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Samstag, 27. Juli 2024

Deadpool & Wolverine (2024)

https://www.imdb.com/title/tt6263850/

Seit Jahren träumt Deadpool (Ryan Reynolds) davon, ein Avenger zu werden – und nun bietet ihm der zwielichtige TVA-Agent Mr. Paradox (Matthew Macfadyen) an, in die heilige Zeitlinie zu wechseln, um dort Teil des MCU zu sein. Doch dafür muss der vorlaute Söldner ein großes Opfer bringen: Seine Welt wird ausgelöscht. Weil Deadpool dies nicht zulassen will, schickt Mr. Paradox ihn und eine von Deadpool rekrutierte, abgehalfterte Variante von Wolverine (Hugh Jackman) in die Leere – die große Müllhalde aller Universen. Dort hat die finstere Cassandra Nova (Emma Corrin) ein Schreckens-Regime errichtet. Deadpool ist klar: Will er seine Welt, all seine Freunde und seine große Liebe Vanessa (Morena Baccarin) retten, muss er an ihr vorbei und auch Mr. Paradox aufhalten. Doch dazu muss er erst einmal den verbitterten Wolverine überzeugen, ihm zu helfen...

Dieses Review muss ich mit einer Einleitung versehen, da ich tatsächlich keine Ahnung habe, wie dieser Film zu rezensieren ist, ohne auf Handlungspunkte oder Cameos einzugehen. Weiterlesen geschieht also auf eigene Verantwortung, mein Gesamturteil lautet jedoch: Wenn man die ersten beiden "Deadpool"-Filme mag, wird man diesen definitiv auch mögen und - holy shit - allein die Rückkehr von Hugh Jackman als Wolverine und die grandiose Eröffnungssequenz sind es allemal wert.

Trotzdem kann "Deadpool & Wolverine" schwierig sein. Es ist nicht so, dass er nicht auf die gleiche Weise lustig ist wie die vorherigen "Deadpool"-Filme: augenzwinkernd selbstbewusst mit zahlreichen Durchbrüchen der vierten Wand; jede Menge übertrieben groteske Gewalt; und die Vorliebe eines Schuljungen für clevere Schimpfwörter (oder zumindest Schimpfwörter, die nach Cleverness streben, indem sie unterschiedliche Schimpfwörter, Körperteile und Tiere mit einem zufällig ausgewählten Sexakt zusammenstopfen - es ist völlig egal, es entlockt einem zumindest ein unterdrücktes Glucksen. Der Film unter der Regie von Shawn Levy und dem Drehbuch von Ryan Reynolds & Rhett Reese & Paul Wernick & Zeb Wells & Shawn Levy - erreicht auch genau das, was er sich vorgenommen hat. All die oben erwähnten lustigen Sachen - die Reynolds die Chance geben, seine Schmeicheleien zu zeigen - klar, aber auch was der Titel verspricht - Deadpool und Wolverine (Hugh Jackman) zusammen zu bringen, um als "Frenemies" gegen einen größeren Feind kämpfen können. Und ihr gemeinsames Abenteuer beinhaltet die Time Variance Authority, die langjährige Marvel-Zuschauer als die multiversale Agentur aus der Fernsehserie "Loki" erkennen werden, die sich darum kümmert, alternative Zeitlinien im Auge zu behalten. Die TVA muss natürlich involviert sein, da Deadpool ins Multiversum reisen muss, um einen Wolverine zu finden, mit dem er sich zusammentun kann, da der Wolverine in seinem Universum in "Logan" gestorben ist. Für wen das alles einen Sinn ergibt, wunderbar, denn dann ist "Deadpool & Wolverine" exakt der Film, den man erwarten würde und der einem sehr wahrscheinlich gefallen wird. Wenn nicht, wird es hart.


