Posts für Suchanfrage Shrek werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage Shrek werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen

Samstag, 12. Juli 2014

Shrek 2 - Shrek 2: Der tollkühne Held kehrt zurück (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0298148/

Im zweiten Teil statten Shrek und Prinzessin Fiona ihren Eltern, dem Königspaar von Weitweitweg einen Besuch ab. Doch Shrek will sich nicht in die Rolle des vorbildlichen Schwiegersohns fügen. Und auch der König hätte sich lieber den Sohn der guten Fee, Prince Charming, als Nachfolger gewünscht, der ursprünglich zur Rettung von Prinzessin Fiona ausersehen war. Also wird kurzerhand ein Auftragskiller in Gestalt des gestiefelten Katers auf Shrek angesetzt, kann ihn aber nicht überwinden. Shrek, Esel und der gestiefelte Kater wollen die Verschwörung aufdecken und finden bei der guten Fee einen Trank, der Shrek in einen Menschen verwandelt (und Esel in ein prachtvolles Ross). In dieser Gestalt hofft Shrek Fiona wieder für sich zu gewinnen, die von Shreks erstem Treffen mit ihren Eltern wenig begeistert war. Ein weiterer Trank kommt ins Spiel, den der König Fiona einflößen soll, damit sie sich unsterblich in Prince Charming verlieben möge. Am Ende werden  den Regeln des Märchens gemäß  die Guten allerdings wieder belohnt, die Schlechten bestraft, und so endet auch Shrek 2 mit einem Happy End.

Nachdem Dreamworks damals mit dem ersten Teil der Shrek Reihe einen wahren Knaller hinlegte, ließ eine Fortsetzung natürlich nicht lange auf sich warten. Und diese Fortsetzung hat es in sich - und übertrifft in meinen Augen sogar noch den Vorgänger, und das in vielerlei Hinsicht: das fängt bei der liebevoll erzählten Geschichte des Filmes an, die sich als interessanter, durchdachter, spannender und vor allem unterhaltsamer als die des ersten Teils herausstellt. Das soll nicht heißen das die Story des Vorgängers schlecht ist, doch hier wurde für mich alles noch einen kleinen Tick besser umgesetzt. Vor allem die vielen neuen Figuren tragen ihren Teil dazu bei. Dieses Mal bekommt es der allseits beliebte Oger mit einer guten, - naja eigentlich bösen - Fee, deren sich selbst überschätzenden Sohn und in gewisser Weise seinem eigenen Schwiegervater zu tun.

Doch der wohl beste Neuzugang ist ganz klar der gestiefelte Kater. Es ist unglaublich wie dieser Kater die Shrek-Filme beeinflusst hat. Fragt man heute jemanden nach "Shrek", so kommt in den meisten Fällen gleich die Antwort: "Ist das nicht das wo der niedliche Kater mitspielt?" Ja, der gestiefelte Kater ist wohl der Hauptgrund warum " Shrek 2" so gut ist. Diesen kleinen Kerl, der so liebevoll gucken kann und es doch faustdick hinter den Ohren hat, muss man einfach gern haben! Es geht gar nicht anders! Da sieht sogar der gute Esel manchmal etwas alt aus. Doch auch dieser ist wieder für einige Lacher gut und aus dieser Reihe gar nicht mehr wegzudenken. Auch der Soundtrack ist wieder mehr als gelungen und bildet ein buntes Gemisch aus eigenen Kompositionen und diversen Rock-Klassikern. So ist für jeden Geschmack etwas dabei und jeder Situation wird musikalisch passend untermalt. Das Ende ist mit den vielen Szenenwechseln, textgenau untermalt von eben dieser rockigen Musik (hier: ein Bonnie Tyler-Cover von "I Need A Hero") eines der besten und auch fetzigsten der Reihe und wenn dann Shrek mit seinen Freunden durch die Burgmauer bricht, freut man sich insgeheim, dass es jetzt den Bösen an den Kragen geht. Und was für eine geniale Idee mit dem König, die nicht nur eine kleine Moral verbreitet sondern auch so ganz nebenbei noch Fionas Wesen erklärt.

Wie schon gesschrieben, für mich persönlich übertrifft "Shrek 2" seinen Vorgänger in allen Belangen. Die Story ist super erzählt und enthält einige wichtige Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt, etc. parat. Doch was auch diesen Teil so stark macht, sind die wunderbaren Figuren, die allesamt kultverdächtig sind und die man über die ganze "Shrek"-Reihe hinweg einfach ins Herz schließt. Das 3D ist unaufdringlich und bietet eine schöne Tiefenschärfe ohne allzuviele nervige Popouts. Toll!

