Der Detective Jimmy "Popeye" Doyle (Gene Hackman) ist noch immer auf der Jagd nach dem schmierigen Drogenhändler Alain Charnier (Fernando Rey), der ihm in New York entkommen ist. Doch diesmal führt ihn die Spur nicht mehr in die Straßen von Brooklyn, sondern nach Marseille, Frankreich, wo Charnier sein neues Rückzugsgebiet hat. In Frankreich wird Doyle nicht als der gefürchtete Cop empfangen, der er in New York ist, sondern als ein Fremder, der in einer fremden Stadt nicht weiß, wie er sich durchsetzen soll. Er wird dem französischen Polizisten Henri Barthélémy (Bernard Fresson) zugeteilt, der ihn nicht wirklich mag. Dennoch versucht Doyle, seine eigene Spur zu verfolgen, und er findet heraus, dass Charniers Drogenring weiter operiert als je zuvor...
Der Film ist eine Fortsetzung von William Friedkins 1971er Drama "Brennpunkt Brooklyn"/"French Connection" und wurde von John Frankenheimmer inszeniert. Doch "French Connection II" setzt die Geschichte um den harten Cop/Detective "Popeye" Doyle nicht einfach fort, sondern dreht den Charakter der Story selbst komplett um. Frankenheimer nimmt die Hauptfigur Doyle, erneut gespielt von Gene Hackman, den unerbittlichen, rücksichtslosen NYPD-Detektiv, der in William Friedkins Original von 1971 die Welt von New York beherrschte, und wirft ihn nach Marseille, wo er plötzlich mit der Situation konfrontiert ist, eben nicht mehr ständig die Oberhand zu besitzen.
Doyle, dessen Kompetenz, dessen Fähigkeit, auf einer ansprechenden Ebene zu funktionieren, wird hier zum Comic Relief und fast vollständig seiner Würde entledigt. Allein die Entgiftungssequenz in der Mitte bringt den Film quasi zum Stillstand und während an dieser Stelle Handlung, Verfolgung und der Jäger völlig vergessen werden, konzentriert sich der Film nur auf die Figur und wird nicht nur langweilig, sondern ringt dem Zuschauer eine Menge Geduld ab. Das ist der Kern des Problems: Der Film ist nicht so grob, so roh, so direkt wie das Original. Er ist langsamer, und in diesem Kontext viel zu charaktergetrieben, und lange nicht so visuell, wie man es von einem Thriller erwarten würde. Stattdessen ist es eine Geschichte über Rache, die Popeye in einer fremden Umgebung, in der er nicht die Kontrolle hat, in eine Verletzlichkeit zwingt, die er in New York nicht hatte. Fernando Rey spielt erneut Alain Charnier, der Heroinschmuggler, der Popeye in New York entgangen trat. Er ist immer noch der gleiche Charakter, kalt, charmant, aber jetzt ist er der Verfolger, nicht der Verfolgte. Bernard Fresson spielt Henri Barthélémy, den französischen Polizisten, der Popeye als Partner zugeteilt bekommt und der ihn nicht mag, aber mit ihm zusammenarbeiten muss. Der Konflikt zwischen den beiden ist nicht nur kulturell, sondern auch persönlich, und er gibt dem Film eine zusätzliche Ebene, die das Original nicht hatte (und brauchte).Das Problem ist zudem, dass der Film nicht immer weiß, wie er mit diesen neuen Elementen umgehen soll. Manchmal ist er zu rockig, manchmal zu ernst, manchmal zu comicartig. Der Film hat eine gewisse Komödie, die Popeye in einer fremden Umgebung in eine komische Rolle zwingt, aber das ist nicht immer erfolgreich. Am Ende bleibt "French Connection II" ein Film, der versucht, "Popeye" Doyle zu verändern, und das ist nicht wirklich erfolgreich.