Wie auch immer, Mr. Paradox (Matthew Macfadyen) von der TVA hat einen Time-Ripper, ein Gerät, welches Deadpools Universum buchstäblich pulverisieren wird, da dieses Universum seine Ankerfigur verloren hat - Wolverine. Dass dies bei Deadpool nicht auf Gegenliebe stößt dürfte klar sein, und er beschließt kurzerhand, einen Wolverine aus einem anderen Universum in seines zu holen. Dass hier schon die ersten Cameos auftauchen ist erwartbar, doch das ist längst nicht alles und auch nur ein Cameo, der einen den Unterkiefer herunterklappen lassen lässt. Mr. Paradox lässt den erfolgreichen Versuch aber nicht auf sich sitzen und schießt die beiden gegensätzlichen Helden ins Nichts - den Void. Dieser Void ist ein Punkt am Ende der Zeit, den die TVA als Müllhalde für Varianten nutzt, die aus der Zeitlinie entfernt werden müssen, und er wird von Cassandra Nova (Emma Corrin) regiert, einer bösen, weiblichen Version von Charles Xavier (mehr oder weniger; zumindest ist sie so kahl wie er). Und im Void wird es langsam knifflig - und abgefahren zugleich.

Denn hier wird dem Zuschauer spätestens klar, dass alles andere in diesem Film nur Fassade ist. Die ganze MCU-Geschichte, sogar die Zusammenarbeit von Deadpool und Wolverine: Das ist nicht der Grund, warum dieser Film existiert, nicht wirklich. Nein, dieser Film existiert, um als 127-minütiger Abschied von der Marvel-Filmreihe von 20th Century Fox zu dienen. Aber dieser Unterschied - der Unterschied zwischen den Marvel-Filmen von 20th Century Fox und denen, die Teil des Marvel/Disney MCU sind, die beide von der "Spider-Man"-Filmreihe von Sony getrennt sind (außer wenn Marvel sich Spider-Man oder Sony Dr. Strange ausleihen muss) - wird einem nur dann richtig bewusst, wenn man - und das sage ich mit der gebotenen Zuneigung und in dem Wissen, dass ich fest zu dieser Gruppe gehöre - das letzte Vierteljahrhundert seines Lebens damit verbracht hat, sich mit allen(!!!) Einzelheiten dieser Unternehmensgiganten vertraut zu machen.

Das heißt, wir verabschieden uns nicht nur von den X-Men und X-Men-nahen Charakteren von 20th Century Fox wie X-23 (Dafne Keen) und X-Men-Bösewichten wie Sabretooth (Tyler Mane) oder Pyro (Aaron Stanford), die hier alle einen Cameo-Auftritt haben. Wir verabschieden uns auch von Johnny Storm (Chris Evans) aus den "Fantastic Four" und Elektra (Jennifer Garner) aus "Daredevil"/"Elektra". Aber es geht noch tiefer. In diesem Film gibt es einen ausgedehnten Witz über eine Figur, über die lange gemunkelt wurde, über die fast ein Jahrzehnt lang ein Film in der Entwicklung war, die einen Star hatte, der sie unbedingt spielen wollte, und die in Wirklichkeit nie existiert hat. Es ist die Art von Gag, die nur Sinn ergibt, wenn man die Geschichten über die Entstehung dieser Filme sehr genau verfolgt hat, oder wenn man mit einem Stapel MARVEL-Magazine neben dem Bett aufgewachsen ist.

Wenn man diesen Gag sofort versteht, erfüllte es einen mit etwas, das man nur als eine Art leichten Selbsthass beschreiben kann. Dass man tatsächlich lacht, hilft dann auch nicht, denn es ist tatsächlich lustig, denn der Typ, der die Rolle spielt, ist sowieso perfekt für diese blöde Rolle geeignet. Verdammt sei sein gewinnendes Lächeln und seine glänzenden Augen! Das Seltsamste an "Deadpool & Wolverine" ist, dass er es schafft, das Beste aus beiden Welten zu machen: Er macht Witze über Disney/Marvel und Firmen-Machenschaften, während seine Stars neben dem zerstörten Logo von 20th Century Fox kämpfen, und endet mit einer Montage während des Abspanns, die ein Vierteljahrhundert Filme von 20th Century Fox würdigt, untermalt vom rührseligsten Popsong, den man sich vorstellen kann. Der besten Cameo kommt sowieso im Void und er ist so gut, weil er unerwartet und völlig aus dem Nichts kommt. Auftritte von Garner und Cavill, Lively und McConaughey waren ja schon durchgesickert, aber dieser Charakter - wow.


