Dienstag, 10. März 2026

War Machine (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt15940132/

Soldat 81 (Alan Ritchson) trägt, genau wie seine Kollegen (u. a. Daniel Webber, Jack Patten, Joshua Diaz), nur eine Nummer. Von Sergeant Colonel Maj Sheridan (Dennis Quaid) werden sie nach einem harten Training in die finale Runde eines gnadenlosen Auswahlprozesses geschickt, deren Sieger eine neue Eliteeinheit formen sollen. Doch im unwegsamen Gelände einer ebenso bergigen wie bewaldeten Wildnis stoßen sie an einem Flusslauf völlig unvermittelt auf eine todbringende Überraschung: Ein gigantischer Kampfroboter wartet hier auf sie, um sie anzugreifen und zu dezimieren. Handelt es sich um Alien-Technologie oder um ein außer Kontrolle geratenes Militärexperiment? Oder ist es vielmehr der ultimative Test, durch den die Armee herausfinden will, wer das Zeug für den Job hat? Verzweifelt kämpfen 81 und die anderen Soldaten um ihr Überleben - und möglicherweise auch um das der gesamten Menschheit.

Netflix liefert mit seinem neuesten Action-"Kracher" "War Machine" einen sehr formelhaften, explosiven Sci-Fi-Action-Thriller, der die gnadenlose Auswahl von Soldaten ins US Army Ranger Regiment in einen Überlebenskampf gegen eine außerirdische Killer-Roboter-Maschine verwandelt - ein Konzept, das in den letzten 24 Stunden des Trainings von Training zu blutigem Gemetzel eskaliert. Alan Ritchson spielt Kandidat 81, einen traumatisierten Veteranen mit PTSD, der nach dem Verlust seines Bruders in Afghanistan (inklusive Silver Star) den Beitritt in die Eliteeinheit anstrebt und sein Trauma überwinden muss, um im Kampf zu bestehen. 

Regisseur Patrick Hughes liefert magere, aber teilweise auch propulsive Action mit beeindruckenden praktischen Stunts und immersiven Nahkämpfen, die man nachvollziehen kann - von Unterwasser-Übungen bis zu blutigen Roboterschlachten, unterstützt von dosierten computergenerierten Special Effects. Der Plot startet routiniert mit dem RASP-Training (Ranger Assessment and Selection Program), wo 81 sich isoliert, bevor der Roboter zuschlägt und Heldentode provoziert; es fühlt sich wie ein Throwback an Old-School-Action an, der mit Charisma und Tempo über formelhafte Schwächen hinwegtäuscht. Dennis Quaid als Sergeant Major Sheridan, Jai Courtney, Stephan James und Esai Morales füllen das Ensemble aus, doch Nebenfiguren bleiben austauschbar und undefiniert.

Ritchson trägt den Film mit seiner physischen Dominanz und unterdrückten Emotionen - ein Mann, der Gefühle verdrängt, bis der Roboter ihn zwingt, zu kämpfen; "War Machine" liefert damit gerade genug Inhalt, um nicht vollständig zu langweilen. Es ist kein tiefgründiges Drama, sondern ein popcorn-tauglicher Ritt, der erst beim Sci-Fi-Twist richtig zündet. Damit ist "War Machine" zwar mäßig unterhaltsam, aber nicht bahnbrechend - die VFX wackeln stellenweise, der Plot kratzt nur an der Oberfläche von Trauma und Kameradschaft. Dennoch: Für Netflix-Action-Fans ein solides Ding, der Ritchson als Leading Man festigt und mit blutigen Szenen, Heldenmomenten und Robotik-Wahnsinn erwartbar unspannend unterhält - bombastisch, formelhaft, aber mit Herzschlag. 

6/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Netflix

Montag, 9. März 2026

Kinds Of Kindness (2024)

https://www.imdb.com/de/title/tt22408160/

"Kinds Of Kindness" ist ein aus drei Episoden bestehender Anthologie-Film, wobei zwar in allen Abschnitten dieselben Schauspieler*innen mitspielen, diese jedoch jeweils andere Rollen verkörpern: Der erste Teil handelt von Robert (Jesse Plemons), der sich von seinem Boss (Willem Dafoe) alles vorschreiben lässt - was er isst, was er liest, wann und mit wem er Sex hat, wirklich alles eben. In der zweiten Episode kehrt die bei einer Forschungsreise verschollene und eigentlich schon totgeglaubte Liz (Emma Stone) doch noch nach Hause zurück - nur glaubt ihr Mann Daniel (Jesse Plemons) nicht, dass die Person neben ihm im Bett tatsächlich seine Frau ist. Im finalen Film machen sich die Sektenmitglieder Emily (Emma Stone) und Andrew (Jesse Plemons) im Auftrag ihrer Wasser-Gurus Omi (Willem Dafoe) und Aka (Hong Chau) auf die Suche nach einem neuen Heiland, der jedoch sehr spezielle Voraussetzungen erfüllen muss (die Fähigkeit, Tote erwecken zu können, ist nur eine davon)…

"Kinds Of Kindness" ist Yorgos Lanthimos in Reinform: ein bösartiger Witz über die menschliche Bedürftigkeit, der so lang, so konsequent und so unerbittlich ist, dass man zwischendurch vergisst zu lachen - bis man merkt, dass das Lachen längst im Hals stecken geblieben ist. Der Film ist eine als Triptychon-Fabel strukturierte Filmtrilogie, drei Geschichten, lose verbunden durch Motive, Schauspieler und Initialen, in denen Menschen alles tun, um geliebt, geführt oder gebraucht zu werden - selbst wenn es sie zerstört. Die drei Kapitel tragen programmatische Titel, die alle auf dieselbe unsichtbare Figur verweisen: R.M.F. Zur Story der einzelnen Geschichten:

"The Death of R.M.F.": Robert Fletcher (Jesse Plemons) ist ein Mann, der seinen freien Willen abgegeben hat wie andere ihren Autoschlüssel an der Garderobe. Sein Boss Raymond (Willem Dafoe) kontrolliert alles: Roberts Job, seine Wohnung, seine Ehe mit Sarah (Emma Stone), sogar die Tage, an denen sie Sex haben dürfen.  Als Raymond Robert bittet, einen Wagen zu rammen, um einen Mann zu töten, dessen Überleben Raymonds Pläne stört, gerät Roberts perfekt gesteuerte Welt aus der Bahn – nicht, weil der Auftrag unmoralisch wäre, sondern weil Robert zum ersten Mal überhaupt entscheiden muss, ob er sich weigern kann. 