8,5/10 

Quellen:
Inhaltsangabe: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Poster/Artwork: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Sonntag, 29. Juni 2014

Shrek - Der tollkühne Held (2001)

http://www.imdb.com/title/tt0126029/

Irgendwas scheint faul im Staate Duloc. Die von Oger Shrek so geliebte Ruhe ist schlagartig vorbei, als eine ganze Horde Fabelwesen in seinem abgelegenen Sumpf auftaucht. Doch Shrek hat nicht vor sein Reich länger als nötig mit Pinocchio, den Sieben Zwergen, dem bösen Wolf und Co. zu teilen. Also macht er sich in Begleitung eines endlos quasselnden Esels auf, den ein wenig kurz geratenen Lord Faquaad aufzusuchen, der für diese ungwöhnliche Umsiedelung verantwortlich ist. Der Möchtegern-König Faquaad macht Shrek das Angebot, ihm den Sumpf wieder zu überlassen – vorausgesetzt Shrek gelingt es, die schöne Prinzessin Fiona zu befreien. Eingesperrt in einem unheimlichen Schloss und bewacht von einem feuerspeienden Drachen harrt Fiona auf ihre Rettung. Dass diese ausgerechnet durch den hässlichen und ordinären Shrek unternommen wird ist ihr nicht sonderlich angenehm, so dass sich Fiona beinahe als das größte Hindernis ihrer Rettung herausstellt. Doch es wird sich zeigen, dass die vornehme Prinzessin mehr mit Shrek gemein hat, als auf den ersten Blick zu erkennen ist.

Ach ja, "Shrek". Es ist wirklich sehr lange her, seit ich mir diesen grandiosen Film aus dem Hause Dreamworks das letzte mal angesehen habe. Und da ich nun mal wieder Lust auf Shrek, Esel und Co. hatte, habe ich beschlossen mir die ganze Reihe nochmal anzuschauen. Schon als ich den Film das erste Mal gesehen habe, war ich absolut begeistert von Antiheld Shrek, der mit so viel Witz und Zynismus seinen Weg geht.

Es ist teils einfach wunderbar, wie hier einige berühmte Märchenfiguren, vor allem die jeweiligen Disneyverfilmungen davon, durch den Kakao gezogen werden. An manchen Stellen lacht man sich einfach schlapp! Aber auch abseits der genialen Story punktet dieser Film auf ganzer Linie. Vor allem die smarten Figuren tragen einen großen Teil zum positiven Gesamtbild dieses Filmes bei. Shrek ist einfach herrlich. Er möchte am liebsten alles und jedem eins auf den Deckel geben nur damit er seine Ruhe hat. Doch auch wenn Shrek, im ersten Teil am stärksten, ein eigentlicher Antiheld ist, so muss man diesen Oger einfach gern haben! Neben Shrek selbst ist ganz klar der Esel das Gesicht der Reihe. Dieses Plappermaul ist unübertroffen und immer für einen Lacher gut. Mit Eddy Murphy hat man ganz klar die richtige Synchronstimme ausgesucht, passt perfekt. Doch auch die anderen Figuren sind mehr als gelungen und vermitteln nie das Gefühl überflüssig zu sein. Auch der rockige Soundtrack, ein buntes Gemisch aus großen Songklassikern und modernen Songs, ist hervorragend gewählt und umtermalt jeweilige Situationen wirklich immer passend und stimmig, auch wenn die Animationen noch ein wenig hölzern wirken und mit heutigen produktionen nicht mehr mithalten können.

"Shrek - Der tollkühne Held" ist meiner Meinung nach einer der wohl besten Animationsfilme aller Zeiten, der auch heute schon absolut Kult ist. Die Geschichte ist für jüngere und ältere Leute gleichermaßen unterhaltsam und wird nie langweilig. Da der Film neu auch in 3D aufgelegt wurde - welches für solche Animationsfilme ja wie geschaffen ist - empfiehlt sich in jedem Fall die Sichtung in 3D. Mit einer angenehmen Tiefenwirkung und einigen (wenigen) Pop-Outs weiß die Technik gut zu überzeugen.

8/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Dreamworks Animation/Universal Pictures

Poster/Artwork: Dreamworks Animation/Universal Pictures

Freitag, 15. August 2014

Shrek Forever After - Für immer Shrek (2010)

http://www.imdb.com/title/tt0892791/

Da sich unser grüner Oger Shrek als geliebter und geachteter König gewaltig langweilt, sehnt er sich nach etwas Abwechslung - eine klassische Midlife-Crisis. Mit Sehnsucht erinnert er sich an die Zeit, als die Bauern bei seinem Anblick schreiend das Weite suchten. Als Rumpelstilzchen davon erfährt, macht er ihm ein Angebot, das Shrek nicht ablehnen kann: Einfach mal Urlaub nehmen! Er verspricht Shrek einen Tag, an dem alles wieder so ist wie früher und er sich wieder wie ein richtiger Oger fühlen kann: verabscheut, gemieden und gefürchtet. Im Gegenzug will Rumpelstilzchen lediglich einen Tag aus Shreks Leben als Tausch. Shrek ist von der Idee begeistert und unterschreibt... und erwacht zu seiner Überraschung allerdings in einer Welt, in der er nie existierte, da Rumpelstilzchen ausgerechnet den Tag seiner Geburt gestohlen hat. Der Gauner hat sich unterdessen zum König aufgeschwungen und macht Jagd auf Oger. Auch Shreks Freunde haben sich verändert: Esel hat Angst vor ihm, der Gestiefelte Kater ist fett und faul geworden, Fiona ist die Anführerin der Oger-Widerstandsbewegung - und keiner erkennt ihn wieder. Verabscheut, gemieden und gefürchtet? - So jedenfalls hat er sich seinen Urlaub vom Alter Ego nicht vorgestellt!

