Mittwoch, 15. Januar 2025

Skeleton Crew - Star Wars: Skeleton Crew (2024)

https://www.imdb.com/de/title/tt20600980/

Die Serie handelt von dem jungen Wim und seinen Freunden Neel, Fern und KB, die einige Jahre nach dem Sturz des Galaktischen Imperiums einen eintönigen Alltag auf ihrem Heimatplaneten At Attin verleben. Als die Freunde jedoch ein verborgenes Piratenschiff finden und mit diesem unfreiwillig in eine andere Galaxis geflogen werden, wo ihre Heimat nur als Legende bekannt ist, und in einem Hafen für Piraten auf den geheimnisvollen Jod Na Nawood treffen, beginnt für die Kinder ein großes Abenteuer.

https://www.imdb.com/title/tt20601448/
1. Das kann ein richtiges Abenteuer werden (This Could Be A Real Adventure)
In einem Prolog wird der mysteriöse Piratenkapitän Silvo nach einem misslungenen Raubzug Opfer einer Meuterei. Anschließend führt die Handlung auf den Planeten At Attin, wo in einer urbanen Gegend der junge Wim zu Hause mit seinem Vater Wendle lebt, der jedoch durch seine Arbeit nur wenig Zeit für ihn hat. Gemeinsam mit seinem besten Freund Neel besucht er die städtische Schule, in der Wim eine wichtige Prüfung bevorsteht, die für seine spätere Berufswahl entscheidend ist. Als er am Morgen der Prüfung die Bahn verpasst, entschließt er sich, mit seinem Speeder-Bike zur Schule zu fahren, wobei er vom Weg abkommt und versehentlich in einer Grube im an die Siedlung angrenzenden Wald landet. Bei dem Versuch aus der Grube zu klettern, entdeckt Wim ein unter der Erde liegendes Tor, das er durch das Lesen vieler historischer Aufzeichnungen zunächst für den Eingang eines alten Jedi-Tempels hält. Ein von der Schule geschickter Droide hält ihn jedoch auf, ehe er weitere Forschungen anstellen kann. Wim darf die verpasste Prüfung zwar wiederholen, wird aber von dem verärgerten Wendle dazu verdonnert, sofort mit dem Lernen zu beginnen. Entgegen dieser Anweisung begibt Wim sich gemeinsam mit Neel zu seinem Fund zurück, wo sie jedoch die Mädchen Fern und KB treffen, die von seiner Entdeckung Wind bekommen haben und diese nun für sich beanspruchen. Mehr oder weniger unfreiwillig können die Kinder das Tor öffnen und ins Innere gelangen, wo sie entdecken, dass es sich um ein verlassenes Raumschiff handelt. Versehentlich sorgt Wim dafür, dass das Schiff startet und At Attin mit einem Sprung in den Hyperraum verlässt. - 8/10

https://www.imdb.com/title/tt21400982/
2. Weit hinter der Barriere (Way, Way Out Past The Barrier)
An Bord der Onyx Cinder finden und aktivieren die Kinder den abgeschalteten Droiden SM-33, der als rechte Hand des ehemaligen Schiffskapitäns fungierte, der sie jedoch auch nicht zurückfliegen kann, da er über keinerlei brauchbare Koordinaten verfügt. Fern überzeugt den Droiden, dass sie der neue Kapitän des Schiffs sei, woraufhin SM-33 die Kinder zum Piratenhafen Port Borgo bringt; dort mischen Wim, Neel, KB und Fern sich unter die gesetzlosen Gestalten. Wim erfährt zufällig, als er sich mit Neel etwas zu Essen kauft, dass sein Geld von den Fremden als besonders wertvoll und selten angesehen wird und auch At Attin dort nur als Mythos eines verborgenen Planeten, der einen Schatz verberge, bekannt ist. Auf dem Markt geraten die Kinder an Kapitän Brutus und seine Männer, die sie gefangen nehmen und in die Zelle einer Brig sperren. Dort treffen sie auf den geheimnisvollen Jod Na Nawood, der sich den Kindern vorstellt und mithilfe der Macht die Zellenschlüssel zu sich holt. - 8/10 

https://www.imdb.com/title/tt21620392/
3. Ein äußerst interessantes Astrogationsproblem (Very Interesting, As An Astrogation Problem)
Mithilfe von Jod Na Nawood gelingt den Kindern die Flucht aus der Brig, den sie zurück auf der Onyx Cinder erneut losschicken, um den zuvor von den Piraten außer Gefecht gesetzten SM-33 zurückzuholen. Bei diesem Unterfangen trifft Jod auf einen alten bekannten Piraten, wobei klar wird, dass es sich bei dem der Meuterei zum Opfer gefallenen Silvo um Jod selbst handelte. Obwohl Fern Jod nicht traut, gelingt ihnen schließlich die Flucht von Port Borgo. Auf At Attin werden unterdes die Eltern der Kinder darüber unterrichtet, was mit ihren Kindern geschehen ist; Hilfe bei der Suche wird ihnen jedoch seitens der Administration des Planeten verweigert. Jod und die Kinder treffen bei dessen alter Freundin Kh'ymm, einer eulenartigen Kreatur ein, die sich auf Sternenkarten spezialisiert hat, der Jod jedoch auch nicht sein volles Vertrauen schenkt. In der Hoffnung, von ihr die Route nach At Attin zu erfahren, erfahren Jod und die Kinder, dass At Attin zu einer Reihe von Sternen gehört, die sich durch eine Barriere von anderen Planeten abschirmen. Schließlich werden sie jedoch von Kh'ymm an Behörden der Neuen Republik, die auf der Suche nach Jod sind, den sie als Crimson Jack kennt, verraten und müssen fliehen. Bei ihrer Flucht gibt Jod zu, in Wahrheit, anders als zunächst von Wim angenommen, kein Jedi zu sein. Trotzdem beschließen Jod und die Kinder, von nun an zusammenzuarbeiten, um nach At Attin zu gelangen. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt21620418/
4. Ich kann nicht sagen, dass ich mich an At Attin erinnere (Can't Say I Remember No At Attin)
Mit den Unterlagen, die sie von Kh'ymm bekommen haben, erreichen die Kinder und Jod vermeintlich At Attin, wo sie jedoch schnell feststellen müssen, dass es sich bei diesem Ort um eine identitische Version ihres Heimatplaneten handelt, die jedoch einem verlassenen Kriegsschauplatz ähnelt. Bei ihrer Erkundung erfahren sie, dass sie sich auf At Attins Schwesterplanet At Achrann befinden. Die Kinder treffen auf die Krieger der Troiks, die berichten, dass sie sich in einem Krieg gegen die Hattans befinden, die ihre Eopie-Reittiere gestohlen haben. Schnell erkennen Wim, Neel und die anderen, dass bei den Troiks Kinder wie Erwachsene behandelt werden und somit auch in den Wehrdienst geschickt werden oder sich selbst um Nahrung kümmern müssen. Neel zeigt den Troiks einen anderen Ansatz, ehe der Konflikt beigelegt wird, da Jod und SM-33 die geklauten Eopies zurückgekauft haben. Als sie die Suche nach den Koordinaten nach At Attin wieder aufnehmen, entdecken sie dass in einer Halle mehrere Säulen, die Koordinaten zu anderen ähnlichen Planeten enthalten; die ihres Heimatplaneten aber unlesbar durchgestrichen sind. SM-33 gibt sich als der Verantwortliche dafür zu erkennen und berichtet, dass er dies unter seinem ehemaligen Kapitän tat, der ihm befahl, sämtliche Erinnerungen an das Mysterium At Attin zu leugnen. Fern, die nach wie vor von SM-33 als Kapitän angesehen wird, gelingt es, dem Droiden auf ihren Befehl hin die unterdrückten Erinnerungen zu entlocken und die Kinder und Jod erfahren, dass der alte Kapitän des Droiden auf At Attin einen Schatz versteckte. Als SM-33 auf programmierten Befehl des alten Kapitäns die Kinder angreift, schaltet Jod ihn ab, ehe Neel in Ohnmacht fällt, nachdem er den Droiden ablenken konnte. - 7,5/10 

https://www.imdb.com/title/tt21956580/
5. Ihr habt noch viel über Piraten zu lernen (You Have A Lot To Learn About Pirates)
Auf At Attin werden die Eltern der Kinder von den Droiden der Administration davon abgehalten, eine Nachricht in die Galaxis zu schicken, die die Barriere des Planeten durchdringt. Währenddessen können Jod und die Kinder SM-33 durch eine Umprogrammierung wieder zur Vernunft bringen, wobei dieser verrät, dass er einst unter dem legendären Piraten-Kapitän Tak Rennod auf der Onyx Cinder diente, der einen Schatz auf At Attin versteckte. Um Hinweise auf das Versteck und somit den Rückweg nach At Attin zu finden, fliegt SM-33 die Crew auf den Planeten Lanupa, wo Rennod einst eine Basis unterhielt; Lanupa ist inzwischen aber zu einem Luxusresort und Wellness-Oase umgewandelt worden. Die Kinder verkleiden sich und werden von Jod als altehrwürdige Weisen vorgestellt, da das Resort Kindern untersagt ist. Jod kann durch Bestechung der Angestellten ein Luxus-Appartement mieten, um dort den Plan in Ruhe zu besprechen, wobei er jedoch von der Kopfgeldjägerin Pokkit, einer alten Bekannten von Jod, entdeckt und an Kapitän Brutus verraten wird. Auf der Flucht vor Brutus’ Männern dringen die Kinder und Jod unterirdisch in eine verborgene Höhle vor, wo sie das von Fallen und Hindernissen gespickte Versteck erreichen, wo gleichzeitig viele erbeutete Reichtümer und Gegenstände von Rennod lagern. Dort finden sie die gesuchten Koordinaten nach At Attin und erfahren in einer alten holografischen Aufzeichnung des Kapitäns, dass es sich bei Rennods Schatz um eine Prägestätte handelt, in der beliebig viel Geld hergestellt werden kann. Plötzlich wendet Jod sich gegen die Kinder und zieht auch SM-33 auf seine Seite, als er Fern zwingt, ihm den Rang des neuen Kapitäns zuzusprechen, damit der Droide fortan Jod gehorcht. Die Kinder schaffen es aber durch Wim, durch eine Luke im Boden zu entkommen. Jod nimmt ein altes Lichtschwert aus Rennods Sammlung von Reichtümern an sich und nimmt die Verfolgung auf. - 9/10 

