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Montag, 17. August 2026
Worldbreaker (2025)
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Mittwoch, 1. Dezember 2021
Welcome To Raccoon City - Resident Evil: Welcome To Raccoon City (2021)
1998, Raccoon City: Einst die florierende Heimat des Pharmariesen Umbrella Corporation, hat sich die Stadt im Mittleren Westen stark verändert. Der Exodus des Unternehmens hat die Stadt regelrecht in den Tod gezwungen und in ein Ödland verwandelt. Die größte Gefahr steht Raccoon City allerdings noch bevor, denn unter der Oberfläche der Stadt braut sich ein großer Schrecken zusammen – und dieser wird sich bald in Form von Zombiehorden auf die Jagd begeben. Eine kleine Gruppe entschließt sich jedoch dazu, mutigen Widerstand zu leisten und rauft sich zusammen, um die Wahrheit hinter der Umbrella Corporation aufzudecken...
Seit Jahren ist Capcoms "Resident Evil"-Franchise in zwei Hälften geteilt. Da ist zum einen die Spiel- und Zeichentrickfilmreihe, die sich eng an Shinji Mikamis Survival-Horrorspiel von 1996 anlehnt. Dann gibt es die Live-Action-Reihe, ein halbes Dutzend kaum miteinander verbundener Blockbuster mit Milla Jovovich in der Hauptrolle. Der neu erschienene Film "Resident Evil: Welcome To Raccoon City" ist nun ein Reboot mit komplett neuem Cast und orientiert sich in seiner Story an ersten beiden Videospiele aus den Neunzigern. Damit fühlt er sich an wie ein 107-minütiger Fan-Film - was nicht unbedingt schlecht ist. "Resident Evil: Welcome To Raccoon City", geschrieben und inszeniert von Johannes Roberts, verschmilzt die Handlungen und Charaktere von "Resident Evil" und "Resident Evil: Apocalypse" und beschrieb in der Vorankündigung sein Projekt im Vergleich zu früheren Filmen als "reine" Adaption. Man gewinnt auch durchaus den Eindruck, dass die Macher tatsächlich ihre Hausaufgaben gemacht haben, um das Fanherz höher schlagen zu lassen.
Es ist besonders eine Freude zu sehen, wie Szenen, die man aus anderen Spielen kennt, von echten Menschen nachgespielt werden, und Roberts hat ein gutes Gespür dafür, was einzelne Momente für die Zuschauer so befriedigend macht. Die Filmemacher komponieren dabei die Aufnahmen so, dass sie Elemente aus den Spielen heraufbeschwören, selbst wenn der erzählerische Kontext ein anderer ist. Die Schauspieler sehen zwar den Charakteren im Spiel nicht ähnlich, doch wen juckt das? Die Macher halten sich an Details wie Claire Redfields ikonische rote Jacke. Das reicht durchaus. Das Drehbuch lässt sich voll und ganz auf die seltsamen erzählerischen Eigenheiten von "Resident Evil" ein, wie die unglaubwürdig verzierte Polizeistation von Raccoon City, anstatt zu versuchen, sie zu rationalisieren oder sie mit einem Witz zu überspielen. Der Preis dafür ist, dass "Resident Evil: Welcome To Raccoon City" aus jeder anderen Perspektive fast surreal wirkt. Dieses Gefühl wird durch die unglaublich ruhigen Darbietungen der Schauspieler noch verstärkt. "Resident Evil: Welcome To Raccoon City" ist außerdem ein blutiges Durcheinander aus Zerstückelungen, versehentlicher Selbstverbrennung und gefräßigen Zombiemassen, und die Überlebenden scheinen von diesen Entwicklungen bestenfalls mäßig irritiert zu sein. Vor allem Leon Kennedy wird weniger wie ein frischer Cop gespielt, der überfordert ist, sondern eher wie eine Figur aus Jim Jarmuschs Satire "The Dead Don't Die".
