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Donnerstag, 13. März 2025

The Lord Of The Rings: The War Of The Rohirrim - Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim (2024)

https://www.imdb.com/de/title/tt14824600/

Fast 200 Jahre vor dem Ringkrieg und der Vernichtung des einen Rings in den Feuerwogen des Schicksalsberges in Mordor sind die Völker der Menschen von Mittelerde mit Konflikten untereinander beschäftigt. Wulf (Stimme im englischen Original: Luke Pasqualino) ist ein Fürst der Dunländer und davon besessen, den Tod seines Vaters zu rächen. Dafür scheut er auch nicht vor dem legendären König von Rohan, Helm Hammerhand (Brian Cox), zurück. Wulf greift Hammerhand und sein Gefolge an und die drängt sie dabei in die alte Hornburg-Festung, die später als Helms Klamm in der Westfold thronen sollte. Alles läuft auf eine letzte große Schlacht in der Hornburg hinaus. Auch Helms Tochter Héra (Gaia Wise) muss schließlich zu den Waffen greifen, um zu überleben - aber nicht nur das. Letztlich ist es an ihr - ihrem Mut und ihrer Befehlsgewalt über die Rohirrim -, Wulf und seine Dunländer endgültig niederzuschlagen...

Das Spin-Off zur phantastischen "Herr-der-Ringe"-Reihe (inkl. "Der Hobbit") kommt leider nicht als Realverfilmung, sondern als animiertes Abenteuer. Und obwohl es an der künstlerischen Qualität der Animation an sich kaum bis gar nichts auszusetzen gibt, fühlt sie sich überflüssig bis geschmacklos an, und, darüber hinaus, wie die schamlose Plünderung von J.R.R. Tolkiens Buch, dass eine Fußnote zu einem schleppenden, über 2-stündigen Abenteuer macht. Und das fühlt sich auch so sehr lahm an, obwohl es viele Referenzen an die Filme gibt.

Sicher, die Anime-Version von "Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim" hat etwas Schönes und fast Greifbares, die handgezeichneten japanischen Stile, die Mittelerde nach ihrem Geschmack neugestalten. Das ist jedoch kein ausreichender Grund, sich ein freudloses Spin-off anzuschauen, das nach Peter Jacksons "Herr der Ringe" und "Der Hobbit"-Trilogien und der Amazon-Prequel-Serie "Die Ringe der Macht" Inhalte aus Tolkiens Büchern nutzt. Genau hier hat uns die grenzenlose Plünderung geistigen Eigentums und die begrenzte Vorstellungskraft einer Branche, die Algorithmen nachjagt, hingeführt. Und so gesehen klingt es nach einem lukrativen Schachzug, die Zielgruppe anzulocken, die Anime heute so beliebt macht wie nie zuvor. Das Problem ist: Die Animation in "Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim" wirkt nicht so, als würde sie über die Territorien Tolkiens hinausgehen, die der Zuschauer nicht bereits erkundet hat. Stattdessen wirkt die Geschichte, eine Fußnote in der Mythologie des Herrn der Ringe, eingeengt von allzu vertrauten und viel zu eingeschränkten Pinselstrichen.

"Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim" basiert auf dem Anhang zu Tolkiens "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" und führt den Zuschauer fast zwei Jahrhunderte vor den Ringkampf zwischen Frodo und Gollum. Hier graben wir die Hintergrundgeschichte Rohans aus, des Königreichs, das im Mittelpunkt der Schlachten in "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" steht. In Jacksons Interpretation in "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" lernten wir Miranda Ottos Éowyn kennen, die Nichte des Königs von Rohan, die ihr Volk während der Belagerung beschützte. In "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" reitet als Mann verkleidet in die Schlacht. Miranda Otto kehrt als Éowyn zurück und fungiert als Erzählerin in diesem Film, der Geschichten über ihren Vorfahren Helm Hammerhand erzählt. Brian Cox spricht den König in seiner knurrigen Art und spielt erneut einen Patriarchen, der die Menschen, die direkt auf seinen Thron zusteuern, in die Flucht schlägt. Doch in Helms Fall kommt die Meuterei nicht aus seinem eigenen Haus. 

Ein rivalisierender Lord namens Freca (Shaun Dooley) schlägt seinem Sohn Wulf (Luke Pasqualino) vor, Helms Tochter Hèra zu heiraten. Helm weist den Vorschlag zurück, woraufhin es zu einer heftigen Schlägerei kommt, bei der Freca stirbt und Wulf, einst Hèras Jugendfreund, Rohan Rache schwört. Hèra (gesprochen von Gaia Wise) wird in der Vorlage namentlich gar nicht erwähnt. Diese Beleidigung - ihre Existenz kaum anzuerkennen - verstärkt ihre Geschichte in "Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim" nur noch mehr. Sie drängt sich zwischen all den arroganten Männern auf, die für sie sprechen – darunter der überhebliche Vater, der ihren Rat ignoriert, und der Jugendfreund, der toxisch und boshaft wird, als sie seine romantischen Annäherungsversuche zurückweist.

Diese verächtlichen Männer lösen den Krieg aus, in dessen Folge Rohans Volk in einer Festung in den Bergen Zuflucht sucht - demselben Ort, den Fans als Helms Klamm kennen. Dort wartet Hèra den Winter ab, während die Männer ihrer Familie einer nach dem anderen fallen, bevor sie ihren großen Moment findet, Schwert und Schild zu schwingen und so den Weg ihrer Nachfahrin Éowyn zu wiederholen. Ja, dies ist der feministische "Der Herr der Ringe"-Film, in dem Hèra als Heldin im Mittelpunkt steht. Das hindert sie jedoch nicht daran, hier wie so viele weibliche Anime-Figuren aufzutreten, die Fans zum Schwärmen bringen. Mit ihren übergroßen Augen, dem zierlichen Mund, der spitzen Nase und den kräftigen Oberschenkeln unterscheidet sie sich kaum von ihren objektivierten Gegenstücken in "Ghost In The Shell" oder "Battle Angel Alita". Bezeichnenderweise ist dies ein Look, den man in Filmen von Studio Ghibli selten oder nie sieht.

Die Animation kann sich gelegentlich wie eine willkommene Abwechslung zu Jacksons harter Hand in der CGI-Abteilung anfühlen, die sich im Wesentlichen zum Standardproduktionsmodus für alles von "Star Wars" bis Marvel entwickelt hat. Aber sie fühlt sich auch viel zu sehr ihrem Material verpflichtet. Die abwechselnd sensationellen und markanten expressionistischen Akzente, denen sich Anime oft hingibt, ganz zu schweigen davon, wie schwindelerregend das Genre Fantasy und Übernatürliches umarmt, weichen etwas Ernsterem und weitgehend Bodenständigem. In "Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim" gibt es keinen Sauron, keine Zauberer, die die Kraft der Sonne nutzen, und Geisterarmeen, die aus Höhlen aufsteigen - eigentlich genau das, was man von Animes erwarten würde, aber vielleicht nicht von Regisseur Kenji Kamiyama. Er stellt sterbliche Armeen, riesige Elefanten und Adler sowie grausames Wetter in warmen Farben, aber mit begrenztem Einfallsreichtum dar; sein Film ist in einem opernhaften Drama verankert, in dem weder die Charaktere noch die Animation Raum finden, Persönlichkeit zu entwickeln. Schade.

