Donnerstag, 13. August 2020

Garfield - Garfield: Der Film (2004)

https://www.imdb.com/title/tt0356634/

Kater Garfield liebt Lasagne und hasst Montage; genauso wie alles, was sein geregeltes - oder besser gesagt: faules - Katzenleben durcheinander bringen könnte. Doch mit der Ruhe ist es erstmal vorbei, als sein Herrchen und bester Kumpel Jon (Breckin Meyer) sich einen Hund anschafft, und das nur, um Tierärztin Liz (Jennifer Love Hewitt) zu imponieren, für die Jon schon lange schwärmt. Odie heißt der neue vierbeinige Hausbewohner. Und Garfield, dem es gar nicht passt, dass er nicht mehr im Mittelpunkt steht, tut alles, um ihn wieder loszuwerden. Doch dann wird Odie entführt. Der Kater fühlt sich schuldig, schließlich war er es, der den Hund zuvor ausgesperrt hat. Also macht sich Garfield auf die Suche nach dem verlorenen Mitbewohner. Auf seiner Odyssee durch die halbe Stadt stehen ihm dabei seine tierischen Freunde zur Seite…

Jeder kennt ihn: den dicken, faulen, oft sarkastischen, rot-getigerten Kater, der Lasagne liebt und am liebsten den ganzen Tag nur faul herumliegt, sich aber ab und zu den einen oder anderen Spaß mit seinem Herrchen Jon oder dem (blöden) Hund Odie gönnt. Die Comics sind herrlich, durchzogen von klamauikigem Humor, den jeder Katzenbesitzer nur allzu gut nachvollziehen kann. Garfield hat seine Fangemeinde seit 1978, da war es nur eine Frage der Zeit. bis sich ein Studio der Realverfilmung annahm. Und auf den ersten Blick scheint das alle auch gut gelungen zu sein: der CGI-Kater mit stets verschlafenen Augen, dem roten Fell und den knuffigen Ohren macht trotz etwas holpriger Animation und eher schlechter Realfilmanpassung (man sieht sehr oft, dass das CGI-Vehikle schlicht in die Szene kopiert wurde - auch für 2004 keine Meisterleistung) eine adäquat-gute Figur. Auf der Haben-Seite steht zudem Breckin Meyer als Haustierbesitzer Jon, der zwar dem Jon aus den Comics nicht wirklich ähnlich sieht oder gar so agiert, aber dennoch irgendwie in die Szene passt. Und mehr hat "Garfield" auch nicht.

Die Unterschiede zu den Comics (sprechender statt laut denker Garfield, intelligenter Odie, Beziehungen zwischen Liz und Jon, usw.) sind eklatant. Die Story ist öde und wird durch sehr altbackene Gags aufgelockert, die Love-Story um Jennifer Love Hewitt ist zum Fremdschämen langweilig und auch wenn es ein paar gelungene Schmunzler gibt, so ist das im Gesamtpaket zu wenig für einen Film, der den Namen "Garfield" tragen möchte. Der eindimensionale Schurke agiert völlig übertrieben und wäre für einen solchen Film auch gar nicht nötig gewesen. Extrem schade ist, dass gerade Hund Odie nicht animiert wurde, sondern ein echter Vierbeiner ist, was zwar prinzipiell zu begrüßen ist, aber Angesichts der Tatsache, dass alle anderen Tiere zumindest CGI-technisch bearbeitet wurden (sie sprechen, bewegen Augen, Ohren und "Mund"/Schnauze) will das gerade bei Garfields Mock-up überhaupt nicht passen. Ebensowenig Wie üblich weiß der Zuschauer, wie die ganze Geschichte ausgehen wird und das ist dann auch nur wenig schlimm, da man sich bis dahin mit ein paar müden Lächlern durch den Film  gelangweilt hat. Alles in allem könnte "Garfield" vielleicht noch Kindern gefallen, ansonsten ist der Streifen ein eher schlecht gealterter Film, der heute keinen Kater mehr hinter dem Ofen hervorlocken kann. Es bleibt unverständlich, wieso dann überhaupt noch ein zweiter Teil gemacht wurde. Oh ja: das vierfache Einspielergbnis an den Kinokassen.

4/10

Quellen
Inhaltsangabe: Twentieth Century Fox

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