Ende der 50er Jahre tötet eine Gruppe von Teenagern in Ferren Woods den monströsen Tommy, den Jungen, von dem sie glauben, dass er für unerklärliche Dinge in der Gegend verantwortlich ist. Über 30 Jahre später kehrt Tommy zurück. Denn die Hexe Osie bewahrte sein Blut und seine Seele auf. Und das Grauen hält wieder Einzug in Ferren Woods. Der Tag der Rache ist gekommen ohne Gnade für alle, die den Fluch des Pumpkinhead herausgefordert haben!
"Pumpkinhead II: Blood Wings" ist genau das, was man von einem Direct-to-Video-Horror-Sequel der 90er erwartet: eine schlampige, uninspirierte Neuauflage des Originals, die weder die folkloristische Düsternis noch die emotionale Wucht des Stan-Winston-Klassikers einfängt. Der Plot ist ein klassisches Retread: 1958 lynchen Rowdys einen verunstalteten Waisenjungen, Tommy; 35 Jahre später wecken dämliche Teens versehentlich Pumpkinhead, in dem Tommys Seele haust, und der Rache-Dämon mäht sie samt den alten Tätern nieder. Wo das Original eine Vater-Sohn-Tragödie mit mystischem Ritus verknüpfte, reduziert sich der Nachfolger auf Standard-Slasher-Fare: Teenies klauen in der Hexenhütte, Monster killt, Sheriff tapst herum - ohne jeden Funken Originalität oder Tiefe. Andrew Robinson als Sheriff bringt noch etwas Gravitas, wirkt aber frustriert inmitten eines Ensembles aus hölzernen Darstellern, die ihre Zeilen kaum ohne Kichern liefern. Ami Dolenz und Soleil Moon Frye dienen als Eye Candy, während das Monster-Design - trotz mehr Screentime - gummiartig und weniger bedrohlich als im Original rüberkommt; die Gore-Effekte sind okay, aber sporadisch und ohne Stil. "Pumpkinhead II" verwechselt Lautstärke mit Schrecken, Bodycount mit Spannung - ein trauriger Fall von frühzeitiger Franchise-Erschöpfung, der selbst für Fans des Ersten kaum mehr als ein müdes Gähnen wert ist.

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