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Sonntag, 13. Oktober 2024

Transformers One (2024)

https://www.imdb.com/title/tt8864596/

Als die beiden noch Orion Pax (Stimme im englischen Original: Chris Hemsworth) und D-16 (Brian Tyree Henry) genannt wurden und einfache Arbeiter auf dem Planeten Cybertron waren, ließen die beiden Transformers nichts und niemanden zwischen sich kommen. Als eines Tages jedoch Unruhen auf Cybertron ausbrechen, in deren Zentrum der bisherige Anführer Sentinal Prime (Jon Hamm) steht, beginnt das einst unzertrennliche Band der Freundschaft zwischen Orion Pax und D-16 zu reißen. Fortan stehen sie nun als Optimus Prime und Megatron bekannt, auf zwei Seiten derselben Front. Es entbrennt eine Schlacht zwischen Primes Autobots und Megatrons Decepticons, bei der letztlich viel mehr als nur die Freundschaft der beiden Transformers auf dem Spiel steht. Vielmehr geht es um die Zukunft ihres Heimatplaneten Cybertron und das Fortbestehen der eigenen Spezies…

Nur wenige Franchise-Unternehmen können mit den "Transformers"-Filmen an donnernder Dummheit mithalten. Es handelt sich um eine Serie, die dazu neigt, eine riesige Metallfaust (mit zusätzlichen Panzerfaust-Anhängen) zu verwenden, um Feinheiten des Geschichtenerzählens wie Kohärenz der Handlung und Nuancen der Charaktere zu erreichen. Es bietet ein häufig überwältigendes und unsinniges Seherlebnis, das sich anfühlt, als würde man versuchen, während einer Monstertruck-Rallye die Straße zu überqueren. Es ist laut, dreist und aggressiv. Und das ist in Ordnung, denke ich. Manchmal ist alles, was man von einem Film braucht, ein Haufen selbstverherrlichender Metal-Monster, die sich gegenseitig die Nieten abschlagen. Mit seiner Tradition eingefleischter Dummheit und seinen treuen und defensiven Fans ist das "Transformers"-Franchise ist kein offensichtlicher Anwärter auf eine Neuerfindung. Aber der neueste Teil, der geschickt animierte und scharf geschriebene "Transformers One", der die bisher unerzählte Entstehungsgeschichte von Optimus Prime und seinem Rivalen Megatron erforscht, fühlt sich wie eine erfrischend neue Art von Autobot-Abenteuern an - eines, das in der Gehirnabteilung deutlich verfeinert wurde. Gut, ein Film, in dem ein Ding namens "Die Matrix der Führerschaft" vorkommt, klingt erst einmal lächerlich, aber da müssen Sie mir einfach vertrauen.

Der Film ist der erste animierte Transformers-Film seit der Veröffentlichung "Transformers: The Movie" aus dem Jahr 1986 (in dessen Synchronsprecher übrigens und unerwartet Orson Welles mitwirkte) und profitiert erheblich davon, dass Pixar-Absolvent Josh Cooley an der Spitze steht. Cooley, der Regisseur von "Toy Story 4", weiß ein oder zwei Dinge über die Leitung einer beliebten Franchise; Und als einer der Autoren von "Alles steht Kopf" ist er kein Problem, wenn es um ideengetriebene Komödien geht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich als meinen Film der Woche eine Roboterauto-Kampfanimation empfehlen würde - und da gibt es einen Vorbehalt: Aufgrund einer Kombination aus Mainstream-Filmen, die "Joker: Folie à Deux" meiden, und gehaltvollen Arthouse-Titeln, die für die Premiere im Londoner Kino ausgewählt wurden Filmfestival ist es eine ungewöhnlich dünne Woche für hochwertige Veröffentlichungen. Aber "Transformers One" ist wirklich beeindruckend, bietet einen Schuss frischer Energie - es ist eine kluge Komödie, die vor Selbstironie nicht zurückschreckt - und bleibt gleichzeitig dem viszeralen Metal-Monster-Smash-Nervenkitzel treu, der die Serie antreibt.

Die Geschichte spielt sich lange vor dem Autobot-Decepticon-Krieg ab. Die Autobots leben unter der Erde auf dem verwüsteten Planeten Cybertron – Cooleys erster bemerkenswerter Triumph ist die Vision der unterirdischen Iacon City, in der zerklüftete Wolkenkratzer aus dem Boden ragen, aber auch wie Stalaktiten nach unten hängen. Es handelt sich um einen glitzernden, hyperrealistischen Stil der Computeranimation, der diese Welt aus glitzerndem Metall eindrucksvoll in Szene setzen soll. Aber nicht alles in Cybertron ist poliert und perfekt. Ein Kampf mit den außerirdischen Quintesson-Angreifern führte vor langer Zeit zum Verlust der "Matrix der Führerschaft". Ohne die Matrix, die Lebenskraft von Cybertron , genannt Energon, hat aufgehört zu fließen. Der Anführer der Autobots, Sentinel Prime (Jon Hamm), unternimmt waghalsige Streifzüge zur Planetenoberfläche auf der Suche nach der verschwundenen Matrix. Unterdessen schuftet eine Unterschicht von Vertragsarbeitern in den gefährlichen und instabilen Energon-Minen. Aber einer der Bergleute, Orion Pax (Chris Hemsworth), hat Träume jenseits der knirschenden, sich bewegenden Wände der Energon-Grube und zusammen mit seinem besten Freund D-16 (Brian Tyree Henry) und seiner ehemaligen Chefin Elita-1 (Scarlett Johansson). ) und dem geschwätzigen Begleitflieger B-127 (Keegan-Michael Key) macht er sich auf den Weg an die Oberfläche, um die Matrix zu lokalisieren. Jaja, wir alle wissen, wer schon bald zu wem werden wird.

