sinn für Komik ohne Verharmlosung. Die Dialoge sind scharf, oft sehr lustig, aber nie so lustig, dass sie die Härte des Arbeitsalltags entschärfen. Emily Blunt als erste Assistentin Emily und Stanley Tucci als Nigel geben dem Film zusätzliche Schichten: Blunt zeigt die Art von erschöpfter Loyalität, die nur in einem System entsteht, das seine Angestellten gleichzeitig erniedrigt und formt, während Tucci mit feiner Ironie den geschmackssicheren Überlebenden spielt, der die Regeln verstanden hat, auch wenn er sie nicht liebt. 

Der Film ist auch deshalb so wirksam, weil er seinen Schauplatz ernst nimmt. Die Zeitschrift "Runway" ist nicht bloß ein Magazin, sondern eine Maschine, die Schönheit in Macht übersetzt. Wer hier arbeitet, wird nicht nur nach Talent beurteilt, sondern nach Kleidung, Tempo, Opferbereitschaft und der Fähigkeit, private Bedürfnisse auszuschalten. Der Film zeigt, wie berufliche Exzellenz in einem solchen Umfeld mit Selbstverleugnung verwechselt werden kann. Andy beginnt, die Regeln zu lernen, und genau da wird der Film interessanter als ein bloßes "Karriere gegen Privatleben"-Drama: Er fragt, wie viel von einem Menschen übrig bleibt, wenn er sich so gut anpasst, dass er sich selbst kaum noch erkennt. Das Drehbuch konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Andy und Miranda und findet darin eine stärkere dramatische Linie, als sie in einer rein satirischen Haltung möglich wäre. Der Film lässt die Modewelt nicht einfach lächerlich erscheinen, sondern zeigt, warum sie Menschen anzieht: wegen ihrer Ordnung, ihrer Geschwindigkeit, ihrer Disziplin, ihres Versprechens von Zugehörigkeit. Gerade dadurch wird die Kritik am System wirksamer, weil sie nicht von außen kommt, sondern aus dem Inneren eines Begehrens, das der Film sehr ernst nimmt.

Dass "Der Teufel trägt Prada" bis heute so gut funktioniert, liegt an eben dieser Balance. Der Film ist witzig, aber nicht frivol; elegant, aber nicht hohl; kritisch, aber nicht zynisch. Er weiß, dass das Publikum sich an Mode erfreuen darf, selbst wenn es die Welt dahinter für absurd hält. Und er weiß auch, dass ein guter Arbeitsplatzfilm immer eine Frage nach Würde ist: Wer kontrolliert die Zeit, wer besitzt den Raum, wer trägt die Last, und wer darf am Ende das eigene Gesicht im Spiegel wiedererkennen? Es ist ein Film über die Art von Macht, die so gewöhnlich wird, dass man sie erst dann bemerkt, wenn man bereits in ihr lebt. "Der Teufel trägt Prada" ist klug gebaut, glänzend gespielt und genau genug beobachtet, um weit mehr zu sein als eine elegante Komödie über Haute Couture. Er ist ein Film über Identität unter Druck, über berufliche Verführung und über die schwierige Kunst, nicht nur erfolgreich zu sein, sondern dabei noch man selbst zu bleiben.

7,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Fox 2000 Pictures/Dune Entertainment/Wendy Finerman Productions

Mittwoch, 29. April 2026

Assault On Precinct 13 - Assault: Anschlag bei Nacht (1976)


Das Los Angeles der 1970 Jahre wird von Bandenkriminalität geplagt. Im Polizeirevier Nummer 13 schiebt nur noch eine Rumpfmannschaft Dienst - dazu gehören Julie (Nancy Loomis) und Leigh (Laurie Zimmer) sowie der Polizist Ethan Bishop (Austin Stoker). Da ein Gefangenentransport aufgrund der Erkrankung eines Häftlings das Revier anfährt, stoßen unter anderem noch der Kriminelle Napoleon Wilson (Darwin Joston) sowie der Aufseher des Transportes Starker (Charles Cyphers) hinzu. Plötzlich taucht ein völlig verstörter Mann in dem Revier auf, der von einer Jugendbande verfolgt wird. Der Mann hat mit einer Waffe den Tod seiner Tochter gerächt, den die Bandenmitglieder auf dem Gewissen haben. Deswegen wollen sie ihn mit aller Macht töten. Jetzt müssen die unzureichend ausgerüsteten Menschen im Polizeirevier das Gebäude gegen die erbarmungslosen Angreifer verteidigen...

