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Donnerstag, 22. Januar 2026

Black Phone 2 (2025)

https://www.imdb.com/title/tt29644189/

Eigentlich sollte der "Greifer" (Ethan Hawke) tot sein. Doch dann klingelt das Telefon bei Finn (Mason Thames) und sein Peiniger, den der heute 17-Jährige vermeintlich vier Jahre zuvor umbrachte, spricht plötzlich wieder zu ihm – und er lässt keine Zweifel daran, dass er es auf Rache abgesehen hat. Nun hat es der Greifer auf Finns jüngere Schwester Gwen (Madeleine McGraw) abgesehen. Finn, selbst noch mit den Nachwehen seiner eigenen Erfahrungen beschäftigt, muss mit ansehen, wie auch die 15-jährige Gwen in den Bann des Greifers gerät. So wird sie von Träumen heimgesucht, in denen nicht nur das schwarze Telefon klingelt, sondern in denen ihr auch Szenen von drei unbekannten Jungen, die in einem Wintersportort von irgendetwas verfolgt werden, vorgesetzt werden. Das wollen Gwen und Finn jedoch nicht achselzuckend hinnehmen. Sie beschließen also, an diesen Ort zu fahren, um dem Schrecken für alle ein Ende zu setzen. Doch auf das, was sie vor Ort erwartet, hätte sie niemand vorbereiten können...

"The Black Phone 2" ist genau die Art Fortsetzung, vor der man sich fürchtet - und die einen dann doch auf unangenehme Weise erwischt. Der Film verliert zwar etwas von der klaustrophobischen Eleganz des Vorgängers, gewinnt aber eine neue, frostige Albtraumqualität, die ihn mehr zur eigenständigen Horrorvision als zur bloßen Wiederholung macht. "Black Phone" war ein Film aus Beton und Dunkelheit: ein Kellerraum, eine schäbige Matratze, ein altes Telefon - und fertig war das Gefängnis.  Die Fortsetzung sprengt diese Enge und verlegt die Geschichte in ein abgelegenes Winter-Camp, ein Ort, der aussieht, als hätte "Freitag der 13." Urlaub in einem katholischen Ferienlager gemacht.  Der Schnee, das Eis, die zugefrorenen Seen: Das Setting macht den Film weniger zu einem Escape Room und mehr zu einem offenen, aber dennoch ausweglosen Albtraum, in dem jede freie Fläche zur Angriffsfläche wird.

Dieser Ortswechsel ist der interessanteste kreative Schritt des Films. Wo der erste Teil seine Spannung aus Beklemmung zog, arbeitet der zweite mit Weite und Entblößung: Kinderfiguren, die auf einem weißen, scheinbar grenzenlosen Feld stehen, sind verletzlicher als jede Kellerratte. Die Kamera nutzt dieses Umfeld konsequent, etwa wenn eine einsame Telefonzelle im Schneesturm steht und sich der Hintergrund, erst leer, dann nach und nach voller verlorener Seelen, in einem einzigen Kameraschwenk in eine Art Beerdigungsprozession verwandelt. Der Film setzt Finney und Gwen einige Jahre nach den Ereignissen des ersten Films wieder in Szene: ältere Teenager, scheinbar weitergezogen, aber emotional immer noch an jenem Keller angebunden. Sie arbeiten in genau dem Camp, in dem ihre Mutter einst tätig war - und unter mysteriösen Umständen starb -, was dem Film eine fast schon unverschämte Plot-Konstruktion verleiht, die aber gut genug funktioniert, um die Figuren dorthin zu bringen, wo der Film sie haben will. Das titelgebende schwarze Telefon ist nun weniger ein verfluchter Gegenstand als ein metaphysischer Knotenpunkt: eine Schnittstelle zwischen Traum, Schuld, Jenseits - und natürlich dem Grabber. Die Fortsetzung vertieft die religiösen Untertöne des ersten Films: Gwen spricht offen mit Jesus, Visionen werden zu etwas zwischen Offenbarung und posttraumatischem Flashback, und das Drehbuch flirtet mit einer Art katholischer Dunkel-Märchenlogik, in der Gut und Böse keine abstrakten Konzepte, sondern buchstäbliche Kräfte sind, die um jede einzelne Kinderseele ringen. Die Kehrseite dieser Ambition: Der Film erklärt sich eindeutig zu oft. Ein längerer Mittelteil wirkt, als hätte jemand die Extras "Hintergründe und Mythologie erklärt" versehentlich in den fertigen Kinocut geschnitten. Wenn "Black Phone 2" aufhört zu dozieren und seine eigene Traumlogik einfach laufen lässt - Visionen, Telefonate aus dem Nirgendwo, Zeitsprünge, die eher gefühlt als verstanden werden -, ist er deutlich stärker. 

Mason Thames und Madeleine McGraw tragen auch im zweiten Teil die Geschichte. Thames spielt Finney als Jugendlichen, der äußerlich stabil, innerlich aber immer noch ein Junge ist, der nie wirklich aus dem Keller entlassen wurde; seine zurückhaltende Art verhindert, dass die Figur in typischen Horror-Teenager-Trotz verfällt. McGraw dagegen bleibt die heimliche Hauptfigur: Ihre Mischung aus Sturheit, Verwundbarkeit und unerschütterlichem Glauben verleiht dem Film mehr Gravitas, als die wacklige Mythologie eigentlich verdient. Und dann ist da Ethan Hawke als Grabber, nun endgültig auf dem Weg vom Serienkiller zur modernen Horror-Ikone. Die Fortsetzung reduziert seine physische Präsenz, macht jede Szene mit ihm aber zu einem Event: Er ist weniger der Mann im Keller als eine Art Spukgestalt, ein Freddy-Krueger-Schatten, der die Träume und Visionen der Figuren kontaminiert.  Manche Zuschauer werden bemängeln, dass der Grabber damit etwas von seiner rohen, greifbaren Bedrohlichkeit verliert und in Richtung überlebensgroßer Genrefigur driftet, doch aus Sicht des Horrormythos ist das fast zwangsläufig: Schurken, die zurückkehren, gehören früher oder später eher zur Folklore als zur Realität. Der Horror des ersten Films war leise, schleichend und von einer unangenehmen Alltagstreue: Man glaubte, dass dieser Mann in dieser Nachbarschaft existieren könnte, und dass Kinder eben spurlos verschwinden. "The Black Phone 2" verschiebt diese Angst in eine andere Tonlage - weg vom "Das könnte passieren" hin zum "Das fühlt sich wie ein Albtraum an, aus dem man  einfach nicht aufwacht".  Die Visionen, zerschnittenen Gesichter hinter Fensterscheiben und die eiskalte Camp-Topografie erzeugen eine Bilderflut, die weniger im Magen als im Unterbewusstsein arbeitet. Es gibt zudem auch Momente, in denen der Film sehr grafisch wird, fast trotzig gegenüber der glattgebügelten Studio-Horrorware, die üblicherweise durch Testscreenings weichgespült wird.  Trotzdem schwankt der Horrorfaktor: Manche Szenen sind meisterhaft aufgebaut, andere wirken wie Variationen auf Bilder, die man schon im ersten Teil besser gesehen hat - oder in den "A Nightmare On Elm Street"-Filmen, denen der Film offen huldigt. Wenn "Black Phone 2" sich traut, langsam zu sein, Spannung zu dehnen und Gewalt punktuell, nicht inflationär einzusetzen, ist er fast so unbehaglich wie das Original; wenn er versucht, jede Idee auszukosten, wird aus Terror gelegentlich Routine. 

Im Vergleich zum Vorgänger wirkt "The Black Phone 2" wie ein Horrorfilm, der genau weiß, dass er ein Sequel ist - und das weder verstecken noch komplett ausnutzen kann. Wo der erste Film fast hermetisch geschlossen war, ein kleines, dreckiges Meisterstück über Missbrauch, Überleben und kindliche Resilienz, öffnet die Fortsetzung die Türen und lässt Themen, Bilder und Theologie wild hereinströmen.  Das Ergebnis ist weniger elegant, aber auch mutiger: Man spürt das Risiko, den Grabber zu entzaubern, die zentrale Metapher zu überfrachten und das Publikum zu verlieren - und gerade dieses Risiko gibt dem Film eine gewisse nervöse Energie. "Black Phone 2" ist damit ganz sicher kein notwendiger Film, aber ein interessanter. Er zerstört nicht, was den ersten "Black Phone" stark gemacht hat, aber er beweist auch nicht, dass diese Geschichte unbedingt weitererzählt werden musste. Als Horror-Erlebnis funktioniert "The Black Phone 2" wunderbar - stimmungsvoll, verstörend, manchmal überladen -, als Fortsetzung ist er wie ein eiskaltes Echo: Das Telefon klingelt wieder, und die Stimme am anderen Ende ist vertraut, aber sie spricht eine neue Sprache.

