Mittwoch, 4. Februar 2026

Fallout, Season 02 (2026)

https://www.imdb.com/title/tt12637874/

Lucy (Ella Purnell) und der Ghul (Walton Goggins) verfolgen ihren Vater Hank (Kyle MacLachlan) nach New Vegas, um die Wahrheit über Vault-Tec und seine Rolle im Krieg zu erfahren; parallel dazu kämpft Maximus mit der brutalen Stählernen Bruderschaft, während der skrupellose Tech-Milliardär Mr. House und weitere Vault-Bewohner in den Fokus rücken, um die komplexen Machenschaften der Nachkriegswelt zu enthüllen. Die Handlung erkundet tiefere Geheimnisse der Vaults, führt neue Fraktionen und bekannte Kreaturen wie Todeskrallen ein und vertieft die moralischen Abgründe des Ödlands...

https://www.imdb.com/de/title/tt32158505/
2.1 Der Innovator (The Innovator)
Im Jahr 2077 wird eine Gruppe von Barbesuchern getötet, nachdem sie einen mysteriösen Mann konfrontiert haben, der Robert House, den CEO von RobCo Industries, verteidigt. Im Jahr 2296 töten Lucy MacLean und The Ghoul eine Gruppe von Great Khans in Novac, außerhalb von New Vegas. Sie folgen der Spur, die Lucys Vater Hank hinterlassen hat, die sie zu Vault 24 führt, der verlassen ist. Währenddessen betritt Hank eine leere Vault-Tec-Einrichtung und nimmt seine Arbeit für das Unternehmen allein wieder auf. In Vault 31 öffnet Norm die Kryogenkapseln aller Vault-Tec Junior-Führungskräfte. In Vault 32 kämpft die neue Aufseherin Steph mit den kleinen zu großen Problemen, die sie nun bewältigen muss. In Vault 33 ermutigt die Aufseherin Betty Reg, einen neuen Club zu gründen, während sie den Wasserchip des Tresors repariert. In einer Rückblende versucht Cooper Howard mit seiner Tochter Janey zu fliehen, nachdem er von Vault-Tecs wahren Absichten erfahren hat. Aber die Nuklearwissenschaftlerin Kate Williams überredet Cooper, zu bleiben und seine Frau Barb weiterhin auszuspionieren, während sie nach Las Vegas geht, um sich mit Mr. House zu treffen. - 8/10

https://www.imdb.com/de/title/tt35270590/
2.2 Die Goldene Regel (The Golden Rule)
Im Jahr 2283 schmuggelt ein Karawanenhändler mit einem von Hank kontrollierten Chip eine Atombombe nach Shady Sands und zerstört die Stadt. Der junge Maximus überlebt. 2296 eilen Lucy und der widerwillige Ghul einer Frau zu Hilfe, die von einem Radskorpion angegriffen wurde. Der Ghul wird ebenfalls verletzt, doch Lucy entscheidet sich aufgrund seiner Grausamkeit für die Frau und gegen ihn. Die Frau führt Lucy später in die Hände der Legion. Wiedererwachte Vault-Tec-Manager fliehen unter Norms Führung aus Vault 31, angeblich wegen eines Tests von Bud Askins, und erreichen die Oberfläche. Hank setzt seine Chip-Tests fort, zunächst an Mäusen, dann an einem wiedererwachten Vault-Tec-Kunden, dessen Kopf er explodieren lässt. Ritter Maximus und sein Orden der Stählernen Bruderschaft beziehen Area 51 als neue Basis. Ältester Quintus überzeugt die Ältesten anderer lokaler Kapitel, mit Hilfe der erbeuteten Kaltfusionstechnologie einen Bürgerkrieg gegen das stärkere Commonwealth-Kapitel zu führen, doch dann trifft unangekündigt ein Gesandter des Commonwealth-Kapitels, Xander Harkness, ein. - 8/10

https://www.imdb.com/de/title/tt36732536/
2.3 Die Verderbte (The Profligate)
Im Jahr 2077 konfrontiert ein Anhänger von Robert House Cooper bei einer Veteranenveranstaltung mit Fragen zu dessen Loyalität und deutet an, dass sie sich wiedersehen werden. 2296 wird Lucy von Caesars Legion gefangen genommen und gekreuzigt. Nach Caesars Tod hat sich die Legion in zwei rivalisierende Fraktionen gespalten, die um die Vorherrschaft ringen. Der Ghul erholt sich von seinen Verletzungen und sucht Hilfe, um Lucy zu retten. Er besucht ein verlassenes Lager der Neuen Kalifornischen Republik (NCR) und trifft dort Victor, einen RobCo-Securitron, wieder. Dieser führt ihn zum letzten NCR-Stützpunkt in der Mojave-Wüste. Als die NCR die Hilfe verweigert, verhandelt der Ghul direkt mit der Legion und tauscht den Standort der NCR gegen Lucys Freiheit ein. Gleichzeitig sabotiert er heimlich das Lager und entfacht so den Konflikt zwischen den rivalisierenden Legion-Fraktionen neu. Unterdessen zerbricht die Allianz innerhalb der Bruderschaft nach der Ankunft von Harkness. Obwohl Quintus Maximus dafür beschämt, dass er angeboten hat, Harkness zu töten und damit möglicherweise einen Krieg auszulösen, tötet Maximus Harkness später trotzdem, um zu verhindern, dass dieser von Thaddeus angeführte Ghulkinder ermordet. - 8/10

https://www.imdb.com/de/title/tt36758868/
2.4 Der Dämon im Schnee (The Demon In The Snow)
Während des Chinesisch-Amerikanischen Krieges gerät Cooper in Alaska in einen Hinterhalt chinesischer Soldaten, überlebt aber, als eine Todeskralle die Soldaten tötet. Im Jahr 2296 hegt Norm Misstrauen gegenüber einem Vault-Tec-Manager, der mehr zu wissen scheint, als er zugibt. In Vault 33 verursacht ein defekter Wasserchip schwere Engpässe, woraufhin Betty Steph um Rat fragt. Sie entdecken, dass Vault 31 leer ist und das Experiment damit praktisch beendet ist. Steph verweigert jedoch ihre Hilfe, solange sie keine in Vault 33 gelagerte Kiste erhält. Woody belauscht das Gespräch und berichtet davon, während Chet später erfährt, dass Steph einen kanadischen Ausweis aus der Vorkriegszeit besitzt. Unterdessen kehrt Maximus mit Thaddeus, der als Harkness verkleidet in einer Powerrüstung steckt, in die Area 51 zurück. Um einen Bürgerkrieg zu verhindern, versucht Maximus, Quintus zu töten. Doch Chaos bricht aus, nachdem Dane das Relikt der Kalten Fusion stiehlt, woraufhin Maximus und Thaddeus damit fliehen müssen. Lucy erholt sich in einem Lager der NCR, wird aber drogenabhängig. Später schließt sie sich dem Ghul an, um den verlassenen New Vegas Strip zu betreten, wo sie auf eine Todeskralle treffen. - 8/10


https://www.imdb.com/de/title/tt36758869/
2.5 Der Zänker (The Wrangler)
Im Jahr 2077 beauftragt Kate Williams Cooper, Robert House zu töten und ihr Relikt der Kalten Fusion zu bergen. Cooper willigt jedoch nur in Letzteres ein. Barb, Cooper und ein jüngerer Hank McLean begeben sich zum Lucky 38 in Las Vegas, wo Cooper dem echten Robert House begegnet, der nach außen hin einen Schauspieler benutzt, um anonym zu bleiben. Cooper erfährt, dass House das Relikt nutzen will, um unbegrenzt zu leben, nachdem er berechnet hat, dass ein Atomkrieg unausweichlich ist - verursacht weder von ihm noch von Vault-Tec, sondern von einer anderen mysteriösen Macht. Im Jahr 2296 erreichen Norm und die Führungskräfte von Vault-Tec die Ruinen des ehemaligen Firmenhauptsitzes. Norm entdeckt Informationen über das "Forcierte Evolutionäre Virus" (FEV), wird aber von Ronnie ohnmächtig gewürgt und gefesselt, nachdem er erfahren hat, dass Norm ihn angelogen hat. Lucy und Cooper entkommen mehreren Todeskrallen auf dem New Vegas Strip und checken in Freeside in ein Hotel ein. Hank entführt unterdessen einen Quacksalber aus Neukalifornien, dem er erfolgreich einen Kontrollchip einpflanzt. Mit dessen Hilfe soll er Cooper eine Nachricht überbringen: Lucy soll zurück nach Vault 33 gebracht werden, im Austausch für die Sicherheit von Coopers Familie. Cooper gibt zu, Lucy nur mitgebracht zu haben, um mit Hank zu verhandeln. Nachdem er ein Betäubungsgeschoss auf sie abfeuert, schlägt Lucy ihn aus dem Fenster, wo er von einem Pfahl aufgespießt wird und feststeckt. Kurz darauf trifft ihr Vater Hank ein und begrüßt sie, als sie das Bewusstsein verliert. - 9/10