"R.M.F. is Flying": Im zweiten Segment spielt Plemons einen Polizisten, dessen Ehefrau Liz (Stone) nach einem mysteriösen Verschwinden plötzlich wieder auftaucht.  Sie sieht aus wie Liz, spricht wie Liz, weiß alles über ihr früheres Leben – und doch ist er überzeugt, sie sei eine Doppelgängerin, eine Art Invasorin, die seine vertraute Welt gekapert hat.  Die Geschichte driftet in paranoiden Body-Horror: Tests, Erniedrigungen, misstrauische Rituale, bis klar wird, dass es weniger um die Frage geht, wer Liz ist, sondern darum, dass er die Kontrolle über das Bild seiner Frau zurückerlangen will. 

"R.M.F. Eats A Sandwich": Im letzten Teil folgen wir einer kultartig organisierten Gruppe, die davon überzeugt ist, eine "Auserwählte" zu finden: eine Frau, die Tote wieder zum Leben erwecken kann.  Emma Stone spielt hier eine fanatisch suchende Anhängerin, die um Anerkennung und Zugehörigkeit kämpft, während Dafoe als spiritueller Führer und Margaret Qualley als schillernde Mit-Jüngerin agieren.  Die Suche nach dem Wundertäter wird zur Eskalation von Prüfungen, Demütigungen und Gewalt - eine Sektenlogik, in der "Freundlichkeit" bedeutet, jemandem zu erlauben, sich vollends für dich zu opfern.

Diese drei Geschichten sind nicht narrativ im klassischen Sinne verbunden, aber sie kreisen alle um dieselbe Frage: "Wie weit gehen Menschen, um geliebt und akzeptiert zu werden?"


Der Titel "Kinds Of Kindness" klingt sanft, fast harmlos; der Film ist das Gegenteil. In allen Episoden wird die titelgebende Freundlichkeit zur Währung der Macht, zur Waffe: der Boss, der für einen sorgt, die Ehe, die vermeintlich Schutz bietet, die Gemeinschaft, die einem einen Platz gibt. Im ersten Teil ist Freundlichkeit das vermeintliche Geschenk totaler Führung: Raymond nimmt Robert jede Entscheidung ab - Beruf, Partnerin, Alltag -, und verkauft das als Fürsorge. Die wahre Gewalt liegt nicht in seinem Mordauftrag, sondern in der Tatsache, dass Robert ohne ihn nicht weiß, wer er ist. Im zweiten Teil kippt das alles ins Intime: Die Ehe wird zum paranoiden Vertrag, in dem Liebe nur noch als Besitzanspruch existiert. Liz darf nicht sie selbst sein, sondern muss exakt die Projektion verkörpern, die ihr Mann verlangt - sonst wird sie zur Feindin. Im dritten Teil wird Freundlichkeit letztlich religiös: Der Kult verspricht Erlösung, Wiedergeburt, Sinn - aber nur, wenn sich Personen bedingungslos unterwerfen, und Körper, Leben und Moral abgeben. 

Lanthimos teilt die Menschheit ganz unverblümt in diejenigen, die ficken, und diejenigen, die gefickt werden  - Chefs und Angestellte, Gurus und Jünger, Eheleute, Eltern, Liebende. Die vermeintlichen Arten der Freundlichkeit (so die sinngemäße deutsche Übersetzung des Titels) sind in Wahrheit Spielarten derselben Dynamik: Dominanz und Komplizenschaft, Sadismus und freiwilliger Masochismus. 


Nach den barock überbordenden Welten von "The Favourite" und "Poor Things" wirkt „Kinds of Kindness“ fast asketisch. Lanthimos kehrt hier zu seinen Wurzeln mit geringem Budget und hohem Konzept zurück: nüchterne Räume, banale Büros, Motelzimmer, Parkplätze - Schauplätze, in denen das Absurde nicht durch Ausstattung, sondern durch Verhalten ins Bild kommt. Die Kamera von Robbie Ryan bleibt oft auf Distanz, beobachtet frontal oder mit leicht versetzter, fast dokumentarischer Kälte, während Lanthimos' Trademark-Dialoge - trocken, repetitiv, absichtlich falsch betont - die Figuren in eine emotional entkernte Zone schieben. Damit ist "Kinds Of Kindness" visuell weniger opulent als beispielsweise "Poor Things", dafür aber umso gnadenloser in seiner Tonlage, die den Zuschauer eher auslaugt als verführt. Doch genau darin liegt aber seine Kohärenz: Die Welt ist gewöhnlich, die Handlungen sind extrem - und das Extreme wirkt umso schärfer, weil es in Wohnungen, Büros und im Diner verankert ist, also in Dingen, die man die wir zu kennen glaubt. 

Wie schon in  "The Favourite" und "Poor Things" verlässt sich Lanthimos auf ein Ensemble, das bereit ist, jede Würde an der Garderobe abzugeben. Jesse Plemons spielt in allen drei Teilen Variationen desselben Mannes: passiv, hungrig nach Führung, latent gefährlich. In Cannes wurde er dafür mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet - zu Recht, denn er macht aus minimalen Regungen ganze seelische Landschaften.  In "The Death Of R.M.F." ist er die perfekte Laborratte, im zweiten Segment ein Mann, der aus seiner Unsicherheit Terror macht, im dritten ein Suchender am Rand des Kults. Emma Stone beugt sich Lanthimos' Masochismus mit sichtbarer Lust: als gehorsame Ehefrau, als möglicherweise falsche Liz, als fanatische Kultanhängerin, die ihre eigene Identität unter Gläubigkeit begräbt.  Stone ist hier weniger grotesk-überzeichnet wie in "Poor Things", sondern eine wandelnde Wunde - bereit, sich in jeder Episode neu zu deformieren, emotional wie körperlich. Willem Dafoe, Margaret Qualley, Hong Chau, Joe Alwyn und Mamoudou Athie variieren von Episode zu Episode ebenfalls ihre Rollen: mal Autorität, mal Opfer, mal verführerisches Phantom. Gerade Dafoe verkörpert den Archetyp des Lanthimos-Gurus: ruhig, freundlich, mit einem Unterton, der sagt: Du wirst dich selbst zerstören - und du wirst mir dankbar dafür sein.


