Dienstag, 16. Juni 2015
Taken 3 - 96 Hours: Taken 3 (Extended Cut) (2014)
Ex-CIA-Agent und Familienvater Bryan Mills (Liam Neeson) rettete seine Tochter Kim (Maggie Grace) und deren Mutter Lenore (Famke Janssen) bereits zwei Mal aus den bedrohlichsten Situationen. Diesmal muss er sich primär um die eigene Haut kümmern – Mills wird zum Hauptverdächtigen in einem Mordfall, dessen Opfer ihm sehr nahe stand. Der Einzelkämpfer sieht nur eine Möglichkeit, seine Unschuld zu beweisen: Er muss den Killer selbst ausfindig machen und zur Rechenschaft ziehen. Seine in vielen gefährlichen Missionen geschulten, ebenso besonderen wie tödlichen Fähigkeit setzt Mills aber nicht nur für die Jagd ein, sondern auch, um sich die Polizei vom Hals zu halten. Diese fahndet mit allen Mitteln nach dem früheren Spion, angeführt von dem hartnäckigen Polizeiinspektor Franck Dotzler (Forest Whitaker)…
Das wars mit dem Franchise "Taken". "Taken 3" ist natürlich nichts im Vergleich zum genialen ersten Teil. Und fast alles, was "Taken 2" schon falsch gemacht hat, macht auch der dritte Teil wieder falsch. Die Actionszenen sind wiederrum so übertrieben schnell und unübersichtlich geschnitten, dass man beim Zusehen schnell den Überblick verliert. Da werden im Irrsinnstempo so unmotiviert Bilder aneinandergeknallt, daß sich regelrechte Verwirrung beim Zuschauer einstellt. Hinzu kommt auch, dass die Dialoge noch unterirdischer sind, als die des Vorgängers und es schließlich auch noch die ganze Zeit über so wirkte, als hätte keiner der Schauspieler wirklich richtig Lust auf den Film gehabt.
Aber, trotz all dem, kann man mit dem dritten Teil der "Taken"-Reihe wieder Spaß haben. Das liegt zum einen daran, dass er es immerhin geschafft hat, auf solch völlig peinliche Aktionen, wie das Granaten werfen auf den Dächern Istanbuls zu verzichten, aber vor allem war es die Geschichte, die zumindest wieder halbwegs interessant ist, auch wenn er beinahe zu sehr von "Auf der Flucht" gestohlen hat. Somit hat "Taken 3" - bis auf den Namen und die Familie Mills selber - rein gar nichts mehr mit dem Erstling von 2008 zu tun. Zwar werfen einen die grausam geschnittenen Actionszenen immer wieder aus dem Geschehen, aber die Balance passt besser: dieses Mal wurde nämlich der Action etwas weniger Platz eingeräumt, als noch im vorherigen Teil. Auch überrascht es, dass der Film am Ende doch nicht ganz so vorhersehbar war, wie man es zu Anfang hätte annehmen können und der Streifen so immerhin noch einen versöhnlich stimmenden Abschluss - auch der Reihe - bilden kann.
Natürlich ist "Taken 3" ganz sicher kein wirklicher Über-Film. Aber immerhin und ganz abgesehen von dem grenzwertigen Schnitttempo hat man dann doch irgendwo seinen Spaß, was schlussendlich mehr ist, als man von einem dritten Teil erwarten konnte.
6/10
Sonntag, 17. März 2013
Taken 2 - 96 Hours: Taken 2 (Extended Cut) (2012)
Eineinhalb Jahre sind vergangen, seit der pensionierte CIA-Agent Bryan Mills (Liam Neeson) seine Tochter Kim (Maggie Grace) aus den Fängen brutaler albanischer Mädchenhändler gerettet hat. Inzwischen lebt er zurückgezogen und nimmt nur noch selten Aufträge als Leibwächter an. Als ihn seine Frau Lenore (Famke Janssen) und Kim während eines Jobs in Istanbul besuchen, wird das Familienidyll schlagartig zerstört: Mills und Lenore werden gekidnappt. Der Vater eines von Mills damals ermordeten Albaners sinnt auf Rache. Doch er hat sich mit dem falschen Gegner angelegt. Mills setzt alles daran, sich und siene Frau aus der Gewalt ihrer Peiniger zu befreien. Dabei ist er dieses Mal auch auf die Hilfe einer ganz bestimmten Person angewiesen – Kim, die nun in die Fußstapfen ihres Vaters treten muss...