"Assault: Anschlag bei Nacht" ist einer jener seltenen Filme, die mit minimalen Mitteln das Maximum herausholen. John Carpenter erzählt die Belagerung einer fast aufgegebenen Polizeistation in Los Angeles so nüchtern und präzise, dass der Film weniger wie ein Genre-Stück als wie eine trockene, gnadenlose Demonstration filmischer Logik wirkt. Was hier beginnt wie ein Kriminalfilm über einen Straßenkrieg, wächst rasch zu einem Überlebensdrama heran, in dem die Institutionen der Ordnung nur noch Kulisse sind und Menschen auf beiden Seiten des Gesetzes gezwungen werden, sich auf das Elementarste zu besinnen: Warten, Misstrauen, Verteidigung. Der Plot ist schlicht, aber Carpenter versteht, dass eine gute Belagerungsgeschichte nicht von Komplexität lebt, sondern von Disziplin. Ein Gang-Krieg eskaliert, die Telefonleitungen werden gekappt, die Station wird von der Außenwelt abgeschnitten, und plötzlich befinden sich Lieutenant Bishop (Austin Stoker), zwei Sekretärinnen (Nancy Loomis und Laurie Zimmer), ein Gefangener (Darwin Joston) und einige Polizisten in einem Raum, der immer enger zu werden scheint, obwohl er räumlich unverändert bleibt. Gerade diese Umkehrung - eine Polizeiwache mitten in der Stadt, die sich wie ein isolierter Außenposten anfühlt - ist eine der großen Leistungen des Films.

Austin Stoker spielt Lieutenant Bishop nicht als klassischen Actionhelden, sondern als einen Mann, der erst einmal lernen muss, in einer Situation zu bestehen, die niemand vorbereitet hat. Seine Ruhe ist kein Zeichen von Überlegenheit, sondern eine Form von Selbstdisziplin, die dem Chaos der Nacht entgegensteht. Ihm gegenüber steht eine Welt, die immer weniger menschlich wirkt: die Gangmitglieder draußen, anonym und unnachgiebig, und die Gewalt, die nicht aus dem Nichts kommt, sondern wie eine Naturkraft auf die Station zuschwappt. Carpenter zeigt diese Angreifer nicht als differenzierte Psychologie, sondern als kollektive Bedrohung - eine Entscheidung, die den Film hart, einseitig und bis heute diskutierbar macht, aber seine Wirksamkeit als Belagerungsfilm nicht schmälert. Was den Film besonders macht, ist sein Umgang mit Spannung. Carpenter zieht die Situation nicht einfach nur in die Länge, sondern staffelt sie in Wellen: kleine Vorzeichen, abrupte Gewaltausbrüche, Momente der Ruhe, dann wieder Eskalation. Selbst ein scheinbar banaler Moment - ein Eiswagen, ein Kind, eine Straße im Halbdunkel - wird zur Vorahnung von Schrecken, weil der Film gelernt hat, dass das Publikum nicht mehr weiß, wann Sicherheit noch Sicherheit bedeutet.

Carpenter inszeniert das mit einer Kühle, die sich nie in Distanz verwandelt.  Sein Stil ist geradlinig, funktional, ohne dekorativen Überschuss - genau das, was dem Film seine Wucht gibt. Die Kamera erzählt, statt sich selbst zu präsentieren; der Raum wird so lange abgeklopft, bis jede Tür, jede Ecke und jedes Fenster als potenzielle Todeszone lesbar wird. Dazu kommt Carpenters eigener Score, dieser pulsstarke, unerbittliche elektronische Rhythmus, der das Geschehen nicht kommentiert, sondern antreibt. Was den Film heute noch so wirkungsvoll macht, ist seine Doppelbewegung: Er ist gleichzeitig seriös und pulpig. Er nimmt seine Geschichte ernst, ohne sie zu schwer zu machen, und er nimmt das Publikum ernst, ohne ihm etwas vorzulügen. Es gibt hier kein sentimentales Sicherheitsnetz, keine raffinierte Ironie, die den Schmerz entschärft. Stattdessen gibt es eine klar gebaute Nacht, in der sich Menschen gegenseitig retten müssen, obwohl die Welt draußen längst beschlossen hat, dass sie alle sterben könnten. Dass "Assault: Anschlag bei Nacht" mit kleinem Budget gedreht wurde, sieht man ihm nicht als Einschränkung an, sondern als Konzentration. Carpenter wusste früh, dass Armut im Kino nicht automatisch Mangel bedeutet, wenn sie zu einer schärferen Form zwingt. Vielleicht ist genau das der Grund, warum der Film so frisch geblieben ist: Er gibt nicht vor, größer zu sein als er ist. Er ist ein präzise gefertigtes Belagerungsstück, ein urbaner Western, ein Nachtstück voller Zorn und Professionalität. Am Ende steht ein Film, der die Grundidee des Genres auf ihren einfachsten Nenner bringt: Menschen in einem Raum, Gefahr von außen, Vertrauen von innen als letzte Währung. "Assault: Anschlag bei Nacht" ist in diesem Sinn einer der reinsten und härtesten Filme seines Jahrzehnts. Er ist brutal, sparsam, nervenstark und von einer Klarheit, die man im Genre-Kino nur selten so kompromisslos findet.