6,5/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Universal

Freitag, 8. Juli 2022

Mr. Bean (1995)

https://www.imdb.com/title/tt0096657/

Mr. Bean (Rowan Atkinson) ist ein weltfremder und kindischer Tollpatsch, der wegen seiner egoistisch-anarchistischen Züge von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt und sich in der modernen Welt nur schwer zurechtfindet. Er ist in der Regel mit Hemd samt Krawatte, Hose und Sakko mit Ellbogenbesätzen bekleidet. Er lebt alleine in einer Dachgeschoss-Altbauwohnung in Flat 2, 12 Arbour Road, Highbury, London, England. Ständiger Begleiter ist ein Teddybär namens Teddy, den er wie einen Menschen behandelt. Sein Auto ist ein grüngelber Mini mit schwarzer Motorhaube. Irma Gobb (Matilda Ziegler), ist ein Mauerblümchen und die Freundin von Mr. Bean, die er durch sein Verhalten des Öfteren vergrault. Der Humor der Serie basiert fast ausschließlich auf Mimik, Gestik und Slapstick-Einlagen der Hauptfigur, die so gut wie nie spricht. Er steht damit in der Tradition der klassischen Stummfilm-Komödien von Buster Keaton, Charlie Chaplin, Laurel und Hardy sowie Jacques Tati, dessen Filmfigur Monsieur Hulot Atkinson in diesem Zusammenhang als Inspiration nennt. Wie in diesem Genre üblich, steht im Mittelpunkt der Handlung meist eine Alltagssituation, die sich durch Mr. Beans Ungeschick und sein Verhalten in eine Katastrophe verwandelt. Die Handlung ist selbsterklärend, so dass es, ähnlich wie bei Dinner for One, keiner Übersetzung durch Untertitel oder Synchronisation bedarf. 

