Samstag, 11. Juli 2026

Mara - Mara: Wenn du einschläfst, wird sie dich holen! (2018)

https://www.imdb.com/de/title/tt1773753/
https://letterboxd.com/film/mara/ 

Ein Mann wurde von seiner Frau im Schlaf erwürgt – so scheint es zumindest, als Kriminalpsychologin Kate Fuller (Olga Kurylenko) mit dem Fall betraut wird. Doch als sie die einzige Zeugin der Tat befragt, kommen Zweifel auf: Sophie (Mackenzie Imsand), die achtjährige Tochter des Paares, nennt bei der Täteridentifizierung nur den Namen „Mara“. Was soll das bedeuten? Kate stellt Nachforschungen an und erfährt von anderen, ähnlichen Todesfällen. Eine Gruppe behauptet, dass ein uralter Dämon dahintersteckt, dessen Spezialität es ist, seine Opfer im Schlaf zu töten. Kate recherchiert weiter – und hat plötzlich die gleichen Symptome wie alle Opfer vor ihr. Für die Kriminalpsychologin wird es nun sehr, sehr gefährlich…

Schlafparalyse gehört zu den faszinierendsten und zugleich beängstigendsten Phänomenen überhaupt. Das Gefühl, wach zu sein, sich aber nicht bewegen zu können, bietet eigentlich die perfekte Grundlage für einen Horrorfilm. "Mara" greift genau dieses Thema auf und verbindet es mit einer düsteren Dämonenlegende. Das Ergebnis ist ein Horrorfilm, der mit einer starken Grundidee und stimmungsvollen Bildern beginnt, sein Potenzial jedoch im Laufe der Handlung zunehmend verspielt. Im Mittelpunkt steht die Kriminalpsychologin Kate Fuller (Olga Kurylenko), die den scheinbar gewöhnlichen Mord an einem Familienvater untersucht. Schon bald stößt sie auf Hinweise, dass hinter dem Fall mehr steckt als ein Verbrechen aus Eifersucht oder Wut. Immer mehr Menschen sterben unter mysteriösen Umständen im Schlaf, und alle scheinen zuvor von der rätselhaften Dämonin Mara heimgesucht worden zu sein. Während Kate tiefer in die Ermittlungen eintaucht, wird sie selbst zur Zielscheibe der unheimlichen Kreatur.

Regisseur Clive Tonge setzt dabei weniger auf permanente Schockmomente als auf ein schleichendes Gefühl der Bedrohung. Dunkle Schlafzimmer, flackerndes Licht und die permanente Angst davor einzuschlafen erzeugen immer wieder eine unangenehme Spannung. Gerade die Szenen rund um die Schlafparalyse treffen einen unangenehmen Nerv und nutzen ein alltägliches Phänomen geschickt als Grundlage für den Horror. Auch die Idee hinter Mara ist durchaus reizvoll. Statt auf klassische Geister oder Dämonen zurückzugreifen, entwickelt der Film eine eigene Mythologie, die verschiedene Stadien der Schlafparalyse mit übernatürlichen Ereignissen verbindet. Dieses Konzept hebt "Mara" zunächst angenehm von vielen anderen Genrevertretern ab und weckt echtes Interesse daran, welche Regeln hinter der Kreatur stecken. Leider beginnt genau hier auch das größte Problem des Films. Je mehr über Mara und ihre Hintergründe erklärt wird, desto weniger bedrohlich wirkt die Geschichte. Die anfangs geheimnisvolle Mythologie wird zunehmend kompliziert, ohne wirklich schlüssig zu sein. Statt den Horror aus dem Unbekannten zu ziehen, verliert sich das Drehbuch in Regeln und Erklärungen, die eher verwirren als faszinieren.

Hinzu kommt, dass sich die Handlung häufig nach bekannten Horror-Mustern entwickelt. Zahlreiche Schockeffekte sind vorhersehbar, während einige Wendungen wenig überraschen. Besonders im letzten Drittel verliert der Film deutlich an Spannung und kann das zuvor aufgebaute Mysterium nicht zufriedenstellend auflösen. Das Finale hinterlässt deshalb einen eher zwiespältigen Eindruck. Auch die Nebenfiguren bleiben blass und erfüllen meist nur ihren erzählerischen Zweck. Dadurch fehlt der Geschichte stellenweise das emotionale Gewicht, das nötig gewesen wäre, um die Bedrohung durch Mara wirklich greifbar zu machen. Stattdessen konzentriert sich der Film immer stärker auf seine Mythologie - und verliert dabei den Fokus auf seine Figuren. Doch trotz dieser Schwächen besitzt "Mara" durchaus gelungene Momente. Die düstere Inszenierung, einige wirkungsvolle Albtraumsequenzen und die ungewöhnliche Prämisse sorgen dafür, dass der Film nie völlig belanglos wirkt. Ist okay.