Das Problem ist nicht, dass der Film unrealistisch ist, sondern dass sich diese Merkwürdigkeiten nie vollständig auszahlen. Dinge wie Leons beiläufige Ungeschicklichkeit könnten dem Horror eine effektive Komödie beimischen, aber andere Charaktere bleiben ähnlich lässig bei den Ereignissen, die sie laut der Storyentwicklung eigentlich hätten killen sollten. Und anstatt sich auf Videospielszenen zu stützen, die in einem Live-Action-Film immer absolut bizarr aussehen, übergeht der Film sie zugunsten generischerer Action-Set-Pieces. Trotzdem geht der Film einen guten Weg, indem er sich genüsslich der ursprünglichen Gruseligkeit hingibt. In den ersten 20 Minuten werden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen: unheimliche Puppen, krächzende Stimmen aus der Dunkelheit, hingekritzelte Warnungen vor seltsamen Kreaturen, fröhliche Kinderzeichnungen mit unheilvollem Unterton und vieles mehr. Danach entwickelt sich der Film schnell zu dem zu erwartenden Action-Horror, der sich aber immer noch auf die gruselige Ästhetik des Franchise stützt.
"Resident Evil: Welcome To Raccoon City" macht unterm Strich viele Elemente von Moment zu Moment richtig. Der Film ist geradlinig, ohne prätentiös zu sein, und voller übertriebener Genre-Zutaten, ohne in eine knirschende, kitschige Selbsterkenntnis zu verfallen. Aber er ist so tief in einer jahrzehntealten fiktiven Welt versunken, dass er kaum über deren Grenzen hinausschauen kann. Der Film liefert eine Checkliste, um die Zuschauer daran zu erinnern, warum sie "Resident Evil" mögen - aber er scheint manchmal zu vergessen, was eigentlich seine Aufgabe ist - nämlich neues Terrain zu betreten und die Welt weiter zu entwickeln.
7/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Constantin Film
Freitag, 7. Juli 2017
Resident Evil: The Final Chapter (2016)
Die Menschheit kurz vor dem endgültigen Niedergang: Alice (Milla Jovovich) ist die einzige Überlebende der Gruppe, die sich in Washington D.C. gegen die Untoten gestellt hat. Jetzt muss sie dorthin zurück, wo der Albtraum begann, nach Racoon City, um das T-Virus endgültig zu stoppen. Dort versammelt die Umbrella Corporation unter Führung von Albert Wesker (Shawn Roberts) und Dr. Isaacs (Iain Glen) ihre Truppen, um auch die letzten Überlebenden der Apokalypse zu töten. In einem Wettlauf gegen die Zeit geht Alice ein Bündnis mit einer alten Bekannten ein: Claire Redfield (Ali Larter). Claire hat sich einer Gruppe von Überlebenden rund um Doc (Eoin Macken) angeschlossen und nur mit deren Hilfe kann Alice gegen die Horden von Untoten und neuen Mutanten in den Krieg zu ziehen und die Menschheit vor der absoluten Vernichtung bewahren...
Bevor Paul W.S. Anderson mit "Resident Evil: The Final Chapter" zum sechsten und angeblich letzten Mal in das von ihm selbst im Jahr 2002 erschaffene Filmuniversum eintaucht, schildert der Regisseur im Vorspann mithilfe von Voice-over seiner Partnerin und Hauptdarstellerin Milla Jovovich zunächst grobe Teile der bisherigen Handlung, um sämtliche Ereignisse bis zum Finale zu rekapitulieren. Man könnte es als gemeinen Wink mit dem Zaunpfahl an die Aufmerksamkeitsspanne der eigenen Zielgruppe auffassen, die einen ähnlich umstrittenen Ruf genießt wie der über die Jahre mehr und mehr in Verruf geratene Versuch von Anderson, ein ungemein populäres Videospiel-Franchise für die Leinwand zu adaptieren und dabei weitestgehend zu ignorieren, dass "Resident Evil" in spielerischer Form vor allem durch schleichenden Horror, ungewisses Grauen und brutale Schockmomente geprägt war, während der Regisseur eher auf Hochglanz-Action setzte. Und doch ist der sechste Teil wieder ein Schritt in die richtige Richtung und nicht mehr so lahm wie der direkte Vorgänger.
