Mittwoch, 5. August 2026

Bride Hard (2025)

https://www.imdb.com/de/title/tt21317634/
https://letterboxd.com/film/bride-hard/

Sam (Rebel Wilson) arbeitet als Geheimagentin auf höchstem Niveau. Als sie jedoch eine gefährliche Mission der Rolle als Trauzeugin vorzieht, verliert sie das Vertrauen ihrer besten Freundin Betsy (Anna Camp). Zur Hochzeit wird sie deshalb nur noch als einfache Brautjungfer eingeladen. Was als versöhnliches Wochenende beginnt, endet abrupt, als bewaffnete Söldner die Feier überfallen. Inmitten der eskalierenden Situation bleibt Sam keine Wahl: Sie muss eingreifen, um die Braut zu schützen. Während sie sich zwischen Torte, Tischdeko und Schusswechseln bewegt, versucht sie nicht nur, die Angreifer zu stoppen, sondern auch ihre beschädigte Freundschaft zu retten. Die Ereignisse verdichten sich zu einem Wettlauf gegen die Zeit – und einer persönlichen Herausforderung, die weit über ihren Agentenalltag hinausgeht. Denn mit Virginia (Anna Chlumsky), Lydia (Da'Vine Joy Randolph) und Zoe (Gigi Zumbado) werden auch die anderen Brautjungern mit in die Sache reingezogen.

Die Mischung aus "Stirb langsam" und einer chaotischen Hochzeitskomödie klingt eigentlich nach einer sicheren Bank. Mit Simon West auf dem Regiestuhl und Rebel Wilson als schlagkräftiger Geheimagentin, die nebenbei als Brautjungfer auf der Hochzeit ihrer besten Freundin einspringen muss, bringt "Bride Hard" durchaus eine unterhaltsame Prämisse mit. Leider bleibt der Film fast durchgehend hinter seinen Möglichkeiten zurück. Viele Witze verpuffen wirkungslos, zahlreiche Pointen wirken vorhersehbar oder überstrapaziert. Kurz: ich habe nicht einmal geschmunzelt. Gleichzeitig fehlt den Figuren jede echte Tiefe, sodass die emotionale Freundschaftsgeschichte kaum Gewicht entwickelt. Statt clever mit den bekannten Genre-Klischees zu spielen, reiht der Film ein altbekanntes Muster an das nächste.

Auch die Action überzeugt nur bedingt. Simon West inszenierte in der Vergangenheit deutlich temporeichere und einfallsreichere Actionfilme. Doch hier wirken viele Kämpfe überraschend harmlos und teilweise uninspiriert choreografiert. Der Film schwankt ständig zwischen alberner Komödie und ernst gemeintem Actionfilm, ohne jemals eine stimmige Balance zu finden. Am Ende bleibt das Gefühl, dass "Bride Hard" aus einer eigentlich unterhaltsamen Idee viel zu wenig macht. Weder erreicht der Film den Witz einer gelungenen Hochzeitskomödie noch die Spannung eines guten Actionfilms. Stattdessen entsteht ein überraschend beliebiger Mix, der trotz sympathischer Besetzung so gut wie nie zündet.

3,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkBalcony 9 Productions/Colleen Camp Productions/Elevated Films/WME Independent/Copper Island/Latigo Films/Gramercy Park Media

Hellraiser: Hellworld - Hellraiser VIII: Hellworld (2005)

https://www.imdb.com/de/title/tt0354623/
https://letterboxd.com/film/hellraiser-hellworld/

Die Teenager Chelsea (Katheryn Winnick), Allison (Anna Tolputt), Derrick (Khary Payton) und Mike (Henry Cavill) trauern um ihren Freund Adam (Stelian Urian). Er beging Selbstmord, nachdem er auf fatale Weise süchtig nach einem Online-Videospiel namens „Hellword“ wurde. Ihr ehemaliger Freund Jake (Christopher Jacot) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Gruppe. Sie hätten nicht aufgehört zu spielen, auch als sich Adams Gesundheitszustand bereits deutlich verschlechtert hatte. Chelsea, die am meisten von Schuldgefühlen geplagt wird, und die anderen sind darum umso überraschter, als sie Jake auf einer Hellword-Party begegnen. Er erklärt ihnen, dass er von einer Chat-Bekanntschaft dazu eingeladen wurde. Die Feier findet in einem abgelegenen Haus statt, wo der geheimnisvolle Gastgeber (Lance Henriksen) ziemlich makabre Sammelleidenschaften pflegt. Zu spät bemerken die Spieler, dass sie auf einem wahrhaft höllischen Trip sind…

Nach den zunehmend psychologisch geprägten Vorgängern versuchte "Hellraiser: Hellworld", der mittlerweile stark angeschlagenen Horrorreihe neues Leben einzuhauchen. Die Idee klang auf dem Papier durchaus reizvoll: Was passiert, wenn sich eine Gruppe junger Horrorfans in einem Escape-ähnlichen Rollenspiel rund um Pinhead und die Lament Configuration wiederfindet? Hinzu kam ein überraschend prominentes Ensemble mit Lance Henriksen, Doug Bradley und einem damals noch weitgehend unbekannten Henry Cavill. Doch trotz dieser Zutaten bleibt "Hellraiser: Hellworld" ein Film, der nie entscheidet, ob er klassische "Hellraiser"-Fortsetzung oder moderner Teenie-Horror à la "Saw" und "House Of Wax" sein möchte. Doch zunächst besitzt der Film auch durchaus einen gewissen Reiz. Die Idee, das "Hellraiser"-Universum in die frühe Internet- und Online-Gaming-Kultur der 2000er-Jahre zu übertragen, war damals durchaus aktuell und unterschied sich zumindest von den vorherigen Fortsetzungen. Gerade der Einstieg erzeugt eine angenehme Mystery-Stimmung und lässt offen, ob tatsächlich übernatürliche Kräfte am Werk sind oder ob alles Teil eines perfiden Spiels ist.