Das wiederkehrende Ensemble unterstreicht die Aussage des Films: Die Geschichten sind getrennt, aber es fühlt sich an, als würde man dieselben Seelen in leicht veränderten Hüllen beobachten, gefangen in immer neuen Variationen der Abhängigkeit. "Kinds Of Kindness" steht deutlich näher bei "Dogtooth" und "The Lobster" als bei "Poor Things": weniger märchenhaft, mehr chirurgisch, weniger weltbildend, mehr experimentell. Es geht um Systeme, Familie, Arbeit, Ehe, Religion, in denen Menschen sich missbrauchen lassen, weil das Gefühl, geführt zu werden, angenehmer ist als die Zumutung der Freiheit. In 164 Minuten zeigt "Kinds Of Kindness" seine Unnachgiebigkeit: drei Variationen desselben Themas, immer neue, manchmal bewusst sadistische Prüfungen für Figuren, die selten Sympathie im klassischen Sinn einlösen. Und irgendwann im Film hat man das Gefühl, dass man hier nicht mit den Figuren mitleidet, sondern längst Komplize einer Versuchsanordnung, die einen unweigerlich in die Beobachterrolle drängt. 

Doch vielleicht liegt man auch irgendwo dazwischen. "Kinds Of Kindness" ist eine Studie in masochistischer Hingabe - der Figuren an ihre Herren, der Zuschauer an den Regisseur. Lanthimos suggeriert, dass falsche Liebe und falsche Götter eine Leerstelle hinterlassen haben, in der Menschen jede Art von Herrschaft akzeptieren, solange sie ihnen Bedeutung verspricht. Es ist kein freundlicher Film, aber ein ehrlicher über das Unbehagen, das man spürt, wenn man merkt, wie viel des eigenen Lebens von diesem Tauschgeschäft abhängt. "Kinds Of Kindness" ist kein Film, den man für einen netten, unterhaltsamen Abend empfiehlt. Es ist ein Film, den man jemandem zumutet, der bereit ist, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was er alles tun würde, um jemandem zu gehören - oder selbst jemandem zu gehören. In dieser Hinsicht ist "Kinds Of Kindness" eine besonders morbide Version der Erkenntnis: Sie zeigt einem nicht, wie gut man sein könnte, sondern wie weit man sich verbiegt, nur um nicht allein dazustehen. 

7/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Searchlight Pictures/Film4/Element Pictures

Sonntag, 8. März 2026

GOAT - G.O.A.T.: Bock auf große Sprünge (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt27613895/

Will (Stimme im englischen Original: Caleb McLaughlin) träumt davon, mehr zu sein als nur ein gewöhnlicher Ziegenbock. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, Teil eines Profiteams im Roarball zu werden – einem schnellen, körperbetonten Sport, der von starken und furchteinflößenden Tieren beherrscht wird – steht er plötzlich vor seiner größten Herausforderung. Im Team trifft er auf skeptische Mitspieler, die sich schwer damit tun, ausgerechnet einem kleinen Neuling wie ihm zu vertrauen. Doch Will lässt sich nicht entmutigen. Mit Mut, Ausdauer und einer ordentlichen Portion Ehrgeiz will er zeigen, dass wahre Größe nicht von der Statur abhängt.

"G.O.A.T.: Bock auf große Sprünge" ist der neueste Animationsfilm von Sony Pictures Animation, der sich als energiegeladener Sportfilm entpuppt, in dem ein kleiner Ziegenbock namens Will Harris gegen die Eliten eines brutalen Basketball-ähnlichen Sports namens Roarball antritt. Regie führte Tyree Dillihay, mit Stimmen von Caleb McLaughlin als Will, Gabrielle Union und anderen, in einer Laufzeit von rund 100 Minuten, die sich wie eine Trainingsmontage anfühlt: schnell, schweißtreibend, aber letztlich vorhersehbar. Es ist ein Film, der seine Zuschauer - vor allem die Jüngeren - mit rohem Tempo und tierischem Humor bei der Stange halten will, doch ihm fehlen jene Momente der Stille, die eine echte emotionale Bindung schaffen könnten.


Die Story folgt dem klassischen Underdog-Muster: Der schmächtige Ziegenbock Will schließt sich einem Profiteam aus den viel mächtigeren Giraffen, Komodowaranen und Sträußen an, die ihn zunächst verachten, bis er durch Cleverness und Teamgeist siegt. Wie in vielen Sportfilmen gibt es Trainingssequenzen, Konflikte und einen Showdown, doch die Dramaturgie bleibt formelhaft, ohne echte Überraschungen oder nuancierte Motivationen. Die Figuren aber sind das Herzstück des Films: überzogene, spleenige Typen wie der großspurige Komodowaran oder der stoische Trainer sorgen für Lacher und emotionale Anker, auch wenn ihr Humor oft auf Körperkomik und Tierklischees setzt. 


Sony Pictures Animation glänzt hier erneut mit einem mutigen, dreckigen Stil, der bewusst von Disney/Pixars glatter Perfektion abweicht: verwaschene Texturen, unruhige Kamerafahrten, Split-Screens und Zeitlupen in Actionsequenzen erzeugen eine rohe, live-action-ähnliche Energie, die beispielsweise Verfolgungsjagden atemberaubend macht. Die Tierwelt fühlt sich lebendig an - Größenunterschiede, Fellstrukturen und urbane Settings vermitteln Regeln intuitiv, ohne weitere Exposition. "G.O.A.T.: Bock auf große Sprünge" erinnert in Teilen an "Spider-Man: Into The Spider-Verse", wo Innovation die Form vorantreibt. Leider ermüdet das sehr hohe Tempo auf Dauer, da wirkliche Ruhephasen fehlen.