Prinzipiell spielt dieser Zwiespalt zwischen den Wurzeln der Videospiele und einer eigenen Vision im nunmehr sechsten Teil der Filmreihe aber kaum mehr eine Bedeutung. Spätestens mit "Resident Evil: Afterlife", bei dem er nach "Resident Evil" neben dem Drehbuch auch wieder selbst für die Regie verantwortlich war, hat sich Anderson ein völlig eigenes cinematisches Universum geschaffen, für das er Videospiel-Versatzstücke, kühnen Design-Wahn, dynamische Action-Setpieces und hölzerne C-Movie-Anleihen bezüglich Schauspiel und Dialoge zu einem fast schon avantgardistischen, auf pure Kinetik ausgelegten Ganzen formte. Dieser Formel folgt der Regisseur im Finale seiner Reihe ebenfalls, auch wenn "Resident Evil: The Final Chapter" zu Beginn vor allem ästhetisch geradezu der eigenen Vergangenheit hinterherhechelt. Das postapokalyptische Wüstensetting gab es bereits im besten Teil der Reihe, "Resident Evil: Extinction", zu bewundern, wobei den Machern auch hier kaum mehr einfällt, als seine stoische und zugleich graziöse Kampf-Amazone sowie unfreiwillige Klon-Kriegerin Alice mit müden Jumpscares aufzuscheuchen oder gegen leidlich beeindruckende Widersacher in Konfrontationen zu schicken, unter denen immerhin die Auseinandersetzung zwischen Alice und Isaacs auf einem wuchtigen Umbrella-Panzer hervorsticht.
Durch die vom Regisseur neu für sich entdeckte Montage, bei der jeder einzelne Schnitt in der Regel innerhalb einer Sekunde erfolgen muss, wobei die Bilder in diesem Film eher wie zerstörte Fragmente anmuten, die in unkontrollierter, rasender Frequenz am Betrachter vorbeirauschen, gelangt "Resident Evil: The Final Chapter" gefühlt schneller als wirklich erfolgt an den Ort, welcher den Ursprung der Saga darstellt. Im "Hive", dem Umbrella-Hauptquartier in Raccoon City, richtet Anderson die Architektur in tödlichen Variationen gegen die letzte Gruppe des Widerstands, die abgesehen von Alice so deutlich wie nie ohne jegliche Charakterisierung als gesichtsloses Kanonenfutter wie unbedeutende NPCs in einem Videospiel verheizt wird. Wenn sich die Protagonistin schließlich zwischen Isaacs, Albert Wesker, der "Red Queen" und einer weiteren überraschenden Person wiederfindet und mit Fragen über die eigene Identität konfrontiert wird, während sie nur Minuten vom Ende der Menschheit trennen, nutzt der Regisseur dieses Szenario keineswegs als tiefgründiges Charakterdrama.
"Resident Evil: The Final Chapter" endet so, wie "Resident Evil"
begonnen hat und es ist bezeichnend, dass Anderson die eindringlichste
Intensität lediglich in einem langen Korridor findet, dessen blaue
Laserstrahlen schon damals im Jahr 2002 für den größten Gesprächsstoff
nach dem Filmerlebnis sorgten.
Albernen Trash ("Du bist gefeuert!") kann sich der Regisseur auch im
auf hochtrabende Epik abzielenden Finale nicht verkneifen, doch Anderson
führt auch im vermeintlich letzten Teil zusammen, was zusammengehört
und trotzdem manchmal kaum zusammenpasst, so dass die Reihe zumindest
höchst konsequent zu einem Abschluss gelangt, der viele zufriedenstellen
dürfte, wenn auch nur aus Erleichterung, dass womöglich keine weiteren
Teile mehr folgen dürften, auch wenn man das Ende als "leicht offen" bezeichnen könnte.
6/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Sony/Screen Gems/Impact Pictures
Freitag, 2. Mai 2014
Resident Evil: Afterlife (2010)
http://www.imdb.com/title/tt1220634/
In dem nun schon vierten Teil der Resident Evil-Reihe wurde schon fast
die gesamte Menschheit in eine Horde lebendiger Untoter verwandelt.
