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Mittwoch, 17. Juni 2020

M.F.A. - Art Of Revenge: Mein Körper gehört mir (2017)

https://www.imdb.com/title/tt5091530/

Noelle (Francesca Eastwood), eine Kunststudentin aus Kalifornien, ist Außenseiterin und hat Probleme damit, sich sozial einzuordnen und ihre Mitstudenten von ihren Arbeiten zu überzeugen. Unter diesen Umständen akzeptiert sie ohne zu zögern die Party-Einladung eines hübschen Klassenkameraden, in den sie schon länger heimlich verliebt ist. Ein schwerer Fehler: In seinem Zimmer angekommen, ist sie mit ihm allein und wird brutal vergewaltigt. In der folgenden Nacht tötet sie ihren Schänder – und bald darauf eröffnet sich für die Studentin eine ungeahnte Quelle der Kreativität. Doch damit nicht genug: Auch ihre Schüchternheit ist verfloge und so nutzt Noelle ihren Sexappeal, um das zu bekommen, was sie will. Und das ist blutige Rache an alljene Männer, die Frauen Unrecht getan haben...

Der Originaltitel M.F.A. bezeichnet den "Master of Fine Arts" und dieser Titel bildet auch das zweideutige Grundgerüst für diesen etwas "sanfteren" (sofern man das bei dieser Thematik überhaupt sagen darf), aber nicht minder verstörenden Rape'n Revenge-Thriller, der eben nie in ein Gewaltspektakel ala "I Spit On Your Grave", "Trauma" oder "Revenge" ausartet, sondern seine Figuren sehr menschlich erscheinen lässt und somit äußerst bodenständig wirkt. Thematisch ist "Art Of Revenge" auch ein sehr guter Film, wobei man schnell auf Seiten von Clint Eastwoods Tochter Francesca steht: nach einer Vergewaltigung wird sie zur Rächerin von Leidensgenossinnen und mistet den Willkür-Sumpf eines University-Campus aus. Ein weiterer gelungener Aspekt: in dem Maße, wie sie diese Bestimmung findet und ihre Gefühle blutig auslebt, blüht ihre Kreativität als Kunststudentin auf, und sie malt plötzlich beeindruckende Bilder.

Welch eine Eröffnung von Potential, das aber nur zum kleinen Teil genutzt wird. Trotz der ansprechenden Themen bleibt die Handlung dramaturgisch flach, entwickelt überhaupt keinen Drive. Francescas Aktionen laufen schnell und eher beiläufig ab, ebenso wie ihr Aufstieg zur beachteten Künstlerin. Spannung kommt nur selten auf - dagegen legt der Plot viel Screentime auf Nebensächlichkeiten, wie Diskussionen in einer Selbsthilfegruppe. Zudem ist das Ende enttäuschend einfallslos, passt aber somit zur Umsetzung insgesamt. Die Anklage an ein System, wo Vergewaltiger straffrei ausgehen und die Opfer gesellschaftlichem Victim-Blaming ausgesetzt sind, ist offenkundig. Um so mehr überrascht es, dass das Drehbuch die Hauptdarstellerin erst durch die erlittene Gewalttat zu einem "besseren" und vor allem über die Maßen selbstbewussten Menschen macht. Als unterhaltsamer Rachefilm funktioniert der Film ganz gut und besticht durch einen hippen Inszenierungsstil und dem Soundtrack. Für ein ernsthaftes Drama zum Thema sexueller Gewalt ist die ganze Nummer aber zu abstrus und mit seinem ernsten Grundton hätte mehr psychologische Tiefe gut getan.

6/10

Quellen
Inhaltsangabe: Meteor Film

Sonntag, 6. Mai 2018

Revenge (2017)

http://www.imdb.com/title/tt6738136/

Unmenschlich heiß ist die flirrende Wüste, in die sich das mörderische Katz- und Mausspiel der Protagonisten entspinnt. Heiß und begehrenswert der makellose Körper der lasziv am Lollypop lutschenden Gespielin Jen (Matilda Lutz), die sich von ihrem reichen Lover Richard (Kevin Janssens) in ein paradiesisches Hideaway einladen lässt und die im Laufe der für alle sehr schmerzhaften Entwicklungen von den Männern im Bunde bodenlos unterschätzt wird. Denn sobald die Protagonistin Jen Stans (Vincent Colombe) Annäherungsversuche ablehnt, wird damit eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt, die viele Vergewaltigungs- und Rachethrillern gemeinsam haben: ein von einem Mann ausgelöster Angriff, ein Beinahe-Tod und eine Wiedergeburt als Racheengel. Und dieses Mal haben die Täter die Erfahrung der Jagd, sodass Jen, unbewaffnet und stark blutend, ihre Vergeltung aus einem schwerwiegenden Nachteil heraus starten muss. Sie hat nur ihren Verstand, ihre Entschlossenheit und das Element der Überraschung...

Es gibt kaum ein heimtückischeres Horror-Subgenre als den Rape & Revenge-Rachethriller, weil dieses die schlimmsten Beispiele von Erniedrigung beinhaltet, indem er grafische Szenen sexuellen Missbrauchs mit einer grausamen Parade brutaler Kills beantwortet. Das kleine Wunder von "Revenge", einem äußerst potenten Erstlingswerk der französischen Schriftstellerin und Regisseurin Coralie Fargeat, ist, dass sie dieser altbekannten Formel entspricht, diese sich aber belebend und neu anfühlt, eine stilistische Tour-De-Force, die auch die sexuelle Sichtweise ein Stück weit auf sinnvolle Weise verändert. Fargeat bringt zum einen eine seltene Frauenperspektive auf den Tisch, aber sie liefert auch die erwarteten Werte aus und operiert letztlich am oberen Ende extremer französischer Horrorfilme wie "High Tension", "Martyrs" und vor allem "Inside".

Die frühen Szenen in "Revenge" haben sogar etwas Sinnliches, wenn Robrecht Heyvaerts Kamera die Wüstenlandschaften und das Exterieur mit der sexuellen Dekadenz der beiden Liebenden auf ihrem Ausflug verschmilzt. Fargeat liefert pflichtbewusst Low-Angle-Aufnahmen von Jens Körper, aber sie zieht eine scharfe Linie zwischen Jen, die sich dafür entscheidet, sich nur zur Schau zu stellen, und ein paar grinsenden Idioten, die das als offene Einladung interpretieren. Die Vergewaltigung geschieht, weil sich Jen nämlich laut Aussage von Stan angeboten hat, was den Vorfall als solchen mit subtilen sozialen Kommentaren über die Art und Weise, was Frauen in solchen Aufzügen denn erwarten würden und die daraus resultierenden, schwerwiegenden Konsequenzen für das Überschreiten von Grenzen, sehr düster einfärbt. Beweise müssen entsorgt werden und nachdem Jen für tot erklärt wurde, könnte ihr Wiedererscheinen durchaus als absurd abgetan werden, aber die schiere Unwahrscheinlichkeit gibt ihr eine fast übernatürliche Qualität, als wäre sie von den Seelen geschundener Frauen aus der Vergangenheit wiederbelebt worden. Als sie ihre Wut auf ihre Widersacher entkorkt, verwandelt Fargeat "Revenge" in ein angespanntes, extremst blutiges und fesselndes Katz-und-Maus-Spiel, das die verrückten Kamerafahrten und Over-the-Top-Boshaftigkeit, die die französische Horrormarke definieren, einschließt.