"G.O.A.T.: Bock auf große Sprünge" leiht sich ganz offensichtlich von Disneys "Zoomania" die anthropomorphe Tierwelt mit Hierarchien zwischen kleinen und großen Tieren, inklusive des Außenseiters, der das etablierte System herausfordert - dort ein Hasen-Polizist gegen Vorurteile, hier eine Ziege gegen Sporteliten. Während aber "Zoomania" satirisch Vorurteile dekonstruiert und mit cleverem Plot-Twist glänzt, bleibt "G.O.A.T.: Bock auf große Sprünge" bei oberflächlichen Botschaften zu Teamwork und Selbstvertrauen, ohne wirklichen Biss. Die Stärken liegen eindeutig auf dem Figurenensemble und der hohen Gagdichte;  der Film opfert dafür emotionalen Tiefgang und verlässt sich eben auf die altbewährte Formel. Ist das schade? Ja. Macht des trotzdem Spaß? Auch ja. Der Film ist nämlich definitiv unterhaltsam (vor allem für Kids), aber kein Meilenstein.


Insgesamt verdient "G.O.A.T.: Bock auf große Sprünge" aber ein positives Ergebnis: Es überzeugt durch visuelle Wucht und Charme, scheitert aber an mangelnder Substanz. Für Familien ein Hit, für Erwachsene ein netter Zeitvertreib - doch wer bereits "Zoomania" (und dessen Sequel, sowie das darin enthalten Worldbuilding und die Vielfalt an quietschbunten Figuren und Charakteren liebt, vermisst vielleicht den letzten Kick, findet sich aber dennoch schnell in dieser unterhaltsamen, wenngleich altbekannten Geschichte wieder.

7/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Sony

Samstag, 7. März 2026

The Bride! - The Bride!: Es lebe die Braut (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt30851137/

Chicago in den 1930er-Jahren: Frankensteins Monster (Christian Bale), stets von schier unendlicher Einsamkeit gequält, sucht die Hilfe der rätselhaften Dr. Euphronius (Annette Bening). Der innigste Wunsch des Monsters: eine Gefährtin, die an seiner Seite steht. Gemeinsam machen sich die beiden also an ein düsteres Werk - sie wählen eine Frau als Opfer aus und bringen ihren Leichnam (Jessie Buckley) mit wissenschaftlicher Raffinesse zurück ins Leben. Was zunächst als grausames Experiment beginnt, verwandelt sich schon bald in eine leidenschaftliche Liebesgeschichte zwischen dem Monster und seiner wiedergängerischen Braut. Doch die ungewöhnliche Romanze bleibt nicht unentdeckt: Schon bald setzt die Polizei alles daran, das ungleiche Paar zu jagen - und ihre Liebe muss sich einer gefährlichen Bewährungsprobe stellen...

Das Remake des Monsterfilmklassikers "Frankensteins Braut" aus dem Jahre 1935 ist weniger ein Remake als eine Art kommentierende Antwort auf "Frankensteins Braut" - und stellt die Figur, die 1935 kaum drei Minuten sprechen durfte, radikal in den Mittelpunkt. Regisseurin Maggie Gyllenhaal inszeniert ein lautes, exzessives Horror-Musical, das James Whales elegantes Gothic-Märchen nicht nur erneuern oder gar ersetzen, sondern hinterfragen will: Was wäre, wenn die Braut sich weigert, Projektionsfläche zu bleiben? "The Bride!: Es lebe die Braut" verlegt die Geschichte in die 1930er Jahre, zwischen Speakeasies, Großstadtneon und Monster-Mythos: Frank - ein von Doktor Frankenstein erschaffenes, lustvolles Monster - sucht in New York die Wissenschaftlerin Doktor Euphronious auf, um eine Gefährtin zu finden. Durch einen Zufall exhumieren sie Ida, eine junge Frau, die zuvor in einem Chicagoer Nachtclub die Aufmerksamkeit von Mary Shelley selbst auf sich zog - als Geistfigur, die "noch so viel mehr hätte sagen wollen" als in ihrem Roman. Ida wird zur Braut, und zwischen ihr und Frank entspinnt sich eine wilde, anarchische Romanze, während Polizei und Öffentlichkeit auf dieses "unmögliche" Liebespaar reagieren und ein radikaler sozialer Aufruhr entsteht. 

Formell baut Gyllenhaal auf opulente Ausstattung, IMAX-Bilder von Kameramann Lawrence Sher und große Musicalnummern - ein bewusst großes Studioprojekt mit einem Budget um 80 Millionen Dollar.  Hildur Guðnadóttir komponiert die Musik, unterstützt von Fever Ray, was den Film klar in eine zeitgenössische, experimentell-poppige Klangwelt versetzt, weit entfernt von den klassisch-romantischen Horror-Scores der 1930er. James Whales "Frankensteins Braut" war schon 1935 weniger simples Sequel als makaber-ironischer Kommentar auf die Figur des Monsters und auf religiöse wie gesellschaftliche Moralvorstellungen seiner Zeit. Elsa Lanchesters Braut erscheint erst am Schluss, ist visuell ikonisch - die ikonische, hochstehende Frisur mit dem weißen seitlichen "Blitz", der bandagierte Körper - aber dramatisch fast stumm, ein Geschöpf, das sich vor dem Monster entsetzt und im Finale gemeinsam mit ihm vernichtet wird.  Die eigentliche Hauptfigur ist das Monster selbst, tragisch und kindlich, während die Braut zur Pointe einer tragischen Groteske wird.   

Gyllenhaal knüpft genau hier an: Sie nimmt eine Figur, die in der Filmgeschichte als Bild existiert, aber nie als Subjekt, und fragt: Was geht in dieser Kreatur vor, wenn sie nicht sofort "Nein" sagt und im Labor explodiert - sondern lebt, liebt, denkt? Gyllenhaal macht damit das, was man locker als "Punkrock-Horror-Story" beschreiben könnte: Sie dreht die Blickrichtung um, von der Frage "Bekommt das Monster seine Frau?" hin zu "Was, wenn diese Frau das System zerlegt, das sie erschaffen hat?"  Wo Whale noch tief im Produktionskodex, in Zensur und in heteronormativen Konventionen verankert war, erlaubt sich "The Bride!: Es lebe die Braut" offene Sexualität, queere und feministische Untertöne und einen expliziten politischen Gestus - inklusive der Entscheidung, Gewaltspitzen in der Postproduktion wieder zurückzunehmen, weil der Film nicht zum reinen Schockkino werden soll.