5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkMoon River Studios/ Aloe Entertainment/Lionsgate/Synchronicity Entertainment/Mann Made Films/Digital Ignition Entertainment/A Brighter Headache/Grodnik /Aloe Productions

Brothers - Brothers: Zwei Brüder. Eine Liebe (2009)

https://www.imdb.com/de/title/tt0765010/
https://letterboxd.com/film/brothers-2009/

Sam Cahill (Tobey Maguire) und sein jüngerer Bruder Tommy (Jake Gyllenhaal) könnten unterschiedlicher kaum sein. Der Marine-Captain Sam genießt die ungeteilte Liebe seines Veteranen-Dads Hank (Sam Shepard) und verlebt einen beschaulichen Provinz-Alltag mit Gattin Grace (Natalie Portman) und seinen zwei Kindern. Bankräuber Tommy dagegen kommt frisch aus dem Gefängnis und hat nie einen sicheren Platz im Leben finden können. Dann wird Sam nach Afghanistan eingezogen, gerät in ein Gefecht und wird für tot erklärt. Nach einer symbolischen Beerdigung hat Grace alle Mühe, ihren Alltag zu bewältigen. Jetzt endlich wächst Tommy über sich hinaus und erweist sich als stabilisierendes Element der gelähmten Familie. Gerade, als er und die Witwe seines Bruders sich näherkommen, taucht Sam wieder auf - als tickende Zeitbombe...

Remakes haben es oft schwer, insbesondere wenn sie auf einem international gefeierten Original basieren. "Brothers" von Regisseur Jim Sheridan tritt in die Fußstapfen des dänischen Films "Brødre" von Susanne Bier und erzählt dieselbe Geschichte für ein amerikanisches Publikum. Das Ergebnis erreicht zwar nicht ganz die emotionale Wucht seines Vorbilds, entwickelt aber genügend eigene Stärken, um als intensives Drama zu überzeugen. Vor allem dank eines außergewöhnlich starken Schauspielensembles bleibt der Film lange im Gedächtnis. Die größte Stärke des Films ist zweifellos seine Besetzung. Tobey Maguire liefert hier eine der intensivsten Leistungen seiner Karriere ab. Besonders in der zweiten Filmhälfte zeigt er eindrucksvoll, wie stark Krieg und Gefangenschaft einen Menschen verändern können. Seine Darstellung eines traumatisierten Soldaten wirkt glaubwürdig, erschütternd und frei von übertriebenem Pathos. Jake Gyllenhaal steht ihm in nichts nach. Seine Figur entwickelt sich vom ziellosen Außenseiter zu einem verantwortungsbewussten Familienmenschen, ohne dabei ihre Ecken und Kanten zu verlieren. Gerade die leisen Momente zwischen Tommy und Grace gehören zu den emotional stärksten Szenen des Films. Natalie Portman rundet das Trio hervorragend ab und vermittelt glaubhaft den inneren Konflikt einer Frau, die zwischen Hoffnung, Trauer und Schuldgefühlen hin- und hergerissen ist.

Sheridan konzentriert sich weniger auf den Krieg selbst als auf dessen Folgen. "Brothers" ist kein klassischer Kriegsfilm, sondern ein Familiendrama über Verlust, Traumata und die schwierige Rückkehr in ein Leben, das sich während der eigenen Abwesenheit verändert hat. Besonders das Thema der posttraumatischen Belastungsstörung behandelt der Film mit viel Ernsthaftigkeit und zeigt eindrucksvoll, dass die eigentlichen Kämpfe für viele Soldaten erst nach ihrer Heimkehr beginnen. Auch die Inszenierung bleibt angenehm zurückhaltend. Sheridan verzichtet weitgehend auf spektakuläre Effekte oder große emotionale Ausbrüche und setzt stattdessen auf intensive Dialoge und starke Schauspielkunst. Diese ruhige Erzählweise verleiht der Geschichte eine besondere Authentizität und sorgt dafür, dass die emotionalen Höhepunkte umso stärker wirken. Dafür hätten einige Nebenfiguren - insbesondere die Eltern der Brüder - gern etwas mehr erzählerischen Raum verdient. Auch das Finale wirkt etwas abrupt und hätte den Konflikten ruhig noch etwas mehr Zeit geben dürfen.

Dennoch gelingt es dem Film, seine zentralen Themen eindringlich zu vermitteln. Schuld, Vergebung, familiäre Verantwortung und die psychischen Narben des Krieges stehen stets im Mittelpunkt, ohne jemals belehrend zu wirken. Gerade weil "Brothers" seine Figuren nie als eindeutig richtig oder falsch zeichnet, entsteht ein Drama, das zum Nachdenken anregt und emotional lange nachhallt. Zwar verschenkt der Film einige erzählerische Möglichkeiten, doch die sensible Inszenierung und die glaubwürdige Auseinandersetzung mit den Folgen des Krieges machen den Film zu einem bewegenden und sehenswerten Drama.