Die Situation könnte nicht zudem kaum roher sein - Jen will Rache; die Männer wollen sie töten - aber das befreit nur Fargeat und ihre Schauspieler, vor allem Matilda Lutz, um ihre Rollen mit Hartnäckigkeit und Mut zu spielen. Vor den sterilen weißen Wänden und Teppichen von Richards Ferienhaus würde ein Tropfen Blut herausstechen, aber Fargeat entscheidet sich stattdessen für Gallonen der roten Flüssigkeit und verwandelt die Marmorflure in ein höllisches Slip-N-Slide. Lutz erschien vor kurzem in der Hauptrolle in dem fehlgeschlagenen "Rings" und ersetzte Naomi Watts, aber "Revenge" fordert emotional mehr von ihr und gibt ihr eine körperliche Präsenz, die unbezwingbar ist, wie eine im Feuer geschmiedete Klinge. Fargeat bewegt sich also im Thema einer feministischen Vergewaltigungsrache wie in Abel Ferraras "Ms.45", aber sie hat nicht das gleiche Straßenniveau und dieselbe Psychose. "Revenge" ist ganz klar überzeichnet, anders ist der Film kaum zu erklären, anders sind die zahllosen Anschlussfehler oder offensichtlichen Goofs nicht erklärbar. Aber "Revenge" ist auch eine pure gewalttätige Fantasie, eine fiese Unterhaltung, die darauf vorbereitet ist, den Zuschauer an Grenzen zu bringen. Die redaktionelle Agenda des Films ist dabei weniger neu, dafür aber die Ausführung. Gefällt.

7/10 

Von KOCH Films erschien der Film im limitierten Mediabook. Dieses beinhaltet den ungeschnittenen Film auf Blu-ray und DVD, sowie die Soundtrack-CD und jede Menge Bonusmaterial.

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Charades/MED Productions/Monkey Pack Films

Donnerstag, 19. November 2015

Day Of The Woman/I Spit On Your Grave - Ich spuck' auf dein Grab (1978)

http://www.imdb.com/title/tt0077713/

Jennifer ist Autorin und muss aus der Stadt kommen, um einen freien Kopf zu bekommen und ihr neues Buch fertigzustellen. Sie erregt die Aufmerksamkeit einiger Männer aus der Umgebung, die ihr eines Tages nachgehen. Sie reißen ihr die Kleider vom Leib und vergewaltigen sie wieder und wieder. Doch Jennifer kann den Spieß schließlich umdrehen und nimmt blutige Rache an ihren Peinigern. 

Es ist tatsächlich und auch aus heutiger Sicht nachvollziehbar, dass dieser Film indiziert ist - und das obwohl die Hemmschwelle in den letzten Jahren so weit gefallen ist. Es ist zu einem gewissen Grat sogar verständlich, dass dieser Film verteufelt wird und viele den Kopf schütteln, warum man so was gut finden kann. "Ich spuck' auf dein Grab" ist sicher grenzwertig, wenn nicht sogar grenzüberschreitend. Zumindest für damalige Verhältnisse, denn das Remake bietet einiges mehr an graphischen Szenen. Sonnig-beschaulich startet dieser abgebrühte Rape'n Revenge"-Streifen, um die Idylle dann komplett zu zerstören. Das gibt dem Ganzen noch mehr Beklemmung und wirkt somit abartiger, da nicht von vornherein alles genau nach dem Schemea eines solchen Films abläuft. Dass so etwas polarisiert und ruft sicher bei dem einen oder anderen Abwehrreaktionen hervor.

Und das ist gut nachzuvollziehen, denn "Day Of The Woman" bietet eine derart ausschweifende, gnadenlose und unglaublich unangenehme Szene, die es bis dato wohl selten zu sehen gab. Daher ist "Ich spuck' auf dein Grab" sehenswert, aber nur für Leute, die sich von Filminhalten distanzieren können, Genre-interessiert sind, nicht in allem die Moral finden müssen, menschliche Triebe nach Rache und Vergeltung als solches nachvollziehen können, ohne sie zwangsläufig gutheißen zu müssen, und selbst mit extrem derben Inhalten kokettieren können, wenn sie einen Sinn verfolgen. Das tut "Ich spuck' auf dein Grab". Hinter seiner brutalen Fassade ist er sogar ein Stück Emanzipation. Die Frau wird von den Männern wie ein Stück Fleisch behandelt, erniedrigt und misbraucht, schlägt dafür mit aller Konsequenz zurück und bedient sich ihrer Weiblichkeit als Waffe. "Day Of The Woman" ist daher der passendere Titel, obwohl "Ich spuck' auf dein Grab" die Kompromisslosigkeit ebenso widerspiegelt. Der Film ist aber letztlich kein Meisterwerk und wird vielen ganz übel aufstoßen, ist aber mit Sicherheit auch kein pures perverses Machwerk, als das er gerne vorschnell abgestempelt wird.

6/10

Sonntag, 20. März 2011

I Spit On Your Grave (Unrated) (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1242432/

Die Schriftstellerin Jennifer Hills zieht sich in eine kleine Waldhütte zurück, um an ihrem neuen Roman zu arbeiten. Doch die Großstädterin missfällt mit ihrer Attitüde einigen Bewohnern einer nahegelegenen Kleinstadt. Als diese losziehen, um der Autorin eine Lektion zu erteilen, ist das der Beginn eines Wettlaufs ums Überleben. Was die Männer nicht ahnen: es geht auch um ihr Überleben.

Dies ist eins der besseren Remakes. Auch wenn durchaus viel Gewalt gezeigt wird, ist es nicht so voyeuristisch und schlecht wie in den ganzen "Torture-Porn" Filmen nach "Hostel". Hier wird der körperlichen Gewalt einem großen psychischen und physischen Gewaltausbruch entgegengesetzt. Sprich hier wird (auch wenn es zunächst recht plakativ erscheint) der gewaltätige Ausbruch erklärt, indem man auf die psychische Gewalt der Frau eingeht. Nicht umsonst heisst das Original "Day Of The Woman". Es geht hier zwar primär um einen "Rape'n Revenge"-Movie, aber dies dient nur als Ausgangslage zum Zeigen der menschlich-psychischen Umwandlung einer geschundenen Seele, die nie wieder geheilt werden kann und sie zerstört wurde. Ich will nicht zu hochreibend sein, aber traumatisierte Soldaten haben ebenfalls solche Erfahrungen gemacht. Im Prinzip ist dies auch ein Kriegsfilm: Krieg gegen die Seele mit anschließender Zerstörung der Peiniger. Und dieser Film schmerzt richtig körperlich. 

7,5/10

Dieser Film wurde in Deutschland umgehend indiziert und beschlagnahmt. Der Weg zum Besitz muss wieder einmal über das deutschsprachige Ausland führen.


Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: CineTel Films

Samstag, 22. April 2017

Berlin Syndrome (2017)

http://www.imdb.com/title/tt3335606/

Die australische Fotojournalistin Clare (Teresa Palmer) macht als Backpackerin Urlaub in Berlin, wo sie den netten Englischlehrer Andi (Max Riemelt) kennenlernt. Zwischen den beiden sprühen die Funken und sie verabreden sich zu einem gemeinsamen Sightseeing-Trip durch die Stadt, der in einem heißen Flirt mündet und schließlich im Bett endet. Doch nach der romantischen Nacht gibt es für Clare ein unerfreuliches Erwachen: Andi liegt nicht neben ihr. Zunächst denkt die junge Frau, ihr Liebhaber von letzter Nacht habe sich aus dem Staub gemacht, ohne sich zu verabschieden, doch schnell wird ihr klar, dass die Wahrheit noch viel unangenehmer ist: Andi hat sie in seiner Wohnung eingesperrt und hat nicht vor, sie jemals wieder gehen zu lassen. Für Clare ist dies der Beginn eines nervenzerreißenden Horrortrips...

Auch wenn es der Titel nicht gleich vermuten lässt, so ist der Film "Berlin Syndrome" kein deutsches Werk. Die Australierin Cate Shortland inszenierte diesen packenden Thriller, der viel mehr ist als so manch anderer seiner Genrevertreter. Und das, obwohl es anfangs gar nicht danach klingt. Es klingt eher nach dem üblichen "Rape 'n Revenge"-Gedöns, vielleicht nicht ganz so hart, aber im Grundtenor in etwa dort angesiedelt. Und auch nicht so richtig, denn worauf sich Hauptdarstellerin Clare (sehr überzeugend gespielt von Terese Palmer) hier einlässt ist kein Vergewaltigungsszenario. Eher ein (in beiderseitigem Einverständnis) stattfindender One-Night-Stand, der bei dem freundlichen, aber doch sehr undurchsichtigen Andi (ebenfalls grandios-böse: Max Riemelt), einen Schalter umlegt und (offensichtlich erneut) eine dunkle Lust in ihm weckt, die für seine Abendbekanntschaft keinen guten Verlauf nimmt. Ja, (und hier erlaube ich mir von der Seite des FantasyFilmFests zu zitieren) "Berlin Syndrome" nutzt sein allen Genrefans vertrautes Captive-Woman-Szenario für eine mitleidlose Exkursion in die dunklen Tiefen unserer Psyche. Wenn sich hier Gewalt entlädt, dann nur kurz, knapp und effektiv. Und immer spannend.

"Berlin Syndrome" entführt den Zuschauer in tristen Bildern in ein Berlin, das man so noch nicht kennt. Alte, verfallene Häuserfronten, tiefe Hinterhofschluchten und graue Fassaden, die schon beim ersten Ablick ein mulmiges Gefühl aufkommen lassen. "Berlin Syndrome" nimmt den Zuschauer zusammen mit der Protagonistin in ebenjene Tristes mit, in der die einzigen Farben, die im Verlauf des Films nach und nach zu verblassen scheinen, von der Inneneinrichtung der karg eingerichteten Wohnung herrühren. Zur Sinnesverstärkung kommt noch Bryony Marks' experimenteller Soundtrack, der über weite Strecken die Hoffnungslosigkeit perfekt transportiert und die von Kameramann Germain McMicking eingefangenen Bilder wirkungsvoll unterstreicht. Nicht immer aber verhält sich die Protagonistin nachvollziehbar und logisch und so wird "Berlin Syndrome" auch in gewisser Weise zu einer "Stockholm Syndrom"-Studie, die versucht zu erklären wie die menschliche Psyche funktioniert. Das wird im Mittelteil etwas anstrengend und an dieser Stelle hätte dem Film eine Straffung nur gut getan, denn mit knapp 116 Minuten ist er deutlich zu lang. Jedoch fängt er im weiteren Verlauf den Zuschauer wieder ein und gibt dem Opfer einen Lichtblick, der auf den ersten Blick gar nicht so geplant zu sein schien, hier aber für Puls und aufgerissene Augen beim Publikum sorgt. Nicht nur damit ist "Berlin Syndrome" ein sehr guter Film. Er unterhält trotz einiger Längen im Mittelteil, sorgt mit einer bestimmten Szene am Ende für ein kollektives Stirnklatschen und vermittelt insgesamt das nötige mulmige Gefühl, welches bei anderen Genrevertretern an dieser Stelle schon längst zur Splatterorgie verkommen wäre. Aber so: unerwartet toll.

7,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: DDP Studios/Aquarius Films/Memento Films

Mittwoch, 6. November 2013

I Spit On Your Grave 2 (Unrated) (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2537176/

Die attraktive Katie (Jemma Dallender) lebt in New York und versucht nebenher als Fotomodell Fuß zu fassen. Eines Tages erhält sie einen Auftrag, der ihr nicht ganz geheuer ist. Dennoch nimmt sie das lukrative Angebot zunächst an, folgt aber schließlich doch ihrer schlimmen Vorahnung. Sie bricht die Foto-Session ab und verlässt den Ort des Shootings. Kurz darauf werden ihre Ängste und Befürchtungen Wirklichkeit, als einer der Männer aus dem Aufnahmeteam, genannt Georgy (Yavor Baharov), bei ihr zu Hause auftaucht, sich gewaltsam Zugang in die Wohnung verschafft und Katie brutal vergewaltigt. Anschließend verschleppen der Mann und seine Komplizen das junge Model nach Bulgarien. Dort wird sie in einen dunklen Keller gesperrt und als Sexsklavin missbraucht. Nach einer qualvollen Zeit gelingt Katie schließlich die Flucht. Von nun an hat sie nur noch eins im Sinn: Rache.

"Rape 'n Revenge"-Movie, die zwölfte! Die Fortsetzung des recht gut gemacht Remakes von 2011 erzählt quasi die Geschichte einer anderen brutalen und verabscheuungswürdigen Vergewaltigung - und deren extrem blutigen Ausgang. Im Gegensatz zum Vorgänger wird nochmal einiges an Gewalt draufgelegt - und das nicht nur bei der Vergewaltigung, sondern auch in den mit Genuß abgearbeiteten Rachesequenzen, von denen mir zwar keine - bis auf die letzte! - persönlich richtig weh tat, aber dennoch für ein flaues Gefühl im Magen gesorgt hat. Der Film ist keinesfalls etwas für zartbesaitete Gemüter - allein schon nicht wegen der kompromißlosen Art. Der Auftrag lautet ja auch irgendwie immer Teil eins in den Schatten zu stellen. Insofern ist der Film sehr überzeugend dargestellt, besonders seitens der Hauptprotagonistin und ihres überaus gelungenen, verzweifelten und durchaus mitleiderregenden Minenspiels.

Für alle, die aus irgendwelchen Antigewaltverherrlichungsgefühlen diesen Streifen ablehnen und posaunen: "Die Gesellschaft sieht sich diesen Film doch bloß der argen Gewalt wegen an!" - wie sollte man denn dieses Filmwerk anders darstellen? Ich meine: eine Frau wird geschändet, sie überlebt und rächt sich mit brutalster Wucht! Hätte man etwa die tieferen Beweggründe der Täter intensivieren sollen? Nein, meines Erachtens ist der Streifen gelungen, so wie er ist - und trotzdem etwas schlechter als der Vorgänger.