Einer der Aspekte, die diesen Film zu einem unerwartet befriedigenden Stück Geschichtenerzählen machen (abgesehen von den offensichtlichen Verbesserungen der Witzqualität), ist die Art und Weise, wie sich der Film mit der Struktur der Autobot-Gesellschaft befasst. Es ist eine streng geschichtete Welt, in der etwas an ein Kastensystem erinnert: Bergleute - Autobots, die ohne das entscheidende Transformationszahnrad geboren wurden – sind prädestiniert, die Schuftarbeit zu übernehmen, um die Transformers mit höherem Status zu unterstützen. Sie haben kein Mitspracherecht über ihre Zukunft und stellen im Wesentlichen Sklavenarbeit zum Nutzen der breiteren Gemeinschaft zur Verfügung. In der Zwischenzeit stellt eine herrschende Klasse – die Premierminister - automatisch die Führung der Gesellschaft. Was in Ordnung ist, solange der gesalbte Autobot-Diktator gütig ist. Wir erfahren jedoch bald, dass dies nicht immer der Fall ist. Angesichts einer korrupten Führung gibt es nur begrenzte Möglichkeiten, die Machthaber zu entfernen - die Autobots müssen die Demokratie erst noch entdecken, daher ist die Abwahl der Machthaber keine Option. Vor diesem Hintergrund ergibt es allmählich Sinn, dass Gewalt fest in der Autobot-Kultur verankert ist.

Und auf dieser Ebene dürfte der Film erfahrene Transformers-Fans kaum enttäuschen: Bei allem selbstironischen Humor und der Auseinandersetzung mit den Belastungen der Freundschaft zwischen Orion Pax und D-16 spart der Film nicht an Action. In einer spannenden frühen Sequenz werden die Straßen von Iacon City in eine Rennstrecke für eine epische Transformers-Stockcar-Rallye verwandelt. In einem anderen Fall rettet Orion Pax einen Bergmannskollegen vor den tückischen Steinen, die sich wie Zähne in seine Gliedmaßen klemmen. Und es vergeht kaum eine Szene, in der ein Autobot nicht ins Gesicht geschlagen wird. Dann ist für jeden etwas dabei.

8/10

Quellen
Inhaltsangabe: Paramount Pictures
Poster/Artwork
Paramount Pictures

Samstag, 17. Juni 2023

Transformers: Rise Of The Beasts - Transformers: Aufstieg der Bestien (2023)

https://www.imdb.com/title/tt5090568/

In New York City des Jahres 1994 geraten der in Brooklyn lebende Noah (Anthony Ramos) und die ehrgeizige Archäologin Elena (Dominique Fishback) in ein Abenteuer, das sie rund um die Welt führt. Zusammen mit Optimus Prime (Stimme im Original: Peter Cullen) und den Autobots werden sie in einen uralten Konflikt hineingezogen, der nicht nur die Autobots und die Decepticons betrifft. Drei neue Transformer-Fraktionen – die Predicons, Maximals und Terrorcons – werden in den Konflikt mit hineingezogen. Damit bekommen es die Autobots also nicht nur mit neuen Gegnern zu tun (bei den Terrorcons handelt es sich beispielsweise um untote Transformer), sondern auch mit neuen Gefährten (die Maximals sind gute Bestien-Transformer, die sich nahtlos in die organischen Lebensformen anderer Universen einfügen und sich auf der Erde zum Beispiel in Säugetiere oder Vögel transformieren). Dabei wird auch gezeigt, wie Optimus Prime zum Anführer der Autobots wurde...

6 Jahre sind vergangen und den desaströsen "Transformers: The Last Knight" hat man hoffentlich schon längst vergessen, sodass man durchaus Potential in dem neuesten Teil der Saga, "Transformers: Aufstieg der Bestien" sehen kann. Doch "Transformers: Aufstieg der Bestien" ist dadurch, dass er so zeigefreudig wie anstrengend gleichermaßen ist, dennoch irgendwie anstrengend. "Transformers: Aufstieg der Bestien" hätte locker auch als Zeichentrickfilm für den Samstagmorgen funktionieren können, als es noch Zeichentrickfilme für den Samstagmorgen gab. Vielleicht ist das das Problem - dass heutzutage kaum noch Platz für einfache, kindliche Vergnügungen ist und alles zu einem abendfüllenden Spektakel gestreckt werden muss, das laut und optisch opulent um Aufmerksamkeit buhlt. 

Das ist eine besondere Herausforderung für diese Filmreihe, die 2007 als unverschämt albernes Sci-Fi-Epos von Michael Bay begann, in dem es um riesige Kampfroboter geht, die sich in Fahrzeuge verwandeln. Obwohl der erste "Transformers"-Film auf einer Spielzeugserie von Hasbro aus den 80er Jahren basierte, nahm er sich selbst so ernst, dass man seine perverse Dreistigkeit bewundern musste, was ihn natürlich zu einem idealen Michael Bay-Projekt machte. Mit den nachfolgenden Filmen wurde viel Geld verdient, aber die Serie entwickelte sich schließlich zu einem galaktischen Ausmaß an verworrener Idiotie. So sehr, dass sich "Bumblebee", unter der Regie von Travis Knight, wie ein notwendiger Neustart anfühlte - ein bescheidener, fast sentimentaler kleiner Film über ein Teenagermädchen und ihr Auto, in dem zufällig einige Kampfroboter stecken. "Bumblebee" hatte Herz, aber man vermisste auch etwas von dem früheren "Mayhem", auch wenn das Ganze am Ende doch sehr abstoßend geworden war. Schließlich handelt es sich um uralte Außerirdische aus Stahl und Öl, die sich in Autos, Lastwagen und Flugzeuge verwandeln und grandiose, fast shakespearesche Erklärungen abgeben. Wenn die Filme nicht groß und pompös sind, wozu sind sie dann gut?

