Sonntag, 18. Oktober 2015

Rush - Rush: Alles für den Sieg (2013)

http://www.imdb.com/title/tt1979320/

Die wahre Geschichte über die Rivalität zwischen zwei Formel-1-Rennfahrern, dem Österreicher Niki Lauda (Daniel Brühl) und dem Engländer James Hunt (Chris Hemsworth). Im Jahr 1976 gerät Laudas Ferrari in der zweiten Runde des deutschen Grand Prix am Nürburgring ins Schleudern und er selbst verbrennt bei dem Crash beinahe - während Hunt das Rennen gewinnt. Sechs Wochen später sitzt Lauda aber wieder am Steuer und beginnt eine furiose Aufholjagd im Kampf um den Gesamtsieg. Das atemberaubende Duell ist auch der Kampf zweier gegensätzlicher Philosophien im Rennsport: auf der einen Seite der englische Playboy und Frauenschwarm Hunt, der mit dem bekannten Model Suzy Miller (Olivia Wilde) verheiratet ist, auf der anderen Seite der ehrgeizige und disziplinierte Vorzeige-Sportler Lauda. Der schlägt Hunt beim Großen Preis von Italien und anschließend auch in Kanada sowie in den USA, doch damit ist die denkwürdige Rennsaison noch nicht gelaufen...

Es gibt sie also doch noch - Motorsportfilme, die man ernst nehmen kann. Nachdem sich schon Silvester Stallone im 2001er "Driven" nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat und später fast nur noch Ableger oder Crossover-Rennfilme (man denke da an "The Fast And The The Furious" oder "Need For Speed") produziert worden, war das Genre schon fast abgeschrieben.

Zum Glück gibt es aber Filmemacher Ron Howard, der sich mit "Rush" wieder dem ernsteren Thema des Motorsports und damit des Sportfilms zuwendet und ebenso einmal mehr das Genre Drama und Biographie geschickt miteinander verknüpft. "Rush" erzhält für Motorsportsfans die altbekannte Geschichte des Nikki Lauda und seinem Freund/Feind James Hunt, die sich in den siebziger Jahren, einer der Hochzeiten des Formel-1-Sports erbitterte Duelle lieferten. Wie das ausging ist sicher allgemein bekannt. Von daher ist es auch klar, welchen Weg der Film gehen wird und so bietet auch das Ende für alle Motorsportinteressierten keine wirklich Überraschung. Überraschend ist allerdings die Inszenierung, die über volle 2 Stunden - obgleich des erwarteten Finales - jederzeit spannend und interessant ist und kaum Leerlauf bietet. 

Auch wenn vergleichsweise wenig Rennen und mehr Person gezeigt wird, passt dies doch hervorragend in die biographische Erzählweise über den Lebemann Hunt und dessen unmittelbaren Konkurrenten Lauda. "Hunt, the Shrunt", wie er im Motorsport genannt wurde wird wunderbar durch Chris Hemsworth verkörpert, dem man nicht nur vom Aussehen her die Figur Hunt abnimmt, sondern auch angesichts seiner Spielweise und seines ausschweifenden Charakters einen perfekten James Hunt abgibt. Aber auch Daniel Brühl als Nikki Lauda macht seine Sache hervorragend, auch wenn diese stets als der kühl berechnende und alles kalkulierende Ingenieur gezeigt wird - akribisch, ernsthaft und ehrgeizig. Auch wenn dies vielleicht so gewesen sein mag erscheint es teilsweise recht unglaubwürdig. Was aber nicht Brühls spielerischer Leistung, sondern eher einem etwas einseitig beleucheteten Drehbuch zuzordnen ist. "Rush" ist soetwas wie eine cineastische Oase für Fans des schnell bewegten Blechs, die beim Ansehen eines Films mit schnellen Autos eben nicht bloß auf wilde Explosionen und spektakuläre Crashs aus sind. "Rush" ist ein toller Rennfilm mit grandiosen Bildern, ordentlichen Dialogen, charmantem Witz, entzückenden Retroklamotten und sehr ansprechenden Darstellerleistungen.

Hervorzuheben sind dabei auch Christian McKay als sehr überzeugender Lord Hesketh, Pierfrancesco Favini als Clay Regazzoni und Julian Rhind-Tutt als fiktiver Schraubergott "Bubbles" Horsley. Regisseur Ron Howard nähert sich dieser eher unamerikanischen Motorsportform mit Finesse und einem für Hollywood auch beinahe untypischen Blick für Details. Da es sich bei "Rush" nicht um eine Dokumentation handelt, sondern, um einen Spielfilm, ist klar dass bestimmte Situationen und Aspekte etwas überzogen dargestellt werden. Bis zu einem gewissen Punkt ist dies auch akzeptabel, auch weil ein so ein Film nicht nur Informationen transportieren will, sondern vor allem Emotionen. Allerdings ist es immer traurig, wenn zuviel an der Originalgeschichte herumgeschraubt wird. Einige zeitlichen Fakten werden falsch dargestellt und auch Personen wurden nicht korrekt in die Story integriert. Deswegen ist zwar nicht alles richtig, aber doch richtiger als man es hätte erwarten können oder befürchten müssen. Unterm Strich steht ein exzellenter Sport-/Rennfilm mit gut entwickelten Charakteren, tollen Bildern, einem hörenswerten Soundtrack und richtiger Motorsportatmosphäre.

8,5/10

Freitag, 16. Oktober 2015

Rush Hour (1998)

http://www.imdb.com/title/tt0120812/

Untergrundboss Juntao (Tom Wilkinson) entführt in Los Angeles die Tochter des chinesischen Konsul Han (Tzi Ma). Die Familie des Opfers bittet ihren Freund Detective Inspector Lee (Jackie Chan), einen Hongkonger Polizisten, bei den Ermittlungen zu helfen. Dem FBI passt das gar nicht. Also beauftragt die Behörde den lauten Macho-Detective James Carter (Chris Tucker), um Lee von den eigentlichen Ermittlungen fernzuhalten. Schnell merken die beiden unfreiwilligen Partner, dass sie aus völlig entgegengesetzten Welten kommen und nicht viel füreinander übrig haben. Soo Yungs wegen beginnen sie aber, den Fall gemeinsam zu lösen. Das ist schwierig, da die zwei unterschiedlichen Naturelle bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufeinanderprallen: Plappermaul gegen Karate-Ass...

