Posts für Suchanfrage How To Train Your Dragon werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage How To Train Your Dragon werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 26. Januar 2022

[COLLECTION] Toothless (Statue) (How To Train Your Dragon 2)

https://www.sideshow.com/

"Das ist Berk. Wir haben neun Monate im Jahr Schnee und drei Monate Hagel. Was hier wächst ist zäh und hat keinen Geschmack. Das gilt vor allem für die Leute hier. Der einzige Lichtblick sind die Haustiere. Andere haben Ponys und Papageien. Wir haben... Drachen."

"Toothless" oder in der Synchronisation "Ohnezahn" gehört zu der Drachenkolonie des Roten Tods und attackiert daher mit den anderen Drachen zusammen Berk, um an Nahrungsmittel zu gelangen und den Roten Tod zu füttern. Von allen Drachen der Kolonie ist Ohnezahn am meisten gefürchtet, da er bei den nächtlichen Überfällen grundsätzlich nicht gesehen werden kann und nur das pfeifende Geräusch seines aufladenden Plasmafeuers vorwarnt, ehe er mit hoher Treffsicherheit angreift. Trotz Ohnezahns nahezu perfekter Tarnung gelingt es dem 15-jährigen Hicks, den Nachtschatten mit einer Art Katapult vom Himmel zu holen. Hierbei verliert Ohnezahn seine linke Schwanzflosse, ohne die er beim Fliegen sein Gleichgewicht nicht halten und kaum steuern kann. Daher stürzt er ständig ab und kann auch nicht vor Hicks fliehen, der gewillt ist, ihn zu töten und sein Herz nach Hause zu bringen, um sich als wahrer Wikinger zu beweisen. Letztendlich kann Hicks es jedoch nicht übers Herz bringen, Ohnezahn umzubringen, und versucht stattdessen, durch ihn mehr über Drachen allgemein zu lernen. Hicks tauft Ohnezahn auf diesen Namen, da er ihn für zahnlos hielt, bis Ohnezahn seine ausfahrbaren Zähne präsentierte. Während ihrer Treffen begriff Hicks auch, dass die fehlende Schwanzflosse Grund für Ohnezahns Flugprobleme ist, und er baut eine Prothese für ihn. Auch einen Sattel stellt Hicks her, um mit Ohnezahn fliegen zu können. Gemeinsam gelingt es den beiden schließlich, der Schreckensherrschaft des Roten Todes ein Ende zu bereiten und den Krieg zwischen den Wikingern und den Drachen zu schlichten...

Sideshow präsentiert "Toothless-Statue" aus den "How To Train Your Dragon"-Filmen. Toothles gehört zur überaus tödlichen Nachtschatten-Spezies, doch er entpuppt sich nach ein wenig Training durch den Häuptlingssohn Hicks als loyaler, freundlicher Drache.

Diese massive Statue von Sideshow Collectibles ist 12 Zoll hoch und zeigt den majestätischen, tiefschwarzen Drachenverteidiger von Berk, wie er von einem felsigen Sockel aus in die Ferne blickt. Seine Beine und sein Kopf sind mit einer Schuppenstruktur versehen, und seine Klauen halten sich an den moosbewachsenen Felsen fest, auf denen er steht. Mit Blick auf die karge Heimat der Wikinger trägt Ohnezahn ein von Hicks entworfenes Gurtzeug, mit dem er den Drachen während des Fluges steuern kann. Seine Flügel sind geöffnet, bereit, sich mit seinem Reiter in die Lüfte zu erheben und ein neues Abenteuer zu erleben.

Toothless Schwanz rollt sich sanft an der felsigen Basis herunter und zeigt die Ersatzflosse, die Hicks speziell für ihn angefertigt hat. Die rote Flossenprothese ist mit einem aufgemalten Wikinger-Totenkopf versehen, der Toothless im Flug ein besonderes Flair verleiht.

In Anlehnung an seinen Auftritt in "How To Train Your Dragon 2" hat Ohnezahn auch eine dezente blaue Farbe, die seine Wirbelsäulenrippen betont und allen anderen Drachen zeigt, dass dieser Nachtschatten ein Alphadrache und ein beeindruckender Anführer ist.