"Deadpool & Wolverine" erreicht unterm Strich vielleicht keine vollständig Perfektion und schon gar nicht das, was einige Fans (auch ich) erhofft hatte - aber er schafft, was er sich vorgenommen hat. Reynolds und Jackman sind genau die, die sie sein müssen, damit dieser Film funktioniert, obwohl die Gags darüber, dass Jackman seinen Wolverine bis zu seinem 90. Lebensjahr spielen soll, eher wie eine Drohung als wie ein gutmütiger Seitenhieb wirken. Es bringt einen zum Lachen, obwohl die selbstbewusste Nummer des großmäuligen Söldners langsam abgenutzt wirkt. Der Film ist aber eine Lobrede auf ein ganzes Superheldenuniversum - und das auf eine wirklich herzliche Art und Weise, die allerdings die überragende Stimmung untergräbt, die diese Filme kultiviert hat. Trotzdem ist dieser Teil sicherlich der beste der Reihe, und das liegt einfach daran, dass er so ist wie er ist.

9/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Twentieth Century Fox/Marvel/Disney
Poster/Artwork: Twentieth Century Fox/Marvel/Disney

Samstag, 30. November 2013

The Wolverine - Wolverine: Weg des Kriegers (Extended Cut) (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1430132/

"The Wolverine" knüpft einige Zeit nach den Geschehnissen in "X-Men: The Last Stand" an und lässt den Vorgänger beinahe unbeachtet links liegen. Es wird somit in keiner einzigen Szene zumindest auf diesen Teil angespielt. Das dies gar nicht so schlecht ist, zeigt sich aber nach und nach im Verlauf des Films. Nachdem viele der X-Men gestorben sind und die Allianz der Kämpfer mit den übernatürlichen Kräften aufgelöst wurde, befindet sich Logan aka Wolverine (Hugh Jackman) in einer Situation, in der er von der Verantwortung gegenüber seinem alten Team entbunden ist. Auf der Suche nach einem Grund zu leben, begibt er sich in das moderne Japan. Dort trifft er sowohl ihm gut und schlecht gesonnene Menschen und muss sich fragen, wem er trauen kann. Neben Feinden wie Industriellen, Politikern, Frauen und Ninjas trifft er auch auf seinen Erzfeind: Silver Samurai. Als Mutant kann dieser verschiedene Stoffe mit Energie beladen und so mit seinem Samurai-Stahl jede Materie durchdringen. Wolverine entdeckt zum ersten Mal, dass es etwas gibt, das ihn verwundbar macht und stößt an seine körperlichen und emotionalen Grenzen. In einem seiner schwierigsten Kämpfe stellt er sich seiner eigenen Unsterblichkeit...

Im Juli sah ich im Kino die 3D-Variante dieses Films. Als nun gestern die Blu-ray bei mir eintraf hatte ich leider keine Zeit für eine Sichtung der erweiterten Fassung, von daher habe ich das heute nachgeholt. Und im Grunde bleibt es bei der ursprünglichen Bewertung.

Aber beim zweiten Mal sehen muss ich eingestehen, dass mir der Film sogar noch ein wenig besser gefallen hat. Ich kann es auch nicht beschreiben, vielleicht liegt es an der Story, vielleicht daran, dass hier wirklich einmal eine Geschichte erzählt wird, ohne sich in viel zu viel Action zu verlieren, vielleicht aber auch an meinem Lieblingshelden Wolverine selbst. Hugh Jackman ist wirklich Wolverine und kein anderer, das beweist er ein ums andere Mal. Die erweiterte Fassung läuft knapp 12 Minuten länger als die Kinofassung und bietet neben ein paar unauffälligen Dialogerweiterungen vor allem eine lange Sequenz am Ende des Films. Und auf die möchte ich hier noch einmal zu sprechen kommen. Man sieht Yukio (Rila Fukushima) wie sie Wolverine in das Dorf folgt, sich eine Schneefräse schnappt und hinter den Ninjas, die Wolverine in einem Netz gefangen hinter ihren Motorrädern herziehen, herfährt. Dabei geraten der eine oder andere schwarzgekleidete Mann in ihren Weg und sie schreddert sie regelrecht durch die Esse. Man sieht zwar den Vorgang an sich nicht, aber es ist deutlich zu sehen, wie Blut und Gekröse aus der Auswurföffnung geschleudert werden. Die Szene ist zweifellos cool und ich frage mich, warum die nicht in der Kinofassung war, aber sie stellt die FSK-Freigabe (ab 12) noch mehr in Frage...