Kurzweiliges Buddymovie mit Jackie Chan und Plappermaul Chris Tucker als skurriles, witziges Pärchen, das aber zu keinem Zeitpunkt an das geniale Duo Gibson/Glover heranreicht. Wer solche Filme mag, macht mit "Rush Hour" nichts verkehrt und wer vor allem Chris Tucker als temporäre Nervensäge ertragen kann, dem wird hier eine unterhaltsame Actionkomödie mit Martial-Arts-Elementen geboten, bei der Jackie Chan seine Stunts wie gewohnt selbst durchführt. Das dabei auch der ein oder andere Stunt nicht auf Anhieb klappt, darf bei den lustigen Outtakes im Abspann belacht werden. Die beiden Hauptdarsteller ergänzen sich wunderbar und spielen sich gelungen die Bälle zu. Damit ist ein erster Grundstein für einen Film dieser Art gelegt. Regisseur Brett Ratner schafft es sogar noch, den Film recht witzig zu erzählen und die Actionszenen auch unterhaltsam zu inszenieren. Somit bietet "Rush Hour" ein rundes Unterhaltungserlebnis, das man sich gerne auch ein zweites (oder drittes) Mal ansieht.

7/10 

Quellen:
Inhaltsangabe
: Filmstarts
Poster/Artwork: Warner Bros.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Star Trek - Raumschiff Enterprise, Season 02 (1968)

https://www.imdb.com/title/tt0060028/

"Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200..." Die Enterprise erhält in ihrem zweiten Jahr Verstärkung durch den charismatischen Pavel Chekov (Walter Koenig). Und diese Hilfe haben Spock (Leonard Nimoy), Kirk (William Shatner) und Co. auch bitter nötig, denn man muss sich nicht nur gegen die imposant niedlichen Tribbles zur Wehr setzen, sondern bekommt es auch noch mit einer Rasse zu tun, die scheinbar auf den Allmachtsfantasien Hitlers aufgebaut wurde...

In den vorliegenden 26 Episoden sind mit den legendären Geschichten "Kennen Sie Tribbles?", "Reise nach Babel" und "Epigonen" drei der unterhaltsamsten Abenteuer von Captain Kirk, Mr. Spock und ihren Schiffskameraden enthalten, die die erste "Star Trek"-Serie zu bieten hat. Den Abschluss der Staffel bildet dann der Pilotfilm zu einer nie realisierten Serie namens "Ein Planet, genannt Erde".