6,5/10

Die FSK dürfte auch allein die letzten 45 Minuten komplett aus dem Film entfernt haben wollen - und so wird dieser Film auch niemals in Deutschland erscheinen, dafür aber bei unseren Nachbaren in Österreich und der Schweiz.

Donnerstag, 24. November 2016

Even Lambs Have Teeth (2015)

http://www.imdb.com/title/tt4147210/

Sloane (Kirsten Prout) und Katie (Tiera Skovbye) wollen nach New York reisen und beim Shoppen richtig viel Geld im Big Apple lassen. Die beiden jungen Frauen träumen schon ewig von diesem Trip, haben aber eigentlich viel zu wenig Geld. Um die Portmonees vor der Reise noch einmal richtig gut zu füllen, beschließen sie, einen Hilfsarbeiterjob auf dem Land anzunehmen. Die Familie bei der sie landen, war allerdings nicht auf der Suche nach einfachen Aushilfen – sie entpuppen sich als skrupellose Peiniger. Nach ihrer Ankunft werden Sloane und Katie unter Drogen gesetzt und erwachen am nächsten Morgen in einem finsteren Wald. Sie sind an Container gekettet und werden von vielen Männern vergewaltigt. Trotzdem gelingt ihnen die Flucht aus der Hölle. Doch statt den schrecklichen Ort zu verlassen, schwören die beiden jungen Frauen Rache und kehren zu der Familie zurück...

"Even Lambs Have Teeth" ist nur ein weiterer Rape'n Revenge-Movie, der seltsamerweise im Verlauf in Richtung Comedy abdriftet und irgendwie versucht, eine Balance zwischen menschlichem Horror, lakonisch-sadistischer Komödie und Rache-Flick zu sein. Schauspielerisch ist das sogar noch okay. Keine Oscarreife Leistung, aber durchaus in Ordnung.

Der Film folgt anfangs den beiden Mädels auf frecher Art und Weise ihrem (sexuell) selbstbewussten Auftreten. Das folgende Vergewaltigungs-Martyrium ist arg zurückhaltend undoft nur andeutungsweise dargestellt. Den Vergleich zu Genregrößen wie "I Spit On Your Grave" braucht man da gar nicht erst anzustellen, denn "Even Lambs Have Teeth" ist trotz der Thematik und einiger weniger blutiger Szenen dafür einfach immer noch zu brav und zerfällt sogar im Mittelteil an der eigenen Geschichte. Selbst den einen Moment der (psychologischen) Transformation von Beute zu Raubtier findet nicht statt. Unvermittelt drehen die Mädels den Spieß um und haben zynischen Spaß daran, ihre Peiniger sadistisch zu töten, begleitet zu entspannter und völlig unpassender Folk-Musik zum Mitsingen und in hautengen Hotpants. Die tagelangen (angedeuteten) Vergewaltigungen durch mehrere Peiniger scheinen beide auch nicht besonders mitgenommen zu haben (eher im Gegenteil) und dienen daher wohl nur als "Entschuldigung" für das was folgt. Die etwas gewalttätigeren Vergeltungssequenzen werden nämlich cool gefeiert, alles mit minimalen Gore und so sauber wie möglich gefilmt. Schmutz und Dreck, die dem Genre immanent sind, gibt es nicht, die befreiende Wirkung von Rache ist hier ein langgezogener Witz.

Vielleicht wollte Regisseur Terry Miles so aus der voyeuristischen und männlichen Komfortzone des Genres heraustreten, den Zuschauer bewusst verarschen, oder gar eine hedonistische Feminismus-Satire auf das Genre erschaffen - wer weiß. Allerdings wirkt der Streifen wie ein ungeschickter, lebloser Versuch eines Neo-Ausbeutungsfilms, der sein Konzept und die Thematik nicht wirklich durchdacht bzw. verstanden hat.

5/10

"Pierrot Le Fou UNCUT #7", so lautet der Editionsname des limitierten Mediabooks, welches den Film in der ungeschnittenen Fassung enthält:  


Quellen:
Inhaltsangabe: Pierrot Le Fou
Poster/Artwork: Pierrot Le Fou

Samstag, 26. Juni 2021

Violation (2020)

https://www.imdb.com/title/tt12801814/

Miriam (Madeleine Sims-Fewer) fährt mit ihrem Mann Caleb (Obi Abili) übers Wochenende aufs Land zu ihrer Schwester Greta (Anna Maguire). Das Verhältnis der beiden Frauen ist angespannt. Auch aus Miriams Ehe ist völlig die Luft raus, das Paar wechselt kaum ein Wort. Einzig von ihrem Schwager Dylan (Jesse LaVercombe) fühlt sie sich angenommen. Als ein feuchtfröhlicher Abend am Lagerfeuer mit ihm unerwartet aus dem Ruder läuft, bricht sich in der verletzten Miriam anschließend eine Wut Bahn, für die es kein Zurück mehr gibt...

Die Worte "nicht" und "stopp" scheinen in ihrer Bedeutung und Absicht ziemlich klar zu sein, aber sie ändern sich komplett, je nachdem, wer sie sagt und welchen Tonfall er benutzt, wie man in dem schockierenden "Violation" sehen kann. Madeleine Sims-Fewer, die zusammen mit Dusty Mancinelli das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat, steht als eine Frau im Mittelpunkt des Films, die in ihrer Rolle als Hauptdarstellerin eine unglaubliche körperliche Leistung abliefert. "Violation" ist ein Rape'n'Revenge-Movie, der in seinen Extremen, von luftiger Verträumtheit bis hin zu unerbittlicher Brutalität, anders ist als alle anderen. Der Film ist zutiefst verstörend in seiner Darstellung von Gewalt - das ist schon sehr harter Tobak. Wer sich auf "Violation" einlässt, sollte auch so wenig wie möglich über bestimmte Handlungspunkte wissen. Aber es genügt zu sagen, dass die warme, intime Ästhetik der ersten Hälfte des Films einem Ansatz weicht, der grafischer, düsterer und direkter ist. Auf eine Art und Weise, die an Lars von Trier erinnert, schaut die Kamera auch bei den blutigsten Szenen nicht weg. Aber es gibt keinen Rausch der Befriedigung in dieser Rache. Es ist einfach nur abscheulich und traurig.

Sims-Fewer und Mancinelli wollen, dass der Zuschauer Miriam klar sieht und erfährt, was sie durchmacht. Und doch ist sie als Figur ein bisschen wie eine Chiffre, trotz Sims-Fewers rauer und engagierter Darstellung. Man erfährt nie, was es mit dem Zerwürfnis mit ihrem Mann auf sich hat, und es gibt absolut nichts Aussagekräftiges über seinem Charakter. Das ist besonders bedauerlich, weil Caleb, der schwarz ist, die einzige farbige Person im Film ist. Problematisch ist auch die Entscheidung der Filmemacher, die Geschichte nicht in chronologischer Reihenfolge zu erzählen. Sie springen in der Zeit auf eine Art und Weise herum, die anfangs verwirrend ist und das Hirn des Zuschauers arbeiten lässt, weil es unklar ist, ob die Momente, die man sieht, vor oder während des Wochenendes des Paares stattfinden. Weiter verwirrend ist, dass diese Szenen auch in der Hütte spielen. Die durcheinander gewürfelte Erzählstruktur erlaubt ein paar Aha-Erlebnisse, schafft aber vor allem eine Distanz für den Zuschauer.