"Transformers: Aufstieg der Bestien" versucht nun, einen Mittelweg zwischen dem kleineren Charme von "Bumblebee" und der apokalyptischeren Leinwand zu finden, die eine Reihe wie diese wahrscheinlich erfordert. Das ist kein unkluger Ansatz, aber leider erreicht der Film, bei dem Steven Caple, Jr. Regie führte, keines der beiden Ziele. Er ist weder spektakulär genug, um zu beeindrucken, noch intim genug, um zu berühren. Er ist einfach da - bereit, um konsumiert und wieder vergessen zu werden. 

Die menschlichen Helden sind dieses Mal Noah Diaz (Anthony Ramos), ein junger Veteran, der immer wieder abgelehnt wird, und Elena Wallace (Dominique Fishback), eine Praktikantin in einem Naturkundemuseum auf Ellis Island. Der verzweifelte Noah erklärt sich bereit, bei einem Autoklau zu helfen, und stiehlt dabei versehentlich Mirage, einen großmäuligen Autobot-Transformer, der sich in einen Porsche transformieren kann. Mirage wird im Original von Pete Davidson gesprochen und gibt einen scheinbar endlosen Strom von abgedroschenen Witzen und müden popkulturellen Anspielungen von sich, wie z. B. "Wisst ihr, was komisch ist? Marky Mark verlässt die Funky Bunch!". Puh. Elena ihrerseits hat eine uralte Statuette entdeckt, die einen Teil des Transwarp-Schlüssels enthält, eines magischen Weltraumschlüssels, mit dem die Transformers Portale öffnen können, um durch Raum und Zeit zu reisen. Scheinbar haben die "Transformers"-Filme mehr magische Weltraumschlüssel als selbst die Marvel-Filme. Und es kommt eben wie es kommen muss: Menschen und gute Riesenroboter tun sich zusammen und ziehen an einen neuen Ort, um zu kämpfen. Diesmal ist es Peru.

Unicron, der "böse Gott" der Transformers, der gerne ganze Planeten verschlingt, will den Transwarp-Schlüssel, damit er die Erde auffressen kann. "Eine Fülle von Leben... schmackhaft!", ruft sein oberster Abgesandter, der mörderische Scourge (Peter Dinklage), aus, der alles tun würde, um den Schlüssel für seinen Herrn zu bekommen. Die Autobots, angeführt von Optimus Prime (wie immer mit der Stimme von Peter Cullen), wollen den Transwarp, damit sie zurückkehren und ihre eigene Welt Cybertron retten können. Da wir das Jahr 1994 haben (sieben Jahre nach den Ereignissen von "Bumblebee", aber vermutlich einige Jahre vor den Ereignissen der ursprünglichen "Transformers"-Filme), ist Optimus noch nicht der edle Anführer, der er eigentlich sein sollte. Im Moment sind ihm die Menschen und ihre Erde völlig egal. Er will nur sein eigenes Zuhause zurück.

Optimus Prime ist dafür bekannt, dass er die Menschheit gelegentlich aufgibt, also ist dies nicht gerade ein origineller Handlungspunkt. Das verstärkt die allgemeine Tristesse von "Transformers: Aufstieg der Bestien", der sich nicht mal mehr die Mühe macht, dem Zuschauer neue Beziehungen oder neue Wendungen in einer alten Geschichte zu geben. Ja, dieses Mal gibt es ein paar neue Roboter: die Maximals, die sich nicht in Autos und Lastwagen, sondern in riesige Gorillas, Geparden, Nashörner und Falken verwandeln - ein visueller Einfall, der auf dem Papier ganz nett klingt, aber dem Geschehen auf dem Bildschirm nicht viel Größe oder Spannung verleiht. Im Großen und Ganzen läuft alles nach demselben Muster ab wie zuvor. Die Menschen entdecken riesige Roboter, die unter uns leben. Böse Riesenroboter wollen die Welt mit einem magischen Ding zerstören. Die Menschen und die guten Riesenroboter tun sich zusammen und ziehen an einen neuen Ort, um zu kämpfen. Und wieder ist es das Samstagmorgen-Special: Dasselbe Produkt in einer leicht veränderten Verpackung, um die Kinder an einem schulfreien Tag davon abzuhalten, das Haus zu verwüsten.

Ramos und Fishback haben sich in der Vergangenheit als gute Schauspieler erwiesen, und man spürt, dass sie versuchen, dem Film eine menschliche Basis zu geben. Der Film verlässt sich auf Noahs sentimentale Interaktionen mit seinem jungen, chronisch kranken Bruder (Dean Scott Vazquez), um emotionales Gewicht zu verleihen, aber die Beziehung fühlt sich aufgesetzt an; das Drehbuch kämpft damit, ihre Dynamik mit den unmittelbareren Kämpfen der Handlung zu verbinden, abgesehen von einigen unbeholfenen Sprüchen darüber, dass sowohl Noah als auch Optimus Prime nicht so unähnlich sind. 