https://www.imdb.com/title/tt0651846/
1. Mr. Bean (Mr. Bean)
Mr. Bean geht zu einer Abschlussprüfung. Vor deren Beginn unterhält er sich kurz mit seinem Banknachbarn, der ihm verrät, hauptsächlich Algebra geübt zu haben. Bean dagegen hat sich besonders auf Trigonometrie vorbereitet. Danach holt er eine große Sammlung an Stiften aus seiner Anzugjacke sowie einige Glücksbringer und einen Wecker aus seiner Tasche. Die Prüfung beginnt und Bean stellt erschrocken fest, dass die Prüfungsaufgaben Algebra statt Trigonometrie abfragen. So versucht er vergeblich, bei seinem Nachbarn abzuschreiben. Nach mehreren missglückten Versuchen resigniert er verzweifelt. Doch kurz vor Prüfungsende stellt sich heraus, dass für sein vorbereitetes Thema alternative Prüfungsfragen gestellt sind und er das Blatt dazu im Umschlag übersehen hatte. Im nächsten Akt will Bean am Strand baden. Nach einer kurzen "Aufwärmübung" will er seine Badehose anziehen. Doch dann bemerkt er eine zweite Person, die neben ihm auf einem Strandstuhl sitzt und die Meeresluft genießt. So sieht er sich gezwungen, seine Badehose über die Anzughose anzuziehen und letztere auf besondere Weise auszuziehen. Dies versucht er jedoch immer wieder vor seinem Strandnachbarn zu verbergen, der immer wieder zu ihm hinübersieht. Als Bean sich endlich seiner Anzughose entledigt hat, verlässt der andere Mann den Strand, wobei sich herausstellt, dass dieser blind ist. Zum Schluss geht er in die Kirche, wo er (zu spät kommend) nach einem Niesanfall kein Taschentuch findet und sich stattdessen mit dem Stoff seiner Anzugjackentasche die Nase putzt. Danach kämpft er erfolglos gegen die Müdigkeit. Er schläft ein, sinkt dabei bis zum Boden hinab und stützt sich schließlich auf Kopf und Knien auf. Er erregt dabei auch zunehmend die Missgunst seines Sitznachbarn. Der Versuch, ein Bonbon zu naschen, schlägt fehl. Da ihn sein Nachbar nicht mit in das Gesangbuch schauen lässt, singt er nur den Refrain (Hallelujah) sehr laut mit. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt0651853/
2. Mr. Beans Ausflug in die feine Welt (The Return Of Mr. Bean)
Mr. Bean will einem Saxophonspieler Kleingeld geben, hat aber selbst keines. Er stellt sich daher neben ihn und tanzt auf seine Art zur Musik. Es gelingt ihm, Kleingeld zu erlangen, das er dem Spieler in die Kiste legen kann. Danach geht er mit seiner Kreditkarte einkaufen. Er durchquert zuerst die Parfumabteilung, wobei die vielen verschiedenen Gerüche ihm fast Atemnot bescheren. Auf dem Boden kriechend verlässt er die Abteilung und kann sich schließlich seinem Einkauf widmen. Dabei testet er alles, was im Einkaufskorb landet, zuvor sehr genau: eine Zahnbürste (er nimmt dann aber lieber ein verpacktes Modell); Kartoffelschäler testet er mit einer mitgebrachten Kartoffel. Die Pfanne wählt er nach der Größe des mitgebrachten Fischs aus. In der Telefonabteilung ist er der Meinung, dass die Telefone nicht funktionieren, da sie kein Freizeichen haben und nimmt daher einfach das angeschlossene Firmentelefon mit. An der Kasse will er mit der Kreditkarte bezahlen. Doch ein anderer Kunde steckt versehentlich Beans Karte ein, da beide die gleiche besitzen. Bean will die Karten unbemerkt wieder zurücktauschen, bleibt aber beim Zurückstecken des Portemonnaies mit der Hand in der Hosentasche des anderen Kunden stecken und muss ihm bis auf die Toilette folgen. Anschließend besucht er ein vornehmes Restaurant und feiert allein seinen Geburtstag, entscheidet sich aus chronischem Geldmangel jedoch für das preiswerteste Gericht: ein Steak Tatar. Da er sich vor dieser ihm offenbar unbekannten Speise ekelt, versucht er den Inhalt seines Tellers unauffällig loszuwerden. Am Ende kommt es zu einem Missgeschick des Kellners, der stolpert; Bean holt nun das an vielen Stellen verteilte Steak Tatar wieder hervor und gibt dem Kellner die Schuld. Im falschen Glauben, er bekäme nun ein anderes Gericht, wird ihm schließlich ein neues Steak Tatar serviert. Am Abend ist Mr. Bean bei einer Filmpremiere, bei der Königin Elisabeth II. als Gast erwartet wird. Er reiht sich neben den Schauspielern ein und bemerkt nach und nach, dass sein Aussehen nicht ganz dem der Schauspieler entspricht. So versucht er unter entsetzten Blicken seiner Nachbarn, seinem Aussehen den letzten Schliff zu geben und übt auch eine Begrüßung für die Königin. Diese bekommt von Bean schließlich eine Kopfnuss und im Getümmel, der Königin wieder aufzuhelfen, verlässt Bean unauffällig den Saal. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt0651851/
3. Freizeitspaß mit Hindernissen (The Curse Of Mr. Bean)
Mr. Bean geht ins Schwimmbad. Dort will er zunächst auf der Kinderrutsche rutschen, wird aber vom Bademeister zurückgewiesen. Dann sieht er den Sprungturm als besondere Herausforderung. Oben angekommen packt ihn allerdings die Höhenangst. Vor zwei Jungen, die zu ihm stoßen, will er den Angeber spielen und auf besondere Weise im Wasser landen, indem er sich vom Sprungbrett hangelt. Einer der Jungen stampft ihm jedoch auf die Finger, Bean fällt ins Wasser und verliert seine Badehose, die von einem kleinen Mädchen herausgefischt wird. Als alle auf Kommando des Bademeisters den Pool verlassen müssen, da das Schwimmbad schließt, taucht er, damit ihn niemand nackt sehen kann. Er trifft jedoch auf eine Gruppe von Frauen, die von seiner Blöße sehr "beeindruckt" sind. Anschließend versucht er die Einfahrtschranke des Parkhauses auszutricksen, weil ihm der Betrag zu hoch ist, den er an der Ausfahrt zahlen soll. So schiebt er eine Tonne in den Sensor des Ticketautomaten, der die Schranke öffnet. Bean fährt mit seinem Mini zwischen Schranke und Tonne und glaubt, gewonnen zu haben. Doch als die Tonne aus dem Weg ist, fährt ein anderes Auto vor, das ins Parkhaus will. So muss Bean rückwärts zurückfahren und schafft es schließlich, das nächste ankommende Auto mit Vollgas zurückzudrängen und das Parkhaus zu verlassen. Bei der Mittagspause im Park versucht er, unter den Augen eines Sitznachbarn ein besonders aufwändiges Sandwich aus nur ganz frischen Zutaten zuzubereiten. So "mahlt" er zum Beispiel Pfefferkörner mit Hilfe eines Tuches und seines Schuhs oder wäscht ein Salatblatt und trocknet es, indem er es in seiner Socke "schleudert". Nachdem das Sandwich fertig ist, will er sich noch einen Tee in einer Wärmflasche zubereiten. Währenddessen schüttelt er das Tuch, auf dem die Pfefferkörner gemahlen wurden, aus und erleidet dadurch einen Niesanfall. Folglich verspritzt er den Tee aus der Wärmflasche über seiner Hose. Um ihm weitere Peinlichkeiten zu ersparen, gibt Beans Sitznachbar ihm schließlich sein noch übriges Sandwich. Zum Schluss geht er mit seiner Freundin ins Kino, um sich den Horrorfilm "A Nightmare On Elm Street 5: Das Trauma" anzusehen. Dabei bekommt er allerdings mehr Angst, als er vorher zugegeben hätte. Um davon abzulenken bzw. dem vorzubeugen, stülpt er sich seine Popcorntüte über den Kopf und erschreckt seine Freundin und andere Kinobesucher. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt0651847/
4. Mr. Bean geht in die Stadt (Mr. Bean Goes To Town)
Mr. Bean hat sich einen Fernseher gekauft, bekommt jedoch Schwierigkeiten mit dem Antennen-Empfang. Er löst das Problem auf die Weise, indem er den Sessel nach und nach mit seinem Anzug samt Unterwäsche verkleidet und nackt in die Schachtel des TV-Gerätes schlüpft, was vorerst gelingt, um ein Bild zu erlangen. Dann aber schaltet sich der Strom ab, weil die Zeit für das Geld, das er zuvor in den Stromzähler eingeworfen hatte, abgelaufen ist. Im Park stiehlt ein Mann seine Kamera, statt ihn zu fotografieren. Bei der Polizei identifiziert Mr. Bean den Dieb, nachdem er ihn durch einen über den Kopf gestülpten Mülleimer mit einem Stift sticht und so wie bei der Verfolgung im Park seinen Schrei hört. Nachdem er Probleme mit seinem Schuh und seiner Frisur gelöst hat, geht er am Abend mit seiner Freundin in einen Club, wo er unfreiwillig zum (eher schlechten) Assistenten eines Zauberers wird. Zum Schluss zeigt er in der Disco seine Fähigkeiten als Tänzer, verliert dabei allerdings seine Freundin an jemand anderen und schaltet schließlich die gesamte Stromversorgung ab. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0651854/
5. Ärger ohne Ende (The Trouble With Mr. Bean)
Mr. Bean verschläft und stellt fest, dass er einen Termin beim Zahnarzt hat. Auch hat er Probleme beim Rasieren. Sehr in Eile, zieht er sich während der Fahrt im Auto an und putzt sich die Zähne. Im Wartezimmer sucht er eine bestimmte Zeitung, die ein Junge liest. Diese macht Bean dem Jungen auf seine Art abspenstig, als er sie endlich lesen kann, nimmt ihn jedoch der Zahnarzt gleich dran. Da der Zahnarzt dank Beans Tollpatschigkeit die Betäubung selbst abbekommt, behandelt Mr. Bean seine Zähne selbst, wobei er einen Zahn am Oberkiefer bohrt und plombiert, stellt aber fest, dass es der falsche Zahn war. Da sich die Röntgenaufnahme seines Gebisses in alle Richtungen drehen lässt, behandelt er am Ende sein gesamtes Gebiss, welches dann auch noch zusammenklebt. Als der Zahnarzt wieder erwacht, verabschiedet sich Mr. Bean. Anschließend geht er zum Picknick in den Park, wo er die Fernsteuerung für ein Modellboot erfolgreich zur Freude des Besitzers repariert, jedoch nichts von den Nebeneffekten auf andere technische Geräte bemerkt. Die Fernsteuerung steuert nämlich schließlich auch einen elektrischen Rollstuhl. Ein Dieb will sein Auto stehlen, scheitert aber daran, dass Mr. Bean das Lenkrad mit zum Picknick genommen hat. Zuletzt wird er von einer Wespe belästigt. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt0651848/
6. Mr. Bean reist wieder (Mr. Bean Rides Again)
Weil Mr. Beans Auto nicht anspringt, nimmt er den Bus. An der Haltestelle bricht ein Mann mit einem Kreislaufkollaps zusammen. Bean kann ihn mit unkonventioneller Erster Hilfe wiederbeleben, was vorerst mit Hilfe eines Starthilfekabels gelingt. Durch ein Missgeschick fällt der Mann erneut in Ohnmacht. Inzwischen wurde der Rettungsdienst verständigt. Bean nimmt sich das Starthilfekabel und die Batterie des Rettungswagens zu Nutze, um seinen Wagen wieder starten zu können, daraufhin bekommt der Fahrer des Rettungswagens diesen nicht mehr gestartet, weil die Batterie leer ist. Anschließend will Bean einen Brief aufgeben, verschluckt aber versehentlich die Briefmarke und besorgt sich eine Ersatzmarke von einem anderen Brief. Danach steckt er im Briefkasten fest, wird aber später herausgelassen. Dann zeigt er, wie viel Gepäck in einen kleinen Koffer passt, indem er die Utensilien minimiert und abschneidet, findet dann aber noch einen größeren Koffer. Im Zug wird er von einem laut lachenden Reisenden belästigt, woraufhin er sich Oropax bastelt, was zur Folge hat, dass Bean den Kontrolleur nicht wahrnimmt und er daraufhin durch einen Schreck sein Buch und seine Fahrkarte versehentlich aus dem Fenster wirft. Im Flugzeug kommt es zu Turbulenzen mit einem jungen Passagier, dem übel ist. Bean hat den Auftrag, den Knaben aufzuheitern, der Junge reagiert aber auf nichts. Der Knabe erbricht anschließend und Bean zerplatzt anschließend einen Papiersack, unwissend, dass das der Sack mit dem Erbrochenen des Jungen ist. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0365495/
7. Fröhliche Weihnachten (Merry Christmas, Mr. Bean)
Es ist Weihnachten und Mr. Bean geht einkaufen. Im Kaufhaus Harrods testet er eine elektrische Lichterkette, lässt aber dabei die Fassadenbeleuchtung ausfallen. Nachdem er einen Weihnachtsmann belästigt hat, welcher nicht sein letztes Opfer an diesem Tag bleibt, führt er ein Krippenspiel auf. Wieder draußen angekommen, trifft er seine Freundin, die sich einen wertvollen Ring wünscht, den sie im Schaufenster eines Schmuckgeschäftes entdeckt hat, in das Mr. Bean dann tatsächlich geht. Anschließend sammelt Bean Spenden, davon ist auch einiges die Diebesbeute einen Jungen, und dirigiert die Heilsarmee-Band. Hierbei erfährt das im angelsächsischen Raum weit verbreitete Weihnachtslied God Rest You Merry, Gentlemen eine ganz neue, eigenwillige Interpretation. Als er noch einen Baum kaufen will, sind alle Christbäume ausverkauft und er schleppt den großen Baum vom Marktplatz mit seinem Wagen nach Hause und schneidet sich die Spitze als kleines Bäumchen davon ab. Heiligabend feiert er alleine Zuhause. Er bereitet auch Weihnachtssocken vor, sogar eine für die Maus. Am nächsten Tag bereitet er einen Truthahn für das Dinner mit seiner Freundin vor. Beim Füllen des Truthahns geht seine Uhr verloren. Bei der Suche nach der Uhr bleibt er im Truthahn stecken und trägt diesen dann auf dem Kopf. Im selben Moment kommt seine Freundin, die zuerst seinen Kopf nicht sieht, fällt aber dann in Ohnmacht. Es gelingt schließlich, mit Hilfe eines Gewichtes, den Truthahn von seinem Kopf zu bringen. Anschließend kommt es zur Bescherung. Die Maus bekommt ein Stück Käse für die Mausefalle. Teddy bekommt seine Augen als Weihnachtsgeschenk. Mr. Bean bekommt von seiner Freundin ein Bastelmodell für ein Schiff, seine Freundin freut sich auf den Ring, Mr. Bean hat stattdessen aber zur Enttäuschung seiner Freundin das Bild eines Paares gekauft, was im Schaufenster direkt hinter dem Ring stand. Als er noch eine Schmuckschachtel überreicht, bekommt sie nochmal Hoffnung, allerdings findet sie darin nur eine Ringschraube zur Befestigung des Bildes. Enttäuscht verlässt sie ihn radikal.- 9,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0651849/
8. Gast auf Zimmer 426 (Mr. Bean In Room 426)
