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Die engagierte Ärztin Dr. Hillary Penzer (Bree Williamson) rettet einem schwer verletzten Mann (Mark Hapka) das Leben. Doch aus Dankbarkeit wird schnell eine gefährliche Besessenheit: Der Patient entwickelt einen krankhaften Wahn und beginnt, Hillary zu verfolgen. Während seine Obsession immer weiter eskaliert, gerät ihr Privat- und Berufsleben zunehmend außer Kontrolle - und sie muss alles daransetzen, sich und ihre Familie vor dem immer unberechenbarer werdenden Stalker zu schützen.
Es kommt selten vor, dass ein Film nicht wegen seiner Handlung, seiner Schauspieler oder seiner Regie in irgendeiner Form Aufmerksamkeit erhält, sondern wegen seiner Synchronisation. Genau das ist "Deadly Patient: Tödlicher Patient" passiert. Der ohnehin eher durchschnittliche TV-Thriller gerät nun, Jahre nach seiner US-Veröffentlichung, plötzlich in den Fokus der Öffentlichkeit - allerdings nicht aufgrund seiner filmischen Qualitäten, sondern wegen einer offensichtlich katastrophalen KI-generierten deutschen Synchronfassung, die schnell zum viralen Gesprächsthema wurde. Was eigentlich ein unscheinbarer Stalking-Thriller war, entwickelte sich unfreiwillig zu einem Paradebeispiel dafür, wie schlecht automatisierte Synchronisation im schlimmsten Fall ausfallen kann.
Die Geschichte selbst folgt nahezu jedem bekannten Muster des TV-Thriller-Genres und bietet kaum Überraschungen. Weder die Figuren noch die Dialoge entwickeln echte Spannung, sodass der Film bereits im Original allenfalls durchschnittliche Unterhaltung liefert. Das eigentliche Problem der deutschen Veröffentlichung beginnt jedoch mit der Tonspur. Die Stimmen wirken nahezu durchgehend emotionslos und hölzern, Betonungen sitzen an den falschen Stellen und selbst einfache Dialoge klingen, als wären sie Wort für Wort von einer Maschine übersetzt und ohne jede schauspielerische Interpretation vorgelesen worden. Man macht sich da, ohne dies selbst gesehen (gehört) zu haben, keinen Begriff. Hinzu kommen grammatikalisch fragwürdige Formulierungen und schlichtweg fehlerhafte Übersetzungen, die nicht selten unfreiwillig komisch wirken. Statt Spannung zu erzeugen, sorgt nahezu jede Dialogszene für entweder völlige Verwirrung oder ausuferndes Gelächter. Besonders problematisch ist dabei, dass die Synchronisation nicht nur schlecht klingt, sondern den gesamten Film praktisch unanschaubar macht. Selbst solide gespielte Szenen verlieren jede Wirkung, weil die künstlich klingenden Stimmen keinerlei Emotion transportieren. Gespräche zwischen den Figuren wirken roboterhaft, intime Momente bleiben völlig leblos und selbst dramatische Höhepunkte verpuffen durch die monotone Vortragsweise. Der Film entwickelt dadurch eine unfreiwillige Komik, die mit der eigentlichen Geschichte nichts mehr zu tun hat. Allein dafür, und das muss man ihm zugute halten, muss man diesen Film gesehen haben. Für ein Kopfschütteln, ein Amüsieren über die völlig unfähige Synchro und das Studio, was sich überhaupt gewagt hat, so einen Schund abzuliefern.
Selbst wenn man die Synchronfassung ausklammert, bleibt "Deadly Patient" ein äußerst generischer Durchschnitts-Thriller. Die Geschichte ist vorhersehbar, die Figuren bleiben oberflächlich und echte Spannung kommt nur selten auf. Die Darsteller bemühen sich zwar, aus dem bekannten Stalking-Motiv etwas herauszuholen, doch das schwache Drehbuch lässt ihnen kaum Möglichkeiten, bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die KI-Synchronisation hat letztlich nur noch deutlicher gemacht, dass hier ohnehin kein besonders bemerkenswerter Film verborgen lag. Als Mahnmal dafür, warum Synchronisation weit mehr ist als bloß das Vorlesen eines übersetzten Textes, besitzt "Deadly Patient" damit einen gewissen historischen Wert - als Film hingegen leider kaum.
(4/10 in der Original-Synchro)
(8/10 wegen dem unfassbaren Unterhaltungswert und der zahlreichen Lacher)

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