Was Fishbacks Elena angeht, so scheint sie hauptsächlich dazu da zu sein, zu schreien, zu wimmern und wegzulaufen - was vielleicht funktioniert hätte, wenn auch andere Menschen im Film ein ähnliches Maß an Verwirrung und Angst gezeigt hätten. In Wahrheit sind riesige außerirdische Roboter, die sich in Autos verwandeln, wahrscheinlich etwas Schreckliches, und Elenas Reaktionen sollten wahrscheinlich die Norm sein. Aber da der Film es meist nur ihrer Figur erlaubt, diese Angst zu zeigen, liest sich das weniger wie ein erfrischender Realismus, sondern eher wie faule Schreibe. All diese Sünden werden wahrscheinlich verziehen, wenn man ein Anhänger dieser Reihe und/oder dieser Spielzeuge ist (ein gackernder Stinger am Ende des Films erinnert daran, dass der wahre Urheber dieser Filme der Hasbro-Konzern selbst ist). Aber kein Film, der so ein hirnloser Spaß sein soll, sollte sich jemals so langweilig und uninspiriert anfühlen. Immerhin ist er etwas besser als "Transformers: The Last Knight".

6/10

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork:
Paramount Pictures/DreamWorks Pictures/di Bonaventura Pictures/DeSanto/Murphy Productions
Textauszüge: Wikipedia

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Bumblebee (2018)

https://www.imdb.com/title/tt4701182/

Im Jahr 1987 landet der Transformer B-127 (Stimme im Original: Dylan O’Brian) auf der Erde, da ihn Autobot-Anführer Optimus Prime (Peter Cullen) dorthin geschickt hat, nachdem der Kampf um Cybertron endgültig verloren schien. B-127 soll auf der Erde schon einmal eine Basis aufbauen. Der Transformer gerät kurz nach der Landung jedoch nicht nur mit einer Gruppe von Soldaten um Burns (John Cena) aneinander, sondern auch mit dem Decepticon Blitzwing (David Sobolov). Mit letzter Kraft und schwer beschädigt gelingt ihm die Flucht. B-127 tarnt sich als VW-Käfer und landet schließlich auf einem Schrottplatz einer kleinen kalifornischen Küstenstadt. Dort stößt die rebellische 18-jährige Schülerin Charlie (Hailee Steinfeld) auf den getarnten Autobot. Als sie den vermeintlichen Käfer zu Hause reparieren will, stellt sie fest, dass es alles andere als eine alte, verrostete Schrottmaschine ist. Es dauert nicht lange und Charlie kommt hinter B-127s Geheimnis und es entwickelt sich eine enge Freundschaft zwischen dem Mädchen und der von ihr Bumblebee getauften Maschine...

Im Jahr 2007, also vor gut einer Dekade, machte sich Michael Bay daran, Hasbro's Kultfiguren, die "Transformers" endlich in würdiger Form auf die Leinwand zu bannen. Was auch als ein grandioser Auftakt für ein recht erfolgreiches Franchise begann, entwickelte sich über weitere 4 Filme stetig herab zu einem seelenlosen Abklatsch monströser Roboter-Klopperei ohne Sinn, Verstand oder Anspruch. Bereits nach dem Ende des fünften Teils, "Transformers: The Last Knight", stöhnte auch der letzte Fan gelangweilt auf und fragte sich, wann wohl endlich die Geschichte des kleinen Mädchens und ihres heißgeliebten Camaros verfilmt werden würde. Und damit stellte sich auch die Frage, ob ein "Transformers"-Film noch gut sein kann? Die Antwort lautet ja - wenn das richtige Talent genügend Spielraum zur Entfaltung hat.

"Bumblebee", ist nun also der mittlerweile sechste Film im Franchise und das erste Spin-Off - und es gab im Vorfeld zwei konkurrierende Erwartungen. Auf der einen Seite ist es ein "Transformers"-Film, so dass auch "Bumblebee" wahrscheinlich ein aufgeblähtes und lächerliches Durcheinander wie seine Vorgänger ist. Auf der anderen Seite ist es der Regisseur Travis Knight, dem Mann, der den exzellenten "Kubo and the Two Strings"/"Kubo: Der tapfere Samurai" von 2016 zu einem emotional raffinierten und charmanten Animationsfilm gemacht hat. Und unter seiner Regie ist "Bumblebee" dann doch geschickt durchgeplant, ordentlich gespielt und besitzt sogar Dialoge, in denen man sich Menschen und Transformer durchaus vorstellen könnte. Das Drehbuch stammt von Christina Hodson, die nach dem eher mäßigen Thriller "Unforgettable" hier die Feder führte. Aber das beweist, dass man nicht alle Erwartungen an frühere Kredite knüpfen sollte.

Das Ergebnis? "Bumblebee", ein "Transformers"-Prequel aus den 1980er Jahren, ist überraschend brauchbar. Die meiste Zeit ist er ziemlich lustig und aufregend, hauptsächlich aufgrund einer ansprechenden Leistung von Hailee Steinfeld als Charlie Watson, einer Punk-Rock-liebenden, Technik-begeisterten Teenagerin, die auf dem Schrottplatz ihres Onkels Hank einen alten, gelben 1976er VW-Käfer entdeckt. Ein Auto, das eben ein verkleideter Transformer ist. Charlies Affinität zu Maschinen stammt von ihrem Vater, der vor einigen Jahren an einem Herzinfarkt starb. Ihre Trauer über den Verlust und seinem Tod sind es, was "Bumblebee" antreibt, und es ist die Art von Pathos, die nicht nervt und sogar nachvollziehbar ist, gepaart mit einer Sensibilität, die ein ansonsten lächerliches Franchise begründen würde. Sobald Bumblebee sich Charlie offenbart, bilden die beiden eine Verbindung, eine Freundschaft, die auf wunderbar-seltsame Weise überzeugt. Wenn zwei Decepticons (Dropkick und Shatter) dem Signal von Bumblebee zur Erde folgen, kommt es dann naturgemäß auch zu einem Showdown zwischen den Alien-Robotern. "Bumblebee" verfolgt auch eine Nebenhandlung, an der die amerikanische Regierung beteiligt ist, welche in Agent Jack Burns verkörpert ist, ein etwas missbrauchter John Cena, der auf der einen Seite kein Dummkopf sein darf, aber auch nicht bedrohlich genug wirkt. Was cool ist, ist das Opening und die über Teile des Films eingebauten ganzen "alten" Transformers, die tatsächlich so altbacken kantig und klobig aussehen wie in den Trickfilmen - nur eben mit modernster CGI aufpoliert. Herrlich.

"Bumblebee" funktioniert trotzdem am besten, wenn sich die Geschichte auf Charlie und ihre Welt konzentriert. Dazu gehören ihre verzweifelte Mutter Sally (Pamela Adlon) und die neue Freundin Memo (Jorge Lendeborg Jr.) sowie verschiedene Schul-Rowdys, egal ob männlich oder weiblich. Wenn "Bumblebee" jedoch zu diesem andauernden Krieg zwischen Decepticons und Autobots auf Cybertron übergeht, verliert es jegliche Bedeutung und wird zu demselben langweiligen Mischmasch von CGI, den man schon aus den früheren Filmen kannte. Steinfeld schafft es aber, die Verbindung zwischen Charlie und Bumblebee zu verkaufen, und sie agiert irgendwann aus einem emotionalen Moment heraus. Es ist nahezu süß, die Art und Weise, wie Bumblebee sie ermutigt, mehr Risiken einzugehen, und sie bringt ihm etwas über Musik bei. Und apropos Musik: der Soundtrack ist das passende (und in letzter Zeit immer wieder - vermutlich aus nostalgischen Gefühlen heraus - gern eingesetzte) Who-is-Who der 80er-Jahre mit Hymnen von Steve Winwood, A-ha, Culture Club, The Cure, Duran Duran und Tears for Fears, während Verweise auf Russland und die Paranoia der Amerikaner vor dem Kalten Krieg den Film passend in seinem Milieu verankern. Man merkt aber allein aufgrund der Interaktion von Bumblebee und Charlie bald, wer hier der ausführende Produzent war - nämlich kein geringerer als Steven Spielberg selbst.

Es dauerte ganze sechs Filme, um endlich hierher zu kommen, aber wir haben endlich einen "Transformers"-Film, der mehr ist, als es von außen den Anschein hat. Und es fühlt sich so an, als hätte Spielberg selbst Hand angelegt, was zu einem Film aus den 80er Jahren führt, der nicht nur in Szene und Ästhetik, sondern auch in Sensibilität aufgeht - ein Konzept mit hoher Oktanzahl, verwandelt in einen Liebesbrief an Amblin. Knight hat mit Witz, Herzlichkeit und viel Gefühl einen vergnüglichen Film geschaffen. Eine leidenschaftliche Ode sowohl an die Spielzeuge als auch an ihre Ära. Dies ist der "Transformers"-Film, auf den wir gewartet haben. Wenn nur "Bumblebee" all die dummen "Transformers"-Sachen komplett hätte abschaffen können - der Film wäre noch viel besser geworden, wenn so etwas möglich wäre.

7,5/10 

Quellen
Inhaltsangabe: Paramount

Mittwoch, 21. Juni 2017

Transformers: The Last Knight (2017)

http://www.imdb.com/title/tt3371366/

Der mächtige Anführer der Autobots, Optimus Prime (Stimme im Original: Peter Cullen), hat die Erde verlassen. Fernab unserer Welt merkt er, dass seine Heimat Cybertron zerstört wurde. Um sie wiederaufzubauen, braucht Optimus Prime ein Artefakt, das zu Zeiten von König Artus (Liam Garrigan) auf unserem Planeten versteckt wurde. Nur eine der beiden Welten kann leben – Cybertron oder die Erde. Um letztere zu retten, bildet sich eine ungewöhnliches Bündnis: Cade Yaeger (Mark Wahlberg), Bumblebee, Lord Edmund Burton (Anthony Hopkins), die Geschichtsprofessorin Vivien Wembley (Laura Haddock) und die junge Izabella (Isabella Moner) versuchen gemeinsam, den Untergang abzuwenden - in einem Kampf, in dem aus Freunden Feinde werden...

Es ist nunmehr der fünfte Teil dieser Reihe und ebenso der fünfte Teil der von Michael Bay inszeniert wird – wer käme also auf den Gedanken hier auch nur irgendetwas anderes zu erwarten als was in den vorherigen Teilen passiert ist? Eben. Im Grunde will man auch nur sehen, wie die riesigen Transformers sich gegenseitig durch die Landschaft prügeln, doch selbst das geht im aktuell letzten Teil der Reihe irgendwie verloren. Die Geschichte ist äußerst holprig erzählt, bietet kaum Neuerungen und fährt sogar das Transformieren, als das, weswegen man eigentlich im Kino sitzt, auf ein notwendiges Minimum zurück. Dass da die altbackene Geschichte (aus Gut wird Böse), die schon in "Fast & Furious 8" recycelt wurde, ebenso hier aufgegriffen wurde, stößt dabei umso saurer auf. Ansonsten ist und bleibt es die alte Leier: Charaktere geraten zwischen die Fronten zwischen Autobots und Decpeticons und bringen sich so gut es geht für das Gute ein. Selbstverständlich mit der Jagd auf einen McGuffin, in dem Falle ein ominöser Stab, der seinem Besitzer große Macht verleihen kann. Und alle Pros und Contras der bisherigen Filme wird man auch hier wiederfinden: Action die an Reizüberflutung grenzt, klare und sonnige Bilder, attraktiv in Szene gesetzte Helden, hohes Ausreizen aller technischen Möglichkeiten.