http://www.imdb.com/title/tt0708416/
2.1 Weltraumfieber (Amok Time)
Mr. Spock scheint eine schwierige Phase zu durchleben, weil er tagelang nichts isst und sich allen gegenüber aggressiv verhält. Selbst eine frisch zubereitete Plomeek-Suppe von Christine Chapel kann dem Wissenschaftsoffizier nicht wieder auf die Beine helfen. Er bittet Captain Kirk, ihm Urlaub zu geben und ihn auf seinem Heimatplaneten abzusetzen. Spock, der sich nicht mehr unter Kontrolle hat, kann in dieser Sache keine Ablehnung akzeptieren und bemüht sich mit allen Mitteln, nach Hause zu kommen, da er sich nur dort regenerieren kann. Es stellt sich heraus, dass Mr. Spock sterben wird, wenn er nicht bald auf Vulkan ein Ritual zur Brautwerbung vollzieht. Doch im Rahmen dieses Rituals muss er erneut sein Leben aufs Spiel setzen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708488/
2.2 Der Tempel des Apoll (Who Mourns For Adonais?)
Ein außerirdisches Wesen zwingt die Crew der Enterprise, es als Gott zu verehren. Bei der Erschließung des Planeten Pollux IV im Beta-Geminorum-System wird die Enterprise von einem starken Energiefeld mit ungewöhnlicher Wellenlänge festgehalten. Kurz darauf tritt der Urheber des Kraftfeldes mit Captain James T. Kirk und seiner Mannschaft in Kontakt. Er gibt sich als der griechische Gott Apoll, Sohn des Zeus, aus und lädt die Besatzung der Enterprise in seinen Tempel ein. Beim Besuch des Tempels erscheint ihnen Apoll als normales menschliches Wesen, das aber über unglaubliche Kräfte verfügt. So wie einst die alten Griechen, so soll auch die Crew der Enterprise ihn nun als Gott verehren. Und Apoll stellt unmissverständlich klar, dass er keine Weigerung akzeptiert. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708454/
2.3 Ich heiße Nomad (The Changeling)
Als eine hochentwickelte Raumsonde an Bord der Enterprise gebeamt wird, gerät die ganze Crew in große Gefahr. Raumschiff Enterprise erkundet einen Planeten, dessen gesamte Bevölkerung auf unerklärliche Weise ausgerottet wurde. Während dieser Untersuchung greift ein unbekannter Gegner an, der der Enterprise offenbar überlegen ist. Er bezeichnet sich selbst als „Nomad“ und behauptet, keine feindlichen Absichten zu haben. Als er zu Unterredungen auf die Enterprise gebeamt wird, entpuppt er sich als hochentwickelte Raumsonde, die Captain Kirk für ihren Schöpfer und Meister hält. Doch so, wie sich der Crew langsam die Geschichte der mysteriösen Raumsonde erschließt, wird auch bald klar, was "Nomad" unter seiner friedlichen Mission versteht. - 8,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708438/
2.4 Ein Parallel-Universum (Mirror, Mirror)
Die Crew der Enterprise findet sich in einem anderen Universum wieder und trifft dort auf ihre kriegerischen Gegenstücke. Nachdem die Verhandlungen um Schürfrechte mit dem friedliebenden Planeten Halkan gescheitert sind, wollen Captain Kirk und sein Bodenteam auf die Enterprise zurückkehren. Ein Ionensturm stört den Vorgang des Beamens jedoch in solchem Maße, dass das Team in einem Gegenuniversum ankommt. Zwar gibt es dort auch ein Raumschiff Enterprise, doch steht dieses im Dienste eines barbarischen Imperiums, das im Begriff ist, die Zivilisation des Planeten Halkan auszulöschen. Und während Captain Kirk, Schiffsarzt Dr. McCoy und der Rest des Teams befürchten, in der grausamen Parallelwelt gefangen bleiben zu müssen, verursachen ihre bösen Gegenstücke Probleme auf der echten Enterprise. - 9,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708452/
2.5 Die Stunde der Erkenntnis (The Apple)
Ein lebensfeindlicher Planet eröffnet der Enterprise und ihrer Crew nach und nach all seine Gefahren. Die Enterprise wird von der Raumkontrolle zu einem scheinbar paradiesischen Planeten geschickt, um diesen zu erschließen. Zunächst erscheint der Planet tatsächlich als wahr gewordenes Paradies mit mildem Klima und fruchtbarer Erde. Als jedoch ein Mitglied des Erkundungstrupps nach dem anderen den Gefahren der dortigen Natur erliegt, wird das wahre Gesicht der so schön anmutenden Welt offenbar. Doch gelingt es Captain Kirk und seiner Mannschaft nicht, zur Enterprise zurückzukehren, denn auch die vermeintlich primitiven Einwohner des Planeten halten ein paar böse Überraschungen für den Landungstrupp bereit. - 6,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708461/
2.6 Planeten-Killer (The Doomsday Machine)
Die Enterprise muss sich einer scheinbar übermächtigen außerirdischen Kraft stellen. Die Enterprise folgt einem Notruf des Föderationsschiffes „Constellation“, der sie in die Überreste zweier völlig zerstörter Sonnensysteme führt. Als sie das schwer beschädigte Schiff finden, können sie dessen Captain, Commodore Matt Decker, bergen. Dieser erzählt davon, wie ein Planet nach dem anderen von einer rätselhaften Macht in Stücke gerissen wurde. Schon bald glaubt Mr. Spock, die Identität des Planetenvernichters erkannt zu haben. Da erscheint das mächtige Wesen bereits vor der Enterprise und lässt ihr keine Möglichkeit zur Flucht. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708423/
2.7 Das Spukschloß im Weltall (Cat’s Paw)
Die Crew der Enterprise wird von zwei Außerirdischen mit scheinbar magischen Kräften terrorisiert. Von einem Erkundungsteam zur Erforschung eines fremden Planeten kehrt nur Crewmitglied Jackson zur Enterprise zurück und bricht unmittelbar danach tot zusammen. Als aus dem Mund des Toten eine fremde Stimme erklingt und vor einem Fluch und der drohenden Zerstörung warnt, beschließen Captain Kirk, Schiffsarzt Dr. McCoy und Wissenschaftsoffizier Mr. Spock, sich selbst ein Bild von den Geschehnissen auf der Planetenoberfläche zu machen. Da die Kommunikation zur Enterprise durch eine unbekannte Macht abgeschnitten ist, sind Kirk und seine Männer bald auf dem Planeten gefangen. Nach einer Begegnung mit drei Hexen erreichen sie ein mysteriöses Schloss, in dem sie von einer schwarzen Katze in eine Falle gelockt werden. Dort treffen die drei Männer nicht nur auf die verschollenen Mitglieder des ersten Erkundungsteams, sondern auch auf die Schlossherren, die für all die Vorfälle verantwortlich waren. Doch diese können dank ihrer übersinnlichen Kräfte mit der Enterprise und ihrer Besatzung machen, was sie wollen. - 6,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708432/
2.8 Der dressierte Herrscher (I Mudd)
Ein entflohener Verbrecher und seine mechanischen Handlanger wollen die Enterprise auf ihre eigene Art und Weise in ihre Gewalt bringen. Ein Besatzungsmitglied der Enterprise bringt das Schiff in seine Gewalt und zwingt ihr einen Kurs in Richtung eines noch unerschlossenen Planeten auf. Kurz darauf gibt sich der Offizier als Roboter zu erkennen. Als die Enterprise das vorgegebene Ziel erreicht hat, werden sie dem Herrscher des unbekannten Planeten vorgestellt, dem entflohenen Verbrecher und alten Bekannten der Crew, Harry Mudd. Dieser hat sich ein Volk von Robotern zu eigen gemacht und sich mit ihrer Hilfe eine paradiesische Welt geschaffen. Die gesamte Besatzung der Enterprise wird auf den Planeten eingeladen, um sich zu erholen. Doch die Einladung erweist sich schnell als Falle. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708436/
2.9 Metamorphose (Metamorphosis)
Auf einem unbewohnten Planeten trifft die Crew der Enterprise auf einen verschollenen Wissenschaftler und dessen Beschützer. Bei der Eskortierung einer erkrankten Diplomatin geraten Captain Kirk, Mr. Spock und Schiffsarzt Dr. McCoy mit ihrem Shuttle in eine Ionenwolke, die sie auf einen nahe gelegenen Planeten zieht. Dort angelangt, treffen sie auf einen gestrandeten Einsiedler, der sich schließlich als Zefram Cochrane erweist, der erste Mensch, der einen Warp-Antrieb konstruiert hat. Er gilt seit 150 Jahren als tot. Doch schon bald erschließt sich ein Zusammenhang zwischen Chochranes langer Lebensdauer und der Ionenwolke, die das Shuttle auf dem Planeten festhält. Inzwischen droht jedoch die mitgereiste Diplomatin an ihrer Krankheit zu sterben, und die Zeit für eine Rettung wird knapp. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708434/
2.10 Reise nach Babel (A Journey To Babel)
Bei der Eskortierung wichtiger Diplomaten entbrennen interstellare Intrigen an Bord der Enterprise. Die Enterprise ist beauftragt, diplomatisches Personal aus zahlreichen außerirdischen Völkern, darunter auch Mr. Spocks Eltern vom Vulkan, zum Planeten Babel zu bringen. Dort soll über Schürfrechte und den territorialen Status des rohstoffreichen Planeten Coridan verhandelt werden. Doch die „Verhandlungen“ beginnen bereits auf der Enterprise. Als kurz darauf einer der Botschafter ermordet wird, zeichnet sich eine politische Katastrophe ab. Zu allem Überfluss ist Spocks Vater der Hauptverdächtige, und eine fieberhafte Jagd nach dem Mörder beginnt. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708431/
2.11 Im Namen des jungen Tiru (Friday’s Child)
Auf einem barbarischen Planeten wird die Enterprise in einen Bürgerkrieg verwickelt, in den sich auch die Klingonen einmischen. Um über Schürfrechte zu verhandeln, wird eine Abordnung der Enterprise auf den rückständigen Planeten Capella IV gesandt, dessen Bewohner nur das Recht des Stärkeren kennen. Schiffsarzt Dr. McCoy war damals ein paar Monate auf diesem Planeten stationiert und kennt die Bewohner und ihre Sitten. Auf dem Planeten muss der Landetrupp der Enterprise schmerzlich feststellen, dass auch klingonische Verhandlungspartner auf Capella IV eingetroffen sind. Als zwischen den einzelnen Stämmen und dem Oberhaupt des capellanischen Volkes Uneinigkeit darüber ausbricht, ob der Vertrag mit der Föderation oder den Klingonen geschlossen werden soll, kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Doch der vermeintliche Sieger steht mit den Klingonen im Bund und schon bald ereilen die Enterprise Notrufe von Angriffen der Klingonen auf Föderationsschiffe. Unterdessen verstricken sich Captain Kirk, Mr. Spock und Dr. McCoy zusehends in die Wirren der Machtkämpfe auf Capella IV. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708459/
2.12 Wie schnell die Zeit vergeht (The Deadly Years)
Eine mysteriöse Krankheit lässt die Besatzungsmitglieder von Raumschiff Enterprise ungewöhnlich schnell altern. Bei einer Routineproviantlieferung findet die Crew der Enterprise auf dem Planeten Gamma Hydra IV die Leiche eines alten Mannes, der eine Stunde zuvor noch als junger Mann mit Captain Kirk Kontakt aufgenommen hat. Kurz darauf treffen sie auch auf zwei weitere Forscher, die behaupten, noch nicht einmal 30 Jahre alt zu sein, äußerlich aber bereits uralt sind. Bevor sie das Phänomen untersuchen können, erkranken weitere Mitglieder an dem rapiden Alterungsprozess. Als auch Captain Kirk im Zuge der Krankheit zusehends schwächer wird, übernimmt der völlig unerfahrene Commodore Stocker das Kommando auf der Brücke und steuert die Enterprise in das feindliche Imperium der Romulaner. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708440/
2.13 Tödliche Wolken (Obsession)
Captain Kirk will sich an einer fremdartigen Kreatur rächen, die er von einer unerfreulichen früheren Begegnung kennt. Bei der Erschließung eines rohstoffreichen Planeten wird Captain Kirk unruhig, als er den Geruch von süßem Honig wahrnimmt. Er versetzt seine Leute in höchste Alarmbereitschaft und warnt sie vor einer gefährlichen gasförmigen Wolke. Als Mitglieder seines Bodenteams tatsächlich angegriffen und getötet werden, scheint Kirk genau zu wissen, worum es sich bei dem Wesen handelt. Die Mannschaft der Enterprise jagt den Angreifer von der Planetenoberfläche und setzt die Verfolgungsjagd im Weltall fort. Als Captain Kirk sich immer weiter in die Bekämpfung der feindseligen Wolke hinein steigert, beginnen Mr. Spock und Schiffsarzt Dr. McCoy ernsthaft an seinen Führungsqualitäten zu zweifeln. Doch es stellt sich heraus, dass der Captain dieser Wolke bereits in der Vergangenheit begegnet ist und seitdem eine Rechnung mit ihr offen hat. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708491/
2.14 Der Wolf im Schafspelz (Wolf In The Fold)
Scotty vergnügt sich auf einem friedlichen Planeten mit einer hübschen Frau und wird kurz darauf wegen Mordes vor Gericht gestellt. Captain Kirk, Dr. McCoy und Mr. Scott vergnügen sich auf dem friedliebenden Planeten Argelius II im abendlichen Nachtleben. Eine argelianische Frau wird ermordet aufgefunden, kurz nachdem sie sich mit Mr. Scott zurückgezogen hat. Zu allem Überfluss wird auch Scotty am Tatort aufgefunden, doch er beteuert, sich an nichts erinnern zu können. Als er daraufhin verhört werden soll, geschehen zwei weitere Morde an Frauen, bei welchen ebenfalls Scotty der Hauptverdächtige ist. Um ihm eine faire Verhandlung bieten zu können, willigt der örtliche Präfekt ein, das Gerichtsverfahren auf der Enterprise nach Art der Föderation zu führen. Im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass das letzte Opfer kurz vor ihrem Tod den entscheidenden Hinweis über die Identität des Täters gegeben hat. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708480/
2.15 Kennen Sie Tribbles? (Troubles With Tribbles)
Ein Disput zwischen der Enterprise und den Klingonen wird von kleinen, pelzigen Tierchen gestört. Weil sowohl die Föderation als auch das Imperium der Klingonen Besitzansprüche auf den strategisch wichtigen Sherman-Planeten hegen, sollen beide Parteien zeigen, welche den Planeten effizienter bewirtschaften kann. Zu diesem Zweck wird die Enterprise zur Raumstation K-7 gerufen, um von dort aus mehrere Tonnen speziellen ertragsreichen Getreides zum Sherman-Planeten zu bringen. Auf der Station kauft Lieutenant Uhura ein niedliches Pelztier, das unverzüglich wirft. Nach kurzer Zeit breiten sich die Tiere auf der gesamten Enterprise und der Raumstation aus. Zu allem Überfluss erscheinen auch noch Klingonen, als die Enterprise gerade im Begriff ist, die Getreideladungen entgegenzunehmen. - 9/10

