Samstag, 3. Oktober 2026

New Life (2023)

https://www.imdb.com/de/title/tt18973958/
https://letterboxd.com/film/new-life-2023-1/

Jessica Murdock (Hayley Erin) ist untergetaucht und auf der Flucht. Das FBI ist gewillt, die junge Frau endlich in Handschellen zu legen und schickt deshalb die mit allen Wassern gewaschene Spezialagentin Elsa Gray (Sonya Walger) in die Spur. Doch Elsa kämpft nicht nur gegen Jessicas Ausdauer, sondern auch gegen den eigenen Körper. Denn der arbeitet mit einer unheilbaren Krankheit gegen sie. Das FBI weiß davon nichts, doch Elsa kann dadurch immer schlechter ihren Job machen. Außerdem kann sie sich schon bald, je näher sie Jessica kommt, nicht mehr sicher sein, wirklich auf der Seite von Recht und Ordnung zu stehen…

John Rosmans "New Life" beginnt als rätselhafter Verfolgungsthriller: Jessica (Hayley Erin) ist auf der Flucht, während FBI-Agentin Elsa Gray (Sonya Walger) ihre Spur aufnimmt. Erst nach und nach wird klar, dass hinter der Jagd eine gefährliche Infektion steckt. Aus dem Thriller entwickelt sich so eine Mischung aus Seuchenhorror, Body Horror und persönlichem Drama. Die beiden Hauptdarstellerinnen Hayley Erin und Sonya Walger verleihen ihren Figuren trotz der teilweise etwas konstruierten Handlung glaubwürdige Emotionen. Besonders gelungen ist, dass der Film die drohende Katastrophe nicht über große Action, sondern über die persönlichen Schicksale seiner Figuren vermittelt. Auch der handgemachte Body Horror sorgt für einige unangenehme und durchaus effektive Momente.

Leider ist "New Life" erzählerisch nicht ganz so stark wie seine Ausgangsidee. Der Film hält seine Informationen lange zurück, wodurch die Spannung nicht immer wächst, sondern stellenweise einfach ins Stocken gerät. Die Hintergründe der Epidemie und des FBI-Einsatzes bleiben zudem teilweise zu vage. Was zunächst wie bewusstes Mystery wirkt, erscheint später gelegentlich eher wie eine dünne Drehbucherklärung. Atmosphäre und Inszenierung profitieren dagegen vom kleinen Budget: ländliche Schauplätze, zurückhaltende Kameraarbeit und eine insgesamt nüchterne Optik passen gut zum minimalistischen Ansatz. Gerade dadurch wirkt die drohende Katastrophe stellenweise angenehm realistisch. Ein sicher interessantes Genredebüt mit guten Darstellerinnen, einigen starken Body-Horror-Momenten und einer gelungenen Mischung aus Thriller und Seuchenfilm. Allerdings bremsen das gemächliche Tempo, einige konstruiert wirkende Handlungselemente und die etwas unbefriedigende Auflösung den Film deutlich aus. 

5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Great Lakes Vacuum Supplies Unlimited/American Storyworks

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