Posts für Suchanfrage Resident Evil Jovovich werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage Resident Evil Jovovich werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen

Freitag, 7. Juli 2017

Resident Evil: The Final Chapter (2016)

http://www.imdb.com/title/tt2592614/

Die Menschheit kurz vor dem endgültigen Niedergang: Alice (Milla Jovovich) ist die einzige Überlebende der Gruppe, die sich in Washington D.C. gegen die Untoten gestellt hat. Jetzt muss sie dorthin zurück, wo der Albtraum begann, nach Racoon City, um das T-Virus endgültig zu stoppen. Dort versammelt die Umbrella Corporation unter Führung von Albert Wesker (Shawn Roberts) und Dr. Isaacs (Iain Glen) ihre Truppen, um auch die letzten Überlebenden der Apokalypse zu töten. In einem Wettlauf gegen die Zeit geht Alice ein Bündnis mit einer alten Bekannten ein: Claire Redfield (Ali Larter). Claire hat sich einer Gruppe von Überlebenden rund um Doc (Eoin Macken) angeschlossen und nur mit deren Hilfe kann Alice gegen die Horden von Untoten und neuen Mutanten in den Krieg zu ziehen und die Menschheit vor der absoluten Vernichtung bewahren...

Bevor Paul W.S. Anderson mit "Resident Evil: The Final Chapter" zum sechsten und angeblich letzten Mal in das von ihm selbst im Jahr 2002 erschaffene Filmuniversum eintaucht, schildert der Regisseur im Vorspann mithilfe von Voice-over seiner Partnerin und Hauptdarstellerin Milla Jovovich zunächst grobe Teile der bisherigen Handlung, um sämtliche Ereignisse bis zum Finale zu rekapitulieren. Man könnte es als gemeinen Wink mit dem Zaunpfahl an die Aufmerksamkeitsspanne der eigenen Zielgruppe auffassen, die einen ähnlich umstrittenen Ruf genießt wie der über die Jahre mehr und mehr in Verruf geratene Versuch von Anderson, ein ungemein populäres Videospiel-Franchise für die Leinwand zu adaptieren und dabei weitestgehend zu ignorieren, dass "Resident Evil" in spielerischer Form vor allem durch schleichenden Horror, ungewisses Grauen und brutale Schockmomente geprägt war, während der Regisseur eher auf Hochglanz-Action setzte. Und doch ist der sechste Teil wieder ein Schritt in die richtige Richtung und nicht mehr so lahm wie der direkte Vorgänger.


Prinzipiell spielt dieser Zwiespalt zwischen den Wurzeln der Videospiele und einer eigenen Vision im nunmehr sechsten Teil der Filmreihe aber kaum mehr eine Bedeutung. Spätestens mit "Resident Evil: Afterlife", bei dem er nach "Resident Evil" neben dem Drehbuch auch wieder selbst für die Regie verantwortlich war, hat sich Anderson ein völlig eigenes cinematisches Universum geschaffen, für das er Videospiel-Versatzstücke, kühnen Design-Wahn, dynamische Action-Setpieces und hölzerne C-Movie-Anleihen bezüglich Schauspiel und Dialoge zu einem fast schon avantgardistischen, auf pure Kinetik ausgelegten Ganzen formte. Dieser Formel folgt der Regisseur im Finale seiner Reihe ebenfalls, auch wenn "Resident Evil: The Final Chapter" zu Beginn vor allem ästhetisch geradezu der eigenen Vergangenheit hinterherhechelt. Das postapokalyptische Wüstensetting gab es bereits im besten Teil der Reihe, "Resident Evil: Extinction", zu bewundern, wobei den Machern auch hier kaum mehr einfällt, als seine stoische und zugleich graziöse Kampf-Amazone sowie unfreiwillige Klon-Kriegerin Alice mit müden Jumpscares aufzuscheuchen oder gegen leidlich beeindruckende Widersacher in Konfrontationen zu schicken, unter denen immerhin die Auseinandersetzung zwischen Alice und Isaacs auf einem wuchtigen Umbrella-Panzer hervorsticht.