7,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkLionsgate/Relativity Media/Sighvatsson Films/Michael De Luca Productions/Palomar Pictures/Mandate International

The Huntsman: Winter’s War - The Huntsman & The Ice Queen (2016)

https://www.imdb.com/de/title/tt2381991/

Lange vor ihrer schicksalhaften Schlacht gegen Snow White regiert die böse Königin Ravenna (Charlize Theron) gemeinsam mit ihrer Schwester Freya (Emily Blunt) ihr Reich. Doch dann wird Eiskönigin Freya durch einen bitteren Verrat das Herz gebrochen und sie flieht aus ihrer Heimat in einen winterlichen Palast, in dem sie einsam ihr Dasein fristet und ein Heer aus kriegerischen Huntsmen um sich schart. Unter den ihr treu ergebenen Kämpfern sind auch Eric (Chris Hemsworth) und Sara (Jessica Chastain), die jedoch gegen Freyas oberstes Gebot verstoßen, als sie sich ineinander verlieben: Niemand in ihrem Reich darf Liebe empfinden! Die Eiskönigin schickt das Liebespaar in die Verbannung. Als Eric und Sara Jahre später zu Ohren kommt, dass Ravenna in einem magischen Spiel gefangen und von Freya befreit wurde, werden ihre schlimmsten Befürchtungen wahr: Das Schwesternpaar will nun gemeinsam das gesamte Land unterjochen. Doch da haben die Königinnen ihre Rechnung ohne die verbannten Huntsmen gemacht…

Nach dem finanziellen Erfolg von "Snow White And The Huntsman" entschied sich Universal, das Märchenuniversum weiter auszubauen. Statt einer klassischen Fortsetzung entstand mit "The Huntsman: Winter's War" ein Film, der gleichzeitig Prequel und Sequel sein möchte. Regisseur Cedric Nicolas-Troyan setzt erneut auf opulente Bilder, große Fantasywelten und eine prominente Besetzung. Herausgekommen ist ein durchaus unterhaltsames Abenteuer, das optisch beeindruckt, erzählerisch aber kaum bleibenden Eindruck hinterlässt. Im Mittelpunkt steht erneut Eric (Chris Hemsworth), der als junger Krieger von der Eiskönigin Freya (Emily Blunt) ausgebildet wird. Gemeinsam mit der mutigen Sara (Jessica Chastain) verliebt er sich entgegen Freyas striktem Verbot. Jahre später muss Eric nicht nur gegen Freyas Armee antreten, sondern sich auch der Rückkehr seiner früheren Gegenspielerin Ravenna (Charlize Theron) stellen. Beide Schwestern verfolgen ihre eigenen Pläne - und Eric gerät einmal mehr zwischen die Fronten.

Wie schon der Vorgänger überzeugt auch "The Huntsman: Winter's War" vor allem auf visueller Ebene. Die verschneiten Landschaften, aufwendig gestalteten Königreiche und fantasievollen Kreaturen verleihen dem Film eine märchenhafte Atmosphäre. Besonders die Ausstattung und die detailreichen Kostüme gehören zu den größten Pluspunkten der Produktion. Auch die Besetzung kann sich sehen lassen. Chris Hemsworth spielt den titelgebenden Huntsman gewohnt sympathisch und verleiht seiner Figur eine angenehme Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit. Emily Blunt bringt als Eiskönigin Freya überraschend viel Tragik in ihre Rolle und sorgt dafür, dass ihre Figur mehr ist als eine gewöhnliche Märchenbösewichtin. Charlize Theron genießt sichtlich jede Minute als machtgierige Ravenna und stiehlt mit ihrer charismatischen Präsenz erneut viele Szenen. Zusammen mit Jessica Chastain ergibt sich ein Ensemble, das den Film deutlich aufwertet. Ein weiterer Pluspunkt sind die Actionsequenzen. Kämpfe, magische Kreaturen und aufwendig inszenierte Schlachten sorgen immer wieder für kurzweilige Unterhaltung. Gerade in den größeren Fantasy-Momenten zeigt sich, dass hier viel Produktionsaufwand investiert wurde. Auch James Newton Howards stimmungsvoller Soundtrack trägt dazu bei, dass die Welt lebendig und märchenhaft wirkt.

