7,5/10
Montag, 25. Mai 2026
The Da Vinci Code - The Da Vinci Code: Sakrileg (2006)
7,5/10
Sonntag, 24. Mai 2026
Madagascar: Escape 2 Africa - Madagascar 2 (2008)
Es war schön, mal die freie Wildbahn kennenzulernen, aber irgendwann reicht's dann auch. Also beschließen die vom Heimweh geplagten Zootiere - Löwe Alex (Ben Stiller/Jan Josef Liefers), Zebra Marty (Chris RockRick Kavanian), Giraffe Melman (David Schwimmer/Bastian Pastewka) und Nilpferd Gloria (Jada Pinkett Smith/Claudia Urbschat-Mingues) - sich von Madagaskar wieder auf den Weg nach Hause zu machen. Die pfiffige Pinguin-Truppe (Tom McGrath, Chris Miller, Christopher Knights, Conrad Vernon/Die Fantastischen Vier) schafft es, ein altes Flugzeugwrack zum Laufen zu bringen, doch leider ist die Zuverlässigkeit von Air Pinguin nicht die beste. Mit dem Lemurenkönig Julien (Sacha Baron Cohen/Stefan Gossler) und seinem Privatsekretär Maurice (Cedric the Entertainer/Roland Hemmo) an Bord legt die Reisegruppe mitten in der Steppe Afrikas eine Bruchlandung hin. Und wie es der Zufall will, stranden die Zootiere im Reservat von Löwenkönig Zuba (Engelbert von Nordhausen), der seinen im Kindesalter verschollenen Sohn Alex für tot hielt. Umso größer ist die Überraschung, als dieser sich als lebendig erweist. Konkurrent Makunga (Alec Baldwin/Klaus-Dieter Klebsch) aber sieht seine Chance gekommen, sich an Zubas Stelle zu setzen. Er beginnt eine Intrige, in deren Mittelpunkt der unbedarfte Alex steht...
Der zweite Teil der Reihe "Madagascar: Escape 2 Africa" ist ein etwas hellerer, einnehmenderer Film als das Original, aber trotzdem vor allem solide Handwerksarbeit ohne große Kreativität. Die Tiere landen nach dem Absturz eines reparierten Lastflugzeugs in Afrika, wo Alex mit seinem Vater Zuba konfrontiert wird und jeder der Vier seine eigenen Hindernisse überwinden muss, um zu „Akzeptanz“ zu gelangen. Während der Film Kinder unterhält und Erwachsene leicht amüsieren kann, bleibt er letztlich eher belanglos und einfallsarm als wirklich lustig oder berührend. Der Film ist gleich von Beginn an lebendiger, die Musik ist fröhlicher, und die Tiere sind in Afrika mit einer neuen, größeren Welt konfrontiert.Er ist handwerklich gut gemacht ist, bleibt aber an der Oberfläche. Und das ist sowohl Manko als auch Trick: Cartoons können durchaus ohne viel Kreativität auskommen, solange sie handwerklich geschickt sind - und genau das ist "Madagascar: Escape 2 Africa".
Schlimmer ist, dass der Film nicht wirklich lustig ist, sondern dem Zuschauer eher Schmunzler abringt. Die Gags sind vorhersehbar, die Dialoge sind wenig überraschend, und die Geschichte ist oft nur eine Aneinanderreihung von Szenen, die die Charaktere in eine neue Situation bringen, ohne dass sich etwas wirklich verändert. Die Pinguine sind die einzigen, die wirklich lebendig wirken, aber auch sie sind eher eine nette Abwechslung als ein neuer Höhepunkt. Was die Tiere in Afrika erleben, ist auch oft zu sehr auf die "Rückkehr zur Natur" gerichtet, ohne dass die Ideen wirklich ausgearbeitet werden. Die Szene mit Moto Moto ist charmant, aber sie bleibt am Ende nur eine nette Begegnung. Die Szene mit Alex und seinem Vater ist ernst, aber sie ist nicht wirklich emotional.
"Madagascar: Escape 2 Africa" ist ein Film, der über die Familie und die Suche nach der eigenen Identität spricht. Alex muss sich mit seinem Vater auseinandersetzen, der von ihm erwartet, ein Anführer zu sein, während er selbst ein verspielter Tänzer ist. Marty muss sich damit auseinandersetzen, dass er nicht nur ein Zoo-Tier ist, Melman muss seine eigene Fähigkeit entdecken, und Gloria muss sich mit ihrer neuen Liebe auseinandersetzen. Die Tiere lernen, dass sie nicht nur ihre Identität finden, sondern auch ihre Familie finden müssen. Das ist eine gute Idee, aber der Film ist zu sehr auf die Gags und die Unterhaltung gerichtet, um diese Idee wirklich zu entwickeln. Er ist, inb Bezug auf Lebendigkeit und Drive dem Original klar überlegen, bleibt aber selbst nur auf mittelmäßigem Niveau. Der Film ist nicht schlecht, aber er ist auch nicht wirklich gut. Er ist ein weiterer, aber kein besserer Schritt in der Reihe, aber kein wirklich lebendiger Animationfilm. Und amm Ende ist "Madagascar: Escape 2 Africa" ein Film, der Kinder unterhält und Erwachsene leicht amüsiert, aber nicht mehr als das. Er ist ein solider Familienfilm, der handwerklich gut gemacht ist, aber an der Oberfläche bleibt.Madagascar (2005)
Im New Yorker Central Park Zoo lebt das eingespielte Tier-Quartett Alex (Ben Stiller/Jan Josef Liefers), Marty (Chris Rock/Rick Kavanian), Melman (David Schwimmer/Bastian Pastewka) und Gloria (Jada Pinkett Smith/Claudia Urbschat-Mingues) in behüteter Gefangenschaft; Marty, gelangweilt von seinem Zoo-Leben, flieht und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, die die Vier schließlich auf die Insel Madagaskar treiben. Dort müssen Alex, Marty, Melman und Gloria nicht nur die ungewohnte Wildnis meistern, sondern sich auch mit ihren eigenen Rollen, Ängsten und Eitelkeiten auseinandersetzen - während die exzentrischen Einwohner Madagaskars, angeführt vom selbstverliebten König Julien (Sacha Baron Cohen/Stefan Gossler) sowie seinen Vertrauten Maurice (Cedric the Entertainer/Roland Hemmo) und dem winzigen Mort (Andy Richter/Gerald Schaale), die Neuankömmlinge argwöhnisch, aber bald auch komisch begleiten.
