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Dienstag, 23. Juni 2020

5-Headed Shark Attack (2017)

https://www.imdb.com/title/tt6719524/

Ein vierköpfiger Hai macht die Küste von Puerto Rico unsicher - und das auch noch bei einem Surf-Wettbewerb. Models, Fotografen, Surfer und Zuschauer werden von dem Biest terrorisiert. Als sich die Polizei und das Aquarium-Team einschalten, ist dem vierköpfigen Hai ein fünfter Kopf an der Schwanzflosse gewachsen und dessen Zähne sind nicht weniger scharf. Wird es den Menschen gelingen, die Bestie zu stoppen?

Im Vergleich zur "Sharknado"-Serie (die mit einem launigen in-joke bedacht wird) ist das "Multi-Headed Shark Attack-Franchise" eins, dass sich als, *hüstel*, ernstes Creature-Feature-Franchise geriert und seine Absurditäten auf seine jeweils titelgebende Kreatur konzentriert. Wer massenhaft Sight Gags, Slapstick-Horror, beabsichtigte Hirnigkeit und Celebrity Cameos erwartet, der muss bei "Sharknado" bleiben - "5-Headed Shark Attack" kann sich als Star gerade mal Chris Bruno, sechs Jahre als Sheriff in der King-TV-Adaption "The Dead Zone" beschäftigt, leisten. Fünf Köpfe, fünf Autoren, kein Funken Verstand. Das ist dennoch die magere Bilanz von "5-Headed Shark Attack". Denn der dritte Film um das mörderische Treiben der mit immer mehr Köpfen beladenen Killerfische gibt sich beschämend einfallslos und hat darstellerseitig nicht einmal ausrangierte B-Prominenz zu bieten. Für einen modernen Monster-Matsch ist das - selbst gemessen am Billig-Standard der Produktionsschmiede The Asylum - leider viel zu wenig. Dafür kommt auch hier der Humor nicht zu kurz. Zunächst lässt uns der Streifen unseren Frieden damit machen, dass Asylum nach dem "2-" und "3-Headed Shark" den vierköpfigen Hai ersatzlos überspringen zu schien - der Killerhai hat tatsächlich zunächst vier Köpfe und gewinnt den fünften erst im Filmverlauf hinzu. Die Continuity ist gewahrt! Yay!

Ansonsten gibt es nichts bahnbrechend Originelles für ihre Variante der Haifischflossensuppe zu verzeichnen. Man hat den fröhlich Menschen mampfenden Hai (der sich in einer Szene aber sogar an einem Buckelwal vergreift), einen bösen Kapitalisten in Form von Mr. Marshall, der letztlich aber nichts böseres tut als seine verblödeten Untergebenen in zwei Selbstmordkommandos zu labern, an denen er sich aber auch selbst beteiligt (und selbstverständlch zu Haifutter wird, was mit Sicherheit keine Spoilerwarnung rechtfertigt), eine Wissenschaftlerin mit hehren Motiven, die einsehen muss, dass es manchmal doch besser ist, ein Monster zu töten anstatt es lebendig zu studieren, und einen wettergegerbten, grobschlächtigen Haijäger mit dem Herz am rechten Fleck. Damit kann man neunzig Minuten totschlagen, wenn alles andere scheitert, bauen wir noch eine unerwähnte Haiattacke ein (so erledigt der Hai z.B. ein Fischerboot und mindestens eine Taucherin einer Wissenschaftlergruppe, die Messungen irgendwelcher Art an einem Korallenriff vornimmt, ohne dass der Plot selbst darauf eingehen würde. War halt Zeit für einen Kill und gerade noch keiner vom Main Cast verfügbar, der gefressen werden könnte). Die Dialoge sind meistens recht dämlich, das Verhalten der Progatonisten entsprechend hirnrissig (besonders das der Praktikanten), aber dafür gibt’s schöne Menschen in engen Neoprenanzügen oder gleich Bikinis, die paradiesische Stimmung Puerto-Ricanischer Strände. Allerdings führt all das ins Nichts, weil der von Debütant Nico De Leon auf unterster Sparflamme gedrehte TV-Billigheimer jeden Aufwand scheut und in seiner akuten Lustlosigkeit zumeist langweilig daherkommt.

