In Indochina wird 1959 eine verwahrloste Stadt von vietnamesischen Warlords und Kriegsverbrechern aus Europa kontrolliert. An diesem unwirtlichen Ort leiten fünf dieser hundsgemeinen Männer das Arbeitslager Den-Dhin-Chan. Der ehemalige Preiskämpfer Martin Tillman (Scott Adkins) befindet sich dort seit geraumer Zeit schon in Gefangenschaft. Mit seinen außerordentlichen Fähigkeiten hat er sich bei Turnieren im Lager einen guten Ruf erkämpft und die wohlhabendsten Insassen setzen enorme Beträge auf ihn, in der Hoffnung, Geld mit ihm zu verdienen. Tillman hat aber kein Interesse, weiterhin in Gefangenschaft die Fäuste fliegen zu lassen und sehnt sich nur noch nach seiner Entlassung. Als diese jedoch kurz bevor steht, wollen die bestechlichen Gefängnisbosse verhindern, dass Tillman abzieht und so wird ihm alles genommen, das ihm je etwas bedeutet hat. Dem Kämpfer bleibt daher nichts anderes mehr übrig, als sich endgültig seinen Peinigern zu stellen…

Die Settings sind, gelinde gesagt, ärmlich, sei es die Bar, die nicht mehr als eine winzige Holzhütte ist oder die Villa, bei der es sich einfach nur um eine Ruine handelt. Hier wird nicht B-, sondern maximal C-Movie-Niveau erreicht. Auch die Choreografie der Action-Szenen - wenn sie denn endlich kommen - ist unbefriedigend, egal ob es die Faustkämpfe oder die Schießereien sind. Aber nicht alles an "Savage Dog" ist schlecht: Die Gewalt ist extrem ausgespielt, das Blut spritzt in Fontänen, die ausnahmsweise mal nicht aus dem Computer kommen und die ein oder andere Sequenz im letzten Drittel des Films funktioniert dann doch und es kommt kurzzeitig leichtes Retro-Feeling auf. Immerhin wird der beeindruckende Marko Zaror als Antagonist in diesem Rache-Actioner aufgeboten und durch die eher ungewöhnliche Location sticht der Film leicht aus der Masse an ähnlich gelagerten B-Produktionen heraus. Noch okay.
5,5/10
Von X-CESS ENTERTAINMENT erschien der Film im Unrated Director's Cut und in HD im limitierten Mediabook.
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