https://www.imdb.com/title/tt21956598/
6. Wieder keine Freunde (Zero Friends Again)
Jod und SM-33 geraten in die Gefangenschaft von Kapitän Brutus, der sie exekutieren lassen möchte. Mit seinem Wissen über At Attins Standort und den Schatz von Tak Rennod kann Jod den Piraten und seine Mannschaft jedoch davon zu überzeugen, ihn freizulassen und ihm zu erlauben, bei der Suche nach dem Schatz zu helfen. Unterdes sind die Kinder auf Lanupa dem Versteck von Rennod entkommen und versuchen zurück zur Onyx Cinder zu gelangen. Dabei trennen sie sich, um sich das Schiff zu holen, indem Fern und Neel den Berg zur Landeplattform erklimmen, während Wim und KB den Weg außenherum nehmen. Auf ihrem Weg erleiden KBs kybernetische Implantate im Kopf, die sie, wie man erfährt, seit einem Unfall am Leben halten, eine Fehlfunktion durch die Kälte des Planeten, woraufhin Wim dazu gezwungen ist, diese mithilfe von KBs Anweisungen zur reparieren. Wim schafft es die Implantate wieder zu stabilisieren und KB gesteht ihm, dass ihre Freundschaft zu Fern oft davon geprägt ist, dass diese oftmals wenig Verständnis für ihre Beeinträchtigung durch die Implantate hat. Bei ihrem Weg zu den Anderen werden sie von maschinenartigen Krabbenwesen attackiert; werden aber von Fern und Neel, die die Onyx Cinder wieder an sich nehmen konnten, gerettet. KB und Fern sprechen sich aus und vertragen sich; kurz darauf wird das Raumschiff aber von einer mobilen Müllpresse erfasst und droht zermalmt zu werden. Die Kinder erinnern sich an einen Knopf, den man nach SM-33s Anweisungen niemals drücken dürfe, der dafür sorgt, dass der Rumpf der Onyx Cinder abgesprengt wird und sich als kleines wendigeres Schiff weiter fortbewegen kann. Sie drücken in der Not den Knopf und können mit der neuen kleineren Onyx Cinder von Lanupa entkommen. Da KB die Koordinaten nach At Attin abspeichern konnte, können sie nun endlich die Heimreise antreten. - 8,5/10

https://www.imdb.com/title/tt21956604/
7. Wir bekommen sowas von Ärger (We're Gonna Be In So Much Trouble)
Die Eltern der Kinder schaffen es auf At Attin mittels eines Senders eine Nachricht über die Barriere des Planeten zu schicken, werden dabei aber von Sicherheitsdroiden erwischt und verhört. Nahezu zeitgleich erreichen die Kinder mit der Onyx Cinder ihren Heimatplaneten; werden aber von Kapitän Brutus‘ Schiff gefangen genommen, der kurz darauf mit seinem Schiff über At Attin eintrifft. Als einer von Brutus‘ Männern bei dem Versuch die Barriere des Planeten zu durchfliegen umkommt, erkennt Jod Na Nawood als einziger, dass die Onyx Cinder der Schlüssel zum Erreichen von At Attin ist; durch ihre altertümliche Bauweise kann nur sie die Barriere unversehrt durchqueren. Jod tötet daraufhin Brutus und gewinnt sich durch sein Wissen die Treue seiner alten Mannschaft zurück. Wim, Neel, Fern und KB schaffen es kurzzeitig, mit der Onyx Cinder vom Schiff der Piraten zu fliehen, müssen jedoch schnell feststellen, dass sich Jod unbemerkt an Bord schleichen konnte. Mit dem Lichtschwert aus Rennods' Versteck bewaffnet, enthauptet Jod SM-33 und nimmt die Kinder als seine Geiseln, ehe er At Attin schließlich erreicht. Dort angekommen, wird ihre Ankunft öffentlich durch eine Ansprache des mysteriösen Supervisors des Planeten verkündet; Jod gibt sich zunächst als Gesandten der Republik aus, woraufhin er vor einem geplanten Treffen mit dem Supervisor in die von ihm so begehrte Prägeanstalt von At Attin geführt wird. Während der Pirat sich dort an seinem Goldrausch ergötzt, treffen die Eltern der Kinder, die die Ansprache des Supervisors gehört haben, in einer der Schatzkammern ein, wo sie mit ihren verloren geglaubten Kindern wieder vereint werden, bevor Jod sie mit seinem Lichtschwert bedroht. - 9/10

https://www.imdb.com/title/tt21956608/
8. Die wirklich Guten (The Real Good Guys)
Jod gibt sich weiterhin als Abgesandter der Republik aus. Er befiehlt, Wim, Neel und KB, in ihren Quartieren zu bleiben, während er Fern und Fara zum Supervisor bringt, der sich als riesiger Droide entpuppt. Als der Supervisor Jods Behauptung, er sei ein Jedi, widerspricht und offenbart, von der Order 66 erfahren zu haben, ist Jod gezwungen, den Supervisor zu zerstören. Dies verursacht einen Stromausfall in der Stadt und schaltet sämtliche Sicherheitsdroiden ab. Als die Piraten At Attin mit der Absicht überfallen, die Bevölkerung zu versklaven, eilen Wim, Wendle, Neel und KB zur Onyx Cinder. Da jedoch Schiff an Ort und Stelle festgemacht ist, entwickeln Wim und Wendle einen Plan, um Jod abzulenken, damit Wendle die Stromversorgung wiederherstellen kann. Dadurch können KB und eine reparierte SM-33 das Schiff starten und an der Barriere vorbeifliegen und Kh'ymm um Hilfe rufen. Kurz darauf wird die Onyx Cinder von den Piraten abgeschossen. Währenddessen kämpfen Wim, Wendle, Fern und Fara auf At Attin mit Jod. Während Wim und Fern Jod sein Lichtschwert abnehmen, zerstören Wendle und eine mürrische Fara die Barriere. Dadurch können die Streitkräfte der Neuen Republik eintreffen und sich mit den Piraten auseinandersetzen, ihr Schiff abschießen und Jod zwingen, seine Niederlage einzugestehen. Alle eilen dann zur Absturzstelle der Onyx Cinder und finden KB lebend und wohlauf vor. Wim blickt erstaunt zum Himmel auf die Schiffe der Neuen Republik, die auf At Attin ankommen, in dem Moment als die Stromversorgung wiederhergestellt wird. - 9/10

Quellen
Inhaltsangabe: Filmstarts
Poster/Artwork: Disney+/Lucasfilm

Montag, 13. Januar 2025

What If...?, Season 03 (2024)

https://www.imdb.com/title/tt10168312/

Marvel's "What If...?" ist eine Animationsserie, die ein Wiedersehen mit Iron Man, Captain America und Co. ermöglicht - aber in einem Konzept, dass völlig gelöst von den Marvel Cinematic Universe Geschichten ist. Getreu dem Motto "Was wäre wenn..." werden neue Geschichten erzählt. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Captain America als Zombie in Erscheinung tritt? Oder wenn die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft den Fantastic Four beigetreten wäre? Die Möglichkeiten sind grenzenlos! Disney orientiert sich dabei an einer Comicreihe aus den 70er-Jahren, die sich bereits mit Alternativen zum offiziellen Kanon beschäftigt hat. So bot sich ein breites Spektrum an Möglichkeiten, seine Lieblingshelden in ungewohnten Rollen und Situationen zu sehen...

https://www.imdb.com/title/tt21744882/
3.1 Was wäre, wenn Hulk die Mech-Avengers besiegt hätte? (What If... The Hulk Fought The Mech Avengers?)
Beim Versuch sein Hulk-Bewusstsein zu entfernen, erschafft Dr. Bruce Banner durch ein Übermaß an Gammastrahlung ein Monstrum mit dem Namen Apex. Dieses läuft Amok, tötet die Avengers und regiert mit einer Armee von Bestien faktisch die Erde. Jahre später sucht der neue Captain America Sam Wilson den inzwischen zurückgezogenen Banner auf und bittet ihn um Hilfe. Banner lehnt ab, lässt aber Wilson ein Protokoll zukommen, welches den neuen Avengers mächtige Mech-Roboter zur Verfügung stellt. Die neuen Avengers, neben Wilson bestehend aus Captain Monica Rambeau, dem Red Guardian, Melina Vostokoff, Nakia, Shang-Chi und Moon Knight konfrontiert den Apex, sieht jedoch trotz der Mechs einer sicheren Niederlage ins Auge. Banner eilt den Avengers schließlich zur Hilfe und verwandelt sich in den Mega-Hulk, woraufhin er den Apex besiegen kann und zum neuen Alpha der Armee wird. Als der Mega-Hulk sich gegen seine Verbündeten wenden will, appelliert Wilson an das Gute in ihm und ihre Freundschaft. Der Mega-Hulk zieht daraufhin mit seiner Armee von dannen und lässt sich auf der Insel nieder, auf der sich Banner einst versteckte. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt34561508/
3.2 Was wäre, wenn Agatha nach Hollywood gegangen wäre? (What If... Agatha Went To Hollywood?)
Die Hexe Agatha Harkness entschließt sich nach Hollywood zu gehen und ein Filmstar zu werden, verfolgt allerdings insgeheim den Plan, den Celestial Tiamut seiner Macht zu berauben, welcher unterhalb der Oberfläche heranwächst. Agathas zunehmender Erfolg bringt sie schließlich zu Howard Stark, welcher seinen ersten Film dreht. Um das Ritual zum Machtentzug des Celestials zu vollenden, lockt Agatha den letzten Eternal und Bollywood-Star Kingo zu sich. Kingo ist über ihre Machenschaften im Bilde, vertraut allerdings darauf, dass sie die Kräfte wieder zurückgibt. Kingos Pflichtverletzung ruft den Celestial Arishem auf den Plan, welcher nun die Erde zerstören will. Nachdem Arishem die Erde erreicht, stellt sich Agatha ihm im All und absorbiert seine Kräfte, womit sie ihn tötet. Als nun kosmisches Wesen mit überaus großer Macht verfolgt Agatha eigentlich andere Pläne, lenkt jedoch auf Kingos Bitte ein; der Film mit beiden in den Hauptrollen feiert kurz danach seine Premiere. Bei der Premiere merkt Kingo an, dass der Tod Arishems sicherlich die Aufmerksamkeit weiterer Celestials auf sich ziehen wird, Agatha entgegnet aber, dieser Umstand würde sich besser für eine Fortsetzung eignen. - 5,5/10