Diese sind stets auf der Suche nach dem inzwischen selten gewordenen
Menschenfleisch und haben große Teile des Erdballs in Ödland
verwandelt. Die inzwischen kampferprobte Power-Amazone Alice (Milla Jovovich)
macht sich auf die Reise nach Los Angeles, in der Hoffnung sich dort
mit einer Gruppe Überlebender niederzulassen und an einer gemeinsamen
Zukunft feilen zu können. Doch weit gefehlt – auch hier hat sich der
tödliche Virus der Umbrella Corporation längst ausgebreitet. Alice hat
nun endgültig genug und entschließt sich dem skrupellosen Konzern ein
für alle mal den Gar auszumachen.

Der Titel weist auf die Story des Films hin, welche nach den Vorgängen
in "Resident Evil: Extinction" spielen. Allerdings ist die Handlung
getränkt von Logikbrüchen, z.B wurde in Teil 3 allen weis gemacht erzählt, die Welt wäre
eine Wüste geworden, hier, in "Resident Evil: Afterlife" sieht man aber beispielsweise Tokio in all seiner
technologischen Pracht. Was hier and kreativer Handlung fehlt, wird
natürlich mit genialen Effekten und einem Upgrade der Zombies
ausgeglichen. Keine unnötige Zensur, dafür leider ein fürchterlicher
Soundtrack. Zu Beginn hat man den Eindruck, Paul W. Anderson möchte nur ein paar
schöne Bilder zeigen, die - das muss man zugeben - in 3D schon gut herüber
kommen. Aber es nervt , dass in der ersten halben Stunde das der Film keine
Dynamik aufbaut und sich so nur Optik an Optik reiht. Wenn man darüber hinweg sehen kann, wird der Film sogar zunehmende etwas besser und nimmt an Fahrt auf als dann die
Zombies kommen. Er kann mit seinen Horror- und Actionszenen sogar überzeugen und damit den eingefleischten Fan ganz gut unterhalten.
Ein sehr großer Kritikpunkt ist allerdings eine kopierte
Szene aus dem Film "Matrix", in der eine Protagonistin einen
Rückwärtssprung aus einem Gebäude macht.
Zusammenfassend kann man nur sagen: "Afterlife" bietet ein Spektakel
an 3D-Effekten und reichlich Action, erzählt aber eine überflüssige und teils aus dem Zusammenhang gerissene Story, die nur wenig
über die eigentliche "Resident Evil"-Zombie-Apokalypse aussagt und noch dazu mit einer seltsam unrunden
Endszene abschließt. Ja na klar sollte das auf einen weiteren Teil hindeuten, aber so beendet man einfach keinen Film.
6/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Sony/Screen Gems/Impact Pictures
Mittwoch, 23. April 2014
Resident Evil: Apocalypse (2004)
http://www.imdb.com/title/tt0318627/
Das tödliche Virus hat sich über Raccoon City ausgebreitet: Die Geschichte beginnt an der Stelle, an der der erste Teil endete. Alice (Milla Jovovich)
wurde von der mächtigen Umbrella Corporation für ein biogenetisches
Experiment missbraucht und hat durch Genmanipulation übernatürliche
Kräfte entwickelt. Ihre Sinne wurden verschärft, ihre körperliche
Gewandtheit optimiert. Diese Eigenschaften und einiges mehr sind jedoch
auch unbedingt nötig, um in der verwüsteten Stadt überleben zu können. Alice ist jedoch nicht allein. Jill Valentine (Sienna Guillory),
ein kürzlich degradiertes Mitglied der Umbrella
Corporation-Spezialeinheit, schließt sich ihr an. Gemeinsam versuchen
sie von dem Ort, der sich mehr und mehr zu einer Stadt der Toten
entwickelt, zu fliehen. Keine leichte Aufgabe, denn sie müssen sich
zusammen mit vier anderen Überlebenden ihren Weg durch die
unnachgiebigen Angriffe der ausgehungerten Untoten erkämpfen. Aber auch
die Umbrella Truppen, ausgestattet mit fürchterlichen Biowaffen,
versuchen ihre Flucht zu verhindern. So lange es ihnen nicht gelingt,
den von der Umbrella Corporation gezüchteten Riesen-Mutanten des
Nemesis-Projektes zu besiegen, werden Alice und ihre Helfer diese
Apokalypse nicht überleben.