Auch optisch schlägt "Hellraiser: Hellworld" einen etwas frischeren Weg ein. Die düsteren Kulissen des alten Herrenhauses, kombiniert mit modernen Elementen wie Computern, virtuellen Rätseln und Gothic-Design, sorgen für eine interessante Atmosphäre. Regisseur Rick Bota bemüht sich sichtbar, dem Film einen zeitgemäßeren Look zu verleihen, ohne dabei die typischen Horrorbilder der Reihe völlig aufzugeben. Darstellerisch gibt es ebenfalls Lichtblicke. Lance Henriksen bringt mit seiner ruhigen und geheimnisvollen Präsenz viel Klasse in den Film und verleiht seiner Figur eine unterschwellige Bedrohlichkeit. Auch Henry Cavill, noch Jahre vor seinem internationalen Durchbruch, zeigt bereits Charisma und eine natürliche Leinwandpräsenz. Katheryn Winnick und Khary Payton ergänzen den jungen Cast solide, auch wenn das Drehbuch ihren Figuren nur wenig Tiefe zugesteht. Und genau hier beginnt das größte Problem des Films. Die Charaktere bleiben größtenteils austauschbare Genre-Stereotype, deren Schicksal den Zuschauer kaum berührt. Hinzu kommt, dass sich die Handlung lange Zeit mit falschen Fährten und Halluzinationen beschäftigt, ohne echte Spannung aufzubauen. Was zunächst geheimnisvoll wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einem verwirrenden Wechselspiel aus Realität und Einbildung, das seine Überraschungen frühzeitig verrät.

Noch gravierender ist allerdings die Rolle von Pinhead. Wie bereits bei mehreren Direct-to-Video-Fortsetzungen dient Doug Bradleys ikonische Figur eher als Werbefigur denn als tatsächlicher Mittelpunkt der Geschichte. Pinhead tritt nur sporadisch auf und bleibt weit hinter seiner früheren Präsenz zurück. Als Fan der klassischen Filme darf man sich deshalb erneut fragen, warum der Film überhaupt den Namen "Hellraiser" trägt. Auch das Finale sorgt für Stirnrunzeln. Es schlägt eine Richtung ein, die den zuvor aufgebauten übernatürlichen Horror weitgehend relativiert. Was als spannendes Spiel mit Realität und Hölle beginnt, endet vergleichsweise bodenständig und nimmt der Geschichte einen Großteil ihrer mystischen Wirkung. Für den eingefleischten Fan bleibt der Film eine interessante Randnotiz der Reihe - als eigenständiger Horrorfilm überzeugt er jedoch nur selten und bleibt deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück.

4/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkNeo Art & Logic/Miramax/Castel Film/Dimension Films

Dienstag, 4. August 2026

Paranormal Activity 3 (2011)

https://www.imdb.com/de/title/tt1778304/
https://letterboxd.com/film/paranormal-activity-3/

Das Prequel zur "Paranormal Activity"-Reihe erzählt die Vorgeschichte der rätselhaften Ereignisse um Katie (Katie Featherston) und ihre Familie, die von einem bösen Dämon heimgesucht wird. Ihre Schwester Kristi (Sprague Grayden) möchte der Frage auf den Grund gehen, warum der Dämon ausgerechnet sie und Katie auserwählt hat. Sie sichtet Videomaterial aus ihrer Kindheit in den 1980ern und schnell wird klar, dass Katie ihre Schwester damals in ein verhängnisvolles Ritual verstrickte, das die Zukunft der beiden auf schreckliche Weise verändert hat. Angelockt von den Kindern, beginnt der Dämon sein unsichtbares, aber teuflisches Spiel.

Nach dem Überraschungserfolg von "Paranormal Activity" und der direkten Fortsetzung stand die Reihe vor einer schwierigen Aufgabe: Wie hält man das Found-Footage-Konzept frisch, ohne die bekannten Zutaten ständig zu wiederholen? Die Antwort lieferte "Paranormal Activity 3" in Form eines Prequels. Das Regieduo Henry Joost und Ariel Schulman verlegte die Handlung ins Jahr 1988 und erzählte die Vorgeschichte der Schwestern Katie und Kristi. Der dritte Teil verlässt sich dabei auf schleichenden Horror statt auf Jump-Scares. Das Publikum weiß oft schon, dass gleich etwas passieren könnte - doch wann und wie, bleibt lange unklar. Gerade diese permanente Erwartungshaltung sorgt für eine konstante Anspannung, die den Film über weite Strecken trägt. Besonders einfallsreich sind die neuen Kameraideen. Das improvisierte Kamerasystem, bei dem eine Videokamera auf einem oszillierenden Ventilator montiert wird und langsam zwischen zwei Räumen hin- und herschwenkt, gehört inzwischen zu den ikonischsten Momenten der gesamten Reihe. Jeder Schwenk erzeugt Nervosität, weil sich die Szenerie bei jeder Rückkehr minimal verändert haben könnte. 