Für mich ist "Für immer Shrek" ein passender Abschluss der Reihe, so viel sei am Anfang schonmal gesagt. Der Film macht vieles, was dem Vorgänger fehlte, wieder gut und für mich sogar mehr als wett. Zum einen hat "Für immer Shrek" eine durchweg gelungene, vielleicht teils etwas kitschige, aber höchst unterhaltsame Story. Die Geschichte des Filmes kann durchweg überzeugen und ist an manchen Stellen sogar ein wenig spannend. Kurz gesagt: sie hat bei mir einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen.

 

Die vielen verschiedenen Figuren sind natürlich auch wieder super, jeder hat seine ganz eigenen Eigenschaften . Vor allem Shrek gefiel mir als an seinem Leben zweifelnder Oger, der durch eine Welle unglücklicher Ereignisse lernt, was Liebe und Familie wirklich bedeutet, sehr gut! So hat der Film auch wieder einige wichtige Botschaften parat, die vor allem für Kinder gut geeignet sind, älteren Zuschauern aber trotzdem auch gefallen dürften.

Eine weitere Stärke des Filmes ist der Bösewicht: Rumpelstielzchen! Er hat mir von allen Bösewichten aus den Shrek Filmen am besten gefallen. Denn Rumpel ist ganz klar der cleverste, fieseste und charismatischste Schurke von allen. Dieser fiese Zwerg hat es wirklich faustig hinter den Ohren. Ansonsten bietet "Für immer Shrek" das gewohnte Programm: Viele gelungene Gags, tolle Animationen, coole Sprüche, einen guten Soundtrack und viele drollige Figuren. Alles wurde sehr gut umgesetzt. So ist der vierte Teil ein durchaus würdiger Abschluss einer tollen, witzigen und beinahe durchgehend unterhaltsamen Reihe! "Für immer Shrek" ist ein toll inszenierter Spaß, der jüngeren und älteren Zuschauern gleichermaßen Freude bereiten dürfte. Die Schwächen des Vorgängers wurden beseitigt und außerdem hat man zu alter Stärke zurückgefunden. Schön, das Dreamworks zum Abschluss noch die Kurve gekriegt hat.

7,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Poster/Artwork: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Freitag, 25. Juli 2014

Shrek The Third - Shrek der Dritte (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0413267/

Als König Harold (John Cleese) von Weit Weit Weg schwer erkrankt, wird ausgerechnet Shrek (Mike Myers) zum Thronfolger auserkoren. Doch der grüne Oger wünscht sich nichts mehr, als in Ruhe zusammen mit seiner Frau Fiona (Cameron Diaz) in ihrem geliebten Sumpf zu leben. Im Sterben liegend verrät ihm der König, dass es noch einen anderen möglichen Erben gibt: seinen rebellischen Neffen Artie (Justin Timberlake). Zusammen mit dem Esel (Eddie Murphy) und dem gestiefelten Kater (Antonio Banderas) macht sich Shrek auf die Suche nach dem zukünftigen Herrscher. Währenddessen hat Prinzessin Fiona am Hof andere Probleme: Prinz Charming will um jeden Preis die Herrschaft über das Märchenland an sich reißen. Unterstützung erhält er dabei von den besiegten Antagonisten der letzten Teile und so schafft er es, eine große Armee zusammenzustellen. Zusammen mit ihren Freundinnen hat Fiona nun alle Hände voll zu tun, um die Machtübernahme zu verhindern.

"Shrek der Dritte" kommt qualitativ bei weitem nicht an die beiden Vorgänger und das liegt vor allem an der lahmen Story. Bei den Vorgängern war beinahe alles perfekt: eine gut ausgewogene Geschichte mit guter Gagdichte, alles war in irgendwie originell. Hier sieht das etwas anders aus. Es gibt Ansätze für einen guten Film, aber eigentlich wirkt das alles nur mehr gezwungen. Einige Witze sind sehr gelungen, das muss man sagen. Das Highlight sind für mich zum Beispiel Szenen, in denen die Prinzessinnen miteinander agieren und dadurch Zickenkrieg pur erleben. Un die Schlußszene mit dazugehörigem Endkampf lässt ebenso "Shrek"-Feeling aufkommen. Das reicht aber eben leider nicht für einen ganzen Film.

Es gibt einige Witze, die einfach nur aufgesetzt, vorhersehbar, oder ausgeschlachtet wirken. Oder einfach deplatziert. Die Traumszene ist der Tiefpunkt des ganzen Films, nicht weiter witzig, zu lang und passt nicht so recht in den Kontext. Dazu finde ich die Handlung des Films eher zweitklassig. Eigentlich sehr dünn, wirkt sie wie eine Aneinanderreihung von Szenen. Charming allein als Bösewicht klappt auch nicht so richtig. Und das finde ich sehr schade. Eine Ansammlung unausgereifter Ideen und unausgeschöpften Potenzials, gepaart mit einer unaufregenden Umsetzung. Das dreifache Aus also. Als Gagspektakel angelegt, muss man zwar öfters schmunzeln, aber das große Lachen gibt es nur hin und wieder. Aber immerhin ist es da, und damit schwebt der Film ganz leicht über dem Durchschnitt. Aber vor allem das recycelt wirkende Storykonstrukt, das wirkt, als hätte man sich eines verworfenen Rohentwurfs bedient, trübt doch etwas den Spaß. Schade.

