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Die Freunde Nico (Jay Gillespie) und Steven (Nick Eversman) begeben sich auf einen Trip nach Mexiko, um dort so richtig einen drauf zu machen. Die beiden Teenager müssen jedoch schnell einsehen, dass ihr Party-Urlaub bald ein jähes Ende finden wird, denn sie entdecken den Höllenwürfel. Daraufhin werden sie in ihrem Hotelzimmer von einem seltsamen Mann mit Nägeln im Kopf, bekennat als "Pinhead" (Stephan Smith Collins), attackiert - und verschwinden scheinbar spurlos. Die mexikanischen Behörden schicken Nicos und Stevens Eigentum an deren Familie zurück. Darunter ist auch ein seltsamer Puzzlewürfel, der außerdem in dem Video zu sehen ist, das Steven kurz vor ihrem mysteriösen Verschwinden gedreht hat. Die Eltern der Jungs kommen nach einem Jahr in Gedenken an ihre verlorengegangenen Söhne zu einem Abendessen zusammen. Stevens Schwester Emma (Tracey Fairaway) spielt mit dem eigenartigen Würfel herum und plötzlich taucht Steven auf, völlig außer sich und mit Blut bedeckt. Ebenso erscheint Pinhead und will nun allen Anwesenden den Garaus machen...
Die titelgebende Offenbarung bleibt hier aus. Okay, die "Hellraiser"-Reihe hatte nach den ersten beiden Filmen bereits mehrfach mit sinkender Qualität zu kämpfen. Dennoch besaßen selbst schwächere Fortsetzungen wie "Hellraiser: Inferno", "Hellraiser: Deader" oder ""Hellraiser: Hellworld" zumindest einzelne interessante Ideen oder eine stimmige Atmosphäre. "Hellraiser: Revelations" hingegen markiert den absoluten Tiefpunkt der gesamten Reihe. Der Film entstand in kürzester Zeit und mit äußerst geringem Budget - hauptsächlich, damit das Studio die Rechte an der Marke behalten konnte. Dieses Entstehungsgeschichte merkt man dem Endprodukt leider in nahezu jeder Minute an. Statt einer düsteren, mystischen Höllenvision wirkt vieles wie eine beliebige Low-Budget-Horrorproduktion. Die Kulissen sind schlicht, die Kameraarbeit uninspiriert und die Beleuchtung erinnert eher an eine Fernsehproduktion als an einen Kinofilm. Von der unheimlichen Eleganz der ersten "Hellraiser"-Filme bleibt praktisch nichts übrig.
Die Geschichte besteht fast ausschließlich aus bekannten Versatzstücken früherer Teile, ohne daraus etwas Eigenständiges zu entwickeln. Figuren handeln häufig irrational, Dialoge wirken hölzern, und die wenigen Wendungen sind entweder vorhersehbar oder kaum nachvollziehbar - statt psychologischem Horror gibt es eine Aneinanderreihung beliebiger Szenen, die kaum einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die jungen Darsteller bemühen sich zwar, bleiben jedoch weitgehend blass. Ihre Figuren erhalten kaum Profil, sodass es schwerfällt, emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen. Dadurch verlieren selbst dramatische Momente schnell an Wirkung. Besonders schmerzhaft ist allerdings die Darstellung von Pinhead. Erstmals in der Geschichte der Reihe wird die ikonische Figur nicht von Doug Bradley verkörpert, sondern von Stephan Smith Collins. Dass Bradley ausstieg, lag unter anderem an der überhasteten Produktion und dem schwachen Drehbuch. Collins gibt sich zwar Mühe, doch ihm fehlen sowohl die markante Präsenz als auch die bedrohliche Ausstrahlung seines Vorgängers. Hinzu kommt, dass Maske und Kostüm deutlich günstiger wirken als in früheren Filmen. Das Ergebnis ist ein Pinhead, der eher wie eine Cosplay-Version der Kultfigur erscheint als wie der furchteinflößende Hohepriester der Cenobiten.
Zwar setzt der Film teilweise noch auf praktische Make-up-Effekte, doch das knappe Budget ist unübersehbar. Viele Gore-Momente wirken billig, die Cenobiten verlieren durch ihr wenig überzeugendes Design viel von ihrer einstigen Faszination, und der Film schafft es kaum, verstörende Bilder zu erzeugen. Was "Hellraiser: Revelations" zusätzlich schadet, ist sein völliger Mangel an Atmosphäre. Der Film verlässt sich eine austauschbare Teenie-Horror-Geschichte, die genauso gut ohne den Namen "Hellraiser" hätte erscheinen können. Und statt eines schockierenden Abschlusses bleibt lediglich das Gefühl zurück, einen Film gesehen zu haben, der nie verstanden hat, was die Reihe ursprünglich so besonders gemacht hat.
1,5/10