Durch die vom Regisseur neu für sich entdeckte Montage, bei der jeder einzelne Schnitt in der Regel innerhalb einer Sekunde erfolgen muss, wobei die Bilder in diesem Film eher wie zerstörte Fragmente anmuten, die in unkontrollierter, rasender Frequenz am Betrachter vorbeirauschen, gelangt "Resident Evil: The Final Chapter" gefühlt schneller als wirklich erfolgt an den Ort, welcher den Ursprung der Saga darstellt. Im "Hive", dem Umbrella-Hauptquartier in Raccoon City, richtet Anderson die Architektur in tödlichen Variationen gegen die letzte Gruppe des Widerstands, die abgesehen von Alice so deutlich wie nie ohne jegliche Charakterisierung als gesichtsloses Kanonenfutter wie unbedeutende NPCs in einem Videospiel verheizt wird. Wenn sich die Protagonistin schließlich zwischen Isaacs, Albert Wesker, der "Red Queen" und einer weiteren überraschenden Person wiederfindet und mit Fragen über die eigene Identität konfrontiert wird, während sie nur Minuten vom Ende der Menschheit trennen, nutzt der Regisseur dieses Szenario keineswegs als tiefgründiges Charakterdrama.

"Resident Evil: The Final Chapter" endet so, wie "Resident Evil" begonnen hat und es ist bezeichnend, dass Anderson die eindringlichste Intensität lediglich in einem langen Korridor findet, dessen blaue Laserstrahlen schon damals im Jahr 2002 für den größten Gesprächsstoff nach dem Filmerlebnis sorgten. Albernen Trash ("Du bist gefeuert!") kann sich der Regisseur auch im auf hochtrabende Epik abzielenden Finale nicht verkneifen, doch Anderson führt auch im vermeintlich letzten Teil zusammen, was zusammengehört und trotzdem manchmal kaum zusammenpasst, so dass die Reihe zumindest höchst konsequent zu einem Abschluss gelangt, der viele zufriedenstellen dürfte, wenn auch nur aus Erleichterung, dass womöglich keine weiteren Teile mehr folgen dürften, auch wenn man das Ende als "leicht offen" bezeichnen könnte.

6/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Sony/Screen Gems/Impact Pictures

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Welcome To Raccoon City - Resident Evil: Welcome To Raccoon City (2021)

https://www.imdb.com/title/tt6920084/

1998, Raccoon City: Einst die florierende Heimat des Pharmariesen Umbrella Corporation, hat sich die Stadt im Mittleren Westen stark verändert. Der Exodus des Unternehmens hat die Stadt regelrecht in den Tod gezwungen und in ein Ödland verwandelt. Die größte Gefahr steht Raccoon City allerdings noch bevor, denn unter der Oberfläche der Stadt braut sich ein großer Schrecken zusammen – und dieser wird sich bald in Form von Zombiehorden auf die Jagd begeben. Eine kleine Gruppe entschließt sich jedoch dazu, mutigen Widerstand zu leisten und rauft sich zusammen, um die Wahrheit hinter der Umbrella Corporation aufzudecken...

Seit Jahren ist Capcoms "Resident Evil"-Franchise in zwei Hälften geteilt. Da ist zum einen die Spiel- und Zeichentrickfilmreihe, die sich eng an Shinji Mikamis Survival-Horrorspiel von 1996 anlehnt. Dann gibt es die Live-Action-Reihe, ein halbes Dutzend kaum miteinander verbundener Blockbuster mit Milla Jovovich in der Hauptrolle. Der neu erschienene Film "Resident Evil: Welcome To Raccoon City" ist nun ein Reboot mit komplett neuem Cast und orientiert sich in seiner Story an ersten beiden Videospiele aus den Neunzigern. Damit fühlt er sich an wie ein 107-minütiger Fan-Film - was nicht unbedingt schlecht ist. "Resident Evil: Welcome To Raccoon City", geschrieben und inszeniert von Johannes Roberts, verschmilzt die Handlungen und Charaktere von "Resident Evil" und "Resident Evil: Apocalypse" und beschrieb in der Vorankündigung sein Projekt im Vergleich zu früheren Filmen als "reine" Adaption. Man gewinnt auch durchaus den Eindruck, dass die Macher tatsächlich ihre Hausaufgaben gemacht haben, um das Fanherz höher schlagen zu lassen.