Ansonsten freute es mich, den zweiten Teil des Wolverine noch einmal mehr zu sehen - und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.
 
Fazit: Für FSK-12 noch härter an der Grenze als noch die Kinofassung. Darüber hinaus ist "The Wolverine" genau das, was ich mir erhofft hatte: eine (im Rahmen des Superheldenkonstrukts) nicht zu übertriebene kurzweilige Unterhaltung, die vor allem nicht die ernste Story vernachlässigt, nur um möglichst viele Actionsequenzen aneinander zu reihen. Das ist gut und wird honoriert. Dieses Drama-Thriller-Actionfeuerwerk ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

8,5/10

Mittlerweile gibt es den Film ja fürs Heimkino in einer 3-Disc Collector's Edition, die den Film in der Kinofassung in absolut bombastischem 3D enthält. Die erweiterte Fassung hingegen gibt es "nur" in 2D und auch nur in dieser Edition. Die Erstauflage kommt zudem im Schuber.


Quellen: 
Inhaltsangabe: Twentieth Century Fox
Poster/Artwork: 
Twentieth Century Fox

Dienstag, 30. Juli 2013

The Wolverine - Wolverine: Weg des Kriegers (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1430132/

Als vor nunmehr 4 Jahren "X-Men Origins: Wolverine"  ins Kino kam, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Genauso war es nun hier, als mit "Der Weg des Kriegers" die vielversprechende Fortsetzung und als Gegener der "Silver Samurai" angekündigt wurde.

"The Wolverine" knüpft einige Zeit nach den Geschehnissen in "X-Men: The Last Stand" an und lässt den Vorgänger beinahe unbeachtet links liegen. Es wird somit in keiner einzigen Szene zumindest auf diesen Teil angespielt. Das dies gar nicht so schlecht ist, zeigt sich aber nach und nach im Verlauf des Films. Nachdem viele der X-Men gestorben sind und die Allianz der Kämpfer mit den übernatürlichen Kräften aufgelöst wurde, befindet sich Logan aka Wolverine (Hugh Jackman) in einer Situation, in der er von der Verantwortung gegenüber seinem alten Team entbunden ist. Auf der Suche nach einem Grund zu leben, begibt er sich in das moderne Japan. Dort trifft er sowohl ihm gut und schlecht gesonnene Menschen und muss sich fragen, wem er trauen kann. Neben Feinden wie Industriellen, Politikern, Frauen und Ninjas trifft er auch auf seinen Erzfeind: Silver Samurai. Als Mutant kann dieser verschiedene Stoffe mit Energie beladen und so mit seinem Samurai-Stahl jede Materie durchdringen. Wolverine entdeckt zum ersten Mal, dass es etwas gibt, das ihn verwundbar macht und stößt an seine körperlichen und emotionalen Grenzen. In einem seiner schwierigsten Kämpfe stellt er sich seiner eigenen Unsterblichkeit...

Ähnlich wie in aktuellen Superheldenverfilmungen werden wir hier einen anfänglich zurückgezogenen Wolverine konfrontiert, der in Ruhe leben und seine Kraft eigentlich nur noch loswerden will. Es ist klar, das dies nicht wirklich funktionieren kann, gerät Logan doch immer wieder in Situationen, in denen er latent für Gerechtigkeit sorgt und so letztendlich seinen Weg nach Japan und zu seinem alten Freund Yashida findet, den er im zweiten Weltkrieg vor den Auswirkungen eines Feuersturms, ausgelöst durch eine Atombombe, rettete. Das Setting im heutigen Japan ist auch in einer gewissen Art das Beste, was dem Film passieren konnte, denn nicht nur die Umgebung, sondern auch die (im Original gehaltene) Sprache und die oft angesprochene japanische Kultur sind etwas, was den Film eine gewisse Authentizität und Originalität verleiht.