Kameramann Adam Crosby erzeugt eine ätherische Stimmung durch hauchdünne, pastellfarbene Weitwinkelaufnahmen von natürlicher Schönheit sowie durch enge Nahaufnahmen von Fliegen, die in einem Netz gefangen sind, oder einer Spinne, die auf einem Geländer krabbelt. Und Andrea Boccadoros Filmmusik, voll von ächzenden Streichern und zarten, perkussiven Stücken, trägt wesentlich zum beunruhigenden Ton bei. Doch während die Absicht der Filmemacher sicherlich lobenswert ist, ist der Film als Ganzes fast unmöglich zu empfehlen.

6/10

Von NAMELESS Media kommt der Film in HD im auf 444 Stück limitierten Mediabook:    

Quellen
Inhaltsangabe
Filmstarts
Poster/Artwork: Nameless/Shudder/MPI Media Group

Dienstag, 23. Juli 2013

Girls Against Boys (2012)

http://www.imdb.com/title/tt2036376/

Shae (Danielle Panabaker) ist Studentin und gerade frisch getrennt. Als sie einen neuen Mann kennenlernt, der sie schließlich vergewaltigt, schwören sie und ihre Freundin und Kollegin Lu (Nicole LaLiberte) Rache. Gemeinsam begeben sich die beiden jungen Frauen auf einen mörderischen Trip, auf dem sie jeden Mann, der sich ihnen in den Weg stellt, auf grausame Weise eliminieren. Doch was als Rachefeldzug begann, entwickelt sich zu einer bedrohlichen Besessenheit.

"Keiner ist unschuldig!" - und genau aus diesem Grund metzeln zwei junge Frauen eine Handvoll Jungs nieder, da wir Männer ja so unglaublich böse sind. Beginnt dieser Rape'n-Revenge-Streifen noch mit einer angedeuteten aber irgendwie auch belanglosen weil nie bedrohlich wirkenden Vergewaltigung, so verliert sich der Film auch alsbald in seiner Rachephantasie, die zwar schon etwas anders ist als erwartet, aber dennoch zu vorhersehbar um zu erschrecken. Die wirklich heftigen Szenen spielen auch vielerorts im Off, sodass selbst (blutige) Schauwerte zum großen Teil außen vor bleiben. Die Charakterentwicklung von Shae ist zudem ziemlich unglaubwürdig. Allgemein wird im Film alles ziemlich schnell abgefertigt, ohne das weiter auf irgendwas eingegangen wird. Das führt dazu das einem die Charaktere so ziemlich egal sind und letztendlich austauschbar wirken. Danielle Panabaker ist ein hübsches Mädel, aber mehr als bedrückt in die Gegend schauen tut sie kaum. Nicole LaLiberte überzeugt da schon um einiges mehr und obwohl sie eigentlich kein Motiv hat wirkt ihr Charakter um einiges glaubhafter. Trotzdem ist es nicht das, was ich mir davon versprach.

6/10

http://tinyurl.com/mrrserv

Montag, 28. Februar 2022

Romina (2018)

https://www.imdb.com/title/tt6090044/

Eine Gruppe Jugendliche will am Crystal Lake über das Wochenende ihre Zelte aufschlagen und ein bisschen feiern. Kaum auf dem Campingplatz angekommen, bespannt einer von ihnen beim Holz holen ein junges Mädchen, welches nackt im See badet. Dieses Mädchen, Romina, kennt die Gruppe aus ihrer Schule. Sie zeltet offenbar allein und in der Nacht, nach einer ganzen Menge Alkohol vergewaltigen zwei der männlichen Jugendlichen sie in ihrem Zelt. Doch am nächsten Tag steht Romina plötzlich vor ihnen, um sich zu rächen...

Der mexikanische Rape'n Revenge-Film aus dem Jahr 2018 beginnt recht vielversprechend mit dem Verhör der titelgebende Romina, welche sich bedeckt hält und die Fragen des psychologischen Gutachters nicht einmal mit dem Zucken der Mundwinkel honoriert. Natürlich kann man derartigen Stoff von hinten aufrollen, indem man mit der Exposition die titelgebende Täterin einführt, der im nächsten Atemzug sämtliche Opfer beim Namen nennt. Spannendes Potential sieht allerdings anders aus, zumal die ersten fünf Minuten einen Streifzug über den Tatort implizieren.

Mit der Fahrt zum See wird es allerdings unerträglich, denn sämtliche Figuren reden durcheinander, beleidigen sich im Sekundentakt und zicken herum. Von einem möglichen Sympathieträger fehlt jede Spur - da fällt es kaum mehr ins Gewicht, dass sämtliche Mimen nahe am Laienniveau performen und die Synchro komplett unterirdisch ausfällt. Komplett uninspiriert geht es schließlich weiter, als zwei aus der Gruppe die Titelgebende beim Nacktbaden beobachten und sich wie pubertäre Kleingeister gebären. Eine Vergewaltigung kommt dann nicht ganz unerwartet, diese spielt sich allerdings nur für eine Minute in einem Zelt ab, welches zudem von 20 Metern Entfernung festgehalten wird. Danach folgt der obligatorische Rachefeldzug, welcher kaum unspektakulärer ausfallen könnte.

Das löchrige Drehbuch bringt kaum eine Konfrontation zu Ende, wechselt zwischendurch zu einem bereits überwältigten und fixierten Opfer, um kurz darauf die Suchende einzublenden, die sich desinteressiert durch den Wald bewegt. Was dem Treiben die allerletzte Hoffnung raubt, ist das komplette Ausbleiben direkter Gewalteinlagen. Mal sind ein entmanntes Opfer oder eine Erschlagene zu sehen, doch selbst als im letzten Drittel ein schwerer Stein zum finalen Schlag angehoben wird, zeugen lediglich ein wenig Hirnmasse und ein Augapfel vom Ergebnis. Wenn man sich nicht gerade über die grottenschlechten Figuren aufregt und dabei die Tatsache in Kauf nimmt, dass der Score einige Disharmonien aufweist, überwiegen bei dem stümperhaften Werk die einschläfernden Momente. Spannung, Atmosphäre und eine souveräne Kamera sind hier nicht vorzufinden (in manchen Einstellungen sieht man sogar den Kamermann im Hintergrund), stattdessen kommt es zu unnötigen Zeitlupen, einen überstrapazierten Blaufilter und einen minimalen Twist, der die ganze Geschichte auch nicht mehr auffängt. Nach 70 Minuten setzt bereits der Abspann ein, was dann tatsächlich einer Erlösung gleichkommt.

