Dienstag, 25. August 2020

Daughter Of The Wolf (2019)

https://www.imdb.com/title/tt7615052/

Ex-Soldatin Clair Hamilton (Gina Carano) kehrt nach dem Tod des Vaters nach Hause zurück, um ihr Erbe anzutreten. Dort erfährt sie von der Entführung ihres 13-jährigen Sohnes. Dahinter steckt eine Bande von Hinterwäldlern, die von einem mysteriösen Anführer befohlen wird. Als von Clair ein Lösegeld erpresst wird, zögert sie nicht lange und macht sich durch die verschneiten Berge auf, um ihren Sohn zu retten...

Der Anfang von "Daughter Of The Wolf" ist wahnsinnig vielversprechend. Das gute Setting nimmt den Zuschauer schnell mit (eine schneebedeckte Berglandschaft geht immer) und ohne großes Vorgeplänkel geht es auch schon los - und der Zuschauer wird von jetzt auf gleich in die Action geworfen. Hauptdarstellerin Gina Carano, die MMA-Kämpferin, könnte glatt das weibliche Gegenstück zu einem Dolph Lundgren oder Michael Dudikoff sein. Doch zu kaum einer Zeit nimmt man ihr wirklich die Rolle als Ex-Elite-Soldatin ab, die nicht einmal ein Ziel aus 20 Meter Enternung treffen kann. Und genau das ist das Hauptproblem des Films: er hat einfach, genau wie die Hauptdarstellerinn, im falschen Jahrzehnt die Bühne betreten. In den 80er war die Story in solch gelagerten Actionkloppern noch egal, da kam es darauf an, dass ein Protagonist sich durch möglichst zahlreiche Gegner arbeitet. "Daughter Of The Wolf" macht das auch, irgendwie, aber im Vergleich zu bekannten Actiongrößen aus eben dem goldenen Jahrzehnt, wirkt das alles fade und wenig ansprechend, die Actionszenen wirken altbacken und die mit etlichen Logiklöchern versehene Handlung hat zu wenig Tempo - zumal sich auch viel zuviel wiederholt. Richard Dreyfuss sollte wohl als Bösewicht wenigstens ein bekanntes Gesicht im Film darstellen, leider fesselt auch seine Leistung den Zuschauer nicht wirklich. Um dem Titel gerecht zu werden gibt es ab und zu noch ein paar Szenen mit Wölfen, die aber auch wieder so nichtssagend sind, dass man diese auch hätte im Schneideraum unter den Tisch fallen lassen können - es wäre keinem aufgefallen. Am Ende ist "Daughter Of The Wolf" dann doch eher so mittel, eine laues Thriller-Filmchen in stürmischen Berglandschaften. Wirkliche Spannung kommt zu keinem Zeitpunkt auf, doch immerhin: ein geringer Unterhaltungswert war doch da. Trotz der knapp anderthalbstündigen Laufzeit hätte hier mehr Tempo keinesfalls geschadet. Daher: Geht gerade so.

4/10

Quellen
Inhaltsangabe: Tiberius Film

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