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Donnerstag, 4. Juni 2026

Scary Movie - Scary Movie 6 (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt32093575/

Sechsundzwanzig Jahre nach ihrer ersten Begegnung mit einem maskierten Täter geraten die verbliebenen Mitglieder der damaligen Gruppe - Shorty Meeks (Marlon Wayans), Ray Wilkins (Shawn Wayans), Cindy Campbell (Anna Faris) und Brenda Meeks (Regina Hall) erneut in Lebensgefahr. Der Mörder, auch bekannt als Ghostface, scheint es abermals auf sie abgesehen zu haben und knüpft an die Ereignisse von damals an.

Sechsundzwanzig Jahre nach ihrer ersten Begegnung mit einem verdächtig vertrauten maskierten Killer kehren die verbliebenen Mitglieder der ursprünglichen Gruppe unter der Regie von Michael Tiddes zurück. Shorty Meeks gespielt von Marlon Wayans, Ray Wilkins von Shawn Wayans, Cindy Campbell von Anna Faris und Brenda Meeks von Regina Hall geraten erneut in die Kreuzfeuer eines Killers, und kein Horrorfilm-IP ist vor ihnen sicher. Der berüchtigte Ghostface kehrt zurück und knüpft an die Ereignisse von damals an, während die Handlung einer Gruppe von Freunden folgt, die sich nach vielen Jahren wieder zusammenfindet, als Chaos ausbricht. Mit "Scary Movie" feiert die Kultreihe nach 13 Jahren ihr Comeback gemeinsam mit ihren ursprünglichen Schöpfern. Die Wayans-Brüder Kee­nen Ivory, Shawn und Marlon Wayans sind erstmals seit "Scary Movie 2" aus dem Jahr 2001 wieder an Bord. Marlon Wayans kehrt als Shorty zurück und ist erneut am Drehbuch beteiligt, gemeinsam mit Shawn Wayans, Keenen Ivory Wayans und Rick Alvarez. 

Die Parodien dieses Mal greifen bewusst aktuelle Horrorfilme auf. Als Inspirationsquelle dienen unter anderem "The Substance", "Blood & Sinners", "Weapons", "Terrifier", "Longlegs", "Get Out", "Halloween", "Wednesday", "Final Destination", "Smile" und natürlich "Scream". Der Film nimmt die sogenannte Cancel Culture satirisch ins Visier und verspricht politisch inkorrekte Comedy, wie man sie in der heutigen Zeit nur noch selten sieht. Marlon Wayans sagt dazu, sie wollten den Spaß zurückbringen und glauben, das gehe nur, wenn sie die Cancel Culture canceln. Doch trotz dieses Versprechens und der Rückkehr der Originalbesetzung gibt es Probleme, denn wenn man die Referenzen zu modernem Horror wegnimmt, hätte dieser Film bereits 2006 erscheinen können. Fast jeder Witz im Trailer sei etwas, das man schon von nervigen Familienmitgliedern gehört habe. Der Film scheint mehr auf Social-Media-Kultur abzuzielen als auf Horror als Genre selbst. Das enttäuscht, denn die Wayans-geführten Teile waren clevere, liebevolle Parodien auf Horrorfilme, die beim Publikum auch gut ankamen.

"Scary Movie" ist ein Film, der meint zu wissen, was seine Fans wollen, und liefert eigentlich auch genau das, was sie von der Reihe erwarten: Derber Humor, Grenzüberschreitungen und eine Gruppe von Figuren, die wieder zusammenkommen, stehen im Mittelpunkt. Aber es ist auch ein Film, der zu oft in die Vergangenheit blickt und viel zu stumpf. Die Witze sind beileibe nicht so scharf wie früher, die Parodien längst nicht so clever wie im ersten Teil, und manchmal fühlt es sich an, als hätte man einen fünfzehnjährigen Jungen aus 2005 eingefroren und ihn moderne Horrorfilme parodieren lassen. Die Originalbesetzung ist hingegen stark, Anna Faris und Regina Hall tragen ihre Charaktere mit Selbstsicherheit, und die Wayans-Brüder bringen ihre gewohnte Dynamik zurück. Wenn das ganze doch nur witziger wäre! Mit viel Wohlwollen könnte man "Scary Movie" als ehrlichen Versuch, eine Kult-Reihe zurückzubringen, ansehen. Mit den ursprünglichen Schöpfern, einem Cast, der die Charaktere liebt, und dem Willen, Grenzen zu überschreiten, sollte der Film eigentlich genug bieten, um Fans zufriedenzustellen. Doch irgendwie will und will der Funke nicht überspringen.