6/10

Quellen:
Inhaltsangabe
: Warner Bros.
Poster/ArtworkWarner Bros.

Freitag, 12. Dezember 2014

The Hobbit: The Battle Of The Five Armies - Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2310332/

Im dritten Teil der Hobbit-Trilogie von Peter Jackson, wird die abenteuerliche Reise des Titelhelden Bilbo Beutlin (Martin Freeman) und seiner Begleiter Gandalf (Ian McKellen) und den Zwergen, angeführt von Thorin Eichenschild (Richard Armitage), fortgeführt. Im dritten Teil von Der Hobbit stehen der Kampf gegen die Fünf Heere, Bilbos Heimkehr und die Verbindung zu den späteren Ereignissen der Herr der Ringe-Reihe im Vordergrund. Nach der Rückeroberung ihrer Heimat wurde nun eine finstere Macht entfesselt. Die Bewohner von Seestadt schweben in großer Gefahr und sind bald auf Hilfe angewiesen. Thorin zeigt sich jedoch angesichts des wiedergewonnenen Schatzes uneinsichtig und verweigert seine Unterstützung. Bilbo versucht verzweifelt, ihn zur Vernunft zu bringen. Derweil steht eine weitere Bedrohung bevor, denn Sauron hat eine gewaltige Armee Orks entsandt. Die verfeindeten Parteien müssen nun entscheiden, wie es weitergeht: Kämpfen Zwerge, Elben und Menschen nun Seite an Seite, um die Orks zu besiegen oder wollen sie die Zukunft von Mittelerde aufs Spiel setzen, indem sie weitermachen wie bisher?

Sind tatsächlich schon wieder drei Jahre ins Land gegangen? Ist die nächste Trilogie rund um Mittelerde schon wieder vorbei? Unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht. Nachdem wir uns diese Woche extra zur Einstimmung noch einmal die ersten beiden Teile ("Eine unerwartete Reise (Extended Version, 3D)" und "Smaugs Einöde (Extended Version, 3D") angesehen haben, wurde es nun Zeit für den Abschluss der zweiten epischen Trilogie von Regisseur Peter Jackson. Schon im Vorfeld hatte ich das Lied von Billy Boyd "The Last Goodbye" hoch und runter gehört und ich befürchtete vor einer Woche schon, dass ich für diese Art Abschiede zu nah am Wasser gebaut bin. Doch irgendwie kam alles anders und nun erst einmal zum Film.

"Die Schlacht der fünf Heere"  greift die Geschichte des zweiten Teils nahtlos auf und gibt dem wahrlich bösen Cliffhanger aber auch das erwartete Ende. Es ist überaus wichtig, dass man die beiden Vorgänger gesehen hat, denn sonst wird man hier ins kalte Wasser geworfen. Jegliche Hintergrundinformationen, gehen fast nur aus diesen hervor. Weit weg von der ewigen Konstellation kopiert er dennoch nicht einfach die Vorgänger oder gar das Ende der alten Trilogie, sondern schreibt seine eigene Geshichte und bringt so die Hobbit-Trilogie zu einem würdigen Abschluss. Mit gerade mal 144 Minuten erscheint Teil 3 auch recht kurz, aber hier tut ihm das richtig gut. Ich möchte fast behaupten, man vergleicht innerlich auch immer mit dem dritten Teil der "Herr der Ringe"-Trilogie und das muss sich eben dieser Nachfolge-Dreiteiler eben auch gefallen lassen. Denn wo der dritte Teil der alten Trilogie seine Längen hatte, ist hier gestrafft und auf Action, bzw. Story gesetzt worden, die dann den ganzen Film zu einem von vorn bis hinten spannenden und vor allem unterhaltsamen Konstrukt machen, welchen man sicher immer und immer wieder ansehen kann.


Die schon weit im Vorfeld angkündigte große Schlacht der fünf Heere (wobei ich mich noch jetzt wundere, wieso hier fünf Heere gezählt wurden, denn wenn man es auf die Völker herunter bricht, komme ich nur auf vier: die Zwerge, die Orks, die Elben, die Menschen und dann?) nimmt auch den erwarteten großen Teil des Hobbits ein. Natürlich hat auch wieder Legolas seinen obercoolen Auftritt (ja natürlich ist der CGI, aber wen stört das?) inmitten des ganzen Schlachtgetümmels (in gewisser Weise erwartet man den auch) und ein paar traurige Momente kommen obendrauf. Da sich der ganze Teil fast nur in Erebor, bzw. auf dem Feld davor und in der Stadt Thal abspielt ist auch wieder etwas mehr storytechnische Ruhe eingekehrt: alles findet sein Ende. Richtig Fantasy wird es zwischendurch in Gol Dulgur, wenn zwei unerwartete und besondere Figuren ihr ganzes Können einsetzen müssen, um den Mächten des Bösen zu widerstehen. Auch hier entsteht eine schöne Andeutung auf die Ring-Trilogie, die sich irgendwie gut anfühlt und zumindest bei mir das Gefühl hervorruft, die alte Trilogie unbedingt mal wieder sehen zu müssen.

Rein visuell bietet der dritte Teil des Hobbits natürlich einmal mehr spektakuläre Außenaufnahmen, große Festen (wer baut sowas?) und jede Menge Details. So ist die festung der Zwerge Erbor wieder einmal grandios in Szene gesetzt, aber auch die filigranen Rüstungen der Elben, die grabschlächtigen Waffen der Orks oder die beinahe schon ärmliche Kleidung der Menschen passend und tragen so dazu bei, dass man der Geschichte einfach alles abnimmt was sie einem serviert. Gerade auch das 3D ist in HFR sehr angenehm und lassen den ganzen Streifen ein Stück weit realer wirken, als so manch andere Produktion. Ein großes Plus geht auch an die Schauspieler, die alle sichtlich Spaß an ihren Rollen hatten, hervor zu heben ist hier in meinen Augen Orlando Bloom, der den Elb Legolas Grünblatt (endlich wird er auch al im Film komplett beim Namen genannt!) einmal mehr perfekt spielt, aber auch Richard Armitage als Thorin oder Ian McKellen als Gandalf sind voll dabei. Martin freemann als der titelgebende Hobbit empfinde ich persönlich auch als wesentlich angenehmer als den weinerlichen Frodo. Er ist in gewissen Weise gewitzter, Taffer und vor allem vorausschauender als sein späterer Neffe.