 

https://www.imdb.com/de/title/tt36116508/
2.6 Der andere Spieler The Other Player
In einer Rückblende sieht man Barb, die mit Vault-Tec-Mitarbeitern die Details durchgeht, bekommt am Ende dann aber Gewissensbisse. Cooper stellt sie wegen ihres Vorhabens im Hotel schließlich zur Rede. Der aufgespießte Cooper kann sich nicht aus eigener Kraft befreien. Derweil sieht Lucy im Vault-Tec-Firmenhauptsitz die freundlichen umgepolten Mitarbeiter bei der Arbeit. Dort legt sie ihrem Vater Handschellen an und will ihn vor ihrem Vault-Gericht stellen, für die Auslöschung von Shady Sands und anderer Vergehen. Dieser lässt sich widerstandslos festnehmen und klärt sie von seinem scheinbar friedlichen Vorhaben auf. Maximus und Thaddeus müssen die Powerrüstung aufgeben und machen sich mit der Kalten-Fusions-Diode auf. Cooper wird nachts von einem Supermutanten vom Pfahl befreit und in sein Versteck gebracht. Reg gerät mit Aufseherin Betty aneinander, da seine beliebte "Inzest-Selbthilfegruppe" zu viele Ressourcen bei Versammlungen verbraucht und zieht die Bewohner auf seine Seite. Währenddessen wird Woody vermisst und Chet erfährt nur beiläufig darüber, dass Steph und er am morgigen Tag heiraten werden. Der Supermutant heilt Cooper mit Uranium und will ihn auf seine Seite gegen die Enklave ziehen, da auch er ein ausgestoßener Mutant ist und sie alles in Gang gesetzt hat. Da er sich ihnen nicht anschließen will, wird er von ihm bewusstlos geschlagen und weggetragen, damit er das Versteck nicht verraten kann. In einer Rückblende streiten Cooper und Barb darüber, dass Vault-Tec einen Atomkrieg auslösen will. Barb beauftragt eine Mitarbeiterin herauszufinden, wie die Diode funktioniert und wo sie ist. Direkt darauf wird sie von Dr. Siggi Wilzig ermahnt und droht bei Ungehorsam ihr und ihrer Familie mit dem Tod. Sie wäre leicht zu ersetzen. Auch ihm würde dieses Schicksal erleiden, wenn er ihr die Botschaft nicht überbringt. Sie säßen im selben Boot und keiner kann es aufhalten. Er sagt ihr, sie müsse den Verantwortlichen klarmachen, dass sich der Erfolg nur garantieren lässt, indem sie die Bombe selbst zünden. Sie klärt Cooper darüber auf, auch dass sie nicht weiß wer Vault-Tec wirklich kontrolliert. Cooper beschließt etwas zu unternehmen, macht Hank betrunken und betäubt ihn. In seinem Koffer finden sie ein Extraktionsgerät, mit dem Barb die versteckte Diode aus Hanks Kopf entnimmt. Dogmeat führt Maximus und Thaddeus zum verletzten Cooper. - 8/10


https://www.imdb.com/de/title/tt36758870/
2.7 Die Übergabe (The Handoff)
In einer Rückblende sieht man, dass die Aufseherin Steph von Vault 32 eigentlich aus dem kanadischen Widerstand kommt und sich illegal in die USA absetzte, um dort zu überleben. Lucy will die Gehirnimplantat-Machenschaften ihres Vaters stoppen, wird aber von ihm manipuliert, da sie nun sieht, wie freundlich die ursprünglich wilden und aggressiven Ödlandbewohner dadurch werden. Cooper führt Maximus und Thaddeus in ein altes Waffenlager der RNK und will im Austausch für deren Bewaffnung und einer Powerrüstung, damit sie Lucy retten können, die Kalte-Fusions-Diode von Maximus, der einwilligt. Um Lucy im stark gesicherten Vault zu erreichen, in dem auch Coopers Familie in Stase liegt, müssen sie die Todeskrallen in einem Stadtteil von New Vegas töten, um ins Casino Lucky 38 zu gelangen. In einer weiteren Rückblende sieht man wie Cooper mit Stephs Hilfe, die mittlerweile als Zimmermädchen in Las Vegas arbeitet, den ohnmächtigen Hank für ein sattes Trinkgeld verschwinden lässt. Steph fragt Cooper, wie man sich in einen Vault einkauft oder zumindest bei Vault-Tec arbeiten kann und dieser verweist sie auf Hank. Darauf trifft sich Cooper mit der Kongressabgeordneten Diane Welch, dessen Kaution er stellte und die die Kalte Fusion allen Bürgern als freie Energie zur Verfügung stellen will, anstatt sie für böse Zwecke zu missbrauchen. Sie beschließen ein Treffen mit dem US-Präsidenten in Las Vegas zu vereinbaren, um ihm die Diode zu übergeben. Norm wird derweil immer noch von Ronnie festgehalten. Chet findet im Müllzerkleinerer Woodys Brille, den Steph heimlich verschwinden ließ. Im Austausch für die Hälfte des Wassers aus Vault 32 bringt Aufseherin Betty aus Vault 33 Steph die geforderte Kiste mit Hanks Habseligkeiten. Cooper dringt ins Lucky 38 ein, während ihn Maximus in RNK-Powerrüstung vor den Todeskrallen rettet. Lucy fängt sich wieder, setzt ihren Vater fest und nimmt sich vor, den Hauptcomputer zu zerstören, damit die Implantate nicht mehr verwendet werden können. Während der Hochzeitszeremonie nutzt Chet die Gelegenheit, vor so vielen Zeugen darüber auszupacken, dass Steph Woody beseitigte, in Wirklichkeit eine Kanadierin von vor 200 Jahren ist und zeigt zum Beweis ihren aufgefundenen Ausweis. Sie flieht vor der aufgebrachten Menge in die Aufseher-Zentrale und schließt sich ein. Cooper reaktiviert im Lucky 38 mit der Diode den computerisierten Mr. House. Als Lucy im Zentralcomputer-Raum ankommt, sieht sie zu ihrem Erstaunen den mit Computern verbundenen Kopf von Diane Welch, mit der Cooper damals Kontakt hatte. In einer Rückblende sieht man, dass Cooper im Beisein von Welch dem US-Präsident in seiner Limousine die Diode übergibt, der meint, er würde das Richtige tun. - 8,5/10

https://www.imdb.com/de/title/tt36758871/
2.8 Der Strip (The Strip)
2077 verloben sich Hank und Steph in Las Vegas. Cooper wird verhaftet und nimmt die Schuld für Barb auf sich, nachdem er dem Präsidenten, der insgeheim der Enklave angehört, das Relikt übergeben hat. 2296 endet die Spaltung der Legion, als Lacerta Legat sich zum neuen Cäsar erklärt und New Vegas erobern will. Norm und Claudia sind die einzigen Überlebenden eines Angriffs von Radkakerlaken im Vault-Tec-Hauptquartier. In Vault 32 öffnet Steph Hanks Box und aktiviert einen Pip-Boy, um die Enklave zu kontaktieren und Phase 2 einzuleiten. Währenddessen greifen Kämpfe zwischen Maximus und den Todeskrallen auf Freeside über, wo er von einem NCR-Bataillon gerettet wird. Der Ghul dringt mit Hilfe von House in die Vault-Tec-Anlage ein. Lucy erlöst Welsh von ihrem Leid, und Hank nimmt sie gefangen, um sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen, wird aber vom Ghul befreit. Lucy implantiert Hank den Kontrollchip, woraufhin dieser enthüllt, für die Enklave gearbeitet zu haben, bevor er seinen Chip selbst aktiviert und so sein Gedächtnis löscht. Der Ghul findet die Kryokapseln seiner Frau und Tochter leer vor, entdeckt aber auf einer Postkarte aus Colorado einen Hinweis auf ihren Verbleib. Maximus und Lucy treffen sich wieder, als sie gemeinsam vom Lucky 38 aus den Einmarsch der Legion in New Vegas beobachten. In einer Szene nach dem Abspann besorgt Dane Quintus die Baupläne für Liberty Prime, um die Bruderschaftszellen s zu vernichten. - 8,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe
: amazon Video
Poster/Artwork: amazon Video