Wer aber an den bisherigen vielköpfigen Hai-Filmen seine Freude hatte, wird auch an dem hier seinen Spaß haben, im Umkehrschluss wird das Franchise mit diesem dritten Teil aber auch keine neuen Freunde finden, obwohl er aus handwerklicher und FX-Sicht vielleicht sogar der beste des Trios ist. Andererseits lässt sich nicht abstreiten, dass die Reihe außer der ständig steigenden Zahl der Haiköpfe nichts auf der Pfanne hat, was sie von anderen, spaßigeren Hai-Reißern wie "Supershark", "Sand Shark" oder "Ghost Shark", die sich ihrer Trashigkeit bewusst sind und Schabernack mit immer abgefahrenen Prämissen treiben, absetzen würde. Also was für Asylum-Komplettisten und totale Hai-Fanatiker, die aber kommen auf ihre Kosten.

6,5/10 auf der Trash-Skala
2,5/10 auf der realen Bewertung

6-Headed Shark Attack (2018)

https://www.imdb.com/title/tt8360902/

Um ihrem Beziehungsleben wieder neuen Schwung zu verleihen, besuchen einige Paare ein Trainingscamp auf einer wunderschönen, einsam gelegenen Insel, in der Nähe der mexikanischen Küste. Mit Will (Brandon Auret) kämpft der Leiter des Camps selbst um die Rettung seines Liebeslebens. Doch es zieht ein Sturm mit einem sechsköpfigen Haimonster auf und so wird alles andere schnell zur Nebensache. Der Hai selbst ist das Ergebnis eines militärischen Forschungsprojektes, das eigentlich die heilenden Eigenschaften des Tieres auf den Menschen übertragen wollte. So entstand das unheimliche Wesen in einem geheimen Labor auf der Insel Mexikos. Mit dem Hai kehrt das Monster nun zu seiner Geburtsstätte zurück. Mit seinen unglaublichen sechs Köpfen, zu denen natürlich auch das unheimlich scharfe Gebiss gehört, bringt er nebenbei auch noch außerordentliche Regenerationsfähigkeiten mit, die es fast unmöglich machen, das Wesen zu besiegen.

Wow. Einfach nur wow. Gerade als man dachte "Okay, das wars jetzt, da kommt nichts mehr", "überrascht" einen die Billigfilmschmiede The Asylum und bringt doch noch einen Teil der "Multi-Headed-Sharks" auf die heimischen TV-Geräte. Dass der Wahnsinn der Wissenschaft bisweilen erstaunliche Früchte trägt, wissen wir. Vor allem im Film. Denn seien wir ehrlich: In der Realität würde wohl niemand darüber lachen, wenn Forscher einen 6-köpfigen Hai kreieren würden, der ahnungslosen Urlaubern nach dem Leben trachtet. Wobei natürlich die Frage erlaubt ist, welchen Nutzen ein solches Untier erfüllen soll. Vor allem, wenn es in einem "Forschungskomplex" entwickelt wurde, der grundlegend aus mehreren miteinander vertäuten Flößen besteht, auf denen halb offene Hütten befestigt sind. Aber allein schon der Titel "6-Headed Shark Attack" sagt, dass das Niveau des Streifens nicht verhandelbar ist.

Nachdem der nahezu beschämende Vorgänger, "5-Headed Shark Attack", den ausgelassenen vierköpfigen Killerfisch gleich mit abgefrühstückt hatte, befindet sich die Reihe mit dem insgesamt vierten Aufguss zumindest numerisch wieder in der Spur. Doch nicht nur das: Der von Mark Atkins ("Planet Of The Sharks") als Regisseur, Kameramann und Co-Autor verantwortete Schnellschuss vertreibt durchaus solide die Zeit - und genügt bisweilen sogar mittlerem B-Standard. Das ist, gemessen an den Vorläufern, durchaus überraschend. Allerdings erwächst daraus längst kein überzeugender Film. Man sollte als Zuschauer also auf krassen Unfug geeicht sein, um das ironisch verwässerte Treiben des eher an einen überdimensionierten Seestern erinnernden Hais wertschätzen zu können.