Es ist besonders eine Freude zu sehen, wie Szenen, die man aus anderen Spielen kennt, von echten Menschen nachgespielt werden, und Roberts hat ein gutes Gespür dafür, was einzelne Momente für die Zuschauer so befriedigend macht. Die Filmemacher komponieren dabei die Aufnahmen so, dass sie Elemente aus den Spielen heraufbeschwören, selbst wenn der erzählerische Kontext ein anderer ist. Die Schauspieler sehen zwar den Charakteren im Spiel nicht ähnlich, doch wen juckt das? Die Macher halten sich an Details wie Claire Redfields ikonische rote Jacke. Das reicht durchaus. Das Drehbuch lässt sich voll und ganz auf die seltsamen erzählerischen Eigenheiten von "Resident Evil" ein, wie die unglaubwürdig verzierte Polizeistation von Raccoon City, anstatt zu versuchen, sie zu rationalisieren oder sie mit einem Witz zu überspielen. Der Preis dafür ist, dass "Resident Evil: Welcome To Raccoon City" aus jeder anderen Perspektive fast surreal wirkt. Dieses Gefühl wird durch die unglaublich ruhigen Darbietungen der Schauspieler noch verstärkt. "Resident Evil: Welcome To Raccoon City" ist außerdem ein blutiges Durcheinander aus Zerstückelungen, versehentlicher Selbstverbrennung und gefräßigen Zombiemassen, und die Überlebenden scheinen von diesen Entwicklungen bestenfalls mäßig irritiert zu sein. Vor allem Leon Kennedy wird weniger wie ein frischer Cop gespielt, der überfordert ist, sondern eher wie eine Figur aus Jim Jarmuschs Satire "The Dead Don't Die".

Das Problem ist nicht, dass der Film unrealistisch ist, sondern dass sich diese Merkwürdigkeiten nie vollständig auszahlen. Dinge wie Leons beiläufige Ungeschicklichkeit könnten dem Horror eine effektive Komödie beimischen, aber andere Charaktere bleiben ähnlich lässig bei den Ereignissen, die sie laut der Storyentwicklung eigentlich hätten killen sollten. Und anstatt sich auf Videospielszenen zu stützen, die in einem Live-Action-Film immer absolut bizarr aussehen, übergeht der Film sie zugunsten generischerer Action-Set-Pieces. Trotzdem geht der Film einen guten Weg, indem er sich genüsslich der ursprünglichen Gruseligkeit hingibt. In den ersten 20 Minuten werden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen: unheimliche Puppen, krächzende Stimmen aus der Dunkelheit, hingekritzelte Warnungen vor seltsamen Kreaturen, fröhliche Kinderzeichnungen mit unheilvollem Unterton und vieles mehr. Danach entwickelt sich der Film schnell zu dem zu erwartenden Action-Horror, der sich aber immer noch auf die gruselige Ästhetik des Franchise stützt.

"Resident Evil: Welcome To Raccoon City" macht unterm Strich viele Elemente von Moment zu Moment richtig. Der Film ist geradlinig, ohne prätentiös zu sein, und voller übertriebener Genre-Zutaten, ohne in eine knirschende, kitschige Selbsterkenntnis zu verfallen. Aber er ist so tief in einer jahrzehntealten fiktiven Welt versunken, dass er kaum über deren Grenzen hinausschauen kann. Der Film liefert eine Checkliste, um die Zuschauer daran zu erinnern, warum sie "Resident Evil" mögen - aber er scheint manchmal zu vergessen, was eigentlich seine Aufgabe ist - nämlich neues Terrain zu betreten und die Welt weiter zu entwickeln.

7/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Constantin Film

Sonntag, 17. März 2013

Resident Evil: Retribution (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1855325/

Während das tödliche T-Virus weiter auf der Welt wütet und die Bevölkerung in fleischfressende Zombies verwandelt, erwacht Alice (Milla Jovovich) in der Zentrale der Umbrella Corporation. Dort lässt ihre einstige Freundin Jill Valentine (Sienna Guillory), mithilfe des Supercomputers Red Queen, in zahlreichen Simulationskammern unterschiedliche Waffen- und Systemtests durchführen. Der Weg in die Freiheit führt Alice und ihre Mitstreiter, darunter Spionin Ada Wong (Li Bingbing), einmal quer durch die mit grässlichen Monstern gespickte Zentrale. Gemeinsam kämpfen sich die neuen Verbündeten und alten Freunde durch die unterirdischen Großstadtsimulationen von Tokio, New York, Washington D. C. und Moskau, um einer feindseligen Welt am Rande des Zusammenbruchs zu entkommen. Der Countdown hat begonnen.