Jessie Buckley trägt den neuen Film mit einer Dreifachrolle: als Ida, als reanimierte Braut und als Mary Shelley - eine Entscheidung, die die Autorin selbst als Figur in das Geflecht von Schöpferin, Kreatur und Legende einbindet. Christian Bale spielt Frank, das Monster, diesmal weniger stumm-tragisch als charismatischer, aber gefährlicher Außenseiter, dessen Wunsch nach Liebe immer wieder in Besitzanspruch kippt. Annette Bening als Dr. Euphronious und Penélope Cruz als Myrna Mallow geben dem Ensemble zusätzliche Gravitation; Jake Gyllenhaal und Peter Sarsgaard ergänzen das Panorama derjenigen, die von der "neuen Frau" fasziniert, verängstigt oder bedroht sind. Im Originalfilm von 1935 war Elsa Lanchester gleichzeitig Mary Shelley und die Braut - aber die Mary-Shelley-Szene diente hauptsächlich dazu, den Film literarisch zu rahmen. Gyllenhaal greift diese Doppeldeutigkeit sichtbar auf und radikalisiert ihn: Wenn Buckley wiederum Mary Shelley spielt, wird die Autorin zur inneren Stimme der Braut - eine Art Selbstkorrektur der eigenen Geschichte, die damals unausgesprochen blieb. 

"The Bride!: Es lebe die Braut" ist weniger daran zu messen, ob sie dem Original gerecht wird, sondern daran, ob sie eine eigene moralische und emotionale Wahrheit findet. Der Film versucht nicht, Whales Meisterwerk zu übertreffen; er versucht, mit ihm zu sprechen. Er nimmt die ikonische Stummheit der Braut, füllt sie mit Gesang, Wut und Humor - und riskiert damit Überladung, Kitsch, vielleicht sogar den Vorwurf der Radikalität auf Bestellung. Aber genau dieses Risiko gehört immer auch zum lebendigen Kino: Wenn ein Film mit einem so kanonischen Text ringt, kann er abstürzen oder etwas Neues freilegen. "Frankensteins Braut" bleibt das fein geschnitzte, ironisch-melancholische Kleinod der Universal-Ära. "The Bride!: Es lebe die Braut" ist nun seine laute Enkelin, die mit Neonlicht, Choreografien und wütenden Liebesliedern in denselben Saal stürmt und schreit: "Ich war damals nur eine Pointe. Jetzt erzähle ich meinen eigenen Film!"

6,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/ArtworkWarner Bros./First Love Films/In The Current Company

Donnerstag, 5. März 2026

Possession (1981)

https://www.imdb.com/de/title/tt0082933/

Der Agent Mark (Sam Neill) erledigt für die Regierung verschiedene, diskrete Angelegenheiten, die ihn oft mit einem Koffer voller Geld für einige Tage an weit entfernte Orte führen. Als er eines Tages von einem Auftrag zurückkehrt, bittet ihn seine Frau Anna (Isabelle Adjani) ohne Angabe von Gründen um die Scheidung. Obwohl Mark die Ehe lieber retten würde, stimmt er der Scheidung zu und überlässt Anna das Sorgerecht für ihren gemeinsamen Sohn Bob (Michael Hogben) und das Apartment. Doch er kann nicht loslassen. Er entwickelt eine Sehnsucht nach ihr, die bald in eine Obsession umschlägt. Als er Annas Apartment aufsucht, findet er nur den vernachlässigten Sohn vor. Von einer Freundin Annas erfährt er schließlich, dass diese sich schon seit Längerem sehr merkwürdig verhält und des Öfteren für einige Zeit unauffindbar ist. Nach und nach dämmert Mark, dass mit Anna etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist...

"Possession" ist kein Horrorfilm im üblichen Sinn, sondern ein fiebriger Albtraum aus einer Ehe, die buchstäblich auseinanderfetzt - ein Werk, das so roh und überwältigend ist, dass man sich fühlt, als würde man ein privates Inferno belauschen. Regisseur Andrzej Żuławskis radikales Meisterwerk aus dem geteilten Berlin fühlt sich an wie ein Nervenzusammenbruch, den man miterlebt - ein Film, der Ehekrisen nicht psychologisiert, sondern in pure, körperliche Agonie verwandelt. Ein Film, der erst nach zwei Stunden endet, aber tagelang nachhallt; es ist das Kino als Schreikabine, in dem Isabelle Adjani und Sam Neill eine Beziehung auseinandernehmen, bis nur noch Schleim und Doppelgänger übrigbleiben.  

Mark (Sam Neill), ein Spion, kehrt nach langem Auslandaufenthalt in seine Berliner Wohnung zurück und findet seine Frau Anna (Isabelle Adjani) verändert: Sie will sich scheiden lassen, schläft mit dem esoterischen Heinrich (Heinz Bennent) und zieht schließlich in eine schimmlige Sublet-Wohnung um die Ecke, wo sie etwas Unaussprechliches verbirgt.  Was als banales Beziehungsdrama beginnt - endlose Streitereien, Schuldzuweisungen, das Kind Bob als stummer Zeuge -, eskaliert rasch in Body Horror: Anna erleidet in einer U-Bahn-Station eine blutige Ekstase, tanzt wie von Furien besessen, und aus ihrer Wohnung kriecht ein tentakelbewehrtes Geschöpf, das sie nährt und liebt. Was als Scheidungskrise beginnt, eskaliert in Hysterie, Tentakelungeheuer und Doppelgänger, bis die gesamte Realität zerbricht. 

