Sonic, der blitzschnelle blaue Igel aus einer anderen Dimension, flieht vor außeridischen Verfolgern, die seine Spezialfähigkeiten für ihre Zwecke missbrauchen wollen, auf die Erde. Das Dumme ist nur, dass es ihm auf unserem Planeten nicht anders ergeht. Auch die US-Regierung interessiert sich bald für den schnellen Igel, der bei seiner Ankunft erst einmal für einen Stromausfall sorgt. Washington beauftragt den wahnsinnigen Dr. Robotnik (Jim Carrey) damit, Sonic zu jagen, ohne zu ahnen, dass der verrückte Professor die Kräfte des Igels selbst zur Weltherrschaft nutzen will. Der Kleinstadt-Cop Tom (James Marsden) und dessen Frau Maddie (Tika Sumpter) stehen Sonic zur Seite...

Nun ist der Film erschienen und es ist fast schon eine Sensation das über eine Videospielverfilmung zu sagen: "Sonic The Hedgehog" ist überraschend gut geworden. Es ist halt was es ist - oft albern, etwas überdreht und (gerade) für Kinder solide Grundkost. Dabei stellt sich vermutlich nur dem erwachsenen Zuschauer, also dem, der mit Sonic unter Umständen groß geworden ist, die Frage: brauchen wir wirklich Furz-Witze in einem Sonic Film? Müssen sich Gags wirklich derart oft wiederholen? Darüber kann man irgendwann nur noch müde schmunzeln. Und wieso kopiert "Sonic The Hedgehog" fast 1:1 eine Szene aus "X-Men: Days Of Future Past"? Und auch wenn die "Sonic The Hedgehog"-Verfilmung nicht die erwartete Vollkatastrophe geworden ist, kann man durchaus behaupten, dass die Gags schon ziemlich flach reinkommen. Als Kinderfilm betrachtet geht das Ganze zwar völlig in Ordnung, denn die Kids werden viel Spaß mit dem blauen Igel haben, man darf jedoch keinen großartigen Glückstreffer wie "Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu" erwarten. Die Story ist schrecklich vorhersehbar, das CGI ist so lala und Überraschungen gibt es in der recht gradlinigen Geschichte kaum. Dafür gibt es einen coolen Cliffhanger am Ende und der Abspann ist sehr kreativ.
Mit dem Redesign ist Sonic an sich schon ganz gut gelungen. Er ist niedlich, es gibt einige "Ooooch"-Szenen und insgesamt ist der kleine, blaue Igel von Anfang an sympathisch. Zwar nerven immer wieder seine zu "modernen" Gags, aber in vielen anderen Momenten bringt er das mit, was man an Sonic liebt. Die deutsche Synchronisation ist allerdings der Supergau. Es bleibt ein Rätsel, wie man einen YouTuber/selbsternannten Influencer und andere nicht-professionelle Sprecher für eine Hauptrolle verpflichten kann. Was ist das für ein Schlag in die Magengrube von all de n professionell ausgebildeten Synchronsprechern?

7/10
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Quellen:
Inhaltsangabe: Paramount Pictures
Poster/Artwork: Paramount Pictures
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