5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Miramax/Paramount Pictures/Wayans Brothers Entertainment

Donnerstag, 18. Januar 2018

A Haunted House 2 - Ghost Movie 2 (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2828996/

Malcolm (Marlon Wayans) und sein Cousin Ray Ray (Affion Crockett) sind auf der Suche nach Hilfe für Malcolms besessene Freundin Kisha (Essence Atkins), doch ein Unfall führt dazu, dass das Mädchen stattdessen stirbt. Die beiden fliehen vom Unfallort und lassen Kisha zurück. Malcolms Leben hat sich ein Jahr später grundlegend geändert, als er mit seiner neuen Freundin Megan (Jaime Pressly) und ihren beiden Kindern Becky (Ashley Rickards) und Wyatt (Steele Stebbins) ein Vorstadt-Haus beziehen will. Doch kaum eingezogen, geschieht Seltsames - angefangen mit dem mysteriösen Tod ihres Hundes. Wyatt freundet sich mit einem Unsichtbaren an, eine Box im Haus ergreift Besitz von Becky und Megan findet eine gruselige Puppe. Als Malcolm sich Videos vorheriger Einwohner ansieht, wird ihm klar, dass er sich in ein Spukhaus verirrt hat...

Der Produzent, Autor und Hauptdarsteller von "Ghost Movie" und nun eben auch "Ghost Movie 2" besudelt das ZAZ-Erbe seliger Filmparodien längst auch ohne Unterstützung seiner nicht minder nervtötenden Brüder Shawn und Keenen Ivory Wayans. Ihnen gelang mit "Scary Movie" eine seinerzeit vergleichsweise amüsante Genreparodie, in der Marlon Wayans den dauerbekifften Shorty Meeks spielte. Eine Dekade und eine unüberschaubare Reihe ähnlich betitelter Filme später liegt die Spoof-Komödie in ihren letzten Atemzügen. Während Jason Friedberg und Aaron Seltzer, die Regisseure hinter Comedy-Totgeburten wie "Date Movie", "Fantastic Movie" oder auch "Disaster Movie", ihre Filme nunmehr gottlob unter Ausschluss der Öffentlichkeit produzieren, scheint Wayans immer noch eine überschaubare Fanbase mobilisieren zu können.

Diese zumindest rannte 2013 wie blöde in "Ghost Movie" und bescherte der für 2,5 Millionen US-Dollar buchstäblich hingefurzten Horrorkomödie ein etwa 25 Mal so hohes Einspiel. Das umgehend beschlossene und nur unwesentlich kostspieligere Sequel gleicher Aufmachung startete dann bereits im April 2014 in den US-Kinos. Zwar blieb die Fortsetzung kommerziell hinter den Erwartungen zurück, dürfte aber dennoch ausreichend eingenommen haben, um nicht vor weiterem Spoof-Blödsinn gefeit zu sein. Schließlich hat "Paranormal Activity", das Referenzvorbild auch diesen zweiten Teils, eindrücklich vorgemacht, wie beharrlich sich mit der Wiederholung des ewig Gleichen Kohle scheffeln lässt.

"Ghost Movie 2" ist keineswegs schlechter als sein Vorgänger, was allein daher schwierig wäre, weil Filme wie dieser auch ganz einfach nicht mehr schlechter sein können. Insofern besitzt Marlon Wayans beinahe so etwas wie Narrenfreiheit. Er gibt eben, was er kann. Und weil das alles in allem so ziemlich genau gar nichts ist, hat er entsprechend wenig zu verlieren. Reputation schon mal gar nicht. Müßig also, dem Humorverständnis eins solchen Films über dessen erbärmliche Pipi- und Kacka-Witzchen auf den Grund zu gehen. Sich wiederholt an selbstunsicheren Sex-Zoten oder der Zielgruppe dienlichen Rassismus-Gags abzuarbeiten. Und erst recht in der Wahl der verballhornten Filme tatsächlich parodistische Ansätze zu erspüren, so sich Wayans einmal mehr darauf beschränkt, diese lediglich nachzustellen, statt komödiantisch freizulegen.

