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Nach dem Verlust ihres Mannes sucht eine Frau Zuflucht auf dem abgeschiedenen Anwesen seiner Familie, in der Hoffnung, dort Unterstützung zu finden. Die angespannte Atmosphäre schlägt jedoch in offene Bedrohung um, als die Anwesenden nacheinander von einer unheimlichen Kraft erfasst und zu Deadites verwandelt werden. Mitten in diesem Chaos wird sie mit Versprechen aus der Vergangenheit konfrontiert, deren Bedeutung weit über den Tod hinausreicht und sie nun zwingt, sich den daraus entstehenden Folgen zu stellen...
Nur ganz wenige Horror-Filmreihen sind allein aufgrund ihrer Kompromisslosigkeit und Brutalität so bekannt geworden wie das "Evil Dead"-Franchise. ("Terrifier" vielleicht noch, aber da kommt eine erweiterte Sadismus-Komponente dazu.) Das Markenzeichen dieser Film ist seit jeher das absolut Böse, welches sich in den Menschen einnistet, deren Körper auf grausamste und gleichzeitig kreative Art und Weise verstümmelt - und dabei einen Heidenspaß hat. Das Franchise beinhaltete auch bis heute Szenen, die, egal wie oft man diese gesehen hat, immer wieder aufs Neue wehtun. Das Brotscheidemesser oder das Cuttermesser in "Evil Dead", die Käsereibe in "Evil Dead Rise" - die Macher fanden immer wieder neue Alltagsgegenstände, die sie mit äußerst schmerzhaften Methoden auf den menschlichen Körper anwendeten. Doch im Vergleich mit dem neuen "Evil Dead Burn" des französischen Regisseurs Sébastien Vaniček können "Evil Dead" und "Evil Dead Rise" gemessen am Gewaltlevel quasi einpacken.
Auch kaum eine Horrorr-Filmeihe schafft es seit über vier Jahrzehnten, sich immer wieder neu zu erfinden und dabei ihrem Kern treu zu bleiben. Nach dem überraschend starken "Evil Dead Rise" führt Vaniček die Reihe nun konsequent fort - und liefert einen Film ab, der die bekannten Zutaten aus Blut, Dämonen und schwarzem Humor mit einer beklemmenden Familiengeschichte verbindet. Das Ergebnis gehört zwar nicht zu den absoluten Höhepunkten der Reihe, ist aber ein ausgesprochen gelungener Beitrag, der den Zuschauer bestens bedient. Im Mittelpunkt steht Alice (Souheila Yacoub), die nach dem Tod ihres Mannes Zuflucht bei ihren Schwiegereltern auf einem abgelegenen Anwesen sucht. Die Hoffnung auf Trost hält allerdings nicht lange an, denn das Böse lässt nicht lange auf sich warten. Ja, selbstverständlich sind die Protagonisten erneut so blöde und lesen aus dem "Buch der Toten, dem Necronomicon, und ja, natürlich überschlägt sich dann die ganze Situation innerhalb von gefühlten Minuten. Nach und nach werden Familienmitglieder von den Deadites besessen und das Trauerwochenende entwickelt sich zu einem blutigen Überlebenskampf, bei dem niemand sicher ist. Die Reihe bleibt sich dabei treu und verbindet familiäre Konflikte mit gnadenlosem Horrorkino.Im Grunde ist der Film dann auch genau die Fortsetzung, die man sich als Fans wünschte: düster, gnadenlos, atmosphärisch und herrlich blutig. Zwar fehlen der Geschichte die ganz großen Überraschungen und einige Figuren hätten mehr Tiefe vertragen, doch die intensive Atmosphäre, starke Effekte und der kompromisslose Horrorfaktor machen den Film zu einem der stärksten Genrebeiträge des Jahres und zu einem würdigen neuen Kapitel der legendären Reihe.












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