Allerdings krankt der Film wie schon sein Vorgänger an seinem Drehbuch. Die Geschichte wirkt über weite Strecken wie eine lose Aneinanderreihung bekannter Fantasy-Versatzstücke und findet nur selten zu einer eigenen Identität. Dass der Film gleichzeitig Vorgeschichte und Fortsetzung sein möchte, sorgt zusätzlich für erzählerische Unruhe. Manche Entwicklungen wirken konstruiert, andere bleiben überraschend oberflächlich. Auch die Figuren bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Eric entwickelt sich im Vergleich zum Vorgänger nur wenig weiter, während die Liebesgeschichte zwischen ihm und Sara vorhersehbar verläuft und selten wirklich berührt. Selbst Freyas interessante Hintergrundgeschichte wird nur teilweise ausgeschöpft. Dadurch fehlt dem Film häufig die emotionale Tiefe, die seine märchenhafte Welt eigentlich verdient hätte. Hinzu kommt, dass "The Huntsman: Winter's War" nur selten eigene Akzente setzt. Vieles erinnert an andere Fantasyfilme der damaligen Zeit oder wiederholt Ideen aus "Snow White And The Huntsman". Trotz einiger gelungener Einfälle bleibt der Eindruck bestehen, dass die Geschichte vor allem als Vehikel dient, um möglichst viele spektakuläre Bilder und Actionmomente miteinander zu verbinden.

Dennoch ist der Film keineswegs misslungen. Wer opulente Fantasy-Abenteuer mit bekannten Märchenmotiven, starken Darstellern und hochwertiger Ausstattung schätzt, wird gut unterhalten. Gerade Emily Blunt und Charlize Theron verleihen dem Film eine Energie, die das eher durchschnittliche Drehbuch immer wieder ausgleicht. So bleibt ein unterhaltsamer, aber letztlich austauschbarer Genrebeitrag, der vor allem durch seine Optik und seine Schauspieler in Erinnerung bleibt.

5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkRoth Films/Universal Pictures/Perfect World Pictures

Freitag, 10. Juli 2026

Snow White And The Huntsman (2012)

https://www.imdb.com/de/title/tt1735898/

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Doch was die tyrannische Königin (Charlize Theron) zu hören bekommt, gefällt ihr ganz und gar nicht. 'Snow White' (Kristen Stewart) ist das einzige Mädchen weit und breit, dass noch hübscher als die böse Herrscherin des Märchenlands ist. Vor Wut und Neid hält es die Königin kaum mehr aus und beschließt ein grausames Verbrechen zu begehen. Der Jägersmann (Chris Hemsworth) wird ausgesandt, um Schneewittchen in den Wald zu bringen und zu töten. Doch anstatt das unendlich schöne Mädchen umzubringen, wird der Jäger zu ihrem Beschützer und Mentor. Er bringt ihr das Kämpfen bei und bereitet sie auf ihre Mission vor - die böse Königin zu besiegen.

Mit "Snow White And The Huntsman" sollte das klassische Märchen der Gebrüder Grimm eine düstere, epische Neuinterpretation erhalten. Mit Charlize Theron, Kristen Stewart und Chris Hemsworth ist der Film hochkarätig besetzt, die Trailer versprechen bildgewaltige Fantasy und eine etwas erwachsenere Version des bekannten Stoffes. Das Ergebnis ist durchaus sehenswert, bleibt aber deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Geschichte orientiert sich nämlich nur lose am bekannten Märchen. Die junge Schneewittchen (Kristen Stewart) flieht vor ihrer skrupellosen Stiefmutter Ravenna (Charlize Theron), die ihre Jugend und Schönheit mithilfe dunkler Magie bewahrt. Um die Flüchtige aufzuspüren, schickt die Königin den Huntsman (Chris Hemsworth) in den geheimnisvollen Dunkelwald. Statt sie auszuliefern, stellt er sich jedoch auf ihre Seite und begleitet sie auf ihrem Weg, das Königreich von Ravennas Herrschaft zu befreien. Schon nach wenigen Minuten wird klar, wo die größte Stärke des Films liegt: die Optik. Regisseur Rupert Sanders erschafft eine beeindruckende Fantasywelt voller dichter Wälder, imposanter Burgen und märchenhafter Kreaturen. Besonders der düstere Dark Forest und das kontrastreiche Sanctuary gehören zu den visuell eindrucksvollsten Schauplätzen des Films. 