Immerhin bekommt man hier zumindest eine "Origin" vom Monster serviert, die vorherigen Kreaturen waren einfach nur da. Der 6-köpfige Bursche hat es Jahrzehnte nach seiner Schöpfung auf die Teilnehmer eines Bootcamps für kriselnde Ehepaare abgesehen, die unter Leitung des selbst beziehungsgebeutelten Will (Brandon Auret) auf einer kleinen Insel in Baja California gemeinschaftlichen Aktivitäten nachgehen. Deren wichtigste heißt bald überleben. Denn nachdem der über regenerative Fähigkeiten verfügende und selbst zum Landgang befähigte Räuber (zwei Köpfe müssen dabei als Beine herhalten) die ersten Fluchtversuche unterbunden hat, kommt die absehbare Maschinerie aus Rennen und Gefressenwerden in Gang. Neben Will erweist sich einzig die toughe Mary (Thandi Sebe) als imstande, dem Monster beizukommen.

Die überspitzt figurierten Paare verhalten sich beim von blutigen, wiederum ansprechend am Rechner entstandenen Fressattacken gesäumten Überlebenskampf zwar nicht größtmöglich dämlich, aber doch doof genug, um das rettende Boot unverzüglich gegen einen Felsen zu bugsieren. Neben der Erwehrung des Hais halten Konflikte innerhalb der Gruppe die Alibicharaktere beschäftigt. Mehr Tempo hätte "6-Headed Shark Attack" sicher nicht geschadet - gerade gemessen am überdramatisierten, viel zu lang ausgewalzten Finale. Von The Asylum ist man jedoch weit weniger Unterhaltungswert gewohnt. Von daher ist das Ergebnis nicht zwingend herausragend, aber doch immerhin erfreulich solide. Zumindest aus der Warte schmerzbefreiter Trash-Konsumenten.

7/10 auf der Trash-Skala
3/10 auf der realen Bewertung

Samstag, 20. Juni 2020

3-Headed Shark Attack (2015)

https://www.imdb.com/title/tt4685096/

Ein dreiköpfiger Hai entkommt aus einer Forschungsstation und treibt fortan im Meer sein Unwesen. Als ein Kreuzfahrtschiff durch sein Gebiet fährt, fühlt sich das Geschöpf sofort in seinem Revier bedroht und startet einen gnadenlosen Angriff auf die unerwünschten Eindringlinge. Den Sommerurlaubern an Bord des Schiffes steht ein fürchterliches Blutbad bevor. Da braucht es Männer wie Mike Burns (Danny Trejo), um dem mutierten Monster Einhalt zu gebieten. Der Großwildjäger stellt sich der Fressmaschine furchtlos entgegen. Doch selbst für das hartgesottene Muskelpaket stellt der Kampf gegen das Ungetüm eine kaum zu bewältigende Herausforderung dar. Das dreiköpfige Meeresungeheuer frisst sich mit seinen rasiermesserscharfen Zähnen langsam aber sicher durch das Schiff...

Wer ahnt denn schon, dass der zweifelhafte Erfolg von "2-Headed Shark Attack" zu einem Sequel führen wird? Doch es ist so. Woher der nun mit drei Köpfen bestückte Hai kommt - das weiß keiner. Das ist auch nicht nötig, um einen Trashfilm ala Asylum abzuliefern. Dieser Hai ist sogar cool genug, um mal eben am Strand liegend auf 3 Leuten herumzukauen. Ja, Trashmovies, die sich in der untersten Qualitätsschublade eingenistet haben, erfreuen sich doch immer wieder großer Beliebtheit. Manche von ihnen besitzen Charme und sind dadurch sehenswert. "3-Headed Shark Attack", mit dem inoffiziellem Untertitel "More Heads, More Deads!" ist definitiv unterhaltsam und die knapp 85 Minuten gehen schnell vorbei (zum Glück!). Auch der Auftritt von Danny Trejo ist ganz amüsant. Die Schauspielleistungen sind durch die Bank weg unterirdisch, das Monster etwas besser animiert, aber immer noch furchtbar künstlich, von allen anderen CGI braucht man da gar nicht erst sprechen. Umgebaute Keller dienen als Labore, eine tropische Insel als Kulisse für das ganze Spektakel. Gefühlt wurde der Film an einem Wochenende abgedreht und dann noch 2 Tage für die Post-Produktion "verschwendet". Vielsagend nicken sich Protagonisten zu - während draußen alles vor die Hunde geht. Doch etwas muss man Produktionen - und so auch dieser - aus dem Hause Asylum lassen: sie treten meist voll aufs Gas und lassen kaum wieder los. So lässt auch Regisseur Christopher Ray hier die Räder gleich von Anfang an durchdrehen und verschwendet kaum Zeit mit Liebesschnulzen oder langen Erklärungen. Warum auch? Sogar eine gewisse Seriosität könnte man Asylum in diesem teil unterstellen... hat doch die Meeresbiologin, die auch als einzige im ganzen Film intelligent zu sein scheint, keine Silikonbrüste. Ein echter Schock für Fans von Asylum-Produktionen.