http://www.imdb.com/title/tt0708466/
2.16 Meister der Sklaven (The Gamesters Of Triskelion)
Einige Besatzungsmitglieder der Enterprise werden auf einem fremden Planeten als Gladiatoren gehalten. Zur Untersuchung einer Sendestation sollen Captain Kirk, Lieutenant Uhura und Mr. Chekov auf den unbewohnten Planetoiden Gamma II gebeamt werden. Statt an ihrem eigentlichen Ziel, finden sich die drei jedoch in einer Kampfarena auf dem weit entfernten Planeten Triskelion wieder. Wenig später werden sie gefangen genommen und man eröffnet ihnen, dass sie künftig als Sklaven leben und zu Gladiatoren ausgebildet werden. Eine Flucht erscheint unmöglich. Derweil nimmt Mr. Spock mit der Enterprise die Suche nach Captain Kirk und seinem Team auf. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708412/
2.17 Epigonen (A Piece Of Action)
Die Crew von Raumschiff Enterprise wird auf einem weit entfernten Planeten in Bandenkriege verwickelt. Einem 100 Jahre alten Funkspruch folgend begibt sich die Enterprise zum weit entfernten Planeten Sigma Iota II, in dessen Nähe einst ein Erkundungsschiff der Föderation verunglückte. Die Zivilisation des Planeten ähnelt stark den USA der 20er Jahre, was auf ein Buch zurückzuführen ist, das Kundschafter von der Erde 100 Jahre zuvor auf dem Planeten zurückgelassen haben. Statt von Regierungen wird der Planet von rivalisierenden Banden beherrscht und der Boss der mächtigsten Bande sieht in der Ankunft der Enterprise seine Chance gekommen, mit den fortschrittlichen Waffen der Besucher alle seine Feinde auszuschalten und den Planeten zu erobern. Doch er bemerkt schnell, dass er die Kooperation von Captain Kirk und seiner Crew gewaltsam erzwingen muss. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708467/
2.18 Das Loch im Weltraum (Immunity Syndrome)
Die Crew der Enterprise muss auf ihren Urlaub verzichten, denn sie bekommt es mit einer gigantischen Amöbe zu tun. Die Enterprise ist nach einer anstrengenden Mission auf dem Weg in ihren wohlverdienten Urlaub, als Mr. Spock eine Eingebung erhält, derzufolge das vulkanische Raumschiff Intrepid zerstört wurde. Ein Notruf der Föderation bestätigt Spocks Vision und bringt zugleich die grausame Erkenntnis, dass nicht nur die Intrepid, sondern auch das gesamte Sonnensystem Gamma 7A völlig zerstört wurde. Als sie sich den Überresten von Gamma 7A nähern, erscheint vor der Enterprise ein riesenhaftes dunkles Objekt, das offenbar alle Energie in seinem Umfeld aufsaugt. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708413/
2.19 Der erste Krieg (A Private Little War)
Die Crew der Enterprise muss miterleben, wie auf einem einstmals friedlichen Planeten Krieg ausbricht. Die Besatzung der Enterprise besucht einen paradiesischen Planeten, dessen Einwohner primitiv, aber glücklich leben. Plötzlich erscheint ein Trupp von Menschen, die nicht nur deutlich moderner angezogen sind, sondern auch über Feuerwaffen verfügen und sich scheinbar mit den anderen, noch steinzeitlich lebenden Menschen bekriegen. Als Captain Kirk in das Geschehen eingreift, wird Mr. Spock angeschossen und schwer verletzt. Kurz darauf wird ein Raumschiff der Klingonen im Orbit des Planeten gesichtet und so entsteht der Verdacht, dass es die Klingonen waren, die der Bevölkerung die fortschrittlichen Waffen und damit den Krieg gebracht haben. Nachdem Captain Kirk bei einem weiteren Besuch des Planeten von einem Raubtier vergiftet wird, nehmen ihn die primitiven Einwohner in ihr Dorf auf und heilen ihn. Wieder genesen beschließt Kirk, mit den Dorfbewohnern einen Gegenschlag gegen die schwer bewaffneten Stadtbewohner zu organisieren. - 7/10