https://www.imdb.com/title/tt34561503/
3.3 Was wäre, wenn Red Guardian den Winter Soldier aufgehalten hätte? (What If... The Red Guardian Stopped The Winter Soldier?)
Im Jahr 1991 soll der Winter Soldier Howard und Maria Stark töten und die Proben des Supersoldaten-Serums an sich nehmen, wird aber durch Alexei Shostakov alias Red Guardian aufgehalten und entwendet lediglich eine Probe des Serums. Später erhält der Red Guardian durch seinen Vorgesetzten General Dreykov den Auftrag, mit dem Winter Soldier in den Staaten einen Spion mit dem Codenamen Turm ausfindig zu machen. Auf ihrer Suche entkommen die widerwilligen Partner, die unterschiedlicher nicht sein könnten den lokalen Behörden und können auch Dr. Bill Foster von S.H.I.E.L.D. abschütteln. Shostakov zweifelt dabei mehr und mehr an seiner Einstellung, weswegen Dreykov insgeheim seine Exekution befiehlt. Der Spion entpuppt sich schließlich als Obadiah Stane, der sich die Verdrängung Starks vom Markt erhofft. Als Shostakov und der Winter Soldier Stane konfrontieren, erschießt der Winter Soldier den Spion. Kurz danach treffen die Behörden und Attentäter des Roten Raums ein, wobei der Winter Soldier dem Red Guardian die Flucht ermöglicht und die letzte Probe zerstört. Der Winter Soldier gelangt später in die Obhut Hydras zurück, während Shostakov von Foster aufgesucht wird und ein Angebot erhält. Im Jahr 2012 kämpft der Red Guardian schließlich an der Seite der Avengers während der Schlacht um New York. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt34561505/
3.4 Was wäre, wenn die Ente Howard verheiratet wäre? (What If... Howard The Duck Got Hitched?)
Infolge von Thors gigantischer Party heiraten die Ente Howard und Jane Fosters Assistentin Darcy Lewis, wobei das Paar schließlich ein Kind in Form eines Eis bekommt. Um das Glück des Paares gebührend zu feiern, erhalten jene eine Einladung vom Grandmaster von Sakaar. Allerdings ist dieser bloß hinter dem Ei her und will es während eines Festessens zubereiten lassen. Das Essen wird jedoch von Yondu Udonta gestürmt, der das Ei an sich nimmt und flieht. Wie sich herausstellt, wurde das Kind von Howard und Darcy infolge einer besonderen Konvergenz geboren, wodurch es ungeheuer mächtig ist. Das Kind zieht im Verlauf die Aufmerksamkeit verschiedener Parteien auf sich, so will es der abtrünnige Magier Kaecilius als Gefäß für seinen Herrn Dormammu aus der Dunklen Dimension nutzen, S.H.I.E.L.D. unter der Führung von Nick Fury und Agent Phil Coulson will es aufgrund seiner Macht sicher verwahren, während die Black Order von Thanos eigene Zwecke verfolgt. Überwältigt von all den Parteien suchen Howard und Darcy bei Loki und Laufey in Jotunheim Zuflucht. Doch auch dort währt die Ruhe nicht lange, da neben Kaecilius, dem Grandmaster und der Black Order nun auch der Dunkelelf Malekith und Zeus samt Armeen Ansprüche erheben. Als die verschiedenen Mächte das Paar zu überwältigen drohen, bricht das Ei auf und zwingt die zahlreichen Parteien durch eine mysteriöse goldene Strahlung in die Knie. Später entscheidet Fury, dass das Kind in den Händen seiner richtigen Eltern am besten aufgehoben ist und lässt sie allein. Das Hybriden-Kind erhält derweil den Namen Byrdie. - 5/10

https://www.imdb.com/title/tt34561504/
3.5 Was wäre, wenn die Emergenz die Erde zerstört hätte? (What If... The Emergence Destroyed The Earth?)
In einer Realität, in der die Eternals die Geburt des Celestials Tiamut in der Erde nicht verhindert haben, da dieser viel früher wuchs, wurde der Planet in Stücke gesprengt. Diesen Umstand nutzte der Stark Industries-Angestellte Quentin Beck alias Mysterio, um die Firma zu übernehmen und mittels der Iron Federation eine Diktatur zu errichten. Bloß eine zahlenmäßig unterlegene Allianz leistet Widerstand gegen Becks Herrschaft. Die Techniktüftlerin Riri Williams erwirbt eines Tages von Sharon Carter eine spezielle Mikrowelle, mit deren Technik es gelingen kann, Becks brutalen Vollstrecker White Vision aufzuhalten. Williams erhält das Gerät, muss jedoch kurz danach vor der Iron Federation fliehen. Gerettet wird sie von den letzten Angehörigen der Allianz, Ying Nan, Wong, Okoye und Walküre. In deren Unterschlupf, einem alten und gekenterten Schiff stellt Williams die Waffe her und kann nur knapp White Vision besiegen, der sich in der Zwischenzeit auf Befehl Becks durch das Schiff metzelte. Williams baut daraufhin Teile von White Visions Technik in ihren Anzug und wird durch Nanoiden zu einem Hybriden, was es ihr erlaubt, Becks Illusionen zu durchschauen. Die Gruppe stellt sich Becks Handlangern entgegen, während Williams Beck selbst stellt. Dieser enthüllt jedoch ebenfalls mit den Nanoiden verschmolzen zu sein, wodurch seine Illusionen verstärkt werden. Dabei enthüllt er zudem, dass Williams seit dem Angriff White Visions in einer Illusion gelebt habe und ihre Verbündeten allesamt tot seien. Entsetzt und verzweifelt gibt Williams auf und sieht einem tödlichen Schicksal entgegen. Der Watcher bemerkt, dass Williams in jeder Version dieser Realität letztendlich scheitere, kann allerdings nicht ein weiteres Mal tatenlos zusehen und greift ein. Indem er Williams ermutigt und zu ihr spricht, gelingt es ihr Beck zu überwältigen und zu besiegen. Danach bringt sie der Realität Hoffnung, indem sie das Symbol der Allianz quer durch die Bruchstücke der Erde projiziert. Anderswo zeigen sich drei weitere Watcher beunruhigt, dass Uatu ein weiteres Mal seinen Schwur gebrochen und eingegriffen hat, weswegen sie ihn fortan beobachten wollen. - 6,5/10

https://www.imdb.com/title/tt34561506/
3.6 Was wäre 1872? (What If... 1872?)
Ein alternatives 1872 wird durch Ressentiments und Hetzen gegen Immigranten geprägt, geschürt vom maskierten Mystiker The Hood. Xu Xialing möchte ihr Glück in den Staaten finden, verschwindet allerdings spurlos. Dies ruft ihren Bruder Xu Shang-Chi auf den Plan, welcher im entlegenen Westen nach ihr sucht, begleitet wird er von der Scharfschützin Kate Bishop, die nach Rache für die Ermordung ihrer Eltern strebt. Nach der Befragung von John Walker, einem lokalen Ansässigen, findet das Duo eine weitere Stadt vor, die unter den Folgen der Hetzen leidet. Der dort lebende Junge Kwai Jun-Fan behauptet, ein Geisterzug sei mit The Hood vorbeigekommen, ehe er das Duo begleiten darf. Das Trio erreicht nach kurzer Zeit den Zug und muss entsetzt feststellen, dass dieser nicht nur von modernster Repulsor-Technolgie betrieben wird, sondern auch vermisste Immigranten beherbergt, die allesamt unter Gedankenkontrolle stehen und in Trance sind. Shang-Chi und Kate machen daraufhin Bekanntschaft mit dem Magnat Sonny Burch, der im Auftrag von The Hood handelt und sie zu ihm bringen soll. Parallel versuchen Burchs Handlanger Jun-Fan vom Dach des Zuges in den sicheren Tod zu stoßen, der Watcher verhindert dies allerdings durch einen raschen und unbemerkten Eingriff. Während Shang-Chi dem maskierten Hood gegenübertritt und nach einem Kampf feststellen muss, dass es sich um Xialing selbst handelt, bringt Burch Kate mittels seiner Taschenuhr ebenfalls unter Gedankenkontrolle. Dabei gesteht er, dass er es war, der Kates Eltern ermordete, Xialing erklärt zeitgleich ihrem Bruder, den wahren Hood getötet und seine Kräfte übernommen zu haben. Durch eine Glocke befreit Jun-Fan Kate und die anderen Immigranten aus der Gedankenkontrolle, Burch wird überwältigt. Kurz darauf tötet Kate Xialing, als diese erfolglos Shang-Chi überzeugen will, an ihrer Seite zu agieren. Später lässt das Duo Jun-Fan in der Obhut der Immigranten, sie selbst reiten derweil in den Sonnenuntergang. Die anderen Watcher entscheiden, Uatu für seinen abermaligen Eingriff bezahlen zu lassen, wobei Splitter aus dessen Observatorium quer durchs Multiversum stürzen. - 7/10

https://www.imdb.com/title/tt34561509/
3.7 Was wäre, wenn der Watcher verschwinden würde? (What If... The Watcher Disappeared?)
Während Uatu von den anderen Watchers - Eminenz, Incarnate und Executioner - in der Fünften Dimension zur Rede gestellt wird, bekämpft Captain Carter derweil multiversale Inkursionen. Unterstützt von Kahhori, der inzwischen erwachsenen Byrdie und der Donnergöttin Storm vereitelt sie den Angriff einer Bestie auf Erde-625, die Heimat der neuen Nova Prime alias Nebula. Kurz danach bemerkt die Gruppe die Observatoriumssplitter, wodurch Carter folgert, dass der Watcher in Gefahr schwebt. Nachdem alle Versuche die Splitter zu nutzen fehlschlagen, schlägt Kahhori vor, Infinity Ultron um Hilfe zu bitten. Entgegen der Ansichten der Gruppe trifft sich Carter allein mit Ultron, wird dabei jedoch von Eminenz gefangen genommen. Als Kahhori, Byrdie und Storm eintreffen, halten sie fälschlicherweise Ultron für den Übeltäter, dieser klärt aber den Irrtum auf. Ebenso bemerkt er, dass er einen Fehler begangen habe, indem er alles Leben in seinem Universum auslöschte. Obwohl er keinen Raum mehr für eine Erlösung seinerseits sieht, entschließt er sich der Gruppe zu helfen. Nachdem er die Splitter absorbiert, machen sie sich gemeinsam zur Rettung von Uatu und Carter auf. - 7/10 