Bemerkenswert ist es dennoch, wie sehr alle Beteiligten, darunter erneut hinlänglich bekannte Schmalspurkomiker wie Affion Crockett oder Cedric the Entertainer, sich dafür ins Zeug legen. Gespielt und gekreischt, das ist hier ohnehin dasselbe, wird stets auf Anschlag. In einer nicht enden wollenden Szene verlustiert sich Wayans mit der Annabelle-Puppe aus "The Conjuring/Annabelle" auf alle nur erdenklichen Arten – ein Musterbeispiel exaltierter Comedy-Verausgabung, die vollkommen ins Leere läuft. Ansonsten fällt dem Film natürlich ebenso wie seinem Vorläufer nichts weiter ein, als die oberflächlichen Erkennungsmerkmale saisonaler Horrorhits wie "Possession" oder "Sinister" in eine Dauerschleife hysterischer Flachwitze zu schnüren. Und die ja nun wirklich allzu angreifbare, leicht zu parodierende Found-Footage-Ästhetik nicht gehörig durch den Kakao zu ziehen, sondern nur langweilig abzumalen.

Nichts Neues also aus der Spoof-Hölle und ihres wohl letzten verbliebenen Exponenten Marlon Wayans. Und obwohl es sich wahrlich längst ausparodiert hat, kann und mag man über dessen Egal-Kino eigentlich kaum noch mit dem Kopf schütteln. Das wäre der körperlichen Regung schon viel mehr, als es "Ghost Movie 2" - als es jeder dieser falsch verstandenen Parodieversuche - überhaupt verdient hätte.

2,5/10

Dienstag, 18. Oktober 2022

Scary Movie (2000)

https://www.imdb.com/title/tt0175142/

Die Highschool-Schönheit Drew Decker (Carmen Electra) will sich gerade Popcorn machen, als sie von einem anonymen Anrufer am Telefon bedroht wird. Wenig später besucht der maskierte Killer das Busenwunder und spießt es im Garten mitsamt seines Silikonimplantats auf. Dies ist der Auftakt zu einer brutalen Mordserie, deren Motiv auf das vorangegangene Halloween-Fest zurückgeht: Sechs Jugendliche haben bei einer nächtlichen Sauf- und Spritztour einen Mann angefahren, riefen aber nicht den Notarzt, sondern zogen es vor, ihn mit einer Whiskey-Flasche zu bewerfen. Das fand der Verletzte natürlich gar nicht komisch und streift nun mit weißer Horrormaske und schwarzem Umhang über den Campus, um seine Peiniger mit einem Fischerhaken aufzuschlitzen. Immer wieder lässt er den Jugendlichen Botschaften zukommen. 

Auch wenn die Wayans Brüder für einigen Parodien-Schund - und damit auch indirekt für den Untergang dieses Genres - verantwortlich sind... mit "Scary Movie" haben sie eine durchaus brauchbare Persiflage auf das Horror- und Mystery-Genre produziert. Natürlich merkt man in diesem frühen Werk bereits die infantile Herangehensweise der Brüder an, deren Drehbücher wirken, als seien sie auf Studenten Partys um 4 Uhr Morgens im Vollsuff geschrieben worden. Aber irgendwie zieht diese Nummer und man diesem Machwerk praktisch jede Dummheit, einfach weil auf wundersame Weise der richtige Ton getroffen wird. Natürlich hätte man viel mehr aus den veräppelten Vorlagen herausholen können und wie bereits erwähnt, haben es sich die Macher wirklich sehr einfach gemacht, um Lacher abzustauben. Man könnte auch sagen, "Scary Movie" ist so dumm, dass er schon wieder gut ist. Natürlich ist es auch ein Werk seiner Zeit und jemand der beispielsweise noch nie mit "Scream" in Berührung gekommen ist, dürfte hier ratlos zurück bleiben. Freilich gehen auch ein paar Tiefschläge und Rohrkrepierer aufs Konto der kultigen Killer Comedy, doch der Großteil ist lustig, weil die Vulgärität kreativ und innovativ präsentiert wird, anstatt den stumpfen Slapstick gewaltsam gegen das Publikum zu richten.

7/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Highlight
Poster/Artwork: Miramax/Dimension Films/Wayans Bros. Entertainment

Sonntag, 16. Oktober 2022

Scary Movie 4 (Unrated Version) (2006)

https://www.imdb.com/title/tt0362120/

Die aus "Scary Movie 3" bekannte Cindy Campbell (Anna Faris) arbeitet jetzt als Krankenpflegerin. Blöd, dass ihr erster Patient ausgerechnet in einem Spukhaus lebt, das von einem ermordeten japanischen Junge heimgesucht wird. Zum Glück wohnt nebenan der charmante, aber mit seinen Kindern völlig überforderte Tom Ryan (Craig Bierko), in den sich Cindy sofort verguckt. Doch bevor sich die beiden ihren romantischen Gefühlen richtig hingeben können, greifen außerirdische (Tr)ipods die Erde an. Auf der Flucht vor den alles menschliche Leben ausrottenden Maschinen trennen sich die Wege von Tom und Cindy. Während der Familienvater seine abgezockten Sprösslinge vor dem sicheren Tod bewahren will, folgt Cindy einem Hinweis, den ihr der ermordete Junge gibt. Der behauptet nämlich, zu wissen, wie die Aliens besiegt werden können... 

