Graham Hess (Mel Gibson) hat nach dem Tod seiner Frau den Glauben an Gott verloren. Gemeinsam mit seinen Kindern und seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) lebt er auf einer Farm, die über viele Felder verfügt. Eines Tages werden Kornkreise in einem der Felder gefunden, mysteriöse Dinge häufen sich: So greift der Hund ohne Warnung die Kinder an. Eines nachts scheinen außerdem auch Fremde auf der Farm herumzulaufen. Doch nicht nur bei Graham spielen sich unheimliche Dinge ab. Auf dem gesamten Planeten sind Kornkreise aufgetaucht und die Menschen haben das Gefühl, dass etwas in der Luft liegt. Unerklärliche Situationen häufen sich. Graham und Merrill wollen es nicht glauben, jedoch verdichten sich die Anzeichen, dass sie es wirklich mit Außerirdischen zu tun haben. Doch falls dies wahr ist, kommen die galaktischen Besucher in Frieden oder nicht?
Mit "Signs" erreichte M. Night Shyamalan im Jahr 2002 den Höhepunkt jener kreativen Phase, die ihn nach "The Sixth Sense" und "Unbreakable" zu einem der spannendsten Regisseure Hollywoods machte. Was auf den ersten Blick wie ein klassischer Alien-Invasionsfilm wirkt, entpuppt sich schnell als überraschend persönliches Drama über Verlust, Glauben und die Suche nach Sinn in einer scheinbar chaotischen Welt. Mehr als zwanzig Jahre nach seiner Veröffentlichung gehört "Signs" noch immer zu den bemerkenswertesten und atmosphärisch dichtesten Werken des Regisseurs. Im Mittelpunkt steht Graham Hess (Mel Gibson), ein ehemaliger Priester, der nach einer persönlichen Tragödie seinen Glauben verloren hat. Gemeinsam mit seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) und seinen beiden Kindern lebt er auf einer abgelegenen Farm in Pennsylvania. Als eines Morgens riesige Kornkreise in den Feldern auftauchen, beginnt eine Reihe seltsamer Ereignisse, die nicht nur die Familie, sondern schließlich die ganze Welt erschüttern. Doch anstatt sich auf spektakuläre Zerstörung oder aufwendige Spezialeffekte zu konzentrieren, richtet Shyamalan den Fokus konsequent auf die Menschen im Zentrum der Krise.
Die größte Stärke von "Signs" ist damit seine Atmosphäre. Shyamalan beweist hier ein außergewöhnliches Gespür für Spannung und versteht es meisterhaft, Angst aus den einfachsten Dingen zu erzeugen. Ein Geräusch im Maisfeld, ein Schatten auf einem Dach oder das Knacken eines Babyphones reichen aus, um ein Gefühl tiefen Unbehagens hervorzurufen. Insbesondere die Fähigkeit des Films, Beklemmung aus dem Nichts entstehen zu lassen, ist bemerkenswert. Dabei lebt der Film nicht allein von seiner Spannung, sondern vor allem von seinen Figuren. Mel Gibson liefert eine seiner unterschätztesten Leistungen ab. Sein Graham Hess ist ein gebrochener Mann, dessen innerer Konflikt weit interessanter ist als die Frage nach den Ereignissen am Himmel. Joaquin Phoenix ergänzt ihn hervorragend als loyaler Bruder, während Rory Culkin und Abigail Breslin der Familie eine glaubwürdige Wärme verleihen. Gerade diese familiäre Dynamik sorgt dafür, dass die Bedrohung emotional greifbar bleibt. Visuell setzt "Signs" auf Zurückhaltung. Statt die außerirdische Bedrohung permanent zu zeigen, arbeitet Shyamalan mit Andeutungen und Unsicherheit. Diese Entscheidung macht viele Szenen deutlich wirkungsvoller als vergleichbare Blockbuster ihrer Zeit. Auch James Newton Howards Musik trägt erheblich zur Spannung bei und verstärkt die beklemmende Stimmung nahezu durchgehend.
Ganz frei von Schwächen ist der Film allerdings nicht. Vor allem das Finale und dass bestimmte Aspekte der Auflösung logische Fragen aufwerfen mindert den Gesamteindruck, auch überzeugt die Verbindung zwischen religiöser Symbolik und Science-Fiction nicht vollständig. Das Finale ist weniger wirkungsvoll als den meisterhaften Spannungsaufbau zuvor. Interessanterweise hat "Signs" im Laufe der Jahre jedoch eher gewonnen als verloren, denn die einzigartige Atmosphäre hat bis heute nihts von ihrer Intensität eingebüßt und eine bestimmte Sezene am Ende macht "Signs" zu einem der unheimlichsten Alienfilme überhaupt. Damit ist "Signs" weit mehr als ein Film über Kornkreise oder Außerirdische. Es ist eine Geschichte über Glauben, Zufall und die Frage, ob Ereignisse im Leben einen größeren Zusammenhang besitzen. Gerade weil Shyamalan seine Science-Fiction-Idee mit einer sehr menschlichen Geschichte verbindet, entfaltet der Film eine emotionale Wirkung, die weit über die üblichen Grenzen des Genres hinausgeht.

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