Star Wars: The Bad Batch, Season 03 (2024)

https://www.imdb.com/title/tt12708542/

Inhaltlich dreht sich die Serie rund um die (experimentelle) Kloneinheit 99, eine Elite-Einheit von genetisch manipulierten Klonkriegern. The Bad Batch handelt von der Einheit, bestehend aus den Soldaten Sergeant Hunter, Wrecker, Tech, Crosshair und Echo, und deren Missionen nach der Machtübernahme des Galaktischen Imperiums unter Imperator Palpatine. Die Handlung erzählt von den Geschichten der Schaden-Charge (eng. Bad Batch), welche im Star-Wars-Kanon das erste Mal in der siebten Staffel der Serie "Star Wars: The Clone Wars" ihren Auftritt feierten. Generell spielen die Ereignisse zwischen  "Star Wars: The Clone Wars" und Star Wars Rebels, genauer gesagt kurz nach der Ausführung der Order 66, zu Beginn der ersten Episode also teilweise zeitgleich zu "Star Wars: Episode III: Die Rache der Sith". 

https://www.imdb.com/title/tt27485161/
3.1 Gefangen (Confined)
Omega, die nach der Gefangennahme durch das Imperium, wieder unfreiwillig Teil der Klonabteilung von Mount Tantiss auf Wayland wird, lebt dort einen tristen Alltag, wo sie die Nächte eingesperrt in einer Zelle verbringen muss. An der Seite ihrer Klonschwester Karr muss sie Blutproben der verbliebenen Klone entnehmen und Nala Se überantworten. Bei dieser geheimen Forschung, dessen Ziel zunächst unklar ist, wird auch Omega Blut abgenommen, welches Se jedoch jeden Tag heimlich vernichtet. Der inhaftierte Crosshair rät Omega bei ihren Begegnungen in der Anlage stets, um keinen Preis zu versuchen, diesen Ort zu verlassen. Als Omega sich mit dem Lurca-Hund Batcher anfreundet, deren Spezies vom Imperium für Sicherheitszwecke missbraucht werden, befreit sie das Tier, als Omega erfährt, dass Batcher eingeschläfert werden soll. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt31022101/
3.2 Wege ins Unbekannte (Paths Unknown)
In einer Nebenhandlung begeben sich Hunter und Wrecker zu einer verlassenen Klonanlage des Imperiums. Dort treffen sie auf mehrere Klonkadetten, die einst von der Anlage unter dem Kommando von Dr. Hemlock fliehen konnten. Als sie in der verlassenen Anlage gegen ein riesiges Monster kämpfen müssen, verspricht Hunter den Klonen, sie nach Pabu, der Insel für Flüchtige vor dem Imperium, zu bringen. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt31022106/
3.3 Die Schatten von Tantiss (Shadows Of Tantiss)
Zurück auf Wayland kündigt sich dort Imperator Palpatine persönlich für einen Besuch auf der Klonanlage an, woraufhin Nala Se Omega zu verstehen gibt, dass sie sofort flüchten muss. Während ihrer Flucht gelingt es Omega, Crosshair zu befreien, - jedoch schafft sie es nicht, wie Se zuvor eine ihrer eigenen Blutproben zu zerstören und vor dem Imperium zu vertuschen. Als der Imperator auf der Anlage eintrifft, lässt er sich in einem abgesicherten Bereich des Gebäudes von Hemlock den Fortschritt des geheimen Projekt Nekromant präsentieren. Als das Imperium von der Flucht von Omega und Crosshair erfahren und die Verfolgung aufnimmt, bricht Hemlock diese jedoch abrupt ab, als er von Karr die geheimnisvollen Ergebnisse von Omegas Blutprobe erfährt. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt31022108/
3.4 Ein neuer Ansatz (A Different Approach)
Aufgrund zu großer Schäden an ihrem Schiff stranden Omega und Crosshair auf dem fremden Planeten Lau. Hemlock stellt derweil Se in Aussicht, dass ihr Verbleib nach dem Zurückbringen von Omega ungewiss sei. Diese und Crosshair erreichen schließlich einen Raumhafen, wobei ihnen jedoch eine schnelle Abreise zunächst verwehrt bleibt. Nach einem Zwischenfall mit imperialen Kräften entkommen sie schließlich mit einem neuen Schiff und treffen nach langer Zeit Hunter und Wrecker wieder. Hemlock besichtigt unterdessen die Absturzstelle und ordnet an, alle möglichen Agenten zu aktivieren. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt31022120/
3.5 Die Rückkehr (The Return)
Wieder zurück auf Pabu tut sich Crosshair schwer als erneuter Teil der Gruppe, zumal Hunter ihm noch misstraut. Um mehr über Mount Tantiss zu erfahren, begibt sich die Gruppe, wieder begleitet von Echo, zum mittlerweile verlassenen imperialen Außenposten auf dem Eisplaneten Barton-4. In einer Station rufen sie die Daten an einer imperialen Konsole ab und entkommen einem monströsen Wurm, ehe sie wieder die Heimreise antreten. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt31022132/
3.6 Infiltration (Infiltration)
Captain Rex und dessen Widerstandszelle rund um weitere Klonsoldaten arrangieren ein geheimes Treffen zwischen Senatorin Riyo Chuchi und dem ehemals den Separatisten angehörenden Senator Avi Singh. Beide beschließen sich zusammen zu tun, da der Imperator nunmehr ihrer beider Feind sei. Durch einen Attentäter wird das Treffen gestört, wenngleich es den Klonen gelingt, die Senatoren in Sicherheit zu bringen. Der Attentäter wird im Anschluss in die geheime Basis der Klone, dem großen Kloster auf dem Planeten Teth, gebracht und festgehalten. Als klar wird, dass der Attentäter auch Omega auf seiner Liste an Zielen hat, kontaktieren die Klone die Gruppe um Hunter und Co. Crosshair klärt im Verlauf die anderen über die Attentäter auf. Diese sind speziell konditioniert und gehören einer Spezialdivision von Hemlock an. Omega bringt zudem den M-Wert zur Sprache, vermag aber nicht zu sagen, was sich dahinter verbirgt. Einem weiteren Attentäter gelingt es schließlich die Basis zu infiltrieren, den gefangenen Attentäter sowie mehrere Klone zu töten und die Basis zu beschädigen, wodurch die Gruppe um Rex und Hunter im Inneren des Klosters festsitzt. Zeitgleich treffen zwei imperiale Schiffe mit Truppen unter dem Kommando von Commander Wolffe ein, einem alten Weggefährten von Rex aus den Klonkriegen. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt31022135/
3.7 Extraktion (Extraction)
Die überlebenden Klone sowie die Klonheit 99 flüchten durch Tunnel im Untergrund der Basis, weiterhin verfolgt von Commander Wolffe und dessen Soldaten sowie dem Attentäter. Mit einem kleinen Shuttle planen die Überlebenden zu fliehen. Als dieses jedoch kurz nach dem Start abgeschossen wird, sind sie gezwungen, zu Fuß den Extraktionspunkt zu erreichen, wo Echo sie abholen soll. Crosshair lenkt dabei den Attentäter ab und stellt sich ihm im Kampf, zweiter stürzt infolgedessen einen Wasserfall hinunter, nachdem Captain Howzer Crosshair zu Hilfe eilt. Am Extraktionspunkt ist Echo nicht aufzufinden, stattdessen trifft Wolffe ein und verlangt von der Gruppe sich zu ergeben. Rex, den Wolffe seit Ende des Krieges für tot hielt, erklärt seinem Weggefährten daraufhin, was das Imperium den Klonen antut. Wolffe lässt die Gruppe schließlich entkommen, ordnet die Bergung der gefallenen Klone an und zieht von dannen; unterdessen schleppt sich der Attentäter wieder an Land. Rex empfiehlt derweil Hunter herauszufinden, weshalb Omega für das Imperium von so großer Bedeutung ist, wenn sie sie wirklich beschützen wollen. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt31022137/
3.8 Tödliches Terrain (Bad Territory)
Via Holo Übertragung informiert Phee Genoa die Gruppe auf Pabu in der Sache des M-Werts, wonach das Imperium mehrere Kopfgeldjäger der Klasse 1 für bestimmte Ziele mit M-Wert anheuern würde. Um dem Rätsel ein Stück näher zu kommen, suchen Hunter und Wrecker nach Omegas Vorschlag die bereits mit ihnen vertraute Fennec Shand auf. Omega und Crosshair bleiben jedoch auf Hunters Anordnung auf Pabu zurück. Auf einer Raumstation eingetroffen machen Hunter und Wrecker Shand schließlich ausfindig, die sie im Gegenzug für die Ergreifung des Verbrechers Sylar Saris rekrutiert. Trotz Schwierigkeiten gelingt die Ergreifung von Shands Zielperson zwar, doch gegenüber ihren Mitstreitern erklärt sie danach, dass sie die Informationen erst beschaffen müsse. Bei der Abreise teilt Shand einem mysteriösen Kontakt mit, dass ein paar Klone am M-Wert-Kopfgeld interessiert seien und verspricht der Person alle verfügbaren Infos über die Schaden-Charge zu schicken. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt31022140/
3.9 Die Vorbotin (The Harbinger)