Die Zutaten
sind nach wie vor die gleichen: Die Action ist weiterhin spektakulär, es
wird immer noch ein Expresstempo angeschlagen, das Geben und Nehmen von
Schlägen und Tritten hat auch diesmal einen guten, wenngleich auch
teilweise zu schnell geschnittenen Rhythmus und Liam Neeson beherrscht
als rabiater Rachevater erneut die Szenerie. Dazu kommt der neue
Schauplatz Istanbul, der hier wunderbar exotisch und zugleich modern
erscheint. Doch bei all dem geht formale Perfektion über erzählerische
Präzision. Die provozierend-archaische Eindeutigkeit des ersten Teils
wirkte dahingehend deutlich überzeugender.Der Versuch, dem Action-Feuerwerk thematische Doppelbödigkeit zu verleihen, mag scheitern, aber das mindert das Vergnügen nicht entscheidend. Neeson beweist sich erneut als Action-Star mit einmaliger Aura und bringt als ehemaliger CIA-Ausputzer die Leinwand wieder einmal fast zum Bersten, er kämpft und schießt sich mit größter Selbstverständlichkeit den Weg frei. So ist "96 Hours: Taken 2" ein solider Action-Thriller, der optisch ausgereifter wirkt, aber dafür fehlt der teuren Fortsetzung auch weitgehend der raue Charme und die infernalische Wucht des Vorgängers. Trotzdem sehenswert.
7/10
Freitag, 27. März 2015
A Walk Among The Tombstones - Ruhet in Frieden (2014)
Matthew Scudder (Liam Neeson) ist ein ehemaliger Cop und trockener Alkoholiker. Er verbringt seinen Ruhestand damit, seinen Freunden für Geld Gefälligkeiten zu erweisen. Diese führen ihn oft tief in die Unterwelt von New York. So wird er auch angeheuert, als es im Big Apple zu einer ganzen Reihe von Entführungsfällen kommt, denen die Polizei machtlos gegenüber zu stehen scheint. Zögerlich hilft er dabei auch einem Heroinschmuggler (Dan Stevens), dessen Frau entführt und bestialisch ermordet wurde. Scudder hat dabei keine Skrupel, auch die Grenzen des Gesetzes zu übertreten, um Gerechtigkeit walten zu lassen und hat als unlizensierter Privatermittler Zugang zu Bereichen, die der Polizei stets verschlossen sind. Während er die Täter der schrecklichen Verbrechen jagt, geht er an die Grenze des moralisch Vertretbaren und droht so, selbst zu einem der Monster zu werden, gegen die er eigentlich ankämpft...
Auch wenn die Rolle von Liam Neeson große Ähnlichkeiten zu seiner Paraderolle aus "Taken" hat, trotzdem weiß der Film zu überzeugen. Das liegt vor allem dann doch wieder an Liam Neeson, der es vermag seinen Charakter diese Tiefe zu geben. "Ruhet In Frieden" ist eine teilweise sehr ruhig erzählte Geschichte. Nur selten frischt der übliche Liam Neeson Actionwahnsinn auf, hier besticht mehr die erzählerische Note um den zwiegespaltenen Privatdetektiv. Deutlich düsterer angelegt als die sonstigen Erzählungen, erweckt "Ruhet in Frieden" letztlich aber doch den Eindruck einer sehr "sauberen" Thriller/Krimi-Story. Leider erweißt sich dabei die dramaturgische Note als etwas zäh und langwierig. So besteht der Film aus vielen ruhigen Passagen. Nicht das es mehr Knalleffekte gebraucht hätte, aber die Erzählung bleibt in Anbetracht der Laufzeit insgesamt zu langwierig. Düster, ja, mit vielen Nebenfiguren erweckt diese Verfilmung den Eindruck als könne hier (nach "Taken") eine weitere Reihe entstehen. Auf den zweiten Blick erkennt man aber, dass es schon ein Dutzend ähnlich gearteter Verfilmungen gibt und "Ruhet in Frieden" diesem Stoff nicht wirklich etwas Frisches oder Neues hinzufügen kann.
6,5/10
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Sonntag, 18. September 2022
Blacklight (2022)
Travis Block (Liam Neeson) lebt und kämpft im Verborgenen. Als freiberuflicher "Fixer" der Regierung ist Block ein gefährlicher Mann, zu dessen Aufträgen es gehört, Agenten aus brenzligen Situationen zu befreien. Er weiß, dass seine Hände schmutzig sind, aber er will sich ändern. Als ein Agent getötet wird, nachdem er eine Gruppe infiltriert hat, die einen gewalttätigen gesellschaftlichen Umsturz befürwortet, entdeckt Block, dass ein schattenhaftes Programm namens Operation Unity aus Gründen, die nur Blocks Chef, FBI-Chef Robinson (Aidan Quinn), kennt, normale Bürger umbringt. Als Block der Wahrheit näher kommt, nimmt er die Hilfe der Journalistin Mira Jones (Emmy Raver-Lampman) in Anspruch. Doch seine Vergangenheit und seine Gegenwart kollidieren, als seine Tochter und seine Enkelin bedroht werden und er sich selbst retten könnte, indem er sie rettet. Jetzt muss Block die Menschen, die er liebt, retten und die Wahrheit aufdecken, um eine Chance auf Erlösung zu haben.