Żuławski filmt die erste Stunde wie einen Krieg der Geschlechter: er dreht mit Handkamera durch enge Berliner Treppenhäuser und U-Bahnen, schafft Klaustrophobie ohne Effekte - nur mit Schauspielern, die explodieren und Schreien, die durch graue Treppenhäuser hallen. Bruno Nuyttens Licht fängt Schatten wie lebende Wesen ein, Andrzej Korzyńskis Score mischt dissonante Streicher mit sakralen Chören, und die berüchtigte U-Bahn-Szene mit Adjani wird zur Achse des Films: Sie spuckt Blut, verliert eine Fehlgeburt und tanzt sich in Trance - ein Moment purer physischer Katharsis, der an die Ekstase-Filme von Pasolini erinnert. Carlo Rambaldis Tentakelmonster, ein schlaffer Phallus aus Schleim und Tentakeln, ist keine CGI-Farce, sondern eine greifbare Metapher für unterdrückte Triebe, die ausbrechen. Isabelle Adjani gewann für ihre Anna den César als beste Darstellerin - und das völlig zu Recht: Sie ist Raserei, Verführung und Wahnsinn in einem, eine Frau, die ihre Besessenheit nicht nur spielt, sondern lebt; ihre Schreie durchschneiden den Zuschauer wie Glasscherben. Sam Neill kontert als Mark mit unterdrückter Wut, die in Paranoia kippt; sein langsamer Zerfall, vom kontrollierten Spion zum zitternden Wrack, ist ebenso fesselnd. Adjani und Neill spielen mit einer nie dagewesenen Intensität; ihre Szenen sind so körperlich, dass man die Erschöpfung spürt. Heinz Bennent und Margit Carstensen ergänzen als Heinrich und Helen, die voyeuristische Umwelt, die das Chaos beobachtet.

"Possession" ist keine Allegorie mit Lösung, sondern ein fiebriger Blick auf das Scheitern: Die Ehe als Labor, in dem Menschen mutieren, Besessenheit als Flucht vor der Langeweile des Alltags, Berlin als Kulisse kalter Teilung. Ein Film, der nicht erklärt, sondern überwältigt, und dadurch tiefer ins Bewusstsein sickert als rationale Analysen. In Zeiten von Paartherapie wirkt er radikaler denn je: Was, wenn Liebe nicht heilt, sondern zerstört? "Possession" ist definitiv kein gemütlicher Horrorabend, sondern ein Trauma auf Zelluloid - 127 Minuten, die man erleidet und nie vergisst. 

8/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/ArtworkGaumont/Oliane Productions/Marianne Productions/Soma Film Produktion

The Beauty (2026)

https://www.imdb.com/title/tt33517752/

Als in der Welt der internationalen Supermodels plötzlich rätselhafte Todesfälle auftreten, werden die FBI-Agenten Cooper Madsen (Evan Peters) und Jordan Bennett (Rebecca Hall) nach Paris entsandt, um die Hintergründe zu untersuchen. Schon bald entdecken sie, dass hinter dem Glamour und der Perfektion ein gefährliches Geheimnis lauert. Ein mysteriöser Virus verwandelt Menschen äußerlich in scheinbar perfekte Versionen ihrer selbst, doch bringt auch tödliche Nebenwirkungen mit sich. Im Zentrum dieser globalen Bedrohung steht "The Corporation" und ihr undurchsichtiger Anführer, der die mächtige Wunderdroge "The Beauty" entwickelt hat und alles daran setzt, seine Macht zu sichern. Während die Ermittler zwischen europäischen Metropolen agieren, wird der Außenseiter Jeremy (Jeremy Pope) unversehens in den Strudel aus Gier, Machtspielen und genetischer Manipulation gezogen.