Aber ebenso der stetige Kampf Gut gegen Böse, vermittelt einen absoluten Ermüdungseffekt - nicht zuletzt aufgrund der Lauflänge und eigentlich nichts wirklich Nennenswertes zu erzählen hinter der ganzen lauten Aufmachung.

"Transformers: The Last Knight" wirft den Zuschauer direkt ins Geschehen und in die Zeit um 500 n.Chr., als König Arthur persönlich mit seinen Rittern der Tafelrunde und mit Hilfe von Zauberer Merlin gegen einen Überzahl von Goten ankämpft und hier die legendären Transformers ins Spiel kommen. Dass es reichlich ungeschickt ist, seine eigene Geschichte von 2007 so dermaßen ad absurdum zu führen war Bay wohl dabei nicht klar. Oder gründet er gar ein Multiversum? Dennoch knüpft auch dieser Teil direkt an den Vorgänger an und lässt auch Actionstar Mark Wahlberg, der mittlerweile alles aufgegeben hat, um die großen, friedlichen Transformers zu retten, mitten in diese Story plumpsen. Anthony Hopkins, der namentlich eigentlich so gar nicht in dieses Konstrukt passen will, macht aber einen erstaunlich guten Job und selbst Love-Interest Laura Haddoch, der man zwar niemals die vier (oder fünf?) Doktortitel abnimmt, ist immerhin sexy und passt gut ins Geschehen. Es ist trotzdem extrem schade, dass "Transformers: The Last Knight" nicht in der Lage ist, ein Gleichgewicht zwischen seinen extremen Polen zu finden. Stattdessen steigert sich der Film dermaßen unglücklich in eine fragwürdige Mythologie, dass es schwerfällt, die tatsächlich atemberaubenden Momente zu verteidigen und zu genießen. Das klingt auch alles reichlich an den Haaren herbeigezogen und das ist es wohl auch. Aber hey, man erwartet doch hier nicht etwa Logik oder gar Tiefsinnigkeit? Eben.

Lichtblicke bietet "Transformers: The Last Knight" erst dann, wenn es so richtig zur Sache geht. Denn dann ist - erneut mit der Rettung der Welt - der Film endlich mal dynamisch und zieht sich nicht mit wilden Versatzstücken durch die Story, um dann irgendwann den Höhepunkt zu erreichen. Leider dauert es Ewigkeit, bis man mal an diesem Punkt ist. Und man fragt sich, warum die Autobots immer noch so blöde sind und die Welt doch retten, wenn sie doch immer noch von der halben Welt als Invasoren gejagt werden. Aber gut.

Zwischendrin stellt man sich zudem die Frage, ob Bay es regelrecht darauf anlegt, so viel Ruhe einzubringen, dass man fast einschläft, nur um am Ende dann die große Granate zu zünden. Das muss nicht sein, das Gleichgewicht stimmt gar nicht. Auch der nervende Butler-Transformer Cognan steht den Zwillingen aus Teil 2 in nichts an Fragwürdigkeit nach. Uninteressant ist "Transformers: The Last Knight" deswegen aber auf keinen Fall, nur eben etwas problematisch im Umgang mit den Themen, Figuren und Orten seines völlig überladenen Drehbuch. Für ein ganz junges Publikum mögen diese Titel immer noch einen Reiz haben, für jeden dessen Alter zweistellig ist dürfte so langsam der Reiz nachlassen. Und das auch hier stets Hintertürchen für weitere Teile aufgehalten werden macht den Film richtig unsympathisch. Was dann bleibt, ist das Faszinosum der Transformers, das vermutlich niemals nachlassen wird und jetzt schon gespannt in die Zukunft des Franchise blicken lässt. So soll etwa Hailee Steinfeld im - in den 1980er Jahren angesiedelten - Bumblebee-Spin-off ihren eigenen Iron Giant suchen. Es wäre ihr nur zu wünschen, dass dieser Expansionsversuch den ablenkenden wie irritierenden Ballast abwirft, der "Transformers: The Last Knight " seiner Kräfte beraubt. Denn es wird, sofern man aus diesem Franchise noch etwas herausholen möchte, höchste Zeit für die Geschichte eines Mädchens und ihres gebrauchten Camaros.

4,5/10 

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork:
Paramount Pictures/DreamWorks Pictures/di Bonaventura Pictures/DeSanto/Murphy Productions

Dienstag, 22. Juli 2014

Transformers: Age Of Extinction - Transformers 4: Ära des Untergangs (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2109248/

"Transformers 4: Ära des Untergangs" spielt vier Jahre nach der finalen Schlacht, die im vorhergehenden Film "Transformers 3" in Chicago stattfand. Autobots und Decepticons, die für die Zerstörung verantwortlich gemacht werden, sind von der Erde verschwunden und für viele nur noch eine beängstigende Erinnerung. Auch Cade Yeager (Mark Wahlberg), ein Erfinder, der mit seiner Tochter zurückgezogen in Texas lebt, weiß nicht, dass einige Wissenschaftler noch immer mit allen Mitteln versuchen, das Geheimnis der Transformers zu ergründen und für das Militär nutzbar zu machen. Als er eines Tages einen alten Truck zu ausschlachten auf seine Farm holt, erkennt er bald, dass dies einer der letzten verblieben Autobots ist. Gleichtzeitig schwebt die ahnungslose Menschheit in großer Gefahr, denn eine Armada des Bösen ist auf dem Weg zu Erde, mit einer neuen, noch gefährlicheren Waffe: den Dinobots - Mischwesen aus Auto und Dinosaurier-Roboter.