Liam Neeson läuft nicht erst seit kurzem Gefahr, nach seinem "Taken"-Erfolg in die F-Action-Schiene abzurutschen, wie es bereits Steven Seagal oder auch Bruce Willis wiederfuhr. Dass da in den Unmengen an filmischen Output zwischendurch mal ein Glanzpunkt auftaucht, hofft man als Zuschauer gern, doch "Blacklight" ist leider keiner. Mit einem 08/15-Plot von der Stange gewinnt man einfach keinen Blumentopf mehr. Wieder einmal gibt es eine Verschwörung eines machthungrigen Führungsmenschen in einer wichtigen Behörde, wie FBI, CIA, Weißes Haus, egal. Und wo die bekannten Vorbilder - das "Bourne"-Franchise, "Der Staatsfeind Nr. 1" - durch raffinierte Twists und atemberaubende Beweisbeschaffungssquenzen glänzten, plätschert dieser Film hier nur müde und oberflächlich vor sich hin. Natürlich gibt es ein paar hervorragende Actionszenen, schließlich ist es ein Liam Neeson Film. Und natürlich hat der Protagonist private Probleme, hat seine Familie gegen sich aufgebracht und sucht nun Kontakt zu seiner Tochter/Enkelin/Frau - was ihm schwer gemacht wird. Schließlich ist es ein Liam Neeson Film. Gegen Ende hin werden dann die Dialoge (inkl. eindeutig geklauter Textzeilen) immer flacher, die finale Begegnung ist schlampig umgesetzt und man sieht sogar ein oder zwei grottenschlecht gespielte Szenen. Immerhin bleibt der Unterhaltungsfaktor grade lange genug erhalten, so dass man den Streifen zu Ende schauen konnte. Schliesslich ist es ja ein Liam Neeson Film.4,5/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Capelight
Dienstag, 7. Oktober 2014
Taken - 96 Hours (2008)
Bryan Mills (Liam Neeson) ist ein ehemaliger Top-Agent der Regierung. Um in der Nähe seiner Ex-Frau Lenore (Famke Janssen) und ihrer gemeinsamen Tochter Kim (Maggie Grace) zu sein, hat er sich nach Los Angeles zurückgezogen, doch ihre Beziehung bleibt distanziert. Als Kim mit ihrer Schulfreundin Amanda nach Paris reisen will, stimmt Bryan nur widerwillig zu. In Paris angekommen, beginnt ein Albtraum, denn die Mädchen werden entführt. Kim kann gerade noch einen Hilferuf an ihren Vater absenden, bevor auch sie in den Fängen der Menschenhändler landet. Bryan begibt sich selbst nach Europa, um seine Tochter aus den Fängen der international operierenden Schlepperorganisation zu befreien, bevor sie für immer verschwindet.
Mit "96 Hours" zeigt Regisseur Pierre Morel, wie ein Actionfilm funktioniert: man nehme eine altbekannte, aber dennoch nie langweilig werdende und spannende Handlung, einen glaubwürdigen Hauptdarsteller und viele kurze, dafür aber umso knackigere Actionszenen. Der Film besticht weder mit einer komplexen Erzählstruktur noch mit undurchsichtigen Charakteren, der Zuschauer weiß schon nach wenigen Minuten woher der Wind weht und kann sich auch schon denken, dass die Geschichte ein gutes Ende nehmen wird. Und dennoch wird man gut unterhalten und klebt mit Sicherheit volle 90 Minuten gebannt vor dem Bildschirm. Hauptdarsteller Liam Neeson scheint wie gemacht zu sein für diese One-Man-Show, und die restliche Darstellerriege wirkt gegen ihn recht blass, was dem Film jedoch in keinster Weise schadet.
"I will look for you. I will find you. And I will kill you."