6/10 

Quellen:
Inhaltsangabe: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Poster/Artwork: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Samstag, 26. April 2014

Batman Returns - Batmans Rückkehr (1992)

http://www.imdb.com/title/tt0103776/

Batman (Michael Keaton) sieht sich in einem zweiten Kinoabenteuer "Batmans Rückkehr" gleich drei Widersachern gegenüber: Max Shrek (Christopher Walken) will Gotham City schröpfen, um seine Gier nach Macht zu befriedigen. Als seine Sekretärin Selina Kyle (Michelle Pfeiffer) seinen dunklen Machenschaften auf die Spur kommt, stößt er sie eiskalt in den Tod. Aber die verstörte Selina kommt wieder, mit einem großen Miau! Der Pinguin (Danny DeVito), der mit der Unterstützung von Max Shrek sein monströses Wesen vor den Bewohnern Gothams verbirgt, um als Bürgermeister Oswald Cobblepot gewählt zu werden, komplettiert die Riege der Schurken, denen Batman das Handwerk legen will. Dabei kommt ihm jedoch sein Doppelleben in die Quere. Bruce Wayne verliebt sich in Selina Kyle - können Batman und Catwoman jemals aufhören, sich zu bekämpfen?

Tim Burton bekam für diese Fortsetzung keine Studiovorgaben mehr und konnte diesmal alles nach seinen Vorstellungen verwirklichen. Das Ergebnis ist alles andere als eine normale Comicverfilmung. "Style Over Substance" wird hier enorm groß geschrieben und der Film überzeugt visuell wie kein anderer Batman. Tim Burton tobt sich hier aus als wäre es eine Kunstausstellung. Bei keiner anderen Batmanverflimung gefällt mir die Atmosphäre so sehr wie hier. Das ganze wird begleitet von Danny Elfman's Soundtrack, welcher auf jeden Fall zu den besten seiner Stücke gehört. An kaum einem Film kann man die Macht des Erfolgs besser ablesen können, als an "Batman Returns".

Die Musik setzt ein und der ersten Schneeflocken fallen vom Himmel...und man fühlt sich sofort angenehm eingelullt. Was folgt ist ein kunterbunter Knallbonbon, der zu keinem Moment langweilig wird, vor absurden Bildern und Ideen nur so sprüht und trotzdem auf seine Art eine gewisse Bedrohlichkeit aufweisen kann. Große Kritik erntete der Film damals aufgrund seiner brutalen Szenen und mancher obszönen und nicht jugendfreien Aussagen. Und tatsächlich kann sich Danny DeVito hier so richtig gehen lassen und einfach das Arschloch des Films sein. Und das gelingt ihm hervorragend denn ich könnte mir keinen anderen Schauspieler vorstellen der den Pinguin spielen könnte außer Danny DeVito. Er spielt ihn nicht, Danny DeVito IST der Pinguin.

Auch Michelle Pfeiffer ist als Catwoman (schauspielerisch und optisch) eine Augenweide. Michael Keaton gibt sich hingegen nicht anders als im Vorgänger weiterhin still und eher gelassen, vor allem in diesem Teil beweist er für mich dass er der beste Batman Darsteller (der alten Teile) ist.

"Batmans Rückkehr" fängt mysteriös an und vor allem die Entstehung Catwomans fesselt den Zuseher. Die Spannung steigt langsam aber stetig bis zum Finale, da ist mir dir Film aber leider zu actionlos. Da lauert wirklich an jeder Ecke eine phantasievolle Idee, jede Handlung einer jeden Figur scheint sorgfältig ausgearbeitet zu sein. Selbst die kürzeste und letztlich unwichtigste Szene wird von Burton mit seltsamen Schnickschnack verziert. Da werden Kinder eben nicht einfach entführt, nein, sie werden mit einem Kinder-Käfig-Zug durch die Stadt gefahren. Man merkt es Burton an, dass ihm Actionszenen nicht gerade liegen und er sie am liebsten ganz vermeidet.

Ein Fest fürs Auge, brillante Unterhaltung und am Ende trotz einer gewissen Bubblegum-Haltung doch sehr tiefgründiger Film. Denn auch wenn es hier zugeht wie in einer turbulenten Attraktions- und Freakshow, dass es letztlich um den Menschen geht, das vergisst Burton nie. Er schafft es, zu dieser perfekt inszenierten Atmosphäre auch inhaltlich zu punkten und die Handlung nicht zu vernachlässigen. Für mich klar besser als sein Vorgänger und damit der beste der (alten) Batman Filme.

9/10

Von WARNER BROS. gab es die 4-teilige Filmreihe exklusiv bei BestBuy in einem Metall-Slipcase, welches die 4 Filme auf 4K Ultra-HD Blu-ray im Steelbook enthielt.

Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Poster/Artwork: Warner Bros.

Dienstag, 26. Februar 2013

Puss In Boots - Der gestiefelte Kater (2011)

http://www.imdb.com/title/tt0448694/

Heiß geliebt in Shrek ... erleben wir jetzt in einem „zum Brüllen komischen“ (Associated Press) animierten Heldenepos, wie der einzigartig verwegene Kultkater sich einen gestiefelten Namen gemacht hat! Liebhaber, Kämpfer und Gesetzloser ist er – der gestiefelte Kater. Auf seinem abenteuerlichen Weg durch die sprichwörtlichen sieben Leben treffen er, Kitty Samtpfote und Humpty Dumpty zu einem ultimativen Showdown mit dem berüchtigten Gauner-Duo Jack und Jill zusammen. Die wahre Geschichte der Mieze, des Mythos und der Legende: Der gestiefelte Kater!