"Die Schlacht der fünf Heere" bietet aber darüber hinaus noch etwas mehr. Nämlich eine kleine Moral, wie sie bei Fantasy-Streifen fast schon üblich ist. Bei der ganzen Besessenheit, die Eichenschild angesichts seines Schatzes überfällt und die damit verbundene Kurzsichtigkeit und der Wahnsinn werden hervorragend dargestellt. Und die Moral? Ist alles Gold der Welt mehr wert als Freundschaft und Zusammenhalt? Natürlich nicht. Denn ansonsten würde die "Schlacht der fünf Heere" auch nicht so verlaufen. Dies wird untermalt von einem passenden, aber weit weniger eingänglichen Soundtrack. Howard Shore, den in den letzten Jahren immer wieder genau den Nerv in gewissen Szenen traf (ich erinnere nur an das großartige Stück "Feast Of Starlight", welches mir aus dem zweiten Teil ganz groß im Gedächtnis blieb), konnte hier in meinen Ohren leider nicht vollends überzeugen. Klar, altbekannte Themen sind da und werden aufgegriffen, aber mir fehlt hier in gewsisser Weise das Epische, dass die letzten Filme so groß machte. Aber an seine wahrhaftig großartige Leistung in "Herr der Ringe" kam er im Hobbit bisher noch nie ran.

Wenn man nun alles zusammen betrachtet, hat man mit "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere" gerade auch in 3D einen wirklich tollen Abenteuer-Fantasy-Action-Streifen, der nicht ganz an den ersten Teil heranreicht und dem zweiten das Wasser nicht reichen kann. Der zweite Teil wird somit für alle Zeiten mein Favorit der Hobbit-Trilogie sein, gerade auch weil er mehr Fantasy ist als die anderen beiden Teile. Insgesamt aber ein großartiges, schönes, beeindruckendes und vor allem technisch wie austatterisch großes Werk, was Regisseur Peter Jackson da wieder geschaffen hat. Man sich über eines im Klaren sein: "Der Hobbit" hat eben nicht die Fülle des "Herr der Ringe". Es ist ein Kinderbuch. Es hat knapp 400 Seiten. Der "Herr der Ringe" hat ca. 1.300 Seiten. Da muss man improvisieren können, um 3 Filme daraus machen zu können. Das hat Peter Jackson hinbekommen. Er hat alles aus dem "Hobbit" rausgeholt was ging. Es ist alles dabei was aus dem Buch wichtig ist. Sogar noch ein wenig mehr um mit dem Filmen einen Bogen zum "Herr der Ringe" schlagen zu können. Denn das Ende und vor allem die allerletzte Szene transportiert dann eine dermaßen heimeliche Stimmung und leitet so überaus genial und geschickt zu der "Herr der Ringe"-Trilogie über, dass es eine wahre Freude ist. Dennoch ist es weit weiger weinerlich als das Ende seiner Vorbild-Trilogie und "Die Rückkehr des Königs". Hier ist trotz einer ruhig auslaufenden Geschichte weit weniger Ende am Ende.

Aber ist es nun tatsächlich vorbei? Kommt da nichts mehr? Doch. Im kommenden Jahr wird wieder eine "Special Extended Edition" die Reise in Mittelerde verlängern und schon im Kino brannte die Diskussion auf, was denn da wohl erweitert werden würde. Man sieht, so ganz weg will wohl keiner von dort.

7,5/10

Von WARNER BROS. erschienen die 3 Teile in einer stark limitierten Edition, welche die Kinofassungen und die Extended Versions in 4K Ultra-HD beinhalten.


Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Poster/Artwork: Warner Bros/New Line Cinema

Sonntag, 24. November 2013

The Lord Of The Rings: The Return Of The King - Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Extended Edition) (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0167260/

Während Mittelerde sich noch von den letzten Angriffen Saurons erholt, macht sich bereits neues Unheil breit. Saurons Armee marschiert gen Minas Tirith, der Hauptstadt Gondors, dessen wahrer König Aragorn (Viggo Mortensen) ist. Dieser muss all seinen Mut und seine ganze Kraft zusammen nehmen, um diesen letzten großen Angriff stand zu halten. Gleichzeitig muss auch Sauron von den Ereignissen am und im Schicksalsberg abgelenkt werden, wo sich Frodo (Elijah Wood) und Sam (Sean Astin) kurz vor der Erfüllung ihrer Mission befinden, den Einen Ring zu zerstören. Also sammeln sich die Gefährten zu einer letzten großen Schlacht, während Frodo den schwersten Gang der gesamten Reise antritt, denn die Macht des Ringes hat schon längst von ihm Besitz ergriffen. Am Ende steht der Untergang Mittelerdes – oder ein neuer Anfang.

Der dritte und letzte Teil der geradezu epischen Saga um den einen Ring, mit dem man Mittelerde beherrscht. Genau wie die beiden Vorgänger bietet der Film viele mitreißende Momente, beeindruckende Landschaften, gute schauspielerische Leistungen, einen bombastischen Soundtrack und natürlich unglaubliche Schlachten mit gerade noch genügend filmischer Tiefe, um die Trilogie zu einem grandiosen Ende zu führen. Klar gibt es wieder Auslassungen im Vergleich zum Buch und wieder wurden Szenen hinzugedichtet und mir persönlichfehlt der Auftritt Tom Bombadils auch in diesem Teil, aber alles in allem ist es doch ein Film, den man sich immer wieder ansehen kann, der einen immer wieder gut unterhält und der vor allem in den letzten Szenen genügend gefühlsduselige Szenen bietet, damit man Mittelerde auch ja vermisst.

Die Extended Version oder erweiterte Fasung bietet mehr als 47 Minuten neues Fillmmaterial, welches folgender Schnittbericht gut zusammenfasst. Schnittbericht Teil 1/Schnittbericht Teil 2. Hier ist besonders der Tod Sarumans, der in der Kinofassung gänzlich gefehlt hat, interessant. Übrige Szenen sind geringe Handlungserweiterungen, und ein paar Gags zwischen Gimli und Legolas, mehr Dialog, aber auch tiefere Einblicke in manche Abenteuer, wie etwa der Suche nach dem König der Toten oder der Kampf Gandalfs gegend en Hexenkönig von Angmar. Darüber hinaus gibt es ein paar Gealtschnitte in den Schlachten, die auch für eine höhere Einstufung des Films gesorgt haben. So sieht man, wie Gothmog, der Anführer der Orks, auf dem Schlachtfeld zerhackt wird, oder wie der Sauron's Herold vor die schwarzen Tore tritt, um den Untergang der Welt zu verkünden. Diese Extended Version lohnt sich also durchaus.