Liam Neeson, der mit diesem Film im Alter von 56 Jahren urplötzlich vom Charakterdarsteller zum Actionstar wurde, nimmt - nachdem er von der Leine gelassen wurde - jeden bösen Albaner mit Schußwaffen, Messern oder seinen bloßen Händen auseinander, bis er das Töchterchen wiederfindet und diese nun endlich einsieht, dass es in den USA doch viel schöner ist als im bösen Ausland. Das wars eigentlich. Aber es macht richtig Spaß, dabei zuzugucken. Die Action ist dreckig, schnell, effektiv, realistisch, und archaisch brutal. Die Sprüche sind derb, die Bösen einfach nur böse, und Liam Neeson beim Ausschalten ebenjener Bösewichte zuzuschauen hat so seinen ganz eigenen Reiz, denn er geht mit infernaler Wucht gegen diese vor. Einer der besten Actionfilme der letzten Jahre, und das kann man ohne Umschweife so stehen lassen.
8/10
Mittwoch, 2. Juni 2021
Honest Thief (2020)
Tom Dolan (Liam Neeson) hat über viele Jahre hinweg zahlreiche kleine Banken ausgeraubt. Dabei ist er stets so geschickt vorgegangen, dass ihn nie jemand erwischt hat und auch nie jemand verletzt wurde. Doch nun will er seine kriminelle Vergangenheit hinter sich lassen, denn er hat sich in Annie Wilkins (Kate Walsh) verliebt, die die Lagerhalle betreut, in der er die reiche Beute seiner Raubzüge gelagert hat. Dolan will einen Deal mit dem FBI eingehen und die neun Millionen Dollar zurückgeben, die er gestohlen hat, wenn im Gegenzug seine Strafe reduziert wird. Doch die korrupten FBI-Agenten Nivens (Jai Courtney) und Hall (Anthony Ramos) wollen ihn übers Ohr hauen, das Geld einkassieren und ihm den Mord an ihrem Vorgesetzten Baker (Robert Patrick) unterschieben. Das lässt sich Dolan jedoch nicht gefallen...
"Honest Thief" ist ein weiterer typischer Thriller mit Liam Neeson. Ziemlich konstruiert und unglaubwürdig, aber trotzdem im Rahmen seiner Möglichkeiten durchaus noch unterhaltsam. So richtig zünden will das Ganze jedoch nicht. Dazu ist Neeson einfach moralisch zu integer, und die Tatsache, dass dem zweiten fiesen FBI-Mann ständige Gewissensbisse ins Drehbuch geschrieben wurden, hat zur Folge, dass sich die beiden bösen Jungs untereinander am laufenden Band in die Wolle geraten, was ganz klar auf Kosten der Spannung geht. Könnte man gerade noch als Drehbuchfehler werten. Der Score von Marc Isham holt allerdings viel heraus, allerdings merkt man Liam Neeson langsam sein Alter an. Die Actionszenen sind recht langsam und hölzern. Den taffen Action-Helden nimmt man ihm jedenfalls nur noch bedingt ab. Alles in allem istdas nicht schlecht, aber es bleibt keinerlei Eindruck zurück. Absolut kein Vergleich zu einem Kracher wie "Taken".5,5/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Leonine
Sonntag, 7. Juni 2020
Angel Has Fallen (2019)
https://www.imdb.com/title/tt6189022/Secret-Service-Agent Mike Banning (Gerard Butler) hat seine ganze Karriere damit verbracht, sein Leben in den Dienst von US-Präsidenten zu stellen und diese zu beschützen - koste es, was es wolle. Zweimal musste er bereits an seine Grenzen gehen, um die Pläne kompromissloser Terroristen zu durchkreuzen und die Welt zu retten. Doch nun gerät er selbst ins Visier: Als bei einem bis ins kleinste Detail geplanten Angriff auf den Präsident Trumbull (Morgan Freeman) nämlich halb Washington in Schutt und Asche gelegt werden soll, spielt nicht nur das Flugzeug des Präsidenten - die Air Force One mit dem Codenamen "Angel" - eine entscheidende Rolle, sondern auch Banning. Ausgerechnet ihm schieben die Angreifer die Schuld in die Schuhe, als der Vogel vom Himmel geholt wird. Und plötzlich muss Mike nicht nur fliehen, sondern auch noch die wahren Übeltäter finden, um seine Unschuld zu beweisen - denn selbst seine Kollegen glauben, dass er was mit der Sache zu tun hat.
