http://www.imdb.com/title/tt0440803/
Auf dem Heimweg von einer Hochzeitsfeier überfahren der Fotograf Tun und seine Freundin Jane auf einer finsteren, ausgestorbenen Straße versehentlich eine junge Frau. Nicht sicher was sie tun sollen, schlägt Tun vor, sich aus dem Staub zu machen. Wenige Tage später bemerkt Tun, dass die Fotos seines jüngsten Auftrags durch Lichtstreifen und die geisterhafte Anwesenheit des toten Mädchens entstellt sind. In einem Versuch, ihr Gewissen zu beruhigen und die offensichtliche Wut eines Geistes zu vertreiben, kehren Jane und Tun zur Unfallstelle zurück: Das Paar steht vor einem Rätsel, als es erfährt, dass es für die fragliche Nacht weder ein Protokoll über einen Todesfall noch einen Leichnam gibt. All die Fotos, die Tun aufgenommen hat, weisen eine diabolische Gegenwart auf. Und was noch schlimmer ist: Er erfährt, dass seine Freunde der Reihe nach Selbstmord begehen...
Ein durch und durch gut kalkulierter Mystery-Thriller aus Thailand. "Shutter" erfindet sicher das Rad nicht neu und genau das ist in diesem Fall
gut so. Es ist ein typischer Horrorfilm nach asiatischer Art und noch dazu ein
wirklich guter. Der Film
beherrscht sein Handwerk, auch wenn er zu viel aus bekannteren Filmen
stiehlt.
Auch wenn mittlerweile die Thematik mit gespenstischen asiatischen Damen
mit nassen schwarzen langen Haaren etwas abgedroschen erscheint, gelingt es den Machern letztlich insbesondere in den Schockszenen immer wieder hervorragend den Kern der menschlichen Angst zu
finden und freizusetzen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die typische
kalte, irgendwie seltsam anmutende Charakterdarstellung, die aber wohl
aus der Andersartigkeit der Kultur und der nicht so recht passen wollenden
deutschen Synchronisation herrührt. Die Jump Scares werden (irgendwie untypisch) desöfteren schon von Weitem angekündigt
(etwa durch fiese Bernhard Herrman-Psycho-Streichinstrumenteinlagen), daher gibt es auch
nicht ganz so viel Gänsehaut, aber die Asiaten wären eben nicht Asiaten, wenn sie in einem Genrefilm,
wissen, welche Hebel umzulegen sind, um trotzdem ein gelungenes, gruseliges Filmerlebnis zu schaffen. Die Atmosphäre stimmt in jeder Einstellung
und die Schauspieler geben ebenfalls eine gute und zufriedenstellende
Leistung ab.
Die sterilen, sehr blassen und farbarmen Bilder geben als Stilelement zudem die genau richtige Note. In der Makrospektive mag die Story dann zwar vorhersehbar sein, doch das Ende
ist dann wieder recht kreativ und die
allerletzte Szene absolut genial und - so könnte man durchaus sagen - typisch asiatisch. Denn auf so etwas Krankes kommen europäische Regisseure
einfach nicht bei Horrorfilmen und die verkitschte
Hollywood-Riege ohnehin nicht. Daher hat "Shutter" eindeutig die Nase vorn. Ja, so etwas haben die Asiaten einfach drauf.
7/10
Donnerstag, 17. September 2015
Magnum Force - Dirty Harry II: Callahan (1973)
http://www.imdb.com/title/tt0070355/
Eine Mordserie hält San Francisco in Atem: Mobster, Zuhälter und selbst hochrangige Mafiamitglieder werden von einem unbekannten Täter in der Aufmachung einer Motorradstreife der Polizei gejagt. Verbrecher, die sich dem juristischen Zugriff der Polizei und Gerichte entziehen, werden von ihm hingerichtet und alle, die zufällig dabei sind, gleich mit. Harry Calahan (Clint Eastwood) sind die Hände gebunden, ist er doch von seinem verhassten Vorgesetzten Briggs (Hal Holbrock) in eine Abteilung versetzt worden, in der er nichts Schlimmes anrichten kann. Dennoch nimmt er die Fährte des Serienkillers auf. Als bei einer dieser Hinrichtungen ein Freund von Calahan erschossen wird, stößt der Chefinspektor auf eine heiße Spur, die ihn direkt in die Befehlszentrale der Mordkommission führt...
Eine Mordserie hält San Francisco in Atem: Mobster, Zuhälter und selbst hochrangige Mafiamitglieder werden von einem unbekannten Täter in der Aufmachung einer Motorradstreife der Polizei gejagt. Verbrecher, die sich dem juristischen Zugriff der Polizei und Gerichte entziehen, werden von ihm hingerichtet und alle, die zufällig dabei sind, gleich mit. Harry Calahan (Clint Eastwood) sind die Hände gebunden, ist er doch von seinem verhassten Vorgesetzten Briggs (Hal Holbrock) in eine Abteilung versetzt worden, in der er nichts Schlimmes anrichten kann. Dennoch nimmt er die Fährte des Serienkillers auf. Als bei einer dieser Hinrichtungen ein Freund von Calahan erschossen wird, stößt der Chefinspektor auf eine heiße Spur, die ihn direkt in die Befehlszentrale der Mordkommission führt...
