Samstag, 20. Juni 2026

The Wrecking Crew (2026)

https://www.imdb.com/de/title/tt33046197/

Die entfremdeten Halbbrüder Jonny (Jason Momoa) und James (Dave Bautista) werden nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters zur Zusammenarbeit gezwungen. Während sie versuchen, die Hintergründe seines Ablebens aufzuklären, kommen tief vergrabene Familiengeheimnisse ans Licht, die ihre Loyalität zueinander auf eine harte Probe stellen. Ihre Suche führt sie mitten in eine weitreichende Verschwörung, die droht, den Rest ihrer Familie endgültig zu zerstören. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, müssen die ungleichen Brüder ihre Differenzen überwinden. Als titelgebende "Wrecking Crew" sind sie bereit, alles in Schutt und Asche zu legen, was sich ihnen in den Weg stellt...

Auf dem Papier klingt "The Wrecking Crew" wie ein Selbstläufer: Jason Momoa und Dave Bautista als zerstrittene Halbbrüder, die nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters in eine Verschwörung geraten. Dazu ein exotisches Hawaii-Setting, harte Action, lockere Sprüche und eine Prämisse, die an die großen Buddy-Actionfilme der 1980er- und 1990er-Jahre erinnert. Tatsächlich besitzt der Film alle Zutaten für einen kurzweiligen Publikumserfolg. Das Problem ist nur, dass er aus diesen Zutaten deutlich weniger macht, als möglich gewesen wäre. Die Handlung erfüllt dabei lediglich ihren Zweck, überrascht kaum und folgt nahezu durchgehend bekannten Genremustern. Mehrere Kritiken bemängelten, dass das Drehbuch trotz seiner interessanten Ausgangslage zu vorhersehbar und formelhaft bleibt. 

Die größte Stärke des Films ist ohne Frage das Zusammenspiel seiner Hauptdarsteller. Momoa und Bautista harmonieren hervorragend miteinander und erzeugen eine glaubwürdige Dynamik zwischen zwei Brüdern, die sich gleichzeitig mögen, nerven und herausfordern. Ihre Chemie ist ein entscheidender Pluspunkt und ohne die beiden Stars würde ein Großteil des Films deutlich weniger funktionieren. Auch die Action liefert einige gelungene Momente. Die Kämpfe sind ruppig, die Verfolgungsjagden energiegeladen und die Gewalt erfreulich kompromisslos inszeniert. Allerdings leidet die Wirkung darunter, dass manche Sequenzen künstlich wirken und sich zunehmend in übertriebener Zerstörungswut verlieren. Die qualitativ schwankenden Effekte sowie eine Inszenierung, die oft Lautstärke mit Spannung verwechselt, trägt auch nicht zu einem guten Gesamtergebnis bei.

Ein weiteres Problem ist der Ton des Films. "The Wrecking Crew" schwankt ständig zwischen Actionkomödie, Familiendrama, Kriminalfilm und überdrehter Buddy-Komödie. Diese Mischung funktioniert gelegentlich, wirkt aber oft unausgewogen. Emotionale Szenen verlieren durch plötzliche Albernheiten an Wirkung, während manche Witze nicht zünden oder unnötig aufgesetzt erscheinen. Besonders die wiederkehrenden Gags und einige flache Dialoge verhindern, dass der Film sein emotionales Potenzial ausschöpfen kann. Dabei ist der Unterhaltungswert trotzdem hoch und die sympathischen Hauptdarsteller rocken, gleichzeitig bleibt die Handlung generisch und der Film kommt trotz guter Ansätze nie wirklich über Durchschnittsniveau hinaus. Unterhaltsam für einen Abend, aber kaum nachhaltig beeindruckend. 

6/10

Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/ArtworkAmazon MGM Studios/On the Roam/Dogbone Entertainment/Henness Ridge Entertainment/6th & Idaho Motion Picture Company/Reunion Pacific Entertainment

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