Nach "Olympus Has Fallen" und "London Has Fallen", ist "Angel Has Fallen" der dritte Film mit Gerard Butler als Secret Service-Agent Mike Banning. Wie in der Liam Neeson-Reihe "Taken" gerät auch Gerard Butlers Mike Banning im dritten Teil der "... Has Fallen"-Filme selbst in Verruf - die grandiosen One-Man-Shows beider Filmreihen unterscheiden sich im dritten Streich aber in einem wesentlichen Punkt: Statt hektisch zerschnittener Action in "Taken 3" gibt es in "Angel Has Fallen" ein brutal-aufreibendes Psychostück. Es ist der persönlichste Film der Reihe und einmal mehr ein erstklassig inszeniertes Actionspektakel. Der Film ist aber auch wesentlich düsterer und die Action erdiger. Die Feinde sind diesmal nicht Nordkoreaner oder Islamisten, sondern kommen aus den eigenen Reihen. Zugegeben... sehr originell ist das jetzt nicht, es gibt altbekannte Klischees und es ist auch nicht immer logisch, aber trotzdem ist das Ganze recht spannend. Außerdem wurde der Patriotismus auf ein erträgliches Maß reduziert.
Die Handlung ist dieses Mal nicht von einem "Stirb langsam"-Vorbild abgekupfert sondern von "Auf der Flucht": dem Helden wird ein Vergehen in die Schuhe geschoben und fortan muß der fliehen und seine Unschuld beweisen. Allerdings ist dies kein Material um einen Actionthriller zu füllen: der Antagonist ist schnell bekannt und die Hintergründe komplett schlicht.
"Angel Has Fallen" erzählt im Prinzip zum dritten Mal die gleiche Story, mit nahezu
austauschbaren Figuren. Neu ist der gewollte, aber inkonsequent
erzählte Ansatz des verwundbaren Helden. Vor diesem Background feuert der Film eine Reihe Actionmomente
ab die wie in den Vorgängern mit brutal hohem Bodycount daherkommen und
wuchtig sind, aber ebenso wird mit Wackelkamera gearbeitet und oftmals
sind die Actionszenen sehr unübersichtlich, sei es im nächtlichen Wald
oder in einer Schuttruine. In der letzten halben Stunde verdichtet sich
alles zu einem effektiven Showdown und Nick Nolte gbt den unpassenden
Sidekick der aber trotzdem etwas Spaß vermittelt. Gerard Butler gefällt erneut als angeschlagener
Secret Service Mann. Wer also mit den vorherigen Teil
klar kam wird auch diesen hier mögen, alle anderen sehen einen banalen
und lauten Actionfilm der dem Thema nichts neues gibt. "Angel Has Fallen" ist nun wahrlich keine Mogelpackung. Im Grunde bekommt
man genau das geboten, was man nach den ersten beiden Teilen der Serie
erwarten darf. Einen geradlinigen Actioner, der aber in Summe leider an
zu vielen Stellen Schwächen aufweist.6,5/10
Samstag, 11. Mai 2013
Jack Reacher (2012)
http://www.imdb.com/title/tt0790724/Jack Reacher (Tom Cruise), der ehemalige US-Militärpolizist aus Lee Childs Roman-Bestseller, feiert sein Kinodebüt – mit einem hochkarätigen und spannungsgeladenen Thriller. Nach einem Blutbad auf offener Straße wird ein Verdächtiger inhaftiert, der während seines Verhörs nur einen einzigen Satz sagt: „Holt Jack Reacher!“ In seiner kompromisslosen Suche nach der Wahrheit muss der Einzelkämpfer Reacher jenseits des Gesetzes operieren, um es mit seinem brutalen, mysteriösen Gegenspieler aufnehmen zu können.
Das vielleicht Beste am neuen Cruise-Streifen "Jack Reacher" ist die gut gespielte Skrupellosigkeit und Brutalität des namensgebenden Protagonisten. Auch wenn in diesem Film die typischen Merkmale eines Actionfilms vorhanden sind, würde ich "Jack Reacher" eher in die Sparte Thriller einreihen. Inhaltliche Schwächen sowie dramaturgisch arg ungeschickte Szenen gehören da halt zu so einem Film in diesem Genre auch irgendwie dazu. "Jack Reacher" geht einen ähnlichen Weg wie Liam Neeson zuvor in "Taken", und das passt ganz gut. Denn hier wird wenigstens versucht, ein paar altbackene Konventionen zu brechen und ein wenig von den typischen Merkmalen anderer Genrevertretern abzudriften. Tom Cruise spielt seine Rolle mit gewohnter Professionalität, aber auch Werner Herzog als Antagonist hat mir sehr gut gefallen, ist er doch hier ein sehr erfrischender Bösewicht. Somit ist "Jack Reacher" das was er sein soll: einfach ein netter Actionfilm/Thriller mit teilweise sehr coolen "Sherlock"-angehauchten Momenten und einem sympatischen Anti-Helden, der mehr drauf hat als man denkt.
7/10
Exklusiv im MediaMarkt gab es ein schickes, wenngleich schlichtes Steelbook zum Film:



