Michael Bay hat es wieder getan. Sonnenuntergang. Militär. Amerikanische Flagge. Am besten noch mit einem aus der Bodenperspektive gefilmten und unfassbar muskulösen Mark Wahlberg. Oder einem Titus Welliver. Oder einer Nicola Peltz, die auch schön ihren Hintern in viel zu kurzen Hot-Pants/Jeans raustrecken darf. Und dazwischen immer wieder Geballer, Explosionen und massive Roboteraction mit einigen - das muss man zugeben - richtig guten Shots und Zeitlupenaufnahmen. Eigentlich müsste das Erfolgsrezept der Vorgänger doch auch hier aufgehen? Müsste man meinen, aber hier mangelt es an allen Ecken und Enden. Darf man einen Film, der scheinbar aus vielen einzelnen Versatzstücken, beliebig austauschbaren und dazu noch recht blassen Figuren und zu 70% aus Zerstörungsorgie besteht, eigentlich noch 'Film' nennen?


Damit fängt es schon an: der Streifen hat eigentlich keine richtige Story - und wenn man doch so etwas wie eine Story hinter der blechernen Fassade zu erkennen vermag, dann fällt einem sofort auf, dass es an Substanz fehlt. Dazu kommt die derzeit allgegenwärtige Vater-(Teeny-)Tochter-Nummer, die schon seit Jahren keinen mehr hinter dem Ofen hervorlockt. 

Prinzipiell ist die Idee, den Film vier Jahre nach der völligen Verwüstung Chicagos in "Transformers 3" spielen zu lassen, völlig in Ordnung. Auch die Jagd auf alle verbliebenen Transformers, seien es nun Autobots oder Decepticons, durch eine Sondereinheit ist nicht schlecht, aber damit hat der Film auch schon das nächste Problem: zu viele Endgegner. Da ist die vorgenannte Spezieleinheit,  da ist Lockdown (Mark Ryan), da ist Galvatron (Frank Welker). Puh. Das ist irgendwann einfach zu viel und hat schon in "Spider-Man 3" und "The Amazing Spider-Man 2" für mich nicht funktioniert.

Ehrlicherweise muss man sagen: die CGI sehen (vor allem auch in 3D) bombastisch aus und machen eine Menge Spaß. Aber selbst mir wurde das irgendwann zu viel und vor allem zu fade. Da blickt man im Kino gelangweilt an die Decke, wenn sich Optimus Prime oder Bumblebee zum gefühlt tausendsten Mal mit einem weiteren Gegner prügelt. Dabei wird man zu Beginn des Films eigentlich gut abgeholt. Ein gemächlicher Einstieg, eine Vorstellung der Figuren, sogar noch halbwegs geschickt verknüpft. OK, Mark Wahlberg, den ich als Schauspieler sehr mag, einen Erfinder abzukaufen ist schon reichlich schwer, aber darüber kann ich ganz großzügig hinwegsehen. Stanley Tucci, den ich ebenfalls immer wieder gern sehe, ist auch noch gut und bringt mit seinem Charakterkopf noch ein wenig frischen Wind in die Geschichte. Titus Welliver darf einmal mehr den fiesen Kerl raushängen lassen. Das hat er drauf. Er macht eigentlich nichts anderes. Und das war es aber dann auch schon.


Positiv zu erwähnen ist, dass die Gagrate deutlich veringert wurde, auch wenn es noch einige (sogar für Lacher sorgende) Sprüche gibt (Hound, während er wild um sich schießt: "Ich bin eine Ballerina!") und der Film dadurch sogar etwas ernster wird. Auch der Soundtrack von Steve Jablonsky ist passend und vor allem fetzig. Trotzdem... man quält sich irgendwann durch den Film und schaut auf die Uhr und hofft, dass er irgendwann enden möge. Eine Straffung hätte dem Film nur gut getan. Dazu stellt der Film einen unfassbar-traurigen Rekord im Product-Placement auf, welches dem Zuschauer quasi ins Gesicht geklatscht und nie subtil oder unauffällig präsentiert wird. Hätte nur noch gefehlt, dass sie das Werbeprodukt direkt in die Kamera halten... ach halt. Das ist ja tatsächlich geschehen! Das ist einfach nur dreist.

Fazit: Dumm, dass das Überwältigungs-Konzept dieses Mal lediglich in den ersten 90 Minuten der unnötig langgezogenen Spieldauer von 166 Minuten aufgeht, weil es anschließend trotz Hongkong-Zerlegung und den monströsen Dinobots einfach keine Steigerung mehr gibt und die reichlich redundante Action trotz technisch perfektem 3D irgendwann eher anstrengt statt zu unterhalten. Mit 6 Punkten tue ich dem Film noch einen großen Gefallen.

6/10

Exklusiv bei der Drogeriekette Müller gibt es den Film in 3D im Steelbook. Bisher einzigartig:  die englische Tonspur liegt in Dolby ATMOS vor und sorgt für brachialen Sound.

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork:
Paramount Pictures/DreamWorks Pictures/di Bonaventura Pictures/DeSanto/Murphy Productions

Sonntag, 25. August 2013

Transformers: Dark Of The Moon - Transformers 3 (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1399103/

Am 20. Juli 1969 landet Apollo 11 auf dem Mond. Auf der dunklen Seite des Mondes stoßen die Astronauten auf das Wrack eines Raumschiffs. 40 Jahre lang hält die Regierung die Entdeckung geheim. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Ein bislang unentdeckter Transformer wird an Bord des Raumschiffs reaktiviert. Es ist der verschollen geglaubte Herrscher von Cybertron, Shockwave. Seine Rückkehr entfacht den erbitterten Krieg zwischen den Autobots und den Decepticons aufs Neue. Jetzt geht es nicht mehr nur um die Zukunft und das Überleben der Erde, sondern des ganzen Universums… damit hatten weder Sam Witwicky (Shia LaBeouf) noch die Autobots gerechnet!