Auch Charlize Theron ist ein echtes Highlight. Als böse Königin Ravenna dominiert sie nahezu jede Szene mit einer Mischung aus Eleganz, Wahnsinn und verletzlicher Verzweiflung. Ihre Interpretation der Märchenschurkin verleiht der Figur deutlich mehr Tiefe, als man zunächst erwarten würde. Viele Rezensenten waren sich einig, dass Theron den Film über weite Strecken nahezu im Alleingang trägt und die mit Abstand eindrucksvollste Leistung des Ensembles abliefert. Chris Hemsworth überzeugt ebenfalls als Huntsman. Seine Figur erhält mehr Hintergrund als im Originalmärchen und entwickelt sich glaubwürdig vom desillusionierten Söldner zum loyalen Beschützer. Zwischen ihm und Charlize Theron entsteht eine Dynamik, die den Film immer wieder belebt. Problematischer fällt dagegen die Hauptfigur aus. Kristen Stewart spielt Schneewittchen zwar zurückhaltend und ernst, bleibt dabei jedoch häufig zu distanziert. Gerade in den emotionalen Szenen fehlt ihrer Figur die Ausstrahlung, die notwendig gewesen wäre, um die Entwicklung von der verängstigten Gefangenen zur Hoffnungsträgerin eines ganzen Königreichs glaubhaft zu machen. Dieser Kritikpunkt zog sich durch viele zeitgenössische Rezensionen und sorgte dafür, dass die Hauptfigur trotz ihrer zentralen Rolle erstaunlich blass wirkt. 

Auch das Drehbuch kann mit der beeindruckenden Inszenierung nicht Schritt halten. Obwohl die Geschichte interessante Ansätze bietet und bekannte Märchenelemente neu interpretiert, bleibt die Handlung häufig überraschend vorhersehbar. Viele Figuren werden nur oberflächlich eingeführt und erhalten kaum Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln. Besonders im Mittelteil verliert der Film spürbar an Tempo und wirkt stellenweise deutlich länger, als es seine Laufzeit vermuten lässt. Hinzu kommt ein unausgewogener Ton. Mal möchte "Snow White And The Huntsman" ein düsteres Fantasy-Epos sein, dann wieder klassisches Märchen oder romantisches Abenteuer. Diese unterschiedlichen Ansätze fügen sich nicht immer harmonisch zusammen. Einige Szenen wirken emotional überraschend kühl, obwohl sie eigentlich große Wirkung entfalten sollten. Dadurch bleibt der Film trotz seiner imposanten Bilder auf emotionaler Ebene häufig erstaunlich distanziert.

Dennoch ist hier nicht alles nur schlecht. Die atmosphärische Musik von James Newton Howard und die hervorragenden visuellen Effekte machen den Film jederzeit sehenswert. Gerade Fantasy-Fans kommen aufgrund der detailreichen Weltgestaltung und der gelungenen Actionsequenzen auf ihre Kosten. Nur gelingt es dem Film eben nicht, aus seiner starken Besetzung und der faszinierenden Optik auch eine ebenso packende Geschichte zu entwickeln. Kurz: Wer opulente Bilderwelten liebt, wird gut unterhalten - wer auf eine ebenso starke Geschichte hofft, dürfte am Ende etwas enttäuscht sein.

5,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkUniversal Pictures/Roth Films

Bagman (2024)

https://www.imdb.com/de/title/tt21201300/

Patrick (Sam Claflin) und Karina McKee (Antonia Thomas) sind noch junge Eltern und haben deshalb eigentlich alle Hände voll zu tun: Erziehung, Geld verdienen, Haushalt, Beziehung - die beiden tanzen praktisch permanent auf mehreren Hochzeiten. Der ökonomische Druck ist groß und die unbeschwerte jugendliche Zeit scheint endgültig vorbei. Zu allem Überdruss kämpft Patrick immer noch mit einem Kindheitstrauma. Einst plagten ihn furchterregende Visionen einer finsteren Kreatur, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgte. Lange schien Patrick die Gestalt abgeschüttelt zu haben. Doch plötzlich ist sie wieder da und hat es nicht mehr nur auf ihn, sondern seine kleine Familie abgesehen...

Die Idee hinter "Bagman" klingt erst einmal vielversprechend: Eine uralte Kreatur entführt unartige Kinder, steckt sie in ihren Sack und verschwindet mit ihnen in der Dunkelheit. Aus dieser düsteren Folklore entwickelt Regisseur Colm McCarthy zunächst einen atmosphärischen Horrorfilm, der mit klassischen Schauermotiven spielt. Leider bleibt es am Ende bei einer guten Ausgangsidee, denn "Bagman" findet nie wirklich zu seiner eigenen Identität und verliert sich zunehmend in bekannten Genre-Konventionen. Gerade in der ersten Hälfte spielt "Bagman" seine größten Stärken aus. Colm McCarthy versteht es, mit Schatten, Dunkelheit und gezielt eingesetzten Geräuschen eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Der Bagman bleibt lange Zeit verborgen, wodurch die eigene Fantasie einen großen Teil des Horrors übernimmt. Diese zurückhaltende Inszenierung sorgt dafür, dass der Film zunächst deutlich interessanter wirkt als viele vergleichbare Horrorproduktionen. Leider verliert "Bagman" genau in dem Moment an Wirkung, in dem der Film beginnt, Antworten zu liefern. Aus dem atmosphärischen Mystery-Horror wird zunehmend ein vorhersehbarer Creature-Film, der sich auf bekannte Schockeffekte und Genremuster verlässt. Viele der späteren Wendungen sind früh absehbar, während die eigentliche Mythologie des Bagman erstaunlich oberflächlich bleibt. Gerade hier verschenkten die Autoren viel Potenzial, denn die zugrunde liegende Legende hätte deutlich mehr Raum für originelle Ideen geboten.

Hinzu kommt, dass der Spannungsaufbau immer wieder ins Stocken gerät. Nach einem vielversprechenden Beginn wiederholt der Film ähnliche Situationen mehrfach, ohne die Geschichte entscheidend voranzubringen. Statt den psychologischen Aspekt konsequent auszubauen, setzt "Bagman" im letzten Drittel zunehmend auf konventionelle Jumpscares und ein Finale, das kaum überraschen kann. Auch der titelgebende Bagman selbst hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Sein Design ist durchaus gelungen und besitzt einige gruselige Momente, doch die Kreatur wird letztlich zu selten eingesetzt, um wirklich ikonisch zu wirken. Sobald sie vollständig zu sehen ist, verliert sie zudem einen Teil ihrer zuvor aufgebauten Bedrohlichkeit. Weniger wäre hier vermutlich mehr gewesen. Handwerklich gibt es dagegen wenig auszusetzen. Kamera, Ton und Kulissen schaffen eine stimmige, düstere Atmosphäre, und auch die Effekte bewegen sich auf einem ordentlichen Niveau. Diese solide Inszenierung kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Film erzählerisch der Mut fehlt, aus seiner starken Grundidee etwas Eigenständiges zu entwickeln.

4/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkLionsgate/Temple Hill Entertainment/Media Capital Technologies

Donnerstag, 9. Juli 2026

Evil Dead Burn (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt31170389/
https://letterboxd.com/film/evil-dead-burn/

Nach dem Verlust ihres Mannes sucht eine Frau Zuflucht auf dem abgeschiedenen Anwesen seiner Familie, in der Hoffnung, dort Unterstützung zu finden. Die angespannte Atmosphäre schlägt jedoch in offene Bedrohung um, als die Anwesenden nacheinander von einer unheimlichen Kraft erfasst und zu Deadites verwandelt werden. Mitten in diesem Chaos wird sie mit Versprechen aus der Vergangenheit konfrontiert, deren Bedeutung weit über den Tod hinausreicht und sie nun zwingt, sich den daraus entstehenden Folgen zu stellen...

Nur ganz wenige Horror-Filmreihen sind allein aufgrund ihrer Kompromisslosigkeit und Brutalität so bekannt geworden wie das "Evil Dead"-Franchise. ("Terrifier" vielleicht noch, aber da kommt eine erweiterte Sadismus-Komponente dazu.) Das Markenzeichen dieser Film ist seit jeher das absolut Böse, welches sich in den Menschen einnistet, deren Körper auf grausamste und gleichzeitig kreative Art und Weise verstümmelt - und dabei einen Heidenspaß hat. Das Franchise beinhaltete auch bis heute Szenen, die, egal wie oft man diese gesehen hat, immer wieder aufs Neue wehtun. Das Brotscheidemesser oder das Cuttermesser in "Evil Dead", die Käsereibe in "Evil Dead Rise" - die Macher fanden immer wieder neue Alltagsgegenstände, die sie mit äußerst schmerzhaften Methoden auf den menschlichen Körper anwendeten. Doch im Vergleich mit dem neuen "Evil Dead Burn" des französischen Regisseurs Sébastien Vaniček können "Evil Dead" und "Evil Dead Rise" gemessen am Gewaltlevel quasi einpacken.

Auch kaum eine Horrorr-Filmeihe schafft es seit über vier Jahrzehnten, sich immer wieder neu zu erfinden und dabei ihrem Kern treu zu bleiben. Nach dem überraschend starken "Evil Dead Rise" führt Vaniček die Reihe nun konsequent fort - und liefert einen Film ab, der die bekannten Zutaten aus Blut, Dämonen und schwarzem Humor mit einer beklemmenden Familiengeschichte verbindet. Das Ergebnis gehört zwar nicht zu den absoluten Höhepunkten der Reihe, ist aber ein ausgesprochen gelungener Beitrag, der den Zuschauer bestens bedient. Im Mittelpunkt steht Alice (Souheila Yacoub), die nach dem Tod ihres Mannes Zuflucht bei ihren Schwiegereltern auf einem abgelegenen Anwesen sucht. Die Hoffnung auf Trost hält allerdings nicht lange an, denn das Böse lässt nicht lange auf sich warten. Ja, selbstverständlich sind die Protagonisten erneut so blöde und lesen aus dem "Buch der Toten, dem Necronomicon, und ja, natürlich überschlägt sich dann die ganze Situation innerhalb von gefühlten Minuten. Nach und nach werden Familienmitglieder von den Deadites besessen und das Trauerwochenende entwickelt sich zu einem blutigen Überlebenskampf, bei dem niemand sicher ist. Die Reihe bleibt sich dabei treu und verbindet familiäre Konflikte mit gnadenlosem Horrorkino. 


