Montag, 22. Juni 2026

The Happening (2008)

https://www.imdb.com/title/tt0949731/

Nachdem sich in Großstädten an der Ostküste der Vereinigten Staaten immer mehr mysteriöse Selbstmorde ereignen, kommt Elliott Moore (Mark Wahlberg), Biologielehrer aus Philadelphia, dahinter, dass Pflanzen ein Nervengift entwickelt haben, das Menschen schließlich in den Freitod treibt. Er flieht mit seiner Frau Alma (Zooey Deschanel) und seinem Kollegen Julian (John Leguizamo) sowie dessen Tochter aufs Land, um der tödlichen Gefahr zu entrinnen. Doch dann erreicht die Katastrophe auch entlegenere Gebiete und die panischen Flüchtlinge versuchen, irgendwie zu überleben.

M. Night Shyamalan gehörte Mitte der 2000er-Jahre zu den meistdiskutierten Regisseuren Hollywoods. Nach Erfolgen wie "The Sixth Sense", "Unbreakable" und "Signs" galt jede neue Veröffentlichung als Ereignis. Mit "The Happening" wagte er 2008 einen ungewöhnlichen Umwelt-Horrorthriller, der weniger auf Monster oder übernatürliche Wesen setzte als auf eine unsichtbare Bedrohung aus der Natur selbst. Die Ausgangsidee war originell, die Umsetzung sorgte jedoch für eine der umstrittensten Reaktionen seiner Karriere. Zunächst aber besitzt "The Happening" durchaus Qualitäten. Die Eröffnungssequenzen erzeugen echtes Unbehagen und gehören zu den stärksten Momenten des Films. Shyamalan versteht es, Angst aus Unsicherheit zu erzeugen. Die Vorstellung einer unsichtbaren Bedrohung, die jederzeit und überall zuschlagen kann, ist effektiv und sorgt anfangs für eine beklemmende Atmosphäre. Leider gelingt es dem Film nicht, diese Spannung über die gesamte Laufzeit aufrechtzuerhalten. Mit zunehmender Dauer treten die Schwächen des Drehbuchs immer deutlicher hervor. Die Handlung verliert an Dynamik, wichtige Entwicklungen wirken konstruiert und die Erklärungen für die Ereignisse überzeugen nur bedingt. 

Die Dialogführung ist wenig überzeugend: Viele Gespräche wirken hölzern und künstlich, wodurch selbst talentierte Darsteller Schwierigkeiten haben, ihren Figuren Glaubwürdigkeit zu verleihen. Mark Wahlberg und Zooey Deschanel bleiben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, was allerdings ebenso dem Material wie ihren Darstellungen anzulasten ist. Dennoch wäre es zu einfach, "The Happening" als völligen Fehlschlag abzutun. Der Film besitzt eine seltsame Eigenartigkeit, die ihn bis heute interessant macht. Seine Mischung aus Katastrophenfilm, Paranoia-Thriller und ökologischer Warnung wirkt ungewöhnlich und hebt ihn von vielen austauschbaren Horrorproduktionen seiner Zeit ab. Rückblickend wirkt "The Happening" wie ein Film voller guter Ansätze, der nie eine überzeugende Form findet. Die Grundidee besitzt Potenzial, einzelne Szenen erzeugen echte Beklemmung, doch das schwache Drehbuch, die merkwürdigen Dialoge und die unbefriedigende Auflösung verhindern, dass daraus ein wirklich gelungener Thriller wird.

4/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork20th Century Fox/UTV Motion Pictures/Spyglass Entertainment/Blinding Edge Pictures/Dune Entertainment III

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