"Madagascar" ist kein großer Animationsfilm, aber ein sehr geschickt gebauter. Er lebt weniger von emotionaler Tiefe als von Tempo, Haltung und dem Vergnügen, vier Charaktere in eine Situation zu werfen, die ihre kleinen Eitelkeiten und Ängste ziemlich komisch freilegt. Die Regisseure Eric Darnell und Tom McGrath inszenieren das Ganze mit einem klaren Sinn für Slapstick und kindgerechte Reizüberflutung, und besonders die Pinguine stehlen dem Film fast regelmäßig die Show. Das ist zugleich seine Stärke und seine Grenze: Man erinnert sich an die Gags, die Energie und die Figuren, aber weniger an eine Geschichte, die im Herzen wirklich etwas riskiert. Der Film ist temporeich, bunt und erfreulich selbstironisch, aber auch bewusst flach genug, um nicht mehr sein zu wollen als sehr gut gemachte Unterhaltung. Unterm Strich ist "Madagascar" ein charmanter Familienfilm mit genügend Witz, um leicht zu gewinnen, aber nicht genug Herz, um lange nachzuhallen.Samstag, 23. Mai 2026
It: Welcome To Derry - Es: Welcome To Derry, Season 01 (2025)
Im Jahr 1962 zieht die Familie Hanlon in die scheinbar ruhige und idyllische Kleinstadt Derry im US-Bundesstaat Maine, um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Doch über dieser unscheinbaren Kleinstadt liegt ein dunkler Schatten. Kinder verschwinden spurlos, Menschen werden von mysteriösen Wesen verletzt und das Gefühl einer unsichtbaren Bedrohung lastet schwer auf den Straßen. So beschließt eine kleine Gruppe Jugendlicher, die unheimlichen Ereignisse ihrer Stadt zu hinterfragen. Während sie den Geheimnissen nachgehen, stoßen sie auf die erschütternde Wahrheit: Alle 27 Jahre erwacht in Derry ein uraltes, bösartiges Wesen, das sich vom Schrecken und Leid der Bewohner nährt. Allmählich werden die Freunde in einen Strudel aus dunklen Wahrheiten hineingezogen, bis die unheimliche Bedrohung Gestalt annimmt. Im Zentrum dieser Gefahr steht ein unheimlicher Clown, dessen teuflisches Grinsen bald zu ihrem schlimmsten Albtraum wird: Pennywise (Bill Skarsgård)...
https://www.imdb.com/title/tt26542133/
1. Willkommen in Derry (The Pilot)
4. Januar 1962: Nachdem er im Kino heimlich den Film "Music Man" gesehen hat, lässt der Junge Matty Clemens sich von einer Familie in ihrem Auto mitnehmen, um Derry zu verlassen, aber während der Fahrt wird deren Verhalten immer seltsamer und schließlich gebiert die Frau ein geflügeltes Monster, das Matty angreift und tötet. Vier Monate später: Lilly Bainbridge hört aus einem Wannenabfluss Matty ein Lied aus "Music Man" singen. Weder ihre Freundin Marge noch Mattys Freunde Teddy Uris und Phil glauben ihr. Nachdem Teddys Vater beim Schabbat-Dinner davon spricht, dass im KZ Buchenwald aus der Haut jüdischer Insassen Objekte hergestellt wurden, hat Teddy in seinem Zimmer die Erscheinung einer solchen Lampe. Lilly, Teddy und Phil recherchieren in der Bibliothek zu Mattys Verschwinden, während Phils kleine Schwester Susie dabei ist, und sprechen mit Ronnie Grogan, der Tochter des Kinoangestellten Hank, die ebenfalls Stimmen gehört hat, und die Matty als letzte im Kinofoyer gesehen hat. Um der Angelegenheit auf den Grund zu gehen, gehen sie abends zusammen ins leerstehende Kino. Ronnie startet aus dem Projektionsraum für die anderen den Film "Music Man", in dem nun auch Matty zu sehen ist. Er lässt das geflügelte Monster auf sie los, das Teddy, Phil und Susie tötet, während Ronnie Lilly retten kann. Parallel dazu treffen Captain Pauly Russo und Major Leroy Hanlon auf der bei Derry gelegenen Air-Force-Basis ein. Dort begegnet Hanlon bei seinen Untergebenen Rassismus, obwohl der Kommandant der Basis, General Shaw, aktiv dagegen vorgeht. In der Nacht wird Hanlon auf seinem Zimmer von maskierten Männern angegriffen, die von ihm technische Angaben zum Bombenflugzeug B-52 erpressen wollen, aber er kann sie mit Russos Hilfe vertreiben. - 8,5/10
2. Das Ding im Dunkeln (The Thing In The Dark)