Bei einem Spaziergang auf Pabu entdeckt Omega durch Batcher ein fremdes Schiff in einer Höhle und trifft kurz darauf die totgeglaubte Kopfgeldjägerin und ehemalige Jedi-Attentäterin Asajj Ventress. Diese entpuppt sich zugleich als Shands mysteriöser Kontakt. Als die Kloneinheit 99 dazustößt, erklärt Ventress ihnen die Bedeutung des M-Werts als Messwert von Midi-Chlorianern, von denen Machtnutzer einen hohen Wert besitzen. Ventress beschließt, Omega drei Tests zu unterziehen, wobei sie den ersten Test nicht besteht, dafür jedoch den zweiten. Zeitgleich misstrauen die Klone Ventress und greifen sie an; Ventress kann sie aber überwältigen. Nachdem Omega zurückkehrt, lässt Ventress von den Klonen ab, ehe sie sich kurze Zeit später dem dritten Test auf der offenen See widmen. Dort greift sie ein Wesen aus dem Meer an, doch Ventress gelingt es, dieses wieder zu besänftigen. Abschließend befindet sie, dass Omega keinen hohen M-Wert habe. Im Einzelgespräch ohne Omega deutet sie jedoch an, gelogen zu haben. Danach verabschiedet sie sich von der Gruppe, warnt sie aber, wonach sie auf Pabu nicht sicher seien. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt31022143/
3.10 Identitätskrise (Identity Crisis)
Auf Mount Tantiss wird Emerie Karr von Dr. Hemlock - als Nachfolgerin von Nala Se - in das geheime Projekt Nekromant eingeweiht; sie erfährt, dass der Imperator dafür machtsensitive Kinder mit hohem Midi-Chlorianer-Wert aus allen Ecken der Galaxis entführen lässt, um an ihnen Experimente durchführen zu lassen. In einem Gespräch mit Gouverneur Tarkin wird Hemlock von diesem auf die hohen finanziellen Aufwendungen für das Projekt angesprochen. Hemlock erklärt ihm, dass Palpatine selbst persönliches Interesse an Nekromant habe. Als der Kopfgeldjäger Cad Bane ein weiteres entführtes Kind in der Forschungseinrichtung abliefert und die anderen Kinder von Hemlock als reine Versuchsobjekte bezeichnet werden, kommen Emerie allmählich Zweifel an ihrer Arbeit. Inzwischen hat der imperiale Attentäter die Fährte zu Omegas Aufenthaltsort aufgenommen. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt31022147/
3.11 Entdeckt (Point Of No Return)
Bei einem Zwischenstopp schleicht sich Hemlocks Attentäter in Phees Schiff und extrahiert aus der Schiffsdatenbank Informationen zur Ermittlung von Omegas Aufenthaltsort. Als sich Kloneinheit 99 zur Abreise von Pabu vorbereitet, trifft zunächst der Attentäter ein und bestätigt Hemlock, dass Omega auf Pabu ist. Wenig später erscheint ein Venator-Kreuzer mit imperialen Kräften. Der Attentäter schneidet dabei Kloneinheit 99 von allen Fluchtmöglichkeiten ab, indem er selbst das Schiff der Gruppe - die Marauder - sprengt, wobei Wrecker verletzt wird. Kurz darauf zerstören die imperialen Truppen alle Schiffe und Skiffs. Während sie dem Aufenthaltsort der Gruppe immer näher kommen, versucht Hunter erfolglos, ein Gunship zu stehlen. Omega beschließt daraufhin, sich zu stellen, trägt jedoch ein Peilgerät mit sich. Als dies entdeckt wird, verlässt der Attentäter mit Omega Pabu, ohne dass Einheit 99 ihnen folgen kann. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt31022151/
3.12 Juggernaut (Juggernaut)
Wieder zurück auf Tantiss wird Omega direkt zu Hemlock gebracht, welcher sich erfreut zeigt und sie im Anschluss Emerie überlässt. Hunter, Wrecker und Crosshair gelingt derweil mit AZI-3 und Phee die Flucht von Pabu in deren Schiff. Crosshair erklärt dabei, dass sie noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hätten, Tantiss zu finden. Laut ihm wüsste der mittlerweile eingesperrte Admiral Edmon Rampart den Aufenthaltsort der Basis. Zu diesem Zweck infiltriert die Gruppe ein Arbeitslager auf der Welt Erebus, befreit Rampart schließlich und entkommt den imperialen Kräften. Zunächst mittels eines Juggernaut, ehe Phee die Klone wieder abholt. Rampart bemerkt hingegen, dass niemand die genauen Koordinaten von Tantiss kenne und er sowie die Klone nun in einer gemeinsamen Sache stecken. Emerie bestätigt zeitgleich mit den Tests die wichtige Eigenschaft von Omegas Blutprobe, woraufhin Hemlock den jungen Klon zum Speicher bringt, wo sich die anderen machtsensitiven Kinder befinden. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt31022157/
3.13 In die Bresche (Into The Breach)
Im Speicher von Mount Tantiss freundet sich Omega langsam mit den anderen machtsensitiven Kindern an und weiht diese in ihren Plan ein, der die Flucht durch die Zugänge vorsieht, wohin die Droiden mit den Blutproben verschwinden. Derweil treffen sich Hunter, Wrecker und Crosshair sowie Rampart mit Echo, der mit einem gestohlenen Shuttle eintrifft. Nach der Befragung von Rampart reist die Gruppe nach Coruscant und infiltriert eine Raumstation im Orbit des Planeten, auf der sie die Koordinaten für Tantiss stehlen wollen. Mit schwarz gefärbten Rüstungen und Rampart als ihrem augenscheinlichen Vorgesetzten gelangen sie erfolgreich in die Station, wo sie aber feststellen, dass die Sicherung der Koordinaten nur auf abfliegenden Schiffen möglich ist. Echo begibt sich daraufhin auf das nächste Wissenschaftsschiff mit dem Ziel Wayland und schaltet die Annäherungs-Sensoren ab. Dadurch können die anderen drei Klone und Rampart mit dem gestohlenen Shuttle am Wissenschaftsschiff andocken, kurz bevor dieses in den Hyperraum springt. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt31022165/
3.14 Ansturm (Flash Strike)
Hemlock lässt Mount Tantiss in Alarmbereitschaft und den Speicher in den Lockdown versetzen sowie Abwehrmaßnahmen einleiten, als Commander Scorch ihm von der möglichen Infiltration des Schiffes berichtet. Das Shuttle mit Hunter, Wrecker, Crosshair und Rampart an Bord koppelt sich zwar unmittelbar nach der Ankunft im Orbit von Wayland vom anderen Schiff ab, wird jedoch von mehreren V-Flüglern getroffen und stürzt im Dschungel ab. Der Gruppe gelingt es noch rechtzeitig abzuspringen, ehe sie versuchen den Patrouillen zu entkommen. Rampart weckt dabei unabsichtlich eine einheimische Bestie, wird von den Klonen getrennt und schließlich von der Patrouille gefunden. Echo schleicht sich unterdessen als Sturmtruppler verkleidet durch die Basis und sucht nach Omega, wird aber von Emerie erkannt. Sie erklärt ihm im folgenden Gespräch, dass er ihr vertrauen müsse, wenn sie die Kinder befreien wollen. Omega hat zeitgleich mittels der Zugänge die Basis weiter erforscht und entdeckt den gefangenen Klon des Zillo-Biests. Gegenüber den Kindern lässt sie verlauten, dass dieser ihr Weg raus sein soll. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt31022168/
3.15 Entscheidung auf Tantiss (The Cavalry Has Arrived)
Omega und den Kindern gelingt schließlich die Flucht, wobei sie das Zillo-Biest befreien, welches sogleich Chaos auf der Forschungseinrichtung anrichtet und in den Dschungel verschwindet. Hunter, Wrecker und Crosshair können dadurch in die Basis eindringen, werden jedoch von einer Reihe Attentäter gestellt und gefangen, die Hemlock noch in der Hinterhand besaß. Zwischenzeitlich kündigt sich Gouverneur Tarkin für einen Besuch von Mount Tantiss an und zeigt sich besorgt über die aktuellen Entwicklungen dort. Emerie und Echo treffen nach kurzer Zeit auf Omega und die Kinder, wobei erstere mit den Kindern von Wayland fliehen kann. Omega und Echo befreien im Anschluss alle Gefangenen, darunter auch Rampart und Nala Se. Letztere versucht, die Forschungsdaten zu vernichten, wird aber unmittelbar von Rampart angeschossen, der die Daten zur Erpressung nutzen will. Beide sterben allerdings, als Nala Se einen Thermaldetonator aktiviert; die Daten werden bei der folgenden Explosion ebenfalls vernichtet. Im weiteren Verlauf bewahrt Omega ihre Brüder vor der drohenden Umkonditionierung und befreit sie, wird jedoch von Hemlock im Chaos mitgenommen. Hunter und Crosshair stellen Hemlock schließlich und retten Omega erneut, Hemlock und auch Scorch kommen aber beide um. Einige Zeit später erreicht Gouverneur Tarkin Mount Tantiss und ordnet die Stilllegung der Forschungseinrichtung an, die Geldmittel Hemlocks werden fortan bei Projekt: Kleiner Stern eingesetzt. Die Klone und die Kinder lassen sich indes auf Pabu nieder, bis sie einen genauen Plan für ihre Zukunft haben. Ein Zeitsprung viele Jahre später zeigt eine ältere Omega, die sich der Rebellion anschließen will. Sie verabschiedet sich von Hunter, der ihr aber versichert, da zu sein, wenn sie ihn und die anderen brauche. - 9/10