Natürlich zieht man unweigerlich Vergleiche zu den beiden Vorgängern und gerade im Hinblick auf die herausragende Entwicklung der Figuren in Teil 1 erscheint dieser Teil nicht so sehr gelungen. Natürlich sieht man, wie sich die Charaktere zu dem mausern, die sie später zu sein haben, aber dies geschieht eher zufällig und ist nicht so toll ausgearbeitet. Hauptaugenemerk liegt eindeutig auf den beinahe schon ausufernden Schlachten um Mittelerde.  Die Schlacht um Minas Tirith und auf den Pelennorfeldern ist eine der besten und am besten choreografierten der Filmgeschichte - jedenfalls für mich. So erkennt man auch beim 4. oder 5. Mal schauen immer noch ein wniziges Detail, was einem bisher verborgen war. Auch erwähnenswert ist für mich das Entzünden der Leuchtfeuer von Minas Tirith mit einer der besten Kamerafahrten über die Landschaft und der dazugehörigen Gänsehaut verursachenden Musik.

Aber auch so ist die Rückkehr des Königs packend, mitreißend und spannend erzählt (unabhängig von den zahlreichen Gefechten) - genau wie die Vorgänger auch. Während dem über 3 Stunden langen Filmmaterial taucht man in diese epische Geschichte ein, wird Teil von ihr. Und wenn dann auf einmal der Abspann beginnt, fragt man sich wieso der Film schon wieder vorbei ist. Die Zeit vergeht wie im Flug. Andere Filme von dieser Länge sind zäh und langatmig, nicht doch die "Herr der Ringe"-Filme. Sie sind irgendwie einzigartig. Meiner Meinung nach wird es so ein einzigartiges Filmerlebnis nicht so schnell noch einmal geben und im Moment gibt es auch nichts was sich mit dem "Herr der Ringe" messen könnte. Dafür sorgt wieder einmal auch der passende und mittlerweile bekannte Score von Howard Shore, der akustisch immer den Punkt trifft und genau das vermittelt, was das Gezeigte schon andeutet. Großartig!

Es hieß ""Der Herr der Ringe" könne nie verfilmt werden", doch Peter Jackson hat es geschafft, er hat sich an diese Aufgabe herangewagt und etwas geschaffen, was ohne weiter zu überlegen, den Namen die beste Filmtrilogie der Filmgeschichte verdient hat. Einzigartig. Vielen Dank Peter Jackson und J.R.R Tolkien für dieses epische Meisterwerk!

9/10

Von WARNER BROS. erschienen die 3 Teile in einer stark limitierten Edition, welche die Kinofassungen und die Extended Versions in 4K Ultra-HD beinhalten.

Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Poster/Artwork: Warner Bros/New Line Cinema

Samstag, 28. November 2015

The Hobbit: The Battle Of The Five Armies - Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere (Extended Edition) (2014)

http://www.imdb.com/title/tt2310332/

Als die von Thorin Eichenschild (Richard Armitage) angeführte Zwergen-Truppe ihre Heimat von Smaug (Originalstimme: Benedict Cumberbatch) zurückfordert, entfesselt sie die zerstörerische Kraft des Drachen. Keiner ist mehr sicher vor dem zornigen Ungetüm, das die Seestadt Esgaroth samt Bevölkerung angreift. Ein zermürbender Kampf wird entfacht, der bei allen Beteiligten Spuren hinterlässt. Aber Thorin verweigert den Seestädtern jegliche Hilfe und auch das Gold, das der Drache gestohlen hatte, will er nicht teilen. Hobbit Bilbo (Martin Freeman) versucht, zwischen den Parteien zu vermitteln, doch vergeblich. Thorin hält ihn für einen Verräter und auch Gandalf (Ian McKellen) kann nichts mehr ausrichten. Es wird aufgerüstet und bald stehen sich die Armeen gegenüber – dabei hat bereits eine noch viel dunklere Bedrohung ihr Augenmerk auf den Einsamen Berg gerichtet: Der dunkle Herrscher Sauron kehrt nach Mittelerde zurück und sendet mehrere Legionen Orks in Richtung Erebor. Die Zwerge, Elben und Menschen können ihrer Vernichtung nur entgehen, wenn sie ihre Konflikte außer Acht lassen. Die Schlacht der Fünf Heere beginnt...

Wenn sich das Jahr dem Ende neigt bedeutet das für den Filmfan in den letzten Jahren nur eines: Sichtung der "Extended Version" des neuen (und nun vorerst auch letzten) Abenteuers in Mittelerde. "Die Schlacht der fünf Heere" war in der Kinofassung - und das kann man ehrlich zugeben - der schlechteste Teil beider Trilogien (Der Hobbit/Der Herr der Ringe). Mit einer Wertung von 7,5/10 ist das - wie so oft - Jammern auf hohem Niveau. Die neue erweiterte Fassung verlängert den mit ursprünglich 144 Minuten stattlichen dritten Teil um 20 Minuten auf 164 Minuten. Wie so oft wird der Film dadurch aber auch nicht wesentlich besser, bietet aber hier und da Platz für eine handvoll sinnvolle Erweiterungen und stopft sogar einige Logiklöcher, die in der Kinofassung vielleicht nicht unbedingt auffielen, aber doch für fragende Gesichter sorgten.

Die größten und längsten Erweiterungen gönnt Regisseur Peter Jackson jedoch wieder einmal der gigantischen Schlacht am Ende. So gibt es hier enige neue Szenen mit den Zwergen und endlich wird auch erklärt, wie die 6 so schnell zum Rabenberg kommen. Darunter gibt es einige sehr geniale und gleichzeitig auch witzige Szenen, beispielsweise in der Zwerg Bofur (James Nesbitt) die Kontrolle über den Keulenschwingenden Troll übernimmt und so mal eben das halbe Schlachtfeld aufräumt, indem er einfach ein paar der umherlaufenen Orks zu Tode knüppelt und zu blutigem Brei zermalmt. Gleichzeitig erklärt dies auch das Erscheinen eben diesen Trolls am Ende, denn Legolas benötigt ihn ja dringend um Tauriel zu Hilfe zu eilen. In der Kinofassung war nicht ganz kar woher der Troll so plötzlich kam, sonderlich gestört hat einen dieses jähe Auftauchen aber auch nicht.



Und nicht nur in diesen Szenen merkt man, dass auch am Gewaltgrad, bzw. an den Schlachtszenen geschraubt wurde, die eine FSK 12 reichlich fragwürdig erscheinen lassen. Da werden plötzlich reihenweise Orks blutigst enthauptet, Beine abgerissen (ein Ork "humpelt" sogar noch auf seinen Stümpfen durchs Bild) und Schädel gespalten. Das ist - für die Schalchtszenerie ein großer Gewinn, denn - wenn man ehrlich ist - war dieser in der Kinofassung zwar rauh, aber nicht so schön durchzogen vom Geiste der Schlachten in "Die Rückkehr des Königs". Auch wird hier endlich der Titel des Films erklärt. Denn in der Kinofassung zählt man - selbst mit Mühe - nur vier Heere.



