Mittwoch, 12. August 2026

Sniper: No Nation (2026)

https://www.imdb.com/title/tt39538786/
https://letterboxd.com/film/sniper-no-nation/

Nach dem explosiven Einsatz in Costa Verde wird das Global Response & Intelligence Team (G.R.I.T.) von der US-Regierung verleugnet. Der Meisterscharfschütze Brandon Beckett (Chad Michael Collins) und der Ex-CIA-Agent Zero (Ryan Robbins) werden als Terroristen gebrandmarkt und vom eigenen Land gejagt. Währenddessen plant die rücksichtslose Regierung von Costa Verde die öffentliche Exekution gefangener Mitglieder ihres Teams. Ohne offizielles Mandat und ohne Rückendeckung begibt sich Beckett auf eine verzweifelte Rettungsmission. Er verbündet sich mit seinem legendären Vater Thomas Beckett (Tom Berenger) und einer kleinen Gruppe von Rebellen, um die „Eiserne Legion“ – eine skrupellose Söldnertruppe im Dienst des Premierministers – zu stoppen. Inmitten internationaler Spannungen steht Brandon sein bisher gefährlichster Kampf bevor: ein Krieg ohne Flagge, ohne Backup und ohne Gnade.

Mit "Sniper: No Nation" erreicht die langlebige Actionreihe bereits ihren zwölften(!) Teil. Doch statt klassischer Präzisionsschützen-Missionen setzt der Film auf groß angelegte Feuergefechte und militärische Kommandoeinsätze. Das sorgt zwar für ein ordentliches Tempo, entfernt sich aber immer weiter von den Wurzeln der Reihe. In diesem 08/15 Action-Vehikel überzeugt immerhin Chad Michael Collins als Brandon Beckett und harmoniert mit Tom Berenger, der als Thomas Beckett für nostalgische Momente sorgt. Gerade die Vater-Sohn-Dynamik verleiht dem Film etwas Persönlichkeit und gehört zu den stärksten Aspekten der Handlung. Auch die Action ist solide inszeniert und bietet einige intensive Gefechte, die das begrenzte Budget überraschend gut kaschieren. Dem gegenüber stehen jedoch deutliche Defizite: das Drehbuch verliert sich immer wieder in langen Dialogpassagen und bekannten Genremustern, während echte Spannung nur selten aufkommt. Viele Figuren bleiben eindimensional, und der Fokus auf großflächige Schießereien lässt das eigentliche Scharfschützen-Element zunehmend in den Hintergrund rücken. Auch das offene Ende wirkt eher wie ein Mittel zum Zweck, um den nächsten Teil vorzubereiten, als wie ein befriedigender Abschluss. Unterdurchschnittliche Genrekost für eingefleischte Fans - für alle anderen bleibt ein eher mauer Militär-Actionfilm.

3,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkDestination Films/Blue Ice Pictures/Blue Ice Africa

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