Montag, 6. April 2026

Pretty Lethal - Pretty Lethal: Schön Tödlich (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt26678938/

Die fünf Profi-Balletttänzerinnen Bones, Princess, Zoe, Chloe und Grace (Maddie Ziegler, Lana Condor, Iris Apatow, Millicent Simmonds, Avantika) sind mit ihrer Lehrerin Miss Thorna (Lydia Leonard) unterwegs zu einem wichtigen Tanzwettbewerb in Budapest. Mitten im bewaldeten Nirgendwo hat ihr Bus dann aber eine Panne hat und kann nicht mehr weiterfahren. Handyempfang gibt es im Funkloch fern der Zivilisation auch keinen und als es dann auch noch in Strömen zu regnen beginnt, finden sie notgedrungen Zuflucht in einer seltsam anmutenden Absteige. Geleitet wird sie von Devora Kasimer (Uma Thurman), die früher selbst einmal Tänzerin war, die aber irgendwie unheimlich wirkt. Schnell merken die Ballerinas, dass hier irgendetwas ganz und gar nicht stimmt, doch da ist es schon zu spät und die Gruppe muss um ihr Überleben kämpfen. Allerdings kommt den Frauen dabei ihre harte Ausbildung zugute und sie lernen schnell neue, diesmal äußerst tödliche Tanzschritte.

Das ist genau die Art von Film, die man sich vorstellt, wenn man "Ballerinas vs. Gangster" hört: Ein Haufen zickiger Tänzerinnen landet in einem unheimlichen Gasthaus und muss ihre tänzerischen Skills zu tödlichen Waffen umfunktionieren - ein Konzept, das so absurd ist, dass es funktionieren muss, und tatsächlich tut es das, mit einem Übermaß an Gore, Choreografie und Uma Thurman, die wie eine verrückte Primaballerina aus der Hölle präsentiert wird. Vicky Jewson liefert hier typisches Streamer-Thriller-Futter - verrückt, blutig, unterhaltsam, aber letztlich zu seicht, um mehr als ein unterhaltsamer Abend mit einem Actionfilm zu sein.

Die jungen Darstellerinnen verkörpern eine dysfunktionale Truppe, die lernt, zusammenzuarbeiten; doch Uma Thurmans Devora stiehlt jede Szene mit herrlicher Bosheit. Die Mädels - ihre Gegenspielerinnen - sind aber als Charaktere entweder nicht nicht lächerlich genug oder eben zu ernst, um einen wirklich für ihre Figur zu begeistern, doch ihre physische Präzision (Ballett als Kampfsport) überzeugt. Jewson inszeniert dynamisch: fantasievolle Kills (Zehennägel-Torture Porn dank Ballettfüßen), ordentlich choreografierte Fights, kitschige Baroque-Ästhetik. Das Tempo ist, nach einer etwas zu langen Exposition straff und liefert dann aber Schlag auf Schlag blutige Action. Der Humor kommt auch nicht zu kurz, der Gore-Level passt. Wäre nur nicht der Plot so dünn, die Charaktere austauschbar und würde der Film etwas mehr Tiefe jenseits des Gemetzels bringen - er wäre besser und erinnerungswürdiger.

"Pretty Lethal" thematisiert oberflächlich Teamwork und Empowerment, bleibt aber bei den Ballerinas, die den Gangstern zeigen, wer hier wirklich härter ist - ein Guilty Pleasure, das seine Absurdität kennt und regelrecht umarmt. Kein Meisterwerk, aber ein spaßiger Streamer für Action-Fans. Und mehr konnte (und sollte) man eigentlich auch nicht erwarten.

6/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: amazon Video/87North

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