Mr. Bean macht Urlaub im Hotel. Als der Gepäckträger ihm den Koffer abnehmen will, hält ihn Bean für einen Dieb. Nachdem er sein Zimmer inspiziert und sein Gepäck ausgepackt hat, hängt er alle seine Bilder auf, wobei er Löcher in die Wand bohrt. Dann stellt er entsetzt fest, dass er ein Zimmer ohne Bad gebucht hat. Daraufhin bohrt er ein lebensgroßes Loch in die Wand, durch das er das Badezimmer des Nachbarn erreicht, schließt sich ein und badet sich dort, was zur Folge hat, dass der Nachbar die Tür seines Badezimmers nicht mehr öffnen kann. Auf der schmalen Treppe gerät er immer dann hinter langsame ältere Personen, wenn er es besonders eilig hat. Als er schließlich abends das Buffet erreicht hat, schlägt er sich den Bauch voll und imitiert dabei spiegelgleich jeden Handgriff seines Tischnachbarn, der zugleich sein Zimmernachbar ist. Bean verschlingt Austern mit vollem Genuss, sein Tischnachbar stellt jedoch fest, dass die Austern verdorben sind, was wiederum eine gewisse Übelkeit zur Folge hat. In der Nacht schließt er sich unvorbereitet und dabei unbekleidet aus seinem Zimmer aus. Er bedeckt seinen Intimbereich mit Feuerlöscher und Warnschildern und kriecht unter dem Läufer am Gang Richtung Lift. An der Rezeption, an der er zunächst den Zweitschlüssel zu entwenden versucht, versteckt er sich schließlich im Koffer eines Travestiekünstlers und zieht dann dessen Kleidung an. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt0651841/
9. Der Heimwerker (Do-It-Yourself Mr. Bean)
Mr. Bean hat zwei Freunde zur Silvesterparty eingeladen, wofür er in der Wohnung genaue Vorbereitungen trifft u. a. Partyhüte aus Papier (sogar für den Teddy). Dabei nimmt er ständig den goldenen Türknauf von der Wohnungstür ab und legt ihn in die Obstschale. Als die Freunde ankommen, muss er feststellen, dass er keine Nahrungsmittel zu Hause hat. Er improvisiert ein Festmahl, hackt Äste ab und taucht sie in Marmite. Auch bereitet er Essig mit Zucker zu. Die Freunde erkennen sofort die Improvisation der Lebensmittel, woraufhin die Freunde die Uhr auf Mitternacht verstellen und ihm verfrüht die Neujahrswünsche aussprechen, um nicht länger bleiben zu müssen. Die Freunde verabschieden sich und Mr. Bean geht vorzeitig ins Bett. Vor dem Schlafen hört er aber erst die richtigen Neujahrsrufe der Nachbarwohnung und muss mit seinem Wecker feststellen, dass er die Jahreswende versäumt hat. Am Neujahrstag ist er der erste, der das Kaufhaus betritt und kauft einen neuen Sessel im Sonderangebot, der sich als zu groß für seinen Mini darstellt, und bringt ihn dann auf dem Dach des Autos an. Um ihn nach Hause zu bringen, steuert er das Auto von oben aus, auf dem Sessel thronend. Er lenkt es mit einer Schnur und betätigt die Pedale mit dem Besen. Daraufhin hat er aber Probleme mit einem starken Gefälle der Straße. Er kann nicht bremsen, da sich der Besen in den Pedalen verhakt, wird fast von einem Polizisten gesehen und verursacht einen Flug von Bettfedern, indem er das Auto in einen Möbelwagen lenkt. Die anschließende Renovierung seiner Wohnung beginnt mit einer neuen Durchreiche, da er durch den neuen Sessel sein Wohnzimmer umräumen muss und den Tisch, der unter der Durchreiche stand, auf die andere Seite schiebt. Die neue Durchreiche misst er auf seine Art ab, beim Aussägen dieser zersägt er unbemerkt Bilder und Plakate an der Rückwand, darunter auch das Telefonkabel. Dann will er das Zimmer streichen. Dabei versinken die Haare des Pinsels in der Farbe, woraufhin er den Teddy als Pinsel benutzt. Als dies nicht funktioniert, wickelt er die gesamten Möbel und jedes Detail in Zeitungspapier ein, sogar das Obst in der Schale (noch dazu jede einzelne Weintraube). Dann streicht er das ganze Zimmer, indem er einen Böller im Farbeimer versenkt, hat aber zunächst Panik, da die Türklinke nicht vorhanden ist (er hat sie zum Obst gelegt und ebenso eingewickelt), findet sie aber schnell und kann noch flüchten. Er trifft dabei versehentlich einen seiner Freunde, dieser will im entscheidenden Moment seinen vergessenen Hut holen. Dieser bemerkt aber nichts vom Ausmalspektakel in Beans Wohnung. Als Bean wieder in die Wohnung geht, findet er einen weißen Raum vor, dann aber entdeckt er an der Wand die Silhouette des einen Freundes, in der Position des "Hutabholens". - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt0651845/
10. Babysitter wider Willen (Mind The Baby, Mr. Bean)
Als Mr. Bean mit dem Auto zu einem Kirmes fährt, schleppt er irrtümlich einen Kinderwagen mit, wird somit unfreiwillig zum Babysitter und versucht vergeblich, das Kind loszuwerden. Nachdem er es vorübergehend in einem Spielauto untergebracht hat, vergnügt er sich auf der Achterbahn, wobei er während der Fahrt aus Langeweile einschläft und geht zu diversen Buden. Später muss er dem Baby die Windel wechseln, was aber zur Folge hat, dass die verdreckte Windel herumfliegt. Als neue Windel verwendet er den Teddybären eines Mädchens. Auch muss er einen Goldfisch retten, den er im Bingo gewinnt. Schließlich kauft er noch einige Ballons für das Kind, wobei er sie am Kinderwagen befestigt, was zur Folge hat, dass das Kind buchstäblich in die Lüfte steigt. Er schießt daraufhin mit Pfeil und Bogen in die Ballons und das führt schließlich zur Rückkehr des Kindes zu seiner Mutter. (Ohne dass diese ahnt, in wessen Obhut das Kind war.) Anschließend betritt ein Hund sein Auto, den er erst während der Fahrt bemerkt. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0651839/
11. Tag der offenen Tür (Back To School Mr. Bean)
Mr. Bean besichtigt am Tag der offenen Tür eine Schule. Nachdem er einen Trupp Soldaten kommandiert hat, sieht er sich innen um und ruiniert dabei eine Briefmarkensammlung und eine Kalligraphie. Danach wird er bei einem Physikversuch elektrisch aufgeladen und offenbart eine starke magnetische Anziehungskraft. Nachdem ein Prospekt an seinem Körper klebt und er ihn nicht lösen kann und ihn schließlich einer Frau überreicht, reißt es ihr das Kleid in die Höhe. Als Chemiker hat er durchschlagenden Erfolg, wobei auch ein Junge anwesend ist und dieser mit blauem Dampf "Farbe bekommt". Als Künstler soll er zuerst Obst zeichnen und danach ein Aktmodell. Dabei verhält er sich schüchtern vor der nackten Frau; die Lehrerin bewegt ihn dazu, hinzusehen. Dabei lässt er eine "interessante Kombination" aus Obst und den Brüsten an seiner Zeichnung erstehen. Danach stellt er in einer Ecke des Raumes einen BH aus Ton her; währenddessen erscheint von ihm unbemerkt eine Lehrerin mit dem blau besprühten Jungen aus dem Chemiekabinett, der so die nackte Frau sieht. Die Lehrerin sucht den Schuldigen, findet ihn aber nicht; danach bedeckt Mr. Bean mit dem Ton-BH die Brüste des Modells. Beim Judo-Unterricht verliert er den Mut, sich werfen zu lassen, und besiegt daraufhin den Judolehrer, indem er ihn umwirft und in die Matte wickelt. Beim Umziehen verliert er seine Hose. Bean sucht seine Hose und findet sie bei jemandem auf der Toilette. Auf kindische Art ergattert Bean seine Hose wieder, indem er sie dem Mann in der Toilette entreißt. Auf dem Parkplatz wurde unterdessen Mr. Beans Auto bei einer Crash-Show von einem Chieftain-Panzer überrollt, da er es auf den Platz gestellt hatte, wo der eigentlich für die Show gedachte, genau gleich aussehende Mini stand, den er wiederum weggerollt hatte. Als Bean das Wrack vorfindet, ist er zunächst untröstlich, beruhigt sich aber wieder, als er das noch erhaltene Vorhängeschloss entdeckt. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt0651850/
12. Mr. Bean schlägt wieder zu (Tee Off, Mr. Bean)
Mr. Bean bringt seine Unterwäsche, eine Luftmatratze, einen Lampenschirm, eine Fußmatte, zwei Würfel aus Stoff und seinen Teddy in einen Waschsalon, dabei stößt er auf eine Preiserhöhung und muss daher sein Notgeld, das er in der Hose versteckt hat, herausholen. Auch muss er sich mit einem unhöflichen, kräftigen, jungen Mann auseinandersetzen. Als ihm eine Unterhose (für jeden Wochentag eine) abgeht, merkt er, dass er sie trägt. Er zieht diese aus und seine Hose gerät in die Maschine einer anderen Frau, währenddessen er sich irrtümlich den gleichfarbigen Rock der Frau anzieht. Anschließend entdeckt er eine vergessene Unterhose. Er will diese anziehen, woran ihn aber der junge Mann hindert. Bean revanchiert sich bei diesem, indem er den Weichspüler des Mannes mit schwarzem Kaffee vertauscht, diesen füllt der Mann dann auch in die Maschine ein. Bean täuscht dabei mit dem Weichspüler Kaffeetrinken vor. Danach beschuldigt der Mann den Leiter des Waschsalons wegen seines braunen Hemdes. Bean holt seine "geschrumpften" Dinge aus dem Trockner, wobei auch die Würfel ihre Punkte verloren haben. Auch sucht er später wieder vergeblich seine Hose, dabei kriecht er in den Trockner, die junge Frau sieht ihn darin nicht, schließt die Tür, stellt den Wäschetrockner an und wählt die heißeste Einstellung. Anschließend spielt Mr. Bean eine Partie Minigolf. Auf der ersten Bahn locht er noch mit einem Schlag ein. Da der Ball von der zweiten Bahn wegspringt und außerhalb des Geländes landet, der Ball nicht mit Händen berührt werden darf (der Bahnbetreiber ermahnte Bean) und Bean den Ball durch seine Tollpatschigkeit immer weiter weg spielt, unternimmt er eine Reise. Um den Ball wiederzubekommen, zerstört er den Inhalt eines Einkaufsnetzes, was eine Frau verärgert. Als der Ball auf der Eistüte eines Jungen landet, zerstört Bean auch dessen Eis. Der Ball verhindert auch das Starten eines Autos und fällt sogar in den Abwasserkanal. Bean sucht den Ball sogar dort und landet dann auf dem Müllwagen. Auf diesem fällt der Ball auf die Wiese hinaus. Um letztendlich den Ball ins Loch zu bekommen, schneidet er das Stück Wiese um den Ball aus und fährt im Auto einer Frau per Anhalter zurück an den Minigolfplatz, wo er abends den Ball doch noch einlocht. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0651842/
13. Ein Tag mit Tücken (Goodnight Mr. Bean)
Mr. Bean muss ins Krankenhaus, weil seine Hand in einem Topf steckengeblieben ist. Zuerst fährt er mit seinem Auto knapp hinter einem Rettungswagen her und parkt vor dem Krankenhaus so nah dahinter, dass die Türen des Krankenwagens nicht mehr aufgehen. Im Wartezimmer versucht er vergeblich, die Wartezeit zu verkürzen, indem er zuerst vor der Rezeption eine Streiterei zwischen zwei Männern verursacht. Er zieht eine hohe Nummer, nach der er aufgerufen werden sollte. Er zeigt auch später den Zustand an seiner Hand her. Einer in Gips gebundenen Rollstuhlfahrerin nimmt er die niedrigere Nummer weg und die Ziffernanzeige stellt er auf den Kopf. Als danach "seine" Nummer gerufen wird, hindert ihn die Rollstuhlfahrerin, ihn einzulassen, indem sie ihn an seinem Topf festhält. Nachdem ein gerade erst erschienener Patient bereits dran ist, bemerkt eine Schwester, dass die Anzeige umgedreht wurde und dreht sie zurück. Nach dem missglückten Versuch schläft er ein und die Rollstuhlpatientin erhält ihre Nummer zurück, als diese aufgerufen wird, da die Nummer auf den Boden gefallen war und Bean muss sich erneut anstellen und anmelden, was dazu führt, dass er eine weit höhere Nummer bekommt. Zu allem Übel bleibt auch seine andere Hand in einem Mülleimer stecken. Danach fotografiert er im Park jedes Detail, was er sieht und will sich mit einem Wachsoldaten fotografieren. Dazu dekoriert er diesen aufwändig, worüber der Wachsoldat nicht gerade erfreut ist. Als er aber für das Foto alles vorbereitet hat, ist Wachablöse für den Soldaten. Als dieser abtritt, fotografiert die Kamera ins Leere und das Foto misslingt. Schließlich ist es Zeit, ins Bett zu gehen. Vorher liest er noch mit seinem Teddy ein Comicheft und danach macht er das Licht aus, indem er mit einer Pistole auf die Glühbirne schießt. Aber Mr. Bean kann nicht einschlafen. Zunächst verscheucht er als Hund verkleidet eine Schar von Katzen, die die Ruhe stören. Auch das TV-Programm weckt ihn auf. Er versucht auch Schäfchenzählen, wobei es ihm dann endlich gelingt, einzuschlafen. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt0651843/
14. Mr. Bean beim Friseur (Hair By Mr. Bean Of London)
Mr. Bean geht zum Friseur. Als dieser vorübergehend verschwindet, da seine Assistentin nicht ans Telefon geht, übernimmt Mr. Bean den Job unfreiwillig und beweist seine Unfähigkeit zuerst an einem kleinen Jungen, dem er auf der Mitte des Kopfes einen Streifen von hinten nach vorne rasiert. Der Junge findet jedoch großen Gefallen an seiner neuen Frisur. Weil Bean dabei Geld verdient, versucht er sich noch an zwei weiteren Kunden, wobei er einem Mann versehentlich den Pferdeschwanz wegschneidet und einem anderen die Glatze, die er durch das in seinen Rasierer verklemmte Toupet aufgedeckt hat, mit Schaum und aufgesammelten Haaren zuklebt. Dies bringt dem echten Friseur Ärger ein und dieser wird zu Unrecht beschuldigt. Bean verlässt den Salon mit dem Kopf von Prinz Charles getarnt. Anschließend besucht er ein Schulfest, bei dem er zuerst ein Geschicklichkeitsspiel austrickst, um zu einem Preis zu kommen. Beim nächsten Spiel "Triff den Direktor" wirft er, nachdem er die eigentlich dazu gedachten nassen Schwämme aufgebraucht hat, mit Dosen, Schachteln und einem Sessel auf die Wand, woran ihn aber der Aufseher schließlich hindert. Mit seinem Teddy nimmt er anschließend an einen Tierwettbewerb teil, nachdem eine Wertungsrichterin ohne Absprache mit ihrem Vorgesetzten, der in Zeitnot ist und nicht zuhört, das Stofftier (seinen Teddy) zulässt. Alle anderen Kinder verlieren mit ihren Tieren und Bean gewinnt den Wettbewerb mit den Tricks seines Teddys. Allerdings nimmt er den Hauptpreis, der ein großer Knochen ist, nicht an und nimmt stattdessen einen Topf Honig mit. Später hat er am Bahnhof Probleme, an einer Kontrolle vorbeizukommen, weil er keine Fahrkarte hat und schlüpft in einen Postsack. Damit legt er sich sogar auf ein Drehkreuz, landet aber wieder auf der falschen Seite und stürzt im Freudentaumel auf die Gleise hinunter. Danach hält man ihn tatsächlich für einen Postsack, er landet aber in einem Zug mit Post nach Russland. Nun reist er (vermutlich als blinder Passagier) um die halbe Welt. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt0291751/
15. Mr. Bean räumt auf (The Best Bits Of Mr. Bean)
Diese Episode ist 72 Minuten lang und beinhaltet eine Zusammenstellung aus Sketchen früherer Episoden. Mr. Bean geht an einem regnerischen Tag mit seinem Teddy auf den Dachboden des Hauses. Er findet dort beim Entrümpeln viele alte Dinge und erinnert sich dabei an die Geschehnisse einzelner Episoden, in denen die Dinge vorkamen. - 8,5/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Universal Pictures/Serienjunkies
Poster/Artwork: Universal Pictures/PolyGram Video

