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Sonntag, 7. Dezember 2025

I Know What You Did Last Summer - Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (2025)

https://www.imdb.com/title/tt4045450/

Die fünf Freunde Danica (Madelyn Cline), Ava (Chase Sui Wonders), Milo (Jonah Hauer-King), Teddy (Tyriq Withers) und Stevie (Sarah Pidgeon) sind schuld an einem tödlichen Autounfall. Es war natürlich keine Absicht, aber jetzt ist es nun mal passiert. Doch aus Angst vor den drohenden Konsequenzen wollen sie sich aus der Affäre ziehen und niemanden davon erzählen. Sie schließen den Pakt, über die Tat eisern zu schweigen – und das geht auch erst mal ziemlich lange gut. Doch ein Jahr später wird klar: Es wissen doch mehr als diese fünf Menschen davon, was im vergangenen Sommer wirklich passiert ist. Und dieser unbekannte Mitwisser sinnt auf blutige Rache an den fünf Freunden. Stück für Stück wird ihnen klar, dass das Geschehen einem bestimmten Muster folgt, das seine Wurzeln im Jahr 1997 hat. Damals wurde in Southport ein regelrechtes Massaker angerichtet. Zwei Überlebende dieses Massakers, Julie (Jennifer Love Hewitt) und Ray (Freddie Prinze Jr.) sollen nun den Freunden dabei helfen, das Blutvergießen zu verhindern.

Jennifer Kaytin Robinsons Legacy-Sequel zum 1997er Slasher-Klassiker schickt fünf Freunde - Danica (Madelyn Cline), Ava (Chase Sui Wonders), Milo (Jonah Hauer-King), Teddy (Tyriq Withers) und Stevie (Sarah Pidgeon) - nach einem vertuschten tödlichen Autounfall in Southport, North Carolina, in die Fänge eines hakenbewehrten Killers, der ein Jahr später "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" verkündet.  Die Neuen suchen Hilfe bei den Überlebenden des Originalfilms Julie James (Jennifer Love Hewitt) und Ray Bronson (Freddie Prinze Jr.), was das Massaker von 1997 als reale, verheerende Vergangenheit etabliert und Rays ruiniertes Leben beleuchtet. Damit mischt der Film irgendwie gekonnt und gleichzeitig beschämend Nostalgie mit modernen Twists, endet aber in einem enttäuschenden Finale.

Der Film verwebt immerhin die Prequels klug: Die Freunde recherchieren das "Southport-Massaker von 1997", Rays Bar wird Schauplatz, und Julie erkennt Verbindungen, die Ray als Komplizen des Täters entlarven - motiviert durch die Verschleierung, die sein Leben zerstörte.  Hewitt und Prinze Jr. dienen nicht nur als Cameos, sondern treiben die Whodunit-Handlung voran, indem sie emotionale Tiefe und Rachemotive einbringen, ähnlich wie in den "Scream"-Sequels.  Diese Verknüpfung huldigt dem Original mit subtilen Verweisen wie der Eröffnungssequenz, ohne die Neuen zu überladen. Robinson baut auch das Setting in der ersten Hälfte atmosphärisch auf, mit cleveren Falschfährten, Küstenangst und Whodunit-Effekten, die das Publikum necken - Morde wie der Strangulierung von Milo erzeugen angenehmen Thrill. Humorvolle Tributs an 90er-Tropes (Öljacke, Haken) und ein bizarrer Albtraum für Fans sorgen für Camp-Potenzial, doch in späteren Szenen geht die Atmosphäre verloren und dies dämpft den Horror.  Das Finale kulminiert logisch, enttarnt Ray als Insider, lässt aber Potenzial ungenutzt. Die neue Besetzung wirkt hingegen flach: Madelyn Clines Danica und Chase Sui Wonders' Ava fehlen Dynamik, das Schauspiel wirkt parodistisch, ohne Herz oder Tiefe zu wecken. Hewitt und Prinze Jr. glänzen hingegen mit echter Präsenz, verleihen Legacy-Gewicht und retten emotionale Momente wie Julies Ablenkung Ray gegenüber. Insgesamt mangelt es an Charakterentwicklung trotz zwei Stunden. Unterm Strich ist die Neuauflage ein solider Sommer-Slasher für Nostalgiker, der Genre-Klischees auskostet, aber durch Vorhersehbarkeit und schwache Figuren ins Straucheln gerät

5,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts/Columbia Pictures
Poster/Artwork: Columbia Pictures/Original Film

Dienstag, 27. Oktober 2015

I Still Know What You Did Last Summer - Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast (1998)

http://www.imdb.com/title/tt0130018/

Eine Reise in die Bahamas: Was kann es Schöneres geben für zwei Collegemädchen wie Julie (Jennifer Love Hewitt) und ihre Zimmergenossin Karla (Brandy Norwood)? Dort angekommen, beginnt der Thrill: Julie wird eines der ersten Opfer eines Fischers, der eine erschreckende Ähnlichkeit mit dem Killer aufweist, der vor einem Jahr diverse Freunde Julies am Haken hatte. Aber wurde der Kutten-Mann nicht getötet? Julie und den anderen jungen Leuten auf dem Insel-Paradies (Mekhi Phifer, Jennifer Esposito...) haben kaum Zeit, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Der Leichenberg wächst, ein Unwetter macht die Flucht aufs Festland unmöglich...