Lilly und Ronnie haben nach den jüngsten Ereignissen Albträume und werden von Mitschülern isoliert, während Marge sich bei den beliebten Mädchen anbiedert. Ronnies Vater Hank wird verdächtigt, für das Verschwinden der Kinder verantwortlich zu sein, und die Bürger von Derry bedrängen Polizeichef Bowers, ihn zu verhaften. Dieser droht Lilly, sie erneut in die Nervenheilanstalt Juniper Hill einzuweisen, wo sie bereits aufgrund eines Traumas nach dem Tod ihres Vaters Zeit verbracht hatte, wenn sie nicht Hank belastet, und legt ihr eine entsprechende Aussage in den Mund. Dieser wird daraufhin öffentlichkeitswirksam festgenommen. Beim Einkaufen im Supermarkt erleidet Lilly durch Visionen von ihrem tödlich verunglückten Vater einen schweren Zusammenbruch, worauf ihre Mutter sie tatsächlich nach Juniper Hill bringt. Leroy Hanlon bezieht mit seiner Frau Charlotte und Sohn Will ein Haus in Derry. Beim Einkauf in der Stadt versucht Charlotte, Teenager aufzuhalten, die einen Jungen brutal verprügeln, und bemerkt, dass die anderen Erwachsenen nichts unternehmen. In der Schule findet Will einen Freund in Rich, der in Marge verliebt ist. Auf der Luftwaffenbasis wird ein Sergeant für den nächtlichen Angriff auf Leroy verantwortlich gemacht, aber Leroy erkennt, dass dieser nicht beteiligt gewesen sein kann. General Shaw erklärt ihm, dass der Überfall ein Test war, um seine Verschwiegenheit auf die Probe zu stellen, und zeigt ihm, dass in der Basis nach einer vergrabenen Waffe gesucht wird, die in jedem eine extreme Angst auslösen könne. Durch eine Verletzung seiner Amygdala kann Hanlon aber keine Angst fühlen. Für die Lokalisierung der Artefakte bei den Ausgrabungen wird Dick Halloranns übernatürliche Gabe genutzt. - 8/10
https://www.imdb.com/title/tt33753686/
3. Jetzt siehst du es (Now You See It)
1908: Der Junge Francis Shaw bekommt auf einem Jahrmarkt bei einem Besuch des Kuriositätenkabinetts Angst eingeflößt und tauscht später seine Steinschleuder bei dem indigenen Mädchen Rose ein. Als er im Wald von einem Monster angegriffen wird, kann sie ihn damit retten. Bei den Ausgrabungen 1962 wurde ein Auto aus dem Bradley-Gang-Massaker von 1935 zu Tage gefördert. General Shaw beschließt, Hallorann solle auf dem Luftweg weiter suchen, und gibt ihm eine Box mit der Steinschleuder mit, während Major Hanlon und Captain Russo ihn in einem Helikopter umherfliegen. Dort hat Hallorann plötzlich eine Vision schwebender Körper in der Kanalisation, die ihn fast dazu bringt, aus dem Helikopter zu springen. Hallorann berichtet Shaw, "Es" habe ihn gesehen. Die Ureinwohnergemeinde Derrys hält eine Versammlung ab, weil die Ausgrabungen ihr Land bedroht; Rose will aber hauptsächlich wissen, wonach gesucht wird. Hallorann erklärt Hanlon seine Gabe. Nach ihrer Entlassung aus Juniper Hill will Lilly, um Dinge mit Ronnie wiedergutzumachen, die Wahrheit sagen, doch sie brauchen einen Beweis und planen, bei der nächsten Erscheinung ein Foto des Monsters zu machen. Sie weihen Will und Rich ein in der Hoffnung, sie könnten helfen, Fotos zu entwickeln. Um das Monster hervorzulocken, schlägt Rich vor, ein Orisha zu beschwören. Dazu führen sie auf dem Friedhof ein Ritual aus, das zunächst nicht zu funktionieren scheint. Als sie aber auf ihren Fahrrädern wegzufahren versuchen, erscheinen ihnen die Geister der toten Kinder, von denen sie Fotos machen können. Beim Entwickeln der Fotos ist auf einem auch ein Clown zu sehen. - 7,5/10
https://www.imdb.com/title/tt36582268/
4. Die große, emsig arbeitende Maschine (The Great Swirling Apparatus Of Our Planet's Function)
Als die Kinder die Fotos dem Polizeichef von Derry zeigen, sind die Geister darauf nicht zu sehen. Nachdem Charlotte die Fotos bei ihrem Sohn Will entdeckt und er ihr von Ronnie erzählt, geht Leroy mit ihm angeln, um Zeit mit ihm zu verbringen. Dabei wird Will, als er kurz allein im Fluss steht, unter Wasser von einer Geistererscheinung angegriffen; Spuren davon sind auch für seinen Vater sichtbar. Will entwickelt mit seinen Freunden die Theorie, dass "Es" sie noch nicht tötet, weil es zuerst ihre Angst steigern will. Lilly besorgt ihnen Pillen ihrer Mutter gegen Nervosität. In der Schule soll Marge auf Druck der beliebten Mädchen Lilly einen Streich spielen. Doch gerade als Marge die Wahrheit sagen will, hat sie eine Vision, die dazu führt, dass sie mit einem Werkzeug ihr eigenes rechtes Auge verletzt. Lilly versucht, sie daran zu hindern, sich weiter zu verletzen und entreißt ihr das Werkzeug. Als in diesem Moment die anderen Schüler am Schauplatz eintreffen, sieht es so aus, als habe sie Marge angegriffen. Charlotte, die sich in den Südstaaten an der Bürgerrechtsbewegung beteiligt hat, spricht im Gefängnis mit Hank und verspricht ihm Hilfe. Im Gegenzug gesteht er, dass