Ein nettes liebenswertes Spin-Off, ganz allein für den gestiefelten Kater, den man aus "Shrek" kennt. Niedlich gemacht mit vielen Anspielungen auf diverse Märchen und Filme. Der gestiefelte Kater ist nach wie vor eine tolle Figur. Er ist cool, vielleicht nicht so cool wie ein Rango, aber auf jeden Fall cool genug, um mit ihm eine Menge Spaß zu haben. So trägt er den Film von Gag zu Gag und von Actionszene zu Actionszene. Es gibt viele liebevolle Details und einige schöne Einfälle zu sehen, sodass am Ende nur die Story und die Figur des Humpty Dumpty als Wermutstropfen bleiben. Kurzweilige Unterhaltung ist aber auf jeden Fall garantiert und viel mehr wird wohl auch kaum jemand erwarten. In 3D ganz gut und nicht übertrieben nervig.

7/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Poster/Artwork: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Donnerstag, 4. Januar 2024

Puss In Boots: The Last Wish - Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch (2022)

https://www.filmstarts.de/kritiken/228395.html

Der gestiefelte Kater (Originalstimme: Antonio Banderas, deutsche Version: Benno Fürmann) bemerkt, dass seine Abenteuerlust ihren Tribut gefordert hat: Acht seiner neun Leben sind verbraucht! Also begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise, um den geheimnisvollen letzten Wunsch zu finden, mit dem er seine neun Leben wiedererlangen kann. Der Weg zu seinem Herzenswunsch ist jedoch alles andere als ein Spaziergang. Der Legende nach befindet sich der mystische Stern, der die Leben reaktiveren soll, in dem sagenumwobenen Schwarzen Wald. Ein Ort, den der Kater nur mit der Unterstützung von Kitty Samtpfote (Salma Hayek) und seinem Begleiter Perro (Harvey Guillén) erreichen kann. 

Über 10 Jahre sollte es dauern, bis zu dem Spin-Off  "Der gestiefelte Kater" aus dem "Shrek"-Franchise ein Sequel in die Kinos kam - doch das inhärent verlockende Paradox der verwegenen Katze bleibt auch Jahre nach seinem ersten Solospielfilm bestehen. Er ist ein schneidiger Abenteurer, ein Charmeur bei den Damen, im ganzen Land gefürchtet und bekannt - aber er ist auch unerträglich bezaubernd, wenn er mit seiner kleinen, sandpapierartigen Zunge Milch aus einem Schnapsglas schlürft. Wie immer findet der charismatische und sensible Antonio Banderas genau den richtigen Ton, wenn er die höflichen und albernen Seiten dieser pelzigen Zeichentrickfigur erkundet.

"Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" erweitert die Liste der unglaublich talentierten Nebendarsteller des Oscar-nominierten Originals "Der gestiefelte Kater": zu Banderas und seiner langjährigen Freundin und Co-Star Salma Hayek Pinault gesellen sich unter anderem Florence Pugh, Olivia Colman, Ray Winstone, Da’Vine Joy Randolph und John Mulaney. Sie bringen überraschend viel Substanz in ein vielleicht rein spielerisches Unterfangen. Aber natürlich sind der rasante Humor und die auffallend aufwändige Grafik die Hauptattraktionen des Films von Regisseur Joel Crawford und Co-Regisseur Januel Mercado. Die Ästhetik des Films stützt sich möglicherweise zu stark auf Anime-Einflüsse, insbesondere während der Actionsequenzen, aber die lebendigen Farben und satten Texturen sind ein Genuss. Vom Moos, das auf einem furchterregenden Waldriesen wächst, bis hin zum glänzenden, seidigen Schnurrbart des Katers, der im Wind weht, bietet "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" eine Vielzahl atemberaubender Details. Und es gibt häufig dramatische Schatten und subtile Überblendungen für den Übergang von der Vergangenheit in die Gegenwart oder von einer Szene zur nächsten.

Nach einem fulminanten Start sackt "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" in der Mitte etwas ab, als klar wird, dass uns eine ziemlich normale Quest aus diesem Drehbuch von Paul Fisher und Tommy Swerdlow bevorsteht. Natürlich ist jeder hinter jedem her, und alle haben es auf das Gleiche abgesehen, mit einigen lustigen und beängstigenden Hindernissen auf dem Weg. Aber der Film schafft es auch, Botschaften der Selbstlosigkeit und des Teamworks auf eine Weise zu vermitteln, die weder schwerfällig noch aufdringlich wirken. Und die herausragenden Sprachdarbietungen und die umwerfende Grafik sorgen dafür, dass die Sache so fesselnd ist, dass Sie weder einen Laserpointer noch eine mit Katzenminze gefüllte Spielzeugmaus benötigen, um sich zu unterhalten. Und damit ist "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" genauso flink und leichtfüßig wie seine Titelkatze. Und herrlich unterhaltsam.

