Samantha macht ein Selfie und postet es auf Instagram, doch die Plattform löscht es wegen angeblichem "sexuellen Inhalt". Sie ist es leid, wegen ihrer körperlichen Besonderheit - ein Anus statt Mund - ständig ausgelacht und ausgegrenzt zu werden. In einem Café eskaliert die Situation mit einer Kellnerin, die sich über sie lustig macht, zu einem Konflikt, der Samanthas Frustration explodieren lässt.
Der 3-minütige spanische Kurzfilm macht aus einer grotesken körperlichen Anomalie eine plakative Satire über Diskriminierung, Social-Media-Zensur und die Lächerlichkeit gesellschaftlicher Normen. In übersteigerten Stil verwandelt sich ein Café zur Arena für Hysterie. Ana Polvorosa als Samantha balanciert Abscheulichkeit und Verletzlichkeit - vom stummen Leid unter Spott bis zur ekelerregenden Rache. Die Kamera fiebrig um Samanthas Gesicht, fängt Ekel, Tränen und Trotz in Nahaufnahmen ein. Itziar Castro als Kellnerin verkörpert die banale Grausamkeit des Alltags. Ihre Chemie erzeugt eine toxische Intimität: Man lacht hinter vorgehaltener Hand und ekelt sich gleichwohl, aber letztlich ist das alles einfach nur ein widerliches Stück Kurzfilm, welches durch viel zu viel Provokation den Faden und damit auch den Zuschauer verliert.
2/10

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