Auch die beiden jungen Darstellerinnen Chloe Csengery und Jessica Tyler Brown überzeugen als Katie und Kristi. Ihre natürliche Darstellung verleiht den übernatürlichen Ereignissen zusätzliche Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig funktioniert die Chemie innerhalb der Familie erstaunlich gut, wodurch sich der Zuschauer stärker mit den Figuren identifizieren kann als in manchen anderen Teilen der Reihe. Positiv fällt außerdem auf, dass das Prequel die Hintergrundgeschichte der dämonischen Ereignisse erweitert, ohne dabei alles vollständig zu erklären. Der Film streut neue Hinweise über den Ursprung des Fluchs ein und verknüpft sie geschickt mit den späteren Filmen. Dadurch gewinnt das Franchise zwar an Mythologie, bewahrt sich aber dennoch einen gewissen rätselhaften Charakter.

Dennoch zeigt auch "Paranormal Activity 3" die bekannten Probleme der Reihe. Über weite Strecken passiert erzählerisch relativ wenig. Viele Szenen folgen dem inzwischen vertrauten Muster: ruhige Alltagsmomente, kleine übernatürliche Vorfälle, anschließend wieder längere Ruhephasen. Wer bereits die ersten beiden Filme kennt, wird deshalb vieles als wenig überraschend empfinden. Bis zum Finale steigert sich der Film dann deutlich und liefert einige wirkungsvolle Bilder, doch die Auflösung wirkt hektischer als der sorgfältige Spannungsaufbau zuvor. Einige Handlungsfragen bleiben bewusst offen, was zwar zum Mysterium beiträgt, aber trotzdem eher Frustration als Faszination auslöst. Gleichzeitig leidet der Film unter dem bekannten, sehr repetitiven Erzählmuster der Reihe und einem Finale, das nicht alle Erwartungen erfüllt. "Paranormal Activity 3" ist unterm Strich eine empfehlenswerte Ergänzung - wer mit den Vorgängern jedoch wenig anfangen konnte, wird auch hier kaum bekehrt werden.

5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkParamount Pictures/Blumhouse Productions/Solana Films/Room 101

Montag, 3. August 2026

Undertone (2025)

https://www.imdb.com/de/title/tt35892608/
https://letterboxd.com/film/undertone-2025/

Die Moderatorin eines Podcasts, der sich mit unheimlichen Phänomenen befasst, zieht in das Haus ihrer sterbenden Mutter, um deren Pflege zu übernehmen. Kurz darauf erhält ihre Sendung eine Reihe von Tonaufnahmen eines jungen, schwangeren Paares, das von rätselhaften Geräuschen und paranormalen Ereignissen berichtet. Mit jeder neuen Aufnahme erkennt sie zunehmend Parallelen zwischen der geschilderten Situation und ihrem eigenen Leben. Die Überschneidungen wirken zunehmend verstörend und nagen an ihrer Wahrnehmung, bis sie sich unaufhaltsam in eine Entwicklung verstrickt, der sie sich nicht mehr entziehen kann.

Im Horrorfilm wird häufig darüber gesprochen, was man sieht. "Undertone" beweist eindrucksvoll, dass manchmal das, was man hört - oder glaubt zu hören -, noch viel verstörender sein kann. Regisseur Ian Tuason liefert mit seinem Spielfilmdebüt einen ungewöhnlichen Slow-Burn-Psychohorror, der auf klassische Schockeffekte weitgehend verzichtet und stattdessen mit Klang, Stille und einer stetig wachsenden Anspannung arbeitet. Das Ergebnis ist ein mutiger Genrebeitrag, der nicht jede Idee konsequent zu Ende denkt, aber gerade durch seine minimalistische Herangehensweise lange nachwirkt. Und man muss eines sagen: das Sounddesign ist großartig! Selten hat ein Horrorfilm seine akustische Ebene derart konsequent in den Mittelpunkt gestellt. Flüsternde Stimmen, kaum wahrnehmbare Geräusche und beklemmende Stille erzeugen eine Atmosphäre, die sich langsam, aber wirkungsvoll entfaltet. 

Auch Nina Kiris Evy trägt den Film nahezu im Alleingang. Ihre Darstellung vermittelt glaubhaft die zunehmende Erschöpfung und Verunsicherung ihrer Figur. Gerade weil Evy keine klassische Horrorheldin ist, sondern ein Mensch, der bereits vor den übernatürlichen Ereignissen mit persönlicher Belastung kämpft, wirken ihre Ängste nachvollziehbar und authentisch. Optisch bleibt "Undertone" bewusst zurückhaltend. Ian Tuason nutzt wenige Schauplätze und setzt auf ruhige Kameraführung statt hektischer Schnitte. Diese Reduktion passt hervorragend zur Geschichte und unterstützt die beklemmende Atmosphäre. Statt ständig Monster oder Geister zu zeigen, vertraut der Film auf die Fantasie seines Publikums - ein Ansatz, der an Genreklassiker wie "The Blair Witch Project" oder "The Ring" erinnert, ohne sie einfach zu kopieren. Leider gelingt es dem Film nicht, dieses hohe Niveau bis zum Ende durchzuhalten. Während der langsame Spannungsaufbau hervorragend funktioniert, verliert die Geschichte im letzten Drittel etwas von ihrer Eleganz. Dort greift das Drehbuch zunehmend auf vertrautere Horror-Konventionen zurück und erklärt manches, was zuvor gerade durch seine Mehrdeutigkeit so faszinierend wirkte. Auch erzählerisch hätte der Film stellenweise etwas straffer sein dürfen. Das ruhige Tempo gehört zwar bewusst zum Konzept, sorgt aber dafür, dass sich einzelne Szenen wiederholen und der Mittelteil gelegentlich etwas zu gemächlich wirkt. 