er am Abend des Kino-Vorfalls mit einer weißen, verheirateten Frau zusammen war. Dieses gegenüber der Polizei einzuräumen, würde in der aufgeheizten Stimmung sein Leben gefährden. Leroy drängt Hallorann und Shaw, ihm die Wahrheit über die Vorgänge in und um Derry zu sagen. General Shaw hat Hallorann und seinen (schwarzen) Kameraden eine ehemalige Lagerhalle als Freizeittreff überlassen und Roses Neffen Taniel auf der Basis inhaftiert, um von diesem zu erfahren, wo sie "Es" finden können. Hallorann dringt in dessen Verstand ein und hört in einer Erinnerung die Geschichte, wie vor Millionen Jahren ein Monster in einem Meteor auf die Erde im Gebiet der Wälder Derrys gefallen sei. Nach vielen Kämpfen und Verlusten bauten die Ureinwohner aus Bruchstücken des Meteors einen Bannkreis. Taniel zeigt dabei Hallorann, dass der Eingang zu seinem Unterschlupf der Brunnen im Neibolt-Haus ist. - 8/10
5. 29 Neibolt Street (29 Neibolt Street)
General Shaw erklärt Leroy, dass sich in dem Tunnelsystem unter dem Brunnen die Pfeiler befänden und sie diese finden wollen, um den Kreis zu verkleinern. Leroy holt darauf seine Familie auf die Basis außerhalb der Stadt. Rose gibt ihrem Neffen einen Dolch aus dem Meteorstein als Schutz mit. Soldaten, Hallorann und Taniel betreten durch den Brunnen die Kanalisation. Dort wird Hallorann von seiner Großmutter in seinen Verstand gezogen; Leroy und Russo von den anderen getrennt, während eine Vision Soldaten angreift, wobei Shaw den Dolch fallen lässt, und Taniel nutzt eine Chance zur Flucht. In Halloranns Verstand öffnet sein Großvater die Kiste, in die Hallorann seine Geister gesperrt hat. Leroy hat eine Vision von seiner Frau in der Kanalisation, aber er erkennt, dass sie nicht real ist, und schießt. Die Kinder entdecken an ihrem Treffpunkt Matty. Er erklärt, er sei aus der Kanalisation entkommen, während der Clown am Tag geschlafen habe, Phil sei dort unten aber noch am Leben. Matty will nicht zur Polizei gehen, die ihn zurück zu seinem Vater schicken würde. Nachdem sie in die Kanalisation gegangen sind, sehen sie im Wasser die Leichen der verschwundenen Kinder – auch Mattys, worauf sich der Matty vor ihnen in den Clown Pennywise verwandelt. Als sie davonlaufen, bleibt Lilly zurück, wird aber letztlich nicht vom Clown angegriffen, weil im Wasser vor ihr der Dolch liegt. Die anderen Kinder begegnen Leroy, der sie für eine Vision hält und schießt. Russo wirft sich dazwischen und erliegt der Wunde. Als Hallorann aus der Kanalisation findet, sieht er Russos Geist. Hank Grogan soll in einem Bus in das Gefängnis Shawshank gebracht werden. Der Bus hat aber einen Unfall, und Hank kann entkommen. Er flüchtet zu Ingrid Kersh, einer Krankenschwester aus Juniper Hill, mit der er eine Affäre hatte, die daraufhin zu Charlotte geht. - 8/10
https://www.imdb.com/title/tt36815548/
6. Im Namen des Vaters (In The Name Of The Father)
Aus Ärger über seinen Ungehorsam schlägt Leroy seinen Sohn, der zu seinen Freunden davonläuft. Lilly zeigt den anderen den Meteorstein und will damit bewaffnet erneut mit ihnen in die Kanalisation gehen, worüber Ronnie sich mit ihr zerstreitet. Charlotte bringt Ronnie zum Black Spot, dem Freizeittreff der Schwarzen auf der Basis, in dem sich ihr Vater versteckt, was Hallorann nicht billigt, aber hinnimmt. Hallorann erklärt Leroy, dass er als Kind Tote sehen konnte, aber in eine imaginäre Kiste gesperrt hat, die jetzt offen ist. Leroy schlägt vor, die Geister zu nutzen, um die Pfeiler zu finden, was Hallorann ablehnt. Rich und Marge halten weiter zusammen und wollen mit Wills Hilfe Ronnie umstimmen. Nachdem Lilly eine weitere Vision ihres Vaters in der Schule hatte, geht sie zu ihrer Freundin Ingrid Kersh. In deren Haus entdeckt sie ein Clownskostüm und -fotos. Ingrid erklärt, dass sie und ihr Vater um 1908 als Pennywise und Periwinkle Zirkusartisten waren, aber sie blieb zurück, als der Zirkus weiterzog. Als Krankenschwester entdeckte sie im Jahr 1935, dass ihre Patienten Visionen von Pennywise haben. "Es" ließ Ingrid glauben, es sei ihr Vater, und sie brachte ihm Kinder, damit "Es" ihr ihren Vater zeige. Nun will sie auch, dass Lilly mit ihr geht, um Pennywise zu sehen, aber Lilly kann fliehen. - 8/10
7. Der Pfeiler (The Black Spot)
