Donnerstag, 9. April 2020

Forbidden World - Mutant: Das Grauen im All (1982)

https://www.imdb.com/title/tt0083959/

Auf dem Planeten Xarbia wurde von einer Gruppe von Wissenschaftlern eine experimentelle Lebensform geschaffen, mit deren Hilfe eine intergalaktische Hungersnot abgewendet werden soll. Doch statt sich seinem Schicksal als Schlachtvieh der Menschheit zu ergeben, wehrt sich das künstliche Alien seiner Haut und wendet sich gegen seine Schöpfer...

"Forbidden World" ist ein wirklich netter 80er Jahre Trash, der zugegebenermaßen stark an "Das Ding aus einer anderen Welt", der zufällig im selben Jahr erschien, und wohl nicht ganz zufällig an Filme wie "Alien" erinnert und auch sonst von vielen anderen, ähnlich gelagerten Filmen abkupfert, sich aber trotz alledem als recht unterhaltsam herausstellt. Vom Meister der Billig-Plagiate Roger Corman produziert, liefert Regisseur Allan Holzman ein doch sehr amüsantes und vor allem unterhaltsames Stück Film ab, welches sichtbar mit Charme und Kreativität umgesetzt wurde. Neben der immerhin recht gut konstruierten Story gibt es als Hauptargument zwei sexy Wissenschafterinnen (Dawn Dunlap und June Chadwick), die unseren Helden ständig mit großen Schlafzimmeraugen betrachten und sich ständig selten mal mehr und häufiger mal viel weniger bekleidet in Gefahr begeben. Die beste Szene hierbei war klar die Szene, die zeigt, was jeder Mensch machen würde, um runter zu kommen wenn ein fieses Alien deinen Freund gefressen hat - nämlich sich nackt, alleine und in eine nicht ganz hell ausgeleuchtet Sauna zu legen während das Alien noch irgendwo rumkriecht und auf der Jagd nach mehr Futter ist - und sich noch beim offensichtlichen Spanner bedanken, der ja nur in die Sauna kam, um die Dame "vor der Gefahr zu warnen". Dazu gesellt sich ein Held (Jesse Vint), dessen einzige Qualität scheinbar seine Anziehungkraft auf Frauen ist und der sonst über weite Strecken schon Probleme hätte, auf ein Glas Wasser aufzupassen.

Die Effekte-Technik ist zwiegespalten. Sind die Weltraum-Szenen und der Mutant doch ziemlich billig und erinnern an die Games von diversen 90er Jahre Konsolen, so hauen die Gore-Szenen doch richtig auf die Kacke, sind diese doch sehr blutig, abschreckend und somit wirklich gut ausgefallen. Zwischendrin gibt es (natürlich) noch ein Paar nackte Tatsachen, sowie den ein oder anderen Kopulationsakt zu bestaunen. Dazu gesellt sich der typische 80er Jahre Synthie-Soundtrack, der das Herz eines jedes Cineasten höher schlagen lassen dürfte. Und das die Krankheit Krebs, der Feind des gesunden Daseins, höchstpersönlich hier für etwas sehr Nützliches zu gebrauchen ist, hat man bis dato so auch noch in keinem Film bestaunen dürfen, was klar macht, das der Film durchaus auch Eigeninitiative ergreift und eigene Ideen einbringt. Für SciFi- und Gorefreunde durchaus empfehlenswert.

7/10

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