Eines muss man Regisseur Paul W. S. Anderson einfach lassen. Er zieht sein Ding durch, auch wenn es pure substanzlose Zeitverschwendung ist. Mit "Resident Evil: Retribution" beweist er erneut, dass er genau der Richtige ist, wenn es um Filme geht, die keine Story brauchen, aber audiovisuell die volle Dröhnung bieten. In "Resident Evil: Retribution" geht der Kampf der Amazone Alice (Milla Jovovich) weiter. Nachdem sie in einem verlassenen Fabrikkomplex aufwacht, entdeckt sie dort wichtige Hinweise zu ihrer Vergangenheit. Gleichzeitig breitet sich das Zombie-Virus der Umbrella Corporation über den gesamten Globus aus und verwandelt die Menschheit in seelenlose Untote. Um die Hintermänner der Seuche zur Rechenschaft zu ziehen, begibt sich Alice auf eine Verfolgungsjagd über verschiedene Kontinente. Sie reist nach Tokio, New York, Washington und schließlich zum Showdown nach Moskau. Doch hier erwartet sie eine Entdeckung, welche die Zukunft der Menschheit vor eine völlig neue Situation stellt.

Man kann durchaus behaupten, der fünfte Teil der Actionreihe präsentiert sich kolossal, bildgewaltig und episch. Das 3D-Gewand des Streifens macht durchaus Spaß und auch die blutigen Effekte finden Zuspruch. Allerdings trifft auf Teil 5 natürlich dasselbe zu, wie schon beim Vorgänger. Filmemachen bedeutet nicht nur, handwerklich was auf die Beine zu stellen. Es sollte auch was dahinter sein, zum Beispiel eine gute Story. "Resident Evil: Retribution" lässt diese fast völlig vermissen und ist so nur ein knapp 90 Minuten langer Videoclip, der fast an seiner Überdosis Action erstickt. Klar wird den Fans des Franchise bewusst sein auf was sie sich einlassen und allein Ada Wong ist Grund genug für die Testosteron-getriebene männliche Kinozuschauerschaft, sich den Film anzusehen. Warum laufen nicht eigentlich immer alle Frauen im Winter/Arktis in High Heels mit bis zu den Hüften geschlitztem Kleid rum? - eines der Rätsel der Menschheit.

Nüchtern betrachtet bietet also "Resident Evil: Retribution" ansonsten wenig sehenswertes Neues. Innerhalb der Levelbasiert aufgebauten Story bedient man sich bei sich selbst und läßt Episoden der bisherigen 4 Teile wieder aufleben. Die 3D-Effekte sind routiniert und bieten nur mittlerweile gängige/lahme dem Zuschauer um die Ohren fliegende Geschosse, etc. Die U-Boot-Basis, die ich lieber in einem James Bond-Film gesehen hätte, wird hier wie Perlen vor die Säue geschmissen. Schade. Am Ende ist die Story mit einem Mega-Cliffhanger wieder total offen und der Resident-Evil-Junkfood-Fan wird nach Teil 6 hungern. Naja.

5/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Sony/Screen Gems/Impact Pictures

Freitag, 2. Mai 2014

Resident Evil: Afterlife (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1220634/

In dem nun schon vierten Teil der Resident Evil-Reihe wurde schon fast die gesamte Menschheit in eine Horde lebendiger Untoter verwandelt. Diese sind stets auf der Suche nach dem inzwischen selten gewordenen Menschenfleisch und haben große Teile des Erdballs in Ödland verwandelt. Die inzwischen kampferprobte Power-Amazone Alice (Milla Jovovich) macht sich auf die Reise nach Los Angeles, in der Hoffnung sich dort mit einer Gruppe Überlebender niederzulassen und an einer gemeinsamen Zukunft feilen zu können. Doch weit gefehlt – auch hier hat sich der tödliche Virus der Umbrella Corporation längst ausgebreitet. Alice hat nun endgültig genug und entschließt sich dem skrupellosen Konzern ein für alle mal den Gar auszumachen.