2/10

Quellen
Inhaltsangabe: Netflix

Freitag, 3. Juni 2022

Das schönste Paar (2018)

https://www.imdb.com/title/tt6824598/

Das junge Lehrerpaar Malte (Maximilian Brückner) und Liv Blendermann (Luise Heyer) wird bei seinem Sommerurlaub auf einer Mittelmeerinsel von drei Jugendlichen überfallen, wobei Liv vergewaltigt wird. Zwei Jahre später verarbeiten sie noch immer das tragische Ereignis, doch dabei zeigen sie Stärke und Zusammenhalt. Beide halten nach wie vor an ihrer Beziehung fest, auch wenn sich das gegenseitige Vertrauen als auch ihre gemeinsame Sexualität nur langsam wieder normalisieren. Eines Tages begegnet Malte jedoch zufällig einem der Täter (Leonard Kunz). Während Liv einfach nur vergessen und ihr Leben weiterleben möchte, ist Malte getrieben von dem starken Bedürfnis nach Rache. Noch ehe er sich Liv oder der Polizei anvertrauen kann, kommt es schließlich zu einer Konfrontation zwischen ihm und dem jungen Mann und damit gleichzeitig auch zu einer Zerreißprobe für die Beziehung von Malte und Liv. 

Wie erlangt man nach einer Vergewaltigung seinen inneren Frieden zurück? Die lang anhaltenden Traumata für die Opfer werden in unserer Gesellschaft kaum diskutiert. Regisseur und Drehbuchautor Sven Taddickens traut sich an das Thema mit diesem intimen Thriller heran, der nicht einfach ur das "Rape'n Revenge"-Muster bedient, wenn die Opfer Jahre später unerwartet mit ihren Peinigern konfrontiert werden. Taddicken ist eine emotionale und ethisch-mehrdeutige Auseinandersetzung mit dem Verbrechen wichtiger. 

"Das schönste Paar" ist kein reißerischer Film und schon gar kein üblicher Action-Klamauk, bei dem die Rache befreit. Der Fokus liegt demzufolge nicht auf dem Ausschlachten des Verbrechens, sondern auf der Frage, wie ein Paar nach einer solchen Erfahrung weiter zusammen leben kann. Und deshalb ist dieser Film ebenso intellektuell wie emotional interessant. Zwischen dem Dilemma Vergebung und Vergeltung, dem Recht auf Vergessen, entsteht ein Spannungsbogen, der keine einfachen Antworten gibt. Die beiden Opfer pendeln zwischen Erniedrigung und Verzweiflung, zwischen Konfrontation und Verdrängung, zwischen Rache und Verzeihung, zwischen Selbstbeschuldigung und Verantwortung. Maximilian Brückner und Luise Heyer sind dabei absolut fantastisch. Wie sie mit kurzen Blicken, kleinen Gesten und flüchtigen Berührungen emotional sehr präzise spielen ist beeindruckend. Beide sind auf ihre Art leidende und kämpfende Menschen, die sich um die Erhaltung ihrer Liebe kümmern. Dieses vermeintlich so perfekte Paar ist deshalb so ein perfektes, weil sie gemeinsam ihre Autonomie und Selbstachtung zurück erkämpfen. Letztendlich lässt sich aber eine solche Tat weder durch Therapie noch durch Rache komplett beseitigen. Auch der Täter wird mit einer geringen Jugendstrafe (wie hier im Film angeteasert) kein besserer Mensch. Besonders gefällt daher die Schluss-Szene, bei der sich alle aufgestaute Wut sich entladen kann.

7/10

Quellen
Inhaltsangabe: Polyband

Freitag, 17. Februar 2017

The Horde (2016)

http://www.imdb.com/title/tt3924782/

John Crenshaw (Paul Logan) ist ein ehemaliges Mitglied des US Marine Corps, der jetzt nur noch ein friedliches Leben verbringen will. Seine Freundin Selina Duboix (Tiffany Brouwer) und ihre Studenten wollen zu einer Fotografie-Expedition in der Natur aufbrechen und John will die Gelegenheit nutzen, die Gruppe zu begleiten und einfach eine schöne Zeit in der Wildnis zu verbringen. Doch schon auf dem Weg dorthin gerät er mit einigen finsteren Gestalten aneinander. Es kommt aber noch schlimmer: Eines Nachts werden er und die anderen bei ihrem Campingplatz überfallen und einige von ihnen verschleppt. Blutdürstige Mutanten haben allerlei brutale Grausamkeiten mit ihnen vor und nur noch John kann sie retten. Zum Glück genoss er einst eine hervorragende Ausbildung zur Tötungsmaschine. Die Jagd ist eröffnet...

Low-Budget ist schon zu einem festen Bestandteil eines jeden Genres geworden und ganz besonders beliebt ist immer noch das Genre Horror. Es ermöglicht einfach vielen Menschen, angefangen bei den Drehbuchautoren, Regisseuren bis hin zu den Schauspielern in einem Segment einen Fuß in die Tür zu bekommen und sich auf etwaige größere Rollen vorzubereiten. Dabei kommen von Zeit zu Zeit auch einige Kleinode zu Tage, die recht geschickt Genregrenzen übertreten, mal etwas Neues wagen, über Restriktionen hinausgehen und auch mal unverknüpfbare Genre zu einem neuen Ganzen zusammenfügen. Auf ähnlichen Prämissen beruht auch "Die Horde", welcher ganz ordentlich Teeny-Slasher, Action- und Kannibalenhorrorfilm verbindet. Um es auf den Punkt zu bringen: eine Mischung aus "The Hills Have Eyes" und "John Rambo".

In "Die Horde" spielt Paul Logan, der man eher als muskelbepackten Nebendarsteller in diversen Asylum- und zahllosen B- und C-Filmchen kennt, die Hauptrolle als John Crenshaw, ein Ex-Navy-SEAL, der sich zusammen mit seiner Freundin Selina (hübsch: Tiffany Brouwer) und einer kleinen Gruppe Studenten auf eine Studienreise zum Thema Naturfotografie an den Crystal ..., pardon, Sapphire Lake begibt. Soweit, so unspektakulär, wäre da nicht in den Wäldern eine Horde von Menschen, die sich als eine recht interessante Mischung aus "The Hills Have Eyes" und "Wrong Turn" beschreiben lassen und die nichts Besseres zu tun haben, als die Gruppe nach und nach zu dezimieren, sodass John seine SEAL-Fähigkeiten auspacken und den Hinterwäldlern zeigen muss wo der Hammer hängt. War der Film bis dahin noch so eine Art lahme Vergnügungsreise in die Wälder, beginnt ab hier der Spaß. John tritt, schlägt und prügelt um sich und macht auch nicht vor schwerwiegenden, teils extrem blutigen Verletzungen Halt, bei denen man sich so manches Mal wundert wie das unbeschadet durch die FSK-Prüfung kam.