https://www.imdb.com/title/tt34561507/
3.8 Was wäre, wenn? (What If... What If?)
Uatu wird von den drei Watchers aufgrund seines wiederholten Eingreifens der Prozess gemacht, aufgrund der Interaktionen mit Strange Supreme, Riri Williams, Jun-Fan und Captain Carter. Bevor das Trio ein Urteil fällen kann, erscheint Ultron mit dem Rest von Carters Gruppe und rettet die beiden. Ultron opfert sich schließlich, um der Gruppe Zeit zu verschaffen. Dennoch spüren die drei Watchers sie auf und versuchen sie aus der Existenz zu löschen. Indem Uatu die anderen überzeugt, ebenfalls den Schwur des Watchers abzulegen, werden sie dem Trio ebenbürtig und verwickeln sie in mehrere Kämpfe. Um die Macht der Watchers zu schwächen, bringt Carter sie ins Universum von Strange Supreme, bezahlt jedoch mit ihrem Leben dafür. Uatu bewegt die bezwungenen Watchers dazu, durch Beobachten dieses Universums zu lernen. Im Anschluss lädt er Kahhori, Byrdie und Storm, die derweil um ihre Freundin trauern, dazu ein, sich ihm anzuschließen. Indem sie seinem Angebot folgen, über das Multiversum zu wachen, sollen sie sich die Frage stellen: Was wäre, wenn? - 6,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Disney+
Poster/ArtworkDisney+

Sonntag, 12. Januar 2025

The Wrath Of Becky - Becky 2: She's Back! (2023)

https://www.imdb.com/de/title/tt20916568/

Vor drei Jahren musste sich die damals 13-jährige Becky (Lulu Wilson) einer Gruppe Neonazis erwehren, die in das Haus ihres Vaters eingedrungen waren und diesen dabei eiskalt getötet hatten. Nachdem sie es bei diversen Pflegefamilien nicht einfach hatte, konnte die Teenagerin nun endlich so etwas wie ein Heim finden und versucht ihr Leben wieder aufzubauen. Dafür hat sie einen Job als Kellnerin angenommen, hat bei der nervigen und/oder aufdringlichen Kundschaft aber immer noch mit dem Drang zu kämpfen, wieder gewalttätig werden zu wollen. Als sich dann eine rechtsextreme Organisation in ihrem neuen Heimatort breit macht, kann Becky nicht lange zuschauen. Schnell kommt es zu einer verbalen Konfrontation mit Darryl (Seann William Scott), dem Anführer der Rassisten. Danach verfolgen einige Mitglieder der Gruppe Becky bis nach Hause. Die Schläger brechen ein, attackieren das Mädchen und entführen auch noch ihren geliebten Hund Diego. Da ist es endgültig vorbei mit Beckys Zurückhaltung …

"Becky" von 2020 war ein kleiner Überraschungshit. Einfach unterhaltsam und ansprechend blutig. Nicht jede 13-Jährige kann ihre Wut und ihren Zorn in einen konzentrierten Racheplan ummünzen, der nicht nur innovativ, sondern geradezu fantasievoll ist. Das Kind hatte Potenzial. Aber "Becky 2" Sie ist älter und sie hätte durchaus zorniger sein können. Der einzige Grund, warum dieser Film gedreht wurde, war die Vorbereitung einer Fortsetzung, die noch kommen wird. Es gibt nichts Frustrierenderes als unterdrückte Wut, und in Beckys Fall hatte man sogar das Gefühl, dass dieses Kind noch so viel mehr tun könnte, um das wilde Biest in ihrem Herzen zu aktivieren. Aus dem ersten Film kennt man ihren Hintergrund. Becky ist eine verärgerte Teenagerin, die um den Verlust ihrer Mutter trauert - und mit der Aussicht konfrontiert ist, einen Urlaub mit ihrem Vater, seiner neuen Frau und ihrem Sohn zu verbringen - und präsentiert sich als rebellisches und ziemlich egoistisches Kind. Als ihre Hütte von entflohenen Sträflingen auf der Suche nach dem Schlüssel zu einem versteckten Versteck überfallen wird, lösen sie unabsichtlich Beckys angeborene Vorliebe für extreme Gewalt und Rache aus.

Für einen Film mit kleinem Budget war die Besetzung ziemlich gut: Joel McHale, Kevin James als überraschend überzeugender Bösewicht und Amanda Brugel aus Toronto. Natürlich zeigte der aufstrebende Star Lulu Wilson erstaunliches Talent für eine so anspruchsvolle Rolle einer jungen Darstellerin. Obwohl Wilson auch hier die Rolle großartig wieder aufnimmt, ist sie das einzige erkennbare Gesicht. In diesem Film ist Becky jetzt 16. Sie hat eine kurze Geschichte des Hin- und Herpendelns zwischen Pflegefamilien hinter sich und betrügt das System pathologisch, bevor sie sich schließlich mit Elena (Denise Burse) niederlässt, einer älteren Frau, die Becky keine Fragen stellt und ihre Miete akzeptiert. Denise ist eine Ersatz-Großmutterfigur, der sie vertrauen kann. Sie arbeitet als Kellnerin in einem örtlichen Diner und größtenteils geht es Becky gut. Aufgrund ihres unbestrittenen Traumas unterzieht sich Becky intensiven Kampf-Parkour-Trainingskämpfen in den nahegelegenen Wäldern, springt über Fallgruben, läuft extreme Distanzen und schleudert Kampfmesser in Bäume. Sie trainiert sogar ihren Pitbull Diego, auf Befehl anzugreifen. Im Grunde genommen hat sich Becky in eine Kampfmaschine verwandelt, was das nächste Mal vorwegnimmt, wenn ihr Paradies gestört und ihre innere Wut hervorgerufen wird.


Das führt zum zweiten Grund, warum man diesen Film nicht so sehr genießen kann, wie man vielleicht will. Während Becky ihre Schicht im Diner verrichtet, kommen drei Männer herein, die einer Organisation namens "The Noblemen" angehören und mit ihren extrem frauenfeindlichen Einstellungen ist klar, dass Becky und diese repräsentative Musterfigur des amerikanischen patriotischen Aufruhrs zwangsläufig aneinandergeraten werden, und tatsächlich folgen sie ihr nach Hause und die formelhafte Abfolge der Ereignisse wiederholt sich. Aber - es ist einfach nicht gewalttätig genug. Seann William Scott ist der Anführer der Noblemen. Scott ist bekannt für seine Rollen in den American Pie-Filmen und hatte in der Vergangenheit einige Actionrollen (z. B. "Bulletproof Monk"), aber es ist schwer, "Stiffler" als Anführer einer Gruppe inländischer Terroristen zu sehen. Obwohl er es schafft, ist die tatsächliche Auseinandersetzung zwischen ihm, seinen Lakaien und Becky enttäuschend begrenzt. In Anbetracht dessen, was wir aufgrund des letzten Films erwarten können, ist die Konfrontation ziemlich einfallslos. Sogar der Hund Diego ist eine bemerkenswerte Enttäuschung.

"Becky 2" ist ein Beispiel für einen Film, der sein Publikum mit einem nicht erfüllten Versprechen enttäuscht. Angesichts der extremen Gewalt des letzten Films ist man nicht schockiert genug über den Kampf zwischen ihr und der Gruppe von Antagonisten, die in ihrer Scheune ein wahres Arsenal haben, um einen kleinen Krieg anzuzetteln. Tatsächlich gibt es eine Szene, in der man sieht, wie Becky bei ihrer Entdeckung ein wirklich böses Lächeln aufsetzt, dann aber nur einen Bruchteil dessen nimmt, was das Publikum von ihr erwartet hat, um sich zu bewaffnen. Wenn das keine verpasste Chance in der Geschichte ist, dann weiß ich auch nicht... Schließlich ist Beckys Mentalität der andere Faktor, der davon abhält, sich wirklich in die Geschichte zu vertiefen. Im ersten Film wurde Becky aus der Not heraus zu dem, was sie war. In diesem Film ist es, als ob sie wirklich dieses wilde, seelenlose Monster sein will, das aus Spaß töten will. Wenn das also das ist, was in ihrem Herzen ist, warum sehen wir es dann nicht öfter zum Vorschein kommen? Ein weiteres Beispiel für Frustration nicht nur für die Figur, sondern auch für das Publikum. 

Die einzige Rettung ist ganz am Ende des Films zu sehen. Die letzte Szene bestätigt, dass dieser Film nur ein Sprungbrett für eine weitere Fortsetzung ist. Aber dieses Versprechen wird schwer zu halten sein, wenn die Filmemacher nicht noch einen Schritt weiter gehen und Beckys wahres Rachepotenzial freisetzen, und ich hoffe, dass sie das tun. Sie hat immer noch Potenzial.

5,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Dolphin Medien
Poster/Artwork: Post Film/
BoulderLight Pictures/RainMaker Films

Freitag, 10. Januar 2025

Cobweb - Knock Knock Knock (2023)

https://www.imdb.com/de/title/tt9100018/

Der acht Jahre alte Peter (Woody Norman) wird von einem mysteriösen, ständigen Klopfen an der Wand seines Schlafzimmers geplagt – jede einzelne Nacht aufs Neue. Seine Eltern, Carol (Lizzy Caplan) und Mark (Antony Starr) tun das jedoch als Einbildung ihres Sohnes ab, wollen ihm nicht so recht glauben. Doch als Peters Angst immer größer wird, glaubt er, dass seine Mutter und sein Vater ein schreckliches, gefährliches Geheimnis verbergen könnten und stellt sein Vertrauen in sie infrage. Und was könnte für ein Kind noch beängstigender sein als das Wegbrechen der eigenen Eltern als sichere Konstante im eigenen Leben?