1908: Bob Gray tritt im Karneval als "Pennywise, der tanzende Clown" auf. Seine Tochter Ingrid überrascht ihn mit ihrem eigenen Clownskostüm und -makeup. Eines Nachts nach einer Vorstellung wird Gray durch "Es" in Gestalt eines Kindes in den Wald und seinen Tod gelockt. Ein Lynchmob von Weißen stürmt den Black Spot und verlangt mit gezückten Gewehren die Herausgabe von Hank. Der zeigt sich zwar und will sich stellen, wird aber von den Schwarzen zurückgehalten und verteidigt. Daraufhin blockieren die Weißen den Club, setzen ihn in Brand und beschießen ihn. Während im Kugelhagel und beim Feuer viele Besucher sterben, kann Hallorann sich und Hank, Ronnie und Will herausbringen. Rich rettet Marge, indem er sie in eine Kiste sperrt und sich selbst opfert. Draußen zeigt Ingrid sich in ihrem Kostüm ihrem Mann, als Pennywise erscheint und diesen tötet. Er dankt ihr für die Hilfe und will sich nun schlafen legen, versetzt sie aber vorher mit seinem Licht in Katatonie. Am Morgen wird Marge von der Feuerwehr gerettet und findet Richs Leiche. Ronnie führt Charlotte zu ihrem Vater, der als im Feuer umgekommen gemeldet wird. Charlotte bringt ihn zu Rose in der Hoffnung, sie könne ihn über die Grenze schaffen. Marge und Ronnie gehen zu Lilly, um ihr von Rich zu berichten. Hallorann und die Ureinwohner nehmen an, dass "Es" nun schläft. Hallorann führt durch den Geist einer Ureinwohnerin das Militär zu einem der Pfeiler. Auf der Basis enthüllt Shaw Leroy, dass sein wahrer Plan ist, Pennywise zu befreien, um die amerikanische Bevölkerung gefügig zu machen, und lässt den Pfeiler verbrennen, wodurch "Es" seine Vorbereitung, schlafen zu gehen, abbricht und wieder erwacht. Pennywise erscheint im Hanlon-Haus und zeigt Will sein Licht. - 9,5/10
https://www.imdb.com/title/tt38770265/
8. Winterfeuer (Winterfire)
Pennywise legt einen Nebel über ganz Derry und entführt Kinder aus der Schule. Lilly, Ronnie und Marge entdecken, dass er auch Will hat, womit er auch Leroy verspottet. Dieser geht zu Hallorann, der sich aufgrund der Geister fast selbst umbringt. Rose hilft ihm mit einem besonderen Tee, die Stimmen zu unterdrücken, damit er den Meteordolch lokalisieren kann, der den zerstörten Pfeiler ersetzen soll, aber auch seinen Träger korrumpiert und sich gegen das Ritual wehren lässt. Pennywise separiert Marge, von der er weiß, dass ihr zukünftiger Sohn Richie Tozier ihn töten wird. Er will sie gerade töten, als Hallorann es schafft, Pennywise in eine falsche Erinnerung als Bob Gray zu ziehen. So kann die Gruppe der Erwachsenen die Kinder retten, aber das Militär erscheint und hält sie fest, wobei Taniel getötet wird. Pennywise befreit sich aus der Illusion, tötet Shaw und rast auf die Kinder zu, während sie zusammen versuchen, den Dolch zu deponieren und somit den Käfig wiederherzustellen. Leroy behindert Pennywise, indem er auf ihn schießt, und mit der Hilfe von Richs Geist vollenden die Kinder das Ritual und können Pennywise besiegen. Nach Richs Bestattung verlassen Hallorann, der einen Job als Hotelkoch annimmt, sowie Hank mit Ronnie die Stadt, während Rose den Hanlons ihre Farm überlässt. Marge mutmaßt mit Lilly, dass "Es" durch die Zeit reisen und in der Vergangenheit Vorfahren derer, die es besiegen werden, töten will. 1988: Ingrid Kersh ist weiterhin Patientin in Juniper Hill, wo sie, als sich deren Mutter umbringt, Beverly Marsh begegnet.- 9,5/10
Ladies First (2026)
Damien Sachs (Sacha Baron Cohen) verfügt über Wohlstand, Einfluss und zahlreiche unverbindliche Beziehungen. Auf dem Weg zur CEO-Position einer führenden Werbeagentur wirkt seine berufliche und private Situation stabil und klar strukturiert. Doch ein unerwartetes Ereignis führt dazu, dass er in einer parallel aufgebauten Realität erwacht. Dort sind gesellschaftliche und wirtschaftliche Machtverhältnisse verschoben, Frauen nehmen dominante Positionen ein, und vertraute Strukturen innerhalb der Unternehmenswelt bestehen nicht mehr in der bisherigen Form. Innerhalb dieses neuen Systems muss Damien seine Rolle neu bestimmen und sich in einem veränderten beruflichen Umfeld orientieren. Alex Fox (Rosamund Pike) begegnet ihm in dieser Ordnung als einflussreiche Akteurin, die nun eine zentrale Stellung im Machtgefüge einnimmt. Aus der ehemals bestehenden Asymmetrie entwickelt sich eine direkte berufliche und persönliche Konfrontation, in der beide ihre Positionen behaupten und Einfluss im Arbeitsalltag sichern wollen.