Sonntag, 13. September 2015
Was nicht passt, wird passend gemacht (2002)
http://www.imdb.com/title/tt0278815/
Eine Baustelle mitten im Pott. Polier Horst, Kalle und Kümmel sind die besten Kumpel. Probleme haben sie eigentlich keine, denn "was nicht passt, wird passend gemacht". Und so eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg stellt ja auch nicht wirklich eine Gefahrenquelle dar. Doch dann kündigt der Architekt überraschend seinen Besuch an, der Besitzer taucht aus dem Nichts auf und ihnen wird auch noch ein Praktikant an die Seite gestellt. Die drei geraten in Bedrängnis. Satire im Ruhrgebietsstil.
Eine richtig gute Komödie aus deutschen Landen mit vielen satirischen Seitenhieben von und mit Peter Thorwarth, der hier, nach "Bang Boom Bang", seinen zweiten Kinofilm präsentiert. Wieder ein Treffer. Der dreiste Spaß reicht zwar nicht an seinen Debütfilm heran, aber die Geschichte macht einfach Laune. Herrlich politisch unkorrekt und doch irgendwie "typisch deutsch". Die Figuren besitzen Charme und die Besetzung überzeugt. Neben Ralf Richter, Willi Thomczyk, Hilmi Sözer und Alexandra Maria Lara überzeugt vor allem Dietmar Bär, der in der Rolle des Bauunternehmers Wiesenkamp in grosse Fußstapfen treten musste. Schließlich spielte der inzwischen verstorbene Diether Krebs diese Rolle in dem ursprünglichen Kurzfilm. Doch Dietmar Bär macht seinen Job hervorragend.
Zahlreiche Gastauftritte machen das Ganze zu einem besonderen Schmankerl. Unter anderem sind Markus Knüfken, Heinrich Schafmeister, Stefan Jürgens und Uwe Lyko alias Herbert Knebel zu entdecken. Lediglich das zu surreale Ende nimmt gibt einen faden Beigeschmack. Trotzdem ein charmanter Spaß dem man sich nur schwer entziehen kann.
7/10
Als Teil der "Unna Trilogie" erschien der Film in einer schicken 4-Disc Deluxe Edition von TURBINE Medien.
Eine Baustelle mitten im Pott. Polier Horst, Kalle und Kümmel sind die besten Kumpel. Probleme haben sie eigentlich keine, denn "was nicht passt, wird passend gemacht". Und so eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg stellt ja auch nicht wirklich eine Gefahrenquelle dar. Doch dann kündigt der Architekt überraschend seinen Besuch an, der Besitzer taucht aus dem Nichts auf und ihnen wird auch noch ein Praktikant an die Seite gestellt. Die drei geraten in Bedrängnis. Satire im Ruhrgebietsstil.
Eine richtig gute Komödie aus deutschen Landen mit vielen satirischen Seitenhieben von und mit Peter Thorwarth, der hier, nach "Bang Boom Bang", seinen zweiten Kinofilm präsentiert. Wieder ein Treffer. Der dreiste Spaß reicht zwar nicht an seinen Debütfilm heran, aber die Geschichte macht einfach Laune. Herrlich politisch unkorrekt und doch irgendwie "typisch deutsch". Die Figuren besitzen Charme und die Besetzung überzeugt. Neben Ralf Richter, Willi Thomczyk, Hilmi Sözer und Alexandra Maria Lara überzeugt vor allem Dietmar Bär, der in der Rolle des Bauunternehmers Wiesenkamp in grosse Fußstapfen treten musste. Schließlich spielte der inzwischen verstorbene Diether Krebs diese Rolle in dem ursprünglichen Kurzfilm. Doch Dietmar Bär macht seinen Job hervorragend.
Zahlreiche Gastauftritte machen das Ganze zu einem besonderen Schmankerl. Unter anderem sind Markus Knüfken, Heinrich Schafmeister, Stefan Jürgens und Uwe Lyko alias Herbert Knebel zu entdecken. Lediglich das zu surreale Ende nimmt gibt einen faden Beigeschmack. Trotzdem ein charmanter Spaß dem man sich nur schwer entziehen kann.
7/10
Als Teil der "Unna Trilogie" erschien der Film in einer schicken 4-Disc Deluxe Edition von TURBINE Medien.
Dirty Harry (1971)
http://www.imdb.com/title/tt0066999/
Als ein Killer mit einem Scharfschützengewehr ein Mädchen erschießt und ankündigt, jeden Tag einen weiteren Menschen zu töten, sollte die Stadt seiner Forderung nach 100.000 Dollar nicht nachkommen, wird der knallharte Detective Harry Callahan (Clint Eastwood) auf den Fall angesetzt. Er ist ein Einzelgänger, der für seine radikalen Methoden am Rande der Legalität bekannt ist, aber immer Ergebnisse liefert. Ihm wird der junge Inspektor Chico Gonzales (Reni Santon) als Partner zugeteilt, wovon der Routinier zunächst gar nicht begeistert ist. Nach und nach raufen sich die beiden ungleichen Cops zusammen und nehmen die Verfolgung des sogenannten "Scorpio-Killers" (Andrew Robinson) auf. Denn dessen nächstes Ziel soll, laut einer Nachricht des Mörders, ein katholischer Priester oder ein wahllos ausgesuchter Schwarzer sein. Die Zeit läuft...