Dennoch bleibt der Film ein bemerkenswertes Debüt. Ian Tuason beweist ein feines Gespür für Atmosphäre und zeigt, dass effektiver Horror nicht zwingend große Effekte oder spektakuläre Monster benötigt. Stattdessen reicht manchmal ein leises Geräusch aus dem Off, um nachhaltiger zu wirken als jeder Jump-Scare. Gerade diese Konsequenz macht "Undertone" zu einem interessanten Beitrag zum Genre.

6/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkBlack Fawn Films/Slaterverse Pictures/KINO Studios/Spooky Pictures/DimensionGate/Feel Everything Productions

Sonntag, 2. August 2026

Hellraiser: Deader - Hellraiser VII: Deader (2005)

https://www.imdb.com/de/title/tt0337636/
https://letterboxd.com/film/hellraiser-deader/

Die britische Journalistin Amy Klein (Kari Wuhrer) beschäftigt sich für einen Artikel mit der Untersuchung von cracksüchtigen Junkies. Während ihrer Recherchen stolpert sie über eine bizarre Aufnahme auf einem Videoband. Ihrem Redakteur Charles Richmond (Simon Kunz) wurden die Aufnahme durch eine unter der Erde hausende Gruppe von Jugendlichen in der rumänischen Hauptstadt Bukarest zugespielt. Es stellt sich heraus, dass die jungen Leute durch die Macht ihres Anführers Winter (Paul Rhys) zu Zombies mutierten. Marla (Georgina Rylance), ein Mitglied des mysteriösen Zirkels, möchte Amy ihre Geschichte erzählen. Die junge Journalistin nimmt die Herausforderung an und reist nach Rumänien. Sie findet Marla tot auf, in der Hand einen Puzzle-Würfel. In der Hoffnung auf die Lösung des Rätsels nimmt Amy den Gegenstand mit in ihr Hotelzimmer, nicht ahnend, dass sie damit ihre Reise in die Hölle auslöst...

Mit dem siebten Teil der langlebigen "Hellraiser"-Reihe setzte Miramax den Kurs der Direct-to-Video-Fortsetzungen konsequent fort. Wie bereits bei den Vorgängern entstand auch "Hellraiser: Deader" aus einem ursprünglich eigenständigen Drehbuch, das nachträglich an das "Hellraiser"-Universum angepasst wurde. Das merkt man dem Film über weite Strecken deutlich an. Zwar bringt Regisseur Rick Bota einige interessante Ansätze und eine angenehm düstere Atmosphäre mit, doch letztlich bleibt "Hellraiser: Deader" ein Film, der nie wirklich weiß, ob er psychologischer Mystery-Thriller, Okkult-Horror oder klassische "Hellraiser"-Fortsetzung sein möchte. Auch hier ist die Ausgangsidee noch der größte Pluspunkt: Eine okkulte Sekte, die mit Tod und Wiedergeburt experimentiert und dabei möglicherweise Verbindungen zur Hölle besitzt, hätte hervorragend in das "Hellraiser"-Universum gepasst. Tatsächlich erzeugt der Film zu Beginn eine angenehm geheimnisvolle Stimmung. Gerade die Szenen in den heruntergekommenen Straßen und Gebäuden Bukarests vermitteln eine beklemmende Atmosphäre, die sich wohltuend von den eher austauschbaren Schauplätzen der unmittelbaren Vorgänger abhebt.

Bota setzt auf entsättigte Farben, düstere Kulissen und eine fast schon traumartige Bildsprache. Einige Sequenzen entwickeln dadurch tatsächlich eine Atmosphäre, die an die surrealen Albträume der ersten beiden "Hellraiser"-Filme erinnert. Einzelne praktische Effekte und Make-up-Arbeiten können sich ebenfalls sehen lassen, auch wenn das Budget deutlich begrenzter ausfällt als bei den frühen Kinofilmen. Leider bleibt es größtenteils bei guten Ansätzen. Das Drehbuch verliert sich immer wieder in kryptischen Dialogen und Symbolik, ohne daraus eine wirklich fesselnde Geschichte zu entwickeln. Statt Spannung aufzubauen, erzeugt der Film häufig Verwirrung. Viele Szenen wirken eher rätselhaft als bedeutungsvoll, sodass sich die Handlung zunehmend im Kreis dreht. Hinzu kommt das altbekannte Problem der späteren "Hellraiser"-Fortsetzungen: Pinhead ist erneut kaum mehr als ein Gastauftritt. Doug Bradley liefert zwar wie gewohnt eine souveräne Performance ab, doch seine ikonische Figur spielt für die eigentliche Handlung nur eine untergeordnete Rolle. Statt den mythologischen Kern der Reihe auszubauen, wird Pinhead erst spät in die Geschichte integriert - eher aus Verpflichtung gegenüber dem Franchise als aus erzählerischer Notwendigkeit. Auch das Erzähltempo stellt Geduld auf die Probe. Gerade der Mittelteil verliert sich in langen Traumsequenzen und Dialogen, die nur selten echte Spannung erzeugen. Das Finale bemüht sich zwar um eine größere philosophische Aussage über Schuld, Erlösung und den Tod, wirkt dabei aber eher überladen als tiefgründig. Was als faszinierender Okkult-Thriller beginnt, endet letztlich in einer Reihe von Erklärungen, die kaum befriedigen. Man findet hier durchaus einige interessante Ansätze und atmosphärische Momente. Als eigenständiger Horrorfilm oder würdiger "Hellraiser"-Teil bleibt "Hellraiser: Deader" jedoch deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück und zählt zu den schwächeren Einträgen der langlebigen Horrorreihe.