Damit dies nicht das Alleinstellungsmerkmal des Streifens bleibt, machte man sich offensichtlich sogar Gedanken über eine halbwegs interessante Story, die sich in drei Handlungsstränge aufteilt und die sich in diversen Punkten überkreuzen. Dabei bildet der Kannibalismus-Horror den Grundpfeiler/Aufhänger für das Konstrukt, obwohl dieser nur in einer einzigen, längeren Szene fokussiert und "ausgeschlachtet" wird. Es ist ein recht ansprechendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Opfer Riley und Metzger Earl, welche sich aber mit der Handlungsebene rund um die Entführung von Selina und Schülerin Hailey überlagert. Hier gibt es kurze Sprünge zum Rape'n Revenge-Genre, ohne aber jemals dessen gnze Ausmaße zu erreichen. Dies ist dann auch der Teil der Story, in der John endlich dazu kommt und damit quasi das Herzstück des Films, an dessen Stelle es so richtig los geht. Die dritte Handlungsebene bildet der Verbecher und Boss Cylus (Costas Mandylor, bekannt aus der "SAW"-Reihe), der letztendlich auch die treibende Kraft für die letzte Konfrontation darstellt. 

Dass Paul Logan das Drehbuch für "Die Horde" schreib, zeigt sich anhand der im Finale auflaufenden Action. Logan alias John Crenshaw als Überheld, der jeden Angreifer gnadenlos mittels Compoundbogen (wo auch immer der in dieser Gegend her kommt) und Kampfmesser blutig dezimiert. Logan ist sicher nicht der größte Kampfsportkünstler, aber er kann gut genug zupacken, um den Zuschauer bei Laune zu halten und ihn zu unterhalten. Was ihm fehlt, ist Schauspielvermögen und das sogar recht offensichtlich. Ein Holzklotz hat mehr Emotionen und Ausruckskraft. Auf der anderen Seite hingegen steht nun Costas Mandylor. Seine Darstellung von Cylus Atkinson ist die beste Leistung in "Die Horde". Er erfreut sich augenscheinlich in seiner Rolle als bedrohlicher Anführer der Kannibalen-Mutanten. Und damit wird "Die Horde" zu einem ziemlich unterhaltsamen Film. Sicher nichts Außergewöhnliches, aber man kann sich unterhalten lassen - vorausgesetzt, die Logik bleibt außen vor, die Erwartungshaltung niedrig und der Alkoholpegel hoch.

5/10

Danke an das Label Pierrot Le Fou, welche mir den Film zum Review zur Verfügung gestellt haben. Der Film erscheint am 31.03.2017 als DVD, BD und im limitierten Mediabook.

"Pierrot Le Fou UNCUT #8", so lautet der Editionsname des limitierten Mediabooks, welches den Film in der ungeschnittenen Fassung enthält:


Quellen:
Inhaltsangabe: Pierrot Le Fou
Poster/Artwork: Pierrot Le Fou

Donnerstag, 17. April 2014

Savaged (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2378453/

Gequält, vergewaltigt und abgestochen wie ein Stück Vieh - das Leben der hübschen Zoe endet grausam. Brutale Rednecks haben sie überfallen und nachdem sie ihren Spaß mit ihr hatten, verscharren sie Zoe in der Wüste. Dort findet ein Schamane die junge Frau. Er spürt noch einen winzigen Funken Leben in dem zerschlagenen Körper und versucht, sie mit einem heiligen Ritual zurück zu holen. Aber mit Zoe erwacht der Geist eines sehr zornigen Apatschen in ihrem Körper. Der Krieger wurde einst von einem Vorfahren der Rednecks ermordet und brennt nun darauf, im Blut seiner Feinde zu baden. Das Mädchen und der Krieger verbreiten bald nackte Angst. Aber ihre Rache ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn Zoes Körper verwest schnell ...

Definitiv kein typischer "Rape'n Revenge"-Movie. Zum einen ist (das ist noch nichts ungewöhnliches bei solchen Streifen) der ganze Auftakt zum Geschehen "nur" angedeutet und weit weniger intensiv-verstörend wie bei anderen Genrevertretern alá "I Spit On Your Grave", zum anderen ist die Protagonisten hier dieses Mal tatsächlich tot und bereits auf dem Weg auf die andere Seite, als sie von einem alten Indianer in der Wüste zufällig entdeckt und wiederbelebt wird. Diese übernatürliche Geister-/Zombiehafte Komponente versucht zwar dem Genre einen neuen Touch zu geben, aber es drängt sich die Frage nach dem Sinn dieser Idee auf. Als ob es nicht reichen würde, zu zeigen, wie das Opfer sich rächt. Zumindest geht es aber in dem Streifen relativ schnell und vor allem sehr splattrig zur Sache und das anfängliche Mauerblümchen wird schnell zur Gedärme herausreißenden, um sich tretenden und alles zerschneidenden Furie, die sich auch an all ihren Peinigern und deren Familien so richtig "schön" austoben kann.

Dabei erinnert der Look des Films eher an einen B-Movie - und so kommt auch der ein oder andere Effekt rüber - doch zumindest die Protagonistin ist mit Amanda Adrienne gut besetzt und stimmt diesbzüglich versöhnlich. Alle anderen Figuren - insbesondere der Freund und ein paar der Täter - wirken wie aus einem Heim entsprungen und sondern teilweise entsetzlich dümmliche Monologe ab. Vermutlich muss das aber so sein, um die Dummheit derer noch doppelt und dreifach zu unterstreichen. Untermalt wird das ganze von Horrorfilm-typischen Soundsamples und rockige Hillbilly-Country-Musik, die zum Glück nicht überhand nimmt und zu den Szenen auch relativ gut passt.

"Savaged" ist also ein solider Vertreter seiner Zunft, defintiv kein Kandidat für die Spitze, aber eine blutreiche Rachestory mit durchaus Erinnerungswert und sogar Wiedersehensfaktor.

6,5/10

Dienstag, 24. August 2021

Swing Low - Ravage: Einer nach dem anderen (2019)

https://www.imdb.com/title/tt8191620/

Harper (Annabelle Dexter-Jones) ist zur falschen Zeit am falschen Ort: Denn ausgerechnet in jenem abgelegenen Tal, in dem die Naturfotografin gerade ein paar Schnappschüsse machen will, ereignet sich unweit von ihr ein grausames Verbrechen - und wo sie schon mal mit ihrer Kamera vor Ort ist, schießt die junge Frau natürlich direkt ein paar Beweisfotos. Doch die Übeltäter entdecken und überwältigen Harper. Sie entführen die Fotografin und unterziehen sie einem kompromisslosen Verhör auf einer verlassenen Farm, bevor sie schließlich fliehen kann – doch wohin? Inmitten der Wildnis ist Harper ganz auf sich allein gestellt. Ihre Survival-Kenntnisse müssen nun aber nicht bloß für einen Trip in die Natur reichen, sondern ihr auch im Kampf gegen ihre skrupellosen Jäger helfen... 

