Donnerstag, 29. Januar 2026

Caught Stealing (2025)

https://www.imdb.com/de/title/tt1493274/

Auf der Highschool war Hank Thomas (Austin Butler) ein Basketball-Genie. Dennoch ist es mit der großen, glanzvollen Profikarriere nicht wirklich etwas geworden. Jetzt führt er also ein genügsames Leben in New York, schlägt sich als Barkeeper durch, genießt die Zeit mit seiner Freundin Yvonne (Zoë Kravitz) und hat immer noch ein Herz für den Sport. Sein Lieblingsteam steht überraschenderweise im Meisterschaftsfinale. Klingt eigentlich nach einer guten Zeit. Doch dann klingelt sein Nachbar Russ (Matt Smith) bei ihm. Ob Hank ein paar Tage lang auf seine Katze aufpassen könne, fragt der ihn. Doch mit der Katze holt er sich offenbar auch jede Menge Probleme ins Haus. Denn plötzlich stehen jede Menge zwielichtige Gestalten vor seiner Tür, die alle etwas von ihm wollen - und er sich doch eigentlich nur auf Katzensitting eingelassen hat. Schnell geht es für Hank jedoch um mehr, als nur das Tier, sondern gleich um sein Leben...

Darren Aronofskys "Caught Stealing" ist ein aalglatter, freigeistiger Heist-Movie, der im heruntergekommen Teil des New York der 1990er-Jahre spielt und in dem der ehemalige Baseball-Star und nun Barkeeper Hank Thompson (Austin Butler) ein im Grunde ruhiges Leben mit Freundin Yvonne (Zoë Kravitz) führt. Der Autounfall, der seine Sportträume zerstörte, klingt irgendwo noch nach und die Story beginnt, als Hank nach dem Katzensitten für den punkigen Nachbarn Russ (Matt Smith) in einen Strudel aus Gangstern, versteckten Schlüsseln und felinem Chaos gerät. Es ist eine Abkehr für den Regisseur von "Requiem For A Dream" und "Black Swan", der hier auf psychische Qualen verzichtet und stattdessen knackige Action und schwarzen Humor bietet - doch sein Gespür für Spannung und lebendige Stadtbilder hält den Film elektrisierend am Laufen.

Was folgt ist eine Neo-Noir-Achterbahnfahrt aus Prügeln, Schießereien und Verrat mit russischen Mobstern, hasidischen Gangstern (unter Führung von Vincent D’Onofrio und Liev Schreiber) und einem korrupten Cop (Regina King), die alle ein mysteriöses McGuffin jagen. Basierend auf Charlie Hustons Roman von 2004, bringt das Skript zahlreiche Wendungen und mischt Guy-Ritchie-Chaos mit authentischem East-Village-Dreck. Austin Butler glänzt als Durchschnittsheld wider Willen, der Charisma, Verletzlichkeit und Biss vereint - er wird blutig geschlagen, bleibt aber (erwartbar) zäh und belegt hier seine Action-Qualitäten nach seinem Auftritt in "Elvis". Zoë Kravitz bringt Feuer als seine Stütze, während das Ensemble - Matt Smith als zwielichtiger Punk und Auslöser, Regina King als doppelbödige Detektivin und altbekannte, wohlige Gesichter wie Vincent D’Onofrio und Liev Schreiber - skurrile Bedrohlichkeit und unvergessliche Momente liefert. Sogar die sibirische Katze Bud (eigentlich Tonic) ist ein wahrer Szenendieb und agiert nach ihrem Auftritt im Remake von "Friedhof der Kuscheltiere" und "Thanksgiving" in manchen Szenen sogar besser als Butler.

Regisseur Aronofsky malt mit Kameramann Matthew Libatique ein atemberaubendes, vibrierendes New York - schmuddelige Bars leuchten Neonfarben, Verfolgungsjagden pochen vor Dringlichkeit, Gewalt explodiert in unnachgiebigem Gemetzel. Schnitt und Soundtrack treiben die 107-minütige Laufzeit voran und machen es zu Aronofskys publikumswirksamsten Film, wenngleich ihm die emotionalen Tiefen seiner besten Werke fehlen. Es ist einfach ein Retro-Spaß und Butlers Starpower, was den Film unterhaltsam macht. Natürlich ist es nicht Aronofskys Meisterwerk - das Material wirkt stellenweise dünn und lehnt sich auf Klischees - doch es ist ein verdammt unterhaltsamer Ritt, ideal für Fans stylischer Thrills. Daumen hoch.

7/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Sony

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