Montag, 12. Januar 2026

Trap House (2025)

https://www.imdb.com/title/tt10799690/

Ein DEA-Agent und sein Partner geraten in eine ungewöhnliche Jagd: Ihre eigenen jugendlichen Kinder haben sich gegen sie aufgelehnt und nutzen geheime Informationen sowie die erlernten Methoden ihrer Eltern, um Kartelle auszurauben.

Ein rasant-schräges Action-Thriller-Hybrid, das die absurden Konsequenzen familiärer Loyalitäten in den Drogenkrieg verwebt - ein Film, der mit Dave Bautista als grimmigen DEA-Agenten punktet, aber unter der Last seiner albernen Prämisse stark ins Wanken gerät. Regisseur Michael Dowse liefert solide, wenn auch vorhersehbare Eskalationen, in denen rebellische Teens ihre Elterns taktische Geheimnisse gegen ein Kartell wenden, was zu einem chaotischen Cat-and-Mouse-Spiel führt, das eher adäquat unterhält als überzeugt. Dowse baut Spannung durch enge Räume und nächtliche Verfolgungen auf, doch die Logiklücken (wie Kids, die Profi-Cartelle erfolgreich überlisten) machen es zu einem B-Movie-Fantasieprodukt, das Twists priorisiert statt Tiefe. Die Actionsequenzen sind der Höhepunkt: rohe Schießereien, improvisierte Kämpfe und Heists mit Non-Lethal-Waffen, die an "Goon"-Ästhetik erinnern, wenngleich ohne die Präzision größerer Budgets. Dowse setzt auf Shaky-Cam-Dynamik für Intensität, besonders in den Trap-House-Raids, wo die Pläne der Kids spektakulär scheitern oder gelingen - ein Mix aus Humor und Grausamkeit, der funktioniert, solange man die Unlogik und das Unwahrscheinliche ignoriert. Schwächen zeigt sich in generischen Cartel-Klischees und einem CGI-Finale, das den Bodenkontakt verliert.

Dave Bautista trägt den Film mit seiner bulligen Präsenz und trockenen Comic-Timing - als Vater zwischen Pflicht und Liebe gefangen, bringt er echtes Herz in die Rolle, Jack Champion und Sophia Lillis als Teens liefern freche Energie, die den rebellischen Kern stützt, während Kate del Castillo als Cartel-Boss und Tony Dalton Bedrohung ausstrahlen, wenngleich stereotyp. Die Dynamik zwischen Eltern und Kindern - geprägt von Misstrauen und Versöhnung - ist das Emotionalste, auch wenn Nebenfiguren wie Whitney Peak flach bleiben. "Trap House" will mehr sein als Zeitvertreib - es spielt mit familiären Banden und Systemversagen -, bleibt aber lediglich ein schnell vergessener unterhaltsamer Guilty Pleasure, das bei niedrigen Erwartungen zündet. Der Film weiß, was er ist, und liefert genau das - Twists, Adrenalin und Bautista's Charme -, ohne sich großzutun. 

5,5/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: amazon MGM studios/Signature Films/828 Productions

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen