Mittwoch, 22. Juli 2026

Bull Shark (2022)

https://www.imdb.com/de/title/tt14912006/
https://letterboxd.com/film/bull-shark/

Auf ungeklärte Weise sind offenbar einige extrem aggressive Bullenhaie in einen großen See in Texas gelangt. Das jedenfalls analysiert der bedenklich stark dem Alkohol zusprechende Wildhüter Spencer Timms (Thom Hallum), als er an das Gewässer gerufen wird, in dem die Leiche einer zerfleischten Urlauberin treibt. Obwohl Timms und Gerichtsmedizinerin Hamlin (Tiffany McDonald) sie anflehen, den See für Badegäste zu sperren, weigern sich Sheriff Wilson (Derrick Redford) und Bürgermeister Groves (Richard Ray), es zu tun. Schließlich wollen beide in der Gegend, die nahezu allein vom Tourismus lebt, wiedergewählt werden. So sieht Timms sich gezwungen, sich mit dem lokalen Waffennarren Nolan (Billy Blair) sowie seiner mit Sprengstoff hantierenden Ex-Frau Dottie (Lindsey Marie Wilson) zusammenzutun, um auf eigene Faust auf Haifischjagd zu gehen.

Haifilme mit überschaubarem Budget haben es traditionell schwer - und "Bull Shark" bildet hier leider keine Ausnahme. Regisseur Brett Bentman verlegt die Handlung an einen texanischen See, in dem ein Bullenhai Jagd auf ahnungslose Badegäste macht. Die Idee, einen Süßwassersee zum Schauplatz zu machen, ist durchaus reizvoll und biologisch sogar plausibel, da Bullenhaie tatsächlich Flüsse und Seen besiedeln können. Aus dieser interessanten Ausgangslage macht der Film jedoch nur wenig und bietet eine weitestgehend spannungsarme Inszenierung.

Wenn man positive Aspekte in diesem Film sucht, dann sind es die stimmungsvollen Landschaftsaufnahmen sowie der Versuch, den Fokus stärker auf die Bewohner der Kleinstadt als auf reine Hai-Action zu legen. Thom Hallum schlägt sich als Wildhüter Spencer Timms ordentlich, und auch Billy Blair sorgt mit seiner Figur Nolan Holt für den einen oder anderen sympathischen Moment. Doch große Teile der ohnehin kurzen Laufzeit bestehen aus langatmigen Dialogen und wenig spannenden Ermittlungen, während der titelgebende Hai erstaunlich selten in Erscheinung tritt. Wenn er schließlich auftaucht, wirken die digitalen Effekte oft wenig überzeugend und können mit Genreklassikern wie "Der weiße Hai" oder modernen Vertretern wie "The Shallows" und "Crawl" zu keinem Zeitpunkt mithalten. Die dünne Handlung, die flachen Figuren und das deutlich sichtbare Low-Budget-Niveau bremsen den Film immer wieder aus. Für eingefleischte Fans von Tierhorror mag der Film noch einen gewissen B-Movie-Charme besitzen, insgesamt bleibt er jedoch deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück.

4/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkB22 Films/ITN Distribution

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