Quellen
Inhaltsangabe: Disney+
Poster/Artwork: Disney+

Dienstag, 3. Februar 2026

Lost Highway (1997)

https://www.imdb.com/de/title/tt0116922/

Fred Madison (Bill Pullman) findet vor seiner Haustür ein Video. Darauf ist eine Aufnahme des eigenen Hauses zu sehen. Als er am nächsten Tag eine weitere Aufnahme findet, die ihn und seine Frau Renée (Patricia Arquette) schlafend zeigt, schaltet Fred die Polizei ein. Auf einer Party trifft Fred auf einen mysteriösen Mann (Robert Blake), der ihm sagt, er sei gerade in dem Moment, in dem er mit ihm spricht, in seinem Haus. Doch der Wahnsinn beginnt gerade erst...

"Lost Highway" ist David Lynchs vielleicht konsequentestes Stück über Schuld, Identität und das Scheitern männlicher Kontrollfantasien - ein Film, der sich wie eine endlose Schleife anfühlt, in der jede vermeintliche Erklärung sofort wieder ins Rutschen gerät. Dabei ist der Film ein noirfarbenes Fieberdelirium: Die Kamera gleitet durch dunkle Innenräume, Gesichter verschwinden in Schatten, Neonlicht frisst Konturen, und der Soundtrack pulsiert wie ein bösartiger Herzschlag. Die Eröffnungsfahrt über den nächtlichen Highway, begleitet von David Bowies "I'm Deranged", etabliert diesen Film als Zustand, nicht als Geschichte: Geschwindigkeit, Dunkelheit, das obsessive Gefühl, auf etwas Unsichtbares zuzurasen, das schon längst passiert ist. Lynch selbst beschrieb "Lost Highway" einmal als "dissoziative Fugue" - ein Zustand, bei dem Menschen plötzlich ihre Erinnerung an die eigene Identität verlieren und unerwartet fliehen, oft begleitet von der Annahme einer neuen Identität, meist ausgelöst durch schweren Stress oder Trauma als Abwehrmechanismus. Die berühmte "Verwandlung" Fred Madisons in den Mechaniker Pete Dayton ist weniger eine Metamorphose als ein verzweifelter Schnitt im eigenen Bewusstsein: Die Realität wird zerlegt und neu montiert, aber die Bilder der Schuld drängen als VHS-Tapes, Traumfragmente und Doppelgänger immer wieder ins Bild zurück.

Bill Pullman spielt Fred Madison mit einer kontrollierten Nervosität, als würde jeder Satz, jedes seiner Saxophon-Solo nur mühsam ein inneres Beben kaschieren. Patricia Arquette dagegen trägt die Doppelrolle Renée/Alice wie ein halluzinatorisches Echo: In Renée ist sie kühle Undurchschaubarkeit, in Alice eine aggressive, hypersexualisierte Projektion - beides sind weniger Frauenfiguren als Spiegel, in denen sich Freds paranoide Fantasien brechen. Robert Blake als Mystery Man liefert die unvergesslichste Präsenz des Films: eine weiß geschminkte, scheinbar lid- und körperlose Erscheinung, die sich wie die personifizierte Erkenntnis an Fred heftet - nicht das Böse von außen, sondern das unabweisbare Wissen um das, was er getan hat. 

Wo "Blue Velvet" noch eine klassischere Detektivstruktur nutzt, um in den Abgrund der amerikanischen Vorstadt zu blicken, verzichtet "Lost Highway" fast völlig auf narrative Leitplanken und organisiert sich als Möbiusschleife: Anfang und Ende berühren sich, ohne je wirklich zusammenzupassen. Im Vergleich zu "Mulholland Drive" wirkt "Lost Highway" kälter, abstrakter, weniger emotional an die Figuren gebunden; beide Filme setzen Identitäts-Spaltungen und Doppelrollen ein, aber "Mulholland Drive" erlaubt der Zuschauerin noch den Schmerz des Verlusts, während "Lost Highway" eher den Zustand eines bereits vernarbten Traumas zeigt. In der Tonlage erinnert "Lost Highway" daran, dass wahrer Horror nicht erklärt, sondern erfahren werden muss: Dieser Film will nicht verstanden, sondern durchlitten werden - ein düsterer Trip ins Innere eines Mannes, der sich eine perfekte Ersatzwirklichkeit baut und doch immer wieder an derselben, unausweichlichen Wand seiner eigenen Tat zerschellt. Grandios.

8/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Arthaus/Studiocanal

Sonntag, 1. Februar 2026

Cam Sehpa - The Turkish Coffee Table (2025)

https://www.imdb.com/de/title/tt35692176/

Zehra (Algi Eke) und İbrahim (Alper Kul) sind frischgebackene Eltern, emotional erschöpft, materiell angespannt und gefangen in den bekannten Mikrokriegen einer jungen Ehe. Ein scheinbar banaler Streit über einen überteuerten, geschmacklosen Couchtisch mit angeblich unzerbrechlicher Glasplatte wird zum Schauplatz eines Machtkampfs: Er will wenigstens in einem Detail recht behalten, sie weigert sich, seinen Status zu bestätigen. Der Tisch zieht dennoch in die Wohnung ein - und mit ihm der Unfall, der zum unsagbaren Zentrum des Films wird. Ein fehlender Schraubbolzen, ein Teppich auf glattem Boden, eine Sekunde Unachtsamkeit: Aus dem Alltag wird ein privates Inferno, das die Figuren in ein Netz aus Lügen, Cover-ups und Panik zwingt, während Besuch ins Haus kommt und alle so tun, als wäre nichts geschehen...

"The Turkish Coffee Table" ist das türkische Remake des gleichnamigen spanischen Films und ein bitterböses, nervenzerfetzendes Kammerspiel darüber, wie ein einziger Moment der Unachtsamkeit ein ganzes Leben aus den Angeln hebt - und wie das Bedürfnis nach Stolz und Kontrolle jede Chance auf Erlösung zerstört. Der Film ist zugleich sehr konkrete, körperliche Horrorerfahrung und eine präzise, beinahe sadistische Studie kleinbürgerlicher Eitelkeiten. Regisseur Can Evrenol verfilmt diesen Stoff nicht mit Zurückhaltung, sondern mit der Konsequenz eines Filmemachers, der genau weiß, wie weit er das Publikum treiben will. Während das spanische Original "The Coffee Table" oft als grausam, aber in der Darstellung erstaunlich zurückhaltend beschrieben wird, wählt Evrenol die direktere, grafischere Konfrontation, die den "Das ist doch nur ein Film"-Reflex ebenso triggert wie den Wunsch wegzuschauen. Der Horror entsteht weniger aus Musik oder Schockeffekten, sondern aus der andauernden, fast unerträglichen Spannung, dass etwas Unwiederbringliches passiert ist und trotzdem weiter Smalltalk geführt, Essen serviert und über Nichtigkeiten gestritten wird. Die Kamera hält sich eng an den Figuren, betont klaustrophobische Räume, enge Flure, vollgestellte Zimmer - die Wohnung wird zur seelischen Landkarte dieser Familie, in der es buchstäblich keinen Ausweg mehr gibt.