Der Titel weist auf die Story des Films hin, welche nach den Vorgängen in "Resident Evil: Extinction" spielen. Allerdings ist die Handlung getränkt von Logikbrüchen, z.B wurde in Teil 3 allen weis gemacht erzählt, die Welt wäre eine Wüste geworden, hier, in "Resident Evil: Afterlife" sieht man aber beispielsweise Tokio in all seiner technologischen Pracht. Was hier and kreativer Handlung fehlt, wird natürlich mit genialen Effekten und einem Upgrade der Zombies ausgeglichen. Keine unnötige Zensur, dafür leider ein fürchterlicher Soundtrack. Zu Beginn hat man den Eindruck, Paul W. Anderson möchte nur ein paar schöne Bilder zeigen, die - das muss man zugeben - in 3D schon gut herüber kommen. Aber es nervt , dass in der ersten halben Stunde das der Film keine Dynamik aufbaut und sich so nur Optik an Optik reiht. Wenn man darüber hinweg sehen kann, wird der Film sogar zunehmende etwas besser und nimmt an Fahrt auf als dann die Zombies kommen. Er kann mit seinen Horror- und Actionszenen sogar überzeugen und damit den eingefleischten Fan ganz gut unterhalten. Ein sehr großer Kritikpunkt ist allerdings eine kopierte Szene aus dem Film "Matrix", in der eine Protagonistin einen Rückwärtssprung aus einem Gebäude macht.

Zusammenfassend kann man nur sagen: "Afterlife" bietet ein Spektakel an 3D-Effekten und reichlich Action, erzählt aber eine überflüssige und teils aus dem Zusammenhang gerissene Story, die nur wenig über die eigentliche "Resident Evil"-Zombie-Apokalypse aussagt und noch dazu mit einer seltsam unrunden Endszene abschließt. Ja na klar sollte das auf einen weiteren Teil hindeuten, aber so beendet man einfach keinen Film.

6/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Sony/Screen Gems/Impact Pictures

Dienstag, 22. April 2014

Resident Evil (2002)

http://www.imdb.com/title/tt0120804/

In einem geheimen Genforschungslabor der Umbrella Corporation wird bei einem biochemischen Unfall ein tödliches Virus freigesetzt. Sämtliche Mitarbeiter werden von dem mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten internen Zentralcomputer, Red Queen, per Nervengas eliminiert – um wenig später als mörderische Zombies wieder aufzuerstehen. Um die Verbreitung des Virus aufzuhalten, wagt sich ein Spezialkommando in die Katakomben. Angeführt wird das Team dabei von den Kampfbräuten Alice (Milla Jovovich) und Rain (Michelle Rodriguez). Alice ist als einzige Überlebende des tödlichen Vorfalls die entscheidende Waffe gegen den verheerenden Outbreak. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen eine Horde wildgewordener fleischfressender Untoter und Mutanten, beginnt.

Und das Endergebnis war zwar kein Kracher, aber immerhin ein Film, der so was wie ein Stückchen Unterhaltung zu bieten hatte. Storytechnisch orientiert sich der Streifen nur grob an seiner Videospielvorlage, die ich nur wenig kenne. Wenige Details wurden übernommen und einige Eigenidee hinzugefügt. In den ersten Minuten gelingt es dem Film sogar, die Atmosphäre des ersten Games einzufangen. Allerdings auch nur wirklich ein paar Minuten. Den Rest der Laufzeit präsentiert Regisseur Paul W.S. Anderson einen Action-Horror-Streifen, der kurzweilige und stellenweise eben auch gute Unterhaltung bietet. Um den Zuschauer auch bei der Stange zu halten, wurden ebenfalls einige nette Schockmomenten integriert, die aber ab einem gewissen Zeitpunkt etwas nerven. In Sachen Schauspieler bekleckert sich "Resident Evil" nicht gerade mit Ruhm, was man aber Angesichts des Genres auch kein Problem ist und man doch noch verschmerzen kann. Milla Jovovich wirkt in ihrer Rolle als Hauptfigur Alice noch etwas zögerlich, Michelle Rodriguez als knallhartes und taffes SWAT-Mitglied hingegen sorgt für einige coole Sprüche und hat ihrer Rolle besser unter Kontrolle.

