Mittwoch, 26. August 2020

ストリートファイター 暗殺拳, - Sutorīto Faitā Ansatsuken - Street Fighter: Ansatsuken - Street Fighter: Assassin's Fist (Movie Edition) (2014)

https://www.imdb.com/title/tt3069212/


Ryu (Mike Moh) und Ken Master (Christian Howard) sind bereits seit vielen Jahren Schüler des japanischen Großmeisters Gôken (Akira Koieyama). Dieser lehrt ihnen die Kampfkunst Ansatsurken, eine äußerst schwierige, seltene und mächtige Kampfkunst. Gleichzeitig müssen Ryu und Ken auf sich aufpassen: Je tiefer in sie in die Kampfkunst Ansatsurken eingeführt werden, desto größer wird die Gefahr, dass das sogenannte Satsuino Hado die beiden in eine selbstzerstörerische Krise drängt. Doch Ryu und Ken sind bereit, das gefährliche Risiko einzugehen und versuchen, der Versuchung zu widerstehen, sich im unberechenbaren Tötungsrausch zu verlieren. Nicht zuletzt konnte Meister Gôken dieser dunklen Seite der kniffligen Kampftechnik nicht entsagen und hat infolgedessen seinen Bruder Gôki (Gaku Space) verloren. Erst mit der Zeit stellt sich heraus, dass Gôki gar nicht tot ist. Stattdessen kehrt in Form des Dämons Akuma (Joey Ansah) ins irdische Leben zurück, um sich an Gôken zu rächen und somit zum letzten Meister der Kampfkunst Ansatsurken zu werden.

Die britische Serie "Street Fighter: Assassin’s Fist" ist eigentlich eine Web-Serie, die aus 12 Folgen à 12 Minuten Laufzeit besteht. Später wurde für das Fernsehen aus zwei Webisoden eine TV-Folge gemacht und noch später kam die hier besprochene "Movie Edition" auf den Markt, in welcher alle Folgen zusammenhängend als eigenständiger Film mit einer stolzen Laufzeit von 145 Minuten Länge veröffentlich wurden. Das Dilemma um "Street Fighter" nahm mit dem Film von Jean-Claude van Damme seinen Anfang und egal, ob es Filme, Serien oder sonstige Veröffentlichungen des Videospieladaption gab - es wurde fast immer Murks. Murks, selbst wenn man im entferntesten dem unterdurchschnittlichen van Damme-Film von 1994 noch etwas abgewinnen konnte.

Die britische Adaption macht nun hingegen vieles richtig und dabei ist weniger mehr. Kaum ein Kampf ist zu übertrieben sondern relativ realistisch gehalten und sehen echt gut aus. Die Dialoge sind typisch für diese Art Film, am Anfang vielleicht noch etwas (zu) albern, aber zu keinem Zeitpunkt schlecht. Natürlich ist auch all das Gezeigte ein wenig "cheesy", das Schauspiel neigt zum Overacting, die Effekte sind okay und die (wirklich völlig bescheuerte) Story rund um "Street Fighter" erledigt den Rest. Für einen Hollywood-Blockbuster wäre allein dies ein K.O.-Kriterium, doch in diesem als Fan-Projekt deklariertem Film avancieren diese Negativpunkte eher zum Gütesiegel, denn genau das ist es, was der "Street Fighter"-Fan sehen will. So sind schon die "Special Moves" der Kämpfer sehr gut umgesetzt und überhaupt lebt "Street Fighter: Assassin's Fist" von der insgesamt liebevollen Präsentation. Auch die beiden Portagonisten Mike Moh und Christian Howard machen ihre Sache aber so recht gut und geben ganz offensichtlich ihr bestes. Leider leidet unter der Stückelung die Spannungskurve enorm, sodass der Film dazu neigt, immer mal wieder seine Zuschauer zu verlieren. Dafür sorgen auch die viel zu oft eingesetzten Trainigsszenen, die zwar unumstritten wichtig, aber dafür zu oft und wiederholend eingesetzt werden. Dazu kommt, dass keine weiteren Figuren aus der beliebten Videospielserie dazu kommen oder als Gegener auftreten. Das will dann doch nicht ganz so sehr passen, doch da die bodenständig Verfilmung sich mehr auf Ausbildung, Scheitern und Voranschreiten konzentriert, könnte man dies wohlwollend vergessen. Insgesamt also unterhaltsam, wenn auch kleinere Längen den gesamten Unterhaltungswert etwas trüben.

7/10

Quellen
Inhaltsangabe: Polyband

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