Manche Filme sind Meilensteine, ohne tatsächlich Meisterwerke zu sein. Das schaffen nicht viele, "Dirty Harry" aber definitiv. "Dirty Harry" - der Inbegriff des Polizeifilms. Und 1971 schuf Don Siegel damit einen Meilenstein der Filmgeschichte. Selbst aus heutiger Sicht ist "Dirty Harry" ein immer noch sehr guter Film, der tief in das amerikanische Seelenleben der 70er-Jahre blicken lässt. Mit Clint Eastwood hätte man auch keinen besseren finden können, der die Rolle des raubeinigen, zynischen und ständig auf Konfrontation gebürsteten Cops verkörpert. Es ist vor allem seine Darstellung des Polizeiinspektors Harry Callahan, die, neben seinen Western-Auftritten aus den 60er-Jahren, zu Eastwoods Status in Hollywood beitrugen. Politisch unkorrekt und sogar reaktionär, aber der Film ist eben auch zu einer Zeit entstanden, in der es zu einem Wertewandel oder sogar- verfall in der Gesellschaft gekommen war. Die Polizei hatte an Ansehen stark verloren und die Rechte und Interessen von Kriminellen wurden soweit in den Vordergrund gestellt, das man vor allem die Opfer der Verbrechen völlig aus den Augen verloren hat.
"Eins muss man Callahan lassen, er ist völlig unparteiisch, er hasst alle Menschen gleich."
''Dirty Harry'' liefert über die komplette Laufzeit staatskritische
Aspekte und gerade in den Dialogen mit den gesetzlichen Vertretern wird
diese kritische Perspektive deutlich. Aber die Figur Callahan zu reduzieren und einen
total schießwütigen Polizisten zu nennen, wäre tatsächlich übertrieben, lediglich der Zynismus und eine gewisse Verbittertheit
kann man ihr nachsagen. Diese muss man aber sehr wohl im historischen Kontext
begreifen und entsprechend einordnen. Wenn man sich hier die Lebenswirklichkeit von vielen Amerikanern vor
Augen führt, dann kan man erkennen, dass Filme und Filmfiguren sehr oft und
auch hier, ein Spiegelbild ihrer Entstehungszeit sind. Der Vietnamkrieg
hat eine ganze Generation verstört und in vielen Bereichen (politisch,
sozial, usw.) war Amerika ein zutiefst gespaltenes Land (Hippie-Bewegung
vs. Konservativismus).
Genau in diese Kerbe schlägt auch "Dirty Harry". Er ist der Cop der die Dinge in die Hand nimmt und rein gar nichts auf für ihn schwachsinnige Regeln gibt. Diese John-Wayne-Mentalität wohnt vielen Amerikanern sowieso inne und diese ignorante Einteilung aller Dinge in Gut und Böse ist ebenfalls ein Produkt dieser doch sehr einfältigen Sichtweise auf viele Bereiche. Darunter leidet leider auch etwas die Geschichte des Films, denn eine Auseinandersetzung mit dem Bösewicht findet gar nicht statt. Dafür wird andererseits gegen das Justizsystem und diverse Institutionen geschossen. Die vermeintlichen Auswirkungen dieser zu laschen Gesetzesauslegung wird dann wiederum im Finale thematisiert. und bis dahin wird man von wirklich guter Regiearbeit, ansprechenden Settings und einem ordentlichen Tempo durch den Film geführt und sowohl actionreich als auch spannend unterhalten, denn trotz aller Interpretationsansätze ist und bleibt "Dirty Harry" ein Film. Einer, der vermutlich auch in erster Linie nur unterhalten sollte und will.
Trotz der angesprochenen Schwächen in der Story ist "Dirty Harry" aufgrund der darstellerischen Leistung von Clint Eastwood, diversen guten One-Linern und einer gelungenen Inszenierung eine guter Film geworden. Auch knapp ein halbes Jahrhundert nach seinem Erscheinen geht er vielleicht nicht mehr als der Kultfilm durch, aber er ist und bleibt ein Meilenstein.
8/10
Als ein Killer mit einem Scharfschützengewehr ein Mädchen erschießt und ankündigt, jeden Tag einen weiteren Menschen zu töten, sollte die Stadt seiner Forderung nach 100.000 Dollar nicht nachkommen, wird der knallharte Detective Harry Callahan (Clint Eastwood) auf den Fall angesetzt. Er ist ein Einzelgänger, der für seine radikalen Methoden am Rande der Legalität bekannt ist, aber immer Ergebnisse liefert. Ihm wird der junge Inspektor Chico Gonzales (Reni Santon) als Partner zugeteilt, wovon der Routinier zunächst gar nicht begeistert ist. Nach und nach raufen sich die beiden ungleichen Cops zusammen und nehmen die Verfolgung des sogenannten "Scorpio-Killers" (Andrew Robinson) auf. Denn dessen nächstes Ziel soll, laut einer Nachricht des Mörders, ein katholischer Priester oder ein wahllos ausgesuchter Schwarzer sein. Die Zeit läuft...
Manche Filme sind Meilensteine, ohne tatsächlich Meisterwerke zu sein. Das schaffen nicht viele, "Dirty Harry" aber definitiv. "Dirty Harry" - der Inbegriff des Polizeifilms. Und 1971 schuf Don Siegel damit einen Meilenstein der Filmgeschichte. Selbst aus heutiger Sicht ist "Dirty Harry" ein immer noch sehr guter Film, der tief in das amerikanische Seelenleben der 70er-Jahre blicken lässt. Mit Clint Eastwood hätte man auch keinen besseren finden können, der die Rolle des raubeinigen, zynischen und ständig auf Konfrontation gebürsteten Cops verkörpert. Es ist vor allem seine Darstellung des Polizeiinspektors Harry Callahan, die, neben seinen Western-Auftritten aus den 60er-Jahren, zu Eastwoods Status in Hollywood beitrugen. Politisch unkorrekt und sogar reaktionär, aber der Film ist eben auch zu einer Zeit entstanden, in der es zu einem Wertewandel oder sogar- verfall in der Gesellschaft gekommen war. Die Polizei hatte an Ansehen stark verloren und die Rechte und Interessen von Kriminellen wurden soweit in den Vordergrund gestellt, das man vor allem die Opfer der Verbrechen völlig aus den Augen verloren hat.