http://www.imdb.com/title/tt0708445/
2.20 Geist sucht Körper (Return To Tomorrow)
Ein körperloses Wesen sucht in der Besatzung des Raumschiffs Enterprise seinen neuen Wirt. Einem unbekannten Signal folgend erreicht Raumschiff Enterprise einen weit abgelegenen Planeten. Plötzlich hört die Crew die Stimme des Außerirdischen Sargon, der nicht nur telepathisch mit jedem Besatzungsmitglied kommunizieren, sondern auch jeden beliebigen Teil des Schiffes kontrollieren kann. Er beteuert, keine kriegerischen Absichten zu haben, sondern die Hilfe der Enterprise zu benötigen. Als ein Landetrupp auf Sargons Einladung hin auf den Planeten gebeamt wird, offenbaren sich ihnen die letzten Überlebenden einer mächtigen Zivilisation, deren geistiges Potential so groß war, dass sie viele Jahrtausende ohne Körper überleben konnten. Doch mit der Ankunft der Enterprise sehen diese auch ihre Chance auf neue Wirtskörper gekommen. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708442/
2.21 Schablonen der Gewalt (Patterns Of Force)
Die Crew der Enterprise versucht, einen sinnlosen interplanetarischen Krieg zu beenden. Auf der Suche nach dem verschollenen Kulturforscher John Gill passiert Raumschiff Enterprise die Planeten Zeon und Ekos. Als das Schiff plötzlich von einer thermonuklearen Rakete angegriffen wird, herrscht höchste Alarmbereitschaft, da der vermeintliche Gegner gar nicht über solche hochentwickelten Waffen verfügen dürfte. Captain Kirk und Mr. Spock beschließen deshalb, die Lage auf dem als primitiv und kriegerisch geltenden Planeten Ekos zu untersuchen. Dort müssen sie entsetzt feststellen, dass die Bewohner des Planeten das Dritte Reich imitieren und einen totalen Krieg gegen den technologisch fortschrittlichen Planeten Zeon führen. Umso erstaunter sind Kirk und Spock, als sie erfahren, wer auf Ekos den Führer verkörpert. Es handelt sich um niemand Geringeres als den vermissten Wissenschaftler John Gill. Bei dem Versuch, das Hauptquartier des Führers zu infiltrieren, werden Captain Kirk und Mr. Spock gefangen genommen und lernen dadurch ein Mitglied der Widerstandsbewegung kennen. Gemeinsam wollen sie John Gill aufsuchen und den Wahnsinn des Krieges beenden. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708422/
2.22 Stein und Staub (By Any Other Name)
Die Enterprise wird von Außerirdischen Invasoren gekapert. Einem fremden Notruf folgend gelangt die Crew der Enterprise auf einen scheinbar unbewohnten Planeten. Dort werden sie von einer kleinen Gruppe menschenähnlicher Außerirdischer, den so genannten Kelvanern, empfangen, die sogleich einen Vorgeschmack ihrer überlegenen Waffen liefern. Die Fremden fordern die Kontrolle über die Enterprise, um damit in ihre eigene, weit entfernte Nachbargalaxie Andromeda zurückkehren zu können. Schnell haben die Kelvaner ihre Forderung durchgesetzt und rüsten das Raumschiff nach ihren Bedürfnissen um. Da sie jedoch die Gestalt von Menschen annehmen, um die Enterprise benutzen zu können, nehmen sie auch immer mehr menschliche Züge an und nähern sich langsam der Crew an. Derweil ist die Enterprise im Begriff, die Energiebarriere am Rande der Galaxie zu durchdringen. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708474/
2.23 Das Jahr des roten Vogels (The Omega Glory)
Auf der Suche nach einem Heilmittel für eine gefährliche Krankheit gerät die Crew der Enterprise zwischen die Fronten eines Krieges zwischen zwei außerirdischen Völkern. Auf einem Forschungsflug zum Planeten Omega IV entdeckt die Enterprise das befreundete Raumschiff U.S.S. Exeter in dessen Orbit. Ein Team wird auf das Raumschiff gebeamt und muss entsetzt feststellen, dass die gesamte Besatzung zu kristallinem Staub zerfallen ist. Aus dem Logbuch des Schiffsarztes der Exeter geht hervor, dass dies die Folgen einer tödlichen und höchst ansteckenden Krankheit sind und das einzige Heilmittel dafür auf Omega IV zu finden sei. Da sie nun selbst infiziert sind, beamen sich Captain Kirk und sein Team auf die Planetenoberfläche, wo sie auch den Captain der Exeter, Ron Tracey, treffen. Dieser stellt sich mit seinen fortschrittlichen Waffen auf die Seite des Volkes der Kohms, das scheinbar nie krank wird und nahezu ewig lebt. Gemeinsam mit ihnen trachtet er danach, das primitive Volk der Yangs auszulöschen. Ein Vorgehen, das Captain Kirk und seine Leute nicht hinnehmen können. - 6/10

http://www.imdb.com/title/tt0708481/
2.24 Computer M 5 (Ultimate Computer)
Ein Supercomputer reißt das Kommando über die Enterprise an sich. Die Enterprise soll an einem militärischen Übungsmanöver teilnehmen, in dessen Rahmen auch der neuartige Supercomputer M5 an der Enterprise getestet werden soll. Dieser ist nicht nur in der Lage, jeden Teil des Schiffes ohne menschliches Zutun zu kontrollieren, sondern verfügt auch über enorme taktische Intelligenz und besitzt überdies sogar kreative Fähigkeiten, die denen eines Menschen nachempfunden sind. Zunächst scheint der Computer seine Arbeit auch hocheffizient zu erledigen und überzeugt in dem Übungsmanöver. Doch als die computergesteuerte Enterprise einen unbeteiligten Frachter zerstört, ordnet Captain Kirk die sofortige Deaktivierung des Computers an. Dessen Erbauer Dr. Daystrom sieht dafür jedoch keinen Grund und verteidigt seine Erfindung selbst dann noch, als diese ein Mitglied der Besatzung tötet. Es erscheint unmöglich, die Kontrolle über die Enterprise wiederzuerlangen, doch die Zeit drängt, denn der Computer beginnt damit, weitere Föderationsschiffe anzugreifen. - 8/10

