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Das Prequel zur "Paranormal Activity"-Reihe erzählt die Vorgeschichte der rätselhaften Ereignisse um Katie (Katie Featherston) und ihre Familie, die von einem bösen Dämon heimgesucht wird. Ihre Schwester Kristi (Sprague Grayden) möchte der Frage auf den Grund gehen, warum der Dämon ausgerechnet sie und Katie auserwählt hat. Sie sichtet Videomaterial aus ihrer Kindheit in den 1980ern und schnell wird klar, dass Katie ihre Schwester damals in ein verhängnisvolles Ritual verstrickte, das die Zukunft der beiden auf schreckliche Weise verändert hat. Angelockt von den Kindern, beginnt der Dämon sein unsichtbares, aber teuflisches Spiel.
Nach dem Überraschungserfolg von "Paranormal Activity" und der direkten Fortsetzung stand die Reihe vor einer schwierigen Aufgabe: Wie hält man das Found-Footage-Konzept frisch, ohne die bekannten Zutaten ständig zu wiederholen? Die Antwort lieferte "Paranormal Activity 3" in Form eines Prequels. Das Regieduo Henry Joost und Ariel Schulman verlegte die Handlung ins Jahr 1988 und erzählte die Vorgeschichte der Schwestern Katie und Kristi. Der dritte Teil verlässt sich dabei auf schleichenden Horror statt auf Jump-Scares. Das Publikum weiß oft schon, dass gleich etwas passieren könnte - doch wann und wie, bleibt lange unklar. Gerade diese permanente Erwartungshaltung sorgt für eine konstante Anspannung, die den Film über weite Strecken trägt. Besonders einfallsreich sind die neuen Kameraideen. Das improvisierte Kamerasystem, bei dem eine Videokamera auf einem oszillierenden Ventilator montiert wird und langsam zwischen zwei Räumen hin- und herschwenkt, gehört inzwischen zu den ikonischsten Momenten der gesamten Reihe. Jeder Schwenk erzeugt Nervosität, weil sich die Szenerie bei jeder Rückkehr minimal verändert haben könnte.
Auch die beiden jungen Darstellerinnen Chloe Csengery und Jessica Tyler Brown überzeugen als Katie und Kristi. Ihre natürliche Darstellung verleiht den übernatürlichen Ereignissen zusätzliche Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig funktioniert die Chemie innerhalb der Familie erstaunlich gut, wodurch sich der Zuschauer stärker mit den Figuren identifizieren kann als in manchen anderen Teilen der Reihe. Positiv fällt außerdem auf, dass das Prequel die Hintergrundgeschichte der dämonischen Ereignisse erweitert, ohne dabei alles vollständig zu erklären. Der Film streut neue Hinweise über den Ursprung des Fluchs ein und verknüpft sie geschickt mit den späteren Filmen. Dadurch gewinnt das Franchise zwar an Mythologie, bewahrt sich aber dennoch einen gewissen rätselhaften Charakter.
Dennoch zeigt auch "Paranormal Activity 3" die bekannten Probleme der Reihe. Über weite Strecken passiert erzählerisch relativ wenig. Viele Szenen folgen dem inzwischen vertrauten Muster: ruhige Alltagsmomente, kleine übernatürliche Vorfälle, anschließend wieder längere Ruhephasen. Wer bereits die ersten beiden Filme kennt, wird deshalb vieles als wenig überraschend empfinden. Bis zum Finale steigert sich der Film dann deutlich und liefert einige wirkungsvolle Bilder, doch die Auflösung wirkt hektischer als der sorgfältige Spannungsaufbau zuvor. Einige Handlungsfragen bleiben bewusst offen, was zwar zum Mysterium beiträgt, aber trotzdem eher Frustration als Faszination auslöst. Gleichzeitig leidet der Film unter dem bekannten, sehr repetitiven Erzählmuster der Reihe und einem Finale, das nicht alle Erwartungen erfüllt. "Paranormal Activity 3" ist unterm Strich eine empfehlenswerte Ergänzung - wer mit den Vorgängern jedoch wenig anfangen konnte, wird auch hier kaum bekehrt werden.

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