Letztlich ist "Resident Evil: Apocalypse" nicht der zu erwartende Horrorstreifen geworden, sondern - genau wie der Vorgänger - ein Sci-Fi-Zombie-Actioner, der durch schnelle Bildschnitte, etwas cooler gestylten Kampfszenen (ob mit Waffe oder ohne) und etlichen Explosionen und karg gesäter Bildgewalt aufwarten wollte. Funktioniert leider nur stückchenweise.
6/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Sony/Screen Gems/Impact Pictures
Dienstag, 22. April 2014
Resident Evil (2002)
http://www.imdb.com/title/tt0120804/
In einem geheimen Genforschungslabor der Umbrella Corporation wird bei
einem biochemischen Unfall ein tödliches Virus freigesetzt. Sämtliche
Mitarbeiter werden von dem mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten
internen Zentralcomputer, Red Queen, per Nervengas eliminiert – um wenig
später als mörderische Zombies wieder aufzuerstehen. Um die Verbreitung
des Virus aufzuhalten, wagt sich ein Spezialkommando in die Katakomben.
Angeführt wird das Team dabei von den Kampfbräuten Alice (Milla Jovovich) und Rain (Michelle Rodriguez).
Alice ist als einzige Überlebende des tödlichen Vorfalls die
entscheidende Waffe gegen den verheerenden Outbreak. Ein Wettlauf gegen
die Zeit und gegen eine Horde wildgewordener fleischfressender Untoter
und Mutanten, beginnt.
Und das Endergebnis war zwar kein Kracher, aber immerhin ein Film, der so
was wie ein Stückchen Unterhaltung zu bieten hatte. Storytechnisch
orientiert sich der Streifen nur grob an seiner Videospielvorlage, die ich nur wenig kenne.
Wenige Details wurden übernommen und einige Eigenidee hinzugefügt. In
den ersten Minuten gelingt es dem Film sogar, die Atmosphäre des ersten
Games einzufangen. Allerdings auch nur wirklich ein paar Minuten. Den
Rest der Laufzeit präsentiert Regisseur Paul W.S. Anderson einen
Action-Horror-Streifen, der kurzweilige und stellenweise eben auch
gute Unterhaltung bietet. Um den Zuschauer auch bei der Stange zu
halten, wurden ebenfalls einige nette Schockmomenten integriert, die
aber ab einem gewissen Zeitpunkt etwas nerven. In Sachen Schauspieler bekleckert sich "Resident Evil" nicht gerade
mit Ruhm, was man aber Angesichts des Genres auch kein Problem ist und man doch noch verschmerzen kann.
Milla Jovovich wirkt in ihrer Rolle als Hauptfigur Alice noch etwas zögerlich, Michelle Rodriguez als knallhartes und taffes SWAT-Mitglied hingegen
sorgt für einige coole Sprüche und hat ihrer Rolle besser unter
Kontrolle.
Nicht sonderlich gute Arbeit hat auch die Spezial Effekt- Abteilung
zu verbuchen. Die Effekte sehen nicht immer gut aus und auch das Zombie-Make-Up überzeugt nur bedingt. Zwar wurde sich im Bereich Spezial-
Make-Up-Effekt ein Beispiel an Romero’s "Dawn Of The Dead" genommen,
nur leider nicht ganz mit der nötigen Raffinesse. Als Fan schöner
Zombie-Attacken vermisst man auch schmerzlich die deftigen Bluteinlagen,
die hier eindeutig zu kurz kamen.
"Resident Evil" ist im Gesamtbild sicher keine extrem gut gelungene
Videospieladaption oder ein einwandfreier Zombiefilm. Dafür ist er aber
ein recht kurzweiliger, rasanter Action-Horrorfilm, mit coolem Soundtrack und spannender Story - mit kleinen Defiziten im Handwerk.