Doch wo Licht ist ist auch Schatten, das wissen eben nicht nur Zauberer und Elben. Denn obwohl es einige sinnvolle Erweiterungen gibt, so wird man das Gefühl nicht los, dass da eben noch mehr drin gewesen wäre. Beispielsweise hat auch Beorn (Mikael Persbrandt) noch einen großen Auftritt in der Schlacht. Dieser ist aber so kurz und im Grunde überflüssig, dass man ihn auch hätte gleich weglassen können. Auch die Coolness von Legolas wurde unnötigerweise aufgewertet. Hatte er in der Kinofassung schon einen übermenschlich coolen Auftritt, indem er die fallenden Steinbrocken hinaufhechtete, um Bolg (John Tui) endlich en Garaus zu machen, so darf er sich hier, kopfüber an einer Fledermaus hängend an noch einer weiteren Orkmeute austoben. Das ist sicherlich auch nett anzusehen, gleichzeitig aber auch zu übertrieben.



So hofft man dann auf einige weitere Erweiterungen am Ende, jedoch macht sich alsbald Ernüchterung breit, denn diese wollen - bis auf die Aufbahrung und Abschiednahme der verstorbenen Zwerge - einfach nicht kommen. So ist immer noch unklar, wann Bilbo die Schatztruhe holte, die in "Eine unerwartete Reise" in der Trollhöhle vergraben wurde, noch wird erklärt, was mit Tauriel geschah. Immerhin bekommt man das erhoffte Ableben Alfrids (Ryan Gage) serviert, welches so herrlich blöd ist, dass man mindestens schmuneln muss und es damit schon wohlwollend verzeiht. Auch die Frage, warum Gandalfs (Ian McKellen) Zauberstab immer mal wieder herumgewirbelt werden muss wird mit einem Augenzwinkern beantwortet. So macht der Extended Cut den dritten Teil insgesamt betrachtet ein wenig sehenswerter als die Kinofassung, lässt ihn aber immer noch auf dem letzten Platz in der Gesamtwertung für alle 6 Filme verweilen.

Man merkt beim "Hobbit" recht deutlich, dass Peter Jackson nur aus der Not heraus auf dem Regiestuhl Platz nahm. Die Detailverliebtheit, die man von ihm aus seiner "Herr der Ringe"-Trilogie kannte ist weitesgehend gewichen. Sicher sind die Schauplätze immer noch schön anzusehen und hervorragend gestaltet, allerdings liegt dies weniger an der Arbeit der Maske, vielmehr an der der Computerzauberer. Und das ist etwas schade, denn gerade beim "Herrn der Ringe" gab es immer wieder das eine oder andere Detail zu entdecken und gerade die Effekte mit den "Bigatures" (scherzhaft so von der Weta-Crew getauft, weil die Modelle doppelt so groß waren wie man sie urspünglich für Filme verwendete - zumindest zur Zeit der Produktion von "Der Herr der Ringe") waren zwar sichtbar, aber auch irgendwie beeindruckend. Hier kommt dies alles - und man kann durchaus sagen fast ausnahmslos - aus dem Computer. Selbstredend sieht das auch besser aus. Allerdings lässt es auch einen gewissen Charme vermissen.

Und was bleibt nun beim finalen Teil vom "Hobbit" übrig? Ein zumindest noch netter Blockbuster mit guter Action und Schauwerten aber so einigen "Muss das jetzt sein?"-Momenten. Es bleibt ein Rätsel, wie man es schafft ein so kleines Buch auf so lange Spielzeit zu strecken und trotzdem ein völlig hektisches Pacing hat. Für nichts wird sich Zeit gelassen, stattdessen ist der Film vollgepumpt mit unnötigen Szenen. Man hätte sich auf das Wesentliche reduzieren sollen. Wirklich nur die Geschichte des kleinen Hobbits erzählen in etwa 2 zweistündigen Filmen. Dann hätte man ziemlich sicher 2 gut unterhaltende locker leichte Filme als kleines Abenteuer verpackt gehabt. Stattdessen hat man 8 Stunden ohne Bindung zu den Charakteren (wer kann schon alle dreizehn Zwerge beim Namen nennen, geschweige denn diese auseinanderhalten?) und eine aufgeblähte Geschichte mit künstlicher aber nie beim Zuschauer ankommende 'Epicness'. Was in den letzten Zeilen so komplett negativ klingt ist einfach die große Enttäuschung, dass der "Hobbit" einfach so viel falsch gemacht hat. Objektiv betrachtet sind die Filme natürlich immer noch sehr gut gemachte Blockbuster, welche aber sicher irgendwo in der großen Masse untergehen werden.

Eben nicht so wie die grandiosen Verfilmungen der Ring-Trilogie.

8/10

Von WARNER BROS. erschienen die 3 Teile in einer stark limitierten Edition, welche die Kinofassungen und die Extended Versions in 4K Ultra-HD beinhalten.


Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Poster/Artwork: Warner Bros/New Line Cinema
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Donnerstag, 3. Oktober 2024

The Lord Of The Rings: The Rings Of Power - Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht, Season 02 (2024)

https://www.imdb.com/title/tt7631058/

Tausende Jahre, bevor Bilbo Beutlin den Einen Ring findet und sein Neffe Frodo ihn schließlich in den Feuern des Schicksalsberges vernichtet, herrscht im Zweiten Zeitalter von Mittelerde größtenteils Frieden. Der gottgleiche Morgoth wurde besiegt, sein Diener Sauron ist verschwunden. Tapfere Kriegerinnen und Krieger wie die junge Elbin Galadriel (Morfydd Clark) haben den letzten Überbleibseln ihrer finsteren Herrschaft den Kampf angesagt. Doch auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen: Das Böse wurde nicht endgültig vernichtet. Während Königreiche wie die Insel Númenor aufblühen, erstarkt auch Sauron von Neuem und hegt bald einen heimtückischen Plan, wie er die Welt erneut in Dunkelheit stürzen kann: Mit dem Schmieden der Ringe der Macht will er die freien Völker von Mittelerde ein für alle Mal unter seine Kontrolle bringen...