7,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Poster/Artwork: Dreamworks Animation / Universal Pictures

Sonntag, 15. Februar 2026

I Am Legend (2007)

https://www.imdb.com/de/title/tt0480249/

Robert Neville (Will Smith) ist der letzte lebende Mensch, nachdem ein vermeintliches Wundermittel nahezu die gesamte Menschheit ausgelöscht hat. Der Großteil der Infizierten ist gestorben, eine Minderheit zu lichtscheuen, instinktgesteuerten Kreaturen mutiert. Robert lebt nun also im verlassenen New York, bei ihm nur sein sein treuer Schäferhund Sam. Tagsüber streift der Militärwissenschaftler durch die Gegend, macht Jagd auf Antilopen und sendet Funksprüche in der Hoffnung, andere Überlebende zu erreichen. Nachts verbarrikadiert er sich in seinem Nobelheim vor den Monstern draußen und arbeitet mit seinen bissigen Laborratten an einem Impfstoff. Als Robert jedoch das Alpha-Weibchen (Joanna Numata) der Zombie-Vampire zu Forschungszwecken einfängt, entwickeln die Kreaturen unter der Führung des Alpha-Männchens (Dash Mihok) plötzlich eine Form von Intelligenz und greifen härter an als jemals zuvor...

Größe liegt manchmal doch in der Reduktion: in einem Mann, einem Hund und einer entvölkerten Stadt, die langsam zu einer Art seelischem Spiegel wird. Francis Lawrence inszeniert mit dem Remake "I Am Legend" Will Smith nicht als Actionfigur, sondern als letzten Zuschauer einer Welt, die sich selbst aus dem Programm genommen hat - und genau darin liegt die besondere Wucht dieses Films. Als Virologe Robert Neville streift Smith durch ein überwuchertes New York, jagt Rehe auf der Fifth Avenue und grüßt Schaufensterpuppen wie Stammgäste in einer Bar; jede Routinehandlung ist gleichzeitig Überlebensstrategie und Selbsttherapie. Die Szenen, in denen er mit seiner Hündin Sam spricht, sind der emotionale Kern des Films - in ihrem Fell liegt mehr Menschlichkeit als in allen flashbackartigen Erinnerungen an die untergegangene Zivilisation. 

Die wahre zweite Hauptfigur ist New York. Eine Stadt, die von Gras überwuchert, von Wildtieren durchstreift und von Plakaten einer untergegangenen Konsumkultur gesäumt ist. Die Produktion investierte Millionen in die Sperrung und Inszenierung der Brooklyn Bridge und anderer Schauplätze, um einen glaubhaft vernarbten Schauplatz der Apokalypse zu schaffen - ein Aufwand, der sich in jeder Totale auszahlt. Wenn Löwen durch Manhattan ziehen und Autos wie Fossilien in der Straße stecken bleiben, dann wirkt das nicht wie Effektgier, sondern wie eine stille Chronik des Verschwindens. Die Infizierten - hier eher vampirische "Darkseekers" als klassische Zombies - sind weniger Monster als physisch gewordene Fehlkonstruktionen eines zu optimistischen Fortschrittsglaubens. Der von Menschen erfundene Virus, ursprünglich als Heilmittel gedacht, hat die Menschheit dezimiert und eine neue, aggressive Spezies geschaffen, gegen die Neville um ein Gegenmittel ringt; seine Forschungslabore voller Versuchskörper sind wie ein Schuldarchiv der modernen Wissenschaft. Der Film spielt geschickt mit religiösen und moralischen Untertönen - vom verfremdeten Michelangelo‑Motiv auf einem Poster bis zum Bob‑Marley‑Monolog über das "Licht in der Dunkelheit", der Neville als jemanden zeigt, der seinen verlorenen Glauben durch Arbeit ersetzt. 

"I Am Legend" ist ein teurer, effektverstärkter Studioblockbuster, aber seine stärksten Momente sind die leisesten: ein Mann, der in einer Videothek überlegt, ob er einer Puppe endlich seinen Namen sagen soll; ein improvisiertes Abendessen mit imaginären Gästen; eine Trance vor einem alten "Shrek"-Dialog, den Neville auswendig mitspricht, um sich zu vergewissern, dass Sprache noch existiert. Die Actionsequenzen - die Angriffe der Darkseekers, das Belagerungsszenario im Haus, die Flucht‑Rückblenden - liefern die erwartete Spannung, aber sie funktionieren vor allem, weil der Film zuvor die Stille so sorgfältig gebaut hat. Man kann nun über den letzten Akt streiten, über das Ausmaß der CGI‑Monster und über die Frage, ob der Film den radikal ambivalenten Kern von Richard Mathesons Romanvorlage entschärft. Aber selbst dort, wo er konventioneller wird, bleibt er getragen von der Grundidee: einem Mann, der beweisen will, dass die Menschheit mehr ist als ihr Fehlversuch im Labor - und der dabei vielleicht selbst zur Legende wird, weniger als Held denn als letzte, hartnäckige Erinnerung an das, was wir hätten sein können. "I Am Legend" ist damit zwar kein unerreichbares Meisterwerk, aber doch einer jener Genrefilme, die lange nachwirken, nicht wegen ihres Lärms, sondern wegen der Einsamkeit zwischen zwei Herzschlägen in einer leeren Stadt.