http://www.imdb.com/title/tt0708421/
2.25 Brot und Spiele (Bread And Circuses)
Die Enterprise besucht einen Planeten, der das Römische Reich imitiert. Die Wrackteile des befreundeten Föderationsschiffes S.S. Beagle führen die Enterprise auf einen Planeten, der zwar über die technologischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts verfügt, auf dem aber noch immer die Gesellschaft des Römischen Reiches nachgeahmt wird. In dieser Welt von Sklaverei und Gladiatorenkämpfen wollen Captain Kirk, Mr. Spock und Dr. McCoy nach Überlebenden der Beagle suchen. Nach einem Treffen mit aufständischen Sklaven werden die drei Männer von römischen Soldaten verhaftet und eingesperrt. Dort treffen sie schließlich auf den örtlichen Machthaber: R.M. Merik, den Captain der Beagle. - 7,5/10

http://www.imdb.com/title/tt0708419/
2.26 Ein Planet, genannt Erde (Assignment: Earth)
In den USA der 60er Jahre versucht die Crew der Enterprise, einen außerirdischen Agenten im Zaum zu halten. Nach einem Zeitsprung in die 60er Jahre fängt die Enterprise einen Menschen mit einer Katze ab, der sich auf die Erde beamen möchte. Gary Seven behauptet, ein Agent des 20. Jahrhunderts zu sein, der sich auf einer Mission zur Rettung der Erde befindet. Aus Vorsicht wird der Mann auf der Enterprise unter Arrest gestellt, doch wie sich herausstellt, verfügt er über eine hochentwickelte Ausrüstung, die ihm die Flucht zur Erde ermöglicht. Dort angelangt, sucht er eine geheime Basis auf, die offenbar nicht irdischen Ursprungs ist. Nachdem er dort seinen Supercomputer konsultiert hat, begibt sich der Agent zu einer amerikanischen Abschussbasis für Atomraketen. Captain Kirk und seine Crew nehmen die Verfolgung auf. - 7,5/10

Das zweite Jahr des Crew rund um Captain Kirk bietet viele kleine Höhepunkte, hat aber leider nicht durchgängig eine hohe Qualität. So ist es auffällig, dass sich besonders zu Beginn der Staffel grandiose Folgen mit "nur guten" bis mittelmässigen Folgen abwechseln - ein Kennzeichen, dass sich in späteren Ablegern, wie zum Beispiel "Star Trek: The Next Generation" wiederholen sollte. Erst gegen Ende besitzt die Staffel ein gleichbleibend hohe Qualität. Dennoch ist Staffel 2 des legendären "Raumschiff Enterprise" insgesamt eine hervorragende Staffel und hebt die Serie in neue Sphären, wird philosophischer und erweitert sogar die in Staffel 1 noch im Hintergrund schwelgende Kritik an soazialen Umständen, indem sie diese geschickt in ihre Welt transportiert. Ein Grundstein, wenn man so will, auch für viele spätere Folgen des "Star Trek"-Franchises, wobei unbedingt "Star Trek: Deep Space Nine" zu benennen ist, und sich hier mit "Kennen Sie Tribbles?" sogar ein Crossover zwischen den beiden Generationen bildet. 

Quellen: 
Inhaltsangabe: Paramount Pictures
Poster/Artwork:: Paramount Pictures

Friday The 13th - Freitag der 13. (2009)

http://www.imdb.com/title/tt0758746/

Am Crystal Lake, da lässt es sich gut feiern, baden und poppen. Das denken sich Whitney (Amanda Righetti), Mike (Nick Mennell), Wade (Jonathan Sadowski), Richie (Ben Feldman) und Amanda (America Olivo), die ein paar Tage in der Natur verbringen wollen. Serienkiller Jason Vorhees (Derek Mears) aber hat etwas gegen das unbeschwerte jugendliche Treiben und stattet den jungen Leuten einen Besuch ab - die Machete im Gepäck. Einen Monat später macht sich Whitneys Bruder Clay (Jared Padalecki) verzweifelt auf die Suche nach seiner Schwester. Von der gesamten Gruppe findet sich keine Spur und die Polizei ist auch keine Hilfe. Clay trifft kurz nach seiner Ankunft eine weitere unvorsichtige Reisegruppe. Trent (Travis Van Winkle), Jenna (Danielle Panabaker), Nolan (Ryan Hansen), Chelsea (Willa Ford), (Julianna Guill), Lawrence (Arlen Escarpta) und Chewie (Aaron Yoo) freuen sich auf ein exzessives Wochenende...

Das 2009er Remake des 80er Horror-Slashers hat im Grunde alles, was es in jedem "Freitag der 13."- Film gibt: strunzdumme Teenies, nette Gore-Effekte, schlechte Schauspieler, blanke Brüste, Sexszenen, die zum Tod führen und einen schier unbezwingbaren Jason Vorhees als eiskalten und mitunter sogar recht kreativen Killer. "Freitag der13." kann also durchaus auf naive und gleichzeitig irgendwie trashige Art gut unterhalten. Oft allerdings ist das sehr zum Kopfschütteln geeignete Gelaber aber auch eher anstrengend und solange Jason nicht auf den Plan tritt, fühlt man sich eher zum Fremdschämen genötigt, als spannend von einem Slasher unterhalten. Aber er ist immerhin kurzweilig, lässt absolut kein Klischee aus und macht dadurch noch irgendwie Spaß.

Vor allem hat er mit Kane Hodder als hünenhafter Jason Vorhees einen guten und gleichzeitig furchterregenden, miesen Killer gefunden: wortkarg, gnadenlos, brutal. Andere Charaktere sind dafür kaum der Rede wert. Müssen sie als Kanonenfutter aber auch nicht sein. Dafür sorgt ein ordentlicher Blut- und Gore-Level und viele klassische Stilmittel der altebekannten Streifen aus der guten alten Zeit für ein akzeptables Feeling. Somit wirkt das Remake auf seine Art gelungen, wenn es auch nie zur Elite der Horrorstreifen gehören wird.

5,5/10

Von Eightyfour Entertainment kommt der Film auch im wattierten und limitierten Mediabook als 3-Disc Special Edition. Komplett ungeschnitten mit Kinofassung und "Killer Cut" und in HD.