Nach 3 Teilen darf man sich hier ruhigen gewissens die Frage stellen: Was denn? Noch ein Teil? War man mit den Parodien auf sämtliche Horrorfilme nicht bereits durch? Offensichtlich nicht, denn 3 Jahre nach dem dritten Ableger der Reihe nahm man sich der noch nicht verwursteten Filmchen an. Und das ist, auch wenn die Story erneut total zusammengebastelter Müll ist (was in diesem Zusammenhang auch wirklich keinen interessiert), relativ gelungen. "Scary Movie 4" gibt sich immerhin viel Mühe dabei, an den Vorgänger anzuknüpfen, mit Anna Faris, Regina Harris (wo die wieder herkommt nachdem sie im letzten Teil zum dritten Mal starb weiß der Teufel), Leslie Nielsen, Charlie Sheen, Simon Rexx und Anthony Anderson sind etliche Leute aus Teil 3 wieder da und es werden auch kleine inhaltliche Anknüpfungen vorgenommen. 

Ansonsten ist klar was passiert, der Film pickt sich aus diversen Filmhits der letzten Jahre ein paar Schlüsselszenen hinaus und macht sie nieder, vorrangig "Krieg der Welten", "The Grudge 2", "The Village", "Million Dollar Baby" und natürlich "Saw" (dessen Parodien die besten Gags sind). Ordentlich gemacht ist das alles - leider aber auch ordentlich doof. Es ist als würde man eine Kanone aufstellen die unentwegt Gags abfeuert. Dass da zwangsweise ein paar Treffer drin sind, aber ebenso viele Nieten sollte auf der Hand liegen. Doch wer die ersten drei Teile des Franchise ausgehalten (und mindestens etwas zum schmunzeln gefunden) hat, kommt auch mit diesem klar - es ist in etwa gleich, nicht schlechter aber eigentlich auch keinen Deut besser. Nette Promiauftritte und einige ganz ordentliche Filmparodien, aber die meisten Gags sind Kinderalberei auf Vorschulniveau.

5,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Buena Vista International/Disney+
Poster/Artwork: Miramax/Dimension Films/Wayans Bros. Entertainment

Montag, 15. Januar 2018

A Haunted House - Ghost Movie (2013)

http://www.imdb.com/title/tt2243537/

Als Malcolm (Marlon Wayans) zusammen mit seiner Frau Kisha (Essence Atkins) in das gemeinsame Traumhaus zieht, ergreift ein Dämon von Kisha Besitz. Was am Anfang noch nach einem lustigen Spaß aussieht, wird mit zunehmender Zeit immer unheimlicher für den Ehemann. Malcolm gibt sich alle Mühe, um ihr den Dämon wieder auszutreiben. Er versucht es mit geistlichem Beistand und engagiert einen Priester (Cedric The Entertainer). Doch alle Bestrebungen scheinen ins Leere zu laufen und Malcom macht sich zunehmend Sorgen, denn der böse Geist gefährdet nicht nur ihre gemeinsame Beziehung, sondern noch etwas von viel größerer Bedeutung: sein Sexualleben. Nun sucht Malcolm Hilfe bei einem Medium (Nick Swardson) und einer Gruppe von Geisterjägern. Doch auch deren unorthodoxe Methoden führen nicht zum Erfolg und so muss es Malcolm alleine mit den übernatürlichen Kräften aufnehmen...

"A Haunted House" ist ein weiterer Vertreter dieser unsäglichen ***-Movie-Filme, die sich zur Aufgabe gemacht haben, ein paar bekannte Filme zu parodieren und dabei mit möglichst viel Sexismus und Fäkalhumor zu punkten. "A Haunted House" ist damit genau das, was "Scary Movie"-Fans erwarten; übertriebener und sexistischer Humor mit viel Fäkalsprache. Dennoch fehlt es dem Drehbuch an Gags die richtig gut zünden, denn aus der Hauptvorlage "Paranormal Activity" hätte man definitiv mehr herausholen können. Gefühlt minutenlange Furzattacken durch die Freundin im Bett, eine unnötig ausgedehnte "flotter Dreier"-Szene zwischen Marlon Wayans und zwei Kuscheltieren (ja, richtig gelesen), ein hormongesteuertes schwules Medium, dass seine Finger von Wayans‘ Charakter nicht lassen kann, Kruzifixmasturbation, Darmentleerung auf dem Teppich und die nächtliche Vergewaltigung des männlichen Hauptcharakters durch den Dämon.


