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In den Anfangsmonaten des Jahres 1861, stehen die Vereinigten Staaten von Amerika kurz vor einem drohenden Bürgerkrieg, der das Land in Norden und Süden spalten wird. Der Norden kämpft dafür, dass die Sklavenpolitik endlich abgeschafft wird und die schwarze Bevölkerung in die Freiheit entlassen werden kann, der Süden sträubt sich allerdings mit aller Macht dagegen, ist ihr Wirtschaftssystem doch komplett auf Sklavenarbeit ausgerichtet. Der Bürgerkrieg bricht mit ungeahnter Heftigkeit aus und in dem Konflikt sind auch die Schicksale von drei patriotischen Männern verknüpft, dessen Leben der Bürgerkrieg für immer verändern wird. Joshua Chamberlain (Jeff Daniels), "Stonewall" Jackson (Stephen Lang) und Robert E. Lee (Robert Duvall) kämpfen an verschiedenen Fronten, für verschiedene Überzeugungen. In den Schlachten von Manassas, Fredericksburg und Chancellorsville offenbart der Krieg sein wahres Gesicht…
Mit "Gods And Generals" wollte Regisseur Ronald F. Maxwell an den Erfolg seines gefeierten Bürgerkriegsepos "Gettysburg" anknüpfen und gleichzeitig die Vorgeschichte erzählen. Das Ergebnis ist ein ambitionierter Historienfilm von monumentalem Ausmaß, der mit großer Detailverliebtheit und beeindruckender Ausstattung punktet, sich aber in seiner epischen Erzählweise und seiner fragwürdigen historischen Gewichtung immer wieder selbst im Weg steht. Handwerklich gibt es aber zunächst wenig zu beanstanden. Die Ausstattung, Uniformen und Schlachtfelder sind mit großer Sorgfalt rekonstruiert, und die Massenszenen mit Tausenden Statisten vermitteln eindrucksvoll die Dimensionen des Amerikanischen Bürgerkriegs. Auch die Besetzung kann sich sehen lassen: Stephen Lang verkörpert General "Stonewall" Jackson mit viel Überzeugung, Robert Duvall verleiht Robert E. Lee die gewohnte Würde und Jeff Daniels sorgt als Joshua Chamberlain für einige der stärksten Momente des Films. Gerade wenn man sich für Geschichte und Historie zumindest etwas interessiert und einen hohen Anspruch den Tag legt, ist die historische Authentizität schätzenswert.
Problematischer ist jedoch die Dramaturgie. Mit einer Laufzeit von fast vier Stunden entwickelt sich der Film nur schleppend und verliert sich häufig in ausgedehnten Dialogen, langen Monologen und militärstrategischen Erläuterungen. Die eigentlichen Schlachten sind zwar solide inszeniert, erreichen aber weder die emotionale Wucht noch die Intensität vergleichbarer Kriegsfilme wie "Gettysburg", "Glory" oder "Der Soldat James Ryan". Statt die Schrecken des Krieges eindringlich zu vermitteln, konzentriert sich der Film oftmals auf pathetische Reden und idealisierte Charakterzeichnungen. Diese Schwerfälligkeit sowie die fehlende emotionale Dynamik werfen den Zuschauer immer wieder aus dem Geschehen. Hinzu kommt ein Aspekt, der bis heute kontrovers diskutiert wird: der Umgang mit den historischen Hintergründen des Bürgerkriegs. "Gods And Generals" übernimmt die Perspektive der Konföderation teilweise unkritisch und behandelt zentrale Themen wie die Sklaverei oder die politischen Ursachen des Konflikts nur am Rande. Kurz: er zeichnet ein sehr einseitiges Bild des Konflikts und die daraus resultierende Diskussion überschattet bis heute viele seiner unbestreitbaren handwerklichen Qualitäten.Dennoch besitzt der Film durchaus seine Momente. Einzelne Figuren erhalten glaubwürdige emotionale Szenen, die Kamera fängt die Landschaften eindrucksvoll ein, und Randy Edelmans orchestraler Soundtrack unterstreicht den epischen Anspruch wirkungsvoll. Gerade Zuschauer mit großem Interesse an Militärgeschichte werden hier vieles finden, was klassische Hollywood-Kriegsfilme oft auslassen. "Gods And Generals" ist letztlich ein aufwendig produziertes Historienepos mit hervorragender Ausstattung, starken Darstellern und großem Respekt für militärhistorische Details. Gleichzeitig verhindern die überlange Laufzeit, die statische Inszenierung und die kontroverse historische Perspektive, dass der Film die Klasse seines Vorgängers "Gettysburg" erreicht. Wer sich intensiv für den Amerikanischen Bürgerkrieg interessiert, wird einiges entdecken können - als allgemeines Kriegsdrama bleibt "Gods And Generals" jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück.


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