Der Regisseur Samuel Bodin und Drehbuchautor Chris Thomas Devlin widmen sich in "Cobweb", der unter dem deutsche Titel "Knock Knock Knock" vermarktet wird, ihrer Version des Albtraums eines jeden Kindes, die wirklich noch Angst machen. Der schüchterne, kleine, achtjährige Peter hinterfragt spät in der Nacht die Geräusche in den Wänden seines Schlafzimmers. Seine unterdrückerischen Eltern Carol, mit einem Sinn für das Makabre gespielt von Lizzy Caplan und Antony Starr als Mark, ein sehr furchteinflößender Zuchtmeister, scheinen emotional distanziert von ihrem Sohn zu sein. So beginnt es, als Peter versucht, seine Eltern davon zu überzeugen, dass etwas hinter den Wänden lauert. Peters Eltern behaupten, er habe eine übersteigerte Fantasie und ignorieren seine Ängste. Außerdem wird er in der Schule gemobbt. Tatsächlich ist die einzige Person, die ihm vielleicht helfen könnte, seine neue Aushilfslehrerin, Ms. Devine, die von Cleopatra Coleman (Infinity Pool, Dopesick) wunderbar mit Wärme und Fürsorge gespielt wird. Sie ist eine so wunderbare Empathin, dass sie für ein Kind, besonders für Peter, die Extrameile geht, weil sie spürt, dass zu Hause etwas nicht stimmt. Schließlich, da ihm niemand glaubt, versucht Peter, mit dem zu kommunizieren, was auf der anderen Seite der Wand ist. Es entpuppt sich langsam als "Sarah" und behauptet, Peter beschützen zu wollen. Sie warnt Peter auch, dass seine Eltern "böse" sind. Nun, Peters Eltern mögen ein bisschen streng, distanziert und seltsam sein, aber böse? Wir können nicht anders, als uns zu fragen, ob diese Stimme und die Geräusche alle im Kopf des Kindes sind und es sich austobt oder ob das alles echt ist. Was hat dieses Ding hinter der Wand eigentlich im Sinn?

Was Bodin und Devlin für den Zuschauer auf Lager haben, ist ein echter Schock. Es gibt viele Wendungen, aber die große Enthüllung ist der Höhepunkt, der einen fragen lässt, was zum Teufel man sich da ansieht. Ein großes Lob geht an Woody Norman als Peter für eine großartige, sympathische Leistung. "Cobweb" kommt in einem dunklen und tristen Format daher. Aber es passt zur gesamten Stimmung des Bildes. Es erzeugt sofort ein gruseliges Gefühl mit dem Hintergrundbild, das nicht leicht zu definieren ist. Die Farben sind manchmal gedämpft, aber Nahaufnahmen sind gut definiert, wenn der Regisseur es so will. Schatteneffekte werden sehr effektiv eingesetzt. Die Jump Scares (und davon gibt es viele) werden nur durch die Schockeffekte des Tracks betont. Es gibt eine schöne Balance zwischen Dialog und allen Soundeffekten, sodass es kaum einen Grund für Untertitel gibt, aber sie sind für diejenigen verfügbar, die sie bevorzugen. Der gesamte Track hält einen in Atem.

Dies ist Samuel Bodins erster Kinofilm und er ist sehr beeindruckend - gerade für ein Debüt. Natürlich hilft es, großartige Stars wie Lizzy Caplan, Antony Starr und Cleopatra Coleman zu haben, um die Messlatte für einen Film wie diesen höher zu legen. Ohne den richtigen Kinderdarsteller wäre dieser Film auch nicht annähernd so effektiv, aber mit Woody Norman an der Seite, der eine so realistische Darstellung liefert, wird alles auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und wirkt viel furchteinflößender. "Cobweb" ist der Albtraum eines jeden Kindes, der auch Erwachsenen Angst einjagen wird. Eigentlich genau das Richtige für Halloween.

7/10

Quellen
Inhaltsangabe: Leonine
Poster/Artwork: Lionsgate

Donnerstag, 9. Januar 2025

Joker: Folie à Deux (2024)

https://www.imdb.com/de/title/tt11315808/

Nach der eskalierten Gewaltspirale mit ihm im Zentrum ist Arthur Fleck alias Joker (Joaquin Phoenix) im Arkham State Hospital, einer psychiatrischen Anstalt für die schlimmsten Verbrecher von Gotham City, gelandet. Dort sitzt er nun seine Zeit ab, bis der Prozess gegen ihn vor Gericht eröffnet wird. Seine Anwältin (Catherine Keener) bemüht sich darum, ihren Fall rund um die vermeintlich gespaltene Persönlichkeit ihres Mandanten aufzubauen, um ihn für unzurechnungsfähig erklären zu lassen. In der Zwischenzeit bekommt Arthur wegen guter Führung die Möglichkeit, in Arkham an einem Musikprogramm teilzunehmen, wo er die rebellische Lee (Lady Gaga) kennen und lieben lernt. Während sich die beiden gemeinsam in musikalische Fantasien flüchten, motiviert sie ihn, seine Joker-Persona wieder voll und ganz nach außen zu kehren – mit verheerenden Folgen...

Eines gleich vorneweg: Wer der Ansicht ist, hier eine nahtlose Fortsetzung des zweifach Oscarprämierten Films von 2019 zu erhalten, wird bitter enttäuscht werden. Der Titel des Films "Folie à deux" bedeutet übersetzt so viel wie "Wahnsinn zu zweit" und ist Ausdruck für eine psychotische Störung, bei der sich nahestehende Personen gemeinsame, wahnhafte Vorstellungen entwickeln. Es ist aber - nach der Ansicht des Autors - genau dieser Wahnsinn, der dieser Fortsetzung genau das verleiht, was einen Joker ausmacht: völlige Abdriften in eine eigene Welt. 

Man darf sich aber durchaus die Frage stellen, ob Regisseur Todd Phillips den Zuschauer veräppeln will. Für die Fortsetzung seines umstrittenen, aber überaus erfolgreichen "Joker" reißt Phillips die Formel über den Haufen. Der düstere Elan von Jokers "Making of a Murder"-Erzählung und die darauffolgende extravagant gewalttätige Verbrechensserie werden durch zwei Stunden und 20 Minuten einer Mischung aus Musical-Romanze und Gerichtsdrama ersetzt. Ach ja, und es gibt auch einen animierten Prolog im Stil von Looney Tunes, der von Sylvain Chomet geschaffen wurde. Die Einflüsse des ersten Films werden weitgehend verworfen. "Joker: Folie à Deux", in dem Lady Gaga neben dem wiederkehrenden Star Joaquin Phoenix zu sehen ist, greift stattdessen auf Filme wie Francis Ford Coppolas "One From The Heart" und Scorseses "New York, New York" zurück – beides Musicals und, das sei erwähnt, beide notorische Flops.

Es ist eine mutige, wenn auch möglicherweise unkommerzielle Entscheidung: Das Comic-Musical ist aus gutem Grund ein unterbevölkertes Genre. Comic-Musicals, in denen einer der Hauptdarsteller kaum den Ton halten kann (Phoenix’ Joker singt auf die gleiche Weise, wie er lacht, sehnig, angestrengt und schmerzhaft, als würde ihm jeder Ton aus dem Leib getreten), sind ein noch selteneres Wesen. Aber während das Gesangs- und Tanzelement für einige der bestehenden Fans des ersten Films ein Stolperstein sein könnte, ist es hier nicht das Hauptproblem. Trotz aller üblichen Angriffe auf klassische Songs ("Bewitched", "Bothered And Bewildered" wird besonders unsensibel verrissen) funktioniert die Idee eines Musicals als Wahnvorstellung eines gebrochenen Geistes manchmal recht gut. Das Problem ist, dass es trotz aller kühnen Änderungen im Ansatz hier sehr wenig Neues gibt. Wie der erste Film wird "Joker: Folie à Deux" fast vollständig aus der Perspektive von Joker/Arthur Fleck erzählt; er teilt das gleiche selbstmitleidige Mitgefühl für die Incels und das gleiche Gefühl gesellschaftlicher Ungerechtigkeit. Und während der Titel einen doppelten Fokus und frisches Blut in Form von Gagas Lee Quinzel zu versprechen scheint, ist sie in der Praxis eine Nebenfigur, die so gut wie keine eigene Leinwandzeit bekommt und unter einem dünnen Drehbuch und oberflächlicher Charakterisierung leidet. Dass Lees Szenen trotz alledem elektrisierend sind und sie jeden Satz wie einen Faustschlag landet, ist ein Beweis für Gagas Charisma und Starqualität.

Die Fortsetzung spielt kurz nach den Ereignissen des ersten Films. Arthur Fleck wird im Arkham Asylum für kriminell Geisteskranke eingesperrt. Es ist genug Zeit vergangen, damit sich Joker von einem gegenkulturellen Antihelden zu einem popkulturellen Phänomen entwickeln konnte, aber die Narben, die seine Taten in Gotham hinterlassen haben, sind noch frisch. Über sein Leben und seine Verbrechen wurde ein ausbeuterischer Fernsehfilm gedreht; der Zeichentrickfilm, der den Film eröffnet (mit dem Titel Ich und mein Schatten") frischt nicht nur die Erinnerung an die im Fernsehen übertragenen Ereignisse der Murray Franklin Show auf, sondern führt auch ein Schlüsselthema in die Fortsetzung ein. Das "deux" des Titels, so wird klar, handelt ebenso sehr von den verfeindeten Doppelpersönlichkeiten von Arthur und Joker wie von der Romanze zwischen Joker und Lee. Als sein Gerichtstermin näher rückt, ist Arthurs Verteidigerin Maryanne Stewart (Catherine Keener) entschlossen, ihren Mandanten als hilfloses Opfer darzustellen, dessen Psyche aufgrund von Kindheitstraumata gespalten wurde und dessen freier Wille von seinem monströsen Alter Ego Joker überlagert wurde. Seine Fans, von denen Lee die Nummer eins ist, haben unterdessen wenig Interesse an einem traurigen Niemand wie Arthur, sondern verehren Joker als Clownprinz des Chaos.

