Mittwoch, 26. August 2026

ゾンビアス - Zonbiasu - Zombie Ass: Toilet Of The Dead - Zombie Ass (2011)

https://www.imdb.com/de/title/tt2061869/
https://letterboxd.com/film/zombie-ass-toilet-of-the-dead/

Megumi ist seit dem Selbstmord ihrer Schwester, die in der Schule von anderen tyrannisiert wurde, nicht mehr die gleiche. Um auf andere Gedanken zu kommen, begleitet sie ein paar alte Freunde auf einen Campingausflug in die Wälder. Es scheint auch alles gut zu gehen, bis die jungen Leute in ihrem Essen etwas finden, was einem Wurm ähnelt. Ein Mädchen jedoch schlingt ihn bei lebendigem Leib hinunter, in der Hoffnung, dass es einen entschlackenden Effekt auf sie hat. Jedoch wird dieses Ereignis von etwas viel schlimmeren überschattet, denn die Gruppe wird urplötzlich von einer Horde Zombies attackiert. Die Untoten sind komplett mit Fäkalien beschmiert und scheinen aus dem nahegelegenen Toilettenhäuschen zu kommen. Megumi und ihre Freunde können sich grade noch zu dem merkwürdigen Dr. Tanaka retten. Jedoch wissen sie nicht, dass er sowohl für die Zombies, als auch für den Wurm verantwortlich ist, diese sogar in Zusammenhang stehen und er mit den jungen Leuten noch etwas vor hat...

Noboru Iguchis "Zombie Ass" ist weniger ein Horrorfilm als ein zweifelhaftes Experiment darüber, wie weit sich Fäkalhumor, Splatter und sexualisierte Trash-Ästhetik treiben lassen. Eine Gruppe junger Leute gerät im Wald an Zombies, die von Parasiten kontrolliert werden - und damit beginnt eine hemmungslose Mischung aus Furzen, Erbrechen, Kot und Tentakeln. Die Grundidee passt perfekt zu Iguchis bewusst geschmacklosem B-Movie-Kosmos, ist aber irgendwann auch einfach ermüdend. Seine wenigen Pluspunkte liegen im Tempo und in der hemmungslosen Fantasie. Die handgemachten Splattereffekte können durchaus Spaß machen, und das völlig enthemmte Finale zeigt, dass Iguchi zumindest weiß, wie man aus billigem Trash ein visuelles Chaos macht. Seine Konsequenz und sein absurder Einfallsreichtum schaffen also einen gewissen Unterhaltungswert.

Das Problem: Der Film verwechselt Grenzüberschreitung allzu oft mit Einfallslosigkeit. Das Drehbuch ist dünn, die Figuren bleiben Karikaturen, das Overacting strapaziert schnell die Geduld und die billigen CGI-Effekte sehen häufig entsprechend aus. Vor allem aber wiederholt "Zombie Ass" seine wenigen Gags bis zur Erschöpfung. Wer Iguchis "The Machine Girl"- oder "RoboGeisha"-Schule des japanischen Extrem-Trashs liebt, dürfte hier zumindest auf seine Kosten kommen. Für alle anderen ist "Zombie Ass" vor allem ein Test der persönlichen Schmerzgrenze. Ein konsequent geschmackloser, gelegentlich verblüffend kreativer, meistens aber schlicht nerviger Splatter-Trashfilm. "Zombie Ass" hat zweifellos seine Momente - nur leider sehr viel mehr Furzwitze als gute Ideen.

2,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Nikkatsu Corporation

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