Im Zentrum steht İbrahim, gespielt von Alper Kul mit einer Mischung aus gekränkter Männlichkeit, Selbstmitleid und echter Verzweiflung. Er ist kein klassischer Bösewicht, aber auch kein unschuldiges Opfer: jemand, der lieber Realität verleugnet, als seinen Stolz zu opfern - und damit jede verbleibende Menschlichkeit unter sich begräbt. Algi Ekes Zehra dagegen darf zunächst die Rolle der spöttischen, überlegenen Partnerin spielen, deren triumphierendes Lachen über die zerbrochene "unzerbrechliche" Glasplatte zu den schmerzhaftesten Momenten des Films gehört, weil das Publikum zu diesem Zeitpunkt bereits mehr weiß als sie. Das Ensemble um die beiden - Familie, Freundin, die aufdringliche Nachbarstochter - wird weniger als eigenständige Figuren erzählt denn als Verstärker: Jede neue Person in der Wohnung ist eine weitere Bedrohung, dass die sorgfältig aufgebauten Lügen zusammenbrechen.

Der eigentliche Skandal, den der Film inszeniert, ist nicht der Unfall selbst, sondern die Reaktion darauf. Evrenol seziert das fragile männliche Ego: İbrahim will "einmal im Leben" recht haben, einmal etwas entscheiden, das ihm niemand nimmt - und genau dieses Bedürfnis materialisiert sich in einem abscheulichen Möbelstück, das wie ein hässliches Monument seiner Sturheit mitten im Wohnzimmer steht. Gleichzeitig erzählt der Film von der Gewalt des Alltags: von unbedachten Bemerkungen, latent herablassenden Gesten, Machtkämpfen in Beziehungen, die oft unter der Oberfläche bleiben, hier aber auf grausame Weise physisch werden. Die Katastrophe wirkt wie ein moralischer Stresstest: Wer sind diese Menschen wirklich, wenn die Fassade nicht mehr zu halten ist? Spannend ist, dass der Film so zu einer Art universellem Albtraum über Konsum, Stolz und Schuld wird, den man sich ebenso gut in anderen Ländern vorstellen könnte.

"The Turkish Coffee Table" ist letztlich aber einer jener Filme, die man nicht "empfiehlt", sondern vor denen man warnt - und genau darin liegt seine Stärke. Der Film funktioniert nicht, weil er Spaß macht, sondern weil er auf schmerzhafte Weise ehrlich ist über die Hässlichkeit, zu der ganz normale Menschen fähig sind, wenn sie in die Ecke gedrängt werden. Man kommt nicht umhin, die Klarheit der moralischen Konstruktion zu würdigen: Eine simple, nachvollziehbare Entscheidung, ein greifbarer Raum, wenige Figuren - und daraus ein maximaler Druck, der das Publikum dazu zwingt, sich zu fragen, wie weit es selbst gehen würde, um das eigene Versagen zu verstecken. "The Turkish Coffee Table" ist in diesem Sinne kein "Vergnügen", sondern eine Prüfung: Wer ihn aushält, wird ihn definitiv so schnell nicht vergessen.

8/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: AKC Sinema/Globalgate Entertainment/Grupo Morbido

Deathgasm II: Goremageddon - Deathgasm 2: Goremageddon (2025)

https://www.imdb.com/de/title/tt32606305/

Die Geschichte setzt Jahre nach dem ersten "Deathgasm" ein: Brodie (Milo Cawthorne), einst Held des "Metalpocalypse", ist inzwischen ein heruntergekommener, frustrierter Ex-Metalhead. Seine Beziehung zu Medina (Kimberley Crossman) ist zerbrochen, sie macht als erfolgreiche Sängerin Karriere, während er mit Alkohol und verpassten Chancen kämpft; einzig sein alter Freund Giles hält noch zu ihm. Als ein "Battle of the Bands" namens "Noizequest" winkt, sieht Brodie seine Chance auf eine zweite Karriere - und vielleicht auf die Rückeroberung von Medina. Weil ihm aber seine alten Bandkollegen Zakk und Dion fehlen, schlägt er im berüchtigten Black Hymn-Buch die Nekromantie-Abschnitte auf und beschließt, die toten Freunde kurzerhand wieder auferstehen zu lassen. Das gelingt - mit dem kleinen Haken, dass Zakk und Dion nun als fleischhungrige Zombies zurückkehren...

"Deathgasm II: Goremageddon" ist weniger eine Fortsetzung als ein noch hemmungsloserer, bluttriefender Nachschlag zu einem Kultfilm, der von Anfang an wie eine pubertäre Randnotiz des Heavy-Metal-Horrors wirkte. Der Film ist laut, dumm im kalkulierten Sinn, exzessiv - und genau darin erstaunlich zielstrebig: Er will nichts anderes, als ein Liebesbrief an Splatter, Metal und schlechteste Fäkalwitze zu sein.

Der Mittelteil des Films zeigt Brodie und Giles im verzweifelten Versuch, ihre untoten Bandmates vor der Welt (und die Welt vor ihnen) zu schützen. Die beiden Zombies entwickeln dabei unterschiedliche "Lebensstile": Zakk schwankt zynisch zwischen Metal-Posertum und moralischem Anfall und bezeichnet sich irgendwann als "Zombaner" (Zombie-Veganer), der zwar Gelüste hat, aber niemanden töten will. Dion dagegen, seit jeher der von Giles drangsalierte Nerd, nutzt seine zweite Chance, um sich anhand seines Dungeons-&-Dragons-Wissens in eine Art untoten "Dungeonmaster" zu verwandeln. Je mehr sie fressen, desto mehr kehrt ihr Verstand zurück - was für eine Reihe grotesk-komischer Situationen sorgt, in denen halb rekonstruierte Kumpels mit Eingeweiden im Mund sarkastische Sprüche klopfen. Gleichzeitig richtet ihr unstillbarer Hunger in der Kleinstadt Greypoint ein Massaker an: Nachbarn, Passanten, Polizisten - alle werden potenziell zu Teil des "Büfetts". In bester Fortsetzungslogik eskaliert das Ganze, als Dions Experimente und Brodies Unfähigkeit, seine Freunde zu "kontrollieren", eine regelrechte Armee kostümierter Zombies entfesseln. Im letzten Akt kollidieren mehrere Ebenen: Noizequest als große Bühne, Brodies Versuch, Medina zurückzugewinnen, und die wachsende Zombiehorde, die die Stadt in ein Schlachtfeld verwandelt. Die Gigs, Proben und Backstage-Momente werden von immer absurd brutaleren Setpieces unterbrochen, in denen das Blut in Strömen fließt und Körperteile wie Penisse in Slow-Motion durch die Luft fliegen.

Brodie muss sich schließlich entscheiden, ob ihm seine musikalischen Ambitionen und nostalgische Kumpeltreue wichtiger sind als das nackte Überleben - seines eigenen wie das der Menschen, die ihm etwas bedeuten. Die emotionalen Beats - Versöhnungsversuch mit Medina, Verantwortung für das angerichtete Chaos, Abschied von den Freunden ein zweites Mal - sind bewusst einfach gestrickt und dienen vor allem als Klammer für den Splatter-Wahnsinn. "Deathgasm II: Goremageddon" geht tonal ein Stück weit weg vom eher "okkulten" Krieg des ersten Films gegen die Dämonenkraft Aeloth. Stattdessen rückt die Fortsetzung den Buddy-Film-Aspekt in den Vordergrund, mit deutlichen Parallelen zu Werken wie "Fido" oder "Warm Bodies": untote Freunde, die gleichzeitig Gefahr und Herzstück der Erzählung sind. Der Humor ist dabei noch eine Spur derber als im Vorgänger: endlose Penis‑, Sperma‑ und Kotz-Gags, Running Gags um Brodies "Jerk rags" und eine generelle Lust an "Middle-School-Bathroom-Graffiti"-Humor. Wer schon beim ersten Teil mit dieser Art von Witzen gefremdelt hat, wird hier kaum bekehrt; für Fans wirkt es aber wie genau die versprochene Zuspitzung. 

Brodie wird bewusst als Antiheld inszeniert: ein Loser, der seinen jugendlichen Triumph nie losgelassen hat und im Scheitern stecken geblieben ist. Sein Wunsch, Noizequest zu gewinnen und Medina zurückzugewinnen, wirkt erstaunlich klein im Vergleich zur drohenden Apokalypse - was den Witz verstärkt, dass er buchstäblich das Ende der Welt riskiert, um ein paar persönliche Kränkungen zu heilen. Zakk und Dion sind das eigentliche emotionale Zentrum, gerade weil ihre Zombiesituation zwischen Running Gag und echter Tragik pendelt. Dass sie mit jeder gefressenen Leiche mehr "Mensch" werden, macht jeden Biss zu einem moralischen Trade-off zwischen Empathie und Massenmord - und gibt der Splatterorgie einen unerwarteten Funken Melancholie. Medina dient vor allem als Prüfstein dafür, ob Brodie erwachsen werden kann, während neue Figuren wie der Emo-Frontmann Jesse Dead und ein überzeichneter Sozialarbeiter das Feld der "Feindbilder" erweitern: verwässerter "Heartcore"-Pop und staatliche Bevormundung als Anti-Metal-Karikaturen. 