Die Story selbst ist geschickt mit kurzen Elementen der vorangegangenen "X-Men"-Trilogie verknüpft, konzentriert sich aber im Wesentlichen auf Charakterentwicklung, sowie die titelgebende Figur und dessen Weg der Selbstfindung. Dabei kommen auch die (meiste durch Logans Coolness ausgelöste) Gags nicht zu kurz, die spärlich aber treffsicher eingesetzt wurden. Und natürlich vernachlässigt die interessante Story auch nicht die Action, die im Laufe des Films immer mehr und mehr an Fahrt aufnimmt, die Gewalt aber dennoch angemessener dosiert, um dann letztendlich in einem großen Showdown zu gipfeln. Dabei möchte ich auch den Einsatz von Viper (Svetlana Khodchenkova) auf keinen Fall vernachlässigen. Selbst wenn "Silver Samurai" (Hal Yamanouchi) der eigentliche Gegner ist, so trägt sie doch maßgeblich zu Logans Problemen bei und spielt ihre Rolle als einziger weiterer Mutant punktuell genau hinterlistig, faszinierend und frei von Klischees.

Insgesamt eine eher ungewöhnliche Geschichte für einen X-Men-Streifen. Aber: sie funktioniert und ist trotz 126 Minuten Laufzeit auch nicht zu lang oder gar langweilig. Die ständige Selbstreflexion des Adamantium-Mannes wird leider etwa ab der Mitte des Films etwas ermüdend, da hätte man gut ein bisschen was kürzen können. Trotzdem macht Hugh Jackmann als Logan/Wolverine wieder einmal mehr eine sehr gute Figur und wie ich bereits zum Vorgänger schrieb: für die Verkörperung dieser Comicfigur kann es auch nur einen geben: ihn.


"Was für ein Monster sind Sie nur?" - "Ich bin... Wolverine!"

Marco Beltrami liefert einen zum Geschehen stimmigen Soundtrack, der unaufdringlich ist und zur Szenerie passt. Er bietet aber auch Elemente, die einen aufhorchen lassen und ein Thema, dass sich unbemerkt einschleicht und irgendwie im Kopf bleibt.

Fazit: Für FSK-12 hart an der Grenze, ganz ehrlich. Manche Szenen sind sehr graphisch, vor allem die Ansicht des durch den Feuersturm schwerverletzten Wolverine. Aber auch einige Actionszenen und Fights sind nicht gerade zimperlich und blutarm. Das 3D bietet zwar eine schöne Tiefenschärfe, ist aber für den Filmgenuss belanglos und somit völlig überflüssig. Aber darüber hinaus ist "The Wolverine" genau das, was ich mir erhofft hatte: eine (im Rahmen des Superheldenkonstrukts) nicht zu übertriebene kurzweilige Unterhaltung, die vor allem nicht die ernste Story vernachlässigt, nur um möglichst viele Actionsequenzen aneinander zu reihen. Das ist gut und wird honoriert. Dieses Drama-Thriller-Actionfeuerwerk ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

8,5/10

PS: Nicht gleich nach der ersten Namenseinblendung das Kino verlassen, es folgt noch (wie fast immer) eine kleine Szene, die Lust auf mehr macht - und einen WTF-Effekt innehat.

Quellen: 
Inhaltsangabe: Twentieth Century Fox
Poster/Artwork: 
Twentieth Century Fox

Sonntag, 28. Juli 2013

X-Men Origins: Wolverine (2009)

http://www.imdb.com/title/tt0458525/

Wolverine war schon immer der coolste X-Men-Held. Da ist es völlig legitim, dass er seinen eigenen Film bekommt. So hat man hier eine unterhaltsame Verfilmung der Ursprünge des Wolverine. Dabei verlässt sich der FIlm verläßt sehr auf seinen hervorragenden Hauptdarsteller - Hugh Jackmann, dem die Rolle des Wolverine passt wie ein maßgeschneiderter Anzug. Ehrlich - ich könnte mir derzeit keinen besseren Schaupieler für den Job denken. Die anderen interessanten Figuren, wie Gambit und vor allem Deadpool kommen dadurch aber leider etwas zu kurz. Liev Schreiber als Sabretooth ist fantastisch und kann Jackman durchaus auch schauspielerisch Paroli bieten.