https://www.imdb.com/title/tt33520107/
1. Beautiful Pilot
Mitten in einer Balenciaga-Modenschau in Paris randaliert Supermodel Ruby Rossdale plötzlich durch die Stadt. Sie zeigt unberechenbares, gewalttätiges Verhalten, übermenschliche Kräfte und Widerstandsfähigkeit sowie eine Fixierung auf Wasser, bevor sie sich selbst entzündet und explodiert. Bei ihren Ermittlungen entdecken die FBI-Agenten Cooper Madsen und Jordan Bennett, dass Rossdale - wie auch andere Models, die unter ähnlichen Umständen starben - ihre Karrieren zwei Jahre zuvor begonnen hatten, vorher keine Präsenz in den sozialen Medien hatten und alle positiv auf ein hochvirulentes, sexuell übertragbares Virus getestet wurden. Zur gleichen Zeit versucht ein einsamer und zielloser junger Mann namens Jeremy, attraktiver zu werden. Er folgt der Empfehlung eines Internet-Chatrooms für eine mysteriöse "Lösung" und begibt sich in ein Schönheitszentrum namens ANUU ("A New You"), wo ihm ein Spezialist namens Dr. Dilegre eine neue Gesichtsstruktur verpasst. Nachdem Jeremy in einer Bar von drei attraktiven Frauen hereingelegt wird, die ihm vorgaukeln, ihn anziehend zu finden, damit er ihre Rechnung bezahlt, kehrt er wütend zur ANUU zurück und erschießt mehrere Angestellte, bis Dilegre ihm eine experimentelle Behandlung zustimmt. In einem Hotel angekommen, hat Jeremy Geschlechtsverkehr mit einer mysteriösen Frau namens Claire. Anschließend durchläuft er eine Art forcierte Verpuppung und schlüpft aus dem damit entstehenden Kokon mit einem neuen Körper. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt35115562/
2. Beautiful Jordan
Cooper und Jordan reisen nach Venedig, um einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus zu untersuchen. Dort finden sie die ägyptische Hieroglyphe "Nefer", was "Schönheit" oder auch "Vollkommenheit" bedeutet, mit Blut an eine Wand in der Nähe des Opfers gemalt. Sie vermuten, dass das Opfer im Rahmen einer organisierten Operation getötet wurde. Später entdecken sie ein Video, das von einem früheren Opfer veröffentlicht wurde und in dem sie wiederholt "Tu es nicht!" sagt, bevor sie erfahren, dass eine Redaktionsassistentin der Vogue in New York in Flammen aufgegangen ist. In ihrer letzten Nacht in Italien sprechen die beiden über ihre sexuelle Beziehung. Jordan betont ihren Wunsch nach einer unverbindlichen Affäre, während Cooper seine nihilistische Überzeugung äußert, dass alles menschliche Verhalten von Sex getrieben sei und er kein Interesse an traditioneller Monogamie oder Bindung habe - was sie verletzt. Später am Abend hat Jordan eine sexuelle Begegnung mit einem mysteriösen Mann. Anschließend durchläuft sie eine ähnliche Transformation wie Jeremy und schlüpft mit einen neuen Körper. Cooper bereitet sich derweil auf seine Abreise nach New York vor. Obwohl er von zwei unbekannten Angreifern attackiert wird, kann er beide schließlich töten. In Rom eliminiert ein Attentäter im Auftrag des milliardenschweren Tech-Moguls Byron "The Corporation" Forst Menschen. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt35115563/
3. Beautiful Christopher Cross
In New York City randaliert Harper Rose, eine Assistenzredakteurin der Vogue, bei Condé Nast und infiziert dabei zahlreiche Umstehende, bevor sie in Flammen aufgeht. In Venedig wird Cooper von der italienischen Polizei festgenommen und verhört, bevor FBI-Supervisor Meyer Williams ihn freilässt und nach New York schickt, nachdem sein Virustest negativ ausgefallen ist. In Rom foltert der Assassine einen "Läufer", der das Virus ohne Genehmigung verbreitet hat. Anschließend beauftragt Byron ihn, Dr. Dilegre zu töten, weil dieser einen infizierten Klienten behandelt hat. Franny, Byrons von ihm getrennt lebende Frau, informiert ihn, dass ihr Sohn Tig einen Rückfall erlitten hat und sich in einer Methadon-Klinik befindet. Byron weigert sich jedoch, ihn zu besuchen. Als der Assassine Dr. Dilegre erreicht, zwingt er ihn, ihm bei der Suche nach Jeremy zu helfen, bevor er ihn tötet. Der Assassine nimmt Jeremy gefangen und zwingt ihn, ihm bei der Suche nach Marcy zu helfen, einem Dienstmädchen, das Jeremy infiziert hatte. Während der Fahrt zu ihrem Haus erklärt der Assassine Jeremy seine Überzeugung, dass die Welt grausam zu denen sei, die nicht schön sind. Dann enthüllt er, dass er von Byron angeheuert wurde, um Menschen zu töten, die das Virus vor dem Börsengang seines Unternehmens verbreitet haben. Nach ihrer Ankunft überwältigen die beiden Marcy, bevor der Assassine sich darauf vorbereitet, Jeremy zu töten. Da der Letztere sich unterwürfig verhält, beschließt der Assassine, ihn stattdessen als Lehrling anzuwerben. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt35115564/
4. Beautiful Chimp Face
In einer Rückblende sieht man Cooper und Jordan bei einem Date in Rom, bei dem sie andeuten, romantische Gefühle füreinander zu hegen. In der Gegenwart befragt Cooper zwei Überlebende von Harpers Amoklauf: ihren Freund Ashley Sanders, der vermutlich zuvor ungeschützten Sex mit ihr hatte und möglicherweise infiziert ist, und Manny, den Ashley als Sexualstraftäter bezeichnet. Manny interessiert sich für Cooper, bevor er selbst Amok läuft. Cooper verfolgt ihn in einen Hochsicherheitsraum mit menschlichen Häuten, die von "schönen" Menschen vor ihrem Tod gespendet wurden. Dort verwandelt sich Manny und greift Cooper an, dem er die Schuld an den Geschehnissen gibt. Cooper erhält Verstärkung und überwältigt Manny. Einige Zeit später trifft die "neue" Jordan wieder auf Cooper und versucht sich ihm zu erkennen zu geben. Gleichzeitig trainiert der Attentäter den eifrigen Jeremy, während Byron sich Auffrischungsspritzen gibt, um seinen Körper stabil zu halten. Er verkündet, dass der "Welttag der Schönheit" der offizielle öffentliche Startschuss für sein neues Medikament sein wird, ignoriert die Bedenken des Wissenschaftlers Dr. Ray Lee bezüglich mangelnder Tests und mutierter Varianten von Drittanbietern und ordnet eine Verdünnung des Mittels bei gleichzeitiger Verdopplung der Produktion an. - 7/10

