Nordengland, 1980. Der sogenannte Yorkshire-Ripper versetzt die Region
in Angst und Schrecken. Da die Polizei bei ihren Ermittlungen nicht
vorankommt, wird der unbestechliche Kriminalbeamte Peter Hunter (Paddy
Considine) mit dem Fall betraut - für die lokalen Behörden ein Affront.
Hunter stößt auf eine Mauer des Schweigens und schließlich in ein
Wespennest aus Polizeikorruption und Gewalt. Mit seinen unbequemen
Fragen bringt er mächtige Männer in Bedrängnis. Und die schrecken vor
nichts zurück, um den unliebsamen Eindringling mundtot zu machen...
"Yorkshire Killer 1980" stellt den zweiten Teil der "Red Riding"-Trilogy
dar, in welcher zwischen Polizeikorruption und organisiertem Verbrechen
ein Serienkiller gejagt wird. Schon "Yorkshire Killer 1974" war eine kleine Perle der Verfilmung eines Kriminalromans, der zweite Teil steht dem in nichts nach. Immer offensichtlicher wird, dass hier eigentlich nicht die Morde im Vordergrund stehen, sondern die Korruption innerhalb der Behörden. In "Yorkshire Killer 1980" kommt nun der Sonderermittler Peter Hunter nach Yorkshire um Schwung in die
Ermittlungen nach dem Yorkshire Killer zu bringen. Während der Mörder bereits auf 13 Opfer kommt, will Hunter trotz aller
bisheriger Ermittlungen bei Null beginnen. Zwei Handlungsstränge laufen wie schon bei "Yorkshire Killer 1974" parallel: die Aufklärung der
Mordserie vom Ripper und die polizeiinterne Ermittlung. Beides hängt eng
zusammen. Weil die Öffentlichkeit
sich für eine schnelle Aufklärung einsetzt, steht die korrupte
Yorkshirer Polizei vor einer Herausforderung, denn Peter Hunter, der noch einen ganz privaten Plot zwischen Ehefrau und Geliebter spendiert bekommt, wühlt
schnell viel Schmutz auf. Das wird
ruhig erzählt, nicht völlig emotionslos aber britisch unterkühlt, meist
mit Braun- und Gelbfilter und etwas schmuddeligen Farben ins Bild
gesetzt und weicht völlig vom üblichen Cop-Thriller ab. Man wird durch
nichts abgelenkt und kann sich auf die solide Polizeiarbeit
konzentrieren. Nur die Bilder von den Mordopfern sind wie üblich
grauenhaft.
In gekonnt düsterer Atmosphäre wird die
Situation für die Polizei immer dramatischer, obwohl der Spannungsgehalt
nach dem etwas besseren ersten Teil leicht nachlässt. Trotz alle dem
ist "Yorkshire Killer 1980" ein spannender zweiter Teil der "Red
Riding"-Trilogie, den man durchaus als 'gelungen' bezeichnen kann, denn die Handlung setzt gegen Ende drei sich überschlagende
Kontrapunkte; es muss also weitergehen.
7,5/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Studiocanal
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