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Burt Gummer (Michael Gross) und sein Sohn Travis Welker (Jamie Kennedy) sind Raketenwurmjäger und reisen zusammen nach Kanada, um die Gerüchte über Angriffe riesiger Würmer zu überprüfen. Doch auf das, was sie mitten in der arktischen Tundra erwartet, waren selbst die erfahrenen Spezialisten nicht vorbereitet. In dem Gebiet um eine abgelegene Forschungsstation wimmelt es nur so vor Graboiden, wie die Raketenwürmer auch genannt werden, und bald muss sich das Vater-Sohn-Gespann zusammen mit einigen Überlenden gegen eine regelrechte Heerschar des überdimensionalen Wurmgetiers zur Wehr setzen. Gerade als Burt der beunruhigende Verdacht kommt, dass die Graboiden heimlich zu Waffen gemacht werden, wird er mit deren tödlichem Gift infiziert. Jetzt ist Eile geboten, denn wenn sie nicht innerhalb von 48 Stunden herausfinden, wie man einen Graboiden melkt und daraus ein Gegengift herstellen kann, ist Burts Schicksal besiegelt...
Mit "Tremors: A Cold Day in Hell" geht die Monsterfilmreihe in die sechste Runde. Diesmal verschlägt es den unverwüstlichen Burt Gummer (Michael Gross) und seinen Sohn Travis (Jamie Kennedy) in die kanadische Arktis, wo Graboids und ihre fliegenden Verwandten, die Ass-Blasters, eine Forschungsstation bedrohen. Als Burt durch das Gift der Kreaturen lebensgefährlich erkrankt, beginnt zusätzlich ein Wettlauf gegen die Zeit. Das eisige Setting verspricht frischen Wind, doch im Kern bleibt alles beim alten Muster. Michael Gross beherrscht Burts Mischung aus Waffenfanatismus, Misstrauen und trockenem Humor erneut sicher und hält den Film mit seiner Präsenz zusammen. Jamie Kennedy sorgt als Travis für die gewohnten Sprüche, doch die Vater-Sohn-Dynamik wirkt zunehmend routiniert. Auch die Nebenfiguren bleiben blass und bekommen kaum Gelegenheit, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Der Schauplatz hätte einiges zu bieten: Schnee, Eis und eine abgelegene Forschungsstation könnten für klaustrophobischen Monsterhorror sorgen. Leider nutzt die Inszenierung diese Möglichkeiten kaum. Die künstlich wirkende Umgebung trägt wenig zur Atmosphäre bei, zumal der Film größtenteils in Südafrika gedreht wurde - wo es nun weit entfernt von "kalt" ist. Regisseur Don Michael Paul liefert solide Genre-Routine, aber wenig Spannung oder visuelle Eigenständigkeit. Auch die Kreaturen sorgen für gemischte Gefühle. Die Angriffe liefern ein paar unterhaltsame und blutige Momente, doch die computergenerierten Graboids wirken häufig wenig überzeugend. Der Charme der handgemachten Effekte früherer Teile fehlt. Das Drehbuch macht es nicht besser: Neben der Monsterbedrohung werden eine mögliche Waffenforschung und Burts Vergiftung eingeführt, ohne dass alle Handlungsstränge wirklich überzeugend zusammenfinden. Vorhersehbare Wendungen und reichlich platte Dialoge bremsen zusätzlich den Spaß. Sobald die Würmer angreifen, kommt endlich mal Bewegung in die Handlung; dazwischen ziehen sich die Szenen mit den wenig interessanten Figuren. Musik und Schnitt erfüllen ihren Zweck, bleiben aber ebenso wenig im Gedächtnis wie die Geschichte selbst. Für Fans gibt es immerhin vertraute Monster-Action und einige Momente, die an den ursprünglichen Reiz der Reihe erinnern.
Doch unterm Strich ist "Tremors: A Cold Day in Hell" eine uninspirierte Fortsetzung, die aus ihrem ungewöhnlichen Schauplatz zu wenig macht. Michael Gross hält die Stellung und einzelne Kreaturenattacken unterhalten durchaus, doch schwache Dialoge, blasse Nebenfiguren und mäßige Effekte überwiegen. Für einen anspruchslosen Monsterfilmabend reicht es gerade noch - von einer Reihe, die mit ihrem Original so viel Charme bewiesen hat, darf man allerdings mehr erwarten.

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