Arthurs Schmerz, eine Nebenfigur im ersten Film, sickert nun in jedem Bild vom Bildschirm. Er ist in der Farbpalette des Inneren der Anstalt präsent, einer widerwärtigen Gefängniswäsche-Kombination aus ekelerregendem Geld und verzweifeltem Grau. Und er ist in Arthurs gequälter Körperlichkeit offensichtlich. Phoenix, der für die Rolle noch einmal erheblich abspeckte, spielt die Figur wie eine Figur aus einem Bruegel-Gemälde, dessen Körper durch die fortwährende Qual seiner eigenen persönlichen Hölle verzerrt ist. Und dann ist da noch die hilflose Qual dieses würgenden, zuckenden Lachens. Arthurs Welt gerät aus den Fugen, als er in einer Musiktherapiesitzung seinen Mithäftling Lee trifft. Der Rahmen wird von Farbe überflutet - insbesondere von den Farbtönen der Joker-Garderobe in Safrangelb, Blutrot und Blaugrün. Und Arthur entdeckt die Musik wieder, die schon immer in ihm steckte. Musik, die, wie die meisten Dinge in Arthur, eine groteske, cartoonhafte Qualität annimmt, sobald sie durch die Linse des Jokers gefiltert wird.

Die Musiksequenzen, die von allem inspiriert sind, von Schwarz-Weiß-Spektakeln der 40er Jahre bis hin zu kitschigen Varieté-Shows im Vegas-Stil, sind die Momente, die den Film aufwerten – insbesondere jene, in denen Gaga im Mittelpunkt steht. Sie ist nicht nur eine faszinierend verräterische und im Grunde unzuverlässige Figur, sie kann auch "That’s Entertainment" mit den Besten herausschmettern. Die Laufzeit des Films macht sich vor allem in den Gerichtsszenen bemerkbar, in denen Lee in den hinteren Teil der Zuschauertribüne verbannt wird und das ohnehin schon nachsichtige Drehbuch noch weiter nachlässt. Und Arthur, der seinen Anwalt feuert und sich selbst verteidigt, fügt seinem Repertoire eine weitere Anti-Stärke hinzu: Der Komiker, der nicht lustig war, und der Sänger, der nicht singen kann, ist auch ein angeberischer Anwalt, der nicht die geringste Ahnung hat, wie er seinen Fall gewinnen kann. Und trotz alledem ist "Joker: Folie à Deux" ein Film, der, wenn man sich darauf einlässt, eine Faszination ausstrahlt, der man von Anfang bis Ende gern folgen mag.

7/10

Quellen
Inhaltsangabe: Warner Bros.
Poster/Artwork: Warner Bros.

Dienstag, 7. Januar 2025

Nosferatu - Nosferatu: Der Untote (2024)


Der junge Thomas Hutter (Nicholas Hoult) wird von seinem Arbeitgeber auf die lange Reise nach Transsylvanien geschickt. Hier soll er zum finsteren Schloss des geheimnisvollen Grafen Orlok (Bill Skarsgård) reisen, um mit ihm zusammen den Kauf einer Immobilie abzuschließen. Doch Graf Orlok verhält sich ziemlich merkwürdig und in seinem Schloss scheint obendrauf nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Irgendwann scheint für den skeptischen Thomas klar, dass der Graf kein gewöhnlicher Mensch ist, sondern vielmehr ein bedrohliches Wesen der Nacht. Graf Orlok hat es zu allem Überfluss auch noch auf Thomas' Ehefrau Ellen (Lily-Rose Depp) abgesehen und macht sich deshalb schon bald mit Sack und Pack auf, um die junge Frau endgültig in seinen teuflischen Bann zu ziehen.

Eines gleich vorweg: Robert Eggers' Remake des ursprünglichen Vampirklassikers "Nosferatu" aus dem Jahr 1922 ist ein Meisterwerk aus atmosphärischer Furcht. Und das so gut, dass das gelegentlich holprige Drehbuch nicht einmal stört.

Eggers hat ein so seltenes Talent, eine Aura okkulter Bedrohung und unheimlicher Atmosphäre zu schaffen, dass es fast unnötig pingelig erscheint, die Ungleichmäßigkeit des Films zu bemerken, mit sensationellen Sequenzen, denen schwächere Sequenzen mit ungewisser Wirkung folgen. Dennoch stelle ich mit etwas Bedauern fest, dass "Nosferatu" weder mit Eggers' "The VVitch" noch mit dem grandiosen "The Lighthouse" in Bezug auf eine kühne Einheit der Vision mithalten kann. Und natürlich kann der Film nicht an F. W. Murnaus Meisterwerk "Nosferatu" aus dem Jahr 1922 heranreichen, das Eggers - laut eigener Aussage - seit seiner Kindheit zu seinen fantasievollen Höhenflügen inspiriert hat. Glücklicherweise versucht seine neue Version nicht, es Murnau gleichzutun, sondern bietet stattdessen einen anderen Ansatz für dasselbe Ausgangsmaterial, nämlich Murnaus unerlaubte Aneignung von Bram Stokers Roman "Dracula" aus dem Jahr 1897, der wiederum aus osteuropäischer Folklore stammt.  

Es gibt Sequenzen in "Nosferatu", die so einprägsam und so gut gemacht sind, dass man sich noch einige Zeit allein im Dunkeln etwas unwohl fühlen könnte. Die vielleicht gruseligste Szene des Films ist die Reise des jungen deutschen Immobilienmaklers Thomas Hutter (Nicholas Hoult) zu einem abgelegenen Schloss in den Karpaten in Transsilvanien, das einem geheimnisvollen, vermögenden Kunden, dem Grafen Orlok Bill Skarsgård), gehört. Obwohl die Roma, denen er begegnet, ihn von dem vermeintlichen Vampirschloss fernhalten und ihn entweder verachten oder für ihn beten, ist Hutter pleite und will sich unbedingt vor seinem neuen Arbeitgeber beweisen, Herrn Knock (Simon McBurney), einem seltsamen, inbrünstigen kleinen Mann, der darauf beharrte, dass er diese Reise antritt. Hutter macht sich Sorgen, wie er seine neue Braut Ellen (Lily-Rose Depp) ernähren soll, die zu Melancholieanfällen neigt und ihn anflehte, nicht von ihrer Seite zu weichen. Ja, Hutter's Aufenthalt im Schloss ist von Anfang an furchterregend. Er ist geschwächt von seiner desorientierenden Übernachtung bei den Roma, besonders als er am Morgen aufwacht und feststellt, dass sie alle weitergezogen sind und sein Pferd mitgenommen haben. Den Rest des Weges muss er durch das raue, verschneite Gelände laufen, ein anstrengender Marsch, und kommt erst des Nächtens an. Hier beginnt Eggers, die Sinne anzusprechen - sowohl die des Protagonisten Hutter und die des Zuschauers - auf eine Weise, die an die beste Gothic-Literatur erinnert. So viele Horrorromane des 19. Jahrhunderts arbeiten mit der Unsicherheit der Wahrnehmung, mit Dunkelheit, flackerndem Feuerschein, riesigen projizierten Schatten, Nebel und Regen, Stürmen und Gewittern, die alles verdecken, was man sehen und hören könnte. 

Krankheit, Erschöpfung, Halluzinationen, verstörende Traumzustände und vielleicht eine sich ausbreitende geistige Verwirrung stellen in Frage, was der Protagonist erlebt. Man teilt Hutters verwirrten Zustand, als eine Geisterkutsche vor ihm anfährt und sich die Tür scheinbar von selbst öffnet. Er betritt das Gemäuer immer noch benommen und wird in die mittelalterliche Festung des Grafen Orlok versetzt. Dort durchquert er Eingänge, die irgendwie perfekt konstruiert sind, um einem Angst einzujagen - zwei spitze Torbögen führen zum Burghof, und hinter ihnen steht in der Dunkelheit eine schaurige Gestalt, still und wartend. Hutter bewegt sich langsam und automatisch auf das zu, was ein sicherer Untergang zu sein scheint, und das Publikum geht mit ihm in das steinerne Gebäude, das nur vom Feuer im riesigen Kamin erhellt wird. Der Graf ist groß und gewaltig, aber in einen Umhang und einen Hut gekleidet - jegliche besonderen Merkmale verlieren sich in den tiefen Schatten des Raumes und dem bräunlichen Dunst, der vom Rauch des Feuers erzeugt wird. Nur einmal leuchten Graf Orloks Augen auf und werden sichtbar, wie zwei Funken, die vielleicht das Licht des Feuers oder eben ein teuflischeres inneres Licht reflektieren. Seine seltsame, kehlige Stimme, die klingt, als wäre sie aus dem Grab heraufgezerrt und widerhallend, hämmert auf Hutter ein, um ihn dazu zu bringen, das aufwendige Dokument, das vor ihm liegt, mitzuunterzeichnen. Hutters Nächte im Schloss sind fiebrig, denn er träumt, der Graf besuch ihn bei einer Reihe grausiger, aber erotischer Angriffe, die grobe Spuren auf seiner Brust hinterlassen. Und seine Tage ergehen sich bald in Verzweiflung, während er versucht, einen Weg aus dem unheimlich leeren Schloss zu finden, in dem jede Tür wie in einem Gefängnis verschlossen ist. Seine Bitten, sofort nach Hause zurückzukehren, werden abgelehnt; Graf Orlok besteht darauf, dass er bleibt, bis er wieder gesund und ausgeruht ist. Das Ganze ist großartig gemacht, bis hin zu seiner haarsträubenden Flucht. 

Bill Skarsgård und Nicolas Hoult liefern die beiden genialen Darbietungen des Films, die die großartige Wirkung der frühen Szenen im Schloss noch verstärken. Skarsgård ist als Graf nicht wiederzuerkennen, der in einem Schockmoment plötzlich enthüllt wird, schroff und nackt aus seinem Sarg steigt, mit einer Schädelkuppel, brennenden Augen und einem riesigen Schnurrbart wie aus dem berühmten Porträt von "Vlad dem Pfähler", auch bekannt als Vlad Dracula, der historischen Figur, die am häufigsten als Inspiration für Stokers Originalroman genannt wird. Mit Eggers‘ berühmter Manie für historische Recherche und Genauigkeit macht er in Interviews seine ehrgeizigen Pläne deutlich, Graf Orlok als "toten transsilvanischen Adligen" darzustellen, bis hin zu den Schuhen, die er getragen hätte. Und Hoult hat eine noch schwierigere Aufgabe: den seltsamen, betäubten Zustand von Charakteren in Horrorfilmen zu vermitteln, die sich selbst in ihrer Angst gezwungen fühlen, jede verrückte Entwicklung durchzustehen, ob übernatürlich oder nicht. Er ist perfekt als unglücklicher Arbeiter in dieser klassenbewussten Fabel, den sein schleimender Chef dem reichen Aristokraten als kleinen Imbiss anbietet, der als blutsaugendes Monster dargestellt wird, das versucht, sich in der deutschen Stadt Wisborg ein modernes Leben aufzubauen. Schließlich gibt es in Städten mehr menschliche Beute. Dieser Erzählstrang wird durch die Schwerpunktverlagerung des Films auf Ellen verschleiert, die in London schmachtet und auf Thomas‘ Rückkehr wartet. Während er weg ist, leidet sie zunehmend unter Anfällen und Dämmerzuständen, die an Epilepsie oder vielleicht dämonische Besessenheit erinnern. "Zu viel Blut" ist die lapidare Diagnose ihres Arztes, die amüsanter Weise vom Ersatz für Dr. Van Helsing wiederholt wird, der in dieser Version Professor Von Franz heißt. Er ist der Okkultist, gespielt von Willem Dafoe, der in Kleidung im Stil der 1830er Jahre und mit üppigem Bartwuchs wunderbar aussieht und im Film eine zunehmend fesselnde Leistung abliefert.