Dienstag, 2. Juni 2020

Deadly Blessing - Tödlicher Segen (1981)

https://www.imdb.com/title/tt0082245/

In einer abgeschiedenen Idylle Amerikas lebt die sittenstrenge & okkulte Farmersekte der Hittites, die alle Erzeugnisse der modernen Technik ablehnen. Als Martha Schmidts (Maren Jensen) Ehemann eines Tages der Sekte entfliehen will, kommt er kurz darauf bei einem grauenvollen Unfall ums Leben. Als Marens beste Freundinnen Lana (Sharon Stone) und Vicky (Susan Buckner) ihr zu Hilfe eilen wollen, geraten die Frauen in einen tödlichen Alptraum. Ein geheimnisvoller Dämon sucht die Freundinnen heim und hinterlässt seinen blutigen und tödlichen Segen. Langsam verwandelt sich die malerische Farm in eine Hölle voller Brutalität und Angst...

Mit "The Last House On The Left" verstörte Wes Craven nachhaltig die Filmzuschauer. Das brutale Folter- und Rachedrama rief rund um den Globus Zensoren und Sittenwächter auf den Plan. 1977 schuf er "The Hills Have Eyes" – auch diese Regiearbeit blieb nicht von erhobenen Zeigefingern und Beschränkungen verschont. Cravens erstmals 1984 in "A Nightmare On Elm Street" in Erscheinung getretener Albtraum-Schlitzer Freddy Krueger avancierte zur Ikone der Horrorfans. 1996 verabreichte der Regisseur dem Slasherfilm mit "Scream" dringend benötigte Impulse. Keine Frage – die Welt des Horrorfilms wäre ohne Wes Craven um einiges ärmer. Sein "Deadly Blessing" von 1981 zeigt die damals 23-jährige Sharon Stone in einer ihrer ersten Rollen. Die Handlung ist angesiedelt in einer ländlichen Gemeinde, die von der asketisch lebenden, strenggläubigen Sekte der Hittites (Hethiter) dominiert wird, die moderne Errungenschaften ablehnt – ein Schelm, wer Amische dabei denkt. Religiöser Fanatismus und Wahn eignen sich ganz vortrefflich zum Erzeugen einer verstörenden Horror-Atmosphäre. Das weiß auch Wes Craven in "Tödlicher Segen" zu nutzen, unterstützt vom angenehm zurückhaltend eingesetzten Score von James Horner, der stimmig zwischen leichten, geradezu romantischen Klängen und bedrohlichen Tönen schwankt. Einstellungen mit subjektiver Kamera erzeugen zudem reichlich Suspense. Eine Badewannenszene erinnert gar frappierend an eine ebensolche im drei Jahre später entstandenen "A Nightmare On Elm Street". Dabei ist "Tödlicher Segen" weniger brutal und blutig als andere Regiearbeiten Cravens, obgleich die eine oder andere Messerszene sogar an einen Giallo erinnert.

Die Klasse von Wes Cravens Großtaten erreicht "Deadly Blessing" nicht. Der Kontrast zwischen den drei modernen jungen Frauen und der altertümlich lebenden Sekte wird nicht ganz ausgereizt. Ein Flirt zwischen Isaiahs anderem Sohn John (Jeff East) und der stets leicht bekleideten Vicky ist da schon das Höchste der Gefühle. Nicht ganz im Klaren ist man über die schauspielerische Leistung des großen Ernest Borgnine. Betreibt er mit starrer Mimik und herrischem Gestus Overacting? Oder ist das genau die Darstellungsform, die sein Isaiah Schmidt braucht? Die Kritikpunkte an "Tödlicher Segen" ändern aber nichts daran, dass die diversen Spannungssequenzen mit gutem Timing, famoser Kameraarbeit und Horners effektivem Score überaus fesselnd geraten sind. Das macht den Horrorfilm dann doch wieder sehr sehenswert, auch wenn das Potenzial des "Incubus" überhaupt nicht zum Tragen kommt. Lange Zeit scheint es sich dabei nur um ein Hirngespinst der Hittites zu handeln. Ob er tatsächlich existiert und die Gegend heimsucht – die Frage stellt man sich als Zuschauer überhaupt nicht. Bis er ganz am Ende wie Kai aus der Kiste doch zum Vorschein kommt – ein Gimmick als immerhin effektvoller Schlussgag, mehr nicht, von den Produzenten gegen Wes Cravens Willen durchgesetzt. Dieser finale Twist gibt der inneren Logik von "Tödlicher Segen" den Rest.

5,5/10

Von KOCH Films erschien der Film im limitierten Mediabook. Dieses beinhaltet den ungeschnittenen Film auf Blu-ray und DVD, sowie jede Menge Bonusmaterial.

Quellen: 
Inhaltsangabe: Koch Films

Donnerstag, 9. April 2020

The Brain - Das Gehirn (1988)

https://www.imdb.com/title/tt0094794/

Aus dem Plüschteddy fließt Blut, aus dem Fernseher greift eine Monsterkralle, aus den Wänden wachsen Greifarme. Ist das alles nur Halluzination oder ist es Wirklichkeit? Seit Dr. Blake (David Gale) nach Meadowvale-Country kam, stieg die Anzahl der Selbstmorde und mysteriösen Unfälle erschreckend. Was keiner ahnt: Der bekannte TV-Psychologe steckt heimlich mit einem gigantischen Alien-Gehirn aus dem Weltall unter einer Decke, und sie planen, durch Gedankenkontrolle ihre Stadt zu übernehmen. Dr. Blake wird immer mächtiger. Seine TV-Sendung "Unabhängiges Denken" hat die höchste Einschaltquote der Region. Als auch noch einige Teenager Selbstmord begehen, versucht Jim Majelewski (Tom Breznahan) zusammen mit seiner Freundin Janet (Cynthia Preston) das böse Gehirn und den verrückten Arzt zu stoppen...

Getrashte Gehirnwäsche mit hirnrissiger TV-Medien-Kritik und einem tentakeligen Gummi-Kopf-Monster, welches die gleich-geschaltete US-Mittelschicht auffrisst. Es schwebt, ist gefräßig und in Sachen Unlogik kaum zu übertreffen. Der B-Movie-Monster-Trash "Das Gehirn" ist Regisseur Ed Hunts zehnter und letzter Film, der 1988 in die Trashfilm-Regale einsortiert werden konnte und der sich mit "Das Gehirn" durch Filme wie "Videodrome", "A Nightmare on Elm Street" und "Die Körperfresser kommen" zappt und damit ein statisch-unvorteilhaftes, filmisches Nix schafft. Wie für Hunt typisch gibt es auch beim "Das Gehirn" Elemente aus Sci-Fi, Horror und Trash zu bestaunen. Auf eine halbwegs stimmige Story hat man total verzichtet. Der Spaß ist erstaunlicherweise recht gut umgesetzt worden, wobei man auch gleich vorweg sagen muss, dass das Gehirn auf dem Filmplakat wesentlich besser aussieht als im Film. Die Hauptattraktion schaut aus wie ein Silikonball in Brauntönen mit einer grässlichen Fratze, spitzen Reißzähnen und Glubschaugen. Wie ein Gehirn sieht das nicht aus und ist so nur mit viel Fantasy als solches zu identifizieren.