Es war ja klar, dass nach dem offenen Ende des ersten Teils unbedingt eine Fortsetzung her musste. Witzigerweise spielt die völlig billige Cliffhanger-Abschluss-Szene aus dem ersten Teil keine wirklich relevante Rolle. Man muss auch gleich zu Beginn sagen, dass "Ich weiß noch immer was du letzten Sommer getan hast" in allen Punkten deutlich schwächer als sein Vorgänger ist. Auch das Drehbuch bietet unfassbare Patzer und man mag kaum für möglich halten, dass sogar noch ein dritter Teil gedreht wurde - nach all dem hier. Wenn man diesen dann allerdings gesehen hat, ist der zweite Teil hier mit einem Schlag, ähm Haken gar nicht mehr so schlecht...

Und warum ist nun der zweite Teil völliger Unsinn? Nun, bis auf 2 Darsteller sind ja bereits schon alle übrigen Protagonisten, die überhaupt erst zu dem ganzen Wahnsinn führten entweder a) tot oder b) gar nicht schuld. Und so ist die Story zu diesem Teil völliger hanebüchener Quark, der aus wahllosen Morden, nervigem Gekreische, nichtssagenden Dialogen und nassen Wonderbra-verdeckten Brüsten im Regen führt. Noch dazu ist hier eine Szene unlogischer als die Andere und wen auch immer der Twist am Ende tatsächlich noch überrascht, er ergibt von vorne bis hinten keinen Sinn.

Die arme Jennifer Love-Hewitt. Auch wenn ich kein Fan von ihr bin, hat sie so eine komplett dämliche Rolle nicht verdient. Sie agiert unfassbar schlecht. Frage: was macht man wenn man mit einer Axt vor dem Killer steht? - Genau, man rennt weg! Sensationell. Und wer kam auf die grandiose Idee Sängerin Brandy Norwood zu casten? Mag sein, dass viele Musiker gut schauspielern können, aber Brandy gehört definitiv nicht dazu, denn sie spielt so überzogen schlecht, dass man sich fast das Lachen verkneifen muss. Auch Freddie Prinze Jr. ist wieder unter aller Kanone und es ist einfach zum Fremdschämen, mit ansehen zu müssen, wie er verzweifelt versucht ein ängstliches oder schockiertes Gesicht zu machen - und es einfach nicht schafft. Kein Wunder, warum er wieder in der Versenkung verschwand (oder hat seitdem jemand wieder von ihm gehört?). Einzig Jack Black war in seinen kurzen Momenten besser als jeder andere einzelne Akteur in diesem Film, auch wenn seine Figur im Film überhaupt keinen Nutzen hatte.

Das klingt jetzt alles richtig mies. Ist es eigentlich auch, aber der Film hat tatsächlich auch gute Sachen auf Lager. Die Atmosphäre, sowie die Location sind hervorragend, die Soundeffekte und die Kameraarbeit sind zudem noch ganz gut und sogar ein paar Kills sind nett anzusehen. Dennoch ist der zweite Teil dieser Reihe zwar streng gesehen eine ziemlich schlechte Nummer mit extrem miesen Darstellern, aber trotzdem gerade noch so schaubar.

4/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts/Columbia Pictures
Poster/Artwork: Columbia Pictures/Original Film

Montag, 26. Oktober 2015

I Know What You Did Last Summer - Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (1997)

http://www.imdb.com/title/tt0119345/

Die Freunde Julie (Jennifer Love Hewitt), Helen (Sarah Michelle Gellar), Barry (Ryan Phillippe) und Ray (Freddy Prinze Jr.) rasen nach einer feuchtfröhlichen Party in Barrys Auto eine Küstenstraße entlang. Da die Teenager weiter ausgelassen feiern und in der Dunkelheit nicht auf die Fahrbahn achten, überfährt Ray plötzlich einen Mann, dessen Gesicht durch den Unfall bis zur Unkenntlichkeit entstellt wird. Aus Angst, die Polizei würde ihnen die Geschichte nicht glauben und vermuten, der betrunkene Barry habe am Steuer gesessen, tragen sie den Schwerverletzten ans Ufer und werfen ihn ins Wasser. Anschließend schwören sie sich, nie wieder über diese Nacht zu sprechen. In den folgenden Monaten verlieren sich die vier aus den Augen. Als sie sich ein Jahr später in den Sommerferien wiedertreffen, erhält Julie einen anonymen Brief mit einer düsteren Botschaft - jemand scheint von dem Geheimnis der Gruppe zu wissen und macht gnadenlos Jagd auf sie …

"Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" gehört zu den etwas besseren Ablegern der berühmten Teenie-Horror-Welle aus den 90er Jahren, auch wenn man sich ab und zu eingestehen muss, dass der Film teilweise sehr bescheuert ist. Aber genau dadurch ist es irgendwie eine spaßige Angelegenheit und eigentlich ist es eine nette Vorgehensweise, dass man zunächst unsere Protagonisten als Täter darstellt, wodurch dann die Morde im späteren Verlauf resultieren. Anders als bei "Scream" oder "Düstere Legenden" ist hier die Auflösung völlig banal und bleibt frei von konkreten Erklärungen. Der Showdown ist zudem völlig platt und der Film wird mit einer ganz billigen Szene beendet, auf die in der Fortsetzung übrigens gar nicht mehr eingegangen wird. Aber der Film ist durchaus spannend inszeniert und hat einige nette Szenen. Dafür, dass der Film erst ab 18 Jahren freigegeben ist, hat er kaum erwähnenswerte Schock-Momente und auch in Sachen Brutalität ist das Ganze hier wirklich sehr mild.

Die Schauspieler sind ein großes Manko. Jennifer Love-Hewitt und Sarah Michelle Gellar kreischen hier um die Wette, vor allem auch in Szenen, in denen man es nun gerade nicht tun sollten. Freddie Prinze Jr. hingegen war komplett katastrophal, bei ihm ist einfach keinerlei schauspielerische Qualität entdeckbar: die Aura einer Salzsäule und ein arg eindimensionales Gesicht macht ihn nicht gerade glaubwürdig. Einzig Ryan Phillippe spielt noch auf einem ordentlichen Level und er ist deutlich der beste Darsteller im Film. So kommt es, dass auch in diese Bewertung ganz viel Nostalgie-Bonus mit einfliesst. Der Film hat einige seltsame Stellen, in denen man sich auf Grund des reichlich dämlichen Verhaltens mancher Charaktere nur an den Kopf fassen kann. Aber der Film unterhält und hat einfach diesen einlullenden 90er Horror-Charme. Für die heutige Generation dürfte der Film aber kaum schockierend sein, die kennen ja inzwischen ganz andere Kaliber. Aber wer es gerne etwas einfach gestrickter mag und eine Vorliebe für klassische Teenie-Slasher hat, ist hier bestens bedient.

6,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts/Columbia Pictures
Poster/Artwork: Columbia Pictures/Original Film

Mittwoch, 22. Juni 2022

Party Hard Die Young - Die letzte Party deines Lebens (2018)

https://www.imdb.com/title/tt7500618/

Nachdem Julia (Elisabeth Wabitsch) und ihre Schulkollegen das Abitur erfolgreich hinter sich gebracht haben, machen sie sich gemeinsam mit tausenden anderen Abiturienten auf den Weg nach Kroatien, um den erfolgreichen Schulabschluss gebührend zu feiern. Es sollte eigentlich die beste Party ihres Lebens werden, bis es zum Streit zwischen Julia und ihrer Freundin Jessie kommt. Wutentbrannt verschwindet Jessie daraufhin in die Nacht - und kehrt nicht wieder zurück. Die Party entwickelt sich zu einem Albtraum, denn Jessie sollte nicht die letzte auf der Insel sein, die plötzlich spurlos verschwindet...

Dominik Hartl, der Regisseur von "Angriff der Lederhosenzombies" beweist in seinem zweiten Werk wieder keinerlei Gespür für Kreativität. Nach eigener Aussage ist der Film eine Hommage an das Teenie-Slasher-Genre, er bietet aber nur leere Versprechungen. Formal schludrig, biedert sich Hartl zielgruppennah an, um die Muster des US-Horrorkinos auf österreichisch zu bedienen. Das ist dann nicht postmodern, sondern nostalgisch gemeint. Gefüllt mit Plot-Löchern und absurden Zufällen stolpern stereotype Witzfiguren durch bekannte Klischees. Selbst die einzig gute Idee, den Film auf einer kroatischen Mittelmeerinsel spielen zu lassen, wird kaum genutzt, denn der tödliche Spring-Break-Klon wirkt billig und liefert lediglich ein paar gute Party-Bilder. Snapchat, Social Media und Instagram-Selfie betonen die extreme Oberflächlichkeit der Figuren, verstärkt wird sie durch die schwache Performance von Elisabeth Wabitsch. Letztlich ist "Die letzte Party deines Lebens" nur die noch blutärmere und noch biedere Variante von "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast".

4,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Koch Films