"Zu viel Blut" ist dennoch ein kluger Ausspruch, der die stumpfsinnige paternalistische Sichtweise der Frauen des 19. Jahrhunderts gut wiedergibt, deren angebliche Tendenz zum Exzess - zu brodelnden Emotionen, sexuellem Verlangen, seelischer Qual - repressiv kontrolliert wurde. Das Drehbuch stützt sich stark auf die Unterdrückung von Ellen, von der Eröffnungsszene an, in der sie als einsames Mädchen gezeigt wird, das inbrünstig um Zuneigung und Verständnis in Form eines Schutzengels, eines tröstenden Geistes, einem was auch immer, betet. Dass ihr Gebet in Form eines "Dämonenliebhabers", der sich als Graf Orlok manifestiert, erhört wird, ist das Ergebnis ihrer eigenen "exzessiven" Macht in Form ihrer paranormalen Gaben. Sie kann bis zu einem gewissen Grad die Zukunft vorhersehen, und letzten Endes wird ihr, trotz aller fieberhaften Bemühungen von Thomas, seinem Freund Friedrich Harding (Aaron Taylor-Johnson) und Professor von Franz, die Aufgabe zufallen, die Zivilisation vor Graf Orlok und der ihn begleitenden Seuche zu retten. "Er kommt", stöhnt Ellen wiederholt in sexualisiertem Entsetzen, während sie sich einerseits nach der Rückkehr ihres Mannes sehnt, andererseits aber auch die unmittelbar bevorstehende Ankunft von Graf Orlok per Schiff übersinnlich ahnt.

Lily-Rose Depp stürzt sich in die Rolle, wobei sie die heftigen, körperverrenkenden Anfälle ihrer Figur Berichten zufolge selbst und ohne Stuntman darstellt. Mit ihren riesigen dunklen Augen und ihren starken, ernsten Gesichtszügen, die zu dem strengen, glattgeklebten Haar und der einengenden Kleidung der damaligen Zeit passen, sieht sie auch wie geschaffen für die Rolle aus. Kurzum: eine tolle Leistung. Dramatisch gesehen schwächelt sie zwar in einigen Schlüsselszenen, insbesondere in ihrer Konfrontation mit Graf Orlok, in der sie sich ihm widersetzt und sich weigert, freiwillig an einem Blutvergießen teilzunehmen, das für ihre unheilige Verbindung offenbar notwendig ist. Plötzlich behandelt sie ihn wie einen alten Freund nach einer schlimmen Trennung. Der Text wird auch ein wenig albern, als sie über diese "Regeln" streiten, wie zum Beispiel die drei Nächte, die er ihr gewährt, um ihn zu sich zu rufen, während er das Leben aller um sie herum ins Chaos stürzt. Und wer will schon noch mehr Regeln oder Erklärungen im Vampirgenre, das ohnehin schon voller Regeln und Erklärungen ist? Eggers hat viele der bekanntesten Regeln über Bord geworfen, die sich in Geschichten und Filmen um die Vampirlegende gebildet haben, und so wird in "Nosferatu" weder mit Kreuzen hantiert noch Knoblauch verwendet. Es scheint, als wollte Eggers die Vampirkunde älterer, härterer Folklore ans Licht bringen, denn die Vampire der Folklore haben nicht immer Blut getrunken. Manchmal haben sie ihre Opfer erwürgt. Manchmal haben sie Nacht für Nacht mit ihren Opfern Unzucht getrieben, bis sie starben. Und obwohl es anatomisch vollkommen Sinn ergibt, tranken anglo-literarische Vampire aus der Kehle. Aber aufgrund von Albträumen im Wachzustand und dem alten Hexensyndrom und dem Druck dieses Gefühls auf der Brust tranken viele Arten von Folk-Vampiren aus der Brust, was man im Film wieder findet.Im Allgemeinen kommt Eggers diese Rückkehr zum Folkloristischen zugute. Und obwohl es schwächere Aspekte von "Nosferatu" gibt, die sich hauptsächlich auf die zweite Hälfte des Films, wenn Graf Orlok in Wisborg ist, konzentrieren, sind es die stärkeren Szenen, die einem im Gedächtnis bleiben. Es gibt beispielsweise ein großartiges Zwischenspiel an Bord, als ein vor Angst schlotternder Seemann, einer der letzten Überlebenden, verzweifelt genug ist, um in den Laderaum des Schoners zu gehen und sich dem zu stellen, was sich in der mysteriösen sarggroßen Kiste befindet. Es ist dunkel im Laderaum und das wechselnde Licht der Laterne lässt den Hintergrund aufblitzen, in der es in der fiebrigen Vorstellungskraft des Zuschauers von gottlosem Leben nur so zu wimmeln scheint. Gänsehaut. 

Der Soundtrack tut sein Übriges: mit vagem Gemurmel, Kichern und Rascheln werden Szenen aufgepeppt, und dies auf eine brillante Art, die Welt jenseits der Menschheit bekannten darzustellen. Eggers ist wirklich so begabt im Gothic-Horror, dass man dankbar wäre, wenn er den Rest seiner Karriere damit verbringen würde, seine Fähigkeiten in atmosphärischer Unruhe zu verfeinern - ein Gefühl der Welt als grundsätzlich seltsam und unregierbar. Manch einer würde wohl vorsichtiger mit der Welt umgehen, wenn er diese Einstellung hätte.

8,5/10

Quellen
Inhaltsangabe: Universal Pictures
Poster/Artwork
Universal Pictures

Sonntag, 5. Januar 2025

오징어게임 - Ojingeo Game - Squid Game, Season 02 (2024)

https://www.imdb.com/de/title/tt10919420/

Drei Jahre sind vergangen, nachdem Spieler 456 (Lee Jung-jae) das grausame Spiel über Leben und Tod gewonnen hat. Nun macht er sich auf die Suche nach den Drahtziehern, um dafür zu sorgen, dass das Spiel ein für alle Mal ein Ende hat. Dafür setzt er sein gesamtes Vermögen ein. Doch wo beginnt man zu suchen, wenn das Ziel nicht gefunden werden möchte? Also geht er dahin, wo alles begonnen hat, in die U-Bahn-Station, um an einer weiteren Runde der unmenschlichen Spiele teilzunehmen. Erneut begibt er sich in einen hart umkämpften Wettstreit. Da er einige der Spiele bereits kennt, setzt er alles daran, so viele Tote wie nur möglich zu verhindern. Die Mitspieler werden jedoch misstrauisch: Warum sollte ein Gewinner, erneut die Squid Games mitspielen? Die Kluft vertieft sich zwischen dem Idealismus von Spieler 456 und seinen neuen Gegnern, die ahnungslos, aber noch skrupelloser und gieriger wirken als die Teilnehmer der vorherigen Runde.

https://www.imdb.com/de/title/tt15939754/
2.1 Brot und Glücksspiel (빵과 복권) (Bread And Lottery)
Seong Gi-hun verlässt das Terminal[a], entschlossen, den Strohmann der Spiele zu konfrontieren. Da er weiß, dass er beobachtet wird, entfernt er einen Peilsender hinter seinem Ohr. Hwang Jun-ho überlebt seinen Sturz von der Klippe, nachdem er von Park, einem Krabbenkutterkapitän, gerettet wurde. Zwei Jahre später lebt Gi-hun bescheiden in einem befestigten Hotelgebäude und hat seinen ehemaligen Kredithai Mr. Kim und dessen Lakaien angeheuert, um den Anwerber der Spiele in Seoul aufzuspüren. Jun-ho, der immer noch als Polizist arbeitet, segelt gelegentlich mit Park, um die Insel der Spiele zu finden, jedoch ohne Erfolg. Kim und sein Komplize Choi Woo-seok finden schließlich den Anwerber und beobachten, wie er Landstreichern Brot oder ein Lotterielos anbietet; die meisten entscheiden sich für das Lotterielos, und der Anwerber zerstört das nicht gegessene Brot vor ihren Augen. Jun-ho untersucht Gi-hun, nachdem er ihn erkannt hat. Kim und Woo-seok werden vom Anwerber entführt und zu einem tödlichen Spiel Schere-Stein-Papier und Russischem Roulette gezwungen, das Kims Tod zur Folge hat. Jun-ho findet Gi-huns Basis. Dort konfrontiert der Anwerber Gi-hun und enthüllt, dass er einst als Soldat bei den Spielen gedient und seinen eigenen Vater, einen Spieler, getötet hat. Er fordert Gi-hun zu einer Runde Russischem Roulette heraus, was zu seinem eigenen Tod führt. - 8/10


