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Nach einem schweren Autounfall erwacht Trevor Gooden in einem Krankenhaus - ohne Erinnerung daran, was wirklich geschehen ist. Seine Ehefrau Kirsty gilt als vermisst, und schon bald gerät Trevor selbst unter Mordverdacht. Während ihn verstörende Visionen, rätselhafte Begegnungen und grausame Albträume heimsuchen, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn immer mehr. Auf der verzweifelten Suche nach der Wahrheit stößt Trevor auf ein düsteres Geheimnis, das mit einer geheimnisvollen Puzzlebox und den finsteren Cenobiten um Pinhead verbunden ist. Doch je näher er der schockierenden Wahrheit kommt, desto deutlicher wird, dass manche Türen besser für immer verschlossen geblieben wären.
Dean Winters Trevor wirkt von Beginn an nervös, orientierungslos und zunehmend verzweifelt. Dadurch trägt er die Geschichte glaubwürdig durch die zahlreichen Traum- und Halluzinationssequenzen. Auch Doug Bradley überzeugt einmal mehr als Pinhead - allerdings viel zu selten. Genau hier liegt eines der größten Probleme des Films. Obwohl sein Name erneut groß auf dem Cover prangt, taucht die ikonische Figur nur in wenigen Szenen auf. Als Fan der Reihe ist man daher enttäuscht, denn die Cenobiten bleiben insgesamt erstaunlich blass und spielen für die eigentliche Handlung nur eine Nebenrolle. Noch schwerer wiegt jedoch das Drehbuch. Die zahlreichen Traumebenen, Rückblenden und falschen Fährten sollen zwar Verwirrung erzeugen, führen aber häufig eher dazu, dass die Geschichte unnötig kompliziert wirkt. Wo "Hellraiser V: Inferno" seinen surrealen Aufbau noch mit einer dichten Atmosphäre verband, verliert sich "Hellraiser: Hellseeker" mehrfach in Wiederholungen und künstlich erzeugten Rätseln. Am Ende wirkt vieles weniger clever als vielmehr konstruiert. Auch die Rückkehr von Ashley Laurence bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Kirsty Cotton zählt zu den wichtigsten Figuren der gesamten Reihe, erhält hier jedoch deutlich weniger Bildschirmzeit, als man gehofft hatte. Ihre Einbindung wirkt eher wie ein nachträglicher Versuch, den Film stärker mit den ersten Teilen zu verbinden, als wie ein echter erzählerischer Mehrwert.
Hinzu kommt die vergleichsweise biedere Inszenierung. Viele Schauplätze wirken austauschbar, die Beleuchtung ist wenig atmosphärisch und der günstige Direct-to-Video-Look lässt kaum etwas von der düsteren Eleganz erkennen, für die Clive Barkers Original einst gefeiert wurde. Zwar überzeugen einzelne Cenobiten-Designs und einige praktische Effekte durchaus, insgesamt fehlt dem Film jedoch der visuelle Einfallsreichtum früherer Serienbeiträge. Immerhin sorgen die düstere Grundstimmung, einige verstörende Bilder und der psychologische Ansatz dafür, dass der Film nie vollkommen belanglos wird. Im Vergleich zu einigen späteren Fortsetzungen der Reihe wirkt er (rückblickend) sogar überraschend solide. Dennoch entsteht nie das Gefühl, dass hier das enorme Potenzial des "Hellraiser"-Universums wirklich ausgeschöpft wird.

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