Nicht sonderlich gute Arbeit hat auch die Spezial Effekt- Abteilung zu verbuchen. Die Effekte sehen nicht immer gut aus und auch das Zombie-Make-Up überzeugt nur bedingt. Zwar wurde sich im Bereich Spezial- Make-Up-Effekt ein Beispiel an Romero’s "Dawn Of The Dead" genommen, nur leider nicht ganz mit der nötigen Raffinesse. Als Fan schöner Zombie-Attacken vermisst man auch schmerzlich die deftigen Bluteinlagen, die hier eindeutig zu kurz kamen.

"Resident Evil" ist im Gesamtbild sicher keine extrem gut gelungene Videospieladaption oder ein einwandfreier Zombiefilm. Dafür ist er aber ein recht kurzweiliger, rasanter Action-Horrorfilm, mit coolem Soundtrack und spannender Story - mit kleinen Defiziten im Handwerk.

7/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Sony/Screen Gems/Impact Pictures

Mittwoch, 23. April 2014

Resident Evil: Apocalypse (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0318627/

Das tödliche Virus hat sich über Raccoon City ausgebreitet: Die Geschichte beginnt an der Stelle, an der der erste Teil endete. Alice (Milla Jovovich) wurde von der mächtigen Umbrella Corporation für ein biogenetisches Experiment missbraucht und hat durch Genmanipulation übernatürliche Kräfte entwickelt. Ihre Sinne wurden verschärft, ihre körperliche Gewandtheit optimiert. Diese Eigenschaften und einiges mehr sind jedoch auch unbedingt nötig, um in der verwüsteten Stadt überleben zu können. Alice ist jedoch nicht allein. Jill Valentine (Sienna Guillory), ein kürzlich degradiertes Mitglied der Umbrella Corporation-Spezialeinheit, schließt sich ihr an. Gemeinsam versuchen sie von dem Ort, der sich mehr und mehr zu einer Stadt der Toten entwickelt, zu fliehen. Keine leichte Aufgabe, denn sie müssen sich zusammen mit vier anderen Überlebenden ihren Weg durch die unnachgiebigen Angriffe der ausgehungerten Untoten erkämpfen. Aber auch die Umbrella Truppen, ausgestattet mit fürchterlichen Biowaffen, versuchen ihre Flucht zu verhindern. So lange es ihnen nicht gelingt, den von der Umbrella Corporation gezüchteten Riesen-Mutanten des Nemesis-Projektes zu besiegen, werden Alice und ihre Helfer diese Apokalypse nicht überleben.

Gegenüber des gelungenen Erstlings verliert "Resident Evil: Apocalypse" schon deutlich an Fahrt. Genauer knüpft der Film so halb ans Ende vom Vorgänger an, und zeigt wie eine Handvoll unvorsichtige Wissenschaftler dafür sorgen, dass die Seuche den Hive verlassen darf. Und dabei stimmt dieses Szenario eigentlich, um eine spannende Flucht aus Raccoon City und so einen fetzigen Action-Zombiethriller zu drehen, doch insgesamt kränkelt Teil 2 der Saga am unprätentiösen Auftreten Milla Jovovichs und der Tatsache, dass jetzt plötzlich zuviele potentielle Hauptfiguren in der Suppe herumrühren. Thomas Kretschmann als fieser Konzernchef hingegen war allerdings herausragend.

Letztlich ist "Resident Evil: Apocalypse" nicht der zu erwartende Horrorstreifen geworden, sondern - genau wie der Vorgänger - ein Sci-Fi-Zombie-Actioner, der durch schnelle Bildschnitte, etwas cooler gestylten Kampfszenen (ob mit Waffe oder ohne) und etlichen Explosionen und karg gesäter Bildgewalt aufwarten wollte. Funktioniert leider nur stückchenweise.