"Ravage: Einer nach dem anderen" ist ein weiterer Vertreter aus dem Bereich Rape'n Revenge und in gewisser Weise auch eine Hommage an das Exploitationkino der 70er. Die in diesem Film auf Rache sinnende Leidtragende ist eine Naturfotografin, die eigentlich nur Flora und Fauna ablichten wollte, doch Augenzeugin eines fiesen Mordes wird. Umgehend gerät sie selbst ins Visier der Angreifer und die altbekannte Story nimmt ihren Lauf. Untermalt mit hübschen Naturaufnahmen, sonnendurchfluteten und warmen Bildern wirkt aber die hiesige Kameraarbeit ziemlich aufgekratzt und hibbelig. Allein das zerrt ein wenig am Nervenkostüm des Betrachters. Die Handlung indes ist simpel gestrickt, hat einige gewaltige Lücken und bedient sich an altbewährten Versatzstücken, weshalb der Verlauf des Films zu weiten Teilen abzusehen ist. Die Altersfreigabe ab 16 unterstreicht zudem, dass es visuell nicht allzu rabiat zugeht. Die Vergewaltigung wird zum Beispiel komplett ausgelassen und der irgendwie unschlüssige und profane Rachefeldzug fällt im Vergleich zu ähnlich gelagerten Filmen eher milde aus. Das einzig markante und wirklich fiese an "Ravage: Einer nach dem anderen" ist das Finale. Auch wenn sich der Sinn dieser Aktion nicht ganz erschließt, sieht man so etwas nicht jeden Tag.

4/10

Quellen
Inhaltsangabe: Tiberius Film

Montag, 18. November 2019

Trauma - Trauma: Das Böse verlangt Loyalität (2017)

https://www.imdb.com/title/tt6705640/

Vier Frauen wollen einige Tage in einem abgeschiedenen Ferienhaus in der Landschaft Lateinamerikas verbringen. Doch werden sie direkt am ersten Abend von zwei Männern angegriffen und brutal misshandelt. Die Frauen, die die Attacke überlebt haben, versuchen am nächsten Tag zu fliehen. Doch scheint es kein entkommen zu geben, denn ihre Peiniger leiden selbst unter einem schrecklichen Trauma und haben jegliche Skrupel verloren...

Oft werden Filme mit der Superlative "Der brutalste Film aller Zeiten" beworben und mittlerweile wird mit dieser Phrase so beliebig um sich geworfen, dass man am Ende nur enttäuscht sein kann. Bei "Trauma" hieß es, dass dies die Antwort auf "A Serbian Film" aus Chile sein soll. Die Überraschung kam doppelt. Nicht nur, dass "Trauma" wirklich ein sehr fieses Werk ist; er ist zeitgleich auch noch echt gut gemacht, was ihn im Endeffekt nur noch derber erscheinen lässt. Im Grunde genommen bekommt man storytechnisch einen weiteren Rape'n'Revenge-Streifen geboten. Vier Freundinnen begeben sich in Chile auf die Reise in einen abgelegenen Ort und werden Opfer einer derben Vergewaltigung. Bis hierhin ist der Plot wirklich ganz "normal", aber "Trauma" sollte man trotzdem nicht unbedingt als reinen Schund abtun. Wenn man sich nämlich bewusst macht, dass er aus Chile stammt und wenn man sich ein wenig über die lang herrschende Militärdiktatur informiert, bekommt das Szenario in diesem Film eine weitere Ebene, die sich politisch auffassen lässt. Die Grausamkeit, die in "Trauma" geschieht, besitzt einen Hintergrund – der Filmtitel verrät darüber auch schon einiges. Die Story lässt sich also ganz leicht als weiteren, menschenverachtenden Dreck ansehen oder aber man schaut genauer hin und erkennt hier eine Substanz, die solche Werke sicherlich nicht oft haben. Dies soll jeder für sich selbst entscheiden, doch man könnte dem Drehbuch tatsächlich einen Hauch von Anspruch attestieren.

Aber warum ist der Film dermaßen derb? Schwer zu erklären ist das nicht. Schon in der Anfangsszene (die es bei der deutschen Veröffentlichung gar nicht zu sehen gibt) werden keine Gefangenen gemacht. Dort paart man Torture-Porn mit Inzest; eine wirklich abartige Szene, die allerdings nur die Marschrichtung vorgibt und noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet. Es ergibt übrigens gar keinen Sinn diese Szene zu entfernen, denn sie besitzt doch eine enorme Wichtigkeit, um die Grausamkeiten, die noch folgen werden, zu erklären. Sicherlich kann man behaupten, dass Regisseur Lucio A. Rojas das alles so krass bebildert, um den reinen Selbstzweck zu bedienen. Richtig kranke, brutale Stoffe lassen sich eben auch gut vermarkten. Teilweise ist es sicherlich auch der Selbstzweck des Tabubruches wegen, doch diese Gedanken kann man getrost beiseite schieben. Danach ist es vor allen Dingen gut gelungen, dass es eine längere Einleitung gibt. Die vier Mädels werden recht sympathisch vorgestellt und sind nicht zu belanglos. Das macht den Rest dann nur noch schwerer erträglich. In der zweiten Hälfte ereignen sich dann alle abscheulichen Grausamkeiten. Viel menschenverachtender könnte es nicht zur Sache gehen. Und Rojas ist sich dem wohl bewusst, baut immer wieder erotische Momente als Kontrast ein, so dass man sich seiner eigenen Gefühlsregungen nur noch unsicherer sein kann. Dass man "Trauma" nicht nur auf die ekelhaften Szenen reduzieren kann, liegt an seiner handwerklich wirklich guten Umsetzung. Der Film wirkt überhaupt nicht billig, besitzt gute Kulissen, die so richtig schön heruntergekommen aussehen und sich bestens anbieten. Die Inszenierung ist effektiv, die Darsteller sind ziemlich gut und dazu gibt es auch noch einen gelungenen Score, der das bestens ergänzt. Die Stimmung, die "Trauma" entstehen lässt, ist eiskalt, dreckig und unsagbar böse; Humor braucht hier niemand zu suchen. Und dann wären da eben noch die guten Effekte. Weil der Splatter so gut getrickst wurde, wirkt die Gewalt zu jedem Zeitpunkt ziemlich echt und es ist am ehesten diese Kombination, die das Ganze so heftig macht. Es wird gar nicht andauernd gesplattert; diese Szenen kommen seltener vor, besitzen im Zusammenspiel mit den kranken Ideen aber eine ungeheure Wucht. Mit seinen 107 Minuten besitzt "Trauma" im Endeffekt zwar ein paar Längen und flacht zum Ende hin auch ab, trotzdem bietet er eine gewisse Spannung und eben weil er so derb ist, kann er den Zuschauer relativ stark fesseln.

"Trauma" ist unterm Strich ein böser und kranker Film, der es aber nicht verdient hat, nur auf seine tabubrechenden Szenen reduziert zu werden. Dafür ist das alles zu hochwertig gemacht und besonders die Kulissen sind echt stark. Außerdem kann man in die Handlung eine Substanz hinein interpretieren, was bei solchen Werken nicht oft der Fall ist. Am Ende ist das hier absolut nichts für schwache Nerven und man kann jeden verstehen, der das für kranken Mist hält.Wer sich darauf einlassen kann, den zieht die eiskalte Atmosphäre in ihren Bann. In Deutschland erschien "Trauma" mal wieder nur gekürzt, und zwar um über 10 Minuten, dabei ist der Film tatsächlich und vor allem wegen der einleitenden Szene nur uncut empfehlenswert, denn die Brutalität ist hier wichtig für das Endergebnis.

6,5/10

Von Illusions, Unltd. kam der Film in einem Mediabook, welches den Film in HD, natürlich ungeschnitten enthält.