Montag, 12. Oktober 2015

The Martian - Der Marsianer: Rettet Mark Watney (2015)

http://www.imdb.com/title/tt3659388/

Die NASA treibt mit der "Ares 3"-Mission die Erforschung des Mars voran. Die Astronauten Mark Watney (Matt Damon), Commander Lewis (Jessica Chastain), Rick Martinez (Michael Peña), Chris Beck (Sebastian Stan), Alex Vogel (Aksel Hennie) und Beth Johanssen (Katie Mara) sind auf dem roten Planeten gelandet, inklusive eines Fahrzeugs und eines Habitats, in dem die Forscher leben und Nahrung herstellen können. Doch ein Sandsturm droht die mitgebrachte Technik samt ihrer Einwohner hinwegzufegen, so dass Commander Lewis den Befehl zum sofortigen Aufbruch gibt. Weil ihn seine Crew für tot hält, bleibt der Botaniker Mark Watney auf dem unwirtlichen fremden Planeten zurück. Vorerst ohne Möglichkeit zur Kommunikation und mit beschädigter Ausrüstung versucht er, die wenigen ihm zur Verfügung stehenden Mittel so einfallsreich wie möglich zu nutzen. Und tatsächlich gelingt es Watney, der Erde zu signalisieren, dass er noch lebt. Die NASA unter Direktor Sanders (Jeff Daniels) beginnt, die Rettung des "Marsianers" zu planen. Parallel dazu startet Watneys Crew eine eigene, riskante Mission, ihn heimzuholen…

Ganz im Gegensatz zu Regisseur Ridley Scotts letztem Ausflug ins All ("Prometheus"), schickt "Der Marsianer" den Zuschauer bewusst nicht auf eine in ferner Zukunft liegende, denkwürdige Reise zu unerforschten Welten und rätselhaften außerirdischen Rätseln, er bleibt viel mehr zeitlich und räumlich ganz nahe an aktuellen Themen und nimmt sich die bereits seit langem als nächster logischer Schritt der Raumfahrt geltende Etappe vor: eine bemannte Erforschung des Mars. Und der Film ist sich dabei der Tatsache durchaus bewusst, dass dieses Thema heute natürlich und aus der Perspektive eines klassischen, technikaffinen Science-Fiction-Streifens niemanden mehr ernsthaft hinterm Ofen hervorlockt und kommt konsequenterweise viel mehr einerseits als eine launige Reflektion über die Unzulänglichkeit der aktuellen Raumfahrttechnologie sowie andererseits als ein ironischer und leicht romantischer Blick auf die Vergangenheit daher - denn immerhin muss Watney auch auf Technik zurückgreifen, die bereits seit einigen Jahrzehnten von einer gewissen vergangenen Marsmission auf dem roten Planeten vor sich hinstaubt. Ähnlich wie "Gravity" transportiert so auch "The Martian" ein (im Kontext eines Science-Fiction-Films) realistisches bzw. glaubwürdiges und zugleich sehr pragmatisches Technikbild, das einerseits weder naiv-optimistischen Pathos verströmt und sich nicht im Staunen über phantastische Erfindungen oder technischer Wunder ergeht, noch andererseits kritisch bzw. warnend in die Zukunft der Menschheit projiziert, sondern die Technik ganz geerdet als das sieht, was sie zunächst ist: ein Werkzeug des Menschen. Ein also durch und durch otimistischer und vor allem positver Film.

Dass "Der Marsianer" ein erfreulich bodenständiger Weltraumfilm ist, zeigt sich auch darin, dass das direkt nach der den Film einleitenden Katastrophe ins Zentrum gerückte Gefühl der Einsamkeit und des Verlassenseins, ja im Falle von Watney des Tot-geglaubt-seins, und das robinsonartige, improvisierte Überleben in der sozialen und wirtschaftlichen Abgeschottenheit nur etwa das erste Viertel des Films ausmacht. Relativ schnell ist der Kontakt zur Erde wiederhergestellt und die Handlungsperspektive erweitert sich von Watney auf die beiden übrigen Parteien: die NASA auf der Erde und die Crew der Ares III bzw. die Koordination zwischen diesen dreien. Ein weiterer wichtiger Charakterzug ist die Tatsache, dass der Film immer wieder mit erfrischend leichtem Humor und einem ironischen Zwinkern sich selbst reflektiert (hervorzuheben sind hier natürlich Watneys Videotagebücher, deren Hauptadressat auch unmittelbar der Zuschauer ist) und stellenweise mit einem Schmunzeln auf die Filmgeschichte Bezug nimmt. Ähnlich rückwärtsgewandt ist zudem noch der Soundtrack angelegt, der zum größten Teil aus Disco-Hits der 70er/80er Jahre besteht und einerseits die bereits angedeutete heitere Leichtigkeit des Films unterstreicht, andererseits aber erneut die menschliche Gesellschaft ins Zentrum rückt und den Mars auch musikalisch mit den mitgebrachten (und natürlich ironischerweise zu diesem Zeitpunkt umso mehr gealterten) Kulturerzeugnissen "erdet".

Nicht unterschlagen werden darf bei alledem jedoch, dass der Film bei all dieser Leichtigkeit nie vor sich hinplätschert oder sich gar verliert, da die Handlung von allerhand brenzligen Situationen und einigen Twists jederzeit  spannend gehalten wird. Großen Anteil daran hat natürlich Hauptdarsteller Matt Damon. Er spielt die Rolle des Mark Watney, ein Mensch, der sich offensichtlich mit ungewöhnlichen Situationen schnell anfreunden kann, egal wie lebensfeindlich diese erscheinen, perfekt und vor allem glaubwürdig. Gerade auch die positive und lebensbejahende Einstellung ist es auch, die den Film selbst noch mehr hervorhebt.Dennoch wäre es vielleicht auch interessant gewesen, wenn der Film noch ein wenig mehr die Einsamkeit in einer lebensfeindlichen Umgebung und die sich daran anknüpfende Gefühle des Zurückgelassenen erforscht hätte, denn so bleibt letztlich nicht viel von der Andersartigkeit der fremden Welt - der Mars wird mit der inszenierten engen Verschaltung mit der Handlung auf der Erde nicht viel mehr als ein unbequem weit entfernter Außenposten unserer eigenen Welt, die Rettung Watneys mehr eine organisatorische, physikalische Schwierigkeit, die es, noch dazu unter den Augen der internationalen Bevölkerung, zu lösen gilt, statt ein existenzielles, emotionales Problem eines Einzelnen.

Aber dieser Umstand lässt sich auch anders auffassen: Denn hat der Mensch sich den Mars nicht schon in gewissem Sinne - und vor allem gesellschaftlich und kulturell - zu eigen gemacht und wäre es überhaupt noch ein spektakuläres Ereignis, Menschen dort hin zu schicken? Zumindest lässt der Film eine solche Frage zu, denn immerhin richten sich die Augen eines weltweiten Publikums erst dann wie gebannt auf den roten Planeten, als die Mission aus dem Ruder läuft und es einen Menschen zu retten gilt - es sind also zuletzt menschliche Schicksale, die erneut im Zentrum stehen, nicht die Erforschung einer gar nicht mehr so unbekannten Welt.