8/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: The CKK Corporation/Capelight

Montag, 27. April 2026

Apex (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt16431404/

In der abgelegenen Wildnis Australiens sucht die trauernde Sasha (Charlize Theron) die Konfrontation mit ihren eigenen Grenzen. Was zunächst als existenzielle Erfahrung beginnt, schlägt unerwartet in eine lebensgefährliche Situation um. Im Verlauf der Ereignisse gerät sie in ein gefährliches Kräftemessen mit einem skrupellosen Jäger. Aus dem Versuch, Halt zu finden, entwickelt sich ein tödliches Duell, bei dem Überleben und Entschlossenheit auf die Probe gestellt werden...

Mit "Apex" liefert Regisseur Baltasar Kormákur nach "Beast" an einem weiteren Survival-Thriller und liefert dabei eine anfänglich altbekannte Story, bei der er sich grundlegend auf eine jener Situationen stützt, in denen der Zuschauer sofort versteht, was auf dem Spiel steht: eine Frau allein in der Wildnis, ein Jäger auf ihrer Spur, und eine Landschaft, die zugleich Zuflucht und Falle ist. Kormákur verlegt seine Geschichte nach Australien und lässt Charlize Theron als trauernde, erfahrene Überlebenskämpferin in einer Umgebung spielen, in der jede Bewegung, jeder Atemzug und jede falsche Entscheidung tödlich sein kann. Taron Egerton übernimmt die Rolle des Verfolgers, Eric Bana ergänzt die Besetzung und gerade diese Konstellation gibt "Apex" seinen Reiz: Kormákur ist ein Regisseur, der Landschaften gern als aktive Kräfte begreift, nicht bloß als Hintergrund, und in den Vorabinformationen ist genau das die entscheidende Idee des Films. Die australische Wildnis ist hier kein Postkartenmotiv, sondern ein moralisch und physisch feindlicher Raum, dessen Weite die Einsamkeit der Figur sichtbar macht. Doch das ist nicht alles, denn der Jäger hat noch eine Überraschung im Gepäck.

Charlize Theron trägt die Hauptrolle als Frau, die mit Verlust, Erschöpfung und reiner Instinktkraft gegen ihre Verfolger bestehen muss. Dass sie eine solche Rolle glaubwürdig verkörpern kann, ist keine Überraschung, aber es bleibt der entscheidende Grund, warum "Apex" überhaupt funktionieren kann: Sie bringt die Mischung aus Härte und innerer Verletzlichkeit mit, die ein Survival-Film braucht, um mehr zu sein als ein bloßer Verfolgungsmechanismus. Therons Figur wird nicht nur zur Gejagten, sondern zur Trägerin einer physischen wie psychischen Prüfung, in der Ausdauer, Intelligenz und Selbstbehauptung ineinander übergehen. Besonders interessant ist, dass der Film nicht nur auf Tempo setzt, sondern auf psychologische Spannung. Der Jäger soll nicht bloß töten, sondern seine Beute brechen, sie ermüden, verwirren und in einen Zustand versetzen, in dem Überleben schon ein Sieg ist. Das verschiebt den Film weg vom reinen Actionkino und hin zu einem nervösen Machtspiel, in dem jede Szene von der Frage bestimmt wird, wie lange die Gejagte der mentalen Überlegenheit ihres Gegners standhalten kann.

Die Inszenierung verwandelt die Wildnis in ein System aus Hindernissen, Orientierungslosigkeit und Zufällen, die die körperliche Belastung der Figur sichtbar macht. Der Film lebt dann nicht nur davon, dass jemand verfolgt wird, sondern davon, dass die Welt selbst gegen diese Person arbeitet. Damit ist "Apex" vor allem ein unterhaltsamer Survival-Thriller mit starker Besetzung und einem klassisch klaren, aber wirksamen Grundkonflikt. Charlize Theron gegen Taron Egerton in der australischen Wildnis: Das ist keine komplizierte Formel, aber eine, die eine gewisse Spannung liefert, und manchmal genügt genau das: eine starke Hauptfigur, ein erbarmungsloser Verfolger und eine Landschaft, die keinen Fehler verzeiht. Ist okay.

6/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Netflix