6/10

Quellen: 
Inhaltsangabe: Constantin Film
Poster/Artwork: Sony/Screen Gems/Impact Pictures

Montag, 17. August 2026

Worldbreaker (2025)

https://www.imdb.com/title/tt14264694/
https://letterboxd.com/film/worldbreaker/

Nachdem die Breakers aufgetaucht sind – Wesen, die ihre Opfer infizieren und verwandeln – bricht die bestehende Ordnung zusammen. Zunächst fallen die Männer, wodurch Frauen gezwungen sind, den bewaffneten Widerstand zu übernehmen. Willas (Billie Boullet) Mutter (Milla Jovovich) gehört zu den gefürchtetsten Kämpferinnen dieses Krieges, während ihr vom Erlebten gezeichneter Vater (Luke Evans) sich mit der Tochter auf eine abgelegene Insel zurückgezogen hat, um sie dort auf das Überleben vorzubereiten. Abgeschieden von der Außenwelt scheint ihr Alltag zunächst sicher, bis ein fremdes Mädchen an der Küste angespült wird. Aus dem Wunsch nach Nähe nimmt Willa sie heimlich bei sich auf. Als verborgene Wahrheiten ans Licht kommen, gerät der fragile Schutzraum in Gefahr.

Mit "Worldbreaker" versucht Regisseur Brad Anderson, aus einer klassischen Endzeitgeschichte über eine zerrüttete Welt, monströse Kreaturen und den Überlebenskampf einer Familie ein etwas persönlicheres Science-Fiction-Drama zu machen. Die Ausgangslage klingt durchaus reizvoll: Eine Katastrophe hat die Welt verändert, sogenannte „Breakers“ bedrohen die verbliebene Menschheit, und auf einer abgelegenen Insel bereitet ein vom Krieg gezeichneter Vater seine Tochter Willa auf das Überleben vor. Dazu kommen Milla Jovovich als kampferprobte Mutter und ein grundsätzlich interessantes Szenario, das irgendwo zwischen "Resident Evil" und klassischem Creature Feature angesiedelt ist. Leider bleibt von diesem Potenzial erstaunlich wenig übrig. Das größte Problem von "Worldbreaker" ist dabei nicht einmal sein vergleichsweise kleines Budget, sondern die Entscheidung, einen Großteil der Laufzeit nicht für das zu verwenden, was der Film seinem Publikum eigentlich verspricht. Wer aufgrund von Trailer und Prämisse einen temporeichen Endzeit-Actionfilm erwartet, muss sich zunächst auf eine lange Phase des Trainings und Zusammenlebens von Vater und Tochter einstellen. Luke Evans' Figur versucht, Willa auf die unausweichliche Konfrontation mit den Breakers vorzubereiten. Das besitzt durchaus einen nachvollziehbaren emotionalen Kern: Der Vater möchte seinem Kind die Fähigkeiten vermitteln, die es braucht, um in einer gefährlichen Welt selbstständig zu überleben. Genau diese Vater-Tochter-Beziehung gehört tatsächlich zu den interessanteren Bestandteilen des Films.

Billie Boullet ist entsprechend die große Entdeckung des Films. Als Willa vermittelt sie glaubwürdig den Übergang von einem behüteten Mädchen zu einer jungen Frau, die sich mit einer Welt auseinandersetzen muss, in der Sicherheit nur eine Illusion ist. Auch Luke Evans bringt genügend Präsenz mit, um den Vater als verletzlichen, aber entschlossenen Beschützer zu verkaufen. Ihre Chemie funktioniert besser, als das Drehbuch eigentlich verdient hätte. Milla Jovovich wiederum wird leider deutlich unter ihren Möglichkeiten eingesetzt. Wer nach ihrer jahrzehntelangen Erfahrung mit Action- und Science-Fiction-Stoffen eine zentrale Rolle erwartet, bekommt hier eher eine erweiterte Nebenfigur. Ihre Anwesenheit erinnert permanent daran, wie viel größer und spektakulärer dieser Film hätte werden können. Und damit sind wir beim eigentlichen Ärgernis: "Worldbreaker" besitzt eine Welt, die nach einem größeren Film verlangt. Die Geschichte der Breakers, der Zusammenbruch der Zivilisation, die offenbar veränderten gesellschaftlichen Machtverhältnisse und die militärischen Auseinandersetzungen werden angerissen, aber kaum vertieft. Gerade das Worldbuilding hätte dabei eine große Chance geboten. Die Breakers sind als Bedrohung grundsätzlich interessant, weil sie nicht einfach nur als weitere Zombies oder Monster gedacht sind. Doch der Film erklärt seine Welt nicht überzeugend genug und nutzt seine Kreaturen vor allem als gelegentliche Bedrohung. Statt ihre Herkunft, ihre Fähigkeiten oder die Auswirkungen ihres Auftretens wirklich auszuloten, konzentriert sich das Drehbuch auf die kleine Familiengeschichte. 