7/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Sony/Screen Gems/Impact Pictures
Sonntag, 17. März 2013
Resident Evil: Retribution (2012)
http://www.imdb.com/title/tt1855325/
Während das tödliche T-Virus weiter auf der Welt wütet und die Bevölkerung in fleischfressende Zombies verwandelt, erwacht Alice (Milla Jovovich) in der Zentrale der Umbrella Corporation. Dort lässt ihre einstige Freundin Jill Valentine (Sienna Guillory), mithilfe des Supercomputers Red Queen, in zahlreichen Simulationskammern unterschiedliche Waffen- und Systemtests durchführen. Der Weg in die Freiheit führt Alice und ihre Mitstreiter, darunter Spionin Ada Wong (Li Bingbing), einmal quer durch die mit grässlichen Monstern gespickte Zentrale. Gemeinsam kämpfen sich die neuen Verbündeten und alten Freunde durch die unterirdischen Großstadtsimulationen von Tokio, New York, Washington D. C. und Moskau, um einer feindseligen Welt am Rande des Zusammenbruchs zu entkommen. Der Countdown hat begonnen.
Eines muss man Regisseur Paul W. S. Anderson einfach lassen. Er zieht
sein Ding durch, auch wenn es pure substanzlose Zeitverschwendung ist.
Mit "Resident Evil: Retribution" beweist er erneut, dass er genau der Richtige ist, wenn es um Filme geht, die keine Story brauchen, aber audiovisuell die volle Dröhnung bieten. In "Resident Evil: Retribution" geht der Kampf der Amazone Alice (Milla Jovovich)
weiter. Nachdem sie in einem verlassenen Fabrikkomplex aufwacht,
entdeckt sie dort wichtige Hinweise zu ihrer Vergangenheit.
Gleichzeitig breitet sich das Zombie-Virus der Umbrella Corporation über
den gesamten Globus aus und verwandelt die Menschheit in seelenlose
Untote. Um die Hintermänner der Seuche zur Rechenschaft zu ziehen,
begibt sich Alice auf eine Verfolgungsjagd über verschiedene Kontinente.
Sie reist nach Tokio, New York, Washington und schließlich zum Showdown
nach Moskau. Doch hier erwartet sie eine Entdeckung, welche die Zukunft
der Menschheit vor eine völlig neue Situation stellt.
Man kann durchaus behaupten, der fünfte Teil der Actionreihe
präsentiert sich kolossal, bildgewaltig und episch. Das 3D-Gewand des
Streifens macht durchaus Spaß und auch die blutigen Effekte finden
Zuspruch. Allerdings trifft auf Teil 5 natürlich dasselbe zu, wie schon
beim Vorgänger. Filmemachen bedeutet nicht nur, handwerklich was auf die
Beine zu stellen. Es sollte auch was dahinter sein, zum Beispiel eine
gute Story. "Resident Evil: Retribution" lässt diese fast völlig vermissen und ist so
nur ein knapp 90 Minuten langer Videoclip, der fast an seiner Überdosis
Action erstickt. Klar wird den Fans des Franchise bewusst sein auf was
sie sich einlassen und allein Ada Wong ist Grund genug für die
Testosteron-getriebene männliche Kinozuschauerschaft, sich den Film
anzusehen. Warum laufen nicht eigentlich immer alle Frauen im
Winter/Arktis in High Heels mit bis zu den Hüften geschlitztem Kleid
rum? - eines der Rätsel der Menschheit.
Nüchtern betrachtet
bietet also "Resident Evil: Retribution" ansonsten wenig sehenswertes Neues. Innerhalb der
Levelbasiert aufgebauten Story bedient man sich bei sich selbst und läßt
Episoden der bisherigen 4 Teile wieder aufleben. Die 3D-Effekte sind
routiniert und bieten nur mittlerweile gängige/lahme dem Zuschauer um
die Ohren fliegende Geschosse, etc. Die U-Boot-Basis, die ich lieber in
einem James Bond-Film gesehen hätte, wird hier wie Perlen vor die Säue
geschmissen. Schade. Am Ende ist die Story mit einem Mega-Cliffhanger
wieder total offen und der Resident-Evil-Junkfood-Fan wird nach Teil 6
hungern. Naja.
5/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Sony/Screen Gems/Impact Pictures



