Samstag, 12. April 2014

How To Train Your Dragon - Drachenzähmen leicht gemacht (2010)

http://www.imdb.com/title/tt0892769/

Auf der kleinen Insel Berk, hoch oben im Norden, wird nicht lange gefackelt. Mordsstarke Wikinger müssen ihre Heimat vor wilden Drachen beschützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Auch der schmächtige Teenager Hicks, Beiname "der Hüne", ist Feuer und Flamme für die Drachenjagd - nur leider hat er im Umgang mit Waffen zwei linke Hände. Da sein Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf “der Stoische”, Häuptling des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll Hicks auf der Drachenschule nun auch die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen. Doch ehe Hicks - der übrigens ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist - den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Dorf von einer wilden Drachen-Armada angegriffen. Das ist Hicks große Chance, einmal einen Drachen zu besiegen und die Ehre seines Vaters zu retten! Mit viel Mut und Köpfchen gelingt es ihm, einen "Nachtschatten", eine der gefährlichsten Drachenarten, abzuschießen. Doch anstatt seinem Vater von seinem bemerkenswerten Fang zu erzählen, freundet sich Hicks mit dem Nachtschatten an. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Hicks Welt auf den Kopf stellt: Ein Wikinger, der einen Drachen zum Freund hat? Damit verstößt er gegen die Wikingerehre, die seinem Vater beim Donner von Thor über alles geht.

Mit "How To Train Your Dragon" erlebt man einen humorvollen, spannenden und interessanten Film, der vor allem mit der 3D-Technik einen gewissen Zauber ausübt. Die rasanten Flugszenen durch Wolken, knapp über's Wasser und geschickt an scharfen Felsen vorbei sind ein echtes Highlight. Die Story ist zwar auch nicht ganz neu, aber mit viel Herz versucht die sympathische Hauptfigur Hicks etwas an der Dauerfeindschaft zwischen Drachen und Wikingern zu ändern und gibt somit Grund zum Lachen und Mitfiebern - da Hicks und sein Drache Ohnezahn anfangs vor allem über Mimik und Gestik kommunizieren müssen, wurde viel Wert auf Gesichtsausdrücke gelegt - trotz der vereinfachten Darstellung der menschlichen Figuren ist ihre Mimik stets ein Hinweis auf ihr Denken und ihre Gefühle. 

Das Einzige, was es an dem rasanten Abenteuer, das mit viel Detailtreue und Fantasie umgesetzt wurde, zu bemängeln gibt, ist höchstens, dass sich gegen Ende hin viele Dinge auf einmal in Wohlgefallen auflösen, denn das, woran Hicks lange gefeilt und gearbeitet hat, geht den anderen Figuren, sowohl Mensch als auch Tier, plötzlich leicht von der Hand, als wäre nie etwas gewesen. Insgesamt erscheint "How To Train Your Dragon" wie eine bunte Mischung aus "Wickie und die starken Männer" und "Avatar - Aufbruch nach Pandora" - vor allem wenn die Flug- und Drachenszenen gezeigt werden.

Den Machern ist ein wahrlich tolles Abenteuer gelungen: lustig und verständlich für die Kleinen, mit genügend Tiefe und Potential für die Großen - und die Action ist für beide Parteien wohl dosiert abgestimmt. Fast perfekt und immer wieder schön anzusehen. 

8,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Poster/Artwork: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Freitag, 21. November 2014

How to Train Your Dragon 2 - Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014)

http://www.imdb.com/title/tt1646971/

Fünf Jahre später, nachdem die beiden Helden Hicks und sein Drache Ohnezahn die Drachen und Wikinger erfolgreich auf der Insel Berk zusammengeführt haben: während Astrid, Rotzbakke und der Rest der Gang sich gegenseitig im Drachenrennen (der neuen beliebten Sportart der Insel) herausfordern, fliegen die unzertrennlichen Freunde Hicks und Ohnezahn durch die Lüfte, um neue Welten zu entdecken. Als die beiden auf einer ihrer Abenteuerausflüge eine versteckte Eishöhle entdecken, in der hunderte neue wilde Drachen und der mysteriöse Drachenreiter zuhause sind, geraten sie in einen Kampf, den Frieden auf Berk zu bewahren. Hicks und Ohnezahn müssen zusammenhalten und sich für das einsetzen, woran sie glauben. Dabei erkennen sie, dass sie nur zusammen die Kraft haben, die Zukunft für die Menschen und Drachen zu verändern.

Der Film setzt (mit ein wenig Zeitversatz) nahtlos an den ersten Teil an, genauso wunderschön animiert, genau so interessant. Alles ist ein klein wenig erwachsener geworden: die Charaktere sind wirklich toll um 5 Jahre gealtert und auch sonst ist glaubhaft dargestellt wie sich alles in den 5 Jahren verändert haben könnte. Auch wenn man den ersten Teil schon eine kleine Weile nicht mehr gesehen hat, so kommt man unglaublich schnell wieder in die Story rein.