Zumindest hat Sonnenuntergangsexperte Michael Bay im dritten Teil des erfolgreichen Franchises mal weniger dumme Gags eingebaut und ein wenig mehr - aber wirklich nur ein Quentchen mehr - Story bereitgestellt. Man muss ja zugeben: die Optik ist wirklich vom feinsten - auch in 3D. Man könnte von Effekthascherei sprechen, doch finde ich das alles ziemlich passend und auch recht beeindruckend. In Kombination mit den Explosionen zeigt Michael Bay sich da wirklich von der besten Seite. Man könnte beinahe meinen, dass Bay aus den Fehlern des zweiten Teils etwas gelernt hat.


Trotzdem: es gibt massenweise Logiklöcher, dazu kommen Filmfehler wohin man auch schaut, ein etwas weniger nerviger Shia LeBeouf (den ich trotzdem noch nicht leiden mag) und eine ausgetauschte Hauptdarstellerin. Auch wenn ich Megan Fox schön aber dumm finde, konsequent ist auch etwas anderes. Die Roboter pissen diesmal nicht auf Menschen, zeigen nicht ihre Metalhoden in Grossaufnahme und tragen keine Goldzähne. Zum Glück. Das Ende ist dann auch eine Materialschlacht wie man sie sich wünscht - vor allem in 3D kommt diese echt genial rüber, wenn Optimus Prime durch die Stadt fliegt und am Ende noch Shockwave platt macht.

Unterhalten fühlt man sich hier zumindest etwas mehr als im Vorgänger. Das ist dann schon den einen oder anderen Punkt mehr wert. Mal sehen, was der kommende Teil 4 kann und macht.

7,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork:
Paramount Pictures/DreamWorks Pictures/di Bonaventura Pictures/DeSanto/Murphy Productions

Samstag, 24. August 2013

Transformers: Revenge Of The Fallen - Transformers: Die Rache (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1055369/

Nachdem in Transformers die Erde zum Schauplatz des ewig währenden Kriegs zwischen Autobots und Decepticons erkoren wurde, geht die Schlacht in Transformers - Die Rache in die zweite Runde. Bevor Sam Witwicky (Shia LaBeouf) gemeinsam mit seiner Freundin Mikaela (Megan Fox) überhaupt dazu kommt, vergangene Ereignisse zu rekapitulieren, bahnt sich die nächste Bedrohung an: The Fallen, ein bösartiger und mächtiger Decepticon, droht erneut unseren Planeten ins Chaos zu stürzen. Unterstützt von Optimus Prime (Peter Cullen) sowie dessen hochtechnologisierte Gefolgschaft auf vier Rädern stellt sich Sam ein weiteres Mal seinem Schicksal als Weltenretter - frei nach dem Motto "Ohne Opfer gibt es keinen Sieg!"...

Woran erkennt man nochmal einen Film von Michael Bay? Richtig: die Kamera steht für keine Sekunde still, die Darsteller werden bevorzugt vor dem Gegenlicht einer untergehenden Sonne in satten, rötlich-braunen Farbtönen abgelichtet und bombastische Spezialeffekte sind alles, die Schauspieler hingegen nur Begleiterscheinungen. Letztere müssen trotzdem über eine extrem gute körperliche Kondition verfügen, denn gerannt wird in dem Film viel, gesprochen hingegen wenig. Außerdem bekommt auch in diesem Teil das US-Militär regelmäßig die Chance, ausgiebig sein komplettes Arsenal an Hightech-Waffen in Aktion zu zeigen. Der zweite Teil macht somit genau das, was zweite Teile üblichweise tun: im Vergleich zum ersten Teil versagen.

Der hier versagt aber zumindest nicht auf ganzer Linie. Das Positive vorweg: die Action, die Effekte, der Soundtrack: grandios und noch eine ganze Ecke besser als noch in Teil 1. Leider aber ist die sowieso schon sehr magere Story zugunsten noch mehr kindischer Gags gewichen. Das dass nach dem schon sehr infantil-humoristischem ersten Teil überhaupt noch möglich war beweist "Die Rache" mit blöde herumquarkenden Kleinst-Transformern, peinlich aufgesetzter Humor, noch dümmlicheren Dialogen und einem noch mehr minderbemittelten Agent Simmons (John Turturro) sehr eindrucksvoll. Die Charatere sind absolut substanzlos und somit austauschbar. Bei Shia Lebeouf wünsche ich mir sogar einen Austausch. Der hat sich nämlich nicht weiter entwickelt, sondern ist trotz seiner erzwungenen heroischen Einlagen in die Sparte "nervender Loser" abgerutscht. Und das trübt natürlich das Erlebnis.

Die Fortsetzung vertraut somit fast völlig auf das Special-Effekt-Erlebnis und wilde Zerstörungsorgien. Die sind auch gut und man bekommt den "Wow!"-Effekt. Aber dennoch: im Endeffekt ist und bleibt es eine gigantische und auch teilweise unterhaltsame No-Brain-Materialschlacht ohne logische Handlung. Ich hätte mir deshalb gewünscht: banaler Humor raus und Story mit mehr Pepp rein ... (und ein besserer Cast).

6,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork:
Paramount Pictures/DreamWorks Pictures/di Bonaventura Pictures/DeSanto/Murphy Productions