"X-Men Origins: Wolverine" erzählt die Vorgeschichte Logans mit Augenmerk auf seine mysteriöse Vergangenheit, seine komplexe Beziehung zu Victor Creed (Liev Schreiber) alias Sabretooth und das ominöse Weapon X-Programm. Der Zuschauer erfährt, wer Wolverine wirklich ist. Woher kommen seine Klingen, sein Adamantium-Skelett und seine Selbstheilungskräfte? Was hat seine Persönlichkeit geprägt? Was steckt hinter seinem inneren Konflikt und seiner Rache? Auf der Suche nach Antworten verbündet sich Wolverine u.a. mit Gambit (Taylor Kitsch) gegen Colonel Stryker (Danny Huston) und dessen Armee aus Supersoldaten, unter denen sich auch Wade Wilson (Ryan Reynolds) alias Deadpool befindet. Als Wolverine den früheren Tod seiner Geliebten Kayla Silverfox (Lynn Collins) durch Sabretooth rächen will, muss er eine bittere Überraschung erleben…

Ryan Reynolds spielt in diesem Film zu Beginn den Wade Wilson, der mit seinen beiden Schwertern einige gradiose Szenen bietet, so den "Wow-Effekt" erreichen kann und vor allem durch seine große Klappe auffällt. Dankenswerter Weise hat Reynolds aber insgesamt wenig Screentime und so nervt sein Geplapper nur anfänglich. Prinzipiell ist die Story dazu auch gut aufgebaut und beginnt erst so richtig ab dem Moment, in dem Wolverine sein Adamantium-Skelett erhält. Unglücklicherweise bedient sie sich aber auch fast aller Klischees, die das Genre so zu bieten hat. Das drückt leider etwas auf Atmosphäre und Spannung. Dafür kann der Film aber auch satte Action und Effekte bieten - und mehr verlange ich von so einem Blockbuster eigentlich auch nicht. Gerade die Kampfszenen sind teilweise grandios inszeniert, sodass ich als Actionfan auf jeden Fall auf meine Kosten gekommen bin.

Fazit: Der Film ist erzählerisch sicher nicht so schön rund wie der erste "X-Men", aber trotzdem ein gut inszenierter und unterhaltsamer Mainstream-Streifen.Da freue ich mich umso mehr auf Dienstag, wenn ich mir den zweiten Teil ansehen werde...

8/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Twentieth Century Fox
Poster/Artwork: 
Twentieth Century Fox

Mittwoch, 8. März 2017

Logan - Logan: The Wolverine (2017)

http://www.imdb.com/title/tt3315342/

In der Welt des Jahres 2029 sind Mutanten Geschichte, beinahe jedenfalls: Der gealterte Logan alias Wolverine (Hugh Jackman) ist einer der wenigen verbleibenden Menschen mit außergewöhnlichen Kräften und verbringt seine Tage an einem verlassenen Flecken Erde nahe der Grenze zu Mexiko, wo er sein Geld als Fahrer verdient und ihm nur zwei weitere Mutanten Gesellschaft leisten: Caliban (Stephen Merchant) und Charles Xavier alias Professor X (Patrick Stewart), dessen einst so brillanter und mächtiger Verstand von regelmäßigen Anfällen heimgesucht wird. Doch Logans selbstauferlegtes Exil endet eines Tages abrupt, als eine mysteriöse Frau ihn darum bittet, sich um die junge Mutantin Laura (Dafne Keen) zu kümmern und diese in Sicherheit zu bringen. Bald schon muss sich der krallenbewehrte Krieger mit dunklen Mächten und einem Bösewicht aus seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen, um Laura zu beschützen...