Was sofort auffällt, ist die Atmosphäre. Vaniček setzt deutlich stärker auf düsteren Terror als auf überdrehten Humor. Das abgelegene Landhaus entwickelt sich schnell zu einem beklemmenden Albtraum, dessen enge Räume und dunklen Flure permanent Spannung erzeugen. Doch statt sich ausschließlich auf Gore zu verlassen (und keine Sorge, den gibt es reichlich!), baut der Film seine Bedrohung geduldig auf und erzeugt immer wieder Momente, in denen man förmlich darauf wartet, dass das Chaos losbricht. Sobald die Deadites die Kontrolle übernehmen, liefert "Evil Dead Burn" genau das, was Fans der Reihe erwarten durften: Splatter und Gore ungeschönt. Die Make-up-Effekte sind hervorragend, die Besessenen wirken gleichermaßen verstörend wie grotesk und die Gewaltszenen sind kreativ inszeniert. Vermutlich ist "Evil Dead Burn" damit sogar der kompromisslosesten Teil der gesamten Reihe. Bestimmt nicht der blutigsten (Für das "Evil Dead"-Remake wurden fast 50.000 Gallonen (ca. 190.000 Liter) Kunstblut verwendet.), wohl aber der brutalste.


Auch Souheila Yacoub überzeugt als Hauptfigur. Sie verleiht Alice genügend Verletzlichkeit, ohne dabei zur klassischen Horror-Protagonistin zu werden. Ihre emotionale, klassische Ausgangslage - Trauer, Schuld und familiäre Spannungen - gibt dem Film einen überraschend ernsten Unterton, der den Horror zusätzlich verstärkt. Das übrige Ensemble erfüllt seine Aufgabe ebenfalls solide und trägt dazu bei, dass die familiären Konflikte glaubwürdig wirken, bevor das übernatürliche Grauen endgültig übernimmt. Auch handwerklich bewegt sich der Film auf einem sehr hohen Niveau. Die Kameraarbeit erzeugt eine permanente Unruhe, während Sounddesign und Musik den psychologischen Druck zusätzlich verstärken. Besonders erfreulich ist, dass viele der Splattereffekte wieder praktisch umgesetzt wurden. Das verleiht den Gewaltszenen eine angenehm greifbare Wirkung und erinnert an die handgemachte Ästhetik, für die die Reihe seit jeher bekannt ist.


Die Handlung ist leider nicht so originell wie der Rest. Sie folgt letztlich bekannten Mustern der Reihe und überrascht erzählerisch nur selten. Einige Figuren bleiben trotz guter Ansätze etwas unterentwickelt, und wer auf größere Neuerungen innerhalb des Franchise gehofft hat, dürfte feststellen, dass sich der Film bewusst auf seine bewährten Stärken konzentriert. Gerade im Mittelteil entstehen kleinere Längen, bevor das Finale noch einmal ordentlich Tempo aufnimmt. Dennoch gelingt Vaniček der schwierige Spagat, den Geist der Originalfilme zu bewahren und gleichzeitig seinen eigenen Stil einzubringen. "Evil Dead Burn" fühlt sich weder wie eine bloße Kopie noch wie ein übertriebener Neuanfang an. Stattdessen erweitert der Film die Reihe  sinnvoll und zeigt erneut, dass das "Evil Dead"-Universum noch lange nicht auserzählt ist. 

Im Grunde ist der Film dann auch genau die Fortsetzung, die man sich als Fan wünscht: düster, gnadenlos, atmosphärisch und herrlich blutig. Zwar fehlen der Geschichte die ganz großen Überraschungen und einige Figuren hätten mehr Tiefe vertragen, doch die intensive Atmosphäre, starke Effekte und der kompromisslose Horrorfaktor machen den Film zu einem der stärksten Genrebeiträge des Jahres und zu einem würdigen neuen Kapitel der legendären Reihe.

7,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/ArtworkNew Line Cinema/Screen Gems/Ghost House Pictures/Domain Entertainment

They See You - The Watchers (2024)

https://www.imdb.com/title/tt26736843/

Die 28 Jahre alte Künstlerin Mina (Dakota Fanning) ist auf der Suche nach Inspiration für ihr nächstes Werk und strandet in einem riesigen Urwald im Westen Irlands, der nicht kartografiert ist und in dem seltsamerweise jedes Auto, das sich ihm nähert, an der Baumgrenze liegen bleibt. Nach den ersten Momenten der Panik und der Unsicherheit gelingt es dem Mädchen, einen Unterschlupf zu finden, wo sie drei verzweifelte und verängstigte Fremde trifft, die behaupten, sich seit mehreren Tagen verirrt zu haben und jede Nacht von einer unerbittlichen Gruppe mysteriöser Kreaturen verfolgt zu werden. Diese von den Streunern als Wächter bezeichneten Kreaturen tauchen angeblich auf, um ihre menschlichen Gefangenen zu beobachten und all jenen, die den Unterschlupf nicht rechtzeitig erreichen, schreckliche Dinge anzutun, was ihre Odyssee zu einer Überlebensstrategie im Unbekannten macht.