Das sind die Zutaten, derer sich das Autorenteam von Wayans und Rick Alvarez bedient, um die Zuschauer zum Lachen zu bringen. Dazu gibt es noch Anspielungen auf andere Filme, die eindeutig über ihr Verfallsdatum hinaus sind. "Blair Witch Project"-Witze waren bei "Scary Movie" vor über einer Dekade gerade noch akut und kann sich wirklich einer noch an "Snakes On A Plane" erinnern? Möglicherweise war es bei den Dreharbeiten noch alles witzig und ein großer Spaß, doch dem Zuschauer ringt das alles bestenfalls ein gequältes Lächeln und ungläubiges Kopfschütteln ab. Schade, denn Marlon Wayans ist prinzipiell zu Besserem fähig. Was eigentlich wirklich unglaublich ist: der Film ist mancherorts sogar witzig.

3,5/10 
 
Quellen: 
Inhaltsangabe: Ascot Elite

Montag, 26. September 2016

Superhero Movie (2008)

http://www.imdb.com/title/tt0426592/

"Superhero Movie" zieht Filme durch den Kakao, in denen ein Held mit außergewöhnlichen Fähigkeiten im Mittelpunkt steht - allen voran "Spider-Man". Darum geht's: Rick Riker (Drake Bell) ist ein stereotyper Highschool-Loser, den eine genmanipulierte Libelle beißt. Fortan hat er übernatürliche Kräfte. Einen weisen Spruch seines Großvaters (Leslie Nielsen) im Kopf - "with great power come great bitches" - schneidert sich Rick ein giftgrünes Helden-Outfit zusammen und wird zu "Dragonfly". Doch Kätzchen aus Baumkronen holen und Taschendiebe zur Strecke bringen unterfordert auf Dauer sogar den talentfreisten Superhelden. Gut, dass es bald mit dem besessenen Wissenschaftler Lou Landers (Christopher McDonald) einen Widersacher gibt. Der hat nach einem wahnwitzigen Experiment seine Leidenschaft zum tödlichen Handauflegen entdeckt und will als Superbösewicht "The Hourglass" die Welt unterjochen...

David Zucker ist ja eher als Mann hinter der Kamera bei Filmen wie "Die nackte Kanone" oder auch "Top Secret" bekannt. Und das waren auch seine besten Filme. Zumindest zwei davon. Mit "Superhero Movie", der sich in eine lange Reihe von Klamaukfilmen einreiht, die es sich seit "Scary Movie" zur Aufgabe gemacht haben, möglichst viele Filme zu parodieren und diese durch den Kakao zu ziehen. In diesem Fall hat es Sam Raimis "Spider-Man" erwischt, der das Grundgerüst für "Superhero Movie" bildet. Abgesehen von einigen zum fremdschämen blöden Furz- und Sexwitzen ist "Superhero Movie" aber gerade noch gelungen, weil der Kurve von "unter-dem-Gürtel"-Witz zu richtig gutem Gag gerade noch schafft. So kommen einige witzige und gerade für Superhelden-Nerds schön aufs Korn genommene Szenen aus altbekannten Filmen wie "X-Men", "Batman" und "Spider-Man" zum Tragen und wissen so über einen großen teil des Films zu unterhalten. Schade ist nur, dass das Niveau gerade im Mittelteil stark abflacht. "Superhero Movie" ist sicher nicht der große Wurf und mit Sicherheit nicht die beste aller Komödien, aber er ist lustig. Immerhin.

5,5/10

Dienstag, 25. März 2014

Scary Movie 2 (2001)

http://www.imdb.com/title/tt0257106/

Die junge Megan Voorhees (Natasha Lyonne) ist vom Teufel besessen. Die beiden Priester Vater McFeely (James Woods) und Vater Harris (Andy Richter) sollen eine Austreibung vornehmen, doch die Sache endet ziemlich unappetitlich. Währendessen versuchen Cindy (Anna Faris), Ray Maker (Shawn Wayans), und Shorty (Marlon Wayans), die Ereignisse vom letzten Halloween zu verdauen. In einem Schulprojekt ihres Professors (Tim Curry) sollen sie Studien am Ort von Megan gescheiterter Teufelsaustreibung durchführen. Das alte Gemäuer scheint so manches Geheimnis zu bergen...

Ein paar gute Gags. Aber dabei bleibt es auch. Das Niveau rutscht beim zweiten Teil der Reihe schon sehr weit in den Keller und - man mag es kaum für möglich halten - auch noch weiter runter. Für Fans ist auch dieser Teil trotzdem ein Spaß. Vor allem für Filmabende oder mal nebenbei laufen zu lassen ist dieser Film perfekt geeignet. Trotzdem aber erreicht dieser Teil kaum noch etwas, was man im ersten noch so gut schaffte. Die Witze sind nicht schlecht, im Gegenteil. Man kann sogar etwas öfter lächeln als im ersten, doch insgesamt passt hier einfach nicht mehr vieles so gut zusammen wie beim Vorgänger. Die Rahmenbedingungen sind einfach nicht so gut. Spätestens als der Film in diesem Schloß landet, verliert er auch an viel "Klasse", wenn man das so nennen mag. Chris Elliot als Butler Hanson hat dabei noch die meisten Kracher auf seiner Seite. Immerhin trägt der Film den Namen "Scary Movie" und gehört bei mir immer noch das ein oder andere mal auf den Bildschirm. Zum Schmunzeln.

5,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Highlight
Poster/Artwork: Miramax/Dimension Films/Wayans Bros. Entertainment

Sonntag, 3. Februar 2013

Scary Movie 3.5 (Unrated Version) (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0306047/

Die Fernseh-Moderatorin Cindy Campbell (Anna Faris) untersucht mysteriöse Zeichen in Kornfeldern, die auf eine Landung von Aliens hindeuten. Ihre Freundin Brenda (Regina Hall) bekommt derweil ein Videoband in die Hände, das sieben Tage nach dem Ansehen tödliche Nachwirkungen haben soll. Tatsächlich erhält sie nur wenige Augenblicke nach dem Angucken einen Anruf, der ihr ein vorzeitiges Ende prophezeit. Der junge weißen Rapper George (Simon Rex) möchte sich in einem großen Battle beweisen und zu einem Star des Hip-Hop-Universums aufsteigen, gewinnt aber zunächst die Liebe von Cindy. Gemeinsam versuchen sie, den Geheimnissen der Außerirdischen und des Videobandes auf die Spur zu kommen...

...und noch ein dritter Teil. Nach einem relativ schwachen zweiten Teil hätte man denken können, dass es nun mit einer weiteren Filmreihe durch schwache Fortsetzungen den Bach herunter geht. Weit gefehlt! Denn der dritte Teil der "Scary Movie" - Reihe überzeugt durch ein ganz einfaches Mittel: dem Witz. Etwas, das Teil 2 fast komplett gefehlt hatte. Herrlich sind so beispielsweise diese Szenen, in denen Tom anhand eines Sandwiches erklärt bekommt, wie absurd seine Frau bei einem Autounfall zwischen Auto und Baum eingeklemmt ist oder in denen eine tote Frau verunglimpft wird. Szenen, die auf den ersten Blick plump erscheinen, auf den zweiten aber den Charakter des Films ausmachen und den Zuschauer endlich wieder zu dem bringen, was ein Zuschauer beim Anblick einer Parodie tun sollte: lachen. Frei nach dem Motto "Witz komm raus, du bist umzingelt" versuchen die Macher hier einen weiteren Wurf. Klappt nicht immer. Allerdings entschädigen Charlie Sheen und Leslie Nielsen mit einigen richtigen guten Brüllern für den Rest. Der beste: "Sir, die Aliens sind gelandet!" -"Informieren Sie den Präsidenten!" - Sir, das sind Sie!" - Gut, dann weiß ich schon mal Bescheid!". Kracher.

6/10 

Quellen:
Inhaltsangabe: Studiocanal
Poster/Artwork: Miramax/Dimension Films/Wayans Bros. Entertainment

Montag, 19. September 2022

Dungeons & Dragons (2000)

https://www.imdb.com/title/tt0190374/

Der böse Magier Profion (Jeremy Irons) möchte Savina (Thora Birch), die junge Kaiserin des mystischen Reiches Izmer, von ihrem Thron stürzen. Diese möchte hingegen einige Reformen zur bestehenden sozialen Ungerechtigkeit entwerfen, denn aktuell unterdrückt die herrschende Elite der Magier die sogenannten "Gewöhnlichen". Um die Macht an sich reißen zu können benötigt er aber das goldene Zepter, das ihm die Kontrolle über die Armee der grünen Drachen ermöglicht. Profion hat jedoch nicht mit der Gegenwehr von Kaiserin Savina gerechnet. Sie findet ihrerseits in der Zauberin Marina (Zoe McLellan) und deren Komparsen tapfere Helfer die alles daran setzen, das gefährliche Spiel zu gewinnen. Gemeinsam machen sie sich auf den abenteuerlichen und gefährlichen Weg das rote Zepter zu finden, das noch mächtiger sein soll, als das goldene. 

Nach dem Film stellt man sich unweigerlich die Frage, warum man diesen Film überhaupt zu Ende gesehen hat. Doch als Fantasy-Film-Fan sollte man "Dungeons & Dragons" durchaus einmal gesehen haben, um zu wissen, wie man solche Filme nicht macht. Der Film ist einfach so schlecht, dass er dadurch wieder unterhaltsam wird. Sieht man Marlon Wayans in seiner Rolle als Snails, denkt man unweigerlich an die "Scary Movie"-Reihe und würde erwarten jeden Moment einen Brüller serviert zu bekommen. Aber leider. Allein Jeremy Irons Overacting ist sehenswert. Angeblich wusste er bereits am dritten Drehtag, dass der Film ein Reinfall wird und entschied sich, zusammen mit Bruce Payne, wenigstens dazu, Spaß zu haben und durch permanent überdrehtes Acting aus der Rollezu fallen. Wenigstens das beschert dem Film einen Punkt. Doch neben billigsten Kostümen, Charakteren, die sinnlos und ohne Motivation durchs Abenteuer reisen, schlechtem Schauspiel, dümmlichen Dialogen, schlecht umgesetzten Kampfsequenzen, billigen Requisiten (Plastikzauberstab) und schlecht aussehenden Spezialeffekte, wirkt dies beinahe stimmig. Neine, "Dungeons & Dragons" ist defintiv kein Meisterwerk der filmischen Künste, nun wirklich nicht.

1/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Ascot Elite

Donnerstag, 30. Mai 2013

Whats Your Number? - Der perfekte Ex (Extended Cut) (2011)

http://www.imdb.com/title/tt0770703/

Der perfekte Ex ist die einzige Lösung für Ally Darling (Anna Faris) den Mann fürs Leben zu finden. Denn in ihrem Bettpfosten befinden sich bereits 20 Kerben und damit hat sie statistisch gesehen bereits die Summe an Liebhabern erreicht, die eine Frau im Durchschnitt benötigt, um ihren endgültigen Lebensgefährten zu finden. Um nicht zu einer statistischen Anomalie zu werden, versucht sie jetzt, in der Reihe ihrer Ex-Freunde nach Mr. Right zu suchen – vielleicht ist ja doch noch der perfekte Ex dabei. Unterstützt wird Ally dabei von ihrem Nachbarn Colin (Chris Evans), einem notorischen Frauenhelden.

Hmm, Liebeskomödie. Irgendwie sind wir vor ein paar Tagen wegen eines sehr witzigen Trailers auf diesen Film aufmerksam geworden und da hab ich mir den einfach mal zugelegt. Und das war nicht mal ein schlechter Kauf! Der Film ist lustig, geistreich, romantisch und irgendwie auch wunderschön! Die Story ist natürlich nicht das Gelbe vom Ei - im Gegenteil, das Schema "F" wird hier gut bedient) und muss auch passend dahin gestrickt werden, damit genügend klamaukartiger Blödsinn (das kann Anna Faris aber auch seit den "Scary Movie"-Filmen ganz gut) untergebracht werden kann. Man ist aber auch immer so voreingenommen bei dieser Art von Filmen. Aber der Film funktioniert überraschend gut. Auch das man ziemlich schnell das Happy-End erahnt, hat mich nicht gestört. Zu viel passiert bis dahin noch und viele Lachern und sogar einige Brüller begleiten durch den fast 2-stündigen Film. Wirklich tolle und vor allem noch witzige Unterhaltung ohne zu tief unter die Gürtellinie zu gehen.

7/10

Sonntag, 15. Dezember 2013

Scary Movie 5 (Extended Version) (2013)

http://www.imdb.com/title/tt0795461/

Das glücklich angetraute Paar Dan (Simon Rex) und Jody (Ashley Tisdale) haben Zuwachs bekommen: ihr frisch geborener Sohn Aiden ist ihr ganzer Stolz. Doch müssen sie mit erschrecken feststellen, dass sich, seit ihr Sohn daheim ist, bizarre und unerklärliche Dinge im Haus abspielen. Aber als das Chaos sogar Jodys Job als Ballettänzerin und Dans Karriere als Affenforscher gefährdet, realisieren die Beiden allmählich, dass sie von einem bösen Dämon heimgesucht werden. Zusammen mit qualifizierten Experten und dem Schutz von unzähligen Kameras, versuchen sie herauszufinden, wie man den Dämon wieder los wird – bevor es zu spät ist.

David Zucker, was ist mit Dir los? Haben die Parodie-Terroristen Friedberg und Seltzer dich gezwungen, diesen Film zu drehen? Oder handelt es sich nicht um den David Zucker, der Klassiker wie "Top Secret" oder "Die nackte Kanone" inszenierte?! Filme bei denen man einen wirklichen Lachkrampf bekam und keinen Krampf vom verzweifelten Durchhalten, bis zum Ende des Films. Dieser Teil der SM-Reihe, wobei SM hier durchaus auch mit Sado-Maso übersetzbar wäre, ist absolut schlecht und reiht sich in den Bodensatz der schlechtesten Film-Parodien aller Zeiten ein. Filme wie "Mama", "Paranormal Activity", "Black Swan" oder "Inception" werden teilweise so gnadenlos schlecht und sehr oft auch unter der Gürtellinie parodiert, dass einem selbst der Appetit vergeht. Einzig ein oder zwei tatsächlich gute Gags retten den Film vor dem völligen Totalausfall.

3,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Miramax/Dimension Films/Wayans Bros. Entertainment

Mittwoch, 18. September 2019

Meet The Spartans - Meine Frau, die Spartaner und ich (2008)

https://www.imdb.com/title/tt1073498/

Sparta, irgendwann A.D., der große Pinguin-Bezwinger und Anführer von Sparta Leonidas muss gegen die übermächtige Armee des Perserkönigs Xerxes in den Krieg ziehen. Zwar haben nicht alle 300 tapferen Krieger Spartas Zeit für diese gefährliche Mission, aber dafür stehen 13 muskel-bepackte Sandalenhelden hinter Leonidas. Und der Gegner, der auf sie wartet, hat es in sich, denn in den Reihen der Perser tummelt sich so manch sagenhafter Superheld der Neuzeit: Von Ghost Rider über Rocky bis zu den Transformers. Und während die Männer ihre heißen Lenden riskieren, mischt Queen Margo im spartanischen Männer-Plenum mit. "Meine Frau, die Spartaner und ich" steht in bester Tradition der so genannten Spoof Filme wie "Scary Movie" oder auch "Austin Powers", die nicht nur einzigartig komisch sind, sondern auch alles auf die Schippe nehmen, was derzeit im Kinotrend liegt oder sich selbst zum Abschuss freigegeben hat. So bekommen nicht nur Kinohighlights wie "Borat", "Spider-Man" und "300" ihr Fett weg, sondern auch geschätzte Persönlichkeiten wie Britney, Paris und Lindsay.

"Meine Frau, die Spartaner und ich" ist erneut eine leider eher enttäuschende Parodie. Das erste Drittel mag noch einigermaßen unterhaltsam sein, aber dann wiederholt sich der Film leider in seinen Gags und ab diesem Punkt macht er nicht mehr so wirklich Spaß, obwohl sich immer mal wieder Ansätze für mich wirklich guter Witze bemerkbar machen. Dann nimmt er nämlich teilweise die Schwächen der Original-Filme auf wirklich sehr bissige Art und Weise aufs Korn. Aber unterm Strich werden ordentliche Lacher eher zum Ausnahmefall. Dieses pure Chaos, welches hier an den Tag gelegt wird, die Regisseure toben sich aus, ohne sich darin halten zu lassen und man merkt, dass sie Spaß an ihrem Handwerk haben ist auch der einzige Pluspunkt. Übertriebene Jugendsprache und allzu derbe Unter-der-Gürtellinie-Gags sorgen für Unwohlein und viele Fremdschäm-Momente. Trotzdem ist der Film keine einzige Katastrophe, denn ein paar Gags retten ihn über die Mindestanforderungen. Hätten sich die Macher mit Schwulen- und Pipi-Kacka-Witzen noch etwas mehr zurückgehalten, wäre aus "Meine Frau, die Spartaner und ich" tatsächlich noch was geworden. Auch ohne allzu offensichtliches Nippel-Tape.

3,5/10
 
Quellen: 
Inhaltsangabe: Twentieth Century Fox