"Drachenzähmen leicht gemacht 2" ist stellenweise etwas besser, andererseits aber auch etwas überladen, was dazu führt, dass beide Filme in etwa auf dem gleichen hohen Niveau agieren, der zweite Teil aber nur deswegen einen halben Punkt verliert, weil eben alles nicht mehr ganz so neu und frisch erscheint. Eine große Stärke des Vorgängers war diese Leichtigkeit, dieses Zeit lassen für die Charaktere und deren Annäherungen. Das geht hier auf Kosten von mehr Action und mehr "Handlungssträngen" etwas verloren.

Was dann aber doch etwas stört, ist, dass die Geschichte von einem Höhepunkt zum nächsten getrieben wird. Da gehts mit der recht beiläufig erwähnten Tatsache der Nachfolge als Stammesführer los, dann die Drachenfänger, man findet seine totgeglaubte und verlorene Mutter, dann der gigantische Alpha-Drache, ein sterbender Vater, ein sich wandelnder Freund Ohnezahn, der Alphadrachen-Kampf, Alphadrachen-gegen-Ohnezahn-Finale und so weiter. Es ist toll, aber eine Winzigkeit zu viel für einen Film. Da wünschte man sich etwas mehr Ruhe und Zeit für die tollen Charaktere und die neuen Drachen sowieso. Aber gut, wenn dieses eher strittige Argument das Einzige ist, was man so Negatives an diesem ansonsten wirklich unterhaltsamen Animationsfilm findet, sagt das auch alles über seinen Charakter aus. Er ist ohne Zweifel eine würdige Fortsetzung und auf jeden Fall spannend, lustig und niedlich zugleich.

8/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Poster/Artwork: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Samstag, 7. Dezember 2019

How to Train Your Dragon: The Hidden World - Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (2019)

https://www.imdb.com/title/tt2386490/

Hicks (Stimme: Daniel Axt) hat als Häuptling von Berk seinen langgehegten Traum wahrgemacht und eine Welt geschaffen, in der Drachen und Menschen friedlich zusammenleben können. Auch Hicks bester Freund, der Nachtschatten Ohnezahn, fühlt sich in dieser Welt wohl – bis er eines Tages einem ungezähmten und eigensinnigen Drachenweibchen begegnet, das ihm völlig den Kopf verdreht. Das Weibchen sieht aus wie Ohnezahn, nur dass es weiß ist und somit wohl ein Tagschatten sein muss. Während der Flirt der beiden Drachen die Freundschaft von Hicks und Ohnezahn gehörig auf die Probe stellt, bahnt sich ein noch viel schwerwiegenderes Problem an: Der fiese Drachenjäger Grimmel (Lutz Riedel) bedroht das Dorf und seine tierischen und menschlichen Bewohner. Nun müssen sich die Drachenreiter und ihre geflügelten Freunde nach einem neuen Ort umsehen, an dem sie leben können – und sie beginnen mit der gefahrvollen Suche nach der sagenumwobenen "verborgenen Welt", in der sie alle Frieden finden könnten.

Die Trilogie um die Wikinger mit ihren Drachen ist perfekt! Dreamworks schlägt zurück und sagt Disneys "Toy Story 4" und "Frozen 2" den Kampf an. Dabei gab es Zweifel, ob auch dieser Film das hohen Niveau der beiden Vorgänger halten kann. Warum? Nun, die ersten beiden "Drachenzähmen leicht gemacht"-Filme sind zwei der besten Animationsfilme überhaupt. Beide Filme kamen zu einer Zeit heraus, in der Dreamworks auf einem Höhepunkt ihrer Schaffenphase war und sogar Pixar übertraf. Doch dann kam eine Phase, in der die von Dreamworks produzierten Animationsfilme schwächer und teilweise sogar ziemlich schlecht wurden. Mit "Drachenzähmen leich tgemacht 3: Die geheime Welt" hat Dreamworks einen brillanten Film abgeliefert, der nur minimal die Qualität der Vorgänger verfehlt.

Wenn einem die Animationen in "Drachenzähmen leicht gemacht" und "Drachenzähmen leicht gemacht 2" gefallen haben, der wird auch in Teil 3 gänzlich geplättet sein. Die Optik ist überwältigend und alles sieht wunderschön aus - da können selbst die besten Pixar Filme kaum anknüpfen. Aber auch die Story geht einen wundervollen Weg und ist geschmückt und tollen Dialogen. Der Film wird in keiner Sekunde langweilig, das Pacing rauscht geradezu durch und ständig passiert etwas. Besonders das Ende ist eine echte Wucht und das ist einfach eine kleine Meisterleistung. Besser kann man eine große, legendäre Saga nicht beenden und bei diesem großen Abschluss wird kein Auge trocken bleiben.