"Eins muss man Callahan lassen, er ist völlig unparteiisch, er hasst alle Menschen gleich."
''Dirty Harry'' liefert über die komplette Laufzeit staatskritische
Aspekte und gerade in den Dialogen mit den gesetzlichen Vertretern wird
diese kritische Perspektive deutlich. Aber die Figur Callahan zu reduzieren und einen
total schießwütigen Polizisten zu nennen, wäre tatsächlich übertrieben, lediglich der Zynismus und eine gewisse Verbittertheit
kann man ihr nachsagen. Diese muss man aber sehr wohl im historischen Kontext
begreifen und entsprechend einordnen. Wenn man sich hier die Lebenswirklichkeit von vielen Amerikanern vor
Augen führt, dann kan man erkennen, dass Filme und Filmfiguren sehr oft und
auch hier, ein Spiegelbild ihrer Entstehungszeit sind. Der Vietnamkrieg
hat eine ganze Generation verstört und in vielen Bereichen (politisch,
sozial, usw.) war Amerika ein zutiefst gespaltenes Land (Hippie-Bewegung
vs. Konservativismus).Genau in diese Kerbe schlägt auch "Dirty Harry". Er ist der Cop der die Dinge in die Hand nimmt und rein gar nichts auf für ihn schwachsinnige Regeln gibt. Diese John-Wayne-Mentalität wohnt vielen Amerikanern sowieso inne und diese ignorante Einteilung aller Dinge in Gut und Böse ist ebenfalls ein Produkt dieser doch sehr einfältigen Sichtweise auf viele Bereiche. Darunter leidet leider auch etwas die Geschichte des Films, denn eine Auseinandersetzung mit dem Bösewicht findet gar nicht statt. Dafür wird andererseits gegen das Justizsystem und diverse Institutionen geschossen. Die vermeintlichen Auswirkungen dieser zu laschen Gesetzesauslegung wird dann wiederum im Finale thematisiert. und bis dahin wird man von wirklich guter Regiearbeit, ansprechenden Settings und einem ordentlichen Tempo durch den Film geführt und sowohl actionreich als auch spannend unterhalten, denn trotz aller Interpretationsansätze ist und bleibt "Dirty Harry" ein Film. Einer, der vermutlich auch in erster Linie nur unterhalten sollte und will.
Trotz der angesprochenen Schwächen in der Story ist "Dirty Harry" aufgrund der darstellerischen Leistung von Clint Eastwood, diversen guten One-Linern und einer gelungenen Inszenierung eine guter Film geworden. Auch knapp ein halbes Jahrhundert nach seinem Erscheinen geht er vielleicht nicht mehr als der Kultfilm durch, aber er ist und bleibt ein Meilenstein.
8/10
In den USA gibt es die komplette Kollektion in einer 5-Disc Ultimate Collector's Edition mit allen 5 Filmen auf Blu-ray, dem Replik von Callahans Polizeimarke, einem informativen Begleitbuch, das Ganze verpackt in 2 Digipaks in einer stabilen Box. Ein echter Blickfang und Schmuckstück. Natürlich auch mit deutschem Ton.
Quellen:
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Samstag, 12. September 2015
A Nightmare On Elm Street 3: Dream Warriors - Nightmare 3: Freddy lebt (1987)
http://www.imdb.com/title/tt0093629/
Sechs Jahre ist es her, dass Freddy Krueger (Robert Englund) in der Elmstreet sein Unwesen getrieben hat. Noch heute träumen die Kinder von ihm. Wie es scheint, hat Freddy es ganz besonders auf die Insassen einer Anstalt für schwererziehbare und selbstmordgefährdete Jugendliche abgesehen. Die junge Kristen Parker (Patricia Arquette) hat schon seit längerer Zeit Albträume, was auch der Grund dafür ist, dass ihre Mutter sie in die Anstalt brachte. Zusammen mit dem Arzt Dr. Gordon (Craig Wasson), dem Krankenpfleger Max Daniels (Laurence Fishburne) und den Kindern Roland Kincaid (Ken Sagoes), Joey Crusel (Rodney Eastman), Taryn White (Jennifer Rubin) und Elaine Parker (Brooke Bundy) versuchen Nancy (Heather Langenkamp) und Kristen, den Mann im gestreiften Pullover aufzuhalten. Als Nancy herausfindet, dass Kristen die Gabe hat, andere Menschen in ihre Träume mitzunehmen, entwickelt sie einen Plan. Unterdessen versuchen Dr. Gordon und Lt. Thompson (John Saxon), Nancys Vater, die sterblichen Überresten von Krueger zu finden, um diese zu verbrennen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Der dritte Teil der "A Nightmare On Elm Street"-Reihe hat einen sehr starken Anfang. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger besinnt man sich auf die Stärken des ersten Teils und greift gekonnt darauf zurück. Dadurch wird hier sehr schnell eine wirklich bemerkenswert gruselige Atmosphäre erzeugt, die, gepaart mit viel Kreativität im Erscheinen und Handeln Freddys, einen richtig starken Horrorfilm im weiteren Verlauf vermuten lässt. Leider kann der Film dieses anfänglich gesetzte hohe Niveau leider nicht komplett bis zum Schluss halten, was vor allem daran liegt, dass Freddy Anfangs nicht wirklich im Traum tötet, sondern Illusionen im Kopf der Träumenden erzeugt, sodass es in der realen Welt wie Selbstmord aussieht.