Aber alles in allem macht "Der Marsianer" das, was er sich vorgenommen hat, richtig gut: nämlich ein kleiner, ironisch-leichter, aber aber nie seicht oder belanglos wirkender - eben ein etwas anderer - Weltraumfilm zu sein. Ähnlich wie z.B. "Moon" (freilich ohne dessen vertrackte Handlung) konzentriert er sich auf seine Stärken und hält sich bewusst klein - und gerade das macht ihn vielleicht sogar auf einer anderen Ebene sympathischer als das nach den Sternen greifende und sich zum philosophisch-poetischen Meisterwerk aufschwingende "Interstellar" (das sich mit Matt Damon und Jessica Chastain gleich zwei Hauptdarsteller mit "The Martian" teilt). Hervorragend.

8,5/10

Exklusiv bei SATURN gibt es den Film in 3D im Steelbook mit Lenticularmagnetcover:

Sonntag, 11. Oktober 2015

Death Machine - Death Machine: Monster aus Stahl (1994)

http://www.imdb.com/title/tt0109575/

Der skrupellose Rüstungskonzern Chaank Industries führt unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit geheime Experimente mit Kampfrobotern durch. So entwickelt der Chef der Konstruktionsabteilung Jack Dante (Brad Dourif) gerade einen neuen Killerroboter. Warbeast, so der Codename der Killermaschine, soll im Kriegsfall hinter den feindlichen Linien abgeworfen werden können, um in den gegnerischen Reihen Angst und Schrecken zu verbreiten. Ausgestattet mit verschiedenen Nahkampfwaffen wie Klauen und Zähnen greift dieser gigantische Roboter jedes Geschöpf an, dass in seiner Gegenwart Angst zeigt...

Mit "Death Machine" liefert Stephen Norrington ("Blade") eines der besten Regiedebüt aller Zeiten ab. Diesen Satz sollte man nicht überbewerten, handelt es sich bei "Death Machine" ja doch eher um ein trashiges B-Movie. Aber eben eines der besseren Sorte. Der wilde Mix aus Independent-Science Fiction, Horror, Geselschaftskritik und Action bringt zudem viel Selbstironie mit, sodass man ihm die offensichtlichen Schnitzer in der Story und die nicht immer einwandfreien Effekte gerne verzeiht. Immer wieder haut der Film völlig unvermittelt gut getimte Gags raus, die mal wieder unterstreichen wie genial der britische Humor ist. So wird dieser reichlich debile Quatsch zu einem richtig netten Spaß. Allein die Benennung seiner Figuren ist eine Verneigung seiner Vorbilder: da gibt es Jack Dante, John Carpenter, Sam Raimi, Scott Ridley oder zwei Ökoterroristen names "Weyland" und "Yutani". Norrington huldigt schon allein dadurch seinen Vorbildern. Und er macht seine Sache verdammt gut. Die Mischung aus "Robocop", "Aliens" und "Terminator" funktioniert nicht nur auf der Ebene des reinen SF-Horroractioners, sondern auch als kleine fiese, zynische Abrechnung mit der Rüstungsindustrie und ihre Allmachtsfantasien.

Genial dargestellt von Brad Dourif, der hier eine großartige Performance (für eben solch einen Film) mittels gnadenlosem Overacting abliefert. Nach niedrigem Budget schaut der Streifen ebenfalls nicht aus, da hat auch der Kameramann John de Borman seinen großen Anteil. Seine Bildkompositionen bestehend aus düster-kalter Techno-Optik und geschicktem Licht- und Schatteneinsatz zeugt vom Spannungsaufbau und einer Suspensekurve die stets nach oben geht. "Death Machine" ist, wenn man dies alles zusammen betrachtet, ein einfalls- und extrem zitatreicher Schlocker der B-Klasse, der sein eher geringes Budget recht geschickt durch sehenswerte Kameraspielereien und den schnellen, dabei aber nicht unübersichtlich werdenden Schnitt kompensiert und fast schon allein wegen Brad Dourifs Darstellung des wahnsinnig waffenverliebten Wissenschaftlers eine Sichtung wert ist.

7/10

Von TURBINE Medien kommt - in Zusammenarbeit mit NSM Records - der Film in seiner ungeschnittenen (und immer noch indizierten) Form in einem stabilen und optisch sehr leckerem DigiPak, welches neben der BD und DVD des Films auch noch den Soundtrack enthält.

Hope Lost (2015)

http://www.imdb.com/title/tt3610576/

In den finsteren Ecken des Rotlichtmilieus herrscht keine Moral, hier kämpft jeder ohne Rücksicht auf Verluste für seinen Profit. Die junge Rumänin Sofia (Francesca Agostini), die für ein besseres Leben und die Aussicht auf eine Rolle in einer Fernsehshow nach Italien gekommen ist, gerät in Rom in Prostitutionskreise und fristet ihr Dasein von nun an auf dem Straßenstrich, auf Männer und ihre Bedürfnisse wartend. Dabei hat sie kaum mehr Rechte, wird misshandelt, erpresst und gedemütigt. Sie steckt in einem wahren Alptraum voller Pein und Gewalt, gibt die Hoffnung auf Besserung aber noch nicht auf. Vor allem ihre neu gewonnene Freundin Alina (Mischa Barton) ist ein Lichtblick im dunklen Alltag. Sofia ahnt jedoch nicht, dass noch viel Schlimmeres vor ihr liegt: Denn als schnöde Ware wird sie schließlich von ihren zwielichtigen und sadistischen Zuhältern Manol (Michael Madsen) und Marius (Danny Trejo) an den schmierigen Ettore (Daniel Baldwin) verkauft. Der will sie nur als reines Produktionsmittel für einen brutalen Film haben, in dem Blut fließen soll...

"Hope Lost" ist kleines und zudem recht eindringliches B-Movie aus Italien, das von der Thematik nicht uninteressant ist. Danny Trejo , Michael Madsen, Daniel Baldwin sind hier gute, echt fiese Charaktere. So richtig ekelige Zuhältertypen. Die noch unbekannte Francesca Agostini behauptet sich in der Riege der guten B-Stars. Sie spielt die Rolle der etwas naiven, lebenshungrigen Rumänin und Zwangsprostituierten kompetent wie eine erfahrene Charakterdarstellerin. Wenn die Geschichte nicht so düster und abstoßend wäre, denn jeder weiß dass sowas auch real passiert, bekäme "Hope Lost" eine bessere Bewertung. Weil der Streifen bei dem Thema auch spannungserzeugende Thriller- Elemente einbaut, wird der Unterhaltungswert eher gemindert als gesteigert. Das hatte Paul Hyett in dem meiner Ansicht nach intensiveren "The Seasoning House" besser drauf.

Doch die Macher von "Hope Lost" zeigen jedoch das Potenzial, realistisch packende Filme zu produzieren. Von daher ist bestimmt noch Luft nach oben und Francesca Agostini wird die nächsten Jahre sicherlich von sich reden machen. "Hope Lost" ist ein guter Thriller, der gegen Ende immer mehr zum Drama wird, jedoch verfällt er auch mehr diesem letztgenanntem Genre, anstatt beide konsequent bis zum Schluss zu nutzen.

6,5/10