Hiccup, im deutschen Hicks, ist einer der besten Charaktere eines Animationsfilms, besonders wenn man seine Entwicklung über alle 3 Teile sieht. Er ist zu einem echten Anführer der Wikinger geworden, der aber nicht perfekt ist, sondern auch menschliche Fehler macht und sehr nachvollziehbar Zweifel äußert. Natürlich ist auch Ohnezahn ("Toothless") wieder super niedlich und es gibt viele brillante Szenen zwischen ihm und einem weiteren Drachen - und diese Stellen zeigen wieder einmal: Man braucht für aussagekräftige Bilder keine Dialoge. Auch Nebendarstellerin und Love-Interest Astrid ist erneut traumhaft und besonders als Liebespaar funktionieren Hicks und Astrid hervorragend. Der Bösewicht Grimmel ist dann noch der beste Schurke der gesamten Trilogie. Er ist durchtrieben, aber auch taktisch sehr klug und Hicks ihm haushoch unterlegen. Leider ist das auch der einzige Kritikpunkt, weshalb Teil 3 die Höchstnote verfehlt, denn obwohl Grimmel so überlegen ist, wird er im späteren Verlauf doch etwas zu leicht überlistet.

Atemberaubend, perfekt zu Ende gebracht und brillant animiert. "Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt" bringt diese grandiose Saga perfekt zu Ende und setzt die Messlatte für den besten Animationsfilm 2019 ganz weit nach oben. Es war ein purer Hochgenuss ein letztes mal nach Berk zu reisen und auch der dritte Film ist, trotz des minimalen Kritikpunktes, wieder ein Meisterwerk geworden. Anschauen ist knallharte Pflicht und Pixar und Disney müssen wirklich einiges abliefern, um diese Kategorie zu erreichen.

8/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Poster/Artwork: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Sonntag, 22. Juni 2025

How To Train Your Dragon - Drachenzähmen leicht gemacht (2025)

https://www.imdb.com/de/title/tt26743210/

Drachen und Wikinger, das ist eine Kombination, die seit Äonen von Jahren nicht gerade durch Freundschaft geprägt ist. Es scheint, als ob sie sich einfach nicht ausstehen können. Deshalb bekämpfen sie sich gegenseitig. Darauf werden die Wikinger von klein auf vorbereitet. Wer sich als nicht hart genug erweist, wird jedoch schnell zum Außenseiter – so auch Hicks (Mason Thames). Der auf ihm lastende Erwartungsdruck ist als Sohn des Wikingerhäuptlings Haudrauf (Gerard Butler) immens. Als Hicks eines Tages an einen der sagenumwobenen Nachtschatten-Drachen, Ohnezahn, gerät, bricht für Hicks im allerbesten Sinne eine Welt zusammen. Denn entgegen der zahlreichen Wikingererzählungen trachtet ihm Ohnezahn gar nicht nach dem Leben. Zwischen den beiden entsteht eine unerwartete Freundschaft. Doch wie soll Hicks das seinem Vater und den anderen Stammesmitgliedern nur erklären? Immerhin glauben die seit Generationen daran, dass die Drachen auf nichts Gutes aus sind...

Es gibt Filme, die uns beim ersten Sehen verzaubern - nicht wegen ihrer Effekte oder ihres Tempos, sondern wegen einer Aufrichtigkeit, die man heute nur noch selten im Kino findet. "Drachenzähmen leicht gemacht", die Realverfilmung des gleichnamigen Animationsfilms von 2010, ist so ein Film. Er ist kein bloßes Remake. Er ist ein Erinnern - an das, was wir im Kino manchmal vermissen: eine aufrichtige Geschichte, ein Herzschlag hinter den Bildern und den Mut, Gefühle nicht zu verstecken.