Vom Aufbau her ist der Streifen wie ein klassischer Teeny-Horror aufgebaut. Verwunderlich ist, dass trotz der radikalen Unlogik die Story funktioniert und sogar Spaß macht. Horror und Gore darf man nicht zuviel erwarten, eine kleine Axt Szene, ein Messerstich und auch die obligatorische Kettensäge kommt kurz zum Einsatz, aber alles sehr schonend. Atmosphäre hat der Film auch und er hält den roten Faden in der minimalistisch gehaltenen Storyline. B-Movie, soft Horror-Trash mit wenig Blut und Action, aber dafür mit abstruser Story, die zum Schmunzeln anregt und Totalausfall-Schauspielern auf Kinder-Scherz-Niveau. Höhepunkt ist die Warnung, das Sodium in Verbindung Wasser sau-gefährlich ist.

5/10

Freitag, 6. September 2019

It: Chapter Two - Es: Kapitel 2 (2019)

https://www.imdb.com/title/tt7349950/

27 Jahre sind vergangen, seit sich mehrere Kinder in der Kleinstadt Derry einem Monster in den Weg stellten und es scheinbar besiegten. Als Derry erneut von einer Mordserie heimgesucht wird, dämmert dem als Bibliothekar arbeitenden Mike Hanlon (Isaiah Mustafa), dass ES zurück ist und er beschließt, seine einstigen Freunde vom Club der Verlierer anzurufen. Sie alle haben Derry längst den Rücken gekehrt und erinnern sich nicht einmal mehr daran, was damals passiert ist. Doch als Bill Denbrough (James McAvoy), Beverly Marsh (Jessica Chastain), Ben Hanscom (Jay Ryan), Richie Tozier (Bill Hader), Eddie Kaspbrak (James Ransone) und Stanley Uris (Andy Bean) den Anruf von Mike erhalten und von ihm an ein altes Versprechen erinnert werden, wissen sie, dass sie aus irgendeinem Grund zurück nach Derry müssen. Bevor sie jedoch erneut den Kampf mit dem meist in Form des sadistischen Clowns Pennywise (Bill Skarsgård) auftretenden ES aufnehmen können, müssen sie sich erst einmal daran erinnern, was in ihrer Vergangenheit passiert ist…

Eine Verfilmung von Stephen Kings möglicherweise berühmtestem Roman "Es", der (gemeinsam mit seiner Miniserienadaption von 1990) massenhafte Coulrophobie in einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen auslöste, konnte nie ein leichtes Unterfangen werden. Mit über 1000 Seiten, mehreren Hauptfiguren, einer komplexen Mythologie und zwei ineinander verwobenen Zeitsträngen, die 27 Jahre auseinanderliegen, ist er eine Herausforderung an jeden Drehbuchautor. Es geschah daher nicht ohne Grund, dass die erste Adaption ein TV-Zweiteiler wurde. Auch der ursprüngliche Regisseur und Autor der Kinofassung, Cary Joji Fukunaga, entschied sich für eine Aufteilung in zwei Filme. Fukunaga ging nach unüberbrückbaren kreativen Differenzen mit Warner Bros., seine Idee wurde jedoch beibehalten und vom Regisseur Andy Muschietti und Autor Gary Dauberman umgesetzt. Die natürliche Aufteilung bot sich durch die zwei Timelines im Roman an. Während der erste Film einzig und alleine den Kindern bei ihrem Kampf gegen Pennywise folgte, konzentriert sich "Es: Kapitel 2" auf die erwachsenen Verlierer 27 Jahre später. Dabei nähert sich der zweite Film der Erzählstruktur des Romans mehr an, indem er die gegenwärtige Handlung mit den Flashbacks verbindet.


Insofern ist "Es: Kapitel 2" einerseits keine klassische Fortsetzung, sondern vielmehr eine organische Fortführung und der Abschluss einer sehr ambitionierten Adaption eines Monumentalwerks der Horrorliteratur. Andererseits folgt der Film aber auch dem typischen Sequel-Motto Hollywoods: größer, länger, blutiger. Schaut man sich viele Horrorklassiker an, dann merkt man, dass sich gerade in dem Genre der Ansatz "weniger ist mehr" bewährt hat. Andy Muschietti hält offenbar nicht viel davon. Bei ihm heißt es: "Viel mehr ist mehr." Und das ist leider gar nicht gut, denn hier geht viel an Substanz und Subtilität verloren.

Nach dem durchschlagenden Kassenerfolg des ersten Films erhielt Muschietti ein deutlich größeres Budget für das zweite Kapitel und das lässt er die Zuschauer nie vergessen, indem er ein Tsunami an groß angelegten Monster- und Horroreffekten auf der Leinwand entfesselt. Seine Vorliebe dafür, das Grauen in all seiner ekelerregenden Schaurigkeit explizit zu zeigen, merkte man bereits seinem Debüt "Mama" und dem ersten "Es" an, doch in "Es: Kapitel 2" darf er sich wirklich nach Herzenslust austoben. Er flutet die Leinwand buchstäblichen mit Blut, lässt Pennywise alle möglichen, zum Teil überdimensionalen Formen annehmen (auch der berühmt-berüchtigten Spinne wird Tribut gezollt) und schafft einige bemerkenswerte Szenen, allen voran in einem Spiegelkabinett auf dem Jahrmarkt des Horrors. Dass dabei ein CGI-Overkill aufkommt scheint ihn wenig zu stören. Die Gruselmomente sind zwar böser und zuweilen auch deutlich härter als im ersten Teil, doch nach einer Weile wirkt die Effekthascherei auch ein wenig redundant und ermüdend, und man sehnt sich nach wirklichem Grusel und dichterer Atmosphäre, die unter die Haut geht. Diese lässt der Film leider zugunsten der teuersten Geisterbahn der Filmgeschichte vermissen. Wo in "Es" noch richtige Schockmomente auftraten, die das ganze Kino aufschrecken ließen (Beverly im Bad), kann man hier jeden einzelnen Gruselmoment vorhersehen. Damit entfaltet "Es: Kapitel 2" beiweitem nicht die Kraft, die sein Vorgänger noch so wunderbar inne hatte. Auf eine gewisse Weise ist der Film gerade in dieser Hinsicht aber einzigartig, denn er beantwortet die Frage, wie ein Horrorfilm aussehen würde, wenn die Macher ein riesengroßes Budget und kaum Einschränkungen auferlegt bekommen. Man stelle sich einen "Nightmare On Elm Street"-Film und dessen Regisseur vor, welcher ein Blockbuster-Budget für die Umsetzung von Freddys Albtraumszenarien hatte. Denn an Wes Cravens Traum-Killer erinnern die Auswüchse des Pennywise-Horrors am meisten, da auch der Clown konfrontiert seine Opfer mit ihren größten Ängsten und Unsicherheiten, und ernährt sich von deren Angst, bevor er sie umbringt.

Die Zweiteilung der Verfilmung war wahrscheinlich der einzig sinnvolle Weg einer Umsetzung für die Leinwand, bringt aber auch einen Nachteil für den zweiten Film mit sich. Die Coming-of-Age-Geschichte der Kinder ist inhärent interessanter und für viele Zuschauer nachempfindbarer als die Geschichte der Erwachsenen. Das war schon in der Romanvorlage und der TV-Adaption der Fall. Filme wie "Die Goonies" und "Stand By Me", oder auch die von ihnen aber auch von Stephen Kings inspirierte Netflix-Serie "Stranger Things" erfreuen sich anhaltender Beliebtheit und eines Kultstatus, weil die Zuschauer sich dadurch in die eigene Kindheit zurückversetzt fühlen, eine Zeit unkomplizierter Freundschaften, Abenteuer und Herausforderungen des echten Lebens, die man gemeinsam bewältigte und an denen man wuchs. Seit jeher finden diese Geschichten großen Anklang. "Es: Kapitel 2" bringt zwar die jungen Darsteller des Vorgängerfilms in clever eingebundenen Flashbacks zurück, sie spielen jedoch eine deutlich untergeordnete Rolle. War der erste Film nur vordergründig Horror, funktionierte jedoch noch besser als Coming-Of-Age-Drama, beschäftigt sich das zweite Kapitel mit Traumabewältigung und -aufarbeitung, tendiert aber dabei noch mehr zum echten Genrekino. Das wird sicherlich die Zuschauer freuen, denen "Es" zu zahm war. Der neue Film ist in jeder Hinsicht erwachsener, fieser und teilweise auch härter, lässt jedoch die verträumte Magie von Teil 1 jedoch schmerzlich vermissen. Dafür sind zwei Cameos (eine von Stephen King persönlich und von Brandon Crane, der im originalen TV-Film den jungen Ben Hanscom spielte), umso schöner anzusehen.