https://www.imdb.com/title/tt13580784/
2.1 Elbenkönige hoch im Licht (Elven Kings Under The Sky)
Ein Rückblick in die Zeit kurz nach Morgoths Niederlage zeigt Sauron, der sich in Forodwaith zum neuen dunklen Herrscher erklärt und seine Pläne erläutert; zum Unmut der Orks, da sie in großer Zahl sterben würden. Bei der anschließenden Krönung fällt jedoch sein Stellvertreter Adar ihm in den Rücken und ersticht ihn mit der Krone, ehe die Orks über ihn herfallen und sein Körper sich gewaltsam auflöst. Über Tiere im Berg, eine Reisende und eine Gruppe Südländer sammelt Sauron wieder Kraft und nimmt die Gestalt des Menschen Halbrand an, in der er später Galadriel trifft. In der Gegenwart versucht Galadriel, Elrond auf dem Weg nach Lindon die Ringe der Elben abzunehmen. In Lindon berichtet sie Gil-galad und dem sichtlich enttäuschten Elrond von Halbrands wahrer Identität als Sauron. Dennoch befindet Gil-galad, dass die Ringe ihre einzige Chance seien. Elrond weigert sich aber, die Ringe herauszugeben, und springt einen Wasserfall hinunter. Er sucht bei den Grauen Anfurten den Schiffbauer und ältesten Elben Círdan auf, der letztlich Elronds Ansicht respektiert und plant, die Ringe in einer Meeresspalte zu zerstören. Auch lässt Gil-galad einen Boten mit der Nachricht von Halbrands wahrer Identität an Celebrimbor entsenden. Halbrand liefert sich in Mordor den Orks aus und verhandelt mit Adar um die Freiheit der Südländer, im Gegenzug dafür, dass er Wissen um Saurons Aufenthaltsort habe, wird aber in Ketten gelegt. Später entscheidet sich Adar, ihn wieder freizulassen, lässt ihn jedoch beobachten. Nori und der Fremde sind weiterhin nach Rhûn unterwegs, wo unerwartet Magsi auftaucht, die ihnen nachgereist ist. In Lindon fallen derweil auch die letzten Blätter des Großen Baums und die Elben sehen ihrer Abreise entgegen. Wider Erwarten kehrt im selben Moment Círdan mit den Ringen zurück, wobei er, Gil-galad und Galadriel jeweils einen Ring annehmen, durch deren Kraft der Große Baum wieder prächtig erblüht. In Eregion wird Celebrimbor von der Ankunft eines Botschafters berichtet; es ist nicht der Elbenbote, sondern Halbrand. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt27580486/
2.2 Wo die Sterne fremd sind (Where The Stars Are Strange)
Khazad-dûm wird infolge von Erdbeben - verursacht durch den Vulkanausbruch in Mordor - vom Licht abgeschnitten. Durch den Verlust seines Titels und den daraus folgenden sozialen Abstieg hat Durin IV. mit neuen Sorgen zu kämpfen. Disa gelingt es weder ihren Mann noch seinen Vater zum Einlenken in ihrem Streit zu bewegen. Der Elbenbote hat Eregion nicht lebend erreicht. Sauron schafft es, nachdem er einige Tage in der Gestalt von Halbrand an den Toren von Eregion ausgeharrt hat, durch seine manipulative Rhetorik von Celembrimbor eingelassen zu werden. Als dieser erschrocken auf den Vorschlag reagiert, auch Ringe für Zwerge und Menschen zu fertigen, gibt Sauron vor, ein Gesandter der Valar mit dem Namen Annatar zu sein und nimmt eine elbenähnliche Gestalt an. So gewinnt er das Vertrauen Celembrimbors. Elrond sieht die Ringe weiterhin als große Gefahr. Círdan versucht, ihn davon zu überzeugen, dass sie in den Händen der Elben auch Gutes bewirken können. In Rhûn zeigt sich ein dunkler Zauberer enttäuscht, dass es den drei Gestalten nicht gelungen ist, den Fremden zu besiegen. Er beauftragt daraufhin eine Gruppe Reiter, die ihren Angriff stattdessen auf die Halblinge konzentrieren wollen. Als die Reiter und die drei Freunde an einem Brunnen aufeinandertreffen, entfesselt der Fremde mithilfe eines Stabs einen Sandsturm, durch den jedoch Nori und Magsi davongeweht werden. Da Lindon keine Antwort von Celebrimbor erreicht hat, gestattet Gil-galad Galadriel, mit einer Gefolgschaft nach Eregion zu reisen, deren Führung allerdings Elrond übernimmt. Durin IV. und Disa erhalten derweil eine Einladung von Celebrimbor nach Eregion. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt27580490/
2.3 Der Adler und das Zepter (The Eagle And The Sceptre)
In Númenor wird der verstorbene König Tar-Palantir bestattet, wobei die Differenzen zwischen den Númenorern größer werden. Míriel wird weiterhin von Elendil unterstützt, aber wegen den vielen Toten in der Schlacht in Mittelerde und ihrer Blindheit von vielen infrage gestellt. Ihre Gegenspieler sind Pharazôn, Kemen und auch Eärien, die die Königin-Regentin für den vermeintlichen Tod Isildurs verantwortlich macht. Celebrimbor beschließt unter Saurons Einfluss, dem Hohen König nichts von den weiteren Ringen zu berichten, sondern schreibt diesem stattdessen, dass er die Schmiede stilllegen werde. Als Durin IV. und Disa von den Ringen für die Zwerge erfahren, bitten sie um Bedenkzeit; ersterer trägt die Idee darauf seinem Vater vor und entschuldigt sich für sein früheres Verhalten. In Mordor schließt sich der Hügeltroll Damrod der Armee Adars an. Das Pferd Berek befreit seinen Besitzer Isildur, der von einer Riesenspinne gefangen wurde. Isildur trifft auf die junge Frau Estrid, ohne zu wissen, dass sie Adars Zeichen trägt. Sie werden überfallen, aber von Arondir gerettet. Alle drei begeben sich in die Kolonie Pelargir und wohnen der Feuerbestattung Bronwyns bei, die ihren Wunden erlag. Theo will mit Arondir nichts mehr zu tun haben, hilft aber Isildur, im nahegelegenen Wald die Männer aufzuspüren, die Berek mitgenommen haben. Beim folgenden Kampf wird Theo von Unbekannten verschleppt. Als Eärien in Númenor kurz vor Míriels Krönung berichtet, dass die Regentin den Palantír nutzt, kommt es zu Unruhen. Unterbrochen werden diese durch die Ankunft eines Großen Adler Manwës, die von der Mehrheit der Anwesenden als Zeichen gedeutet wird, dass Pharazôn regieren sollte. In Eregion überreicht Durin III. persönlich Celebrimbor das benötigte Mithril. Es ist jedoch Sauron, der dieses in den Schmelztiegel gibt. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt27580491/
2.4 Der Älteste (Eldest)