"Deathgasm II: Goremageddon" eine Liebeserklärung an handgemachte Splattereffekte im Geist von frühen Peter-Jackson-Werken wie "Braindead", aber auch "Tanz der Teufel". Obwohl das Budget sichtbar begrenzt ist, nutzen Regie und Effekte jede Gelegenheit, den Bildschirm mit Kunstblut, Latex und Eingeweiden zu fluten - von der früh im Film gezeigten Szene, in der eine Nachbarin Zakk buchstäblich die faulige Faust "herunterwürgt", während ihre Innereien über den Mund herausgezogen werden, bis hin zu Fahrrad-Cops, deren Köpfe in ihre eigenen Körper geprügelt werden. Besonders bleibt die "Glory-Hole"-Massakerszene im Gedächtnis, die eine Rekordzahl an auf der Leinwand verstümmelten Penissen inszeniert. Wer auf diesen Grad an Tabubruch und Körperkomik anspringt, findet hier nahezu idealtypische Erfüllung; wer sich eher an Subtilität erfreut, wird spätestens hier aussteigen. Musikalisch punktet der Film mit einem massiven Metal-Soundtrack, an dem unter anderem Matthew Kiichi Heafy von Trivium beteiligt ist und der bis hin zu Cameos von Bands wie GWAR und Anvil reicht. Die Musik ist nicht bloße Kulisse, sondern treibende Kraft der Inszenierung - "Deathgasm" bleibt damit dem Versprechen treu, Metal nicht nur als Thema, sondern als Ausdrucksform zu nutzen.

Hinter der lärmenden Oberfläche beginnt man sich nach der emotionalen Struktur zu fragen. Im Kern erzählt "Deathgasm II: Goremageddon" von einer Figur, die nicht erwachsen wird: Brodie ruft buchstäblich seine tote Jugend zurück, anstatt sich mit Verlust, Scheitern und Veränderung auseinanderzusetzen - und das Universum antwortet, indem es ihm seine "guten alten Zeiten" als verwesende, unkontrollierbare Zombies zurückschickt. Die Freundschaftsdynamik - Brodie, Zakk, Dion, Giles - funktioniert damit wie eine toxische Nostalgieblase: Man will, dass alles wieder so wird wie früher, nur cooler, doch jeder Schritt in diese Richtung entfesselt mehr Chaos. Dass sich Zakk und Dion mit jedem Mord mehr ihrer selbst erinnern, kommentiert nebenbei, wie sehr Identität auch aus dunklen, destruktiven Impulsen gespeist werden kann - die Frage ist, ob man sie zügelt oder glorifiziert. Gleichzeitig spiegelt die Figur des Emo-Sängers Jesse Dead das Spannungsfeld zwischen "authentischer" Szene und kommerziell geglätteter Pose; "Deathgasm II: Goremageddon" schlägt sich - wenig überraschend - ganz auf die Seite des lärmenden, schmutzigen Exzesses.

"Deathgasm II: Goremageddon" funktioniert damit vor allem für Fans des ersten Films. Der Ton, der Humor, die Figurenkonstellation und selbst bestimmte Plotbausteine sind eng an Teil eins angelehnt; wer damals schon nichts damit anfangen konnte, wird hier nicht umgestimmt. Gleichzeitig wird betont, dass der zweite Teil im Vergleich etwas kleiner wirkt: weniger kosmische Bedrohung, mehr Beziehungs- und Buddy-Komik, was die Erwartung einer "größeren", apokalyptischeren Fortsetzung teilweise unterläuft. Trotz begrenztem Budget und mancher dramaturgischer Wiederholung kann man den Film jedoch für seine Konsequenz, seine handgemachten Effekte und seine unverblümte Dreckigkeit loben. Das ist sicherlich kein Film für jedermann - aber er weiß sehr genau, für wen er ist. Für diese Zuschauer liefert "Deathgasm II: Goremageddon" genau das, was der Titel verspricht: eine Over-the-Top-Gore-Oper über Metalheads, die buchstäblich nicht loslassen können.

6/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Raven Banner Entertainment/Fish Entertainment/Hangar 18 Media

Shelby Oaks (2024)

https://www.imdb.com/de/title/tt14999684/

Im Zentrum steht Mia (Camille Sullivan), deren jüngere Schwester Riley einst als Teil einer YouTube‑Gruppe von Paranormal-Ermittlern namens "Paranormal Paranoids" in der verlassenen Geisterstadt Shelby Oaks verschwand. Jahre später ist Mia überzeugt, dass Riley noch lebt, und stürzt sich - mit Hilfe alter Aufnahmen und neu auftauchender Spuren - in eine erneute Suche, bei der sich Rileys Kindheitsdämon als erschreckend reale Bedrohung entpuppt. Was als Versuch beginnt, einen Cold Case aufzuklären, führt Mia in ein Geflecht aus okkulten Ritualen, Familiengeheimnissen und der Frage, ob der eigentliche Horror in einem übernatürlichen Wesen oder in der Unmöglichkeit liegt, Abschied zu akzeptieren...

"Shelby Oaks" ist ein ambitionierter, aber letztlich unausgewogener Horrorfilm, der weniger durch seine Dämonen als durch die Trauer seiner Hauptfigur im Gedächtnis bleibt. Regisseur Chris Stuckmanns Film funktioniert am stärksten, wenn er wie ein nüchternes Drama über Verlust und Obsession wirkt - und verliert an Kraft, sobald er den eigenen Mythos allzu explizit ausbuchstabiert. Dabei trägt Camille Sullivan den Film fast im Alleingang: Ihre Mia ist erschöpft, zornig, verletzlich - eine Frau, deren rationales Weltbild Stück für Stück erodiert, ohne dass sie zur hysterischen Horror-Karikatur verkommt. Die Nebenfiguren - von Rileys (Sarah Durn) Mitstreiterinnen über Mias Ehemann bis hin zu den Figuren, die das Okkulte repräsentieren - bleiben dagegen eher funktional und dienen vor allem dazu, Mias innere Spirale aus Schuld, Hoffnung und Paranoia zu spiegeln. Man spürt, dass der Film emotional viel über die Dynamik zweier Schwestern erzählen möchte, doch da Riley größtenteils als Erinnerung, Videofigur oder Projektion präsent ist, fehlt dieser Beziehung manchmal die unmittelbare Resonanz im Hier und Jetzt. Von derben Logiklöchern mal ganz abgesehen (Warum eigentlich fährt sie erst Jahre später nach Shelby Oaks, um dort ihre verschwundene Schwester zu suchen?).

Besonders interessant ist hingegen der formale Ansatz: Die Geschichte verknüpft klassische Inszenierung mit dokumentarischen und Found-Footage-Elementen - Interviews, alte Bänder der "Paranormal Paranoids" und fragmentierte Aufnahmen werden zu Versatzstücken eines Puzzles, das Mia wie auch das Publikum zusammensetzt. In den besten Momenten erinnert das an eine melancholische Variante von "The Blair Witch Project": weniger hektischer Schrecken, mehr schleichendes Unbehagen, gespeist aus der Ahnung, dass die Lücken zwischen den Bildern das wirklich Furchterregende sind. Gleichzeitig gerät das Finale ins Stolpern: Der Film, der zuvor auf Andeutungen, Atmosphären und die psychische Zerrüttung seiner Heldin gesetzt hat, steigert sich zu einem überladenen, erklärungsfreudigen Showdown, der zwar konsequent in der eigenen Mythologie, aber weniger konsequent in Ton und Rhythmus wirkt.

"Shelby Oaks" ist unterm Strich weniger ein perfekter Horrorfilm als ein interessantes Debüt - voller starker Ideen, sympathisch ernsthafter Ambition und spürbarer persönlicher Note. Die eigentliche Geschichte handelt nicht von einem Dämon, der Schwestern verfolgt, sondern von einer Frau, die lieber an Monster glaubt, als die Leere zu akzeptieren, die ein Verschwinden hinterlässt. Wenn der Film dem Mut vertraut hätte, dieses emotionale Zentrum bis zum Ende zu bewahren - anstatt im Finale den Lärm des Genres über die leisen Zwischentöne zu legen -, wäre er großartig; so bleibt er ein sehenswerter, aber ungleichmäßiger Film, das mehr verspricht, als es einlöst, aber gerade dadurch neugierig macht auf das, was der Regisseur als Nächstes versucht.