Immerhin sind die Hauptrollen der erwachsenen Verlierer extrem passend besetzt. Bei jedem der Darsteller kauft man sofort ab, dass sie die erwachsene Version ihres jeweiligen Charakters sind. Das wird erst recht durch die Rückblenden verdeutlicht, die jede Figur einzeln erlebt. James McAvoyund Jessica Chastain sind natürlich die ganz großen Stars im Cast, doch die wirklich herausragende und in einer fairen Welt Oscar-würdige Darbietung liefert hier Bill Hader als Richie ab. Er ist der vielschichtigste Charakter des Films, der die größte Entwicklung durchmacht. Er sorgt einerseits für die heiteren Momente des Films, aber auch für seine emotionalsten. Seine Chemie mit James Ransone als Eddie, die möglicherweise über reine Freundschaftsgefühle hinausgeht, ist spürbar. Jessica Chastain, die bereits in Muschiettis "Mama" mitgespielt hat, hat auch einige sehr kraftvolle Momente, die sich in Bevs Vorgeschichte und Sophia Lillis' brillante Performance im letzten Film gut einfügen. Dafür schwankt die Performance des in der Regel sehr zuverlässigen James McAvoy als Bill etwas gewöhnungsbedürftig zwischen teilnahmslos und manisch, sodass man als ein Kind in dem Film, das er vor Pennywise zu beschützen versucht, vor ihm noch deutlich mehr Angst haben könnte. Dass sein Charakter, der natürlich stellvertretend für King selbst steht, ein Schriftsteller ist, der oft Schwierigkeiten mit den Enden seiner Romane hat, ist eine nette Meta-Note, die jedoch spätestens durch dessen Cameo mit dem Vorschlaghammer ausgereizt wird.

Erfreulich ist, dass Bill Skarsgård in dem Film als Pennywise, der tanzende Clown, mehr Screentime und vor allem noch mehr Spaß in der Rolle hat. Dagegen fühlt sich sein Auftritt im ersten Film fast schon zaghaft und zurückhaltend an. In der Fortsetzung darf der Clown herrlich ausgelassen böse sein, wenn er mit den Verlierern spielt, sie verhöhnt und heimsucht. Der erste Kampf hat nicht nur ihnen seine Spuren hinterlassen, sondern auch bei Pennywise, der die Sache sehr persönlich nimmt. Skarsgård schafft gekonnt den Spagat zwischen furchterregend, verspielt, schwarzhumorig und, wenn die Geschichte es verlangt, verängstigt.


Mit knapp 170 Minuten gehört "Es: Kapitel 2" zu den längsten Horrorfilmen aller Zeiten und die Laufzeit macht sich gerade im letzten Akt leider bemerkbar. Der Film ist nicht langweilig, keineswegs, doch es schleichen sich Längen ein, die man spürt. Die Vorlage ist natürlich sehr umfangreich, und das Duo Muschietti/Dauberman versucht, ihr möglichst gerecht zu werden. Ein Film wie dieser kann seine epische Länge durchaus rechtfertigen, es hapert allerdings an dem Flow und der Verteilung des Tempos. Zwar wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig, weil der Regisseur in regelmäßigen Abständen in das Gruselkabinett einlädt und die Schauereffekte herabprasseln lässt, doch zugleich zieht sich der knapp dreiviertelstündige Showdown und zerrt am Geduldsfaden.

Viel lieber hätte man dann restrospektiv mehr Zeit mit den Verlierern zusammen verbracht, deren bester Moment das Wiedertreffen im chinesischen Restaurant ist. In dieser Szene entfaltet sich die Dynamik der Gruppe, indem alte Freundschaften wie aus einem lange vergessenen Traum wieder erwachen. Leider schickt der Film die Charaktere danach getrennter Wege und bringt sie erst richtig zum überlangen Finale wieder zusammen, das jedoch mehr mit Effekten als mit den Figuren beschäftigt ist. Kurios ist dabei, dass der Film sich zwar als zu lang anfühlt, man zugleich aber auch merkt, dass hier und da etwas fehlt und die Übergänge manchmal holprig sind. So erhält man beispielsweise anfangs kurze Einblicke in die privaten Probleme von Bill und Beverly, diese werden jedoch nie wieder aufgegriffen. Vielleicht wird die von Muschietti versprochene Langfassung bzw. der Supercut der beiden Kapitel für das optimale Tempo sorgen. Unterm Strich ist "Es: Kapitel 2" nach guter, alter Hollywood-Manier größer, böser, härter und ambitionierter: getreu dem bewährten Sequels-Credo bringt "Es: Kapitel 2" die Adaption von Stephen Kings Horrorepos zu einem zufriedenstellenden Abschluss. Doch auch mit einem sichtlich größeren Budget, ausgefallenen Effekten und einem namhaften Cast, aus dem Bill Hader mit einer fantastischen, vielschichtigen Performance herausragt, reicht der Film nicht im Ansatz an seinen magisch verträumten Vorgänger und dessen Sensibilität heran. Insbesondere im letzten Akt seiner fordernden 170-minütigen Laufzeit schleichen sich spürbare Längen ein. Dennoch sind beide Filme zusammen ein tatsächlich grandioses Erlebnis eines King-Romans - so wie er sein sollte. Dass das zweite Kapitel nun etwas hinter dem großartigen ersten Teil deutlich hinterherhinkt, könnte man auf den CGI-Overkill und den Mangel an Sensibilität schieben. Und dennoch ist es äußerst unterhaltsam, zusammen mit den Verlierern nach Derry zurück zu kehren.

7/10

Die 4K Ultra HD Blu-ray gibt es von WARNER und exklusiv bei amazon.de in einem limitiertem Steelbook, welches auch die Blu-ray beinhaltet.

Dienstag, 8. August 2017

Friday The 13th: The Final Chapter - Freitag, der 13. Teil 4: Das letzte Kapitel (1984)

http://www.imdb.com/title/tt0087298/

Kurz nach dem Geschehnissen in Und wieder ist Freitag der 13. hat die Polizei Jason Voorhees (Ted White) für tot erklärt und in einem Leichenschauhaus untergebracht. Kurz darauf – wie sollte es auch anders sein – sind plötzlich zwei Mitarbeiter des Krankenhauses tot und Jasons Leiche verschwunden. Unterdessen hat sich eine Gruppe von Teenagern in einem Ferienhaus am Crystal Lake niedergelassen und feiert ausgelassen eine Party. Nebenan macht der 12-jährige Tommy (Corey Feldman) zusammen mit seiner Schwester Trish (Kimberly Beck) und seiner Mutter (Joan Freeman) Urlaub. Wieder werden nach und nach die Jugendlichen ermordet. Doch Trish und Tommy bekommen von all dem nichts mit. Erst als sie die Leiche ihrer Mutter entdecken, verfallen sie in Panik. Verzweifelt versuchen die Geschwister, das Ferienhaus zu verbarrikadieren, um den scheinbar unaufhaltsamen Jason doch irgendwie zu stoppen. Wie lange ihr Widerstand anhalten kann, ist allerdings fraglich...

Der vierte Teil der "Freitag der 13."-Reihe offenbart einen positiven Aspekt der nachfolgenden Teile, nämlich jenen, dass Jason endlich aus dem schon etwas angestaubten Camp Crystal Lake ausziehen sollte, um die Welt zu entdecken. Das ist deswegen gut so, da die Luft aus dem Crystal-Lake-Setting spätestens seit Teil 3 ordentlich raus ist und sämtliches Pulver bereits verschossen wurde.

Wie sehr, zeigt sich nicht nur durch die den Vorgängern grundsätzlich gleiche Story, sondern auch durch die Tatsache, dass gefühlt eine Stunde des Films nahezu überhaupt nix passiert, außer dass man ein paar völlig uninteressanten Jugendlichen beim baden, tanzen und vögeln zusehen darf. Und wenn es doch mal zur Sache geht, bekommt man den guten Jason eigentlich kaum zu Gesicht, geschweige denn, dass sein diesmal verrichtetes Werk irgendwelche besonderen Schauwerte aufweist. Mit einigen gelungener Ideen und einem kreativen Finale sicherte der vierte "Freitag, der 13." das Franchise zwar finanziell ab, fällt als Gesamtpaket aber eher enttäuschend aus. Zwar wird nach wie vor effektvoll gehackt, gesägt und gestochen, doch - und insbesondere der Vergleich mit dem nahezu zeitgleich erschienenen Auftakt der "A Nightmare On Elm Street"-Saga macht dies besonders deutlich - so langsam geht dem Geisterbahn-Konzept die Luft aus: der Reihe fehlen inhaltlich und formal neue Ideen und nicht zuletzt Figuren, mit denen man mitfiebern könnte und so bleibt die Reihe das was sie ist: ein Hirn-aus-Slasher mit ein paar netten Kills.

6/10

Von Eightyfour Entertainment kommt der Film auch im wattierten und limitierten Mediabook als 3-Disc Special Edition. Komplett ungeschnitten und in HD.


Montag, 27. März 2017

Friday The 13th Part VII: The New Blood - Freitag, der 13. Teil 7: Jason im Blutrausch (1988)

http://www.imdb.com/title/tt0095179/

Tina (Lar Park-Lincoln) war ein ganz normales zehnjähriges Mädchen, bis sie auf unerklärliche Weise ihren eigenen Vater tötete und im Crystal Lake versenkte. Zu diesem Zeitpunkt bemerkte Tina, dass sie scheinbar telekinetische Fähigkeiten besitzt. 10 Jahre später ist Tina noch immer nicht darüber hinweg, dass sie ihren eigenen Vater (John Otrin) auf dem Gewissen hat. Ihre Mutter (Susan Blu) und der Arzt Dr. Crews (Terry Kiser) halten es für eine gute Idee, mit Tina am Crystal Lake Urlaub zu machen, damit sie endlich mit ihrem Trauma abschließen kann. Tina ist allerdings fest entschlossen, mit ihren Vater mithilfe ihrer Fähigkeiten aus dem See auferstehen zu lassen. Was sie nicht weiß: Auch Jason Voorhees (Kane Hodder) liegt im See begraben. Durch eine Verwechslung erweckt Tina nicht etwa ihren Vater zum Leben, sondern Jason. Für diesen ist die Gruppe Jugendlicher, welche gerade nicht weit entfernt Urlaub macht, natürlich perfekt. Nach und nach werden die Teenager von Jason dezimiert. Tina ist fest entschlossen, mithilfe ihrer telekinetischen Fähigkeiten, den Fehler zu korrigieren und Jason zurück in sein nasses Grab zu treiben...