Zudem wird die recht überflüssige Thematik um Schwester Mary Helena und Freddys Herkunft eingeführt, was reichlich ideenlos erscheint und der diabolischen Figur des Freddy Krueger sämtliche Bösartigkeit nimmt. Das damit einhergehende Finale fälllt auch dementsprechend schwach aus. Dennoch setzt der Film zwischendurch immer wieder kleine und große Höhepunkte und macht ihn deswegen zu einem der besseren Vertreter des Franchises. Die kreativen Special Effects verdienen besondere Anerkennung und auch wer Blut sehen will, bekommt dieses auch reichlich geboten.
Gut ist dann auch die Idee, den Träumenden einige besondere Fähigkeiten zu geben, schließlich spielt sich eben das ganze Szenario in Träumen ab und lässt so die Realität weit hinter sich. Und damit lässt sich letztendlich sagen, dass "A Nightmare On Elm Street 3" (trotz der erwähnten Storyschwäche und einiger Widersprüchlichkeiten zum ersten Teil, z. B. dass sich verbrennen nicht zum Aufwachen führt) doch ein kleines Highlight der bisherigen Reihe ist, aber eben auch nicht an den grandiosen ersten Teil heranreicht.
6,5/10
Von WARNER Home Entertainment kommt der Film auch im wattierten und auf 1.000 Stück limitierten Mediabook. Es enthält die ungeschnittene Kinoversion auf Blu-ray in HD.
Sechs Jahre ist es her, dass Freddy Krueger (Robert Englund) in der Elmstreet sein Unwesen getrieben hat. Noch heute träumen die Kinder von ihm. Wie es scheint, hat Freddy es ganz besonders auf die Insassen einer Anstalt für schwererziehbare und selbstmordgefährdete Jugendliche abgesehen. Die junge Kristen Parker (Patricia Arquette) hat schon seit längerer Zeit Albträume, was auch der Grund dafür ist, dass ihre Mutter sie in die Anstalt brachte. Zusammen mit dem Arzt Dr. Gordon (Craig Wasson), dem Krankenpfleger Max Daniels (Laurence Fishburne) und den Kindern Roland Kincaid (Ken Sagoes), Joey Crusel (Rodney Eastman), Taryn White (Jennifer Rubin) und Elaine Parker (Brooke Bundy) versuchen Nancy (Heather Langenkamp) und Kristen, den Mann im gestreiften Pullover aufzuhalten. Als Nancy herausfindet, dass Kristen die Gabe hat, andere Menschen in ihre Träume mitzunehmen, entwickelt sie einen Plan. Unterdessen versuchen Dr. Gordon und Lt. Thompson (John Saxon), Nancys Vater, die sterblichen Überresten von Krueger zu finden, um diese zu verbrennen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Der dritte Teil der "A Nightmare On Elm Street"-Reihe hat einen sehr starken Anfang. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger besinnt man sich auf die Stärken des ersten Teils und greift gekonnt darauf zurück. Dadurch wird hier sehr schnell eine wirklich bemerkenswert gruselige Atmosphäre erzeugt, die, gepaart mit viel Kreativität im Erscheinen und Handeln Freddys, einen richtig starken Horrorfilm im weiteren Verlauf vermuten lässt. Leider kann der Film dieses anfänglich gesetzte hohe Niveau leider nicht komplett bis zum Schluss halten, was vor allem daran liegt, dass Freddy Anfangs nicht wirklich im Traum tötet, sondern Illusionen im Kopf der Träumenden erzeugt, sodass es in der realen Welt wie Selbstmord aussieht.
Zudem wird die recht überflüssige Thematik um Schwester Mary Helena und Freddys Herkunft eingeführt, was reichlich ideenlos erscheint und der diabolischen Figur des Freddy Krueger sämtliche Bösartigkeit nimmt. Das damit einhergehende Finale fälllt auch dementsprechend schwach aus. Dennoch setzt der Film zwischendurch immer wieder kleine und große Höhepunkte und macht ihn deswegen zu einem der besseren Vertreter des Franchises. Die kreativen Special Effects verdienen besondere Anerkennung und auch wer Blut sehen will, bekommt dieses auch reichlich geboten.
Gut ist dann auch die Idee, den Träumenden einige besondere Fähigkeiten zu geben, schließlich spielt sich eben das ganze Szenario in Träumen ab und lässt so die Realität weit hinter sich. Und damit lässt sich letztendlich sagen, dass "A Nightmare On Elm Street 3" (trotz der erwähnten Storyschwäche und einiger Widersprüchlichkeiten zum ersten Teil, z. B. dass sich verbrennen nicht zum Aufwachen führt) doch ein kleines Highlight der bisherigen Reihe ist, aber eben auch nicht an den grandiosen ersten Teil heranreicht.
6,5/10
Von WARNER Home Entertainment kommt der Film auch im wattierten und auf 1.000 Stück limitierten Mediabook. Es enthält die ungeschnittene Kinoversion auf Blu-ray in HD.