3,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkDimension Films/Stan Winston Productions/Neo Art & Logic/Castel Film

Hellraiser: Hellseeker - Hellraiser VI: Hellseeker (2002)

https://www.imdb.com/de/title/tt0274546/
https://letterboxd.com/film/hellraiser-hellseeker/

Nach einem schweren Autounfall erwacht Trevor Gooden in einem Krankenhaus - ohne Erinnerung daran, was wirklich geschehen ist. Seine Ehefrau Kirsty gilt als vermisst, und schon bald gerät Trevor selbst unter Mordverdacht. Während ihn verstörende Visionen, rätselhafte Begegnungen und grausame Albträume heimsuchen, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn immer mehr. Auf der verzweifelten Suche nach der Wahrheit stößt Trevor auf ein düsteres Geheimnis, das mit einer geheimnisvollen Puzzlebox und den finsteren Cenobiten um Pinhead verbunden ist. Doch je näher er der schockierenden Wahrheit kommt, desto deutlicher wird, dass manche Türen besser für immer verschlossen geblieben wären.

Nach dem überraschend experimentellen "Hellraiser V: Inferno" setzte die Reihe ihren Kurs mit "Hellraiser: Hellseeker" fort. Die sechste Fortsetzung markierte zugleich die Rückkehr von Ashley Laurence als Kirsty Cotton - einer der beliebtesten Figuren der ersten beiden Filme. Für viele Fans war das zunächst ein Grund zur Hoffnung. Leider zeigt sich schnell, dass die Rückkehr der Kultfigur zwar nostalgische Gefühle weckt, den Film aber nicht davor bewahren kann, zu den schwächeren Beiträgen der Reihe zu gehören. Dabei ist seine Grundidee richtig ansprechend; statt sich ausschließlich auf Splatter und Cenobiten zu verlassen, versucht "Hellraiser: Hellseeker", einen psychologischen Mystery-Thriller zu erzählen. Der Zuschauer erlebt die Ereignisse ausschließlich aus Trevors Perspektive und weiß lange Zeit nicht, welche Szenen tatsächlich stattfinden und welche nur in seinem zunehmend instabilen Geist existieren. Dieses Spiel mit Wahrnehmung und Schuld funktioniert stellenweise durchaus gut und erinnert bewusst an den direkten Vorgänger "Hellraiser V: Inferno".

Dean Winters Trevor wirkt von Beginn an nervös, orientierungslos und zunehmend verzweifelt. Dadurch trägt er die Geschichte glaubwürdig durch die zahlreichen Traum- und Halluzinationssequenzen. Auch Doug Bradley überzeugt einmal mehr als Pinhead - allerdings viel zu selten. Genau hier liegt eines der größten Probleme des Films. Obwohl sein Name erneut groß auf dem Cover prangt, taucht die ikonische Figur nur in wenigen Szenen auf. Als Fan der Reihe ist man daher enttäuscht, denn die Cenobiten bleiben insgesamt erstaunlich blass und spielen für die eigentliche Handlung nur eine Nebenrolle. Noch schwerer wiegt jedoch das Drehbuch. Die zahlreichen Traumebenen, Rückblenden und falschen Fährten sollen zwar Verwirrung erzeugen, führen aber häufig eher dazu, dass die Geschichte unnötig kompliziert wirkt. Wo "Hellraiser V: Inferno" seinen surrealen Aufbau noch mit einer dichten Atmosphäre verband, verliert sich "Hellraiser: Hellseeker" mehrfach in Wiederholungen und künstlich erzeugten Rätseln. Am Ende wirkt vieles weniger clever als vielmehr konstruiert. Auch die Rückkehr von Ashley Laurence bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Kirsty Cotton zählt zu den wichtigsten Figuren der gesamten Reihe, erhält hier jedoch deutlich weniger Bildschirmzeit, als man gehofft hatte. Ihre Einbindung wirkt eher wie ein nachträglicher Versuch, den Film stärker mit den ersten Teilen zu verbinden, als wie ein echter erzählerischer Mehrwert. 

Hinzu kommt die vergleichsweise biedere Inszenierung. Viele Schauplätze wirken austauschbar, die Beleuchtung ist wenig atmosphärisch und der günstige Direct-to-Video-Look lässt kaum etwas von der düsteren Eleganz erkennen, für die Clive Barkers Original einst gefeiert wurde. Zwar überzeugen einzelne Cenobiten-Designs und einige praktische Effekte durchaus, insgesamt fehlt dem Film jedoch der visuelle Einfallsreichtum früherer Serienbeiträge. Immerhin sorgen die düstere Grundstimmung, einige verstörende Bilder und der psychologische Ansatz dafür, dass der Film nie vollkommen belanglos wird. Im Vergleich zu einigen späteren Fortsetzungen der Reihe wirkt er (rückblickend) sogar überraschend solide. Dennoch entsteht nie das Gefühl, dass hier das enorme Potenzial des "Hellraiser"-Universums wirklich ausgeschöpft wird.

4/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkMiramax/Dimension Films/Neo Art & Logic/Cold Day Ltd.

Samstag, 1. August 2026

ゴールデンカムイ 北海道刺青囚人争奪編 - Gōruden Kamui 2: Hokkaidō - Golden Kamuy: The Hunt Of Prisoners In Hokkaido (2025)

https://www.imdb.com/title/tt31547882/

Nach dem Russisch-Japanischen Krieg im frühen 20. Jahrhundert begibt sich der Veteran Saichi Sugimoto (Kento Yamazaki), bekannt als „Sugimoto der Unsterbliche“, auf eine gefährliche Jagd nach einem geheimen Schatz. Das Gold der Ainu, einer indigenen Volksgruppe, wurde von Kriminellen gestohlen und versteckt – der Schlüssel zur Entschlüsselung des Verstecks liegt in den mysteriösen Tätowierungen, die auf den Körpern entkommener Gefangener angebracht wurden. In den eisigen Weiten Hokkaidōs trifft Sugimoto auf Asirpa (Anna Yamada), ein cleveres und tapferes Ainu-Mädchen, das ebenfalls nach dem Gold sucht, um das Vermächtnis ihrer verstorbenen Familie zu retten. Zusammen bilden sie ein ungleiches Team und müssen sich gegen tödliche Gegner zur Wehr setzen: rivalisierende Schatzjäger, Gesetzlose, Soldaten und das tückische Terrain der Wildnis. Doch ihre Jagd ist nicht nur von Gewalt geprägt – sie entdecken die tiefen Wurzeln und das kulturelle Erbe der Ainu, das inmitten des Chaos noch immer einen Platz hat.

https://www.imdb.com/title/tt32515478/
1. Der legendäre Bärenjäger (The Legendary Bear Hunter)
Die Suche nach den tätowierten Sträflingen geht weiter und führt die verschiedenen Gruppen auf neue Spuren durch die abgelegenen Regionen Hokkaidōs. Während Sugimoto und Asirpa ihre Reise fortsetzen, konzentriert sich diese Episode vor allem auf Tanigaki Yoshitake. Er trifft auf den erfahrenen Matagi-Jäger Tetsuzō Nihei, der seit langer Zeit einem legendären Ezo-Wolf nachstellt. Für Nihei ist die Jagd weit mehr als eine gewöhnliche Herausforderung, denn der Wolf gilt als außergewöhnlich klug und konnte sich bislang jeder Verfolgung entziehen. Tanigaki schließt sich der Suche an und lernt dabei die Lebensweise, Techniken und Traditionen der Matagi kennen. Gemeinsam folgen sie den Spuren des Tieres durch die dichten Wälder und schroffen Berglandschaften Hokkaidōs, wobei sie immer wieder auf Hinweise stoßen, die den Wolf nur knapp außer Reichweite erscheinen lassen. Währenddessen setzt Sugimotos Gruppe ihre Ermittlungen nach weiteren Trägern der tätowierten Hautkarten fort und versucht, den nächsten Schritt im Wettlauf um das verborgene Gold vorzubereiten. Gleichzeitig bleiben auch Hijikatas Gefolgsleute sowie die 7. Division aktiv und verfolgen ihre eigenen Pläne, wodurch deutlich wird, dass sich mehrere Parteien gleichzeitig auf denselben Spuren bewegen. Die Ereignisse der Episode erweitern die Handlung um neue Figuren, Hintergründe und Motive, ohne den übergeordneten Konflikt um den Schatz aus den Augen zu verlieren. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt32515479/
2. Angeln nach einem Killer (Fishing For A Killer)
Sugimoto und Asirpa setzen ihre Suche nach den tätowierten Sträflingen fort und folgen einer neuen Spur, die sie in die Küstenregion Hokkaidōs führt. Dort treffen sie auf die harte Arbeitswelt der Heringsfischerei, in der zahlreiche Arbeiter unter schwierigen Bedingungen ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Suche nach einem weiteren Gefangenen bringt sie mit einer Reihe ungewöhnlicher Personen in Kontakt, darunter auch ein Mann, dessen Vergangenheit und Verhalten für Misstrauen sorgen. Parallel dazu taucht ein weiterer gefährlicher Gegner auf, der mit den Ereignissen rund um die tätowierten Häftlinge in Verbindung steht. Sugimoto und Asirpa müssen herausfinden, wem sie vertrauen können, während sie versuchen, die nächste Spur auf ihrer Suche nach dem verborgenen Ainu-Gold zu entschlüsseln. Dabei werden sie mit den Geschichten und Geheimnissen verschiedener Menschen konfrontiert, deren Wege sich mit dem großen Schatzsucher-Wettlauf überschneiden. Auch andere Gruppen, die nach den tätowierten Häuten suchen, bewegen sich weiter durch Hokkaidō und verfolgen ihre eigenen Ziele. Während sich die einzelnen Handlungsstränge zunehmend miteinander verbinden, geraten Sugimoto und seine Begleiter erneut in eine Situation, in der sie ihre Fähigkeiten und ihren Zusammenhalt unter Beweis stellen müssen. Die Episode führt neue Figuren ein, erweitert die Suche nach den Gefangenen und bringt die Beteiligten einer weiteren wichtigen Spur näher. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt32515480/
3. Weggefährte (Companion)
Sugimoto und Asirpa verfolgen weiterhin die Hinweise auf die tätowierten Sträflinge und kommen dabei mit Menschen in Kontakt, die mehr über die Vergangenheit des verschwundenen Ainu-Goldes und die Ereignisse rund um Asirpas Familie wissen könnten. Eine neue Begegnung führt dazu, dass alte Erinnerungen und bislang unbekannte Zusammenhänge zwischen verschiedenen Figuren der Geschichte ans Licht kommen. Während die Suche nach den tätowierten Häuten weitergeht, werden die Wege mehrerer Gruppen erneut miteinander verknüpft. Sugimoto und Asirpa müssen sich nicht nur mit den Gefahren der Wildnis Hokkaidōs auseinandersetzen, sondern auch mit den unterschiedlichen Interessen der Menschen, die ebenfalls hinter dem Schatz her sind. Jede Gruppe verfolgt dabei eigene Ziele, wodurch sich die Suche zunehmend komplizierter gestaltet. Im Mittelpunkt der Episode stehen außerdem die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren und die Frage, welchen Menschen man auf der gefährlichen Reise tatsächlich vertrauen kann. Erinnerungen an frühere Ereignisse und persönliche Beweggründe spielen eine wichtige Rolle, während neue Informationen über die Vergangenheit von Asirpas Vater und die Hintergründe der Schatzsuche auftauchen. Parallel dazu setzen auch die Angehörigen der 7. Division und Hijikatas Gruppe ihre eigenen Nachforschungen fort. Während alle Beteiligten versuchen, die nächsten Hinweise zu entschlüsseln, rückt der Wettlauf um das Gold weiter in den Mittelpunkt. Die Episode verbindet neue Erkenntnisse über die Vergangenheit mit den aktuellen Entwicklungen der Schatzsuche und führt die verschiedenen Handlungsstränge weiter zusammen. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt34290142/
4. Alle Mann, auf zum Mörder-Hotel! (Let's All Stay At The Murder Hotel!)
Während die Suche nach den tätowierten Sträflingen weitergeht, bewegen sich die verschiedenen Gruppen weiterhin durch Hokkaidō und verfolgen ihre eigenen Spuren. In Barato trifft Hijikatas Gruppe auf einen unerwarteten Verbündeten, der neue Möglichkeiten für ihre Suche eröffnet und die bisherigen Machtverhältnisse innerhalb der Schatzsuche verändert. Gleichzeitig gelangen Sugimoto, Asirpa und Ushiyama nach Sapporo, wo sie in einem ungewöhnlichen Hotel Unterkunft finden. Das Hotel wird von Ienaga geführt, einer auffälligen und geheimnisvollen Gastgeberin, deren Vergangenheit und Motive zunächst im Verborgenen bleiben. Während die Gruppe dort unterkommt, beginnt sich die besondere Atmosphäre des Hauses immer stärker bemerkbar zu machen. Sugimoto und seine Begleiter müssen aufmerksam bleiben, denn hinter der scheinbaren Gastfreundschaft verbergen sich zahlreiche Geheimnisse. Parallel dazu entwickelt sich die Handlung um die Suche nach den tätowierten Häuten weiter. Die Begegnungen in Sapporo bringen neue Informationen und führen die Gruppe erneut näher an die Menschen heran, die mit dem Schatz und den geflohenen Gefangenen verbunden sind. Gleichzeitig zeigt die Episode, dass jede Begegnung auf ihrer Reise neue Risiken mit sich bringt und nicht jeder, der Hilfe anbietet, dieselben Ziele verfolgt. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt34659681/
5. Das Haus, in dem die Angst wohnt (The House Where Fear Dwells)
Sugimoto, Asirpa und ihre Begleiter setzen ihre Suche nach den tätowierten Sträflingen fort und gelangen auf ihrer Reise in eine neue Umgebung, in der sie auf weitere Hinweise im Zusammenhang mit der Schatzsuche stoßen. In einer Spielhalle beobachten sie Inkarmats besondere Fähigkeiten bei der Wahrsagerei, wodurch neue Informationen über mögliche Zusammenhänge und zukünftige Entwicklungen gewonnen werden. Ihre außergewöhnliche Art, Menschen und Situationen einzuschätzen, sorgt dabei für Aufmerksamkeit und bringt die Gruppe mit weiteren Personen in Kontakt. Im weiteren Verlauf der Episode führt die Suche die Gruppe zu einem Rancher, der mit einem gefährlichen Problem konfrontiert ist. Um ihre eigenen Ziele verfolgen zu können, gehen Sugimoto und seine Begleiter eine Vereinbarung mit ihm ein und unterstützen ihn bei der Jagd auf einen außergewöhnlich großen und gefürchteten Bären. Die Unternehmung führt sie tief in die Natur Hokkaidōs und stellt sie erneut vor eine körperliche Herausforderung. Während Sugimoto versucht, die nächsten Hinweise auf die tätowierten Gefangenen zu entschlüsseln, müssen er und seine Begleiter gleichzeitig mit den Gefahren der Wildnis umgehen. Neue Begegnungen liefern weitere Informationen über die verschiedenen Beteiligten der Schatzsuche und zeigen erneut, dass sich persönliche Schicksale, alte Konflikte und die Suche nach dem Gold immer stärker miteinander verbinden. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt31547882/
6. Ein beispielhafter Kunsthandwerker (An Exemplary Artisan)
Sugimoto und seine Begleiter erhalten durch Informationen von Dunn einen neuen Hinweis, der sie nach Yūbari führt. Dort setzen sie ihre Suche nach den tätowierten Sträflingen und den verborgenen Teilen der Schatzkarte fort. Die Reise führt sie in eine Region, die für ihre Kohlebergwerke bekannt ist und in der sie erneut auf Personen treffen, deren Vergangenheit und Wissen mit der Suche nach dem Ainu-Gold verbunden sind. Während Sugimotos Gruppe versucht, die neuen Informationen zu nutzen und den nächsten Schritt ihrer Suche vorzubereiten, verfolgt auch Lieutenant Tsurumi seine eigenen Pläne. Er trifft auf den talentierten Präparator Edogai, dessen außergewöhnliche Fähigkeiten bei der Bearbeitung von Tierhäuten und der Herstellung täuschend echter Präparate seine Aufmerksamkeit erregen. Tsurumi erkennt, dass Edogais besondere Begabung für seine eigenen Ziele von großer Bedeutung sein könnte, und entwickelt einen Plan, um diese Fähigkeiten für seine Suche nach den tätowierten Häuten einzusetzen. Parallel dazu bleibt der Wettlauf zwischen den verschiedenen Gruppen bestehen. Während Sugimoto und Asirpa weiteren Hinweisen nachgehen, arbeiten Tsurumi und die 7. Division daran, ihren Einfluss auszubauen. Die Episode führt neue Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Beteiligten der Schatzsuche ein und bringt die Suche nach den tätowierten Häuten durch neue Informationen und Begegnungen weiter voran. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt34659687/
7. Fälschung (Fake)
Sugimoto und seine Begleiter setzen ihre Suche nach den tätowierten Häuten der geflohenen Sträflinge fort und stehen vor einem neuen Problem: Unter den gesammelten Häuten befinden sich möglicherweise Fälschungen, die den gesamten Fortschritt der Schatzsuche gefährden könnten. Um herauszufinden, welche der Kartenfragmente echt sind und welche manipuliert wurden, müssen die verschiedenen Beteiligten einen Weg finden, die Echtheit der Hinweise zu überprüfen. Während Sugimotos Gruppe nach einer Möglichkeit sucht, die gefälschten Häute zu erkennen, verfolgt auch Hijikatas Gruppe ihre eigenen Ermittlungen. Die beiden Gruppen, die bislang unabhängig voneinander nach dem Ainu-Gold gesucht haben, sehen sich gezwungen, ihre Kräfte vorübergehend zu bündeln, als eine neue Gefahr auftaucht. Die 7. Division unter der Führung von Tsurumi greift ein und setzt ihre eigenen Interessen mit Nachdruck durch. Die Auseinandersetzung bringt die unterschiedlichen Parteien erneut zusammen und stellt die bisherigen Beziehungen zwischen den Schatzsuchern auf die Probe. Gleichzeitig werden weitere Informationen über die Methoden der 7. Division und ihre Vorgehensweise bei der Jagd nach den tätowierten Gefangenen bekannt. Während die Suche nach den echten Kartenfragmenten weitergeht, wird deutlich, dass nicht nur die Wildnis Hokkaidōs eine Gefahr darstellt, sondern auch die Menschen, die bereit sind, für das Gold alles zu riskieren. - 7,5/10