Wenn ein Studio einen geliebten Animationsfilm in ein Live-Action-Gewand überführt, ist Skepsis mehr als angebracht. Was geht verloren, wenn das Fantastische real wird? Was bleibt, wenn die Magie sich nicht mehr in handgezeichneten Gesten, sondern in physischer Welt manifestiert? In diesem Fall: überraschend viel. Regisseur Dean DeBlois, der bereits für die Originaltrilogie verantwortlich zeichnete, gelingt ein Kunststück: Er findet nicht nur die richtigen Bilder für eine Welt, die einst vollständig animiert war - er findet ihren Ton, ihre Tiefe und ihren Atem wieder. Die Geschichte bleibt vollkommen erhalten: Hicks, ein junger Wikinger, lebt auf der Insel Berk, wo Drachen als Feinde gelten und Mut sich im Kampf beweist. Doch Hicks ist kein Krieger. Er ist ein Suchender - nach Zugehörigkeit, nach Verständnis, nach einer Wahrheit jenseits der Vorurteile seines Stammes. Als er den verletzten Nachtschatten-Drachen findet und statt ihn zu töten, ihn heilt, beginnt eine leise, berührende Annäherung zweier Wesen, die sich fremd sein müssten - und doch dasselbe suchen.


Der vielleicht größte Triumph dieser Adaption liegt darin, dass sie nicht versucht, lauter oder spektakulärer zu sein als ihr animiertes Vorbild. Sie wird stiller. Und gerade in dieser Stille entsteht eine Nähe, die man kaum erwartet. Newcomer Mason Thames als Hicks spielt nicht den Helden, sondern den Jungen, der sich erst zu einem machen muss - mit Unsicherheit in der Stimme, Zögern in der Bewegung, aber einem wachen Blick, der neugierig bleibt, wo andere bereits zu hassen gelernt haben. Die Entscheidung, den Drachen Ohnezahn per Performance-Capture darzustellen, ist mehr als ein technischer Kniff. Es verleiht ihm eine physische Präsenz, ohne ihn je seiner Ausdruckskraft zu berauben. Er bleibt ein stummes Wesen voller Persönlichkeit - nicht durch Sprache, sondern durch Bewegung, Mimik, Körpersprache. Er lebt.

Visuell ist der Film erdig, manchmal rau, nie glattgebügelt. Die Insel Berk wirkt weniger wie ein Fantasieort, sondern wie ein echter, karger Fleck Erde, an dem das Leben hart, aber nicht herzlos ist. Die Farbpalette ist gedeckter, das Licht oft nordisch kühl. Es ist keine Fantasywelt im üblichen Sinne - sondern eine, die an die Ränder der wirklichen Welt grenzt. Und dennoch blitzt darin immer wieder ein Staunen auf, das an Spielberg erinnert: etwa wenn Hicks und Ohnezahn zum ersten Mal gemeinsam durch die Lüfte gleiten. Es ist kein reines Spektakel. Es ist eine Art Befreiung. Eine Art Flug nach innen. Was mich am stärksten berührt hat - und was diesen Film zu mehr als einer Neuauflage macht - ist sein aufrichtiger Glaube an Entwicklung. Niemand in diesem Film ist fertig. Nicht Hicks, nicht sein Vater, nicht Astrid, nicht die Dorfgemeinschaft. Alle befinden sich in Bewegung. Nicht immer vorwärts, oft seitwärts, manchmal zurück. Aber in Bewegung. Der Wandel kommt nicht durch Krach, sondern durch Begegnung. Eine Wahrheit, die das Kino allzu oft vergisst.


Natürlich ist nicht alles perfekt. Einige Nebenfiguren bleiben blasser als in der animierten Vorlage, und man spürt hin und wieder die dramaturgische Enge einer Geschichte, die versucht, sowohl Vorlage zu ehren als auch neue Wege zu gehen. Doch das sind kleine Brüche im Eis, unter dem ein Fluss von ehrlicher Emotion fließt.

Am Ende ist "Drachenzähmen leicht gemacht" kein Film, der den Zuschauer anschreit, wie besonders er ist. Er flüstert. Und gerade deshalb hört man ihm zu. Er erinnert uns daran, dass Mut nicht laut sein muss. Dass Freundschaft nicht erklärt werden kann, sondern erlebt werden muss. Und dass es manchmal genügt, sich hinzusetzen, einem Wesen in die Augen zu blicken - und zu erkennen, dass wir im Grunde alle das Gleiche wollen: verstanden zu werden. Ich glaube, jeder, der den Animationsfilm mochte, wird auch diesen Film mögen. Nicht wegen seiner Technik oder seiner Vorlage. Sondern wegen seines Herzens. Und wegen der stillen, klaren Wahrheit, die er erzählt: Dass das Zähmen eines Drachen vielleicht nichts anderes ist als das Zähmen unserer eigenen Angst.

8/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Poster/ArtworkDreamworks Animation / Universal Pictures