In Rhûn stößt der Fremde bei seiner Suche nach Nori und Magsi auf den mysteriösen Tom Bombadil, welcher ihn bei sich aufnimmt. Bombadil erzählt ihm, dass auch ein anderer Istari, der dunkle Zauberer, einst Rat bei ihm gesucht habe. Nun beherrsche er einen Großteil Rhûns und strebe nach noch mehr Macht. Es sei die Aufgabe des Fremden, zu verhindern, dass der dunkle Zauberer sich mit Sauron verbünde. Nori und Magsi finden eine Siedlung der Starren, einem anderen Stamm der Halblinge, werden aber von deren Führerin Gundabale Earthauler mit Skepsis betrachtet. Dies ändert sich, als sie herausfindet, dass Sadoc, der Anführer der Harfüße, von einem Starren abstammt, der einst loszog, um das Sûzat zu finden. Die Gruppe um Elrond und Galadriel muss auf dem Weg nach Eregion wegen einer zerstörten Brücke einen Umweg durch die Hügelgräberhöhen nehmen, wo sie von Grabunholden angegriffen werden. Arondir und Isildur finden heraus, dass Estrid zu den wilden Menschen gehört. Als sie in einem Moor von einem Riesenwurm angegriffen werden, rettet Estrid ihnen das Leben und gewinnt so ihr Vertrauen zurück. Theo wurde von Ents entführt, die wegen des zerstörerischen Verhaltens der Orks sehr wütend sind. Als Arondir der Entfrau Winterblüte das Versprechen gibt, den Wald in Ruhe zu lassen und künftig für seine Erhaltung zu sorgen, wird Theo freigelassen. Arondir beschließt, sich auf die Suche nach Adar zu machen. Die Elben kommen auf ihrem Weg nach Eregion Adars Armee auf die Spur und werden von Orks entdeckt. Um ihre Freunde und den Ring zu schützen, gibt Galadriel diesen an Elrond und kämpft alleine gegen die Orks, während sich die anderen auf den Weg zurück nach Lindon machen. Sie wird schließlich von Adar überwältigt. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt27580494/
2.5 Hallen aus Stein (Halls Of Stone)
Geleitet von seinem neuen Ring lässt Durin III. in Khazad-dûm Löcher in Wände schlagen, wodurch die Zwerge wieder Zugänge zum Licht erhalten. Als Dank für die Ringe präsentiert der Zwerg Narvi Celebrimbor in Eregion das neue Westtor als Eingang für die Elben nach Khazad-dûm. Als Celebrimbor sich weigert, neun Ringe für die Menschen zu schmieden, kündigt Annatar an, es selbst zu tun. In Númenor lässt Pharazôn die Seewacht, die weiterhin Miriel anhängt, auflösen und ihre Mitglieder ihre Waffen abgeben. Zwischen Elendil und Eärien wird das Verhältnis dadurch schlechter. Durin III. will den anderen sechs Zwergenherrschern ihre Ringe nur geben, wenn ihm die Hälfte der mit ihrer Hilfe gefundenen Schätze abgetreten wird. Im Widerspruch zu seinen bisherigen Anordnungen lässt er tiefer im Berg nach Gold graben, obgleich Disa ein Ungeheuer in den Tiefen des Berges gehört hat. Beim Schmieden der weiteren Ringe gerät Celebrimbors Protegé Mirdania unabsichtlich kurzzeitig in die Unsichtbare Welt und berichtet, in der Schmiede ein schreckliches Wesen aus Feuer gesehen zu haben. Annatar behauptet, dies wäre die wahre Gestalt Celebrimbors gewesen. Kurz darauf trifft Durin IV. in Eregion ein und berichtet dem Elbenschmied von den Veränderungen seines Vaters, die, wie er glaubt, durch den Ring verschuldet sind, was Celebrimbor aber zurückweist. Während einer nächtlichen Zeremonie beim ältesten Schrein Númenors kommt es zu einem Konflikt, als Kemen diesen einreißen lassen will. Kemen tötet im folgenden Kampf Isildurs Freund Valandil und lässt Elendil als Anführer des Aufstands einsperren. Durin IV. warnt seinen Vater vor dem Einfluss der Ringe, dieser will ihn jedoch an seiner Seite und gibt ihm seinen Titel als Prinz zurück. Durin IV. verspricht seiner Frau, niemals einen der Ringe zu tragen. Annatar kann Celebrimbor davon überzeugen, dass seine Lüge gegenüber Gil-galad negativen Einfluss auf die Zwergenringe gehabt habe. Er bringt ihn dazu, zu versuchen, diesen Fehler mit dem Ringen für die Menschen wiedergutzumachen. Parallel steht Adars Armee kurz vor Eregion, wobei Adar Galadriel als Verbündete gegen Sauron gewinnen will. In Lindon eingetroffen, bittet Elrond Gil-galad, der ebenfalls von Visionen des Rings geplagt wird, um die Entsendung der Armee nach Eregion. Jener erwidert aber, dass sie nicht alleine sowohl Sauron als auch Adar bezwingen können. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt27580495/
2.6 Wo ist er? (Where is He?)
Arondir tötet auf der Suche nach Adar mehrere desertierte Orks und findet in ihrem Besitz eine Karte mit Angaben zu Eregion. Dort zeigt sich Celebrimbor inzwischen erschöpft und verwirrt. Das Schmieden der Ringe der Menschen verzögert sich zudem, da aufgrund bisheriger Misserfolge das Mithril aufgebraucht ist. Annatar verspricht, sich darum zu kümmern, ernennt sich zum Stellvertreter Celebrimbors und lässt verlauten, dass dieser nicht gestört werden will. Als ein toter elbischer Soldat gefunden wird, in dessen Oberkörper auf der Schwarzen Sprache „Wo ist er?“ geritzt wurde, lässt Annatar dies vertuschen. Zeitgleich erklärt Adar Galadriel, er wisse von Saurons Aufenthalt in Eregion und dessen Scheinidentität Halbrand sowie von den Ringen der Elben. Auch zeigt er ihr Morgoths Krone und bemerkt, dass diese mitsamt den Elbenringen Sauron endgültig vernichten könne. Galadriel nimmt Adars Angebot an und erklärt im Gegenzug, dass Elrond mit einer Armee unterwegs sei und ihren Ring Nenya mit sich führe. In Númenor erwartet Elendil die Todesstrafe, wenn er Ar-Pharazôn nicht die Treue schwört. Als Elendil sich weigert, schlägt Ar-Pharazôns Unterstützer Fürst Belzagar das Urteil durch die Valar vor, bei dem der Beschuldigte dem Seewurm zum Fraß vorgeworfen wird und sein Überleben seine Unschuld beweisen würde. Bei der Vollstreckung des Urteils erscheint Míriel, begibt sich an Elendils Stelle ins Meer und überlebt tatsächlich. Daraufhin wird sie von Elendil zur Königin ernannt. Ar-Pharazôn wagt daraufhin einen Blick in den Palantír und erblickt in einer Vision Sauron. In Khazad-dûm zeigt Durin III. durch den Ring ein immer bedenklicher werdendes Verhalten, wodurch Durin IV. und Disa sich allmählich gegen ihn stellen. Durin III. lehnt vorerst ab, Annatar mehr Mithril zu geben und kündigt gegenüber seinem Sohn an, wegen der durch den Krieg erhöhten Nachfrage den Preis dafür zukünftig selbst zu bestimmen. Im fernen Rhûn entscheiden sich Nori und Magsi für den Kampf. Der Fremde hat eine Vision vom Tod seiner Freunde und wird von Tom Bombadil vor die Wahl gestellt: Nori und Magsi zu retten oder seinen Stab zu finden und sich seinem Schicksal zu stellen. Adar präsentiert Galadriel derweil seine aufgestellte Armee vor Eregion; diese erkennt, dass Adar im Begriff ist, auf einen Köder Saurons hereinzufallen. Der Anführer der Orks zeigt sich jedoch siegessicher und überzeugt vom baldigen Untergang Eregions und Saurons und lässt Galadriel wieder einsperren. Als Celebrimbor, irritiert vom Lärm der Panik, die der bevorstehende Angriff der Orks in der Stadt verursacht, seine Werkstatt verlässt, lässt Annatar ihn die Illusion eines friedlichen und paradiesischen Eregion erleben. Während dieser übergibt Annatar Celebrimbor eine Phiole mit Mithrilpulver und Feanors Hammer, womit Celebrimbor die Ringe der Menschen schmieden soll. Kurz nachdem Celebrimbor ins Gebäude zurückgekehrt ist, eröffnet Adars Armee mit Katapulten das Feuer. - 7,5/10