7/10 auf der Trash-Skala
3/10 auf der realen Bewertung

2-Headed Shark Attack (2012)

https://www.imdb.com/title/tt2043757/

Nachdem ein Schiff durch den Angriff eines mutierten Riesenhais mit zwei Köpfen versenkt wurde, retten sich die Überlebenden auf ein verlassenes Atoll. Dabei wollten sie doch nurlernen, wie man auf dem Ozean navigiert. Nun muss die Studentengruppe um Dr. Anne Babish (Carmen Electra) und Professor Babish (Charlie O'Connell) erst einmal warten, bis das Schiff repariert wird. Auf der Insel gibt es nicht viel zu tun, denn sie ist bis auf eine verlassene Hütte und einige veraltete Boote, die nicht mehr benutzt werden können, menschenleer. Zeit sich auszuruhen und zu sonnen bleibt ihnen aber nicht. Denn der Hai attackiert das Korallenriff unter der Insel, wodurch sich die Insel anfängt, langsam zu sinken. Lange werden die Gestrandeten also nicht mehr sicher vor dem zweiköpfigen Monster sein.

Hai-lige Scheiße. Eine Gruppe von "Studenten" muss sich mit einem zweiköpfigen Hai herumplagen. Was diese Schwachköpfe studieren? Man weiß es nicht. Schauspiel wird es wohl eher nicht sein und überhaupt scheinen die alle nur über die Wartezeit in ihren Studiengang gekommen zu sein - über den Notenschnitt wohl kaum. Schon der Anfang von "2-Headed Shark Attack" ist göttlich. Da werden die beiden eben noch hinter einem Motorboot her surfenden Mädels von dem Hai quasi verschluckt, die drei Kerle auf dem Boot wundern sich, drehen um und einer von ihnen tut die ergebnislose 3-Sekunden-Suche mit einem "Ach! (was solls) ab. Carmen Electra (und viele andere der weiblichen Parts) sind wohl auch nur dazu da, um den Film möglichst kurven- und Opferreich aufzuwerten. Charlie O'Connell, der jüngere Bruder von Jerry O'Connell ist dank fast gleichen Aussehens ein Ankerpunkt, nur der handelsübliche Nerd beglückt den Zuschauer durchweg mit seiner bestechenden Logik: Ein Hai mit zwei Köpfen hat doppelt so viele Sinnesorgane und ist somit doppelt so empfindlich für äußere Reize. Also wird er von zwei Booten immer das schnellere angreifen, da es einen besseren und lauteren Motor hat und ihn daher mehr stört. Noch Fragen? Solche und andere Weisheiten kann man jedenfalls bei der Sichtung dieses Machwerks aus der Asylum-Schmiede lernen. Ansonsten das Übliche wie bei fast allen Asylum-Produktionen: Die Dialoge sorgen für so manchen Lacher, die sog. "Effekte" sind lächerlich schlecht und ein Goof reiht sich an den nächsten. Welche davon absichtlich sind und welche purer Dilettantismus, bleibt wie immer ungeklärt und man darf sich auch nicht die Frage stellen, warum der männliche Part in einem sich anbahnenden und bereits halbnacktem Dreier im kristallklaren Wasser den Mega-Hai nicht sieht, wenn seine beiden Gespielinnen in hüfthohem Wasser quasi unbemerkt von einem Vieh gefressen werden, welches aufgrund seiner schieren Größe eben noch ein ganzes Boot terrorisiert hat. Ach, egal. Bier auf, Film ab und Spaß haben.

6,5/10 auf der Trash-Skala
2,5/10 auf der realen Bewertung