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Ein Mann wurde von seiner Frau im Schlaf erwürgt – so scheint es zumindest, als Kriminalpsychologin Kate Fuller (Olga Kurylenko) mit dem Fall betraut wird. Doch als sie die einzige Zeugin der Tat befragt, kommen Zweifel auf: Sophie (Mackenzie Imsand), die achtjährige Tochter des Paares, nennt bei der Täteridentifizierung nur den Namen „Mara“. Was soll das bedeuten? Kate stellt Nachforschungen an und erfährt von anderen, ähnlichen Todesfällen. Eine Gruppe behauptet, dass ein uralter Dämon dahintersteckt, dessen Spezialität es ist, seine Opfer im Schlaf zu töten. Kate recherchiert weiter – und hat plötzlich die gleichen Symptome wie alle Opfer vor ihr. Für die Kriminalpsychologin wird es nun sehr, sehr gefährlich…
Schlafparalyse gehört zu den faszinierendsten und zugleich beängstigendsten Phänomenen überhaupt. Das Gefühl, wach zu sein, sich aber nicht bewegen zu können, bietet eigentlich die perfekte Grundlage für einen Horrorfilm. "Mara" greift genau dieses Thema auf und verbindet es mit einer düsteren Dämonenlegende. Das Ergebnis ist ein Horrorfilm, der mit einer starken Grundidee und stimmungsvollen Bildern beginnt, sein Potenzial jedoch im Laufe der Handlung zunehmend verspielt. Im Mittelpunkt steht die Kriminalpsychologin Kate Fuller (Olga Kurylenko), die den scheinbar gewöhnlichen Mord an einem Familienvater untersucht. Schon bald stößt sie auf Hinweise, dass hinter dem Fall mehr steckt als ein Verbrechen aus Eifersucht oder Wut. Immer mehr Menschen sterben unter mysteriösen Umständen im Schlaf, und alle scheinen zuvor von der rätselhaften Dämonin Mara heimgesucht worden zu sein. Während Kate tiefer in die Ermittlungen eintaucht, wird sie selbst zur Zielscheibe der unheimlichen Kreatur.
Regisseur Clive Tonge setzt dabei weniger auf permanente Schockmomente als auf ein schleichendes Gefühl der Bedrohung. Dunkle Schlafzimmer, flackerndes Licht und die permanente Angst davor einzuschlafen erzeugen immer wieder eine unangenehme Spannung. Gerade die Szenen rund um die Schlafparalyse treffen einen unangenehmen Nerv und nutzen ein alltägliches Phänomen geschickt als Grundlage für den Horror. Auch die Idee hinter Mara ist durchaus reizvoll. Statt auf klassische Geister oder Dämonen zurückzugreifen, entwickelt der Film eine eigene Mythologie, die verschiedene Stadien der Schlafparalyse mit übernatürlichen Ereignissen verbindet. Dieses Konzept hebt "Mara" zunächst angenehm von vielen anderen Genrevertretern ab und weckt echtes Interesse daran, welche Regeln hinter der Kreatur stecken. Leider beginnt genau hier auch das größte Problem des Films. Je mehr über Mara und ihre Hintergründe erklärt wird, desto weniger bedrohlich wirkt die Geschichte. Die anfangs geheimnisvolle Mythologie wird zunehmend kompliziert, ohne wirklich schlüssig zu sein. Statt den Horror aus dem Unbekannten zu ziehen, verliert sich das Drehbuch in Regeln und Erklärungen, die eher verwirren als faszinieren.
Hinzu kommt, dass sich die Handlung häufig nach bekannten Horror-Mustern entwickelt. Zahlreiche Schockeffekte sind vorhersehbar, während einige Wendungen wenig überraschen. Besonders im letzten Drittel verliert der Film deutlich an Spannung und kann das zuvor aufgebaute Mysterium nicht zufriedenstellend auflösen. Das Finale hinterlässt deshalb einen eher zwiespältigen Eindruck. Auch die Nebenfiguren bleiben blass und erfüllen meist nur ihren erzählerischen Zweck. Dadurch fehlt der Geschichte stellenweise das emotionale Gewicht, das nötig gewesen wäre, um die Bedrohung durch Mara wirklich greifbar zu machen. Stattdessen konzentriert sich der Film immer stärker auf seine Mythologie - und verliert dabei den Fokus auf seine Figuren. Doch trotz dieser Schwächen besitzt "Mara" durchaus gelungene Momente. Die düstere Inszenierung, einige wirkungsvolle Albtraumsequenzen und die ungewöhnliche Prämisse sorgen dafür, dass der Film nie völlig belanglos wirkt. Ist okay.


