Der finale Teil der "Wolverine"-Saga zeigt, das es eben Ausnahmen in Filmreihen geben kann und eben nicht jeder Teil nach dem ersten automatisch schlechter sein muss. "Logan" basiert sehr lose auf dem "Old Man Logan"-Comic und wie schon bei "The Wolverine" übernahm James Mangold die Regie. Außergewöhnlich ist bei "Logan" nun, dass sich Mangold hier auch alleinig für die Story verantwortlich zeichnet, zusammen mit Scott Frank und Michael Green das Drehbuch schrieb und mit dem finalen Produkt zeigt, was aus einem Film werden kann, wenn das Studio dem Regisseur etwas Spielraum gibt und ihm freie Hand gewährt. "Logan" ist ein bedächtiges Stück Film und gleichzeitig - und das kann man kaum anders sagen - ein brutales Blutbad. Man kann hier wirklich überrascht (und erfreut zugleich) sein, dass der Film von der FSK mit dem Siegel "ab 16" freigegeben wurde. 17 Jahre lang verkörperte Hugh Jackman den wohl beliebtesten X-Men Wolverine in insgesamt 10 Auftritten und nun verabschiedet er sich aus seiner Paraderolle, durch die er weltweit Berühmtheit erlangte. "Logan" ist damit nicht nur ein Abgesang mit Neo-Noir und Western-Einschlägen, sondern einfach ein durchweg guter und ganz besonderer Superheldenfilm. Denn letzterer Gedanke kommt während "Logan" an vielen Stellen auf und man kommt schon jetzt nicht umhin zu erwähnen, dass "Logan" nicht nur ein perfekter Abschluss der "Wolverine"-Saga ist, sondern auch der beste Teil der Reihe und zudem ein Loblied auf Hugh Jackmans und dessen Charakter.


Hier passt alles: das Setting, die Grundstimmung, der ruhige, klavierlastige Score von Marco Beltrami - einfach alles. Der Fim selbst wirkt wie eine stilistische Verschiebung des gesamten Franchise. Logan, dessen Heilungsprozess sich nun im Laufe seines Lebens rapide verlangsamt hat, ist ein in die Jahre gekommener, gezeichneter Mann geworden und auch seinem alten Freund, Prof. Charles Xavier (Patrick Stewart) sieht man das Leiden seines Lebens an; er ist ein gebrochener, alter Mann. Dies bietet eine hervorragende Vorraussetzung für das was kommt, denn Logan schüttelt in einer letzten Konfrontation seine existentielle Last ab, tritt aus dem Schatten seiner selbst heraus und offenbart einen Mann mit engen Lächeln, dessen hartes Wesen nicht über seine geschundene Seele hinwegtäuschen kann. So etwas kannte man bisher nur von einem einsamen Westernhelden, verkörpert durch Clint Eastwood.

Der Opener in "Logan" ist kinetisch, effizient inszeniert, beiläufig sadistisch und beinahe ein Ritual, welches dem Superhelden/Genre-Playbook entspricht. Es ist eine archetypische Szene, die zeigt, dass einige böse Jungs nur dazu da sind, um den Helden erneut auf den Plan zu rufen. Hier macht der Film deutlich, dass er brutaler ist als alle seine Vorgänger. Es wird hemmungslos geflucht und gemetzelt und dabei bekommt man derart brutale Szenen zu sehen, dass man schon beinahe von Splatter reden kann. Die trostlose und völlig traurige Atmosphäre haut einen schier um, wird doch die direkte Verbindung zu Logans körperlichen und seelischen Zustand deutlich. So wird dieser noch verkompliziert, als Schurke und Genetiker Dr. Rice (gespielt mit einem etwas zurückhaltendem Flair von Richard E. Grant) mit einem venalischen Adjutanten Pierce (ein äusserst charismatischer Boyd Holbrook) und einer Armee paramilitärischer Cyborgs auftaucht. Dafne Keen als Laura, ein wildes Mädchen mit Hang zum Sadismus fällt mit zwiespältigen Gefühl, jedoch insgesamt sehr positiv auf. Jackman und Stewart harmonieren fantastisch zusammen, ihr permanetes Geben und Nehmen schafft eine gemeinsame Verwundbarkeit, die sich sowohl in körperlichen Verfall ausdrückt und im kontrapunktischen Spiel zwischen Logans eigenwiliger, zynischer aber brüderlicher Zuneigung und Professor X' würdevoller und obendrein charismatischer Art.

