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Die Teenager Chelsea (Katheryn Winnick), Allison (Anna Tolputt), Derrick (Khary Payton) und Mike (Henry Cavill) trauern um ihren Freund Adam (Stelian Urian). Er beging Selbstmord, nachdem er auf fatale Weise süchtig nach einem Online-Videospiel namens „Hellword“ wurde. Ihr ehemaliger Freund Jake (Christopher Jacot) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Gruppe. Sie hätten nicht aufgehört zu spielen, auch als sich Adams Gesundheitszustand bereits deutlich verschlechtert hatte. Chelsea, die am meisten von Schuldgefühlen geplagt wird, und die anderen sind darum umso überraschter, als sie Jake auf einer Hellword-Party begegnen. Er erklärt ihnen, dass er von einer Chat-Bekanntschaft dazu eingeladen wurde. Die Feier findet in einem abgelegenen Haus statt, wo der geheimnisvolle Gastgeber (Lance Henriksen) ziemlich makabre Sammelleidenschaften pflegt. Zu spät bemerken die Spieler, dass sie auf einem wahrhaft höllischen Trip sind…
Nach den zunehmend psychologisch geprägten Vorgängern versuchte "Hellraiser: Hellworld", der mittlerweile stark angeschlagenen Horrorreihe neues Leben einzuhauchen. Die Idee klang auf dem Papier durchaus reizvoll: Was passiert, wenn sich eine Gruppe junger Horrorfans in einem Escape-ähnlichen Rollenspiel rund um Pinhead und die Lament Configuration wiederfindet? Hinzu kam ein überraschend prominentes Ensemble mit Lance Henriksen, Doug Bradley und einem damals noch weitgehend unbekannten Henry Cavill. Doch trotz dieser Zutaten bleibt "Hellraiser: Hellworld" ein Film, der nie entscheidet, ob er klassische "Hellraiser"-Fortsetzung oder moderner Teenie-Horror à la "Saw" und "House Of Wax" sein möchte. Doch zunächst besitzt der Film auch durchaus einen gewissen Reiz. Die Idee, das "Hellraiser"-Universum in die frühe Internet- und Online-Gaming-Kultur der 2000er-Jahre zu übertragen, war damals durchaus aktuell und unterschied sich zumindest von den vorherigen Fortsetzungen. Gerade der Einstieg erzeugt eine angenehme Mystery-Stimmung und lässt offen, ob tatsächlich übernatürliche Kräfte am Werk sind oder ob alles Teil eines perfiden Spiels ist.
Auch optisch schlägt "Hellraiser: Hellworld" einen etwas frischeren Weg ein. Die düsteren Kulissen des alten Herrenhauses, kombiniert mit modernen Elementen wie Computern, virtuellen Rätseln und Gothic-Design, sorgen für eine interessante Atmosphäre. Regisseur Rick Bota bemüht sich sichtbar, dem Film einen zeitgemäßeren Look zu verleihen, ohne dabei die typischen Horrorbilder der Reihe völlig aufzugeben. Darstellerisch gibt es ebenfalls Lichtblicke. Lance Henriksen bringt mit seiner ruhigen und geheimnisvollen Präsenz viel Klasse in den Film und verleiht seiner Figur eine unterschwellige Bedrohlichkeit. Auch Henry Cavill, noch Jahre vor seinem internationalen Durchbruch, zeigt bereits Charisma und eine natürliche Leinwandpräsenz. Katheryn Winnick und Khary Payton ergänzen den jungen Cast solide, auch wenn das Drehbuch ihren Figuren nur wenig Tiefe zugesteht. Und genau hier beginnt das größte Problem des Films. Die Charaktere bleiben größtenteils austauschbare Genre-Stereotype, deren Schicksal den Zuschauer kaum berührt. Hinzu kommt, dass sich die Handlung lange Zeit mit falschen Fährten und Halluzinationen beschäftigt, ohne echte Spannung aufzubauen. Was zunächst geheimnisvoll wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einem verwirrenden Wechselspiel aus Realität und Einbildung, das seine Überraschungen frühzeitig verrät.
Noch gravierender ist allerdings die Rolle von Pinhead. Wie bereits bei mehreren Direct-to-Video-Fortsetzungen dient Doug Bradleys ikonische Figur eher als Werbefigur denn als tatsächlicher Mittelpunkt der Geschichte. Pinhead tritt nur sporadisch auf und bleibt weit hinter seiner früheren Präsenz zurück. Als Fan der klassischen Filme darf man sich deshalb erneut fragen, warum der Film überhaupt den Namen "Hellraiser" trägt. Auch das Finale sorgt für Stirnrunzeln. Es schlägt eine Richtung ein, die den zuvor aufgebauten übernatürlichen Horror weitgehend relativiert. Was als spannendes Spiel mit Realität und Hölle beginnt, endet vergleichsweise bodenständig und nimmt der Geschichte einen Großteil ihrer mystischen Wirkung. Für den eingefleischten Fan bleibt der Film eine interessante Randnotiz der Reihe - als eigenständiger Horrorfilm überzeugt er jedoch nur selten und bleibt deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück.

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