7/10

Quellen:
InhaltsangabeFilmstarts
Poster/Artwork: Warner Bros./Village Roadshow Pictures/Weed Road Pictures/Heyday Films/Original Film/Overbrook Entertainment

Donnerstag, 2. Juli 2020

The LEGO Movie 2: The Second Part - The LEGO Movie 2 (2019)

https://www.imdb.com/title/tt3513498/

Fünf Jahre, nachdem die Pläne des skrupellosen Lord Business (Stimme im Original: Will Ferrell) vereitelt werden konnten, haben die DUPLO-Invasoren aus dem Weltall die heile LEGO-Welt zerstört. Mittlerweile ist Steinstadt nur noch eine postapokalyptische Brache, die heute Apokalypstadt heißt. Emmet führt sein Leben jedoch unbeirrt weiter. Im Gegensatz zu allen anderen, die sich für weitere Kämpfe wappnen, sieht er darin keinen Sinn. Doch dann müssen sich die Helden erneut zusammentun, um eine Bedrohung abzuwenden, denn ein außerirdischer Eindringling namens General Mischmasch (Stephanie Beatriz) aus dem Systar-System erscheint auf der Bildfläche. Mischmasch entführt Lucy (Elizabeth Banks), Batman (Will Arnett), EisenBart (Nick Offerman), Einhorn-Kitty (Alison Brie), Benny (Charlie Day) und Emmet (Chris Pratt) bleibt allein zurück. Er bricht auf, um seine Freunde zu retten und erhält dabei Hilfe vom intergalaktischen Abenteurer Rex Abenteuerweste (ebenfalls Chris Pratt)...

2014 überraschte "The Lego Movie" im Gegensatz zu anderen Spielzeug-Verfilmungen die Zuschauer mit seiner gelungenen filmischen Adaption. Virtuell wurden dafür über drei Millionen Steine verbaut und es wurde penibel darauf geachtet, dass alles im Film gezeigte auch in der Realität nachbaubar wäre. Doch nicht nur das: Es wurde im Film munter mit Zitaten gespielt und leichtfüßig Gesellschaftskritik geübt, so dass sogar der Song "Everything Is Awesome" 2015 einen Oscar erhielt. 5 Jahre später folgte mit "Lego Movie 2" der Nachfolger, der sich vor allem mit dem Konflikt zwischen Lego und Duplo beschäftigt.


Ein großer Erfolg zieht meistens eine Fortsetzung nach sich. Das Drehbuch für den zweiten Film schrieben wieder die Autoren Phil Lord und Christopher Miller. Umgesetzt wurde es unter der Regie von Mike Mitchell, der mit Animationsabenteuern wie zum Beipeil "Für immer Shrek" schon Erfahrung sammeln konnte. Bei der Inszenierung kombinierten die Filmemacher eine klassische Rettungsgeschichte, bei der auch der Held mit seiner dunklen Seite (hier ganz personifiziert) konfrontiert wird, mit einem vorhersehbaren klassischen Plot-Twist. Doch die Geschichte besitzt dabei wenig Spannung und viel zu viele bekannte Elemente. Aber auch für jüngeren Zuschauer sind die zu ernsthaft als Actionfilm inszenierten Szenen nicht ansprechend. Dass dieser Film nicht für Kinderaugen konzipiert wurde, ist jedem erwachsenen Zuschauer klar, wenn er selbst die Masse an Zitaten und Anspielungen kaum noch auseinanderhalten kann. 


Dabei werden Justice League, Gandalf, Harry Potter, Bruce Willis und Chris Pratt insbesondere "Jurassic World" mit in die Geschichte eingewoben und auf die Schippe genommen. Viele Seitenhiebe stecken in dem Film und dies bereitet beim Ansehen wohl die meiste Freude. Doch davon allein kann der Film nicht leben. Auch die Ausflüge in die reale Welt mit Darstellern wie Maya Rudolph hätte man sich sparen können. Dass es sich bei dem Gesehenen um die Spielwelten von Kindern handelt, ist wohl jedem klar. Optisch ist der Film natürlich ansprechend und animiert bestimmt den ein oder anderen Lego-Fan, mal wieder seine Steinesammlung hervorzuholen, doch dies und die vielen Zitate sind einfach nicht genug, um die zu langgestreckte und zu stereotype Geschichte trotz manch guten Einfalls unterhaltsam zu machen. Dieser Film hat zu wenig für einen Erwachsenenfilm und zu viel für einen Kinderfilm und kann so mit seinem guten Vorgänger einfach nicht mithalten. 

Aber nach dem enormen Erfolg des ersten Films musste ja zwangsläufig ein Fortsetzung folgen. Doch "The Lego Movie 2" spielt zwar wunderbar mit Zitaten und dem Wechselspiel zwischen Steinen und Menschen, aber findet nicht die richtige Balance zwischen Story und Klamauk. Die Geschichte mit einfacher Moral und plattem Humor richtet sich vor allem an Kinder, die aber wahrlich nichts mit der Zitatenflut anfangen können. Die Fortsetzung ist ein seltsames Zwitterwesen, das natürlich gut aussieht, aber nicht an den Erwachsenen-Spaß des ersten Teils anknüpfen kann. 

5,5/10


Quellen:
Inhaltsangabe
: Warner Bros.