Der Film beginnt mit einer dankbar überspitzten Prämisse und leidet doch an derselben Krankheit wie viele High-Concept-Komödien der Streaming-Ära: Er weiß ziemlich genau, was er sagen will, aber nicht immer, wie er es über die Dauer eines ganzen Films lebendig hält. Das Ergebnis ist eine glatt produzierte, ordentlich gespielte, aber letztlich zu einspurige Satire, die sich auf ihren Rollenwechsel verlässt, lange nachdem der eigentliche Witz erklärt worden ist. Die Story ist schnell erzählt: Damien Sachs, ein selbstzufriedener Werbemanager, wacht nach einem Unfall in einer Parallelwelt auf, in der Frauen die gesellschaftliche und berufliche Macht innehaben. Diese Umkehrung bildet den Kern des Films und was zunächst wie eine scharfe, elegante Idee wirkt, wird von Beginn an sehr deutlich ausgestellt. Doch der Film entwickelt seine Pointe nicht, sondern wiederholt diese so oft, das die Mechanik seines Konzepts schon früh offen gelegt wird und kaum Raum für Überraschung bleibt.
Der Film will die üblichen Geschlechterklischees spiegeln, um ihre Absurdität sichtbar zu machen. In seinen besten Momenten gelingt das auch: Die verdrehten Machtverhältnisse haben hin und wieder eine klare, bittere Komik, und einzelne Szenen treffen ziemlich genau den Ton zwischen Spott und Unbehagen. Doch die Satire ist zu oft so brav, dass sie ihre eigene Frechheit unterläuft. Sacha Baron Cohen spielt Damien mit jener Mischung aus Selbstüberschätzung und panischer Verlorenheit, die man von ihm erwarten darf, und Rosamund Pike bringt die nötige Kälte und Präzision mit, um den Rollentausch nicht zur bloßen Klamotte werden zu lassen. Gerade Pike ist hier die überzeugendere Präsenz, weil sie auch dann noch Autorität ausstrahlt, wenn das Drehbuch ihr nur die Funktion der ernüchternden Gegenkraft gibt. Auch das Ensemble um Charles Dance, Fiona Shaw, Emily Mortimer und Richard E. Grant verleiht dem Film mehr Gewicht, als das Material eigentlich verdient. Das ist einer der Gründe, weshalb "Ladies First" nie wie ein Desaster wirkt; es ist eher ein Film, der sichtbar über bessere Elemente verfügt, als er sinnvoll zusammensetzt."Ladies First" scheitert gelegentlich daran, dass er nicht menschlich genug ist, um über seine Pointe hinaus zu tragen. Er ist nicht böse genug für echte Reibung und nicht leichtfüßig genug für pure Eskapadenkomik. Selbst die kürzere Laufzeit hilft da nur bedingt. Dem Film geht schon nach kurzer Zeit die Puste aus, weil die Grundidee sehr früh auserzählt ist und danach nur noch Variationen derselben Lektion folgen. Auch "Ladies First" ist damit kein Totalschaden, sondern ein Film, der sein Thema korrekt erkennt und doch zu früh aufhört, es mit Witz, Mut oder Grausamkeit zu vertiefen. Am Ende bleibt ein Film, der mehr nach dem Klang einer guten Idee als nach einer guten Ausführung klingt. Er hat talentierte Schauspieler, eine brauchbare Form, einige treffende Spitzen und ein Thema, das klar genug ist; aber er besitzt nicht die komödiantische Kühnheit, die aus einer netten Prämisse eine bleibende Satire machen würde. Ein klassischer Fall eines Films, den man respektiert, während man auf die bessere, schärfere Version derselben Idee wartet.
Freitag, 22. Mai 2026
Nightbitch (2024)
Eine Frau (Amy Adams), die als Künstlerin tätig war, bekommt mit ihrem Mann (Scott McNairy) ein Kind. Weil der Mann auf seinen Job nicht verzichten kann und will, ist es an der Frau, sich um den kleinen Sohn und die Hausarbeit zu kümmern, wofür sie ihre bisherige Karriere notgedrungen komplett an den Nagel hängt. Damit ist sie nicht allein, denn auch ihre Freundinnen haben sich in dasselbe Schicksal ergeben – der ewig gleiche Alltag spielt sich ab zwischen Popoabwischen, Kinderbespaßung, Kochen und Putzen. Die genervte Mutter ist jedoch dermaßen unzufrieden mit ihrer Situation, dass sie sonderbare Visionen entwickelt. In diesen ähnelt ihr Verhalten zunehmend dem eines Hundes – oder verwandelt sie sich etwa tatsächlich ganz langsam in einen solchen?
