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Die bekannte Schauspielerin Kyoko Harase (Noriko Sakai) nimmt an den Dreharbeiten zu einer Fernsehsendung über paranormale Phänomene teil. Als das Team das berüchtigte Haus der Familie Saeki besucht, ahnt niemand, dass dort noch immer der Fluch von Kayako (Takako Fuji) und ihrem Sohn Toshio (Yūya Ozeki) wirkt. Nach den Dreharbeiten beginnen sich im Umfeld der Beteiligten mysteriöse und tödliche Ereignisse zu häufen. Auch Tomoka Miura (Chiharu Niiyama), Megumi Obayashi (Emi Yamamoto) und Regisseur Keisuke Okuni (Shingo Katsurayama) werden vom Fluch eingeholt. Für Kyoko wird die Situation besonders unheimlich, als sie nach einem schweren Autounfall eine erschütternde Entdeckung macht. Während der Fluch immer stärker auf ihr Leben übergreift, gerät auch die junge Chiharu (Yui Ichikawa) in seinen Bann. Kyoko muss schließlich erkennen, dass die Ereignisse im Saeki-Haus weitreichendere Folgen haben, als sie zunächst ahnen konnte...
Handwerklich bleibt Shimizu bewusst zurückhaltend. Tokushō Kikumura fotografiert den Film nüchtern und ohne übermäßige stilistische Spielereien, während Shiro Satōs Musik und insbesondere das Sounddesign entscheidend für die Spannung sind. Dadurch entstehen einige sehr wirkungsvolle Sequenzen, obwohl der Film seine Schreckmomente teilweise recht deutlich vorbereitet. Inhaltlich erweitert Shimizu den Mythos um Kayako und Toshio, ohne den Fluch wirklich erklären zu wollen. Das passt grundsätzlich zum Konzept: Der Horror entsteht gerade daraus, dass es keine sichere Logik und keinen wirklichen Ausweg gibt. Allerdings wiederholen sich die bekannten Muster zunehmend. Rotten Tomatoes fasst einen zentralen Kritikpunkt entsprechend zusammen: Mit fortschreitender Laufzeit wird der Film repetitiver und die Schockwirkung nimmt ab. "Ju-On: The Grudge 2" ist deshalb kein durchgehend überzeugendes Sequel, aber ein atmosphärisch bemerkenswert konsequenter J-Horror. Die besten Momente sind weiterhin unangenehm effektiv, das Sounddesign sitzt und Takako Fuji bleibt als Kayako eine echte Horror-Ikone. Dem stehen eine zunehmend verwirrende Handlung, teilweise austauschbare Nebenfiguren und eine gewisse Wiederholung der bekannten Schreckmuster gegenüber. Wer den ersten Teil mochte, bekommt hier mehr von Shimizus eigenwilligem, langsam kriechendem Horror - nur eben nicht unbedingt mehr davon, was ihn wirklich neu macht.
7/10

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