Nachdem die Reihe den eigentlich dringend benötigten Neustart verpasst hatte und sich langsam aber sicher der Bedeutungslosigkeit entgegenschlachtete, bringt Regisseur Buechler für den siebten Teil mit Kane Hodder nicht nur einen anderen Jason-Darsteller sondern auch neuen Elan ins Franchise. Den bereits im Vorgänger angeklungenen Hokuspokus integriert er dabei ebenso planlos wie auch höchst amüsant ins bisherige Camp-Setting, und lässt seine Hauptdarstellerin dem sich abermals auf Rachefeldzug befindlichen Killer nunmehr munter -irgendwo zwischen "Carrie", "Phenomena" und "A Nightmare On Elm Street" - via Telepathie allerlei Gegenstände vor die mittlerweile lädierte Maske knallen. Und zumindest ist da die rein handwerkliche Inszenierung von John Carl Buechler recht solide.

Der Rest von "The New Blood" ist leider dieselbe Geschichte neu aufgewärmt. Das Drehbuch ist viel zu schwach und bietet kaum etwas, was nicht schon zur Genüge in den Vorgängern ausgelatscht wurde. Von dem selbstironischen Witz, mit dem Tom McLoughlin "Jason lebt!" gekonnt wiederbelebte, ist wenig übrig. Stattdessen versuchten die Macher wieder einen härteren und gröberen Terrorslasher zu machen. Dazwischen gibt es die üblichen Teenies in der Waldhütte, wieder mehr nackte Haut als beim direkten Vorgänger, aber im Endeffekt erneut dasselbe Spiel. Da muss einfach mehr kommen. Die hilflos als letzte Idee eingestreute Telekinese-Geschichte ist an der Stelle total belanglos. Sie spielt effektiv nur am Anfang und im Finale eine Rolle und selbst da wäre sie verzichtbar, denn ob Jason nun dadurch oder irgend einen anderen Krams aufersteht oder stirbt macht den Kohl nun wirklich nicht fett. Aber über den Punkt von "sinnvollen" Erklärungen ist man als Fan sowieso schon lange hinaus. Wie Jason am Schluss vom "Final Girl" gerichtet wird, ist genau so zweitrangig. Dafür ist Pointe immerhin so herrlich doof, sie könnte einem fast ein Schmunzeln bescheren.

6/10

Von Eightyfour Entertainment kommt der Film auch im wattierten und limitierten Mediabook als 3-Disc Special Edition. Komplett ungeschnitten und in HD.


Sonntag, 5. März 2017

Friday The 13th - Freitag, der 13. (1980)

http://www.imdb.com/title/tt0080761/

20 Jahre nachdem zwei Teenager am Crystal Lake zu Tode gekommen sind, wird das Camp wieder geöffnet. Entgegen vieler Warnungen erklärt sich eine Schar Jugendlicher (unter anderen Kevin Bacon) bereit, bei den Vorbereitungen zur Eröffnung zu helfen. Sie fahren gemeinsam an den See, um dort neben den Vorbereitungen ein paar entspannte Tage zu verbringen. Nach wenigen Stunden wundern sie sich, dass die letzte im Bunde, Annie (Robbi Morgan), noch nicht aufgetaucht ist, denken sich aber nichts dabei. Auch eine Schauergeschichte über einen ertrunkenen Jungen und zwei getötete Teenager tut der Stimmung keinen Abbruch. Als es dann dunkel wird und sich der gemeinsame Spieleabend dem Ende neigt, bemerken Alice (Adrienne King) und Bill (Harry Crosby) einige merkwürdige Gegebenheiten. Einige Mitglieder ihrer Gruppe scheinen spurlos verschwunden zu sein. Auch die, in einem der Betten gefundene, blutverschmierte Axt, trägt nicht unbedingt zum Wohlbefinden bei. Nach und nach stellt sich heraus, dass die fehlenden jungen Erwachsenen getötet wurden. Als eine ältere Frau (Betsy Palmer) das Camp betritt, wiegt sich Alice schon in Sicherheit. Zu früh gefreut...

Wenn man auf kultige 80er-Horror-Reihen zu sprechen kommt, darf neben den ikonischen "A Nightmare On Elm Street" oder "Halloween" auch "Friday the 13th" nicht unerwähnt bleiben. Jason Vorhees, der mit Eishockey-Maske und Machete ausgestattete, Teenager abschlachtende Hüne ist nämlich ebenso eine geschichtliche Horror-Gestalt wie beispielsweise ein Freddy Krueger oder Michael Meyers.

Der Startschuss der Reihe hat mit dieser Ikonenbildung allerdings noch wenig bis gar nichts zu tun, denn Jason taucht hier praktisch nur in Erzählungen auf und ist zudem noch nicht einmal der Killer, der hier Jagd auf unschuldige Sommercamp-Teenies macht, die die hochgelobten Gesetze zum Überleben in Horrorfilmen (Alkohol, Drogen, Sex) mehr als einmal brechen. Der Film des New Yorker Regisseurs Sean S. Cunningham ist nüchtern betrachtet und ohne nostalgische Verklärung nicht mehr als ein leicht überdurchschnittlicher Slasher, der sein uninspiriertes, im höchsten Maße zweckdienliches Drehbuch und die mehr als mäßigen Schauspielleistungen lediglich durch die atmosphärische, gelungene Inszenierung aufwertet. Wäre es nicht der Auftakt zu einer Reihe, "Friday the 13." wäre wohl in den Untiefen aller jemals gedrehten Horrorfilme verschwunden.

Aber Komponist Harry Manfredini variiert Hitchcock's "Psycho" geschickt zu einem überaus stimmigen Score, während Cunningham selbst beunruhigende Einstellungen aus Sicht des Killers, ganz im Stile von Carpenter's "Halloween" übernimmt, der wohl allgemein als Vorlage und Inspiration diente. Abgerundet wird das Ganze durch recht deftige und blutige Effekte von Tom Savini, der im Horrorgenre jedem ein Begriff sein sollte, der den teils archaischen und derben Tötungsszenen gekonnt Effekt gibt. Ansonsten aber bleibt "Friday the 13th" ein aus oben genannten Gründen fragwürdiger Klassiker, der einzig durch die Inszenierung punktet und ansonsten eher (und das ist seltsam) durchschnittlich wirkt.

6/10

Von WARNER Home Entertainment kommt der Film auch im wattierten und auf 1.000 Stück limitierten Mediabook. Komplett ungeschnitten und in HD.

Samstag, 25. Februar 2017

Freddy's Dead: The Final Nightmare - Freddys Finale: A Nightmare On Elm Street 6 (1991)

http://www.imdb.com/title/tt0101917/

Zehn Jahre, nachdem Alice und Jacob Freddy abgewehrt haben und in eine andere Stadt umgezogen sind, hat Freddy (Robert Englund) es doch noch geschafft, nahezu jedes Kind in Springwood zu töten. Die einzige Ausnahme bildet John Doe (Shon Greenblatt), der aus Springwood fliehen konnte, dabei aber sein Gedächtnis verloren hat. Er wird in einem Heim für Straßenkinder aufgenommen. Die Pädagogin Maggie (Lisa Zane) hält es für eine gute Idee, nach Springwood zurückzukehren, um Johns Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen. Begleitet werden der Junge und die Frau dabei von den Kindern Tracy (Lezlie Deane), Carlos (Ricky Dean Logan) und Spencer (Breckin Meyer). In Springwood beginnt John zu glauben, dass er Freddy Kruegers Sohn sein könnte, dies erweist sich allerdings als falsch, als Freddy ihn im Schlaf ermordet. Als die Pädagogin Maggie anfängt, in ihrer Familiengeschichte nachzuforschen, findet sie heraus, dass sie selbst das Kind von Krueger ist. Dank der Hilfe von Doc (Yaphet Kotto) erfährt sie, dass es möglich ist, Freddy Krueger in der realen Welt zu töten. Auf diese Weise kann er nicht mehr von den Traumdämonen wiederbelebt werden. Als Maggie es schafft, Freddy in die reale Welt zu ziehen, kommt es zum entscheidenen Showdown...

Der Trashfaktor, der in "Dream Warriors" langsam Einzug hielt (man erinnere sich nur an den "Wizard Master") und in "The Dream Master" und "The Dream Child" schon deutlich spürbar war wurde im sechsten Teil der Reihe noch eine Spur verschärft. Wenn man sich ein wenig darauf einlassen konnte, waren all diese genannten Teile sogar noch erträglich, obwohl aus der überbösen Figur des Freddy Krueger aus "A Nightmare On Elm Street" mittlerweile eine wahre Witzfigur geworden war, der sich nicht mehr auf das Töten von Kindern konzentrierte, sondern darauf, dass dies alles möglichst absurd und spaßig war. Das ist einerseits etwas schade, da man hier tatsächlich den Humor über den blanken Horror stellte, andererseits ist gerade dies so seltsam unterhaltsam und skurril, dass man diese Teile als Horror-Trash einfach irgendwie lieben muss.

Denn auch im sechsten Teil der Reihe setzt sich dieser Trash-Trend leider fort, verfällt hier aber zusehends in Albernheiten und schlechten Witz, der der ehemaligen Horrorikone Freddy Krueger sämtliche angsteinflössende Macht nimmt. Wie schon die drei Vorgänger ist "Freddy's Dead" nur noch Mittelmaß und das obwohl die Kills recht kreativ sind. Die Story selbst ist dermaßen übel an den Haaren herbei gezogen, dass es einem schlecht wird, die Charaktere sind - bis auf Englund, dem seine Rolle als Krueger offenbar noch immer und auch angesichts solcher Absurditäten Spaß macht - maximal durchschnittlich bis nervig und auch der Blutfaktor ist in Teil 6 eher mager. Er macht auf seiner Art irgendwie immer noch Spaß und unterhält von Anfang bis Ende, als sechster Nachfolger des großartigen Erstlings versagt er aber auf ganzer Linie.

5,5/10

Von WARNER Home Entertainment kommt der Film auch im wattierten und auf 1.000 Stück limitierten Mediabook. Es enthält die ungeschnittene Kinoversion auf Blu-ray in HD. 


Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts/Warner Bros.
Poster/Artwork: Warner Bros./New Line Cinema