Quellen:
Inhaltsangabe: Filmstarts/Warner Bros.
Poster/Artwork: Warner Bros./New Line Cinema
Heat (1995)
http://www.imdb.com/title/tt0113277/
Neil McCauley (Robert De Niro) ist einer der besten Verbrecher in L.A. Seine Pläne sind so durchdacht, dass er immer spurlos davon kommen kann. Vincent Hanna (Al Pacino) ist ein akribischer Cop und einer der erfolgreichsten obendrein. Beide Männer sind besessen vom Verbrechen. Nur das Gesetz trennt sie. McCauley plant mit seinem Team (Val Kilmer, Danny Trejo, Tom Sizemore) noch einen großen Coup, doch als er sich in Eady (Amy Brenneman) verliebt, fällt es ihm schwer das Wesentliche im Auge zu behalten. Vincent Hanna steht kurz vor seiner dritten Scheidung und zu seiner Stieftochter (Natalie Portman) hat er keinen Draht. In Wirklichkeit ist Hanna mit dem Job verheiratet, seine wahre Familie sind die Cops (Mykelti Williamson, Wes Studi). Nach intensiven Ermittlungen bekommt Hanna eine Spur und zieht die Schlinge immer enger zu. Ein Katz- und Mausspiel entwickelt sich, das nur einer gewinnen kann...
Zwei Männer sitzen in einem Kaffee und führen ein scheinbar unspektakuläres Gespräch, bei dem sie sich gegenseitig aushorchen. Eine fast banal klingende Szene, die jedoch zu den größten Momenten der Filmgeschichte gezählt werden darf, weil diese Szene für das große Aufeinandertreffen zweier Filmlegenden steht. Robert De Niro und Al Pacino treffen in Michael Manns Meisterwerk "Heat" zum ersten Mal aufeinander und liefern sich ein schauspielerisches Kräftemessen per excellence. Neben der legendären Straßenschlacht in "Heat", ein gut zehnminütiger Schusswechsel mit atemberaubender Intensität, ist es vor allem diese Begegnung zwischen De Niro und Pacino, die zu den größten Szenen der Filmgeschichte zählen dürfte. Regisseur Michael Mann schuf 1995 mit "Heat" einen Thriller, der sicher als einer der besten aller Zeiten gilt und längst Klassiker-Status besitzt. Er ist eine raue und ebenso wehmütige Großstadt-Ballade, in der ein Cop und ein Gangster entdecken, dass sie Seelenverwandte sind, aber nun mal auf entgegensätzlichen Seiten des Gesetzes stehen. Das übergreifende Thema von "Heat" ist allerdings Einsamkeit. Jede Schlüsselfigur in diesem Film ist ein Sklave der eigenen Berufung und verdammt dazu, ausschließlich mit sich und dem selbstgewählten Kodex ein Leben fristen zu können.
Der Film spielt regelrecht mit diesem Aspekt und baut die große Konfrontation der beiden Hauptakteure langsam aber stetig auf. Ist es dann endlich soweit, entsteht ein wahrhaft großer Gänsehautmoment. Das Spannende an dieser Szene sind nicht nur die beiden Schauspielgiganten, sondern auch die Charaktere, die sie verkörpern. Beide sind nämlich im Grunde gleich, könnten sogar Freunde sein, ständen sie nur nicht auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes. Vincent Hanna und Neil McCauley sind stark gezeichnet, verfallen nicht dem typischen schwarz-weiß Muster, sie haben ihre jeweiligen Beweggründe, sind beide charismatisch, womit man letztlich beiden die Daumen drückt. Wie gut die Figurenzeichnung tatsächlich ist, untermauert am besten die besagte Restaurantszene. Hier sagen De Niros Blicke wirklich mehr als tausend Worte und zeugen von einer im Film entscheidenden Entwicklung seiner Figur. Die größte Freude löst aber die reine Tatsache aus, dass mit Robert De Niro und Al Pacino zwei Schauspiellegenden aufeinander treffen, die sich ein ebenbürtiges Duell liefern und auf dem Höhepunkt ihres Könnens agieren.
Auch wenn der Streifen eine stolze Laufzeit von 170 Minuten hat,
gibt es wenige Filme von ähnlicher Länge, die derart präzise und vor
allem ohne jegliche Längen geschrieben sind. Im Prinzip gibt es in
"Heat" nicht eine einzige Szene, die überflüssig oder fehl am Platz
wirkt. Mann findet in seinem perfekt strukturierten Drehbuch jederzeit
die richtige Balance zwischen Spannung, logischer Handlungsentwicklung,
charakterlicher Tiefe, zwischenmenschlicher Dramatik und meisterhaft
choreographierter Action, wobei es ihm zudem auch noch gelingt, diverse,
teils knapp angerissene Story-Fäden schlüssig zu einem Gesamtbild zu
verknüpfen. Wie sich beide Hauptfiguren überraschend schnell füreinander öffnen,
sofortige Parallelen entdecken, über ihre Träume philosophieren und fast
schon eine Freundschaft entwickeln, dabei aber zeitgleich feststellen,
dass einer den anderen in Zukunft töten muss, ist ein unvergesslicher
Moment größter Filmkunst.
"Heat" ist eben ein makelloser Thriller, perfekt geschrieben, meisterhaft inszeniert, mit zwei perfekt besetzten Schauspielern den Hauptrollen und mit einem immer wieder feinen, melancholischen Unterton, den Michael Mann in seine einzigartigen Bilder packt. Ein völlig zurecht verehrter Klassiker.