Ishana Night Shyamalans Regiedebüt "The Watchers" musste sich von Beginn an mit den Filmen ihrs Vaters M. Night Shyamalan vergleichen lassen. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von A.M. Shine präsentiert sie einen Mystery-Horrorfilm, der weniger auf klassische Schockeffekte setzt als auf dichte Atmosphäre, irische Folklore und ein stetig wachsendes Gefühl des Unbehagens. Das Ergebnis ist durchaus sehenswert, bleibt am Ende aber hinter seinen eigenen Ambitionen zurück. Dabei wirken die endlosen Wälder Irlands gleichermaßen wunderschön wie bedrohlich, und Shyamalan versteht es, diese Kulisse wirkungsvoll einzusetzen. Nebel, Dunkelheit und die permanente Unsicherheit darüber, was sich zwischen den Bäumen verbirgt, sorgen für eine konstant angespannte Grundstimmung. Gerade in der ersten Filmhälfte lebt "The Watchers" von dieser geheimnisvollen Inszenierung, die das Kopfkino geschickt arbeiten lässt. Auch Dakota Fanning trägt den Film souverän. Ihre zurückhaltende Darstellung macht Mina zu einer glaubwürdigen Hauptfigur, deren Unsicherheit und Neugier gleichermaßen nachvollziehbar bleiben. Unterstützt wird sie von Georgina Campbell und Olwen Fouéré, die der kleinen Gruppe zusätzliche Dynamik verleihen. Die Chemie zwischen den Figuren funktioniert insgesamt gut, auch wenn manche Nebencharaktere etwas blass bleiben.

Positiv fällt außerdem auf, dass "The Watchers" nicht versucht, sein Publikum mit permanenten Jump Scares zu erschrecken. Stattdessen setzt der Film auf langsamen Spannungsaufbau, geheimnisvolle Andeutungen und die Faszination für die zugrunde liegende Mythologie. Die Anleihen bei irischen Sagen und Märchen verleihen der Geschichte eine angenehme Eigenständigkeit und unterscheiden sie von vielen anderen aktuellen Horrorproduktionen. Genau hier beginnt allerdings auch das größte Problem des Films. Je näher die Handlung ihrer Auflösung kommt, desto stärker verliert die Geschichte an Wirkung. Was anfangs geheimnisvoll und faszinierend erscheint, wird im letzten Drittel zunehmend durch ausführliche Erklärungen ersetzt. Die Enthüllungen wirken dabei weniger überraschend als erhofft und nehmen dem Mysterium einen Teil seiner Faszination. Das Drehbuch schafft es einfach nicht, seine vielen Ideen letztlich überzeugend zusammen zu führen verlässt sich lieber zu sehr auf Erklärungen. Auch das Erzähltempo ist nicht immer optimal. Während die ersten Szenen von ihrer mysteriösen Stimmung profitieren, entstehen im Mittelteil einige Längen. Die Handlung tritt stellenweise auf der Stelle, bevor sie gegen Ende plötzlich sehr viele Informationen in kurzer Zeit vermittelt. Dadurch wirkt das Finale etwas überladen und emotional weniger wirkungsvoll, als es eigentlich sein könnte.

Dennoch sollte man "The Watchers" nicht vorschnell abschreiben. Gerade als Regiedebüt zeigt Ishana Shyamalan ein gutes Gespür für Bildsprache, Atmosphäre und Spannungsaufbau. Es ist ein vielversprechender erster Schritt einer Regisseurin mit erkennbarem Talent. Dass nicht jede erzählerische Entscheidung aufgeht, schmälert diesen positiven Eindruck nur teilweise. Wer ruhigen Mystery-Horror mit folkloristischen Elementen und einer geheimnisvollen Atmosphäre schätzt, wird hier durchaus auf seine Kosten kommen. Wer hingegen auf einen großen Twist oder kompromisslosen Horror hofft, dürfte am Ende etwas ernüchtert sein. Ein sehenswerter Genrebeitrag, der Lust auf weitere Arbeiten von Ishana Night Shyamalan macht - auch wenn er hier das große Potenzial seiner Prämisse nicht vollständig ausschöpft.

5,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkBlinding Edge Pictures/Inimitable Pictures/Fís Éireann/Screen Ireland