Besonders enttäuschend ist deshalb die Action. Ein Film mit Milla Jovovich, Luke Evans und einer Armee monströser Kreaturen müsste eigentlich mit einigen spektakulären Setpieces aufwarten können. Stattdessen wird die Action weitgehend auf wenige Abschnitte konzentriert. Handwerklich ist das Ganze allerdings nicht völlig misslungen. Brad Anderson, der mit Filmen wie "The Machinist" und "Session 9" bewiesen hat, dass er Atmosphäre und psychologischen Druck erzeugen kann, findet auch hier gelegentlich eindrucksvolle Bilder. Die abgeschiedene Insel bietet eine natürliche Kulisse für die Geschichte, und die Kamera fängt die Landschaft mit einer gewissen Härte und Schönheit ein. Das Problem ist vielmehr, dass die Bilder kaum durch eine entsprechend interessante Dramaturgie unterstützt werden. Die Inszenierung sieht stellenweise besser aus, als sich der Film anfühlt. Auch thematisch wäre mehr möglich gewesen. "Worldbreaker" beschäftigt sich mit Elternschaft, Schutz, Selbstständigkeit und der Frage, wann Beschützen in Bevormundung umschlägt. Interessant ist außerdem die ungewöhnliche gesellschaftliche Ausgangslage: Die Katastrophe hat insbesondere Männer stark dezimiert, während Frauen zunehmend die militärische Verteidigung übernehmen. Damit eröffnet der Film eine Diskussion über traditionelle Geschlechterrollen und moderne Vorstellungen von Männlichkeit. 

Nur leider bleibt auch diese Ebene größtenteils unausgeschöpft. Der Film deutet interessante Fragen an, stellt sie aber selten wirklich zur Diskussion. Dadurch wirkt manches eher wie Hintergrundmaterial für ein größeres Franchise als wie Bestandteil eines in sich geschlossenen Films. Hinzu kommt ein erhebliches dramaturgisches Problem. Nach einer langen Phase des Trainings und des Worldbuildings kommt der Film schließlich an den Punkt, auf den er die ganze Zeit vorbereitet hat - und wickelt den großen Konflikt vergleichsweise hastig ab. Damit entsteht der paradoxe Eindruck, dass "Worldbreaker" gleichzeitig zu langsam und zu kurz erzählt ist. Die rund 95 Minuten werden nicht optimal genutzt: Für den eigentlichen Konflikt bleibt zu wenig Zeit, während die Vorbereitung unverhältnismäßig viel Raum einnimmt. Im Vergleich zu anderen Endzeitfilmen wird diese Schwäche besonders deutlich. 
Das macht die Bewertung letztlich schwierig, denn der Film ist nicht völlig ohne Qualitäten. Billie Boullet ist überzeugend, Luke Evans funktioniert als Vaterfigur, die Landschaftsaufnahmen besitzen Atmosphäre und Brad Anderson versucht immerhin, aus dem bekannten Endzeitmaterial etwas Persönliches zu machen. Doch für einen Film, der mit Endzeit, Monstern, Krieg und Milla Jovovich wirbt, ist das schlicht zu wenig. "Worldbreaker" ist kein Totalausfall, aber ein Film über Möglichkeiten, die er fast nie nutzt. Er wirkt weniger wie der Beginn einer faszinierenden neuen Science-Fiction-Welt als wie ein ausgedehnter Prolog, der irgendwann abrupt endet. Selbst die positiven Ansätze – insbesondere die Vater-Tochter-Beziehung - werden durch ein Drehbuch ausgebremst, das seine eigene Welt nicht mutig genug erkundet. Brad Anderson versucht, den üblichen Creature-Feature-Mechanismen eine emotionale Ebene entgegenzusetzen, doch dafür ist die Geschichte zu dünn und die Welt zu wenig ausgearbeitet. Was als Auftakt zu einem größeren Science-Fiction-Abenteuer durchaus funktionieren könnte, enttäuscht als eigenständiger Film.

3,5/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: 23ten/Gramercy Park Media/Studio507/Amasia Entertainment/Peachtree Media Partners/Northern Ireland Screen/(Source Management + Production/Sugar Studios LA/Dark Castle Entertainment