6/10

Quellen:
InhaltsangabeFantasy Filmfest
Poster/Artwork: Paper Street Pictures/Intrepid Pictures

좀비딸 - Jombittal - My Daughter Is A Zombie (2025)

https://www.imdb.com/title/tt36553678/

Lee Jung-hwan (Jo Jung-suk) ist allein­erziehender Vater und Zootiertrainer, der mit seiner pubertierenden Tochter Soo-a (Choi Yu-ri) im Dauerclinch liegt - bis eine Zombie-Epidemie Seoul trifft und alle Alltagskonflikte schlagartig nebensächlich werden. Auf der Flucht aus der Stadt wird Soo-a gebissen, verwandelt sich im Auto in einen Zombie, und Jung-hwan steht vor der unmöglichen Wahl, sein Kind zu töten oder als Untote weiter zu beschützen. Er entscheidet sich für einen dritten Weg: Er bringt Soo-a in sein Küstendorf Eunbong-ri zu seiner Mutter Kim Bam-sun (Lee Jung-eun) und versucht, seine "Zombie-Tochter" mit denselben Methoden zu zähmen, mit denen er im Zoo Raubtiere trainiert. Während die Regierung Infizierte gnadenlos eliminiert, versteckt die Familie das Mädchen im Haus, und Jung-hwan entwickelt ein Trainingsprogramm, das zwischen liebevoller Fürsorge, slapstickhaftem Chaos und verzweifelter Hoffnung changiert.

"My Daughter Is A Zombie" verbindet Zombie-Komödie, Familiendrama und Coming-of-Age zu einem erstaunlich warmherzigen Genrefilm, der weniger Angst vor Untoten als vor dem Erwachsenwerden und Loslassen hat. Der Film funktioniert vor allem über seine emotionalen Wahrheiten - die Logik der Zombie-Seuche ist der eigentliche Nebenschauplatz, das Verhältnis zwischen Vater und Tochter der eigentliche Motor. Trotz weltweiter Pandemie und staatlicher "sofort schießen"-Politik ist "My Daughter Is A Zombie" im Kern eine Feelgood-Komödie mit melancholischem Unterton. Der Film nutzt den Horror-Background, um elterliche Ängste - Kontrollverlust, Entfremdung, die Angst, das eigene Kind nicht wiederzuerkennen - in überzeichneter Form sichtbar zu machen, ohne je in reinen Zynismus abzurutschen. Dabei ist die tonale Balance entscheidend: Grober Körperhumor und Situationskomik stehen direkt neben Momenten echter Trauer und existenzieller Bedrohung. Dass diese Mischung funktioniert, liegt daran, dass der Film seine Figuren ernst nimmt; die Zombies werden nie bloß zur Witz-Requisite, sondern bleiben konkrete Gefahr, an der sich die familiäre Liebe bewähren muss.

Visuell setzt der Film auf klare, zugängliche Bilder, die eher den emotionalen Rhythmus als Schauwerte in den Vordergrund stellen - typisch koreanisch: bunt, fröhlich. Die Großstadt-Sequenzen in Seoul sind hektisch geschnitten und nutzen ein eher dokumentarisch wirkendes Handkamera-Gefühl, um das Chaos des Ausbruchs einzufangen, ohne in spekulativen Splatter zu verfallen. Im Kontrast dazu stehen die ruhiger komponierten Einstellungen im Küstendorf: Weite Totalen, die das Meer und die engen Gassen zeigen, unterstreichen das Gefühl eines scheinbaren Rückzugsortes, in dem Gefahr und Geborgenheit dicht beieinander liegen. Immer wieder rückt die Kamera auf mittlere Distanz an die Figuren heran, wenn kleine Verhaltensänderungen bei Soo-a sichtbar werden - ein Zucken, eine Reaktion auf Musik -, wodurch die emotionale Entwicklung wichtiger wird als der Sprungschock. Das ländliche Eunbong-ri ist bewusst als Gegenbild zur apokalyptischen Großstadt angelegt: Hier herrscht die Illusion von Normalität, die vom Dorfstolz auf den "Null Infizierte"-Status genährt wird. Diese Normalität ist allerdings brüchig, da die Dorfbewohner, Behörden und alte Bekannte jederzeit zur Bedrohung für Soo-a werden können, sobald ihr Zustand auffliegt. Das Haus der Großmutter wird so zur zentralen Bühne - halb Versteck, halb Trainingsarena. Requisiten wie der traditionelle Rückenkratzer der Oma, auf den Soo-a als Zombie auffällig reagiert, verankern das Übernatürliche im kulturellen Alltag und machen die Familiendynamik greifbar komisch und zugleich emotional.

Cho Jung-seok gibt Jung-hwan eine Mischung aus clownesker Körperlichkeit und echter Verzweiflung; sein Timing zwischen Panik, Überfürsorglichkeit und improvisiertem Tiertrainer-Pathos treibt viele der besten Szenen. Gerade in Momenten, in denen seine Figur scheitert - wenn das Training ins Chaos kippt oder die Angst um die Tochter ihn überrollt - zeigt der Film die Verletzlichkeit hinter der Komik. Choi Yu-ri als Soo-a muss den schmalen Grat zwischen physischem Zombie-Spiel und Resthumanität meistern und macht das vor allem über Körperhaltung und punktuelle "Aufblitzmomente" von Erinnerung und Freude, etwa beim Tanzen. Lee Jung-eun als Großmutter Bam-sun ist das heimliche Herz des Films: Ihre Mischung aus Strenge, trockenem Humor und bedingungsloser Akzeptanz erdet die Geschichte und sorgt für einige der emotional stärksten Szenen. Die Nebenfiguren - vom alten Schulfreund als Apotheker bis zur zurückgekehrten Jugendliebe Yeon-hwa, die zur entschlossenen Zombiejägerin geworden ist - erweitern das Ensemble um Perspektiven auf Schuld, Trauer und Rache. Dass aus manchen Konstellationen nicht das volle komische oder dramatische Potenzial geschöpft wird, deutet Kritik an, mindert aber den Kernfokus auf die Dreiecksbeziehung Vater-Tochter-Großmutter nur begrenzt. An dieser Stelle muss auch noch der Kater "Meowmeow" erwähnt werden, der - trotz manch sichtlicher CGI-Überlastung - immer wieder die Szenerie auflockert und letztlich sogar verdeutlicht, dass auch ein Tier eine enge Verbundenheit zu einem Menschen aufbaut. 

Wie viele starke Genrefilme (hier ist unbedingt "Cargo" zu nennen) nutzt "My Daughter Is A Zombie" sein Genre als Metapher: Der Zombie-Virus steht weniger für abstrakten Horror als für alles, was ein Kind "anders" macht - Krankheit, psychische Krise, Pubertät oder soziale Ausgrenzung. Wenn die Gesellschaft mantra-artig wiederholt, "Zombies sind nicht mehr deine Liebsten", stellt der Film genau diese Behauptung in Frage und zeigt, wie weit elterliche Liebe gehen kann, um das Gegenteil zu beweisen. Das Training der Tochter - Erinnerungen aktivieren, Routinen einüben, alte Vorlieben wie Tanzen nutzen, um sie "zurückzuholen" - liest sich fast wie eine Überhöhung realer Pflege- und Therapiearbeit bei degenerativen oder neurodiversen Zuständen. Der Film plädiert für Akzeptanz und Empathie, ohne die objektive Gefahr zu romantisieren, und schafft damit ein Spannungsfeld, in dem die Frage, was "Menschlichkeit" ausmacht, ehrlicher wirkt als in vielen ernsten Dramen. "My Daughter Is A Zombie" ist beileibe kein Film, der primär über Innovation innerhalb des Zombie-Genres überzeugt, sondern über die Art, wie er universelle Gefühle in einen verspielten Rahmen packt. Die Mischung aus Slapstick, sentimentaler Familiengeschichte und politischem Hintergrund (Staat, der das Abweichende eliminiert) ist nicht immer perfekt ausbalanciert, aber der emotionale Kern bleibt klar und berührend. Die Regie nimmt sich genug Zeit für kleine Momente - ein Blick zwischen Vater und Tochter, eine Geste der Großmutter, ein beinahe-normaler Familienabend -, um aus einer absurden Prämisse eine glaubhafte Beziehungsgeschichte zu formen. Wer im Zombie-Film mehr als Schockeffekte sucht, findet hier ein warmes, manchmal etwas ungleichmäßiges, aber sehr menschliches Stück Genrekino über die Frage, wann man sein Kind loslassen muss - und wann unter keinen Umständen.

9/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Next World Entertainment