Sonntag, 24. August 2014

The Expendables 3 (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2333784/

Barney Ross (Sylvester Stallone), Lee Christmas (Jason Statham) und das restliche Team der Söldnertruppe The Expendables müssen sich im dritten Teil der Actionfilm-Reihe mit dem brutalen Waffenhändler Conrad Stonebanks (Mel Gibson) auseinandersetzen, der die Expendables einst gemeinsam mit Barney gründete und dann die Seiten wechselte. Stonebanks und seine Mannen haben sich mittlerweile in einem verfallenen osteuropäischen Hotelkomplex verschanzt. Für die dritte Expendables-Mission muss Barney nun ein neues Team zusammenstellen, um Stonebanks das Handwerk zu legen. Und natürlich hat Barney noch eine private Rechnung mit Stonebanks zu begleichen.

Und wieder einmal haben sich Stallone und Co. zusammengefunden, um mit möglichst vielen coolen Sprüchen und viel Blei die Zuschauer zu unterhalten. Schon im Vorfeld war über die sozialen Netzwerke bekannt geworden, dass Regisseur und Autor Sylvester Stallone den dritten Teil der unterhaltsamen Actionreihe auf ein lukrativers PG-13-Rating (hierzulande ab 16 Jahren freigegeben) heruntergeschnitten hatte. Gleichzeitig kündigt er eine für Heimkino ungeschnittene und härtere Version des Streifens an, was umgehend zu Unmut in der Fangemeinde führte und viele den Kinobesuch boykottierten. Und so hatte auch ich meine Erwartungen heruntergeschraubt und harrte nun der Dinge die da kommen.
 

"Never send a man to do a boys job" so die Tagline unter dem neuesten Streich der alten Recken. Und irgendwie hat man das Gefühl, dass hier auch ein "Boy" auf dem Regiestuhl saß. Der Film ist mit seinen stolzen 126 Minuten auch unterhaltsam, keine Frage, aber man merkt deutlich, das Regisseur Patrick Hughes noch keine großartigen Action-Blockbuster gedreht hat. Hatte "The Expendables" noch mit brachialster blutiger Action und Anspielungen auf die Filme der alten Herren punkten können, und "The Expendables 2" da sogar noch einen drauf gesetzt, so fehlt es hier vor allem - tatächlich - an blutiger Action. Wer will einem schon weiß machen, dass ein Schwarzenegger mit einem 50er Kaliber auf 5 Meter Entfernung auf Leute schießt, und die einfach nur schnöde umfallen? Wieso hämmert ein dahinrasender Zug unter einem gespannten Stahlseil durch und die Männer werden davon nur vom Zug heruntergestoßen? Wo sind die Infights, Mann gegen Mann?


"The Expendables 3" macht eigentlich viel richtig. Punkt 1: neue Charaktere. Mit Wesley Snipes und Harrison Ford (der leider viel zu wenig Screentime hat) punkten zwei weitere alte Stars der Actionszene. Punkt 2: Mit Mel Gibson als Gegenspieler hat Stallone eigentlich genau den richtigen Gegner, der noch dazu schön fies und herrlich zynisch ist. Man hat das Gefühl, dass Herr Gibson regelrecht in solchen Antagonistenrollen aufblüht. (Das bewies er ja zuletzt in "Machete Kills"). Punkt 3: Die Story. Diese ist in völlig sich in Ordnung und kann man für einen Actionfilm durchaus annehmen. Punkt 4: der Score von Brian Tyler, der das altbekannte Thema aufgreift und militärisch zackig von sich hin dröhnt.

Aber dennoch fehlt der Witz, auch wenn einige Gags (gerade die Anspielung auf Snipes Gefängnisaufenthalt wegen Steuerhinterziehung ist sehr nett eingearbeitet) gut gesetzt sind, so fehlen hier Anspielungen auf andere Filme fast völlig. Statham schießt sich durch den halben Film und bekommt kaum noch einen Infight, was ich sehr schade finde. Und Antonio Banderas quatscht einfach zu viel. Zu viel Müll. Er wirkt wie ein zurückgewiesener DSDS-Kandidat, der immer wieder versucht in die Sendung zu kommen. Dabei hat doch gerade er mit Filmen wie "Desperado", "Assassins" oder "Once Upon A Time In Mexico" bewiesen, dass er zu mehr fähig sein kann, aber das gab wohl seine Rolle nicht her. Jedes Mal, sobald er den Mund aufmachte, dachte ich an "Gestiefelten Kater" (aus "Shrek", den er dort ja auch spricht). Schlimm. Liegt aber vielleicht auch an der deutschen Synchro. Die Jungspunde Rousey, Lutz, Ortiz und Powell sind nett anzusehen aber auch durch jeden beliebigen anderen trainierten Recken auszutauschen. Völlig begeistert hat mich keiner von ihnen.


Nichtsdestoweniger kann "The Expendables 3" gut unterhalten, auch wenn er - und das muss man sich ehrlich eingestehen - der schlechteste Teil der Reihe ist. Er hat von all dem oben angesprochenen entweder zu wenig oder zu viel und enttäuscht aufgrund der etwas zurückgehaltenen Gewaltdarstellung, gerade wenn man bedenkt, warum diese Reihe ja eigentlich ins Leben gerufen wurde. "The Expendables 4" ist ja bereits angekündigt und man kann nur hoffen, dass sich die alten Herren doch noch einmal zu einer etwas härteren Gangart aufraffen können. Schön wärs.

6,5/10

Von NAMELESS Media kommt der Film in HD im auf 222 Stück limitierten Mediabook: