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Ihre Angestellten behandelt sie wie Sklaven - kein Wunder, dass Verlagschefin Margaret (Sandra Bullock) den Ruf einer kaltherzigen Hexe hat. Dann machen Margarets Anwälte der Kanadierin klar, dass ihr Visum abgelaufen ist und ihr deswegen die Abschiebung droht. Das Oberbiest erpresst daraufhin ein Hochzeitsversprechen von Assistent Andrew (Ryan Reynolds). Wenige Stunden später befinden sich die beiden auf dem Weg nach Alaska, wo Andrews schrullige Familie die spröde Schönheit mit offenen Armen empfängt und schon eine Überraschungs-Hochzeit plant...
"Selbst ist die Braut" ist klassische RomCom-Kost: vorhersehbar, gelegentlich kitschig, aber dank Sandra Bullock und Ryan Reynolds deutlich charmanter, als das Schema vermuten lässt. Beide besitzen ein ausgesprochen gutes komödiantisches Timing und entwickeln gerade in den bissigen Wortgefechten eine überzeugende Dynamik. Bullock darf Margaret zwischen herrischer Eiseskälte und verletzlicher Unsicherheit spielen, während Reynolds Andrew mit einer angenehmen Mischung aus Selbstironie und trockenem Humor versieht. Auch die Nebendarsteller funktionieren überraschend gut. Mary Steenburgen und Craig T. Nelson geben Andrews Eltern sympathische Bodenständigkeit, während Betty White als Großmutter Annie mit sichtlichem Vergnügen jede Gelegenheit zum Szenendiebstahl nutzt. Gerade die Alaska-Passagen profitieren von diesem Ensemble, weil der Film hier seine streng konstruierte Ausgangssituation etwas lockerer ausspielen kann.
Unterm Strich ist "Selbst ist die Braut" keine besonders originelle RomCom, aber eine ausgesprochen unterhaltsame. Das Drehbuch folgt zuverlässig der bekannten Formel, doch Sandra Bullock und Ryan Reynolds besitzen genügend Charme, Timing und gegenseitige Energie, um daraus mehr zu machen als bloße Genre-Routine. Wer romantische Komödien grundsätzlich mag, bekommt hier solide Unterhaltung mit einigen wirklich gelungenen Lachern, schönen Landschaftsaufnahmen und einem sympathischen Ensemble. Nicht überraschend, aber angenehm charmant - und damit ziemlich genau das, was eine gute Mainstream-RomCom leisten soll.




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