9/10
Neil McCauley (Robert De Niro) ist einer der besten Verbrecher in L.A. Seine Pläne sind so durchdacht, dass er immer spurlos davon kommen kann. Vincent Hanna (Al Pacino) ist ein akribischer Cop und einer der erfolgreichsten obendrein. Beide Männer sind besessen vom Verbrechen. Nur das Gesetz trennt sie. McCauley plant mit seinem Team (Val Kilmer, Danny Trejo, Tom Sizemore) noch einen großen Coup, doch als er sich in Eady (Amy Brenneman) verliebt, fällt es ihm schwer das Wesentliche im Auge zu behalten. Vincent Hanna steht kurz vor seiner dritten Scheidung und zu seiner Stieftochter (Natalie Portman) hat er keinen Draht. In Wirklichkeit ist Hanna mit dem Job verheiratet, seine wahre Familie sind die Cops (Mykelti Williamson, Wes Studi). Nach intensiven Ermittlungen bekommt Hanna eine Spur und zieht die Schlinge immer enger zu. Ein Katz- und Mausspiel entwickelt sich, das nur einer gewinnen kann...
Zwei Männer sitzen in einem Kaffee und führen ein scheinbar unspektakuläres Gespräch, bei dem sie sich gegenseitig aushorchen. Eine fast banal klingende Szene, die jedoch zu den größten Momenten der Filmgeschichte gezählt werden darf, weil diese Szene für das große Aufeinandertreffen zweier Filmlegenden steht. Robert De Niro und Al Pacino treffen in Michael Manns Meisterwerk "Heat" zum ersten Mal aufeinander und liefern sich ein schauspielerisches Kräftemessen per excellence. Neben der legendären Straßenschlacht in "Heat", ein gut zehnminütiger Schusswechsel mit atemberaubender Intensität, ist es vor allem diese Begegnung zwischen De Niro und Pacino, die zu den größten Szenen der Filmgeschichte zählen dürfte. Regisseur Michael Mann schuf 1995 mit "Heat" einen Thriller, der sicher als einer der besten aller Zeiten gilt und längst Klassiker-Status besitzt. Er ist eine raue und ebenso wehmütige Großstadt-Ballade, in der ein Cop und ein Gangster entdecken, dass sie Seelenverwandte sind, aber nun mal auf entgegensätzlichen Seiten des Gesetzes stehen. Das übergreifende Thema von "Heat" ist allerdings Einsamkeit. Jede Schlüsselfigur in diesem Film ist ein Sklave der eigenen Berufung und verdammt dazu, ausschließlich mit sich und dem selbstgewählten Kodex ein Leben fristen zu können.
Der Film spielt regelrecht mit diesem Aspekt und baut die große Konfrontation der beiden Hauptakteure langsam aber stetig auf. Ist es dann endlich soweit, entsteht ein wahrhaft großer Gänsehautmoment. Das Spannende an dieser Szene sind nicht nur die beiden Schauspielgiganten, sondern auch die Charaktere, die sie verkörpern. Beide sind nämlich im Grunde gleich, könnten sogar Freunde sein, ständen sie nur nicht auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes. Vincent Hanna und Neil McCauley sind stark gezeichnet, verfallen nicht dem typischen schwarz-weiß Muster, sie haben ihre jeweiligen Beweggründe, sind beide charismatisch, womit man letztlich beiden die Daumen drückt. Wie gut die Figurenzeichnung tatsächlich ist, untermauert am besten die besagte Restaurantszene. Hier sagen De Niros Blicke wirklich mehr als tausend Worte und zeugen von einer im Film entscheidenden Entwicklung seiner Figur. Die größte Freude löst aber die reine Tatsache aus, dass mit Robert De Niro und Al Pacino zwei Schauspiellegenden aufeinander treffen, die sich ein ebenbürtiges Duell liefern und auf dem Höhepunkt ihres Könnens agieren.
Auch wenn der Streifen eine stolze Laufzeit von 170 Minuten hat,
gibt es wenige Filme von ähnlicher Länge, die derart präzise und vor
allem ohne jegliche Längen geschrieben sind. Im Prinzip gibt es in
"Heat" nicht eine einzige Szene, die überflüssig oder fehl am Platz
wirkt. Mann findet in seinem perfekt strukturierten Drehbuch jederzeit
die richtige Balance zwischen Spannung, logischer Handlungsentwicklung,
charakterlicher Tiefe, zwischenmenschlicher Dramatik und meisterhaft
choreographierter Action, wobei es ihm zudem auch noch gelingt, diverse,
teils knapp angerissene Story-Fäden schlüssig zu einem Gesamtbild zu
verknüpfen. Wie sich beide Hauptfiguren überraschend schnell füreinander öffnen,
sofortige Parallelen entdecken, über ihre Träume philosophieren und fast
schon eine Freundschaft entwickeln, dabei aber zeitgleich feststellen,
dass einer den anderen in Zukunft töten muss, ist ein unvergesslicher
Moment größter Filmkunst."Heat" ist eben ein makelloser Thriller, perfekt geschrieben, meisterhaft inszeniert, mit zwei perfekt besetzten Schauspielern den Hauptrollen und mit einem immer wieder feinen, melancholischen Unterton, den Michael Mann in seine einzigartigen Bilder packt. Ein völlig zurecht verehrter Klassiker.