"Nightbitch" ist ein Film, der mit einer herrlich schrägen Grundidee antritt, aber am Ende eher als kontrollierte, kluge und stellenweise zu zahme Meditation über Mutterschaft, Frust und Selbstverlust wirkt als als der wilde, bissige Bodyhorror, welcher sein Titel verspricht. Regisseurin Marielle Heller inszeniert Amy Adams dabei mit großem Gespür für innere Erschöpfung und unterdrückte Wut, doch der Film hält seine grotesk-fantastische Prämisse oft auf Distanz, statt sie wirklich eskalieren zu lassen. Der Film folgt einer namenlosen Frau, die ihre künstlerische Karriere für das Leben als Vollzeitmutter unterbricht und zunehmend das Gefühl hat, in Haushalt, Routinen und emotionaler Unsichtbarkeit zu verschwinden. Aus diesem Druck heraus beginnt sie, sich nachts in etwas Hundähnliches zu verwandeln - eine Metapher, die sowohl als körperliche Entladung als auch als Kommentar auf das Entmenschlichen von Mutterschaft gelesen werden könnte. Diese doppelte Ebene macht hier den Reiz aus: "Nightbitch" will nicht nur von Überforderung erzählen, sondern von einem Zustand, in dem Identität, Begehren und Aggression wieder aufbrechen. Dies ist auch seine stärkste Qualität, vor allem an den Stellen, wo der Film den Alltag einer erschöpften Mutter mit trockenem Humor und präzisen Beobachtungen zeigt. Amy Adams spielt ihre Mutterfigur nicht als Opfer, sondern als Frau, die immer wieder zwischen Selbstbeherrschung, Sarkasmus und plötzlicher animalischer Entschlossenheit kippt - und genau darin liegt die Spannung des Films. Was ihr besonders gut gelingt, ist die Gleichzeitigkeit von Liebe und Überdruss. Ihre Figur ist keine kalte Antimutter, sondern eine, die ihr Kind liebt und dennoch an den Bedingungen dieser Liebe fast zerreibt; genau diese Ambivalenz hebt mehrere Rezensionen als den emotional ehrlichsten Teil des Films hervor.
Das Problem von "Nightbitch" liegt weniger in der Idee als in der Umsetzung. Der Film ist weder konsequent komisch genug und gleichzeitig nicht konsequent unheimlich genug. Er richtet sich selbst in einer Zwischenzone ein, in der die Provokation leider zu oft entschärft wird. Der Vergleich mit anderen Bodyhorror- oder ähnlich gelagerten Mutter-Kind-Filmen liegt nahe, doch Heller scheint weniger am Schock als an Trost interessiert. Das Ergebnis ist ein Film, der klug formuliert, oft berührend, stellenweise amüsant und gelegentlich wunderbar absurd ist, aber selten den Mut hat, seine eigene Wildheit wirklich auszuleben. "Nightbitch" ist kein Meisterwerk und auch kein Fehlschlag. Es ist vielmehr ein ambitionierter, gut gespielter und thematisch relevanter Film, der mehr andeutet, als er auskostet. Der Film ist am stärksten, wenn er den emotionalen Wahrheitsgehalt von Erschöpfung, Isolation und unterschätzter Mutterarbeit zeigt; schwächer wird er dort, wo er so sehr auf Metaphern baut, dass die Szenen ihre unmittelbare Wucht verlieren. Die Inszenierung bleibt dabei angenehm unprätentiös, was dem Stoff oft guttut. Gleichzeitig verhindert diese Zurückhaltung, dass aus der schrägen Ausgangsidee ein wirklich unvergesslicher Film wird - man bewundert die Intelligenz der Konstruktion, spürt aber nicht immer den elektrischen Schlag, den das Konzept eigentlich verspricht.
"Nightbitch" ist ein zusammenfassend intelligenter, scharf gespielter und oft treffender Film über die Widersprüche von Mutterschaft, Kreativität und Selbstbehauptung. Er verdient Anerkennung für seinen Ton, seine Präzision und vor allem für Amy Adams, auch wenn er am Ende zu höflich bleibt, um ganz so wild zu sein, wie er vorgibt. Das macht ihn nicht unwichtig, sondern eher bemerkenswert unvollständig: ein Film mit gefletschten Zähnen, der sich zu oft dafür entscheidet, nur zu knurren.
Donnerstag, 21. Mai 2026
Tom Clancy's Jack Ryan: Ghost War (2026)
Jack Ryan wird erneut in die Spionagewelt gezogen, als eine internationale Geheimoperation eine tödliche Verschwörung ans Licht bringt. Vor der Herausforderung, sich einer abtrünnigen Black-Ops-Einheit zu stellen, tickt die Uhr unerbittlich. An seiner Seite kämpfen der erfahrene CIA-Agent Mike November (Michael Kelly) und der ehemalige CIA-Direktor James Greer (Wendell Pierce). Mit der Unterstützung der klugen MI6-Agentin Emma Marlowe (Sienna Miller) navigieren sie durch ein Netz aus Verrat und alten Geheimnissen, die längst vergessen schienen und stellen sich damit ihrer bisher persönlichsten und gefährlichsten Mission.