https://www.imdb.com/title/tt27580496/
2.7 Ewig dem Tode verfallen (Doomed To Die) Während die Orks mit ihren Belagerungsmaschinen Eregion unter Beschuss nehmen, erklärt Annatar Mirdania und den anderen Elben, dass Celebrimbor nicht mehr bei Verstand sei und er nun selbst die Verteidigung übernimmt. Wenig später stauen die Orks das Wasser des Glanduin mit Felsen und greifen über das ausgetrocknete Flussbett die Stadt an. Kurz vor der Fertigstellung der Neun durchschaut Celebrimbor Annatars Täuschung, der sich daraufhin als Sauron zu erkennen gibt. Das angebliche Mithril-Erz von Narvi entpuppt sich dabei als Saurons eigenes Blut. Die anderen Elben schenken Celebrimbor keinen Glauben. Sauron bewirkt, dass Mirdania scheinbar durch einen Stoß Celebrimbors von der Stadtmauer fällt und von einem Ork getötet wird, woraufhin Celebrimbor in der Schmiede angekettet wird. Elrond kann Durin IV. überzeugen, ein Zwergen-Heer zur Verteidigung Eregions zu versammeln. Doch als Durin III. in seiner Gier andere Zwerge angreift, um in der Mine weitergraben zu können, muss sein Sohn diesen Plan fallen lassen. Kurze Zeit später trifft das Elbenheer unter Führung von Elrond und Gil-galad vor Eregion ein. Ardar verlangt die Herausgabe von Nenya im Tausch für Galadriels Leben. Elrond weigert sich und verabschiedet sich mit einem Kuss von Galadriel, gibt ihr aber insgeheim die Brosche seines Umhangs, womit sie sich im Verlauf der Schlacht befreien kann. Bei der Flucht aus Adars Lager wird Galadriel von Arondir gerettet und überzeugt ihn, an der Seite der Elben zu kämpfen. Celebrimbor stellt die Neun fertig, versucht dann jedoch erfolglos, diese zu vernichten. Um sich seiner Fesseln entledigen zu können, trennt er sich einen Daumen ab. Galadriel ist unterdessen durch einen Zwergengang in die Stadt geschlichen und kann die Wachen überzeugen, dass Celebrimbor die Wahrheit spricht. Dieser gibt Galadriel die Neun und fordert sie auf, die Stadt zu verlassen. Er konfrontiert gemeinsam mit den Wachen Sauron in der Schmiede, der diese jedoch mühelos überwältigt. Derweil leisten die Elben unter Elronds Führung erbitterten Widerstand gegen die Orks, die mithilfe eines Belagerungsgeräts und Damrods versuchen, die Stadtmauer zu zerstören. Es gelingt ihnen, den Troll zu töten, aber da die Zwerge nicht eintreffen, sind die Elben deutlich in der Unterzahl und verlieren die Schlacht. Adar tötet Arondir und nimmt Elrond Nenya ab. Die Orks durchbrechen schließlich die Mauer und fallen in Eregion ein. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt27580497/
2.8 Schatten und Flammen (Shadow And Flame)
In Khazad-dûm folgt Durin IV. seinem Vater in die Tiefe, bis sie sich dem erwachten Balrog gegenüber sehen. Im Angesicht der Gefahr findet Durin III. wieder zu Sinnen, als sein Ring von ihm abfällt, und opfert sich, indem er sich der Bestie entgegen stürzt. Durch das Opfer des Königs wird der Balrog wieder in der Tiefe eingesperrt. In Numenor werden die Getreuen verbannt, sodass Elendil, der vorher von Míriel das Schwert Narsil erhält, den Ort verlässt. Miriel wird in Fesseln vor Ar-Pharazon geführt, der sie im Bunde mit Sauron glaubt. In Pelargir trifft unerwartet Kemen ein, der die Kolonie, die von nun an Holzabgaben leisten soll, zu einer Festung der Númenorer erklärt. Mit dem Schiff der Delegation kehrt Isildur mit Estrid in seine Heimat zurück. In Rhûn kommt es derweil zum Treffen der beiden Istari, bei dem der Dunkle Zauberer die Siedlung der Starren verwüstet und den Fremden bittet, ihn aufzusuchen, wenn er sich besonnen habe. Die Starren müssen daraufhin ihre Heimat verlassen und werden für ihre Wanderung von Magsi und Nori begleitet. Nach dem Abschied von letzterer findet der Fremde seinen Stab. In der Schmiede Eregions quält und tötet Sauron Celebrimbor, während die Orks die Stadt verwüsten. Die Zwerge kommen, ohne Durin, wider Erwarten in der Zwischenzeit an und helfen überlebende Elben zu retten, Eregion ist trotzdem verloren. Galadriel lässt sich zu Adar führen, der ihr ihren Ring zurückgibt. Kurz darauf wird er von den Orks hintergangen und getötet wie einst Sauron. Dieser erscheint, übernimmt die Kommandogewalt über die Orks, kämpft gegen Galadriel und verletzt sie mit Morgoths Krone, scheitert jedoch erneut, sie zu überzeugen. Obwohl er die Neun an sich bringen kann, entzieht sich Galadriel ihm, indem sie sich in die Tiefe stürzt. Elrond und Gil-galad gelingt es kurz darauf, sie durch Gil-galads Ring sowie Nenya wieder zu heilen. Später betrauern die Zwerge ihren gefallenen König, wobei Narvi gegenüber Durin IV. anmerkt, auch dessen Bruder erhebe Anspruch auf den nun freien Thron. Der Fremde spricht ein weiteres Mal mit Tom Bombadil und erwähnt erstmals seinen Namen: Gandalf. Im Bruchtal, in dem sich die überlebenden Elben zurückgezogen haben, kommt Galadriel in Anwesenheit Gil-galads, Elronds und Arondirs wieder zu sich. Die Elben richten sich zudem auf den anrückenden Krieg mit Sauron ein, der in der Zwischenzeit Feanors Hammer an sich nimmt. - 8,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: amazon Video
Poster/Artwork
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