9/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Poster/Artwork: Warner Bros.
Freitag, 11. September 2015
Red Dawn - Die rote Flut (1984)
http://www.imdb.com/title/tt0087985/
Das, wovor patriotische Landsmänner immer gewarnt haben, tritt ein: Die USA werden von Kommunisten angegriffen. Sowjets und Kubaner landen mit Fallschirmen auf amerikanischem Boden und schießen sofort auf alles, was sich bewegt. In einer Kleinstadt erwischt es zuerst den Geschichtslehrer, als er seinen Schülern gerade von den grausamen Mongolen erzählt. Auch die kommunistischen Soldaten kennen kein Erbarmen, vergewaltigen Frauen und verbrennen Bücher. Doch acht Teenagern (darunter auch Charlie Sheen) gelingt die Flucht in die Berge. Unter der Führung des jungen Jed (Patrick Swayze) gründen sie eine Guerilla-Truppe namens "Wolverines" und kämpfen gegen die Invasoren, anfangs nur ausgerüstet mit Jagdgewehren, Pistolen, sowie Pfeil und Bogen. Ihre Verluste mehren sich, aber an Aufgabe ist nicht zu denken. Mit der Zeit reifen die Jugendlichen heran und müssen über sich hinauswachsen wenn sie ihr Land und ihre Stadt wieder zurückerobern wollen.
Die guten alten 80er Jahre Action-Schinken und ihr Hang zur absoluten Absurdität. "Red Dawn" symbolisiert auf seine Art und Weise die damalige herrschende Kalter-Krieg-Paranoia der USA. Und mittendrin Patrick Swayze und Jennifer Grey, die ausnahmsweise mal nicht tanzen, sondern gemeinsam ordentlich Munition verballern. Und Ballern ist auch das, was der Film am besten kann. Und wenn man es ganz genau nimmt, hat "Red Dawn" auch nicht mehr zu bieten als Explosionen und großen Bleigehalt. Denn die Story des Films kann man nicht wirklich ernst nehmen. Logisch, der Film soll ja auch keine Botschaft rüber bringen, sondern nur unterhalten. Trotzdem ist diese Invasion auf die USA durch sämtliche kommunistische Regime der Welt schon sehr grenzwertig. Die Propaganda ist nicht wirklich versteckt und man wird das Gefühl nicht los, dass es die Macher doch ernst meinten. Aber letztlich drückt man eben mal ein Auge zu und sieht in "Red Dawn" einfach mal den Actionfilm, der er ja auch schließlich irgendwo ist. Hirnlos und absurd, aber immerhin unterhaltsam.
5/10
Das, wovor patriotische Landsmänner immer gewarnt haben, tritt ein: Die USA werden von Kommunisten angegriffen. Sowjets und Kubaner landen mit Fallschirmen auf amerikanischem Boden und schießen sofort auf alles, was sich bewegt. In einer Kleinstadt erwischt es zuerst den Geschichtslehrer, als er seinen Schülern gerade von den grausamen Mongolen erzählt. Auch die kommunistischen Soldaten kennen kein Erbarmen, vergewaltigen Frauen und verbrennen Bücher. Doch acht Teenagern (darunter auch Charlie Sheen) gelingt die Flucht in die Berge. Unter der Führung des jungen Jed (Patrick Swayze) gründen sie eine Guerilla-Truppe namens "Wolverines" und kämpfen gegen die Invasoren, anfangs nur ausgerüstet mit Jagdgewehren, Pistolen, sowie Pfeil und Bogen. Ihre Verluste mehren sich, aber an Aufgabe ist nicht zu denken. Mit der Zeit reifen die Jugendlichen heran und müssen über sich hinauswachsen wenn sie ihr Land und ihre Stadt wieder zurückerobern wollen.
Die guten alten 80er Jahre Action-Schinken und ihr Hang zur absoluten Absurdität. "Red Dawn" symbolisiert auf seine Art und Weise die damalige herrschende Kalter-Krieg-Paranoia der USA. Und mittendrin Patrick Swayze und Jennifer Grey, die ausnahmsweise mal nicht tanzen, sondern gemeinsam ordentlich Munition verballern. Und Ballern ist auch das, was der Film am besten kann. Und wenn man es ganz genau nimmt, hat "Red Dawn" auch nicht mehr zu bieten als Explosionen und großen Bleigehalt. Denn die Story des Films kann man nicht wirklich ernst nehmen. Logisch, der Film soll ja auch keine Botschaft rüber bringen, sondern nur unterhalten. Trotzdem ist diese Invasion auf die USA durch sämtliche kommunistische Regime der Welt schon sehr grenzwertig. Die Propaganda ist nicht wirklich versteckt und man wird das Gefühl nicht los, dass es die Macher doch ernst meinten. Aber letztlich drückt man eben mal ein Auge zu und sieht in "Red Dawn" einfach mal den Actionfilm, der er ja auch schließlich irgendwo ist. Hirnlos und absurd, aber immerhin unterhaltsam.
5/10
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Letztlich ist es aber der Punkt, "Dirty Harry" bei seiner unkonventionellen Polizeiarbeit zuzusehen und seine 44er Magnum ballern zu hören, derjenige, weswegen man den Film überhaupt schaut und dank des enormen Unterhaltungswertes - auch heute noch - macht man mit "Magnum Force" keinen Fehler in der Programmauswahl.
7,5/10
Quellen:
Inhaltsangabe: Warner Bros.