Jackman spielt in seiner letzten Rolle als Logan einfach überragend. Es ist mit Abstand seine beste Performance als Wolverine und er hätte für seinen letzten Auftritt auch keine bessere Show abliefern können. Auf dem Weg zum Finale findet Mangold zwar gelegentlich zum Klischee zurück und einziges Manko ist vielleicht, dass sich der Film im zweiten Akt ein wenig zieht und Wege eingeschlagen werden, die nicht ganz schlüssig wirken. Letztlich sind aber diese kurzen "Downer" dann doch nur Jammern auf hohem Niveau, denn der dritte Akt bietet ein Finale, welches man so zwar von Anfang an kommen sehen hat, aber in Perfektion kaum zu überbieten ist. Viele von Mangolds Entscheidungen fühlen sich dennoch frisch an, paradoxerweise, weil er ganz offensichtlich das Herz eines Klassizisten hat. Da fällt es leicht über vorige leichte Schwächen hinweg zu sehen und verdrängt, dass das Ende von Anfang an fest steht. "Logan" ist auch einfach ein starkes Argument dafür, Comicverfilmungen nicht zu übertrieben darstellen zu müssen und diese ein Stück weit wieder zu erden. Keine Effektschachten oder Weltzerstörerisches ist nötig, eher der Realismus, der "Logan" innewohnt, der sich unter anderem in seinen Narben, den Kosten eines endlosen Kampfes, manifestiert. Das ist Unterhaltung. Trostlose, kühle und blutrünstige Unterhaltung. "Logan" gleitet nur um Haaresbreite an einem Meisterwerk vorbei. Zwar ist der Film nicht zu Einhundert Prozent perfekt geworden, aber es ist mit Abstand der beste "Wolverine"-Film und Hugh Jackman und Patrick Stewart verabschieden sich von ihren Rollen mit einer grandiosen Leistung.

9/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Twentieth Century Fox
Poster/Artwork: 
Twentieth Century Fox

Donnerstag, 27. Februar 2020

[COLLECTION] Wolverine (Premium Format Figure) (Sentinel Series) (X-Men)

https://www.sideshow.com/

"All right you freaks - if you really want to tangle with someone, why not try your luck against the Wolverine?"


Er ist der Beste, in dem, was er am besten kann - und das bedeutet, Sentinels in Stücke reißen! Sideshow ist stolz darauf, die Wolverine Premium Format™ Figur zu präsentieren.


Die Wolverine Premium Format™ Figur ist eine Warnung an alle Feinde der X-Men - legt euch mit ihnen an und ihr bekommt die Klauen zu spüren. Diese Polystone-Statue ist ca. 51 cm groß, mit einem zum Sprung nach vorn bereiten Wolverine auf einer abgetrennten Sentinelhand-Basis. Die Mutanten-Killermaschine hat die inneren Mechanismen der Sentinelhand freigelegt, an der Stelle, an der der gelbe-blaue Berserker die Hand mit seinen fiesen Adamantium-Klauen aus dem Körper des Sentinels gerissen hat.


Wolverine kommt mit einem wilden Porträt mit einem knurrenden Ausdruck und seiner ikonischen gelb-schwarzen Maske. Er trägt sein klassisches, bis ins feinste Detail strukturiertes, gelb-blaues Kostüm mit einer roten Gürtelschnalle und den X-Men-Insignien, inklusive Kampfspuren aus vergangenen Schlachten. Voller Wut und Adamantium und hat Wolverine seine Metallklauen ausgefahren, und ist bereit, alle anderen Sentinels in fetzen zu zerreißen, die sich ihm im Weg stellen. Seine Arme, mit beeindruckender Muskulatur, prall gefüllten Adern und bemalten Haardetails, spiegeln seine schiere Stärke und Wildheit wieder.