8. Das stille Kotan (Silent Kotan)
Sugimoto, Asirpa und ihre Begleiter erreichen auf ihrer Reise ein abgelegenes Ainu-Kotan, ein traditionelles Dorf der Ainu-Bevölkerung. Die Gruppe hofft, dort Informationen und Unterstützung auf ihrer Suche nach dem verborgenen Gold und den tätowierten Sträflingen zu erhalten. Für Asirpa ist die Begegnung mit den Bewohnern des Kotans besonders bedeutsam, da sie mit der Kultur und den Lebensweisen ihrer eigenen Herkunft verbunden ist. Doch schon bald bemerkt Asirpa, dass in dem Dorf etwas nicht stimmt. Obwohl die Bewohner zunächst freundlich auftreten, entstehen Zweifel an ihrer Identität und ihren tatsächlichen Absichten. Die ungewöhnlichen Umstände im Kotan veranlassen die Gruppe dazu, genauer hinzusehen und die Situation vorsichtig einzuschätzen. Besonders Ogata beginnt, die Bewohner zu beobachten und versucht herauszufinden, ob ihre Geschichten und ihr Verhalten glaubwürdig sind. Während Sugimoto und seine Begleiter versuchen, die Wahrheit über das Dorf herauszufinden, bleibt die Suche nach den tätowierten Häuten weiterhin ihr eigentliches Ziel. Gleichzeitig werden die unterschiedlichen Beziehungen innerhalb der Gruppe erneut auf die Probe gestellt, da jeder Beteiligte eigene Erfahrungen, Erinnerungen und Vorstellungen davon hat, wem vertraut werden kann. Die Ereignisse im Kotan bringen neue Erkenntnisse über die Menschen und Hintergründe der Schatzsuche und führen die Gruppe zu weiteren Entscheidungen auf ihrem Weg durch Hokkaidō. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt34659694/
9. Berg Taisetsu (Mount Taisetsu)
Tanigaki, Inkarmat und Cikapasi setzen ihre Reise durch Hokkaidō fort und folgen weiterhin den Spuren, die sie mit der Suche nach dem verborgenen Ainu-Gold verbinden. Während sie ihren eigenen Weg verfolgen, arbeiten Sugimoto und Hijikata daran, einen Plan zur Befreiung von Shiraishi zu entwickeln, der sich in der Gewalt der 7. Division befindet. Die Situation zwingt die beiden Gruppen, ihre bisherigen Differenzen vorübergehend zurückzustellen und gemeinsam vorzugehen. Während die Vorbereitungen für die Rettungsaktion laufen, bleiben die Bewegungen der verschiedenen Parteien innerhalb der Schatzsuche eng miteinander verbunden. Die 7. Division verfolgt weiterhin ihre eigenen Ziele und versucht, ihren Einfluss auf die Suche nach den tätowierten Gefangenen auszubauen. Gleichzeitig müssen Sugimoto und Hijikata ihre Vorgehensweise sorgfältig planen, um Shiraishi aus der bewachten Stellung zu befreien. Parallel dazu setzt sich Tanigakis Reise mit Inkarmat und Cikapasi fort, wodurch weitere Einblicke in ihre Situation und ihre Verbindung zu den Ereignissen rund um das Gold entstehen. Die verschiedenen Handlungsstränge nähern sich zunehmend an, während die Suche nach den tätowierten Häuten und die Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Gruppen weitergehen. Die Episode führt die Ereignisse der vorherigen Folgen zusammen und bereitet die nächsten Entwicklungen im Wettlauf um das Ainu-Gold vor. - 8/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: CREDEUS/TOHO/Shueisha/WOWOW/NBCUniversal Entertainment Japan/Stardust Promotion/AMUSE/jeki/LY Corporation/Hokkaido Broadcasting