https://www.imdb.com/de/title/tt34382288/
2.2 Halloween-Party (할로윈 파티) (Halloween Party)
Gi-hun, Jun-ho und Woo-seok folgen einem Hinweis des Anwerbers zu einer Halloween-Party. Woo-seok rekrutiert eine Gruppe Söldner, Gi-hun implantiert einen Peilsender in sich selbst, und die drei schmieden einen Plan, um den Strohmann zu finden. Jun-ho verheimlicht, dass der Strohmann sein Bruder In-ho ist. Unterdessen unterstützt Gi-hun weiterhin Sang-woos Mutter und Cheol, arbeitet mit einem Vermittler zusammen, um Cheol mit seiner Mutter aus Nordkorea wieder zusammenzuführen, und telefoniert mit seiner entfremdeten Tochter. Auf der Party wird Gi-hun von einem der pink gekleideten Soldaten des Spiels in eine Limousine begleitet, während das Team ihm folgt. Er konfrontiert den Strohmann über Lautsprecher und fordert ein Ende der Spiele. Nachdem die Autos seines Teams angegriffen wurden, bittet Gi-hun darum, wieder als Spieler an den Spielen teilnehmen zu dürfen. Kang No-eul, eine nordkoreanische Überläuferin, die versucht, ihre Tochter aus dem Norden herauszuholen, wird von einer maskierten Gestalt rekrutiert und nimmt als Soldatin an den Spielen teil. - 7,5/10


https://www.imdb.com/de/title/tt35149224/
2.3 001 (001) (001)
Gi-hun wacht mit 455 anderen Spielern im Schlafsaal der Spiele auf. Ein Manager verkündet eine neue Klausel: Nach jedem Spiel dürfen die Spieler darüber abstimmen, ob die Spiele beendet werden sollen; stimmt die Mehrheit zu, wird das angesammelte Preisgeld unter ihnen aufgeteilt. Jun-ho und sein Team verlieren die Insel aus den Augen, nachdem Gi-huns Peilsender entfernt wurde. Gi-hun erkennt Spieler 390 als seinen Freund und ehemaligen Kollegen Jung-bae. Das erste Spiel ist Rotlicht, Grünlicht. Gi-hun versucht, die Grausamkeit der Spiele aufzudecken; obwohl viele ihn zunächst ablehnen, tragen Gi-huns Warnungen dazu bei, die Zahl der Opfer zu reduzieren. Spieler 230, ein Rapper namens "Thanos", der unter Drogeneinfluss steht, drängt andere absichtlich dazu, sie zu eliminieren. Gi-hun und Spieler 120, Cho Hyun-ju (eine Transgender-Frau, die sich anmeldet, um Geld für eine geschlechtsangleichende Operation zu verdienen und Korea zu verlassen), versuchen, einen ausgeschiedenen Spieler mit einer nicht tödlichen Schusswunde zu retten, doch No-eul exekutiert ihn. Nach dem Spiel fordert Gi-hun die Spieler auf, für den Abbruch der Spiele abzustimmen, und gibt bekannt, dass er der einzige Gewinner einer vorherigen Runde ist. Spieler, die für die Fortsetzung stimmen, werden mit "O" gekennzeichnet, während diejenigen, die für den Austritt stimmen, mit "X" gekennzeichnet sind. In-ho, der sich als Spieler 001 ausgibt, gibt die entscheidende Stimme für die Fortsetzung der Spiele ab. - 8/10


https://www.imdb.com/de/title/tt35154728/
2.4 Sechs Beine (여섯 개의 다리) (Six Legs)
In-ho gibt vor, mit Gi-hun verbündet zu sein und erfindet eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte über seinen Grund, dem Spiel beizutreten. Spieler 333, Myung-gi, wird von Thanos und Spieler 124, Nam-gyu, angegriffen, aber In-ho greift ein und beendet die Auseinandersetzung problemlos. Spieler 222, Myung-gis schwangere Ex-Freundin Jun-hee, gibt sich ihm zu erkennen. Unterdessen beginnt eine Gruppe Soldaten unter der Führung des maskierten Offiziers, eliminierten Spielern Organe zu entnehmen, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Der maskierte Offizier befiehlt No-eul, die Aktivitäten zu ignorieren, aber sie weigert sich. Jun-ho versucht, die Polizei um Hilfe zu bitten, hat jedoch keinen Erfolg. Zu Gi-huns Überraschung müssen die Spieler im zweiten Spiel Fünferteams für einen sechsbeinigen Fünfkampf bilden, der aus fünf traditionellen Kinderspielen besteht: Ddakji, Biseokchigi, Gong-gi, Paengi Chigi und Jegi, die alle innerhalb eines Zeitlimits von fünf Minuten absolviert werden müssen. Gi-hun bildet ein Team mit In-ho, Jung-bae, Jun-hee und Spieler 388, Kang Dae-ho, der sich schnell mit Jung-bae anfreundete, nachdem sie herausfanden, dass die beiden Teil der koreanischen Marines waren. Hyun-ju gründet ein Team mit Spieler 095, Young-mi, Spieler 007, Yong-sik, einem notorischen Spieler, der beitrat, um seine Schulden zu begleichen, Spieler 149, Geum-ja, Yong-siks Mutter, die ebenfalls beitrat, um die Schulden ihres Sohnes zu begleichen, und Spieler 044, Seon-nyeo, einem ruppigen und arroganten Schamanen. Thanos und Nam-gyu bilden ebenfalls ein Team zusammen mit Spieler 256, Gyeong-su, einem von Thanos‘ Fans während seiner Rap-Karriere, Spieler 380, Se-mi, und Spieler 125, Min-su, einem schüchternen und ängstlichen Mann. Einem Team gelingt es nicht, die Spiele innerhalb der vorgegebenen Zeit abzuschließen, und No-eul bemerkt, dass zwei Arbeiter einen Spieler am Leben lassen, nachdem dieser angeschossen wurde, und richtet ihn hin. Damit setzt sie ihre Bemühungen fort, den illegalen Organhandel zu sabotieren. - 7,5/10


https://www.imdb.com/de/title/tt35154733/
2.5 Noch ein Spiel (한 게임 더) (One More Game)
Nachdem Hyun-jus Team durch gegenseitige Unterstützung den Sieg erringen konnte, sind viele andere Teams inspiriert und überleben. Gi-huns Team überlebt, und die fünf verbünden sich nach dem Spiel und tauschen ihre Namen aus. In-ho gibt sich als "Oh Young-il" aus. No-eul wird von zwei im Organhandel tätigen Soldaten angegriffen und warnt sie, sich nicht einzumischen. Bei der anschließenden Abstimmung ermutigt In-ho die Spieler, gegen die Fortsetzung der Spiele zu stimmen, doch eine größere Mehrheit entscheidet sich für die Fortsetzung, da der Preispool unzureichend ist. Gi-hun vertraut Jung-bae seine wachsende Unsicherheit an, alle zu retten. Währenddessen setzen Jun-ho und Woo-seok, nun unterstützt von einem erweiterten Söldnerteam und Captain Park, ihre Suche nach der Insel fort. Im dritten Spiel, "Mingle", müssen die Spieler Gruppen basierend auf einer angekündigten Anzahl bilden und entsprechend bestimmte Räume betreten. - 7,5/10


https://www.imdb.com/de/title/tt35149232/
2.6 O X (O X) (O X)
Während "Mingle" haben die Spieler Mühe, ihre Allianzen in die Räume zu bringen, was zu Spannungen, Verrat und dem Tod von Verbündeten führt. Viele Spieler werden getötet, darunter Gyeong-su und Young-mi. In der letzten Runde wird Jung-bae Zeuge, wie In-ho einen anderen Spieler tötet, um sich einen Raum zu sichern. Nach dem Spiel streiten Gi-hun und In-ho darüber, ob sie andere Spieler dazu überreden sollen, für das Ende der Spiele zu stimmen, und entscheiden sich schließlich dagegen, um eine körperliche Auseinandersetzung zu vermeiden. Während der Abstimmung ändern mehrere Spieler, darunter Min-su, der Thanos und Nam-gyu unterwürfig war, ihre Stimmen auf "X". Die entscheidende Stimme fällt wieder an In-ho, was zu einem Unentschieden führt; die Spieler haben einen Tag Zeit, um erneut abzustimmen. Auf der Toilette drängen Thanos und Nam-gyu Min-su, seine Stimme auf "O" zu ändern, doch Myung-gi und andere Spieler, die mit "X" gestimmt haben, schreiten ihm zur Hilfe. Es kommt zu einem Kampf, bei dem Thanos Myung-gi erwürgt, der ihn tödlich mit einer Gabel ersticht. Unterdessen ortet Jun-hos Team einen möglichen Zugang zu einer Insel, entdeckt jedoch, dass es sich dabei um eine mit Sprengstoff präparierte Täuschung handelt, die einen der Söldner tötet. - 8/10

https://www.imdb.com/de/title/tt35153959/
2.7 Freund oder Feind (친구인가 적인가) (Friend Or Foe)
Captain Park entpuppt sich als Doppelagent, der die Drohne von Jun-hos Team sabotiert und deren Piloten tötet. Nach der Schlägerei im Badezimmer wird den Spielern klar, dass sie andere töten können, um den Preispool zu erhöhen und die gegnerischen Wähler zu schwächen. Gi-hun prophezeit einen Angriff von Spielern, die das Spiel fortsetzen wollen, überzeugt jedoch eine kleine Gruppe von "X"-Spielern, den Angriff zu vermeiden, mit der Begründung, die Entwickler des Spiels seien die wahren Feinde. Während des erwarteten Massakers bleibt Gi-huns Gruppe verborgen, während der Rest der Gruppe schwere Verluste erleidet, darunter auch Se-mi, die von Nam-gyu getötet wird, während Min-su entsetzt zusieht. Die "X" in Gi-huns Gruppe täuschen ihren Tod vor, um von Soldaten gescannt zu werden, die erst bei ihrer Ankunft auftauchen. Gi-huns Gruppe provoziert die Soldaten, tötet alle bis auf einen und nimmt ihnen ihre Schusswaffen ab. Sie beginnen eine Rebellion und zwingen den überlebenden Soldaten, sie zum Kontrollraum zu führen. Unterwegs eröffnen jedoch weitere Soldaten das Feuer, und der Aufstand gerät ins Wanken, als der Gruppe die Munition ausgeht. Dae-ho, der mit der Beschaffung weiterer Magazine beauftragt ist, erleidet offenbar eine Panikattacke und kann nicht zurückkehren. In-ho verrät die Gruppe, indem er zwei Spieler tötet und seinen Tod vortäuscht, während andere Spieler, die sich ergeben, hingerichtet werden. Gi-hun und Jung-bae werden gefangen genommen. In-ho, nun als Frontmann maskiert, richtet Jung-bae vor den Augen eines entsetzten Gi-hun hin. - 8/10

Quellen
Inhaltsangabe: Netflix
Poster/Artwork: Netflix