https://m.imdb.com/de/title/tt35115565/
5. Beautiful Billionaires
In einer Rückblende trifft sich Byron mit anderen Milliardären zu einer exklusiven Studie einer von Ray entwickelten experimentellen Gentherapie. Nach seiner Verwandlung tötet Byron die anderen Milliardäre und Zeugen, bevor er Dr. Ray Lee entführt, um sicherzustellen, dass er alleiniger Inhaber seiner Arbeit wird. In der Gegenwart erkennt Cooper endlich Jordans Identität und umarmt sie. Nachdem er erfahren hat, was mit ihr geschehen ist, verspricht er ihr, ihr zu helfen, die Nebenwirkungen der Infektion abzuwenden, und besteht darauf, dass sie den Kontakt zu den Behörden meidet, um einer Quarantäne zu entgehen. Währenddessen foltern der Attentäter und Jeremy einen Mann namens Nate, der sich bei einer Prostituierten mit dem Virus infiziert und es an mehrere Personen weitergegeben hat, um Informationen zu erhalten. Anschließend befiehlt Byron dem Attentäter, Cooper zu eliminieren. Als Cooper und Jordan zu Coopers Wohnung zurückkehren, finden sie Nates Leiche und die Hieroglyphe "Nefer" an der Wand. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt35115567/
6. Beautiful Patient Zero
In einer Rückblende, kurz nach Dr. Rays Lees Entführung, bemerkt Byron Nebenwirkungen des Mittels und lässt ihn am Leben, damit dieser die Formel perfektionieren kann. Gleichzeitig will er alle Virusträger töten, um zu verhindern, dass das Virus zu einer Straßendroge wird. Später versucht Byron, Franny von der Einnahme der Droge zu überzeugen. Er erläutert ihr seinen Plan, sich selbst und die dadurch verliehene extreme kosmetische Wirkung zu nutzen, um Macht zu erlangen und die Gesetze der FDA zu umgehen. Sie lehnt jedoch ab und droht, ihn zu entlarven. Ray entdeckt, dass das Virus nach 855 Tagen eine "Zündketose" (eine Art beschleunigter Stoffwechselzustand, bei dem Fett statt Kohlehydrate als natürliche Energiequelle genutzt wird) auslöst und verspricht, ein Heilmittel zu finden, das Byron zusammen mit dem Virus verkaufen kann. Rays Kollegen Mike und Clara freunden sich unterdessen aufgrund ihrer Unsicherheiten bezüglich ihres Aussehens und ihres Selbstbewusstseins an. Nach einem Experiment mit einem Schimpansen stiehlt Mike zwei Ampullen und verabreicht sie sich und Clara. Zwei Jahre später exekutiert der Attentäter Mike in Rom, um zu verhindern, dass sich das Virus unkontrolliert ausbreitet. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt35115569/
7. Beautiful Living Rooms
Cooper bringt Jordan in ein sicheres Haus, wo sie ihm ihre Liebe gesteht. Byron besucht Meyer und seine Frau Juliana und bietet ihnen an, ihre Tochter Joey mit dem "Schönen" von ihrer Progerie zu heilen. Außerdem will er Dosen für sie und eine finanzielle Entschädigung erhalten, wenn sie im Gegenzug die FBI-Ermittlungen einstellen und Cooper ausliefern. Sie gehen auf Byrons Angebot ein. Anderswo drängt Jeremy den Attentäter, seine Vergangenheit und seinen Namen, Antonio, preiszugeben, und die beiden finden durch ähnliche Familientraumata zueinander. Meyer verschafft Cooper Zugang zum NIH, um eine DNA-Probe zu entnehmen, bevor der Attentäter und Jeremy ihn und Jordan im Krankenhaus überfallen. Der Attentäter zwingt Cooper zur Kapitulation, indem er Jordan bedroht, für die Cooper Gefühle hegt. Beide werden gefangen genommen. Anschließend unterziehen sich Meyer, Juliana und Joey der Schönheitsbehandlung und werden als neu verwandelte Familie wieder vereint, während Byron stolz zusieht. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt35115568/
8. Beautiful Brothers
Während Byron seine Präsentation für die bevorstehende Markteinführung von "Beauty" vorbereitet, kürzt er das Budget seines Unternehmens und löst die anderen Abteilungen auf, um in das Medikament zu reinvestieren. Später wendet er die "Beauty"-Prozedur an seinen entfremdeten Söhnen Tig und Gunther an, um sie vor einer Überdosis zu retten; Franny schwört Byron daraufhin Rache. Unterdessen wird der Assassine von Byron verraten, bevor er, Jeremy, Cooper und Jordan in eine Quarantäneeinrichtung der NIH gebracht werden, wo die Überlebenden des Condé-Nast-Vorfalls von Söldnern getötet wurden. Jeremy und der Assassine streiten sich über die Nebenwirkungen von "Beauty", bis Cooper sie trennt. Anschließend wird er von Meyer, inzwischen Vorgesetzter bei den NIH, vorgeladen und angewiesen, Befehle zu befolgen. Nach seiner Rückkehr beteiligt sich Cooper an einem Fluchtversuch der anderen. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt35115570/
9. Beautiful Evolution
Dr. Diana Sterling entpuppt sich als Drahtzieherin hinter Coopers, Jordans, des Attentäters und Jeremys Flucht. Sie erklärt die Geschichte der Deacons und bittet um Hilfe bei der Ermordung von Byron. Da Cooper bereits weiß, wie der Attentäter, Jeremy und Jordan aussehen, muss er sich "The Beauty" aneignen und sein neues Aussehen nutzen, um ihnen nahe genug zu kommen. Cooper willigt ein, solange er sich durch Geschlechtsverkehr mit Jordan infiziert, anstatt durch eine Injektion. Der Attentäter, Jeremy und Jordan sind alarmiert, da Coopers Verwandlung, anders als ihre eigene, länger und schmerzhafter verläuft, und sind schockiert, als Cooper als gesunder Jugendlicher wieder auftaucht. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt35115572/
10. Beautiful Beauty Day
Nach Coopers Verwandlung schmieden er, Jordan, der Assassine und Jeremy einen Plan, um Byron zu ermorden. Doch sie kommen zu spät, denn "The Beauty" wird plötzlich einen Tag früher als erwartet weltweit veröffentlicht. Eine Woche später ist die Highschool-Schülerin Bella Grant wie besessen von "The Beauty", nachdem ihre beste Freundin Ruthie, deren Nasen-OP misslungen ist, die Behandlung erfolgreich durchführt und von ihren Eltern mit einem luxuriösen Erlebnis verwöhnt wird. Da Bella sich die Behandlung offiziell nicht leisten kann und ihre Eltern dagegen sind, gibt Ruthie ihr einen Zettel mit einer Telefonnummer, unter der sie "The Beauty" kostenlos und auf inoffiziellem Weg erhalten kann. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt38262591/
11. Beautiful Betrayal
Tig und Gunther verabreichen Franny gegen ihren Willen "The Beauty", um Byron zu gefallen. Daraufhin versucht sie, sich das Leben zu nehmen, doch Byron lässt ihren Körper dank der regenerativen Eigenschaften des Mittels stabilisieren. Bella unterzieht sich derweil der Behandlung mit "The Beauty" durch Geschlechtsverkehr mit einem Mann namens Conor, der zuvor eine zweite Dosis eingenommen hat, um die Wirkung zu verstärken. Nach ihrer Verwandlung entdeckt Bellas Mutter entsetzt groteske Mutationen. Nachdem Byron erfährt, dass Öffentlichkeit und Regierung "The Beauty" aufgrund der weit verbreiteten Nebenwirkungen nicht mehr unterstützen, beschließt er, den Verkauf einzustellen und das Projekt einzustellen, um in Heilmittel und Verbesserungen zu investieren. Gleichzeitig bietet er kostenlose Booster an. Tig, der das Medikament weiterhin vertreiben und Byrons Vermögen erben will, heuert Diana, Cooper, Jordan, den Assassinen und Jeremy an, um ihn zu ermorden. Im Gegenzug erhält Cooper ein unerprobtes Medikament, um die Wirkung von "The Beauty" rückgängig zu machen, und die anderen sind verblüfft, als er nach seiner Verwandlung wieder auftaucht. - 6,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: FX/Hulu/Disney