Mittwoch, 5. August 2026

Bride Hard (2025)

https://www.imdb.com/de/title/tt21317634/
https://letterboxd.com/film/bride-hard/

Sam (Rebel Wilson) arbeitet als Geheimagentin auf höchstem Niveau. Als sie jedoch eine gefährliche Mission der Rolle als Trauzeugin vorzieht, verliert sie das Vertrauen ihrer besten Freundin Betsy (Anna Camp). Zur Hochzeit wird sie deshalb nur noch als einfache Brautjungfer eingeladen. Was als versöhnliches Wochenende beginnt, endet abrupt, als bewaffnete Söldner die Feier überfallen. Inmitten der eskalierenden Situation bleibt Sam keine Wahl: Sie muss eingreifen, um die Braut zu schützen. Während sie sich zwischen Torte, Tischdeko und Schusswechseln bewegt, versucht sie nicht nur, die Angreifer zu stoppen, sondern auch ihre beschädigte Freundschaft zu retten. Die Ereignisse verdichten sich zu einem Wettlauf gegen die Zeit – und einer persönlichen Herausforderung, die weit über ihren Agentenalltag hinausgeht. Denn mit Virginia (Anna Chlumsky), Lydia (Da'Vine Joy Randolph) und Zoe (Gigi Zumbado) werden auch die anderen Brautjungern mit in die Sache reingezogen.

Die Mischung aus "Stirb langsam" und einer chaotischen Hochzeitskomödie klingt eigentlich nach einer sicheren Bank. Mit Simon West auf dem Regiestuhl und Rebel Wilson als schlagkräftiger Geheimagentin, die nebenbei als Brautjungfer auf der Hochzeit ihrer besten Freundin einspringen muss, bringt "Bride Hard" durchaus eine unterhaltsame Prämisse mit. Leider bleibt der Film fast durchgehend hinter seinen Möglichkeiten zurück. Viele Witze verpuffen wirkungslos, zahlreiche Pointen wirken vorhersehbar oder überstrapaziert. Kurz: ich habe nicht einmal geschmunzelt. Gleichzeitig fehlt den Figuren jede echte Tiefe, sodass die emotionale Freundschaftsgeschichte kaum Gewicht entwickelt. Statt clever mit den bekannten Genre-Klischees zu spielen, reiht der Film ein altbekanntes Muster an das nächste.

Auch die Action überzeugt nur bedingt. Simon West inszenierte in der Vergangenheit deutlich temporeichere und einfallsreichere Actionfilme. Doch hier wirken viele Kämpfe überraschend harmlos und teilweise uninspiriert choreografiert. Der Film schwankt ständig zwischen alberner Komödie und ernst gemeintem Actionfilm, ohne jemals eine stimmige Balance zu finden. Am Ende bleibt das Gefühl, dass "Bride Hard" aus einer eigentlich unterhaltsamen Idee viel zu wenig macht. Weder erreicht der Film den Witz einer gelungenen Hochzeitskomödie noch die Spannung eines guten Actionfilms. Stattdessen entsteht ein überraschend beliebiger Mix, der trotz sympathischer Besetzung so gut wie nie zündet.

3,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Balcony 9 Productions/Colleen Camp Productions/Elevated Films/WME Independent/Copper Island/Latigo Films/Gramercy Park Media

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