Während "Tom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War" bekommt man das Gefühl, dass der Film im Grunde weiß, wie man einen internationalen Spionage‑Event aufzieht, aber nicht so recht, wie man ihn mit Leben füllt. Die Geschichte setzt Jack Ryan, gespielt von John Krasinski, nach seinem Ausstieg aus dem CIA in eine scheinbar ruhige Welt der Hedgefonds‑Normalität - ein Leben, das weniger von Bomben und Krisen als von Bilanzberichten und Penthouse‑Ausblick bestimmt wird. Wie in der ganzen Jack‑Ryan‑Tradition kommt die Ruhe nicht lange, bevor sein ehemaliger Vorgesetzter, James Greer (Wendell Pierce), ihn auf einen geschäftlichen Trip nach Dubai zurückholt - und ein simpler Kontaktfall in eine tödliche Konspiration kippt, in der Terrornetzwerke, schwarze Operationen und persönliche Verantwortung sich wie ein Labyrinth über die Welt spannen. In der Struktur ist "Tom Clancy's Jack Ryan: Ghost War" ein typischer Ein‑Mann‑gegen‑das‑System‑Thriller, nur mit mehr Budget, mehr Zeitverschnitt und mehr Streaming‑Glanz als die meisten seiner Vorgänger. Regie führt Andrew Bernstein, der den Film mit einem zügigen, effizienten Tempo durch die Stationen schiebt: Dubai, Islamabad, ein mysteriöses Konsulat, ein paar Autos und ein paar Schüsse mehr, bis die Uhr auf die nächste Eskalation tickt. Die actiontechnischen Momente - Verfolgungsjagden, Schießereien, Kurz‑Einsätzen in einem Hotel, ein Showroom mit defektem Klimatisierungssystem, das sich in eine kleine, private Hölle verwandelt - sind durchaus geschickt ausgeführt, aber oft auch so übersichtlich, dass sie sich eher wie gut gezeichnete Schauplätze eines Action‑Shooters als wie echte Bedrohung anfühlen.
Krasinski spielt die Figur, wie er es schon in der Serie getan hat: als ein Mann, der sich an seine Intelligenz klammert, um seine eigene Verletzlichkeit zu verbergen. Doch genau hier liegt die Schwäche des Films: In der Serie hatte Ryan die Zeit, sich langsam zu entfalten, moralische Zweifel zu zeigen, Fehler zu machen und sich neu zu finden. Die rund 105 Minuten von "Tom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War" lassen ihm diese Luft nicht - er ist weniger ein wandelnder Charakter als eine Person, die sich von einem Plotpunkt zum nächsten schieben lässt. Die Spannung entsteht, sobald er sich in eine Situation begibt, in der er sich entscheiden muss, aber die Entscheidungen wirken immer wieder so, wie sie in der Sequenz vorherbestimmt sind, nicht wie ein echter Bruch innerer Überzeugung. Auch das politische Fundament bleibt unklar. Die geopolitische Perspektive, die Andrew Bernstein und die Drehbuchautoren mit ins Spiel bringen, wirkt stark an der Zeitstruktur der späten 2000er Jahre orientiert: Terror, das Erbe von 9/11, staatliche Geheimoperationen, fragwürdige Auslands‑Missionen, moralisch unsichere Deals - all das hat seine eigene, bittere Logik, aber "Tom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War" vertieft sich nicht darin. Die Ideen sind da, doch sie bleiben in der Oberfläche: als Hintergrundgeräusch für eine Handlung, die sich lieber auf die nächsten Schießerei, das nächste Verfolgungsrennen, die nächste Geiselbefreiung konzentrieren will. Das fühlt sich an wie eine Story, die sich an der richtigen Stelle falsch entscheidet: Sie verwechselt Spannung mit Spektakel, aber nicht so extrem, dass sie vollständig abflacht. Die Spannung entsteht, weil man glaubt, die Mechanik einer Verschwörung zu erkennen, die Welt auf die richtige Weise zu bedrohen. Die Gefahr ist real, aber ihr emotionaler Preis bleibt unklar. Die Figuren um Mike November (Michael Kelly) und die MI6‑Offizierin Emma Marlowe (Sienna Miller) bringen Frische ins Spiel, doch sie bleiben in der Funktion ihrer Rolle gefangen - sie unterstützen, sie retten, sie geben beste Ratschläge - und finden selten den Raum, eine eigene Verletzlichkeit zu zeigen.Letztlich bleibt ein Film, der sich weniger als Fortsetzung eines großen Mythos lesbar ist und mehr als ein Stück Streaming‑Spektakel, das die Formel eines klassischen Tom‑Clancy‑Thrillers weiterführt, ohne sie zu erneuern. "Tom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War" erzeugt ein passendes, aber unglückliches, mittelständiges Ergebnis, das den Eindruck weckt, als hätte man es mit einem schon vertrauten, aber nicht mehr ganz frischen Team realisiert. Er ist kein revolutionärer Film, kein besonders tiefes politisches Statement, kein neuer Klassiker des Genres, aber auch kein völlig leerer Action‑Event.
















